Wirtschaft/Karriere/Personalmarkt/Crowdsourcing/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 23/05/2013 - Keine Kommentare
Rund 3.000 „Social-Headhunter“ haben sich nach Angaben von Jobcrowd mittlerweile registriert. Virale Netzwerkeffekte werden für den Personalmarkt immer wichtiger. „Auch wir nutzen Facebook und andere Portale bei der Kandidatensuche. Es kommt allerdings immer darauf an, in welchem Markt man sich bewegt. Wir erleben als IT-Personalberatung, die sich direkt an die potentiellen Kandidaten wendet, wie stark die Zahl der angesprochenen Kandidaten pro freier Stelle im Durchschnitt gestiegen ist, bis eine Vakanz besetzt ist“, so die Erfahrung von Karsten Berge von SearchConsult in Düsseldorf. Bei Fachkräftemangel benötige man eine detektivische Spürnase und ein gutes Beziehungsmanagement, um zu erfolgreichen Abschlüssen zu gelangen.
Politik/Gesellschaft/Kultur/Gaming/Gamescom
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 22/05/2013 - Keine Kommentare
In bildungsbürgerlichen Diskursen wird gerne der Gegensatz von Spiel und Ernst kultiviert. Viele Jahre wurde das Ende der Spaßgesellschaft proklamiert und vor dem Niedergang der Hochkultur gewarnt. Dabei ist die Gaming-Szene, sowohl Entwickler als auch Spieler, längst Teil der Alltagskultur – auch wenn das von den Gaming-macht-süchtig-und-deformiert-das-Hirn-Spitzers dieser Welt mit hysterischen Gesängen bekämpft wird.
Wirtschaft/Manager/Social Web
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 21/05/2013 - Keine Kommentare
„Zukunftsprojekte wie digitale Medien und soziale Netzwerke dominieren derzeitig die Innovationsprojekte der CIOs”, verdeutlicht Udo Nadolski, Deutschland-Chef des IT-Beratungshauses Harvey Nash. Sie seien nicht mehr als Verwalter der IT gefragt, sondern als Gestalter für das Kerngeschäft der Firmen. Kluge Vorstandschefs positionieren ihre CIOs denn auch auf der Chefebene. 37 Prozent der von Harvey Nash befragten IT-Manager berichten in Deutschland direkt an den Vorstandschef. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Zuwachs von elf Prozentpunkten. Allerdings steigen damit auch die Erwartungen an das Kompetenzprofil des IT-Fachpersonals. Einen richtigen Ruck hat es aber in den meisten Organisationen noch nicht gegeben. Technologie sollte eigentlich keine Rolle spielen, wenn es um Geschäftsinteressen geht. “Doch leider hat der CIO im Vergleich zum CEO noch immer keine große Bedeutung. Ich wünsche mir bei unseren Führungskräften mehr Technologiekompetenz. Viele CIOs wie CEOs tun es ab und delegieren das Neue lieber, statt sich neugierig darauf einzulassen. Anscheinend ist das ziemlich deutsch“, kritisiert der Berater und Blogger Klaus Eck. Das gilt generell für Unternehmen und sicherlich auch für Behörden: „Enterprise 2.0 und Social Media passen so gar nicht zu einer Philosophie der Mittelmäßigkeit, in der jeder unauffällig und scheinbar risikolos seinen Weg gehen kann. Durch die neuen Entwicklungen werden wir alle in unserem Schaffen sichtbarer. Diese Transparenz wirkt sich auf alle Bereiche in den Unternehmen aus und verändert diese langsam“, schreibt Eck.
Stadtplanung/Architektur/Internet/Social Web/Festspielhaus/Bonn/Köln/Beethoven
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 20/05/2013 - Keine Kommentare
Bekommt Beethoven 2020 im Jahr seines 250. Geburtstages in Bonn noch eine würdige Spielstätte oder nicht? Viel Zeit bleibt nicht mehr. Und die Pläne für den Neubau eines Festspielhauses, das angeblich nur 80 Millionen Euro kosten soll, sind mehr als wacklig. Wann sind solche Schätzungen eigentlich eingehalten worden? Beispiel Elbphilharmonie: Statt den geplanten 100 Millionen Euro, die anfänglich der Öffentlichkeit als Beruhigungspille präsentiert wurden, pendelt man sich mittlerweile bei satten 350 Millionen Euro ein. Soweit entfernt liegt der ursprüngliche Preis des Hamburger Konzerthauses von der Schätzung für den Bonner Wundertempel gar nicht. Und Fehlplanungen sind bei solchen Vorhaben wohl eher die Regel. Vielleicht sollte man bei solchen Mammutprojekten mehr ePartizipation wagen - also Bürgerbeteiligung im Netz.
ichsagmal-Blog/Blogger Camp
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 19/05/2013 - Keine Kommentare

In meinem ichsagmal-Blogpost ging ich heute auf die Recherche- und Lektüre-Methode des Religionsphilosophen Jakob Taubes ein, der ein wichtiges Werk und eine zentrale Botschaft schon durch Handauflegen erkannte. Wahrscheinlich ein Märchen. Aber ss war seine Art, die für ihn wichtigen Werke zu lesen. Er war ein Jäger des einen Satzes oder Wortes, in dem sich das Wesentliche des Geschriebenen kondensierte. Und es ist wohl ein Versuch wert, diesem Beispiel in den eigenen Texten zu folgen. So etwa der Satz des Ex-IBM-Cheftechnologen Gunter Dueck: „Profi-Verkauf oder Internet: Der Rest stirbt“. Beschreibt sehr schön die Veränderungen im Verhältnis von Kunden und Unternehmen, auch wenn das einige Altvordere in der Service-Branche noch nicht so ganz durchschauen.
Wirtschaft/Unternehmen/Social Media
Von Hannes Schleeh veröffentlicht am 18/05/2013 - 2 Kommentar(e)
Social Media ist wie eine Party, viele Menschen unterhalten sich untereinander. Ein laut schreiender Aalverkäufer geht vielleicht noch kurz als Belustigung durch, schreit er jedoch weiter, zieht er den Zorn der Anwesenden auf sich.
Netzpolitik/Wirtschaft/Internet/Social Web
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 17/05/2013 - Keine Kommentare

Wirtschaft/Technik/Service/Internet/Social Web/Blogger Camp/Bonn/Live-Hangout/Google/Hangout On Air
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/05/2013 - Keine Kommentare

„Einfachheit ist die Konzentrierung von Intelligenz. Das Konzept der Einfachheit entspringt den Wechselbeziehungen der Vielfalt. Es wird nur dann wirksam, wenn die ganze Planung und Durchführung, jedes Gefühl und jede Leistung auf ein Ziel ausgerichtet sind.“ Einfachheit sei Wirksamkeit. Nun denn. Wir werden hören und sehen, was die heutige Blogger Camp-Runde zu diesem Thema sagen wird. Mit dabei: Andreas Bock, Bernd Stahl, Andreas Frank, Bernhard Steimel, Hannes Schleeh. Moderation: Gunnar Sohn.
Wirtschaft/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/05/2013 - 1 Kommentar(e)
„Digitaler Darwinismus“ ist ein kerniger und provokanter Begriff, um die sich abzeichnenden Effekte der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung zu beschreiben. „Aber um nichts anderes geht es momentan in der Wirtschaft. Es geht um einen Überlebenskampf, den über lange Jahrzehnte erfolgreiche Unternehmen wie Quelle und Neckermann schon verloren haben, und dessen Ausgang bei erfolgsverwöhnten Unternehmen wie Sony, Nokia und dem Blackberry-Hersteller Research in Motion oder auch Karstadt nach wie vor offen ist. Dabei zeigt sich: Es geht nicht mehr um Größe, es geht nicht unbedingt um Schnelligkeit, es geht nicht alleine um das Ausmaß der Anpassung und Stärke. Heute gilt vielmehr: ‚Survival of the smartest’“, schreiben Professor Ralf T. Kreutzer und Microstrategy-Manager Karl-Heinz Land in ihrem neuen Buch „Digitaler Darwinismus – der (stille) Angriff auf Ihr Geschäftsmodell und Ihre Marke -Welche Macht Social Media wirklich innewohnt“ (erscheint Anfang 2013 im Gabler Verlag). Die beiden Autoren wollen die verschlafenen Führungskräfte wachrütteln und dokumentieren, welche Auswirkungen die sozialen Medien und weitere online-basierten Entwicklungen auf etablierte Geschäftsmodelle und erfolgreich eingeführte Marken haben.
Wirtschaft/Politik/republica/brandeins/Wolf Lotter
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 14/05/2013 - Keine Kommentare
Anti-Haltungen, die sich gegen das wirtschaftliche System an sich richten, seien eher eine Camouflage für Bequemlichkeit im Denken, um nichts ändern zu müssen. “Alles Scheiße” sei keine Antwort für eine Verbesserung. “Das ist keine Haltung, sondern eine Ausrede”, meint brandeins-Essayist Wolf Lotter in seiner Berliner republica-Rede. Fundamentale Negation ändert gar nichts. Es geht darum, die Wirtschaft zu ändern. Es müsse sich, so Lotter, nicht nur das Bewusstsein ändern, sondern es müssten auch konkrete Dinge passieren. Erziehung zur Selbständigkeit und nicht zur Unterordnung. Bildung als Universalwerkzeug. Es sei schlicht Selbstbetrug zu glauben, dass alles im Leben planbar wäre.
Internet/Big Data/Algorithmen/Zukunft/Datenschutz
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/05/2013 - Keine Kommentare
Angeblich krempelt Big Data zur Zeit die komlette Wirtschaft um, so der Spiegel. Auf dem Personalmarkt sieht es ganz anders aus: „Die Zahl der Vakanzen steigt vor allem bei Sales und Consulting“, so der Düsseldorfer Personalberater Karsten Berge von SearchConsult. Es geht um Verkauf und sehr wenig um wirklich nutzbringende Netzintelligenz. Insofern sollten sich die Big Data-Apologeten mit ihren Versprechungen etwas mehr zurückhalten und Programme entwickeln, die man im Alltag nützlich einsetzen kann. Punktuell, situativ und nur dann, wenn ich es als Anwender auch zulasse.
Netzpolitik, Breitbandausbau, Gaming, Digitale Gesellschaft, Berlin, republica
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 10/05/2013 - Keine Kommentare
Christoph Deeg hat einen interessanten Aspekt in die Diskussion geworfen, mit dem wir auch die Vernetzung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Ganzen analysieren können: “Der Umgang einer Gesellschaft mit Gaming ist ein wunderbarer Indikator für die Digitalisierungs-Stufe einer Gesellschaft.”
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Technik/Kommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 08/05/2013 - Keine Kommentare

Im Diskurs über die vermeintliche Diktatur von Algorithmen gibt es die Tendenz zur Personifizierung von Technik, die ein Eigenleben hat. Mensch und Maschine stehen sich in einem Teufelspakt gegenüber. „Wir nennen das die Animation des Toten. Menschen gehen offensichtlich viel lieber und leichter mit Lebendigen um als mit Toten. Wenn ich mir meinen Dosenöffner, der gerade abgerutscht ist und mich verletzt hat, als beseelt denke, kann ich ihn beschimpfen. ‚Du blöder Dosenöffner. Irgendwann schmeiß ich Dich in den Müll‘. Das macht man mit seinem Laptop, mit seinem Auto und generell mit Technik. Dabei weiß jeder, dass die toten Dinge mich gar nicht verstehen können“, so Dr. Gehard Wohland, Leiter des Instituts für dynamikrobuste Höchstleistung, im Gespräch mit Service Insiders.
Wirtschaft/Unternehmen/Karriere/Personal/IT
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 08/05/2013 - Keine Kommentare
Zu den Hochzeiten der „New Economy“ galten sie als schwer vermittelbar: Fachkräfte, die das 50. Lebensjahr überschritten hatten. „Der demografische Wandel und die Rückbesinnung auf die Vorteile einer langjährigen Arbeitserfahrung haben hier inzwischen zu einem tendenziellen Umdenken in den Personalabteilungen geführt“, schreibt der Bildungsmanager Wilhelm Adt in seinem Blog. Diesen Trend zum Umdenken kann der Personalberater Jens Stern in seiner täglichen Arbeit bei der Personalabteilung24 GmbH verstärkt feststellen. „Aber immer noch gibt es Unternehmen, die im Zweifelsfall den jüngeren Bewerber bevorzugt einstellen. Oftmals ist ihnen nicht bewusst, dass sie mit dieser Vorgehensweise echte Wettbewerbsvorteile verpassen“, meint der Fachmann. Einen Sinneswandel gibt es auch in der IT-Branche. So kann das Düsseldorfer Beratungshaus Harvey Nash mittlerweile auf eine über 20jährige Erfahrung in Deutschland zurückblicken. „Wir kennen die Systeme und Anwendungslandschaften. Und uns war natürlich trotz des Internethypes klar, dass sich die Datenverarbeitung auf absehbare Zeit auf altbewährte Systeme abstützen wird. Wir haben deshalb frühzeitig im angefangen, eine spezielle Gruppe aufzubauen von Seniorberatern und Managern, die eigentlich nichts anderes gemacht haben als sich auf die alten Technologien weiterzubilden und auf dem neusten Stand der Technik zu sein. Und mit diesem Konzept sind wir bis zum heutigen Tage sehr erfolgreich“, so Nadolski.
Wirtschaft/Unternehmen/Social Media/App Economy/Mobile Business/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 06/05/2013 - Keine Kommentare
Soziale Netzwerke und die App-Economy spielen im Kundenservice kaum eine Rolle. Das belegt die von Genesys vorgestellte Studie „Getting Closer to the Customer“. Erst 43 Prozent der weltweit befragten Unternehmen hat im vergangenen Jahr mit der Nutzung von Social Media begonnen. Nur elf Prozent nutzen soziale Netzwerke seit drei Jahren oder länger für die Kommunikation mit Kunden. Angesichts der allgegenwärtigen Nutzung von Mobilgeräten und Social Media wie Facebook und Twitter sei es alarmierend, dass viele Unternehmen die Relevanz der neuen Kommunikationsformen zu spät erkennen und die Zuständigkeiten nicht geklärt haben, so der Genesys-Vorstandschef Paul Segre. Führungskräfte seien wohl noch immer der Ansicht, dass sie die Kommunikation im Social Web kontrollieren können, spekuliert die Marketing-Professorin Donna Hoffman von der University of California Riverside. „Viele gehen so vor, dass sie ein kleines Team für Social Media ernennen und die Situation damit als erledigt betrachten. So ist es nicht.” Nach der CIO-Umfrage von Harvey Nash gewähren 82 Prozent der IT-Chefs ihren Mitarbeitern Zugriff auf Facebook, Twitter, Youtube und Linkedln. Fast ebenso viele sind davon überzeugt, soziale Netzwerke in gewissem Maße kontrollieren zu können. Letzteres dürfte sich als Illussion herausstellen: „Die Kontrolle von Social Media ist absoluter Schwachsinn, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ich verstehe den Wunsch der Kontrolle. Das ist gezielt aber schon technologisch nicht möglich. Die Antwort im Umgang mit Social Media liegt in der Unternehmenskultur. Wir zum Beispiel haben die Nutzung unbeschränkt freigegeben. Der von uns konzipierte Leitfaden ist nur eine Orientierungshilfe. Eine Law & Order-Orientierung ist zum Scheitern verurteilt“, betont Nadolski im Interview mit dem Fachdienst Service Insiders. „Es ist zwar ein Buzzword, aber wir dürfen uns davor nicht verschließen. Wir leben in einer Welt, die zunehmend von der so genannten Generation Y geprägt wird. Und die findet man nicht in der Telefonzelle, sondern auf Twitter oder Facebook. Das gilt für die Beziehungen zu Kunden, wie für die Unternehmenskultur. Im Büro fragen sich die Mitarbeiter, warum sie Social Media nicht auch hier nutzen können. Daraus entsteht für die Unternehmen ein ganz großer Zwang, das privat Nutzungsverhalten im Social Web in die berufliche Welt zu transferieren. Und das hört am Arbeitsplatz nicht auf. Wir erleben eine soziale Orientierung fast aller Geschäftsmodelle“, meint Nadolski.
Netzpolitik/Deutsche Telekom/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 03/05/2013 - Keine Kommentare
Als Bestandskunde, für den noch die alten Geschäftsbedingungen der Telekom gelten, habe ich kein Sonderkündigungsrecht, um dem Magenta-Konzern den Rücken zuzuwenden. Das ist mir bewusst und das gilt wohl auch für die Mehrheit der Telekom-Kunden, die die Petition von Malte Goetz unterzeichnet haben. Bei der Übergabe der Protestnote in der Lobby der früheren T-Mobile-Zentrale in Bonn-Beuel an den Telekom-Deutschlandchef Niek Jan van Damme lag man noch bei über 130.000 Unterzeichnern – mittlerweile sind es knapp 165.000 (Stand: 3. Mai, 11:20 Uhr). Kaum einer der Unterzeichner steht wohl schon unter dem Regime der Drosseltarife, die ab 2016 ihre Wirkung entfalten werden. So blöd bin ich auch nicht. Aber schon jetzt gibt es eine breite Bewegung, die die neue Strategie der Telekom massiv bekämpft. Der Konzern hat den Limes überschritten und versucht dennoch, durch rhetorische Leerformeln sich über Wasser zu halten.
Internet/Big Data/Marketing/Wissenschaft
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 30/04/2013 - Keine Kommentare

Bislang laufen die Analyse-Systeme eher auf Cookie-Niveau und elektrisieren vor allem die Werbeindustrie. Das erkennt man beispielsweise an der Nachfrage nach Big Data-Spezialisten. „Die Zahl der Vakanzen steigt vor allem bei Sales und Consulting“, so Personalberater Karsten Berge von SearchConsult. Es geht um Verkauf und sehr wenig um wirklich nutzbringende Netzintelligenz. Insofern sollten sich die Big Data-Apologeten mit ihren Versprechungen etwas mehr zurückhalten und Programme entwickeln, die man im Alltag nützlich einsetzen kann. Punktuell, situativ und nur dann, wenn ich es als Anwender auch zulasse. Ansonsten könnten sie ein ähnliches Debakel wie Krösus erleben, der gegen Persien in den Krieg ziehen wollte und das Orakel von Delphi um Rat fragte. Die Pythia antwortete ihm, wenn er nach Persien zöge, würde ein großes Reich zerstört werden. Krösus war begeistert von der Antwort und zog gleich mit seinem Heer los. Leider war das große Reich, das dabei zerstört wurde, sein eigenes.
Digitale Wirtschaft/Unternehmen/Industrie 4.0/Breitbandausbau/IT-Gipfel
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 29/04/2013 - Keine Kommentare
Der frühere IBM-Cheftechnologe Gunter Dueck habe nach Ansicht von Harvey Nash-Chef Udo Nadolksi vollkommen recht, wenn er von der Notwendigkeit spricht von der Notwendigkeit einer „strukturkultivierenden Marktwirtschaft“ spricht. Der Staat müsse die Infrastrukturen auf die Zukunft ausrichten. Zu einem solchen Schritt würde sich aber niemand entschließen. Ein superschnelles Internet sei für die Wirtschaft und für die Transformation zur Wissensgesellschaft unabdingbar. „Dieselben Leute, die die 60 Milliarden für die Zukunft nicht geben wollen, argumentieren wie selbstverständlich, dass der entscheidende Anstoß zu Deutschlands Wirtschaftswunder der energische und kompromisslose Ausbau des Autobahnnetzes in den 1960er-Jahren war, der für Deutschland eine moderne Infrastruktur schuf.“ Auf dem nächsten IT-Gipfel der Bundesregierung müsse über dieses Thema dringend gesprochen werden, fordert IT-Fachmann Nadolski.
Karriere/IT/Unternehmen
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/04/2013 - Keine Kommentare
Cloud Computing und Virtualisierung steigern die Autarkie der Fachabteilungen, die zunehmend selbst über ihre IT-Bedürfnisse entscheiden. Dieser Entwicklung werde sich weiter fortsetzen. CIOs könnten sich profilieren, wenn sie ihren Fachabteilungen schneller als konkurrierenden Unternehmen signalisieren, wo sich Marktrends entfalten und neue Kundenwünsche zu verorten sind. Ob sich diese Szenarien in der Realität der Unternehmen widerspiegeln, kann ganz einfach mit dem Personalmarkt abgeglichen werden. Was dort an Kandidaten nachgefragt wird, ist ein belastbarer Indikator für den Status quo der IT in Organisationen. “Die geringer werdende Bedeutung des CIO oder von IT-Abteilungen bei der Auswahl von Software-Applikationen ist sogar bei den Software-Herstellern zu beobachten. Hier sucht man nach Vertriebsmitarbeitern, die die Sprache der Fachabteilungen sprechen, um dort den ‘Mehrwert’ der angebotenen Systeme zu platzieren”, bestätigt Karsten Berge, Geschäftsführer des Düsseldorfer IT-Personalberatungshauses SearchConsult.
Netzpolitik/Telekom/Bonn/Berlin
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/04/2013 - Keine Kommentare
Im Hangout-Gespräch mit bwlzweinull-Blogger Matthias Schwenk und Hangout on Air-Operator Hannes Schleeh diskutierte ich die netzpolitischen Konsequenzen auf die Drossel-Strategie der Telekom. Einig war sich die Runde, dass der Staat sich in dieser Frage nicht aus der Verantwortung stehlen sollte. Mit der Shareholer Value-Politik des Bonner Magenta-Konzerns werde es keinen zügigen Breitbandausbau in Deutschland geben.
Netzpolitik/Netzneutralität/Datenautobahn/Telekom/Staat
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 25/04/2013 - Keine Kommentare

„Dieser Mann hatte Visionen. Die sehe ich bei den politischen Akteuren in Deutschland heute nicht. Es wäre an der Zeit für ein Bekenntnis, die fortschrittlichste, modernste und beste Infrastruktur für Hightech-Kommunikation in unserem Land zu schaffen. Das ist eine nationale Aufgabe. Solange diese Einsicht fehlt, wird nicht viel passieren“, kritisiert Bernd Stahl vom Netzwerkspezialisten Nash Technologies.
Wirtschaft/Unternehmen/Telekom/Netzpolitik/Netzneutralität
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 24/04/2013 - Keine Kommentare
Die liebwertesten Gichtlinge der Telekommunikation kompensieren ihre digitale Einfallslosigkeit schon seit Jahren mit Barrieren, Blockaden und Hinhaltetaktiken. Etwa beim vergeblichen Kampf gegen Dienste wie Skype oder der Ausbreitung von Hotspots für den kabellosen Internetzugang. Und jetzt greifen Dino-Konzerne wie die Telekom in die Trickkiste der Drosselung von DSL-Anschlüssen, um Ladenhüter wie Home Entertain unter die Leute zu bringen, denn eigene Dienste werden auf den Datenverbrauch nicht angerechnet.
Umwelt/Abfall/Recycling/Verpackungen
Von David Wegener veröffentlicht am 24/04/2013 - Keine Kommentare
Valide Branchenquoten sind wichtig für alle, die Verkaufsverpackungen in den Verkehr bringen und somit auch für deren ordnungsgemäßes Recycling Sorge tragen. Sie müssen ermitteln, welche Menge der Verpackungen direkt an Endverbraucher geht und welcher Anteil zu Anfallstellen wie beispielsweise Gaststätten, Großküchen, Gesundheitseinrichtungen, Kultur- oder Freizeitorganisationen gelangt. Denn für beide Möglichkeiten gibt es unterschiedliche Recyclingwege: im ersten Fall das Duale System (Gelbe Tonne/Gelber Sack/Papier- und Glascontainer), im zweiten Fall die so genannten Branchenlösungen. Unternehmen können sich zur Ermittlung von Branchenquoten entweder an Marktstudien orientieren oder eigene Erhebungen durchführen.
Wirtschaft/Unternehmen/Telekommunikation
Von David Wegener veröffentlicht am 24/04/2013 - Keine Kommentare
Die HD-Qualität wirke sich nach Angaben des Anbieters auch auf Gespräche mit dem Lautsprecher aus, was für Redaktionen bei der Aufnahme von Telefoninterview interessant sein könnte. Passend zum neuen Standard wurde auch die Hardware aufgerüstet: Verbesserte Mikrofone, verbesserte Lautsprecher, verbesserter Verstärker. Ein optimales Klangerlebnis entsteht, wenn beide Endgeräte HD-ready sind. Ist die Gegenstelle nicht HD, dann sei die Audioqualität durch die neue Hardware immer noch deutlich besser als bei den konventionellen Geräten.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/CIO
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 19/04/2013 - Keine Kommentare
Cloud Computing und Virtualisierung steigern die Autarkie der Fachabteilungen, die zunehmend selbst über ihre IT-Bedürfnisse entscheiden. Dieser Entwicklung werde sich weiter fortsetzen. CIOs könnten sich profilieren, wenn sie ihren Fachabteilungen schneller als konkurrierenden Unternehmen signalisieren, wo sich Marktrends entfalten und neue Kundenwünsche zu verorten sind. Ob sich diese Szenarien in der Realität der Unternehmen widerspiegeln, kann ganz einfach mit dem Personalmarkt abgeglichen werden. Was dort an Kandidaten nachgefragt wird, ist ein belastbarer Indikator für den Status quo der IT in Organisationen. “Die geringer werdende Bedeutung des CIO oder von IT-Abteilungen bei der Auswahl von Software-Applikationen ist sogar bei den Software-Herstellern zu beobachten. Hier sucht man nach Vertriebsmitarbeitern, die die Sprache der Fachabteilungen sprechen, um dort den ‘Mehrwert’ der angebotenen Systeme zu platzieren”, bestätigt Karsten Berge, Geschäftsführer des Düsseldorfer IT-Personalberatungshauses SearchConsult.
Medien/Hangout on Air/Livestreaming/Angela Merkel/Bundeskanzlerin
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/04/2013 - Keine Kommentare
Zur Beratung der Medienaufsicht über die Liveübertragung eines neuen Onlineformats von Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Dienstag, sagte Jürgen Brautmeier, Vorsitzender der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) und der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM), im Bloggercamp-Interview: „Wir dürfen jetzt nicht die Community dafür bestrafen, dass die Regeln nicht mehr zeitgemäß sind. Wir müssen da wirklich praktikable Lösungen finden. Da müssen wir in der Tat an den Kriterien arbeiten."
Medizin/Apps/Smartphone/Tablet-Computer/Telemedizin
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/04/2013 - Keine Kommentare
Apps für persönliche Diagnosen ohne Einbindung von Ärzten seien der falsche Weg und haben nichts mit den Entwicklungen in eine vernetzte Medizin zu tun, betont Netzwerkspezialist Bernd Stahl von Nash Technologies in Stuttgart.
Medien
Von Andreea Iosa veröffentlicht am 15/04/2013 - Keine Kommentare
US-Zeitungen und Magazine versuchen neuerdings eine Zusatz-Erwerbsquelle über E-Books in Korrelation zu einer bestimmten Abonnementgebühr zu etablieren. Dazu haben einige Verleger ein Variété an kostengünstigen E-Books mit zusammengefassten und verlängerten Sonderbeiträgen herausgebracht, wie beispielsweise "The Obama Presidency, Explained" von The Atlantic. Die digitalen Bücher werden über Amazon, Barnes & Noble und weitere Branchenriesen vertrieben. Das Magazin Wired konnte damit beispielsweise über 50.000 Kopien durch eine erweiterte Geschichte über den geflüchteten John McAfee verkaufen, wobei eine 47-Seiten-Kopie rund 80 Cent gekostet und Amazon einen Anteil von 30 Prozent erhalten hat. Ob das Konzept jedoch wirklich Zukunft in den USA hat, ist noch unklar.
Umwelt/Politik/Umweltverschmutzung/Plastiktüten/Abgabe
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/04/2013 - Keine Kommentare
Besser wäre es, weltweit für eine moderne Entsorgung zu sorgen und die Recyclingaktivitäten zu steigern. Und damit meine ich nicht das Verbuddeln von Müll. In Deutschland ist es seit 2005 verboten, Restmüll ohne Vorbehandlung zu deponieren. Entweder Recycling oder Verbrennung. Bis zum Jahr 2020 will man aus der Deponie- und Beseitigungswirtschaft komplett aussteigen, eine vollständige Verwertung des Abfalls leisten und alle Deponien schließen. Genau so müsste das weltweit laufen, um von der Plastikseuche in den Weltmeeren wegzukommen. Alles andere ist Augenwischerei.
Wirtschaft/Unternehmen/Forschung/Industrie 4.0/Internet/Breitbandausbau/Hannover Messe/IT-Gipfel
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 10/04/2013 - Keine Kommentare
Alles, was unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ derzeit auf der Hannover Messe vorgestellt werde, sei eindrucksvoll und zeigt, wie weit das Internet mittlerweile in die klassische Industrie eindringt. „Das Internet der Dinge oder der intelligenten Objekte ist schon lange keine Fiktion mehr. Derzeitig gibt es rund zehn Milliarden Verknüpfungen zischen Maschinen und Produkten. Bis 2020 liegen wir nach Prognosen von Cisco bei 50 Milliarden Gegenständen. Diesen anschwellenden Datenstrom können wir nur bewältigen, wenn wir bereits jetzt konsequent in den Breitbandausbau investieren. Ansonsten können wir in Deutschland die Früchte unserer Grundlagenforschung und Innovationen der vierten industriellen Revolution nicht ernten“, resümiert Harvey Nash-Chef Udo Nadolski.
Netzpolitik/Medienrecht/Verlage/Angela Merkel/Medienaufsicht/The European
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/04/2013 - Keine Kommentare
Wenn es um Interessen von mächtigen Lobbygruppen und dem Hofknicks vor Klientelinteressen geht, errichten die liebwertesten Gichtlinge der Politik ganz schnell mal Barrieren, wie beim Leistungsschutzrecht, entfernen in 007-Manier ärgerliche Barrieren, wie beim Merkel-Hangout oder schalten auf Durchzug, wie bei der neuen Preispolitik der Telekom mit dem Knebel der Bit-Drosselung zur Bevorteilung eigener Dienste. Richard Gutjahr hat es beim Digitalen Quartett auf den Punkt gebracht. Was den Mächtigen im Lande nutzt, wird von den Polit-Funktionären mit Nachsicht behandelt. Da habe niemand den Arsch in der Hose, um mal gegenzuhalten. Die Absurditäten bei der krampfhaften Suche nach einer medienrechtlichen Absegnung des neuen Online-Formats von Bundeskanzlerin Angela Merkel, das am 19. April live im Netz ausgestrahlt werden soll, sind dabei nur eine kleine Fußnote – aber symptomatisch für politische Entscheidungen.
Medienpolitik/Netzpolitik/Merkel/Live-Streaming/Hangout on Air/Google
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 08/04/2013 - Keine Kommentare
„Der ZAK-Vorsitzende hat sich in die Debatte eingemischt, weil wir es für gut hielten, von unserer Seite eine klare Duftnote zu setzen“, sagt ZAK-Pressesprecher Peter Widlok im ichsagmal.com-Interview. Er ist sich sicher, dass das Thema auf der ZAK-Sitzung am 16. April eine Rolle spielen wird. Eine endgültige Bewertung über den Hangout der Kanzlerin konnte es nicht geben. „Wir haben in aller Deutlichkeit von einer ersten Einschätzung gesprochen“, erklärt Widlok.
Medien/Rundfunkstaatsvertrag/Bundeskanzlerin/Hangout on Air/Live-Streaming
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 05/04/2013 - Keine Kommentare
Warum wir nicht als Quelle für den Merkel-Rundfunk-Sendelizenz-Streit von den klassischen Medien gewürdigt werden, wundert mich wiederum nicht. Wer zitiert schon gerne kleine Blogger als Primärquelle.
Medien/Fernsehen/Rundfunkstaatsvertrag/Merkel/Google/Hangout on Air
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/04/2013 - Keine Kommentare
Beim neuen Sendeformat der Kanzleringibt es einen Sendeplan, ein Datum (19. April), potenziell mehr als 500 Zuschauer – also Rundfunk. Nach der gängigen Rechtsauslegung des Rundfunkstaatsvertrages benötigt man für derartige Formate eine Sendelizenz. Eine entsprechende Presseanfrage habe ich an die Medienanstalt Berlin-Brandenburg gerichtet. Ort der Ausstrahlung ist schließlich Berlin.
Medien/Startnext/Crowdfunding/Google/Hangout on Air
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 02/04/2013 - Keine Kommentare
Mit unserem Startnext-Projekt “Die Streaming Revolution – Ein fließendes Buch über und mit Hangout on Air” wollen wir den Google-Dienst bekannter machen und viele, neue Projekte für Jedermann-TV anstoßen. Unterstützt uns mit kleinen oder größeren Beträgen über die Dankeschön-Pakete, die wir auf unserer Startnext-Seite anbieten. Wir helfen Euch bei neuen Hangout on Air-Projekten und Ihr helft uns bei der Finanzierung des Buches.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Künstliche Inteligenz
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 30/03/2013 - Keine Kommentare

Kathrin Passig setzt sich in der Süddeutschen mit der im vergangenen Jahr um sich greifenden Kritik an einer vermeintlichen Algorithmen-Diktatur auseinander (Zur Kritik an Algorithmen: Warum wurde mir ausgerechnet das empfohlen?). Vor allen Dingen Miriam Meckel hatte sich ja mit Horrorszenarien hervorgetan. Passig schreibt: „Zwei Probleme sind es vor allem, die die feuilletonistische Algorithmenkritik behindern. Zum einen sind viele dieser Algorithmen – und es sind gerade die, mit denen Teilzeitinternetnutzer in Berührung kommen – nicht besonders ausgefeilt. Amazon empfiehlt mir regelmäßig den Kauf meiner eigenen Bücher, Google+ schlägt seinen Nutzern vor, sich mit ihren eigenen Zweit-Accounts zu befreunden. Aus diesen schlechten Erfahrungen lässt sich aber noch nichts Allgemeingültiges über maschinell erzeugte Filter und Empfehlungen ableiten. Und zum anderen beruht das Misstrauen der Algorithmenkritiker selten auf konkreten Erfahrungen oder technischem Verständnis.“
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Telekommunikation/Call Center
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 29/03/2013 - Keine Kommentare

Die Kommunikation mit Kunden wird sich in diesem Jahr drastisch verändern, prognostiziert Günter Greff von Call Center Experts: „Was wir in den vergangenen Jahren erlebt haben, waren nur die Vorboten. Verantwortlich für die tektonischen Verschiebungen sind nicht nur die sozialen Netze, wie man denken könnte. Shopping im Internet ist heute oft schon ‚kundenorientierter‘ als der Anruf in einem Call Center, ja, oft sogar kundenfreundlicher als der Besuch in einem Einkaufszentrum oder einem Fachgeschäft. Den aktuellen Fahrplan der Deutschen Bahn, einschließlich Verspätungen, erfahre ich mit einer App wesentlich schneller, als durch einen Anruf im Servicecenter.“
Wirtschaft/Unternehmen/Informationstechnologie
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 28/03/2013 - Keine Kommentare
Nur jeder zweite CIO ist in jede IT-Budget-Entscheidung der Fachabteilungen eingebunden und kann Einfluss darauf nehmen, dass Standards eingehalten werden und die neuen Lösungen in die IT-Landschaft passen. Das stößt auf Widerstand bei den IT-Führungskräften. Kaum ein IT-Chef ist davon überzeugt, dass die Anwenderseite ohne die Hilfe der IT-Abteilung auskommt.
Medien/ichsagmal.com/The European/Bloggercamp/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 27/03/2013 - Keine Kommentare
Im Bloggercamp-Gespräch mit Dennis Schenkel von der Plattform rally.org haben wir diskutiert, was man beim Start eines Crowdfunding-Projektes so alles beachten muss. Das Ganze ist arbeitsintensiver als man denkt. Das spüren wir auch bei unserem Un-Buch-Projekt zur Popularisierung des Streaming-Dienstes “Hangout on Air” von Google. Da müssen wir noch einige Stellschrauben verändern, um über den jetzigen Unterstützerkreis hinaus noch weitere Menschen zu begeistern, mit kleinen oder großen Beträgen unser Vorhaben zu finanzieren. Aber das macht ja auch den Charme unserer der Kraut-Ökonomie aus. Man muss als Anbieter von Ideen, Dienstleitungen und Produkten seine potentiellen Kunden erst einmal überzeugen, bevor eine Finanzierung unter Dach und Fach ist. Planungen im stillen Kämmerlein reichen da nicht aus. Wir erkennen sehr genau, wie wenig bekannt der Dienst von Google Plus ist. Bei fast allen Gästen, die wir bislang in unsere Gesprächsrunden eingeladen haben, ist es eine Premiere. Und alle sind danach von den Möglichkeiten für die Liveübertragung von Videokommunikation – in Kombination mit der Aufzeichnung auf Youtube – begeistert und planen eigene Formate.
Netzpolitik/Leistungsschutzgesetz/Verleger/Netzöffentlichkeit/Youtube-Generation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/03/2013 - Keine Kommentare
Vielleicht müssen sich auch die Computerveteranen über 50 stärker ins Zeug legen und netzpolitisch einmischen, meint der CRM-Experte Michael Gorny. Man könnte ja so eine Art Gruppe 47 für die digitale Sphäre gründen, die in losen Netzwerkstrukturen die Meinungsbildung vorantreibt. Schließlich war der von Hans Werner Richter ins Leben gerufene Literaturzirkel äußerst erfolgreich und prägend für die Kulturszene der Nachkriegszeit. Und das ohne literarisches und politisches Programm. „Alles war nicht eine Frage von Programmen, sondern eine Frage der Mentalität“, resümierte Richter in seinen Tagebuchnotizen. Fragt sich nur, wer von den liebwertesten Netz-Gichtlingen in die Rolle von Günter Grass, Martin Walser, Heinrich Böll, Hans Magnus Enzensberger, Marcel Reich-Ranicki und Fritz J. Raddatz schlüpft?
Netzpolitik/Netzökonomie/Berlin/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 25/03/2013 - Keine Kommentare
Die Piraten reichten heute beim Bundesrechnungshof eine Anzeige wegen Misswirtschaft gegen das BKA ein. Anlaß ist die Lizenzierung der Trojaner-Software FinFisher der Firma Gamma durch die Behörde. Netzpolitisch ist wieder einiges los.
Kultur/Buch/Literatur/Medien/eBooks/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 22/03/2013 - Keine Kommentare
“Es geht nicht mehr einzig um das Werkstück, das früher auf analoge Datenträger gebannt wurde. Ein Film, ein Song, ein Text (und alle digitalisierten Werkstücke) werden ihren besonderen Zauber künftig immer mehr aus dem Prozess ihres Entstehens ziehen, denn einzig aus dessen Resultat”, so Dirk von Gehlen in seinem Werk “Eine neue Version ist verfügbar”, das im Frühjahr erscheint und über die Crowdfunding-Plattform Startnext finanziert wurde (ich zähle übrigens auch zu den Unterstützen).
Umwelt/Monopole/Recycling/Mittelstand/Kreislaufwirtschaftsgesetz/Politik/Unternehmen/Wettbewerbsrecht/Grundrechte
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 21/03/2013 - Keine Kommentare
Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz sorgt für Unruhe in der Abfallbranche. So können Kommunen gewerbliche Sammlungen von Abfall untersagen, wenn sie nicht wesentlich leistungsfähiger seien als kommunale Dienstleistungen. Und das ist auslegungsfähig. Unter dem Strich können Gebietskörperschaften ziemlich willkürlich langjährig gewachsene Entsorgungsstrukturen zerschlagen – zu Lasten des Mittelstandes. Was während der Gesetzesberatung noch von kommunalen Spitzenverbänden in Abrede gestellt wurde, wird nun bittere Realität, wie der Fernsehbericht des NDR-Niedersachsen belegt (festgehalten in einem Bloggercamp-Mashup).
Big Data/Data Mining/Business Intelligence/Zukunft/Wirtschaft/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 20/03/2013 - Keine Kommentare
Derzeitig dehnen fast alle Business Intelligence-Unternehmen ihr Angebot auf das Thema Big Data aus, um damit ein Schlagwort mit hoher Aufmerksamkeit zu bedienen, weiß der IT-Personalexperte Karsten Berge von SearchConsult in Düsseldorf. „Viele Kandidaten auf dem Personalmarkt, die aus dem Vertrieb oder der Beratung kommen, positionieren sich für Big Data-Stellenangebote, ohne genau zu wissen, was sie dabei erwartet. Ein Manager aus dem Verkauf, der in ein Unternehmen gewechselt ist, um Big Data abzudecken, stellte fest, dass er etwas zu euphorisch war und die internen Voraussetzungen beim neuen Arbeitgeber alles andere als positiv waren. Es gab noch keine Kunden und man arbeitete hoch defizitär“, so Berge.
Social Web/Rezension/Unternehmen/Blogs
Von Hannes Schleeh veröffentlicht am 19/03/2013 - Keine Kommentare

Vom Monolog zum Dialog: Ein Corporate Blog eignet sich ideal, um mit Kunden und Partnern ins Gespräch zu kommen. Aber wie etabliert ein Unternehmen die neue dialogische Kommunikation via Blog? Wie wird ein Corporate Blog aufgebaut - und nachhaltig erfolgreich?
Wirtschaft/Unternehmen/Personal/Arbeitszeit/Home Office/Yahoo/München
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 18/03/2013 - Keine Kommentare

„Mit Zwang erreicht man eher das Gegenteil. Es gibt sicherlich Mitarbeiter, die die Trennung von Privat- und Geschäftsleben schätzen. Es gibt aber auch Mitarbeiter, die Mischformen favorisieren und sicherlich wird es auch Angestellte bei Yahoo geben, die nur deshalb bei diesem Unternehmen sind, weil sie zu Hause arbeiten können. Die radikale Entscheidung von Mayer kann die Vertrauensbasis zerstören“, so der Personalexperte Maximilian Nobis vom IT-Beratungshaus Harvey Nash. In einer Zeit mit Fachkräftemangel gehe das zu Lasten der Motivation und führt vielleicht sogar zu einer Abwanderung von Talenten.
Kultur/Politik/Wirtschaft/Finanzen/Internet/Crowdfunding/Bonn/Berlin
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/03/2013 - Keine Kommentare
In Bonn will man bekanntlich ein Festspielhaus als neuen Musentempel errichten. Vorangetrieben von einem kleinen Honoratiorenkreis über eine nicht wirklich transparente Planung. Das gesamte Verfahren schreit nach einem Beethoven-2.0-Projekt – also liquide Demokratie zulassen und die Menschen einbeziehen. Der arme Revolutionär Beethoven hätte zu seinem 250. Geburtstag im Jahr 2020 eine Beteiligung 2.0 verdient. Eine Beteiligungslogik, die nicht von oben aus dem Hinterstübchen der Festspielhaus-Ultras und des Oberbürgermeisters gedacht wird, sondern von unten erfolgt.
Stadtplanung/Kultur/Hamburg/Bonn/Elbphilharmonie/Festspielhaus/Beethoven
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 15/03/2013 - Keine Kommentare
Wieder 200 Millionen Euro teurer, wieder ein Jahr Verzögerung – warum wollen die Hamburger ihre Elbphilharmonie eigentlich fertig bauen, fragt sich Spiegel-Kommentator Christoph Twickel. Bei einem endgültigen Baustopp wäre die Stadt wieder flüssig und hätte zudem das weltweite erste Mahnmal gegen Image-Idiotie und politische Geltungssucht. Die Elbphilharmonie sollte eine Ruine bleiben, so Twickel: “Als unvollendetes Symbol für gescheiterte urbane Großmannssucht könnte sie um so vieles nützlicher und lehrreicher sein. Zumal das Konzept des ‘Landmark Building’ ohnehin von gestern ist. Jede mittlere Kleinstadt leistet sich mittlerweile ihr Stararchitekten-Ufo, weil das angeblich ihre Internationalität befördert.” Im Sommer 2016 soll das Honoratioren-Abo-Publikum-Prestigeobjekt in der Hansestadt fertig sein. In den Prognosen für die Baukosten liegt man jetzt bei 575 Millionen Euro und das dürfte wohl nicht die letzte Hiobsbotschaft sein. Zu Beginn der Planungen vor sieben Jahren ging Hamburg von mickrigen 77 Millionen Euro aus – ja, Ihr habt richtig gehört, liebe Festspielhausfreunde in Bonn. Da klingeln jetzt zu recht Eure Ohren. Denn der neue Beethoven-Tempel wird auch nur mit schlappen 80 Millionen Euro projektiert. Und auch die Argumente für das musische Millionen-Grab dürften den Bonnerinnen und Bonnern bekannt vorkommen. Da war von “Leuchtturmarchitektur”, von wirtschaftlichen Impulsen, neuen Arbeitsplätzen sowie von dem vielzitierten und vielbeschworenen “Bilbao-Effekt” die Rede.
Wirtschaft/IT/Internet/Telekommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/03/2013 - Keine Kommentare

Vor Ewigkeiten habe ich mich in der Süddeutschen mal ausgelassen über den Flurfunk in Unternehmen und über die digitale Gerüchteküche. Online ist das Stück leider nicht abrufbar. Egal. Da das in ausführlicher Version in meinem Büchlein “Die Netzwerkrevolution – Plädoyer gegen die Ziegelsteindiktatur” erschienen ist (vor rund 12 Jahren), kann ich den Artikel hier in etwas abgewandelter Form wiedergeben. Über die Verwerflichkeit von Gerüchten und der bösen Nachrede wird bekanntlich doziert, seitdem es Sprache gibt. Bei Konfuzius heißt es: “Der Edle verbreite keine Gerüchte.” Im Alten Testament wird in den Sprüchen Salomos, im Buch Hiob und in Psalmen vor Schwätzern und der Gefährlichkeit der Zunge gewarnt. Die Fama ist deswegen so schlecht beleumundet, weil man meistens davon ausgeht, dass sie die Wahrheit verfremdet und daher zu Trug und Verkehrtheit führt. Besonders in Krisensituationen gedeiht die Fama im Flurfunk von betroffenen Organisationen – aktuell dürfte das bei Neckermann, Schlecker und der Bundesregierung der Fall sein. Die Unsicherheit der Mitarbeiter schürt Konflikte. Wie geht es weiter? Wer hat mit wem gesprochen? Und über was? Sind die Kollegen in die Pläne aus der Chefetage vielleicht eingeweiht? Es gibt nur wenige klare Informationen, aber etwas dringt immer nach außen.
Medien/Internet/Kommunikation/Rhetorik
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/03/2013 - Keine Kommentare

Blecherne Stimmen, verkrampfte Moderation, kaum Interaktion und Referenten, die mit einer Flut von propagandistischen Powerpoint-Folien im sonoren Ton loblabern und wehrlose Zuschauer in den Netzschlaf wiegen: Man nennt das Ganze auch Heizdecken verkaufen über so genannte Webinare. Um uns aus der Flut von belanglosen Online-Präsentationen zu erretten, kommt der Band „Das gute Webinar“ (erschienen im Addision-Wesley-Verlag) von Rhetorik-Expertin Anita Hermann-Ruess und dem Visualisierungs-Spezialisten Max Ott gerade richtig. Ich habe das Werk heute in meiner Kolumne für Service Insiders besprochen. Hier geht es zur Rezension. Selbstgefällige Redner, die sich als stotternde Vorleser von übel gestalteten Textfolien mit phrasenhaften Bullet-Points darstellen, nerven schon bei normalen Präsenzveranstaltungen. Virtuell wirken sie besser als jedes handelsübliche Schlafmittel. Wenn man das Gehirn dieser Zuhörer nun mit dem Computertomografen analysieren könnte, leuchtet nicht das Belohnungssystem auf, sondern die Neigung zur Bestrafung. Im Auditorium eines Kongresses unterhält man sich dann mit seinem Nachbarn, studiert die neuesten Nachrichten auf dem iPad, rennt aufs Klo, genehmigt sich einen Kaffee im Foyer oder übersät seine Tagungsunterlagen mit „Das-ist-das-Haus-vom-Nikolaus“-Zeichnungen. Was anderes bekomme ich gar nicht hin – im Kunstunterricht war ich immer eine Niete.
Video-Streaming, Hangout on Air, Google+, Video-Kommunikation, Iconic Turn, Bonn, Bloggercamp
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/03/2013 - Keine Kommentare
Wie sich die Videokommunikation auf die Gesprächskultur auswirken wird, diskutieren wir beim Werkstattgespräch des Bloggercamps zu unserem Projekt “Die Streaming Revolution” ab 18,30 Uhr. Hashtag für Twitter-Zwischenrufe #bloggercamp.
IT/Internet/Wissenschaft/Informare
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/03/2013 - Keine Kommentare

Heinrich Rudolf Bruns (@hrbruns), mit dem ich zusammen die Obi Wan Kenobi-Runde auf der Informare in Berlin moderierte, war so freundlich, eine Audioaufzeichnung anzufertigen. Wer also den Livestream gestern nicht gesehen hat, kann sich das Spektakel zumindest anhören. Mit dabei waren Arnoud de Kemp (informare), Hannes Schleeh, (Coach, @7xy) und Bernd Stahl von Nash Technologies (@NashTecGermany). “In lockerer Runde disktutierten wir, wie sehr neue Technologien und Ansätze das Internet verändern werden. Aber auch, wie verhalten manche Unternehmer und Besitzstandswahrer sind, wenn es um Innovation geht”, so das Fazit von Heini. Danach saßen wir noch gemütlich in der Ständigen Vertretung, genehmigten uns einige Bierchen und schmiedeten neue Vernetzungspläne. Wir vier werden wohl Ende August oder Anfang September ein Blogger-Camp in Nürnberg aufziehen. Über die Themen müssen wir uns noch austauschen. Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen. Wir sammeln noch Ideen.
Wirtschaft/Unternehmen/Kommunikation/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/03/2013 - Keine Kommentare

Jeden Tag vollbringen Service-Unternehmen eine gute Tat. Es sind die Helden unseres Alltagslebens: Champions, Dienstleistungsakrobaten, weltweit führende Glücksbringer und Kundenversteher. Abgesichert und bewiesen durch Umfragen, Ranglisten, Awards, Studien und sonstige Selbstbeweihräucherungen. Je länger man an diese selbstreferentiellen Jubelarien glaubt, desto mehr hält man diese Zahlenspiele für die Realität: „Bei uns steht der Kunde im Mittelpunkt, er ist der König, der Umworbene, der wahre Boss und wir sind seine Untertanen.” Klar. Solche Kalenderweisheiten passen in jedes Unternehmensleitbild. Es wäre ja auch eine gewaltige Überraschung, wenn Firmen das Gegenteil anstreben würden. Dumm nur, dass es der Verbraucher manchmal gar nicht merkt, welche Exzellenz sich in der deutschen Wirtschaft tummelt.
Energie/Umwelt/IT/Smart Grid
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

Alle sprechen vom Smart Grid und doch versteht jede Branche etwas anderes unter dem intelligenten Energienetz der Zukunft, das die Energieerzeuger und -verbraucher vernetzen soll. Deutschlands größtes Projekt der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) steckt noch in den Kinderschuhen: „Solange jede Branche nur auf ihre eigene Untertasse schaut, werden wir nicht zum Fliegen kommen“, kritisiert Martina Dietschmann vom Netzwerkspezialisten Nash Technologies gegenüber dem Fachdienst Service Insiders. In Deutschland laufen zwar einzelne Pilotprojekte an wie auf der Nordsee-Insel Pellworm, wo das erste intelligente Stromnetz entstehen soll. Eine grundsätzliche, branchenübergreifende Debatte über die Standards und die Architektur des Smart Grids gibt es jedoch bisher kaum. „Die Telekommunikationsbranche und die Energieindustrie leben in zwei völlig verschiedenen Welten. Wenn wir das neue Energienetz aber durch Kommunikationstechnologien steuern wollen, müssen wir es ganzheitlich betrachten“, erklärt Dietschmann. Die Energiewende und damit der stetig wachsende Anteil dezentraler Energieeinspeisung in die Verteilnetze werde eine ähnlich disruptive Wirkung haben, wie sie die Telekommunikationsbranche in den vergangenen zwanzig Jahren bereits erlebt hat.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Service
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

Die Welt der Netz-Verbindungen hat sich mittlerweile auf jede einzelne Facette unseres Lebens ausgedehnt. Gartner prognostiziert, dass Mobiltelefone als die meist genutzten Zugriff-Geräte auf das World Wide Web weltweit die PCs übertrumpfen werden. In den großen Metropolregionen dieser Welt ist der drahtlose Internetzugang mittlerweile Realität und alltägliche Selbstverständlichkeit geworden – mit Auswirkungen auf die Umsatzzahlen von mobilen Geräten: So ist der durch den Verkauf von Tablets generierte Umsatz im Jahr 2011 um satte 264 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Für dieses Jahr erwartet die Yankee Group einen Massenabsatz von fast 25 Millionen Tablets in den USA. Für Mobilgeräte gibt es heute eine große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten. Angefangen von Fahrzeugen, die mit mobilen Geräten und Internet ausgestattet sind, über Intelligente Stromzähler, die Smart Meters, über die sich der tatsächliche Energieverbrauch fast zeitgleich mit der Nutzung ablesen lässt, bis hin zu Flugzeugen und anderen Transportmitteln, die mit dem drahtlosen Internetzugang WiFi ausgerüstet sind: „Diese aktuellen technologischen Entwicklungen und Trends werden dazu führen, dass Privatkunden und Firmennutzer zukünftig mit noch anspruchsvolleren Wünschen und Vorstellungen den Unternehmen, mit denen sie bisher im Kontakt standen, entgegentreten werden. Dieses gestiegene Anspruchsdenken betrifft insbesondere die Interaktionskanäle sowie die Verfügbarkeit und den Zugriff auf den Kundenservice“, bemerkt Scott Kolman von SpeechCycle.
Wirtschaft/Kommunikation/IT/Internet/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

„Die Kunden wollen uns nicht am Telefon, sondern dort, wo soziale Austauschprozesse stattfinden. Sie beobachten, wie wir mit User-Feedback umgehen“, so das Credo von Michael Buck, Director Online Marketing bei Dell. Der Kunde solle näher an das Unternehmen herangebracht werden. Es müsse mehr Zugangspunkten zu den Entscheidern geben. Dabei gehe es nicht nur um die Ansprechbarkeit des Servicepersonals, sondern auch um die Führungskräfte. Nicht nur die Dienstleistungen werden auf die neuen Anforderungen der digitalen Beteiligungsökonomie trainiert: „Unsere gesamte Organisation richtet sich darauf aus – vom Ingenieur bis zum Vorstandschef. Jeder wird darauf vorbereitet, mit Kunden in Kontakt treten zu können. Die Öffnung des Unternehmens bedeutete für uns eine Kulturrevolution“, so Buck im Interview mit dem Ich sag mal-Blog.
Wirtschaft/Management/Kommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

“Schluss mit dem Business-Kauderwelsch“, fordert Dan Pallotta in einem Blogpost für Harvard Business Manager. Phrasen, Abkürzungen und abstraktes Gerede seien an der Tagesordnung. Eine klare Sprache ist Mangelware. Statt die Sache auf den Begriff zu bringen, palavern Manager über die Sache hinweg. Erzeugt werden semantische Nebelschwaden ohne Substanz, ohne Inhalt, ohne Wirkung. Wortschwulst, Floskeln und Leerformeln dienen eher einem Ritual, um Dinge aufzublasen und wichtig zu machen. In Wahrheit verbergen sich hinter den Laber-Orgien heiße Luft und dümmliche Kalenderweisheiten. So ärgert sich nicht nur Pallotta über die sinnflutartigen Wortmüll, der uns täglich an den Kopf geballert wird. Etwa folgende Aussage: „Wir übertreffen die Erwartungen unserer Kunden.“ Kunden erleben aber so gut wie nie, dass ihre Erwartungen erfüllt werden. Noch seltener werden sie übertroffen. „Wie kann ein Unternehmen Erwartungen übertreffen, wenn es keine Ahnung hat, wie diese aussehen“, fragt sich Pallotta. So etwas ist anmaßend. Man benötigt schon hellseherische Fähigkeiten um zu wissen, was jeder Einzelne von einem Service-Anbieter erwartet. Unternehmen sollten also aufhören, die Umwelt mit aufgeblähten Werbesprüchlein zu verschmutzen. „Wir haben vergessen, die Dinge beim Namen zu nennen. Wie zum Beispiel Türklinken. Stattdessen sprechen Leute über die Idee von Türklinken, ohne tatsächlich das Wort Türklinke zu benutzen. So wird eine neue Idee für eine Türklinke zu einer ‚Innovation zum Wohnsitz-bezogenen Zugang’“, moniert Palotta.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Kommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

Wir müssen uns in Deutschland neu erfinden und sollten die Digitalisierung des Lebens sowie der Wirtschaft viel stärker als Chance sehen und nicht als Bedrohung, fordert der Netzwerkspezialist Bernd Stahl. „Es ist ein Dreiklang aus Technik, sozialer Kompetenz und Inspiration gefragt. So sucht die Bundesregierung nach einem Konzept, um eine alternde Gesellschaft kostengünstig und würdevoll zu betreuen. Die grundlegende Erkenntnis: zu Hause in der Familie geht das einfach besser und billiger als in einem Altersheim. Ein Lösungskonzept fängt mit dem Smartphone in der Armbanduhr, Sensorik, Robotik und der Vernetzung mit Gesundheitsportalen an. Schließt aber Sozialverbände, Kirchen und Nachbarschaftshilfe mit ein. Gleiches gilt im Bildungswesen. Elektronische und vernetzte Medien können Wissen oft besser vermitteln als der Pauker. Was die Pads aber nicht können, ist Charakterbildung, soziale Kompetenz, Erlebnispädagogik. Hier gibt es das menschliche Alleinstellungsmerkmal. Wieder geht es um Computer, Internet in der Kombination mit soziale Kompetenz“, so Stahl. Diese Liste lasse sich fortsetzen: Energie, Wohnen, Transport, Nahrungsmittel oder Landwirtschaft.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Service/Kommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

Um in der hypervernetzten Aufmerksamkeitsökonomie überhaupt zum Kunden durchdringen zu können, muss Kommunikation im richtigen Moment, am richtigen Ort und über den richtigen Kanal erfolgen – wenn man von Kanal überhaupt noch sprechen kann. „Push-Marketing im Broadcast-Modus verliert immer mehr an Wirkung. Dagegen setzt sich Pull-Marketing durch, wenn der Kunde es als Service erlebt“, so die Erfahrung von Karl-Heinz Land von Microstrategy. Das könne nur mit echter Personalisierung gelingen. Gefragt seien daher Lösungen, die die Fülle unstrukturierter Daten aus sozialen Netzwerken so aufbereiten, dass sie für die personalisierte Echtzeit-Kommunikation im Marketing und E-Commerce nutzbar werden.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Apps
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

Wenn Apps auf dem Smartphone oder Tablet abschmieren, ist das ärgerlich und nervig. Bei meinem Rennspiel bin ich schon des öfteren in entscheidenden Momenten meiner Fahrer-Karriere aus der Bahn geworfen worden, obwohl ich wie der klare Sieger aussah. Nervig – aber ohne weitere Konsequenzen. Nur der Weg zum Profistatus dauert halt länger. Was passiert aber, wenn Apps von Vertriebsmitarbeitern genutzt oder für die medizinische Fernüberwachung eines Patienten eingesetzt werden. Das kann richtig Ärger geben oder sich sogar lebensbedrohlich auswirken (wenn bei einem Herzkranken Vitalfunktionen überwacht werden sollen). Chip Online hat jetzt eine höchst sinnvolle Aktion gestartet. Sie will Apps im Testlabor von Nash Technologies über Stabilität überprüfen lassen – Chip-Leser können Vorschläge machen, welche Applikationen in den Härtetest gehen sollen.
Social Media/Unternehmen/Kundenservice/Managment
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - 1 Kommentar(e)
Es gibt doch tatsächlich Social Media-Berater, die Unternehmen den Rat erteilen, die Unberechenbarkeit des Cyberspace mit Hausordnungen in den Griff zu bekommen. Na klar. Das klingt irgendwie nach schwäbischen Kehrwochen und nachbarschaftlicher Spionage, um die korrekte Befüllung von Gelben Tonnen und Säcken zu überwachen. Wer ausschert, bekommt Besuch vom Ordnungsamt oder erhält eine Rote Karte und wird als Mülltrennungsmuffel registriert. Wer gegen die Hausordnung verstößt, muss mit Suspendierung rechnen und sich die Maske der Scham aufsetzen, so die Einleitung meiner Kolumne für den Fachdienst Service Insiders. Wer über Richtlinien, Guidelines, Leitbilder, goldene Regeln, Strategien oder Pläne für den Umgang mit dem Social Web palavert, beweist nur, dass er noch knietief in den Befehl-und-Gehorsam-Schleifen der alten Manager-Garde feststeckt. Mit dicken Web 2.0-Budgets, Social Media-Teams, Twitter-Accounts und Facebook-Fanseiten kreiert man noch lange keine Kultur des offenen Gesprächs.
Wirtschaft/Unternehmen/Architektur/Beruf
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare
Wenn Architekten und Designer sich in der Bürowelt austoben, bleibt häufig die individuelle Note auf der Strecke: Glasfassade mit Lichtkonzept, Glastische, Glaswände – fehlt eigentlich nur noch das gläserne Klo. Aseptische Arbeitsplätze, die kaum Raum für persönliche Vorlieben lassen. „Denkt immer an die Menschen! Das muss man heute mehr denn je allen zurufen, die Büros planen und einrichten“, fordert Dominic Giesel, Sprecher der Initiative Wohlfühlarbeit. Ruhe, Entspannung, gesunde Atemluft, Wohlbefinden und der Schutz der Gesundheit seien Grundbedürfnisse, die befriedigt werden müssen. „Design und Funktionalität sind bedeutungsloses Beiwerk, wenn Architekten ihre Hausaufgaben nicht machen. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht“, sagt Giesel im Gespräch mit Service Insiders.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Kommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare
Vielen Entscheidern aus Wirtschaft und Politik in Berlin ist wohl klar, dass es kein Industrie-Comeback für die Hauptstadt geben wird. Das gilt auch für den Rest der Republik, da die Zeiten des Fordismus nun schon lange vorbei sind. Relevanter für Berlin ist mittlerweile die Kreativwirtschaft: Mit Party, Tourismus, Theater, Musik, Medien, Verlage, Unterhaltung, Mode, Design, Werbung, Marketing und besonders der Internet-Wirtschaft wird mittlerweile ein gewichtiger Teil des Bruttoinlandsproduktes in Berlin erwirtschaftet. Ob sich daraus eine Web-Metropole wie im Silicon Valley entwickelt, ist allerdings noch mit einigen Fragezeichen versehen. Hoffnungsvolle Ansätze sind vorhanden. Wirkliche Schwergewichte wie Facebook oder Google sind allerdings nur schemenhaft zu erkennen.
Wirtschaft, Unternehmen, Mobilfunk, Internet, App-Economy, Apps, Mobile Business, Kundendialog, Call Center
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

Alle reden von Social Media, App-Economy und der digitalen Ökonomie der Beteiligung. In der Realität gibt die Wirtschaft immer noch Milliarden Euro für klassische Werbung im Einweg-Modus raus. Investitionen in echte Gespräche mit Kunden sind sehr niedrig. Das belegen Economist-Umfrageergebnisse, die die Softwarefirma Genesys auf einer Technologiekonferenz in San Francisco präsentierte. So sorgt sich fast jedes zweite Unternehmen über kritische Meinungsäußerungen, die unkontrolliert über soziale Netzwerke über die eigene Organisation verbreitet werden können. Nur magere 22 Prozent sehen positive Effekte. Stürzen sich Unternehmen in das Abenteuer Social Media, haben sie in der Regel eine Marketing- oder Vertriebsbrille auf. Es geht nicht um die Konversation mit Kunden. Auffällig ist dies besonders in der boomenden App-Economy. Dabei bieten Smartphone-Applikationen eine riesige Bandbreite an personalisierten, datenschutzkonformen und punktgenauen Services. „Bei Unternehmen ist dieses Thema unterentwickelt, weil das Ganze nur unter Marketing- und Verkaufsaspekten vorangetrieben wurde. Es geht um Markenbekanntheit, Unterhaltung, Lifestyle, Transaktionen oder nette Produktvideos. Man will Emotionen auslösen und interessiert sich weniger für den Dialog mit Kunden. Und dann kommt der große Bruch. Es gibt fast keine Möglichkeiten, aus der App direkt Services zu nutzen. Service-Apps haben noch überhaupt keinen Stellenwert im Mobile Business. Sie tauchen auf der Landkarte gar nicht auf“, sagt Genesys-Manager Heinrich Welter.
Wirtschaft/Unternehmen/Telekommunikation/IT/Service/Apps
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

Vor fünf Jahren erreichten die Anbieter von Service-Rufnummern ihren Höhepunkt beim Anrufvolumen und bei den Umsätzen. Seitdem geht es bergab. Es gebe gravierende Veränderungen im Nutzerverhalten, die sich nachteilig für telefonische Dienste auswirken. Beim Smartphone sei das gut zu beobachten, sagt Ralf Schäfer, Abteilungsleiter Märkte und Perspektiven des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) in Bad Honnef: „Wenn die Leute ausgetestet haben, was sie damit machen können, dann kommt die Lust auf weitere Anwendungen. Das ist wie eine Spirale - es verstärkt sich immer weiter. Beim Online-Banking überprüfe ich vielleicht erst einmal nur meinen Kontostand. Wenig später folgen dann auch Überweisungen, die ich bequem über Apps vornehmen kann. So setzt sich das in anderen Anwendungsfeldern fort. Es gibt eine sehr steile Lern- und Erfahrungskurve. Der positive Effekt, wenn etwas wirklich bequem und einfach über das mobile Netz klappt, wirkt wie ein Katalysator“, so Schäfer im Interview mit dem Düsseldorfer Fachdienst Service Insiders.
Wirtschaft/IT/Internet/KI/Politik
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

Am 11. Mai jährte sich in Berlin ein Stück deutscher Wirtschaftsgeschichte: Die DeTeWe Communications feierte ihr 125-jähriges Jubiläum. Gegründet im Jahr 1887 als Zulieferer in der Telefonapparateproduktion, war das Unternehmen Pionier bei der Konstruktion von Fernmeldeämtern, Co-Erbauer des ehemaligen Berliner Rohrpostsystems, millionenfacher Hersteller von Telefonen und ist heute einer der größten ITK-Systemintegratoren in Deutschland. „Die DeTeWe blickt auf Generationen von Ingenieursleistung zurück und hat die Kommunikationsbranche wie kaum ein anderes Unternehmen mitgeprägt. Ob Telefon, Rohrpost, Fax, schnurlose Telefone, Internet, E-Mail: Die Informations- und Telekommunikationsbranche ist schnelllebig, die DeTeWe war und ist immer dabei“, sagt Christian Fron, Geschäftsführer der DeTeWe Communications.
Medien/Jedermann TV/Hangout on Air/Un-Buch/Streaming Revolution/Startnext/Crowdfunding
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare
Wie kann man ein Buch verflüssigen, wenn es in konventionellen Maßstäben erscheint? In einer gedruckten Form braucht man gar nicht darüber nachdenken. Und als eBook?
Politik/Umwelt/Wirtschaft/Recycling/Müllverbrennung
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare
Für den neuen Bundesumweltminister Peter Altmaier gibt es wohl nicht nur in Fragen der Energiewende Arbeitsbedarf. Auch in der Abfallpolitik droht Ungemach: So hält nach einem Bericht des Fachdienstes Euwid der ehemalige EU-Kommissar Günter Verheugen das neue deutsche Kreislaufwirtschaftsgesetz für europarechtswidrig. Das sagte Verheugen auf einer Podiumsdiskussion der Fachmesse Ifat in München. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz setze die europäische Abfallrahmenrichtlinie nicht richtig um und stelle „unsinnigerweise Müllverbrennung und Recycling gleich“, so Verheugen laut einer Pressemitteilung des Entsorgungsunternehmens Veolia. Darüber hinaus unterbinde das Gesetz den Wettbewerb, indem es Kommunen das Recht einräume, Wertstoffe ohne jede Ausschreibung für sich zu beanspruchen. Der Bonner Abfallexperte Sascha Schuh hält in diesem Streit zwei Aspekte für wichtig. Es gehe um die wirtschaftlichen Interessen der kommunalen Abfallbetriebe beim Wertstoffhandel. Erinnert sei an den Streit um die Andienungspflicht von Altpapier. Darüber seien die Verbrennungskapazitäten bundesweit extrem gestiegen. Das führte zu einem Überangebot an Verbrennungskapazitäten. “Ich will Ihnen das mal an einem Bespiel außerhalb der Verpackungsverordnung belegen. Es gibt hohe Mengen an Aufkommen von landwirtschaftlichen Agrarfolien. Diese werden von einigen Kommunen gar nicht freigegeben, um sie zu vermarkten oder zu günstigeren Konditionen zu beseitigen, da sie diese Stoff für ihre Abfallverbrennungsanlagen brauchen und lieber hochwertige Rohstoffe verbrennen als sie dem Verwertungskreislauf zuzuführen”, so Schuh im Interview mit dem Ich sag mal-Blog.
Wirtschaft/IT/Internet/Kommunikation/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

Reden ist Silber, Zuhören ist Gold. So müssten sich eigentlich Unternehmen im Social Web positionieren, schreibt Blogger Christian Buggisch in seinem höchst lesenswerten Beitrag „Zum Verzweifeln: Social Media in deutschen Unternehmen“. „Oder mit Michael Buck von Dell gesprochen: Content is King, Listening is Queen. Natürlich muss ein Unternehmen wissen, was über seine Marke und Produkte im Web gesprochen wird. Das ist aber selbst bei großen Unternehmen nicht durchgehend der Fall.“ Nach einer Studie des Branchenverbandes Bitkom betreibt nur jedes zweite Unternehmen, das im Social Web aktiv ist, auch ein Monitoring. Noch schlimmer würde es bei kleinen und mittleren Unternehmen aussehen: Hier sind es nur 10 Prozent. „Mit anderen Worten: Man sendet munter in die Welt hinaus, ohne sich darum zu kümmern, was die Welt ans Unternehmen sendet. Man weiß nicht, ob überhaupt über einen gesprochen wird, man weiß nicht, was gesprochen wird – weil man nicht zuhört“, so Buggisch.
Wirtschaft/Umwelt/Recycling/Abfall
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

Gemeinsame Stelle, haushaltsnahe oder gewerbliche Anfallstelle, Schnittstelle, zentrale Stelle, Stellen für die Branchenrücknahme, Stellen für die Eigenrücknahme oder doch nur semantische Leerstellen? Auf dem Würzburger Verpackungsforum sollte eigentlich die Elite der Abfallwirtschaft über Visionen einer ressourcensparenden Recycling-Gesellschaft von morgen debattieren. Schon beim Eröffnungsvortrag des Beamten vom Bundesumweltministerium hätte man hellhörig werden sollen, um direkt wieder die Heimreise anzutreten. Es gebe eigentlich nichts Neues zu berichten. Eckpunkte oder gar ein erster Arbeitsentwurf zu einem neuen Wertstoffgesetz liegen nicht vor. Denn man hatte ja bekanntlich Landtagswahlen in NRW mit dem Spitzenkandidaten Röttgen, der sein Dasein als Bundesumweltminister nur wenige Tage nach dem Wahlabend auskosten konnte. Peter Altmaier als Nachfolger konnte sich noch nicht vertieft mit der Thematik befassen. Entsprechend gebe es noch keine politischen Entscheidungen. Der neue Minister werde aber die Wertstoff-Tonne in Angriff nehmen, wenn er wieder aus Rio zurück ist. Wie großzügig. Ein Teilnehmer des Kongresses sagte mir auf der Rückfahrt zum Hauptbahnhof, er rechne mit gar nichts mehr. In der Regierungskoalition bewegt man sich nicht nur in Fragen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes im Kreis. Warum mir als akkreditierter Journalist die Video-Veröffentlichung der Beamtenrede im Nachhinein untersagt wurde, ist mir schleierhaft. Ich hätte ohnehin mein Youtube-Konto nicht mit den zähflüssigen Ergüssen belastet. Während der 25minütigen Regierungsplattitüden war es kaum möglich, gegen die eigene Müdigkeit anzukämpfen. Schließlich musste ich früh aufstehen, um den nach Zug Würzburg um 5:44 Uhr zu erreichen.
Kommunikation/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

Regelfreie und flüssige Kommunikation in losen und netzartigen Strukturen, das unadressierte Senden, Folger-Strukturen, Mikrokommunikation und Instant-Kommunikationsakte wie Gefällt mir-Entscheidungen sind wichtige Stichworte, die die asynchrone Kommunikation des Netzes recht gut beschreiben. Nachzulesen im Enquete-Papier von Christoph Kappes. Man kann es auch in den Worten von Gerhard Wohland, Leiter des Instituts für dynamikrobuste Höchstleistung, ausdrücken: Es breitet sich eine Kommunikation unter Abwesenden aus. „Das ist allerdings schon in der Antike so gewesen. Sokrates wetterte gegen die Schrift. Erst Platon hat aufgeschrieben, was Sokrates gesagt hat. Der hat den Braten gerochen. Wenn ich aufschreibe, was ich denke und was ich sage, dann kann sich jeder Hinz und Kunz darüber her machen“, sagt Wohland. Man gibt etwas aus der Hand. Deshalb ist es auch so falsch, soziale Netzwerke als „Kanal“ zu bezeichnen. Das insinuiert Steuerbarkeit und Kontrolle, also das Kanalisieren von Kommunikation. Das findet aber nicht mehr statt: Gewissheiten, die irgendwelche Social Media-Schlaumeier täglich verkünden, sind schlichtweg unsinnig und leeres Geschwätz.
Wirtschaft/Management/Rhetorik/IT
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

Da stellt man sich jeden Tag gut oder neu auf, optimiert Prozesse, reduziert Kosten, implementiert semantische Nebelkerzen: Was Politiker von der antiken Lehre der Rhetorik auch heute noch lernen können, ist bei Lord Chesterfield nachzulesen. Eine Ode an die Zeiten vor Powerpoint und Co. So wurde im Sommer des vergangenen Jahres meine The European-Kolumne über die Powerpoint-Sabbelkönige eingeleitet. Es ist der Leidensweg über viele Fachkonferenzen, Messen und sonstige Präsentationen, die ich über die Jahre erlebt habe. Selten ragt mal ein Rhetor aus der grauen Masse heraus und brilliert mit freier Rede und sprachlicher Brillanz.
Kommunikation/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

Die volle Konzentration, das Eintauchen in den Text, Film, Podcast oder das Bild sei die reinste Form des Engagements, die sich Kommunikatoren von ihren Anspruchsgruppen erhoffen dürfen, schreibt der Blogger Thilo Specht in seinem Beitrag „Social Media machen dumm – in Echtzeit“: „Das Auseinandersetzen und Arbeiten mit Inhalten. Diese Veränderungsprozesse sind ungleich wertvoller als jedes schnelle ‚Like’.“ In seiner kritischen Würdigung der Echtzeitkommunikation in sozialen Netzwerken reibt sich Specht an dem aufgeregten Gewusel in den Kommunikationsabteilungen der Republik, alles flach, alles schnell, alles rund um die Uhr. „Das Monitoring-Geschäft boomt, jeder gerade ausgesonderte Satzfetzen, der auch nur im Entferntesten überhaupt nichts mit Marke, Produkt und Unternehmen zu tun hat, wird ausgewertet. Denn der nächste Shitstorm ist nur einen Klick entfernt und kann praktisch sofort losgehen“, so Specht. Die Fixierung auf diese – alles andere als neue – Geschwindigkeit und die Erhöhung eines rein technologischen Begriffs der Echtzeit zur Maxime der Kommunikation lasse den Schluss zu, dass Social Media – fuck, wir nennen es Internet – tatsächlich dazu beitragen, auch unsere Denkprozesse enorm zu verkürzen. Der Kern des Problems sei das Wesen des Internets: „Als Infrastruktur für alle möglichen Dienste und Technologien verschmilzt es Wissen, Ereignisse und Beziehungen zu einem Brei sich stetig aktualisierender Statusmeldungen und Botschaften.“ Soweit, so gut. Neu ist dieses Phänomen nicht. Das hat der im vergangenen Jahr verstorbene Kulturwissenschaftler in seiner „Geschichte der Kommunikationsmedien“ und in dem Werk „Aufschreibesysteme 1800 – 1900“ sehr schön herausgearbeitet. Die Auswirkungen der Aufschreibesysteme in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die der Erfinder Edison auslöste, sind fast deckungsgleich mit dem Echtzeit-Lamento von Thilo Specht: Das Buchmonopol und die Gutenberg-Ära enden. Aus diesen Trümmern werden neue Speichersysteme frei.
Literatur/Bibliothek
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

Leiden die NeueNachricht-Leser auch an Burnout, Informationsstress, Vereinsamung, Überforderung und digitaler Müdigkeit? Furcht vor dem Neuen, Angst vor Kontrollverlust? Spöttische Gedanken über die Echtzeit-Kommunikation des Netzes und über die Post Privacy-Bewegung, die das Privatleben als Reminiszenz an eine analoge Welt sieht? Dann sind Sie in guter Gesellschaft. Der kulturkrische Reigen reicht vom Mittelalter über die Literatur der Wiener Moderne bis zu Herrn Schirrmacher von der FAZ. So war im Spätmittelalter der Spott über den Bücherwurm verbreitet, den kurzsichtigen Leser und Literaturtrottel. Vergraben in Büchern wurde der bebrillte Leser zur Verkörperung des Narren, die Brille zum Zeichen intellektuellen Hochmuts. Einen Bestseller brachte 1494 Sebastian Brant mit dem Bändchen „Das Narrenschiff“ heraus. Gleich das erste Bild nach dem Titelblatt zeigt einen närrischen Gelehrten am Lesepult seines Studierzimmers, umgeben von Büchern. Er trägt eine Schlafmütze, im Nacken hängt die Narrenkappe, und mit der rechten Hand schwingt er den Staubwedel, um die Fliegen von den Büchern fernzuhalten. Das Brant-Opus schilderte den Bücherwahn. Im öffentlichen Diskurs kritisierte man die Ruhmsucht des Lesers und des Buchautors. Illustrierte Bücher und die Liebe zu Bildern wurden als „Kränkung der Weisheit“ gewertet. Narren seien auch jene Autoren, die schlechte Bücher schreiben ohne die Klassiker zu studieren, ohne Kenntnis der Orthographie, Grammatik und Rhetorik. Diese Büchernarren können der Verlockung nicht widerstehen, ihr krauses Geschreibsel neben die Werke der Großen zu stellen – kurz nach der Erfindung des modernen Buchdrucks durch Mainzer Goldschmied Johannes Gutenberg.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare
Google-Vizechefin Marissa Mayer sieht ihren Konzern in 20 Jahren an der Spitze der allwissenden Suchdienste. Echtzeit-Kommunikation ist von gestern. Man werde schon vorher wissen, was der Internet-Nutzer sucht, bevor er sich selbst darüber bewusst ist. Die Entwicklung werde sich verstärkt auf die Vorausberechnung und die Verbesserung der Vorschläge konzentrieren. „Mayer sieht die Zukunft der Suche in eine Richtung wandern, die noch persönlicher für Suchende wird. Google wird zwar zukünftig nicht zwingend wissen können, welche Restaurants man beispielsweise konkret mag, wenn man sich in einer neuen Stadt aufhält. Allerdings könnte Google wissen, dass man eine Schwäche für Pizza hat und eher zwanglose Lokalitäten oder entspannte Bars gegenüber hochpreisigen Restaurants bevorzugt“, schreibt t3n.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/03/2013 - Keine Kommentare

In der verkrusteten Urheberrechtsdebatte hat Sascha Lobo in seiner Spiegel-Kolumne unter dem Titel “Streit über Urheberrecht – Gabeln aus dem Drucker” auf einen Aspekt hingewiesen, der sehr viel bedeutender ist: “So, wie jetzt um das Urheberrecht samt wirtschaftlicher Auswertung gestritten wird, wird überall dort gekämpft werden, wo die digitale Vernetzung disruptiv wirkt – wo Branchen, Geschäftsmodelle, Lebensentwürfe durcheinandergewirbelt werden, wie es jetzt mit Kunst und Kulturwirtschaft passiert. Und das dürfte in den kommenden Jahren sehr viele Bereiche der Wirtschaft betreffen.” Die gesamte Ökonomie auch außerhalb des Internets hab ein starker Sog in Richtung der Immaterialgüter erfasst, wie man nichtdingliche Güter, letztlich aus Daten bestehend, juristisch korrekt nennt. “Das Immaterialgut aber unterliegt im Raum der digitalen Vernetzung anderen Regeln, als man es aus dem 20. Jahrhundert gewohnt ist und wie sie heute Wirtschaft und Gesellschaft prägen”, so Lobo.
Wirtschaft/Unternehmen/Internet/Service/Call Center
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 10/03/2013 - Keine Kommentare

„Unternehmen, die nicht im Silicon Valley sind, haben grundlegende technologische Sprünge verpasst“, so betitelt der FAZ-Netzökonom Holger Schmidt seinen Bericht über eine Expertenrunde der Münchner Medientage mit wenig erfreulichen Botschaften für die Stärke der digitalen Wirtschaft in Deutschland. So skizzierte Marc Al-Hames von Tomorrow Focus mit einigen Zahlen die Dominanz der amerikanischen Schwergewichte im Internet und die Abgeschlagenheit der Deutschen. Danach befinden sich unter den 150 meistbesuchten Internetseiten der Welt keine deutschen Angebote - nur Google.de, Ebay.de und Amazon.de. Knapp 70 Prozent des deutschen Onlinewerbemarktes wird über Google generiert. Die Reiseseite Holidaycheck erzielt nur 2,2 Millionen Hotelbewertungen im Vergleich zu 10 Millionen, die amerikanischen Konkurrent Tripadvisor in der gleichen Zeit auf dem deutschen Markt eingesammelt hat. Der Kern des Erfolgs der Amerikaner liege im Silicon Valley. So zitiert der FAZ-Netzökonom den McKinsey-Direktor Adam Bird: „Viele Unternehmen, die nicht im Silicon Valley sind - Nokia, RIM, teilweise SAP - haben grundlegende technologische Sprünge verpasst", sagte Bird.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Kommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 10/03/2013 - Keine Kommentare
Das zweite Bibliotheksgespräch führte ich mit dem Kommunikationsexperten Heinrich Welter vom Software-Anbieter Genesys. Klar, dass am Anfang des Interviews auch ein Kaffee-Vollautomat eine Rolle spielt. Welter ist davon überzeugt, dass es sich eine Firma wie Jura nicht mehr leisten kann, auf eine geteilte Service-Strategie zu setzen, die den Online-Handel mit einschließt. „Auch Jura profitiert davon, wenn Kunden sich im Internet über ihre Produkte informieren, andere Meinungen einholen, Preise vergleichen und Mund-zu-Mund-Propaganda betreiben“, sagt Welter. Auf der anderen Seite wolle die Firma die Verbraucher in den teureren Fachhandel lenken. Das passe nicht zusammen. Welter vergleicht das mit Kunden von Genesys, die ihre Kunden immer noch dazu zwingen wollen, bei einer Hotline anzurufen. „So funktioniert die Welt nicht mehr. Services und Servicekräfte müssen dort hinkommen, wo der Kunde sich bewegt: Ins Internet, in soziale Netzwerke, Web-Chats und Foren.“
Unternehmen/Kunden/CRM
Von Miliana Romic veröffentlicht am 10/03/2013 - Keine Kommentare
Unternehmen sehen ihr Produkt, ihre Dienstleistung oder ihre Marke oft völlig anders, als es die Kunden tun, so das Fazit der Markt-Studie „(K)eine Standleitung zum Kunden". Zumindest für die ITK-Branche scheint diese Aussage zu stimmen: Nur 17 Prozent der von Düsseldorfer Unternehmensberatung Mind Business Consultants gemeinsam mit der ecco-Unternehmensberatung befragten 100 Marketingentscheider sehen die Kundensicht ausreichend bei wichtigen Entscheidungen in ihrer Branche verankert.
Der Customer Management-Experte Bernhard Schindlholzer von der Universität St. Gallen fragt in diesem Zusammenhang: „Wie oft passiert es denn, dass man sich als Mitarbeiter oder auch als CEO oder Bereichsleiter eines Unternehmens anonym in die Rolle des Kunden versetzt und wirklich erlebt, was er macht?" Und speziell auf die Top Management-Ebene bezogen: „Lässt man sich von den Mitarbeitern etwas präsentieren, oder ist man bereit, in die Filialen zu gehen oder einmal in der Warteschleife der eigenen Hotline zu verweilen?" Beispielhaft verweist der Wissenschaftler auf den Automobilkonzern General Motors, mit dem er sich in seinem Blog beschäftigte: Dem Top-Management seien immer nur die besten Fahrzeuge auf einer Teststrecke präsentiert worden. Und weil es nur die besten Produkte sah, habe es nicht verstanden, warum sich die Fahrzeuge nicht verkaufen ließen.
Wirtschaft/Unternehmen/Kommunikation/Kundenservice/IT
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 10/03/2013 - Keine Kommentare

Noch befindet sich die digitale Technik im Embryonenzustand, wie es Christoph Kappes ausdrückt, aber schon jetzt verspüren Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die Eruptionen der neuen Netzwirklichkeit. In der Musikindustrie bleibt kein Stein auf dem anderen. Politische Machtkünstler ergeben sich den Shitstorms im Internet, Informationstechnologie wandert in die Computerwolke, Hardware-Produzenten erleben die Pulverisierung ihrer Geschäftsgrundlage und die klassische Telefonie verliert den Boden unter den Füßen, weil Skype und die verschriftete Kommunikation in sozialen Netzwerken die Oberhand gewinnen. „Vergleicht man den Lebenszyklus mit anderen Techniken, befinden wir uns in einem vermutlich noch sehr unausgereiften Stadium. Zehn Jahre nach Erfindung der Radiowellen gab es noch sogenannte ‘Knallfunkensender’, die ohrenbetäubenden Lärm machten und nur wenige Kilometer Reichweite hatten. Der elektrische Strom kam erst in den 1930er Jahren in deutsche Haushalte, 60 Jahre nach der Erfindung des Dynamos durch Siemens und 250 Jahre nach der Entdeckung elektrischer Ladung. Die Automobilindustrie macht auch seit 1970 noch gewaltige Fortschritte bei der Sicherheit, sogar die Schifffahrt wird in den letzten 40 Jahren durch Containerschifffahrt enorm verbessert“, schreibt Kappes in seinem Papier für Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft”.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 10/03/2013 - Keine Kommentare

“Navigieren in Unsicherheit” – unter diesem Motto behandelte die “x-mess-Konferenz zur [nächsten] Gesellschaft” ein wichtiges Thema und stellte in einem Konferenzbericht für die Zeitschrift “Führung und Organisation” den “aufrüttelnden” Vortrag des niederländischen Soziologen Jan van Dijk von der Universität Twente. “Seine Thesen zur Netzwerkgesellschaft laufen dem optimistischen Mainstream diametral entgegen: Das Internet führt nicht zu mehr Demokratie und Gerechtigkeit. Vielmehr verstärkt die global vernetzte Gesellschaft die Ungleichheit auf allen Ebenen – zwischen Staaten ebenso ie zwischen Organisationen und Individuen. Immer weniger Firmen/Menschen werden immer größer/mächtiger (die ‘Knoten’ im Netzwerk), während gleichzeitig immer mehr Firmen/Menschen immer unbedeutender werden (der ‘Long Tail’). Die Mitte verschwindet – und damit der Kitt zwischen den beiden Polen.
IT/Internet/Netzpolitik/Medien
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/03/2013 - Keine Kommentare

Gilt nun Grundgesetz oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Facebook, wenn es um virtuelle Öffentlichkeit geht? Diese Frage stellte Sascha Lobo in einer Expertendiskussion auf der Republica in Berlin. Wenn der politische Meinungsbildungsprozess auf privaten Servern stattfindet und Mark Zuckerberg nach Lust und Laune virtuelle Existenzen ein- oder ausschalten kann, dann sieht man das Konfliktpotenzial für die Netz-Gesellschaft. Hier brauchen wir neue Regeln und zwar international. Lobo brachte die Uno ins Spiel. Und in der Tat geht es um ein völkerrechtliches Problem. Es geht um Weltfragen: “Theoretisch können heute fünf Milliarden Menschen das Internet nutzen, wenn man den Mobilfunk einschließt. So ein gigantisches Wachstum hat es in der Menschheitsgeschichte vorher nie gegeben. Deswegen sind viele politische Akteure überfordert, weil sie zur Regelung von Weltfragen nur das System der zwischenstaatlichen Organisationen haben – etwa die Vereinten Nationen, der G8-Gipfel, die Europäische Union oder die OECD. Hier findet alles hinter verschlossenen Türen statt. Es wird von oben nach unten hinter verschlossenen Türen entschieden“, bemängelt Professor Wolfgang Kleinwächter in dem Republica-Panel „HACKING THE MAP OF INTERNET GOVERNANCE“.
Gesellschaft/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/03/2013 - Keine Kommentare

Der niederländische Soziologe Jan van Dijk von der Universität Twente entwirft ein höchst misanthropisches Gemälde der Netzwirklichkeit: „Das Internet führt nicht zu mehr Demokratie und Gerechtigkeit. Vielmehr verstärkt die global vernetzte Gesellschaft die Ungleichheit auf allen Ebenen – zwischen Staaten ebenso wie zwischen Organisationen und Individuen. Immer weniger Firmen/Menschen werden immer größer/mächtiger (die ‘Knoten’ im Netzwerk), während gleichzeitig immer mehr Firmen/Menschen immer unbedeutender werden (der ‘Long Tail’). Die Mitte verschwindet – und damit der Kitt zwischen den beiden Polen.“ Das Internet werde nicht von den Nutzern gestaltet, sondern von den mächtigen Intermediären wie Facebook, Google, Microsoft und Apple. Doch wer kontrolliert diese Giganten, fragt sich van Dijk: „Die enorm hohe Zahl an Akteuren führt in der globalen Netzwerkgesellschaft zu großer Instabilität. Trends werden verstärkt und breiten sich schneller aus als bisher. Gegensätze prallen in ungekannter Heftigkeit aufeinander – und schwappen in die reale Welt über. Anschauungsbeispiele dafür bieten die Schuldenkrise, Straßenschlachten in Athen oder der sogenannte arabische Frühling. Die ‘Risikogesellschaft’ ist bereits Realität geworden.“
Politik/Umwelt/Recycling/Kommunen
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/03/2013 - Keine Kommentare
Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will ein neues Wertstoffgesetz möglichst noch in dieser Legislaturperiode durch Bundestag und Bundesrat bringen. Zumindest liegt ein Thesenpapier vor, das zur Fortentwicklung der Wertstofferfassung beitragen soll – mehr nicht. Der neue Umweltminister möchte damit den Dialog mit den beteiligten Kreisen aus Wirtschaft und Kommunen sowie den Fraktionen des Bundestages und den Ländern vorantreiben. Den Zeitplan – bis März 2012 das Gesetz zu verabschieden – bezeichnete Altmaier als „sehr ambitioniert". Er verstehe sich dabei als Moderator. Im September soll dann entschieden werden, ob das Gesetz eine realistische Chance auf Verwirklichung hat. Wie Altmaier mit Blick auf seine Rolle als Vermittlungsführer zwischen Bundestag und Bundesrat zum Kreislaufwirtschaftsgesetz sagte, sei die Luft sehr „bleihaltig“. Experten halten allerdings ein neues Wertstoffgesetz zur Ausweitung der Mülltrennung für völlig unnötig. Die Praxis habe nach Auffassung von Alba-Group-Chef Eric Schweitzer in den vergangenen acht Jahren gezeigt, dass die Verpackungsverordnung in ihrer jüngsten Fassung völlig ausreiche, um bundesweit zügig eine Wertstofftonne einzuführen und möglichst viele werthaltige Abfälle aus dem Hausmüll zurückzugewinnen. „Wie solche Modelle in fairer Partnerschaft mit den Kommunen funktionieren, kann m an sich aktuell auch in Berlin anschauen“, erklärt Schweitzer nach einem Bericht des Recyclingmagazins
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Social Web
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/03/2013 - Keine Kommentare

Ist Deutschland ein Kollaborations-Schwellenland, fragt sich der PR-Blogger Florian Semle und gibt eine vielschichtige Antwort: Die Kehrseite der Enterprise2.0-Saga werde meist von den Praktikern hinter vorgehaltener Hand erzählt: „Mitarbeiter nutzen die frischen neuen Tools nicht, sondern bleiben beim bewährten ‘Laufwerk C’. Kunden und Partner, die sonst immer und überall dringenden Gesprächsbedarf haben, verweigern den Austausch auf der nagelneuen Plattform und das WIKI wird nur von der IT mit Inhalten gefüttert, weil sich sonst keiner zuständig fühlt. Diese zweite Wahrheit dominiert meines Erachtens derzeit in Deutschland – auch wenn wenig überraschend keine aktuellen Zahlen zu gescheiterten Unternehmensanwendungen vorliegen.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/03/2013 - Keine Kommentare
Nach der Audioversion des Berliner Expertengesprächs über unsichtbare Servicekommunikation auf der Call Center World-Fachmesse in der vergangenen Woche, ist nun auch das Video fertig geworden. Musste die Geräuschkulisse der Lobby des Hotels Estrel in Neukölln deutlich reduzieren, um die Äußerungen der Diskutanten besser hören zu können. Jetzt ist das ganz ok. Der Bericht ist ja bereits vor einer Woche bei Service Insiders erschienen: Über die Innovationsträgheit eines Familientreffens #ccw12.
Unternehmen/Büro/Architektur
Von Sebastian Köberl veröffentlicht am 08/03/2013 - Keine Kommentare
In den USA hat die Idee der klassischen, oftmals konservativen, Büroarchitektur zunehmend ausgedient. Junge Hightech-Unternehmer und andere Start-ups bevorzugen "Open Spaces", die neuen Büroräume der Generation Web 2.0. Nicht nur im Silicon Valley, sondern auch im Süden Kaliforniens wie in Santa Monica entstehen immer mehr dieser Arbeitsbereiche.
Call Center/Hotline/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 08/03/2013 - Keine Kommentare

In der Branche für Kundenkommunikation gibt es eine Menge Überlegungen, wie man vom Warteschleifen-Image runterkommt. Das zog sich jedenfalls wie ein roter Faden durch die Vorträge der Fachkonferenz G-Force in Barcelona. So kann man immer wiederkehrende Verbraucherfragen über gut gemachte Youtube-Videos abfangen. Fast jedes private oder berufliche Problem lässt sich dort lösen. Etwa zur Vorbereitung von Trainingseinheiten im Tischtennis, Auskünfte über die Feinheiten des Startens von Modellautos mit RC-Verbrenner oder der Frage, wie ich meine digitale Heimvernetzung optimieren kann. Häufig kommen die Filme gar nicht von professionellen Anbietern, sondern von so genannten Super-Usern, die sich einfach in bestimmten Feldern besser auskennen als jeder Verkäufer oder Agent im Call Center. Auch wenn es viele in der Servicewelt immer noch nicht kapiert haben, die Zeiten der „Flachbildschirm-Rückseitenberater“ und „Schema F- und Kästchendenker-Bürosklaven“ – eine Formulierung des Publizisten Gunter Dueck - ist schon längst vorbei.
Wirtschaft/Unternehmen/Internet/Kommunikation/Social Web
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 08/03/2013 - Keine Kommentare

Vor ein paar Tagen stellte ich die Frage, wie ein vernetztes Unternehmen in Zukunft aussehen sollte. Und ich bekam auch Antworten. Etwa von Dr. Gerhard Wohland vom Insitut für dynamikrobuste Höchstleistung. Hier ein paar seiner Antworten: “Unternehmen der Zukunft gibt es bereits. Das sind die, die den Marktdruck erzeugen, unter dem die anderen leiden. Man müsste sie studieren um zu erfahren wie sie funktionieren. Erste Erkenntnis: Höchstleister sind anders anders als das normalerweise vermutet wird. Die meisten technischen Spielereien gibt es bei Höchstleistern entweder gar nicht, oder für andere Zwecke. Mehrere Manager dieser Unternehmen lesen nicht mal Mails!” Zum Hierarchieabbau sagt Wohland: “Weniger Hierarchie ist besser als mehr? Warum?” Weg vom Befehl-und-Gehorsam: “Das ist romantisch! Entscheidend ist immer wer befiehlt und wer gehorcht!” Mehr Demokratie intern wagen: “Das ist noch romantischer. Demokratie ist eine Kategorie der Politik, nicht der Wirtschaft. Mit Demokratie kann man den Betriebsausflug und die Weihnachtsfeier organisieren, aber nicht dynamikrobuste Wertschöpfung. Grund: Demokratie ist die Diktatur der Mehrheit. Sie kann Entscheidungen treffen, aber nicht lernen. Wenn ein demokratischer Entschluss falsch ist, wer hat dann was zu lernen? Die Mehrheit?”
Wirtschaft/Unternehmen/Kommunikation/Video
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 08/03/2013 - Keine Kommentare

Videokommunikation ist spätestens seit den Erfolgen von Diensten wie Skype oder Google-Hangout ein beherrschendes Thema für Beruf und Freizeit: Die Popularität dieser Dienste führt auch zu einer stärkeren Nachfrage nach technischen Lösungen, die speziell auf Unternehmen zugeschnitten sind. Davon ist Produktmanager Johannes Nowak vom ITK-Spezialisten Aastra überzeugt: „Vor allem die Erfahrungen aus der privaten Nutzung übertragen sich auf die Wirtschaftswelt.“ Um mittelständischen Unternehmen den Einstieg leicht zu machen, hat Aastra auf der Cebit mit „BluStar Conference Room“ ein System vorgestellt, das nach Firmenangaben ohne großen Aufwand und ohne schwerfällige Technik eingeführt werden kann. „Es lässt sich nach dem Plug-and-Play-Prinzip schnell installieren, ist einfach und intuitiv bedienbar“, erklärt Nowak am Messestand seines Unternehmens in Hannover. Im Unterschied zu vergleichbaren Produkten könne man die Videokommunikation mit nur einem Klick spontan starten, um Gespräche oder Konferenzen durchzuführen.
Wirtschaft/Unternehmen/Vernetzte Ökonomie/Technologie/Internet/Cebit/Hannover/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 07/03/2013 - Keine Kommentare
Sascha Lobo hat in seiner Spiegel Online-Kolumne die deutsche Netzkrankheit trefflich beschrieben: Es wird nur das praktiziert, was vermeintlich sicher funktioniert. Dabei missachtet die Wirtschaft hierzulande das wichtigste Erfolgsrezept des Internets: Die ständige Neu- und Weiterentwicklung, die kleinteilige, experimentelle Überprüfung, Mut zum Dauerversuch und Dauerirrtum. Letztlich führt die “German Angst” vor dem Scheitern im Digitalen zum Scheitern digitaler Projekte.
Wirtschaft/Unternehmen/Informationstechnologie
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 06/03/2013 - Keine Kommentare
In eigenen Umfragen hat Harvey Nash herausgefunden, dass CIOs vielfach den aktuellen Modetrends einfach nur folgen. "Viele wollen in den neuesten Technologien immer ganz vorne sein. Wie diese Trends dann wirklich realisiert werden, ist dann noch eine ganz andere Geschichte. Das wollen wir in unserer diesjährigen Umfrage, die noch bis zum 7. März läuft, genauer abfragen". Neben der Personalsituation der IT-Abteilung, den Einflussmöglichkeiten von IT-Führungskräften auf die Geschäftsstrategie und den Karriereaussichten, beschäftigt sich die Studie in diesem Jahr mit Technologiethemen.
Netzpolitik/Big Data/Virtuelle Selbstbestimmung
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 05/03/2013 - Keine Kommentare
Wir sollten uns im netzpolitischen Diskurs nicht länger mit personalisierter Werbung aufhalten, die über Big Data im Internet eingeblendet wird. Ich lasse mich von den blöden Anzeigen nicht zum willenlosen konsumsüchtigen Käufer degradieren. Anders sieht es mit Entscheidungshilfen von Maschinen aus, die mein Leben beeinflussen und hinter meinem Rücken ablaufen. Deshalb fordern wir (also Bloggercamp-Kollege Hannes Schleeh und ich) die Big Data-Vielschwätzer heraus, in unserer Schreibwerkstatt für das Crowdfunding-Buch „Die Streaming Revolution“ den Giftschrank ihrer Systeme zu öffnen und die Treffsicherheit der Prognosen nachzuweisen. Live und ohne doppelten Boden. Das Ganze fließt ein in das Kapitel „Die Vermessenheit der Big Data-Weltvermesser – Ein Crowdsourcing-Experiment mit Hangout on Air”.
Wirtschaft/Unternehmen/Hotline/Call Center/Apps/Social Web
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/03/2013 - Keine Kommentare
Auf der Call Center World haben Andreas Lendner und Heinrich Welter vom Software-Spezialisten sowie dem Technologieberater Stefan Grünzner von Tieto über die Chancen und Herausforderungen der Call-Center-Industrie diskutiert. "Mit den kostenoptimierten Standardprozessen der Call Center kommt man im Netz aber nicht weiter. Hier brauchen Mitarbeiter mehr Entscheidungskompetenz und das Vertrauen der Führungsebene, um selbstständig mit Kunden kommunizieren zu können", sagt Grünzner. Auch das Marketing müsse erst lernen, dass die Zeiten der Einwegkommunikation vorbei sind, meint Welter. "Marketingmanager sind ganz überrascht, dass es in einer vernetzten Welt sofort Reaktionen und Rückkopplungen gibt. Das ist man nicht gewöhnt."
Wirtschaft/Unternehmen/Berlin/Call Center World/Hotline/Kundenkommunkation/Social Web
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 01/03/2013 - Keine Kommentare
Wenn auf die geringe Relevanz des Social Webs für Kundendialoge verwiesen wird, darf nicht verschwiegen werden, dass mehr als jedes zweite Unternehmen gar keine Social Media-Angebote für Serviceanfragen macht. Das geht aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Strateco hervor. Rund 41 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, dass sie soziale Netzwerke einsetzen. Das Nutzungsvolumen liegt allerdings bei mageren zwei Prozent. Verwunderlich ist das nicht, denn in der Regel werden die Präsenzen auf Facebook, Twitter oder Google Plus vom Marketing organisiert und sind überhaupt nicht auf Kundendialoge ausgerichtet, so das Resümee einer Berliner Talkrunde zur CCW mit Andreas Lendner und Heinrich Welter vom Software-Spezialisten Genesys sowie dem Technologieberater Stefan Grünzner von Tieto. „Mit den kostenoptimierten Standardprozessen der Call Center kommt man im Netz aber nicht weiter. Hier brauchen Mitarbeitern mehr Entscheidungskompetenz und das Vertrauen der Führungsebene, um selbständig mit Kunden kommunizieren zu können“, sagt Grünzner. Auch das Marketing müsse erst lernen, dass die Zeiten der bunten Einwegkommunikation vorbei sind, meint Welter. „Marketingmanager sind ganz überrascht, dass es in einer vernetzten Welt sofort Reaktionen und Rückkopplungen gibt. Das ist man nicht gewöhnt.“ Das Management der Interaktionen sollte sich stärker auf das Verhalten der Nutzer ausrichten, fordert Genesys Vice President Andreas Lendner: „Die Kommunikation läuft immer mehr über Smartphones ab. Von den Service-Anbietern gibt es zumindest in deutschsprachigen Ländern noch sehr wenige Entwicklungen, die das mobile Nutzungsverhalten der Kunden richtig bedienen – etwa über Apps. Dabei liegen hier sehr große Chancen für personalisierte und maßgeschneiderte Kundendialoge.“ Am Ende der CCW-Kongressmesse bleibt als Fazit eher die Frage, warum Kunden immer noch bei einer Hotline anrufen müssen.
Wirtschaft/Unternehmen/Informationstechnologie/Telekommunikation/CIO/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 25/02/2013 - Keine Kommentare
„Die Architekturen, Anwendungen und der Informationsbedarf müssen auf die Engpässe angepasst werden. Das ist zwar schwer und alle Entwicklungen laufen dagegen, aber die Bedrohung von Engpässen des Netzes, die sogar zu einem Kollaps führen können, ist nicht von der Hand zu weisen. Die Netzbetreiber befinden sich nach wie vor in einer Deadlock-Situation. Es sind also dringend Investitionen in die Infrastruktur notwendig. Dazu beigetragen hat besonders die Flatrate-Manie in Kombination mit einer zu kurz gedachten Umsatzstrategie“, kritisiert der Düsseldorfer IT-Fachmann Udo Nadolski, Geschäftsführer von Harvey Nash. Ob das Angebot von bevorzugten Datentransporten das Umsatzproblem der Branche für Telekommunikation löst, ist nach Ansicht von Nadolski noch unklar. „Man muss abwarten, wie der Markt das akzeptiert. Wir kennen Unternehmen, die für einen schnelleren und bevorzugten Datentransport kein Geld ausgeben werden. In der Automobilindustrie sieht das anders aus. Hier ist man durchaus bereit, höhere Preise für den Transport von Daten zu bezahlen, wenn beispielsweise Stauwarnungen schneller in Premium-Fahrzeugen angkommen würden." An der CIO-Umfrage von Harvey Nash können sich Führungskräfte aus der Informationstechnologie, der Telekommunikation und auch Berater aus diesen Branchen beteiligen. Die Anbieter von IT- und TK-Systemen sollen ebenfalls angesprochen werden. Bis zum 7. März ist das unter folgender Website noch möglich: alturl.com/93o4n
Netzpolitik/Google/Verleger/Medien/Leistungsschutzrecht
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 22/02/2013 - Keine Kommentare
Der Gesetzentwurf, der von der Bundesregierung eingebracht wurde, habe eine Menge Kritik und Fragen aufgeworfen. "Diese Fragen müssen wir seriös beantworten. Es könnte deshalb im Interesse aller Beteiligten sein, wenn wir statt der Gesetzesmaschinerie zu einer Lösung kommen, die einvernehmlich ist“, erklärteHans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums, in einer Sondersendung des Bloggercamps. Branchenlösungen seien der bessere Weg als starre Antworten des Gesetzgebers, die den technologischen Entwicklungen stets hinterherhinken. Allerdings müsste das jetzt schnell gehen, denn die Legislaturperiode endet im Sommer. Es sei jetzt fünf vor zwölf.
Bloggercamp/Wirtschaft/Unternehmen/Netzpolitik/Bonn/Berlin
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 19/02/2013 - Keine Kommentare
Genügend Diskussionsstoff für unsere Bloggercamp-Sondersendung von 18,30 bis 19,00 Uhr mit dem Staatssekretär Hans-Joachim Otto aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Hashtag für Twitter-Zwischenrufe #bloggercamp
Wirtschaft/Unternehmen/Mobilfunk/Datendienste/Flatrate/Mobile World/Barcelona/Bonn/Düsseldorf
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 18/02/2013 - Keine Kommentare
Netzbetreiber planen bevorzugte Datendienste für das mobile Netz, um endlich mit ihrer Infrastruktur Geld zu verdienen. Was so harmlos klingt, dürfte netzpolitisch noch zu einigen Nachbeben führen, wenn spezielle Pakete geschnürt werden, die beispielsweise Google-Dienste oder Facebook bevorzugen. Ein Ausblick auf die Mobile World in Barcelona.
Wirtschaft/Internet/Online-Handel/Amazon/Buchhandel
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 15/02/2013 - Keine Kommentare

Die Kipp-Geschwindigkeit in der Buchbranche nimmt zu. Aber immer noch sitzen beispielsweise die Verlage auf dem hohen Roß und lamentieren darüber, ob es gerecht sei, dass Amazon eBooks einführt, kritisiert Professor Peter Wippermann vom Trendbüro Hamburg im ichsagmal-Interview. “Gleichzeitig brechen die Großflächen-Kaufhäuser für Bücher zusammen, weil es sich wirtschaftlich einfach nicht mehr lohnt. Redaktionen werden abgebaut, weil das Vertriebssystem Papier nicht funktioniert. Hier gerät die analoge Industriewelt in den nächsten zehn bis 20 Jahren stärker unter Druck als es in den vergangenen 20 Jahren der Fall war.”
Wissenschaft/Politik/Wirtschaft/Geselleschaft/Bonn/Berlin/Karlsruhe
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 14/02/2013 - Keine Kommentare
Der Kapitalismus sei vielleicht deshalb dominant, weil er uns handlungsleitende Konstruktionen von geradezu absurder Trivialität anbietet, sagt Professor Lutz Becker von der Karlshochschule im ichsagmal-Interview. Dahinter stecke wohl auch ein menschliches Bedürfnis: Man möchte Komplexität mindern – auch wenn nur Scheinlösungen dahinter stecken. „Genau auf diesen evolutorischen Mechanismen scheint eine Ökonomie aufzusetzen, die uns ‚Konstruktion von Wirklichkeit durch Reduktion von Komplexität’ - wie Frank Harry Witt es formuliert - anbietet. Ökonomische Konstruktionen sind vor allem triviale Konstruktionen: Damit gelingt es der Ökonomie, die Vielschichtigkeit des sozialen Lebens auf simpelste Algorithmen, auf Zahlungseingänge und -ausgänge, auf Zahlungserwartungen, Zinsfüße und Bilanzen zu reduzieren“, erläutert Becker. Und das gilt nicht nur für die wirtschaftswissenschaftliche Disziplin. Auch Informatik und Neurowissenschaften bieten ein ganzes Arsenal für die Vereinfacher von komplexen Systemen an.
Wirtschaft/Finanzen/Börse/Informationsökonomie/Schirrmacher
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/02/2013 - Keine Kommentare
Jakob Augstein ist begeistert vom neuen Frank-Schirrmacher-Buch mit dem Titel „Ego“. Einen kleinen Vorgeschmack hat der „FAZ“-Herausgeber in der aktuellen „Spiegel“-Ausgabe als Essay veröffentlicht. Nach den eher schwachen neuronalen Gehirnerweichungsthesen, hat Schirrmacher diesmal wohl ins Schwarze getroffen. Es gehe, so Augstein, um den Informationskapitalismus, um die Algorithmen, die unsere digitale Wirklichkeit bestimmen und damit zunehmend auch die reale, und es geht um das abstruse Menschenbild der Wall-Street-Täter, für die das Leben ein Kampf und Kooperation eine Krankheit ist.
Social Web/eBook/Crowdfunding/Hangout On Air/Google+/Bloggercamp/Bonn/München
Von David Wegener veröffentlicht am 12/02/2013 - Keine Kommentare

"Wir erhoffen uns, dass dadurch der Unterstützerkreis noch aktiver in das Entstehen des Multimedia-Buches eingebunden werden kann und vielleicht entstehen aus einem Hangout On Air-Projekt völlig neue Hangout On Air-Projekte, die wiederum Teil des verflüssigten Buches werden", erklären die Autoren Gunnar Sohn und Hannes Schleeh.
Wirtschaft/Medien/Kultur/Bücher/E-Books/Hangout On Air/Livekommunikation/Bonn/München
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 07/02/2013 - Keine Kommentare
Vielleicht sollten auch die Buch-Geschäfte mal überlegen, wie sie die Bindung zwischen Autoren und Lesern auf eine neue Stufe bringen – etwa mit der Live-Übertraung von Lesungen via Hangout On Air. Oder die Unterstützung von Autoren der Region beim Schreiben von E-Books. Mehr experimentieren, weniger lamentieren.
Wirtschaft/Unternehmen/Handel/E-Commerce
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 06/02/2013 - Keine Kommentare
Warum dominieren in Deutschland auf dem Weg zur Netzwerkökonomie die Beharrungskräfte? Für Firmen, die mit dem Internet gegründet wurden und groß geworden sind, haben mit dem digitalen Wandel naturgemäß keine Probleme, sagt Professor Peter Wippermann im ichsagmal-Interview: Man brauche sich nur den Siegeszug von Amazon anschauen. Interessant an der Dominanz des amerikanischen Online-Händlers sei die Tatsache, dass der Konzern in den deutschen Handelsstatistiken gar nicht auftaucht, die nach Branchen segmentiert sind – also Bücher, Schuhe oder Waschmaschinen.
Wirtschaft/Unternehmen/Karriere/IT/SAP
Von David Wegener veröffentlicht am 05/02/2013 - Keine Kommentare
Der Kandidatenmarkt für IT-Führungspositionen sei hart umkämpft. Das gelte besonders für SAP- Anwendungen. „Hier die richtigen Mitarbeiter zu finden, ist ohne spezialisierte Personalberatungen äußerst schwierig geworden. Mit unserer neuen SAP-Geschäftseinheit, die sich aus der apentia- Integration ergibt, sind wir für diese Anforderungen gut gerüstet. Mit unseren Markt- und Fachkenntnissen sowie einer speziellen Datenbanklösung bringen wir jetzt auch gezielt SAP-Experten und die entsprechenden Vakanzen zusammen“, sagt SearchConsult-Geschäftsführer Karsten Berge.
Wirtschaft/Unternehmen/Software/Big Data/Algorithmen/Entscheidungsmaschinen
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/02/2013 - Keine Kommentare
In Recherchen über Sinn und Unsinn des Schlagwortes Big Data stößt man auf merkwürdige Allianzen. Die Einen warnen vor dem Niedergang des selbstbestimmten Lebens und die Anderen erträumen sich ein Himmelreich der Planbarkeit. Beide Fraktionen sitzen im selben Schützengraben und glauben an die vermeintlichen Zahlen-Zauberstücke, die ihnen von Naturwissenschaftlern mit bedeutungsschweren Gesten vorgeführt werden. Häufig handelt es sich um Physiker oder Mathematiker, die zur Sozialwissenschaft konvertiert sind. Und das wiederum ist kein Zufall. Schaut man in den Zauberkasten der Big Data-Apologeten hinein, findet man recht simple Formeln.
Wirtschaft/Digitale Gesellschaft/Demokratie/Netzpolitik/Beckedahl/Berlin/Brüssel/Bonn/Köln
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 30/01/2013 - Keine Kommentare
“Wie funktionierte früher Öffentlichkeit und wie funktioniert heute noch Öffentlichkeit? Dann gibt es einen Unterschied, ob ich auf einem Marktplatz bin und von meinen Bürgerrechten Gebrauch machen und demonstrieren kann, oder ob ich in ein Einkaufszentrum gehe und dort demonstriere, meine politische Meinung frei äußern möchte und mich mit mehr als drei Leuten treffe. Da kann ich dann sehr schnell vom Sicherheitsdienst des Einzelhändlers vor die Tür gesetzt werden. Wir haben es im Netz mit privatisierten Öffentlichkeiten zu tun, die die Regeln festlegen, wie wir miteinander kommunizieren. Das mag im Moment noch nicht problematisch sein. Aber stellen sie sich mal vor, mehr als 30 Prozent der deutschen Bevölkerung ist bei Facebook unterwegs, was bedeutet es dann, wenn Algorithmen irgendwelche Postings löschen oder komplette Accounts sperren? Den Grund erfährt man als Betroffener vielleicht nie. Oder wenn unterbezahlte und schlecht gelaunte Mitarbeiter von Facebook im mittleren Westen der USA mit einem dort typischen religiösen Weltbild entscheiden, was an Veröffentlichungen auf Basis der Allgemeinen Geschäftsbedingungen moralisch in Ordnung ist und was nicht”, so Markus Beckedahl auf dem Social Community Day in Köln.
Netzpolitik/Blogger Camp/Google/Facebook/Apple/Twitter/Microsoft/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 29/01/2013 - Keine Kommentare
Welche netzpolitisch sinnvollen Maßnahmen gegenüber den Netz-Giganten jenseits staatlicher Volkspädagogik möglich sind, diskutieren wir morgen in der zweiten Session des Blogger Camps von 19,30 bis 20,00 Uhr. Thema: Die AGB-Diktatoren des Netzes. Mit dabei sind: Ralf Rottmann, Constantin Sohn (er sagt etwas über fragwüridge Tribunale in Game-Communities), Hannes Schleeh, Bernd Stahl und Jens Best (wenn er zur Abendstunde unterwegs einen leistungsfähigen Internet-Zugang zur Verfügung hat). Moderation: Icke.
Wirtschaft/Unternehmen/Telekommunikation/Mobilfunk/Breitband/Internet/WLAN/Femto Zellen/Smart Cells/Bonn/Stuttgart
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 28/01/2013 - Keine Kommentare
Eine preisgünstige Ergänzung des Netzausbaus sieht Bernd Stahl von Nash Technologies in Stuttgart bei den so genannten Femtozellen oder Small Cells: „Die Funkzellen können dort eingesetzt werden, wo viele Menschen sind – also an Hot Spots in den Städten. Sie können punktgenau liefern anstatt großflächig abzudecken.“ So könnten beispielsweise Fußballstadien oder Einkaufszentren mit eigenen Funkzellen ausgestattet werden. Außerdem ließe sich damit eine kostengünstigere Abdeckung im ländlichen Raum erreichen. Auch im mobilen Internet ist das Thema Zuverlässigkeit enorm wichtig: niemand kann es sich leisten, dass seine Netze wegen Überlastung oder unerwarteter Zwischenfälle ausfallen. Dies werde umso wichtiger angesichts stark wachsender Zahlen der mobilen User und deren erhöhtem Bedarf an Bandbreite aufgrund innovativer Internetdienste. “Femtozellen oder Small Cells sind Mobilfunkmasten im Miniatur-Format und die werden in diesem Jahr ein starkes Wachstum erleben”, prognostizierte Stahl in der Techtrend-Runde des bloggenden Quartetts (diesmal ein Terzett):
Wirtschaft/Unternehmen/Internet/Big Data/Prognose-Systeme/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 25/01/2013 - Keine Kommentare
Beim Themenkomplex Big Data, Algorithmen und Prognose-Systemen müsse man nach Ansicht des Internet-Beraters Christoph Kappes zwei Dinge unterscheiden. „Wenn wir im Internet etwas preisgeben, was Maschinen lesen können, dann werden wir in gewisser Weise analysierbar in unserem Verhalten in der Vergangenheit. Man kann rückwärts Informationen über Personen gewinnen. Eine völlig andere Frage ist, ob ich das Verhalten von Menschen vorhersagen kann. Da stehen wir, wenn es überhaupt möglich sein sollte, allenfalls am Anfang einer Entwicklung, die bis zum Ende unseres Jahrhunderts keine Ergebnisse zeitigen wird.“
Hangout On Air, Google Plus, HOA, Jedermann-TV, Streaming
Von Hannes Schleeh veröffentlicht am 24/01/2013 - Keine Kommentare
Hangouts on Air sind ein sehr interessantes Format. Gerade die direkte Verbindung zum eigenen Youtube-Kanal und die relativ geringen Anforderungen an die zu verwendende Technik ermöglichen einen einfachen und schnellen Einstieg in die Welt der Live-Sendungen. Die zu erreichende Anzahl der Zuschauer ist dabei abhängig von der entsprechenden Vorberichterstattung und vorhandenen Reichweite derer, die hinter der Sendung stehen. Hier geht Qualität vor Quantität. Hinzu kommt derzeit noch der Neuheitsbonus, der den Unternehmen die dieses neue Format einsetzen gut geschrieben wird. Zudem sollte man den hohen Nutzen der assynchronen Kommunikation nicht unterschätzen. Auch wenn nur wenige Menschen die Sendung live verfolgen, so steht sie sofort im Anschluss an die Ausstrahlung auf dem Youtube-Kanal und allen Seiten, auf welchen sie eingebunden wurde, zur Verfügung. Google Hangouts on Air sind kostenlos und die sofortige Produktion eines komplett fertigen Youtube Videos ist ohne großes Know-How möglich. Aus meiner Sicht ist das allein einen Versuch wert, sofort los zu senden.
Netzpolitik/Google/Facebook/Apple/Microsoft/Blogger Camp/Hangout On Air
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 23/01/2013 - Keine Kommentare
Wie man sich netzpolitisch gegen die AGB-Diktatoren des Netzes wehren kann, ist Gegenstand der zweiten Session des Blogger Camps am 30. Januar von 19,30 bis 20,00 Uhr. Wie immer live übertragen über den Google-Dienst (!) Hangout On Air. Bleibt zu hoffen, dass die Sendung störungsfrei übertragen wird.....
Wirtschaft/Unternehmen/Kunden/Verbraucher/Call Center World/Berlin/Bonn/Düsseldorf/Mainz
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 22/01/2013 - Keine Kommentare
Hotline-Warteschlangen, wenig kompetente Mitarbeiter, widersprüchliche Aussagen, Rückrufe; es gibt nach Ansicht des Call Center-Experten Harald Henn eine lange Liste von Gründen, um über neue Wege in der Kundenkommunikation nachzudenken. Nicht nur die jüngere Generation bevorzuge Communities, Social Media-Plattformen, E-Mails oder Self Service-Anwendungen. „Die asynchrone Kommunikation ist auf dem Vormarsch”, so Henn, Geschäftsführer von Marketing Resultant in Mainz. Die Konferenzmesse Call Center World, die vom 26. bis 28. Februar in Berlin stattfindet, wird sich mit diesen Themen verstärkt auseinandersetzen: „Mit Diensten wie Facebook und Twitter eröffnen sich neue Möglichkeiten der Kommunikation. Für Kunden ist das komfortabel, sie können je nach Situation aus einer Vielzahl von Medien wählen, um mit Unternehmen in Kontakt zu treten“, bestätigt DeTeWe-Geschäftsführer Christian Fron.
Wirtschaft/Unternehmen/Innovationen/Scheitern/Ideen/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 21/01/2013 - Keine Kommentare
Jeder Peinlichkeit wohnt eine Erleuchtung inne, und “während der Arbeiter im Weinberg der Kultur seine Erfolge rasch zu vergessen pflegt, hält sich die Erinnerung an einen Flop jahre-, wenn nicht jahrzehntelang mit geradezu blendender Intensität. Triumphe halten keine Lehren bereit, Misserfolge dagegen befördern die Erkenntnis auf mannigfaltige Art. Sie gewähren Einblick in die Produktionsbedingungen, Manieren und Usancen der relevanten Industrien und helfen dem Ahnungslosen, die Fallstricke, Minenfelder und Selbstschussanlagen einzuschätzen, mit denen er auf diesem Terrain zu rechnen hat”, schreibt Enzensberger in seinem Opus “Meine Lieblings-Flops, gefolgt von einem Ideen-Magazin” (Suhrkamp Verlag).
Wirtschaft/Umwelt/BMU/Mittelstand/Recycling/Kreislaufwirtschaftsgesetz/Wertstoffgesetz/Bonn/Berlin
Von David Wegener veröffentlicht am 18/01/2013 - Keine Kommentare
Gunnar Sohn: "Es ist bizarr, dass die öffentlich-rechtlichen Entsorger sich für ausgediente Bratpfannen und sonstige verwertbare Abfälle, die über den Verpackungsabfall hinausgehen, so ins Zeug legen. Ohne Recyclingtechnologien, ohne Erfahrungen bei der Sortierung, ohne Kenntnisse über die Sekundär-Rohstoffmärkte."
Wirtschaft/Kommunikation/Kundendialog/Social Web/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 17/01/2013 - Keine Kommentare
“Unternehmen sehen Kritik naturgemäß lieber in den dafür vorgesehenen Beschwerdekanälen, wo sie für die Außenwelt unsichtbar bleiben. Bei Twitter hingegen ist die Kritik öffentlich und lässt sich auch nicht einfach löschen wie zum Beispiel auf Facebook-Unternehmensseiten. Verbraucher haben damit einen Hebel, Unternehmen zu einer Reaktion zu bewegen”, schreibt Kathrin Passig in einem Beitrag für das Buch “Die Kunst des Zwitscherns” (erschienen im Residenz Verlag).
Wirtschaft/Internet/Mobilfunk/Apple/Google/Nexus 4/iPhone 5
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/01/2013 - Keine Kommentare

Apple habe zu lange und zu viel Energie in das Design und Hardware-Äußerlichkeiten gesteckt und dabei unterschätzt, dass der eigentliche Innovations-Treiber inzwischen bei der Software liegt. Hier könne Google seine Kompetenz voll ausspielen. „Kurioserweise hat Apple zwar sehr viel Geld auf der hohen Kante, dafür aber so gut wie keine Forschung zu Künstlicher Intelligenz. Bei Google ist das ganz anders. Dieses Thema ist den Gründern seit vielen Jahren geradezu heilig. In dem Maße, wie daraus marktrelevante Produkte entstehen oder sich ableiten lassen wie bei Google Now, hat Google einfach die Nase vorn. Dass Apple hier überhaupt mithalten kann, verdankt man dem Erwerb des Siri-Startups – intern hatte Apple dazu gar keine Abteilung“, weiß Schwenk. Die Innovationskraft eines Unternehmens werde eben stark geprägt durch die rekrutierten Talente, erläutert IT-Personalexperte Karsten Berge von SearchConsult. „Besonders der Kandidatenmarkt für die Entwicklung von mobilen Anwendungen ist hart umkämpft. Selbst für Apple dürfte es nicht einfach sein, Kompetenz einzukaufen. Hier steht mehr oder weniger jedes Unternehmen vor der Herausforderung, Spezialisten an Land zu ziehen“, so Berge.
Mobiles Internet/Apple/Google/iOS/Android/Berlin/Bonn/The European
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 15/01/2013 - Keine Kommentare
Für die App-Economy ist der Apfel-Konzern schlecht gerüstet. Wenn ein Apple-Fanboy wie der App-Entwickler und Mobile Business-Experte Ralf Rottmann das Lager wechselt und von der Innovationskraft des neuen Nexus 4 von Google schwärmt, sollten in Cupertino die Warnleuchten angehen. Sein Blogpost “An iPhone lover’s confession: I switched to the Nexus 4. Completely” hat international wie eine Bombe eingeschlagen und mit über 17.000 Likes, Retweets und Google Plus-Empfehlungen die exorbitanten Sascha Lobo-Werte in den Schatten gestellt. Sein privater Server brach schon eine halbe Stunde nach der Veröffentlichung zusammen. Bei den Hackernews landete er auf dem ersten Platz und selbst die Times zitierte den App-Guru. In der Vergangenheit hat Rottmann regelmäßig andere Plattformen getestet. Dazu zählen auch die Android-Telefone. Spätestens nach vier Tagen ist er wieder wehmütig zum iPhone zurückgekehrt: „Und dann kam das Nexus 4. Auch hier hatte ich keine hohen Erwartungen. Statt das Gerät wieder bei eBay zu verticken, bin ich hängengeblieben. Eine Rückkehr zum iPhone 5 schließe ich aus“, so Rottmann im ichsagmal-Interview.
Wirtschaft/Kundenservice/Social Web/Berlin/Call Center World
Von David Wegener veröffentlicht am 14/01/2013 - Keine Kommentare
Ob Facebook, Twitter oder LinkedIn: Solidus eCare wird für externe Services geöffnet. Eine im Vorfeld definierte Agentengruppe erhält die Social-Media-Inhalte und kann sie analog zu E-Mails, Faxen oder Telefonanrufen bearbeiten.
Netzpolitik/Google/Facebook/Apple/Twitter/Microsoft/Bonn/Blogger Camp/Hangout On Air
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/01/2013 - Keine Kommentare
Nach Auffassung des FAZ-Redakteurs Michael Spehr steht das Jahr 2013 unter der Maxime der Abschottung durch geschlossene Ökosysteme im Internet. “Google, Microsoft, Apple, Amazon, Twitter und Facebook fühlen sich stark genug, neue Mauern zu errichten. Man will Verbindungslinien von einem Dienst zum anderen kappen. Alles nur noch aus einer Hand. Ein Tweet darf Twitter nicht verlassen. Android-Software für das Kindle wird von Amazon handverlesen. Google-Nutzer dürfen ihre Daten nicht mehr mit einem Microsoft-Smartphone und Exchange Active Sync austauschen. Die Beispiele sind Legion. Druck und Zwang bestimmen die Agenda 2013, vor allem bei Google.” Thema der zweiten Session des virtuellen Blogger Camps am Mittwoch, den 30. Januar von 19,30 bis 20,00 Uhr. Mitmachen!
Wirtschaft/Unternehmen/Kundenservice/Call Center/Berlin/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 10/01/2013 - 1 Kommentar(e)
Die klassische Kommunikationsstruktur von Unternehmen sei noch immer auf Appeasement und Abschirmung vom Kunden ausgerichtet und nur selten auf Problemlösung, kritisiert Sascha Lobo in seiner Spiegel Online-Kolumne. Die unendlichen Möglichkeiten eines Dialogs auf Augenhöhe, den vernetzte Services und das Social Web heute bieten, versuchen viele Organisationen immer noch, die alte Welt der Eins-zu-Eins-Gespräche unter Ausschluss der Netzöffentlichkeit zu konservieren. Facebook, Twitter und Co. werden von den Marketingabteilungen betreut und spielen kaum eine Rolle für die Interaktion mit Kunden. Unternehmen wollen weiterhin den Service kanalisieren, steuern und kontrollieren.
Wirtschaft/Unternehmen/Mobile Business/Apps/Apple/Google/Bonn/Dortmund
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/01/2013 - Keine Kommentare
Am Anfang des Jahres hat der App-Entwickler und Mobile Business-Experte Ralf Rottmann mit dem Blogbeitrag “An iPhone lover’s confession: I switched to the Nexus 4. Completely” international für Schlagzeilen gesorgt. Beim Teilen (bei Facebook über 17.000 Likes) und bei den Repostings hat er selbst beste Sascha Lobo-Werte in den Schatten gestellt. Seine Beweggründe für seinen Wechsel zum Nexus 4 hat er im ichsagmal-Interview ausführlich dargelegt.
Politik/Wirtschaft/Landwirtschaft/München/Bonn
Von Hannes Schleeh veröffentlicht am 08/01/2013 - Keine Kommentare
Immer weniger Menschen und immer mehr Maschinen. Die Kehrseite der Technik-Medaille ist ein Mangel an Arbeitskräften in Spitzenzeiten in der Landwirtschaft. Dauerüberlastung der auf den Höfen tätigen Menschen ist die Folge. Trotz aller Technik gibt es noch viele Tätigkeiten, zu denen man Hirn und oder Hände eines Menschen braucht. Vor allem wenn die ach so tolle Technik streikt. Diese Dauerüberlastung der Landwirte zeigt sich heute darin, dass es angeheiratete und nicht aus der Landwirtschaft stammende Zeitgenossen oft nicht lange auf den Höfen aushalten.
Katholische Kirche/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 08/01/2013 - Keine Kommentare
Die Zusammenarbeit der Deutschen Bischofskonferenz als höchstes Gremium der römisch katholischen Kirche in Deutschland und dem kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle, geleitet von dem ehemaligen Landesjustizminister Prof. Dr. Christian Pfeiffer, ist nach Angaben von netzwerkB (ein Zusammenschluss Betroffener von sexualisierter Gewalt) gescheitert. Die vereinbarte Untersuchung sämtlicher Personalakten zusammen mit unabhängigen Experten, die im Juni 2011 bundesweit angekündigt worden war, werde nicht stattfinden. Im kriminologischen Forschungsinstitut seien bereits zwei Mitarbeiter freigesetzt worden. “Wir fühlen uns bestätigt. Was wir erleben, entspricht auch unseren eigenen Erfahrungen. Die Kirche ist noch nicht so weit, sich zu öffnen. Sie ist noch nicht fähig, mit ihrer eigenen Verantwortung für die Opfer sexualisierter Gewalt umzugehen. Wir erkennen, dass das Prinzip der freiwilligen Selbstverpflichtung hier nicht greift. Das sehen wir deutlich an dem Vertrag, den die Deutsche Bischofskonferenz als höchstes Organ der römisch katholischen Kirche in Deutschland mit Herrn Professor Pfeiffer, einem der renommiertesten Kriminologen in Deutschland, geschlossen hat. Das war eine große Aktion für die Presse, passiert ist danach nichts mehr”, kritisiert Norbert Denef vom netzwerkB.
Wirtschaft/Unternehmen/Service/Hotline/Call Center/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 07/01/2013 - Keine Kommentare
Für die Service-Kommunikation ist das eine einmalige Gelegenheit, den Zeitvorteil der asynchronen Kommunikation für maßgeschneiderte Dienste zu nutzen. “Man kann mit entsprechenden Systemen der Künstlichen Intelligenz die zur Bearbeitung der Kundenanfrage benötigten Daten und Informationen perfekt ermitteln und auswerten. Während der Kunde am Telefon warten muss, bis der Servicemitarbeiter den Status seines Auftrags umständlich in verfügbaren Backend-Systemen eruiert, können Kundenwünsche über die asynchrone Kommunikation über die so genannte Dunkelverarbeitung in einem viel höheren Automatisierungsgrad erfüllt werden“, erläutert Andreas Klug von der Kölner Softwarefirma Ityx. In der Endbearbeitung liegen dem Mitarbeiter bereits alle wichtigen Informationen vor: Bestellnummer und Bestellstatus, Link zum Auftragssystem, Link zu den Kundendaten.
Wirtschaft/Unternehmen/Telekom/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 21/12/2012 - Keine Kommentare

Der Telekom-Kapitän Rene Obermann verlässt seinen recht unbeweglichen Tanker. Das ist nicht weiter wild. Er kann ja machen, was er möchte. Bemerkenswert ist nur seine Begründung für den Rücktritt: Nach 16 Jahren Tätigkeit für die Deutsche Telekom, davon elf Jahre im Vorstand, möchte Obermann wieder “stärker unternehmerisch geprägte Aufgaben” übernehmen. “Ich will wieder mehr Zeit für Kunden, Produktentwicklung und Technik haben.” Was hat er eigentlich in den sechs Jahren als Boss des Bonner TK-Konzerns gemacht?
Netzpolitik/Social Web/Facebook/Instagram/Google/Apple/Twitter/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 20/12/2012 - Keine Kommentare
Bei aller berechtigten Kritik an der medialen Hysterie über die Fehlinterpretation der künftigen Ausrichtung des Fotodienstes, schließe ich mich der Schlussfolgerung von Zeit-Redakteur Patrick Beuth an: Nutzungsbedingungen und Datenschutz-Richtlinien sind nicht länger unbeachtete, lästige Pop-ups zum reflexartigen Wegklicken sind. “Sie werden gelesen und ernst genommen. Und das ist eine gute Nachricht.” Und auch überarbeitet und geändert, wie im Instagram-Fall. Hiermit bestätige ich Google, Facebook, Apple, Microsoft und Co. eben nicht mehr, was sie mir an AGB-Diktaten unterjubeln wollen.
Umwelt/Abfall/Recycling/Staat/Kommunen/Mittelstand/Bonn/Berlin
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 19/12/2012 - Keine Kommentare
“Mancher Politiker geht geradezu selbstverständlichst davon aus, dass das Einsammeln und Verwerten von Abfällen Recht und Pflicht der Kommunen sei. Ganz egal, ob die hierfür erforderliche Infrastruktur besteht und ganz egal, ob die tatsächlich noch bestehende Infrastruktur vor allem von kleinen und mittelständischen Unternehmen aufgebaut wurde”, kritisiert Abfallrechts-Expertin Stede. Angesichts dieser grundlegend Differenz klingt die Aussage des Bundesumweltministers Peter Altmaier zum erhofften Kompromiss beim neuen Wertstoffgesetz merkwürdig: “Das wird eine muntere Debatte werden”, so das Zitat in der Fachpresse. Was ist daran munter? Es ist eher bizarr, dass die öffentlich-rechtlichen Entsorger sich für ausgediente Bratpfannen und sonstige verwertbare Abfälle, die über den Verpackungsabfall hinausgehen, so ins Zeug legen. Ohne Recyclingtechnologien, ohne Erfahrungen bei der Sortierung, ohne Kenntnisse über die Sekundär-Rohstoffmärkte.
Innenpolitik/Sicherheit/Behörden/Bundesinnenministerium/DigiTask/BKA/Bonn/Berlin
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 19/12/2012 - Keine Kommentare
Welcher Auftrag wurde an DigiTask vergeben? Mit dieser Frage geriet ich in den wirren Erklärungsdschungel des Bundesinnenministeriums – und entdeckte Interessantes.
Netzpolitik/Facebook/Instagram/Google/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 18/12/2012 - Keine Kommentare
Ich verlange von den Tech-Giganten Google, Facebook und Co. die gleiche Behandlung, die ich in meinem eigenen Verhalten beim Geben und Nehmen an den Tag lege. Es völlig in Ordnung, wenn mir personalisierte Werbung eingeblendet wird. Es ist nicht weiter problematisch, wenn meine Daten, die ich freiwillig zur Verfügung gestellt habe, für Analysen, Prognosen und Verfeinerungen von Diensten eingesetzt werden. Es ist nicht zu beanstanden, wenn sich die Netzanbieter nach neuen Geschäftsmodellen, Sponsoring-Angboten und neuen Erlösmodellen umschauen. Aber es ist einfach eine Unverschämtheit, gravierende Änderungen der Nutzungsbedingungen wie eine geheime Kommandosache durchzudrücken. Ich bin nicht das Klickvieh von Facebook, Google und Co. Und wenn es nicht um eine indirekte Vermarktung meiner Daten geht, sondern direkt Umsätze generiert werden sollen, verlange ich nach Partizipation. Fotos zu verkaufen, ohne die Nutzer zu informieren oder an den Umsätzen zu beteiligen, ist dreist.
Wirtschaft/Landwirtschaft/Blogger Camp/Bonn/München
Von Hannes Schleeh veröffentlicht am 16/12/2012 - Keine Kommentare

Es gibt immer weniger Menschen, die wirklich wissen, wie es in der Landwirtschaft zugeht, die wissen, wie sich eine Landwirtin fühlt oder ein Milchviehbauer denkt. Die Älteren unter uns haben irgendwo noch Verwandtschaft mit bäuerlichen Wurzeln. Daraus resultiert meist auch das verklärte Bild von Landliebe und Landlust. Thema der zweiten Session des virtuellen Blogger Camps am 17. Dezember von 19,30 bis 20,00 Uhr.
Digitale Wirtschaft/Blogger Camp/Netzpolitik/Breitbandausbau/Bonn/Berlin
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 14/12/2012 - Keine Kommentare
Auch wenn Deutschland häufig als Technologie-Vorreiter gilt, müsse es im internationalen Wettbewerb aufpassen, dass es nicht zum Entwicklungsland mutiert. “Der Erfolg des Automobils in den vergangenen 100 Jahren wäre ohne eine funktionierende Infrastruktur bestehend aus Straßen, Tankstellen, oder Werkstätten nicht denkbar gewesen. In gleicher Weise ist die Digitalisierung abhängig von einer leistungsfähigen Kommunikations-Infrastruktur, gehosteten Services in der Cloud, und intelligenten Endgeräten, Häusern, Autos und weiteren Anwendungsfeldern”, so Udo Nadolski, Deutschlandchef des IT-Beratungshauses Harvey Nash. Deswegen liest sich der Status-Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums “Monitoring-Report Digitale Wirtschaft 2012″, der auf dem diesjährigen IT-Gipfel präsentiert wurde, wie eine Krankenakte. Eine treffliche Formulierung von Philip Banse. Und deswegen beschäftigt sich am Montag, den 17. Dezember die erste Session des virtuellen Blogger Camps von 18,30 bis 19,00 Uhr mit dieser Thematik: “Krankenakte digitale Wirtschaft – Über die vernetzte Ökonomie in Deutschland.”
Wirtschaft/Unternehmen/Vernetzte Services/Call Center/Kundendienst/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/12/2012 - Keine Kommentare
Liegt das desaströse Engagement der Service-Branche im Social Web nun an der geringen Nachfrage der Kunden oder eher am mangelhaften Verständnis der Firmen, vernetzte Dienste zu konzipieren? „Nach Recherchen von Nielsen und McKinsey greifen rund die Hälfte aller Social Media-Nutzer auf soziale Netzwerke zurück, wenn sie Unterstützung durch den Kundendienst erwarten“, schreibt Ityx-Manager Andreas Klug in seinem Blogpost für das Contact Center Network. Aber 70 Prozent der Unternehmen ignorieren diese Social Web-Anfragen, wenn sie beispielsweise über Twitter laufen.
Wirtschaft/Unternehmen/Netz/Kommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/12/2012 - Keine Kommentare
Je komplizierter, desto besser – das scheint das Motto vieler Unternehmen zu sein, wenn diese mit ihren Kunden kommunizieren.
Wirtschaft/Unternehmen/Kommunikation/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 10/12/2012 - Keine Kommentare
Jeder Metzgermeister könnte von sich behaupten, ein „gut aufgestellter, fokussierter" Anbieter von innovativen Fleischwaren zu sein. Er wird es aber nicht tun, weil die Kunden kopfschüttelnd aus dem Laden rennen würden. Dort aber, wo sich Unternehmen räumlich und emotional von ihren Kunden entfernen, veröffentlichen sie Botschaften voller nichtssagender Formulierungen. Das klingt dann etwa so: „Wir realisieren nachhaltige Projekte, implementieren Prozesse und heben eine Vielzahl von Synergien. Unsere Tools basieren auf einem Netzwerk von Applikationen. Wir bündeln unsere Kernkompetenzen und generieren neue Umsatzpotenziale. Unser Portfolio besteht aus internationalen Aktivitäten. Wir arbeiten absolut kapitalmarktorientiert. Auf diese Weise erzielen wir eine hohe Profitabilität" - und verprellen die Öffentlichkeit mit langweiligen Plattitüden.
Unternehmen/Internet/Gaming/Steam/OUYA/Konsolen/Valve/Software/Bonn
Von Constantin Sohn veröffentlicht am 09/12/2012 - Keine Kommentare
"Der Online-Spieleanbieter Valve Software plant offenbar, im kommenden Jahr eine Hardware-Konsole für seinen Online-Dienst Steam anzubieten", schreibt Heise.de. Bei der Konsole soll es sich um eine "geschlossene Hardware-Umgebung" handeln. Steam wird also voraussichtlich als eine Art "Betriebssystem" fungieren.
Wirtschaft/Social Web/Kommunikation/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 06/12/2012 - Keine Kommentare
Die auf Unternehmens-Kommunikation spezialisierte Softwarefirma Genesys stellt einen radikalen Wandel fest: „Im Social Web wird in einer breiteren Forumsform diskutiert. Es gibt kaum noch ein Interesse an einer Punkt-zu-Punkt-Kommunikation. Die asynchrone Kommunikation dominiert“, sagt Genesys-Manager Heinrich Welter im Bibliotheksgespräch des Ich sag mal-Blogs. Tradierte Hersteller und auch Hotline-Anbieter würden die Signale noch nicht richtig deuten. Das dürfte sich irgendwann rächen. „Dabei sorgt die asynchrone Kommunikation für eine Entlastung der Service-Center. Agenten könnten parallel unterschiedliche Tätigkeiten ausführen, was über das Telefon nicht möglich ist. Auch die Qualität der Beratung steigert sich enorm. Auskünfte über Twitter sind fundierter, weil niemand eine Reaktion in Echtzeit erwartet. Durch den kleinen Zeitvorteil kann man viel besser auf die Ressourcen im Wissensmanagement zurückgreifen und personalisierte Auskünfte erteilen“, so die Erfahrung von Welter.
Wirtschaft/Management/Social Web/Berlin/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 05/12/2012 - Keine Kommentare
Zum Lieblingsvokabular der Manager zählen doch Ziel, Optimierung, Strategie, Change, Projekt, Performance, Evaluation und der berühmte Prozess. Eine semantische Powerpoint-Brühe, die das bürokratisch-industrielle Büroleben prägt – angetrieben von einem Gemisch aus BWL und IT, wie es Christoph Bartmann in seinem Buch „Leben im Büro“ (Hanser Verlag) ausgebreitet hat. Ein Regime der Standards, Formulare, Meetings, Organigramme und To-Do-Listen. Das Ganze wird von einem Mehltau an Sprachregelungen, Leerformeln, Zielen, Strategien und operativen Handlungsanweisungen überzogen. Wichtigtuerei, gesteuert von einem rhetorischen Autopiloten – programmiert von neunmalschlauen Consulting-Päpsten, die sich mit Binsenweisheiten über Wasser halten. Die hohle Management-Religionslehre erweist sich als Leerformel. Das inflationäre Gemurmel über Change, Turnaround, Prozessoptimierung, Reorganisation, Sanierung oder Kulturveränderung.
Wirtschaft/Kundenservice/Social Web/Apps/Self Service/Call Center/Bonn/Köln/Mainz/München
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 05/12/2012 - Keine Kommentare
Kontaktpunkte für Services werden von Kunden so wahrgenommen, wie sie von Unternehmen dargeboten werden. Die mangelhafte Social Web-Präsenz von Anbietern mit der geringen Nachfrage zu rechtfertigen, stößt auf Widerspruch: „Wenn man sich die entsprechenden Angebote in sozialen Medien anschaut, so werden sie von vielen Firmen doch nur sehr unterschwellig präsentiert und sind vielleicht nur einigen wenigen Nerds bekannt“, so Matthias Ledig, Geschäftsführer und Gründer von Social Touchpoint, im ichsagmal-Interview. Das sei kein Zufall. Dahinter stecke System. Dem Kunden werden die klassischen Kanäle wie Hotline-Dienste förmlich aufgedrängt. Soziale Medien und selbst Web-Services fristen ein eher stiefmütterliches Dasein.
Internet/Blogs/Bonn
Von David Wegener veröffentlicht am 04/12/2012 - Keine Kommentare
Was so alles passiert in der Blogosphäre.
Wirtschaft/Umwelt/Kommunen/Bundesregierung/Bundeskartellamt/Entsorgungswirtschaft/Recycling/Mittelstand/Bonn/Berlin
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/12/2012 - Keine Kommentare
Die Bundesregierung plant nun eine gesetzliche Änderung, wie ich hier schon mehrmals berichtet habe. Ablösung der Verpackungsverordnung und Ausweitung des Recyclings durch ein neues Wertstoffgesetz. Trotz der Erfolge der Wettbewerbsöffnung werde in diesem Zusammenhang von kommunalen Entsorgern und Teilen der privaten Entsorgungswirtschaft vermehrt eine Abschaffung des Wettbewerbs der dualen Systeme gefordert, führt das Bundeskartellamt aus. Sie schlagen vor, die Verantwortung für die Vergabe der Entsorgungsleistungen von den dualen Systemen auf eine „Zentrale Stelle“ oder die Kommunen zu übertragen. „Im Interesse der Bürger sollte der Gesetzgeber diesen Forderungen eine klare Absage erteilen. Eine erneute Monopolisierung der Vergabe der Entsorgungsleistungen würde nichts anderes bedeuten als eine Rückkehr zu früheren DSD-Zeiten unter einem neuen Etikett. Die Folge wären höhere Entsorgungskosten und ein Verlust an Innovationen. Die unternehmerischen Interessen der Kommunen sollten nicht über die Belange der Bürger gestellt werden”, so Mundt.
Internet/Kommunikation/Google/München/Bonn
Von Hannes Schleeh veröffentlicht am 03/12/2012 - Keine Kommentare
Der digitale Wandel macht neue Vermarktungskonzepte notwendig. Werbung nervt in den meisten Fällen und hat hohe Streuverluste. Im Internet verpufft reine Werbung noch schneller als in den klassischen Medien. Deshalb funktionieren auch Special-Interest Titel besser als Tageszeitungen. Wer kauft sich denn auch eine Fachzeitschrift in der es nur um Fotografie geht, ohne sich für Kameras, Objektive oder Programme zu Bildbearbeitung zu interessieren.
Internet/Netzpolitik/Dubai/Bonn/Berlin
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 03/12/2012 - Keine Kommentare
Wozu das Bundeswirtschaftsministerium auch mit einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz nicht in der Lage ist, leistet wcitleaks.org. Die Veröffentlichung der Delegationsmitglieder, die vom 3. bis 14. Dezember an der World Conference on International Telecommunications der ITU teilnehmen. Es ist schon wichtig zu wissen, wer die Interessen Deutschlands vertritt, denn schließlich werden in Dubai einige Attacken gegen das freie Internet geritten - nicht nur von autoritären Staaten wie Rußland, Iran, China und Saudi Arabien.
Digitale Wirtschaft/CIOs/Netzpolitik/Bonn/Düsseldorf
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 02/12/2012 - Keine Kommentare
Udo Nadolski, Geschäftsführer vom IT-Beratungshaus Harvey Nash in Düsseldorf, hat recht kompakt die digitale Agenda für CIOs auf den Punkt gebraucht: Ob es um intelligente Energienetze, Gesundheits-Apps für Smartphones oder das elektrobetriebene Auto mit Internetanschluss geht: In der aktuellen CIO-Umfrage von Harvey Nash, die weltweit durchgeführt wurde, stehen die Vernetzungseffekte, die sich auf alle Geschäfts- und Lebensbereiche auswirken, ganz oben auf der Tagesordnung der IT-Führungskräfte.
Wirtschaft/Unternehmen/Informationstechnologie/Telekommunikation/Krankenhaus/Berlin/Kopenhagen
Von David Wegener veröffentlicht am 30/11/2012 - Keine Kommentare

Die ITK-Firma Aastra hat nach eigenen Angaben ihre bislang weltweit größte SIP-DECT-Installation erfolgreich ausgerollt. Das Krankenhaus Rigshospitalet in Kopenhagen entschied sich nach einer Ausschreibung für Aastra-Technologie, insgesamt sind aktuell 3.150 Schnurlos-Telefone im Einsatz. "Sowohl im Krankenhausgebäude als auch auf dem Außengelände sind die Mitarbeiter dank 520 installierter Basisstationen jederzeit erreichbar. Eine Stärke der Kombination des offenen SIP-Standards mit bewährter DECT-Technologie ist, dass sie sowohl an den Kommunikationsservern von Aastra als auch an denen anderer Hersteller sowie an gehosteten Lösungen läuft. Das Krankenhaus Rigshospitalet wählte mit der MX-ONE allerdings eine Aastra-eigene Kommunikationsplattform", teilt das Unternehmen in einer Presseaussendung mit.
Social Web/Facebook
Von Markus Keßler veröffentlicht am 30/11/2012 - Keine Kommentare
Die Gratis-App "Defriendition" erlaubt es Facebook-Usern, nervenden Online-Freunden eine Auszeit zu verpassen - und zwar so, dass diese es auch mitkriegen. Strapaziert eine Facebook-Bekanntschaft die Geduld zu sehr, kann bei Defriendition die gewünschte Länge der Blockade ausgewählt werden, woraufhin die App eine personalisierte Nachricht an das "Opfer" schickt, wie mashable berichtet. Auf Wunsch wird die Verwarnung auch via Twitter verbreitet. Stummschalten müssen die User ärgerliche Freunde aber selber, da die App nicht über die entsprechenden Berechtigungen von Facebook verfügt.
Leistungsschutzrecht/Medien/Internet/Google/Bonn/Berlin
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 30/11/2012 - Keine Kommentare
Die Argumentation der liebwertesten Leistungsschutz-Gichtlinge ist so simpel wie bei eingeschaltetem Verstand fragwürdig, berichtet das Medienmagazin dwdl: “Google verdiene ja Geld mit journalistischen Inhalten der Verlage. Gemeint sind jene kurzen Anreißer-Texte in den Suchergebnissen von Google und Google News. Man scheint bei den Verlagen keinerlei Vertrauen in die eigenen Inhalte zu haben, sonst müsste man sich kaum darum sorgen, dass die Leser sich mit diesen Info-Häppchen in der Suchübersicht von Google zufrieden geben würden. Aber eine ohnehin schon durch den verminderten Mehrwertsteuersatz staatlich subventionierte Branche, die seit Jahren mehrheitlich das Jammern und Klagen perfektioniert statt mit Leistungen zu überzeugen oder gar zu begeistern, ist sich zur Rechtfertigung eines Leistungsschutzrechtes nicht zu schade, journalistische Grundwerte über Bord zu werfen. Willkommen in der Propaganda eines Print-Kartells – und kaum jemand empört sich hörbar öffentlich, weil die veröffentlichte Meinung abgesehen von öffentlich-rechtlichem Rundfunk und wenigen unanhängigen Bloggern und Online-Journalisten zum Kartell gehört.” Warum werden eigentlich die Redakteure in den so genannten Qualitätsmedien angehalten, für die Online-Ableger ihrer Publikationen möglichst google-optimiert zu schreiben? Sie werden angehalten, die richtigen Schlagworte in der richtigen Häufigkeit einzusetzen. Nur so schnellen die Zugriffe auf Artikel hoch und erzielen die gewünschte Aufmerksamkeit. Was zahlen eigentlich die Verleger für die Dienste von Google, die sie jeden Tag bislang kostenlos in Anspruch nehmen?
Wirtschaft/Umwelt/Abfall/Recycling/Verpackungen/Gelbe Tonne/Bonn/Berlin
Von David Wegener veröffentlicht am 30/11/2012 - Keine Kommentare
Wie beim Altpapier gibt es bei Kommunen ein wachsendes Interesse, in das Recyclinggeschäft einzusteigen, um die Wertstofferlöse zu kassieren. Das sei allerdings regelmäßig kläglich gescheitert, so der Bund der Steuerzahler. Es fehle an den nötigen Investitionen in moderne Sortier- und Recyclingtechnologien. Hier hätten die mittelständisch geprägten Unternehmen klar die Nase vorn – auch was die Vermarkung der Sekundärrohstoffe anbelangt. Es wäre schade, wenn die Kommunen jetzt einen funktionierenden Markt zerstören und den Mittelstand gefährden würden, kritisiert der Verwaltungsrechtsexperte Harald Schledorn vom Bund der Steuerzahler. Nach einem Thesenpapier der Dualen Systeme gebe es keinen Grund, die privatwirtschaftliche Organisation zu ändern. "Durch den Wettbewerb haben sich seit Einführung des dualen Erfassungssystems 1992 die Systemkosten für die Erfassung, Sortierung und Verwertung nachhaltig um mehr als 50 Prozent verringert."
Wirtschaft/Unternehmen/Messen/Webinare/Kommunikation/Social Web/Live-Hangout/Bonn
Von David Wegener veröffentlicht am 29/11/2012 - Keine Kommentare
Blecherne Stimmen, verkrampfte Moderation, kaum Interaktion und Referenten, die mit einer Flut von propagandistischen Powerpoint-Folien im sonoren Ton loslabern und wehrlose Zuschauer in den Netzschlaf wiegen: Man nennt das Ganze auch Heizdecken verkaufen über so genannte Webinare. Dabei liegen die Vorteile von Online-Präsentationen und neuen Konzepten für die Netzkommunikation auf der Hand: Man erreicht wichtige Entscheider, die über wenig Zeit verfügen. Zielgruppen können mit einem kostengünstigen Format und größerer Reichweite erschlossen werden. Man kann die Teilnehmer sogar überraschen, wenn das Programm die ausgetretenen Pfade der Frontalberieselung klassischer Tagungen verlässt. Etwas, was mit Hangout On Air beispielsweise hervorragend gelingt.
Wirtschaft/Kunden/Call Center/Social Web/VATM/Apple/Steve Jobs/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 29/11/2012 - Keine Kommentare
Egal ob Selfservice-Software oder persönlicher Dialog, ob im direkten Gespräch oder über Medien vermittelt, die “Bedienung” durch Mensch oder Maschine müsse sich für Kunden „gut anfühlen“, leicht zugänglich, offen und freundlich sein, empathisch und verständlich. Für jedes Nutzungsszenario sollte ein entsprechendes Service-Angebot vorhanden sein, um personalisierte Services zu garantieren – ohne Restriktionen und Ausreden: Zu Hause, am Arbeitsplatz, im Geschäft, unterwegs im Auto, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf dem Fahrrad oder zu Fuß. Per stationärem PC, Notebook, Telefon, Handy, Smartphone oder Tablet PC. Auf Facebook, Twitter, Google+, Blogs, Foren, Frage-Antwort-Portalen, im Chat, per E-Mail, SMS, FAQ, Apps oder über das Kontaktformular. Oder über ein intelligentes und semantisches Netz, wie es Bernd Stahl von Nash Technologies gestern in der ersten Session des Blogger Camps ausführte.
Netzkommunikation/Wirtschaft/Unternehmen/Kunden/Live-Hangout/Blogger Camp
Von David Wegener veröffentlicht am 27/11/2012 - Keine Kommentare
Man müsse den gleichen Gegenstand mit einer unterschiedlichen logischen Tiefe behandeln, fordert der Medienphilosoph Norbert Bolz. Eine Lösung sind Menüs, die eine normale Ansicht und eine Expertenansicht haben, auf die man bei Bedarf umschalten kann. So sind nur die Funktionen aufgelistet, die man auch wirklich sehen will. Generell gilt: Die Benutzeroberfläche muss klar gestaltet sein – und sie soll schön sein, damit sie Appetit auf die Anwendung macht.
Wirtschaft/Netzpolitik/Rösler/Bundeswirtschaftsministerium/Netzkommunikation/Live-Hangouts
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 27/11/2012 - Keine Kommentare
Wenn man trendig-innovativ mit Headset via Live-Hangout Vorschläge zur Reform des Medienrechts einfordert, wie es Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler auf der Bertelmann-Party im Gespräch mit dem Socal Media-Experten Hannes Schleeh getan hat, sollte man auch persönlich antworten. Im Zentrum der kleinen Unterhaltung stand die Novelle des Rundfunkstaatsvertrages, um Liveübertragungen im Internet rechtssicher zu machen. Bislang herrscht bei den Landesmedienanstalten immer noch Unklarheit, ob diese Form der Kommunikation nun als Rundfunk gewertet wird und Sendelizenzen notwendig sind oder nicht. Entsprechende Verstöße der Veranstalter könnten in einem unangenehmen Bußgeldverfahren enden. Mit einem kleinen Zusatz im Paragrafen 20 b des Rundfunkstaatsvertrages könnte dieses Hickhack beendet werden. Analog zum Webradio wäre dann nur eine Anzeigepflicht vonnöten aber nicht mehr die Beantragung einer Rundfunklizenz. Eine Referentin aus dem Hause Rösler wurde nun vorgeschickt mit der lapidaren Aussage, dass dieses Thema Ländersache sei. Ja Kruzifix. Liebwerteste Gichtlinge des Rösler-Imperiums, wir leiden nicht unter irgendeiner geistigen Unterbelichtung oder digitaler Demenz.
Netzpolitik/Berlin/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/11/2012 - Keine Kommentare
“Live Talk im Internet kommt nicht ohne Risiko”, schreibt Zeit-Online und führt weiter aus: “Denn wer für mehr als 500 Leute sendet, benötigt eigentlich eine Sendelizenz. Die Münchner Isarrunde, die bereits seit 2009 regelmäßig online über Netzthemen diskutiert, wurde deshalb im Juli als erste deutsche YouTube-Sendung als Fernsehsender lizensiert. Andere Live-Formate bewegen sich dagegen in einer rechtlichen Grauzone. ‘Auf der einen Seite formiert sich eine technologische Revolution und auf der anderen Seite wiehert immer noch der altersschwache Amtsschimmel,’ schreibt Gunnar Sohn im Magazin The European. Er hat selbst (und natürlich in erster Linie Hannes Schleeh, gs) Erfahrungen mit den Landesmedienanstalten gesammelt, als er Ende August das erste virtuelle Bloggercamp mit ins Leben rief, eine Konferenz, die über einen Tag verteilt in mehreren vorher angekündigten Panels den Internet- und Medienwandel behandelt. Ende November wird die nächste Ausgabe stattfinden. Die Macher sind vom Potenzial der Hang-Outs überzeugt. Und auch davon, dass sich Videochats in den nächsten Jahren rasant weiterentwickeln”, so Zeit-Online. Der Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler forderte Hannes Schleeh auf, einen Reformvorschlag für den Rundfunkstaatsvertrag zu machen und ließ dann eine Referentin seines Ministeriums auf das übermittelte Papier antworten. Tenor: Dafür sind wir nicht zuständig. Warum dann diese Show, Herr Minister?
Wirtschaft/Unternehmen/Verbraucher/Mobiles Internet/App-Economy
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 21/11/2012 - Keine Kommentare
Die App ist nicht tot, wie es das Digitale Quartett als These diskutierte, sie war wohl noch nie so richtig lebendig. Zu dieser Einschätzung neigt jedenfalls Bernd Stahl, Netzwerkspezialist von Nash Technologies in Stuttgart. Ein Versprechen habe die App-Economy bislang nicht eingelöst: “Die Kombination von Apps zu größeren Applikationen. Da ist noch nichts passiert. Jede App ist autark und macht nicht viel mit anderen Diensten. Es gibt zwar einige einfache Kombinationen wie den Kalender auf dem iPhone. Aber so richtig begeistert hat mich das nicht. Man sieht nichts von komplexeren Software-Architekturen wie man das in der traditionellen Software-Entwicklung kennt. Da ist noch ziemlich viel Luft nach oben. Die Frage ist, ob die App-Anbieter sich überhaupt in diese Richtung bewegen”, so Stahl.
Internet/Netzpolitik/UNO
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 21/11/2012 - Keine Kommentare
Autoritäre Staaten wie China und Russland versuchen mit aller Macht, in den Cyberspace einzugreifen. Bislang läuft die Ressourcenverwaltung im Internet nach dem Multi-Stakeholder-Modell, bei dem entsprechende Regeln von allen beteiligten und betroffenen Gruppen - Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft, technische Community, Regierungen - in einem kollaborativen, transparenten und offenen Verfahren entwickelt werden. Autoritäre Geister fühlen sich in ihren Kabinettsstuben aber nur wohl, wenn die Öffentlichkeit abgenabelt wird. So kann sich Macht besser entfalten. Diese Suppe sollten wir den Hausordnungs-Volkspolizei-Apologeten versalzen – auch in Dubai.
Wirtschaft/Unternehmen/Gesundheit/Medizin/Altenpflege
Von David Wegener veröffentlicht am 21/11/2012 - Keine Kommentare
Auf der Agenda des Anwendertreffens in Berlin stehen Vorträge zu den Themen Qualitätscontrolling, Belegung, Kassenbuch, Datenschutz und Sicherheit. Der Theorie folgen Praxis-Workshops zur Rechnungsprüfung und zum Qualitätscontrolling. Es richtet sich an die Altenheim- und Pflegebranche, Pflege- oder Heimleitung, Verwaltung und Pflegefachkräfte.
Netzpolitik/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 19/11/2012 - Keine Kommentare
Wer hat künftig das Sagen im Netz. Eine Frage, die c´t-Online Talk am Samstag im Deutschlandradio verhandelt wurde, so ab der 35. Sendeminute (wenn ich das richtig in Erinnerung habe). Moderiert von Philip Banse. Zu Gast waren Jürgen Kuri, Falk Lüke und Christoph Kappes.
Politik/Umwelt/Verbraucher/Handel
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/11/2012 - 4 Kommentar(e)

Liebwerteste Gichtlinge von Redcoon – auch die Spedition, Fahrer und das eigene Hotline-Personal sind Teil der Service-Erlebniswelt des Kunden. Wenn an dieser kleinen Stellschraube bei einer so profanen Frage wie der Rücknahme der Transportverpackung nicht nur der Kundendienst ad absurdum geführt wird, sondern auch Bußgeldverfahren eingeleitet werden, läuft in diesem Laden wohl nicht nur der Lieferservice schief.
Politik/Wirtschaft/Internet/IT-Gipfel
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 14/11/2012 - Keine Kommentare

Männer in dunklen Anzügen gaben sich in Essen ein Stelldichein und scharten sich um eine Dame im Hosenanzug: Man nennt das Spektakel auch “Nationaler IT-Gipfel”, der jährlich in einer anderen Stadt zelebriert wird. Organisiert vom Bundeswirtschaftsministerium, veredelt mit weihevollen Auftritten des Bitkom-Präsidenten und der Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Politik/IT/Wirtschaft/Unternehmen/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/11/2012 - Keine Kommentare
Medien/Netzkommunikation/Rundfunkstaatsvertrag
Von David Wegener veröffentlicht am 12/11/2012 - Keine Kommentare
Da es völlig unrealistisch ist, mit einem großen Wurf für eine Novelle des sehr trägen Rundfunkstaatsvertrages mit seiner sehr föderalen Prägung zu sorgen, schlagen die Blogger Hannes Schleeh und Gunnar Sohn dem Bundeswirtschaftsminister eine schlanke Lösung vor: Integration von Livestreaming via Video in den § 20b des Rundfunkstaatsvertrages analog Webradio. Bisherige Fassung inklusive Änderungsvorschlag: § 20b Hörfunk und Livestreaming via Video im Internet
Wer Hörfunkprogramme und Livestreaming via Video ausschließlich im Internet verbreitet, bedarf keiner Zulassung. Er hat das Angebot der zuständigen Landesmedienanstalt anzuzeigen. Im Übrigen gilt § 20a entsprechend. Zudem sollte in §2 Absatz 3 einfach nicht mehr von 500 potenziellen Nutzern gesprochen werden. Potenziell – siehe die Ausführungen von Schwenke – einfach streichen. Mit zwei kleinen Änderungen der Stellschrauben im Rundfunkstaatsvertrag sorgt der Gesetzgeber für Rechtsklarheit und fördert damit die Entfaltung eines sehr innovativen Dialogformats im Netz.
Medien/Social Web/Google Plus/Hangout On Air
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/11/2012 - Keine Kommentare

Beim Besser Online-Kongress des DJV im Sommer hatte der Berater Christoph Salzig auf eine unterschätzte Größe bei Google Plus hingewiesen: Hangout On Air. Hier könnten sich ganz neue Formate zur Einbindung der Netzöffentlichkeit entwickeln. Den Livestreaming-Dienst wertet der Social Media-Experte Hannes Schleeh gar als Killerapplikation für Google. Und er hat recht. Beim heutigen Social Media Breakfast von Harvey Nash in München haben wir das unter Beweis gestellt. Es ging um den Einfluss von sozialen Medien auf die Unternehmensorganisation im allgemeinen und der IT im speziellen. Die zweistündige Veranstaltung war nicht nur kurzweilig, sie war meinungsfreudig, kontrovers und interaktiv.
Social Media/Das virtuelle CIO-Gespräch
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 08/11/2012 - Keine Kommentare
Wie die Prozessdiktatur von IT-Systemen zur Offenheit des Social Webs passt, diskutiere ich morgen in einer illustren Runde beim Social Media Breakfast von Harvey Nash. Hauptredner Mirko Lange, Geschäftsführer von talkabout. talkabout-Geschäftsführer Mirko Lange als Hauptredner. Für die Liveübertragung sorgt Hannes Schleeh als Mister Hangout On Air. Den Stream kann man sich von 9 bis 11 Uhr im Blog "Das virtuelle CIO-Gespräch" anschauen. Hashtag für Twitter-Zwischenrufe während der Liveübertragung #socialbreakfast
Medien/Google/Youtube/Hangout On Air
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 05/11/2012 - Keine Kommentare

In der zweiten Session des Blogger Camps Ende Oktober äußerten sich die Teilnehmer des Live-Hangouts zu der Frage, welche Branchen, Berufe sowie Unternehmen von der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung weggespült werden. Ziemlich einig war sich die Runde in den düsteren Prognosen bei der klassischen Tageszeitung, die sich in ihrer herkömmlichen Form nicht mehr halten kann und vielleicht nur als Begleitmedium überleben kann, wie Heinrich Bruns meinte. Auch Lars Mensel vom Debattenmagazin “The Euorpean” betonte, dass man Meldungen an jeder Ecke des Internets abrufen könne. Für tägliche erscheinende Printmedien gebe es da wenig zu holen. Hintergrundmagazine mit einer etwas längeren Halbwertzeit hätten bessere Karten. Firmen wie Apple, Amazon und Google, die eigentlich aus der IT-Ecke kommen, drängen verstärkt in branchenfremde Segmente. Blicklog-Blogger Dirk Elsner erwähnte die Angebote von Amazon und Google im Firmenkreditgeschäft. Banken würden hier keine Zuwächse mehr verzeichnen. Ich selbst führte das vernetzte Auto an.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Social Web
Von David Wegener veröffentlicht am 02/11/2012 - Keine Kommentare

Hat die IT-Branche wirklich verstanden, was sich über Apps, Social Web, Cloud, Smartphone, Tablett-PC, mobiles Internet so alles ändert? Da dominierten bislang rieisge Projekt-Trümmer, wie Professor Lutz Becker von der Karlshochschule treffend bemerkt: „Jetzt hat man eine stabile Infrastruktur und drum herum Satelliten, die sehr anpassungsfähig sind – nämlich Applikationen. Apps passen sich perfekt dem eigenen Nutzungsverhalten an. Genau diesen Aspekt hat die IT-Branche lange Zeit vernachlässigt. Und wir sind noch in der Lernphase.“ Und Harald Henn, Geschäftsführer von Marketing Resultant, meint zu diesem Thema: “Der jetzigen Generation an Management und IT-Verantwortlichen fehlt die Vorstellungskraft und der Mut, sich eine App-Welt zu denken. Im Weltbild einer zentral gesteuerten IT Landschaft haben Satelliten-Anwendungen, die sich verselbständigen – noch – wenig Platz. Die Wirklichkeit im Markt und bei den Kunden schreitet viel schneller voran als die IT-Wirklichkeit in den Unternehmen. Das ist eine völlig ungewohnte Situation für die Unternehmen. Und dabei stehen wir erst am Anfang.” "Da lohnt doch eine intensive Diskussion, die ich jetzt regelmäßig in einer neuen Veranstaltungsreihe führen möchte: Im virtuellen CIO-Gespräch. Mit Interviews, Gastbeiträgen, Blogparaden, virtuellen Roundtable-Gesprächen, Veröffentlichung von Studien, Disputationen, Prognosen, Umfragen und vieles mehr. Einige Verbände, Unternehmen und Blogger haben schon Interesse an dieser Geschichte signalisiert", so ichsagmal.com-Blogger Gunnar Sohn.
Politik/Wirtschaft/Recycling/Umwelt
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 31/10/2012 - Keine Kommentare

Der Streit über die Einführung einer Wertstofftonne zur Erweiterung der bisherigen Sammlung von Verpackungsabfall sorgt weiter für Zoff. Die Kommunen wollen am liebsten alles in eigener Regie organisieren und einen von der privaten Recyclingwirtschaft aufgebauten Markt beerben. Die Wirtschaft wiederum versucht, mit Kompromissangebote etwas Luft aus dem Kessel zu lassen, was den Kommunen nicht reicht und bei der Entsorgungswirtschaft auf heftigen Widerstand stößt. Stein des Anstoßes ist ein Paiper von der Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt (AGVU) – seit der Geburtsstunde der Verpackungsverordnung zählt die Organisation zur Denkfabrik des Systems der Gelben Tonnen und Säcke. Kern des Modells, das mit anderen Wirtschaftsverbänden erarbeitet wurde, ist der Vorschlag, den Kommunen im neuen Wertstoffgesetz ein Privileg bei der Erfassung der Wertstoffe einzuräumen. Die Veröffentlichung sorgte bei privaten Entsorgern wie Remondis, Zentek, Alba und deren Tochter Interseroh für massive Verärgerung. Sie sind deshalb nach Informationen des Fachdienstes Euwid fristlos aus der AGVU ausgetreten.
Wirtschaft/Unternehmen/Medien/Kundenservice/Social Web
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 30/10/2012 - Keine Kommentare

Bonn - Pünktlich zu Halloween gibt es nämlich eine gar nicht mehr so überraschende Entdeckung, die das Unternehmen Genesys gemacht hat – übrigens ein Anbieter für Technologien in der Kundenkommunikation – die müssen es ja wissen. Es ist der Sozialvampir. Zu dieser Jahreszeit denkt man unweigerlich an dunkle, kalte Nächte, in denen blutsaugende Kreaturen wie dereinst Klaus Kinski in Nosferatu oder Graf von Krolock in Tanz der Vampire bei Vollmond in unsere Schlafzimmer schleichen. Nun gibt es eine moderne, besonders bösartige Variante dieser Blutsauger, die keinesfalls Schlafzimmer betreten und denen man auch nicht mittels Knoblauch oder Kreuzzeichen zu Leibe rücken kann: Die Rede ist vom „Sozialvampir“, einer Web-Weiterentwicklung des Trolls, der in den sozialen Netzwerken à la Facebook entstanden ist. Und diese Spezies quält ausschließlich Unternehmen. Dieser Sozialvampir will Blut sehen: Am besten die Hauptschlagader der Unternehmen. Diese Vampire hinterlassen tödliche Bisswunden in dem Markenauftritt der Anbieter. Kaum glaubt man, sie losgeworden zu sein, stehen sie erneut von den Toten auf. Und sie jagen ihre Opfer auf den sozialen Kommunikationswegen – ob Facebook, Twitter oder Kundenforen. Der Sage nach werden von Vampiren Gebissene desgleichen zu Vampiren. Im Unterschied dazu sind Sozialvampire Geschöpfe, die das Unternehmen selbst hervorgebracht hat. Es sind Kunden, die sich gegen das Unternehmen wenden und sich daran gütlich tun. Doch warum entwickelt ein Kunde soziale Reißzähne? Warum will er den Firmen sprichwörtlich an die Gurgel gehen?
Netzpolitik/Informationsfreiheitsgesetz
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 29/10/2012 - Keine Kommentare

Was wurde vom BMI nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zu Online-Durchsuchungen bei der Firma DigiTask in Auftrag gegeben? Ist der Auftrag im Wege der freihändigen Vergabe vergeben worden? Und wenn ja, warum? Der Auftrag bei der Vergabe beinhaltet ja auch den Leistungsumfang der Programmierung. Dann bekommt man die Leistung geliefert, es kommt zur Abnahme der Leistung und schließlich wird die Rechnung nach der Freigabe bezahlt. Wenn also nach 2008 Funktionälitäten bei DigiTask abgerufen wurden, die gegen das Verfassungsgerichtsurteil verstoßen, ist es schlichtweg egal, wie der Staatstrojaner zum Einsatz kam. Entscheidend ist die Wunschliste der Sicherheitsbehörden, die mit dem Einkauf der Leistungen erfüllt wurde. Und genau dieser Anforderungskatalog interessiert mich.
Und dann noch eine Frage zur Industriepolitik:
Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in Zusammenarbeit mit der IW Consult GmbH eine Studie zur “Messung der industriellen Standortqualität in Deutschland” vorgelegt. Nach welchen Kriterien hat das Ministerium das Institut der deutschen Wirtschaft ausgewählt? Gab es eine öffentliche Ausschreibung? Und wenn ja, warum wurde das IW mit der Studie beauftragt? Was hat das Ministerium für diese Studie bezahlt?
Wirtschaft/Verbraucher/Kundenservice/Internet/
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 28/10/2012 - Keine Kommentare

Die Kontaktpunkte im Netz zwischen Unternehmen und Kunden sollten vor allem einfach gestaltet sein. Das fordert Andreas Bock, verantwortlich für Social Media Sales & Service Internet bei der Telekom Deutschland: "Führen Sie sich immer wieder vor Augen, dass das Internet eine große Maschine ist, mit der sich unzählige Organisationen und Menschen informieren, kommunizieren und sich unterhalten." Im Internet der Dinge werde das alles vernetzt - vom Auto über den Kühlschrank bis zur Steckdose. Für Unternehmen sei dies die perfekte Gelegenheit, um einfach direkten Kontakt zum Kunden aufzubauen. Dem Fachmann nach sollten Konzepte so einfach wie Kaugummi-Automaten sein: spielerisch-unterhaltsam und informierend wie das KIKA-Fernsehen. Zudem sollten die Knotenpunkte zum Kunden optimiert für den Nutzungskontext wie eine Blitzerwarner-App sein - vernetzbar mit allem und jedem durch Teilen und Abonnieren. Auch das Werten und Kommentieren mit Lese- und Schreibrechten für alle mit eingebauten Feedback-Mechanismen als Service-Sensorium ist für Bock von Vorteil. Erst auf diese Weise werde der Kundenservice zum "Design-Objekt" und zur "Handwerkskunst" für die Gestaltung von Maschinen-Service sowie Social Web-Kommunikation. "Kunden möchten dort, wo sie beim Unternehmen mit einem Anliegen 'landen', sofort die Wegweiser finden, wo es langgeht. Sie möchten wissen, ob sie auf dem richtigen Weg sind. Sie möchten schnell zum Ziel kommen und mühelos das Anliegen erledigen, um danach mit einem guten Gefühl 'weiterzureisen'", schreibt Bock in seinem Opus "Kundenservice im Social Web".
Wirtschaft/Politik/Industrie/Dienstleistungen
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/10/2012 - Keine Kommentare
Wolf Lotter und die Dampfmaschinen-Ideologie der liebwertesten Industrie-Gichtlinge.
“Die Re-Industrialisierung hat vom Ton her etwas reaktionäres und gehört zur Vorstellungswelt der Volksparteien, die sich hier sehr einig sind. Sie sind in der Industriegesellschaft geboren worden und sind mit der Kultur der Industriegesellschaft eng verhaftet. Sie haben ein mechanistisches Menschenbild und gehen davon aus, dass Fabriken leichter zu kontrollieren sind. Mit der neuen Welt der Wissensgesellschaft können sie sich nicht anfreunden. Die deutsche Volkswirtschaft zählt zu den vier größten Industrienationen. Das ist nicht zu bestreiten. Allerdings liegt der Anteil der Industrie an der Wertschöpfung des Bruttoinlandsproduktes bei 20,7 Prozent. Das repräsentiert gerade mal ein Fünftel der Wirtschaftsleistung, aber 100 Prozent des Theaters, weil Politiker und Verbandsfunktionäre ihre Macht nicht aufgeben wollen und in dieser alten Welt ihre Erfüllung sehen. Man sollte die Industriegesellschaft nicht dividieren. In der Industrie haben wir Leute, die klug genug sind um zu wissen, dass es nicht darum geht, einen Begriff zu erhöhen. Es geht darum, mit Wissen bessere Dienstleistungen und Produkte herzustellen. Es ist vollkommener Unsinn, wenn die Politik sich immer noch auf das mechanistisch Anfassbare kapriziert. Das beweist, dass der durchschnittliche deutsche Politiker ein Beamter ist, wie Frank-Walter Steinmeier – ein Berufsbeamter, der von der Ökonomie und von der Praxis keine Ahnung hat”, so Wolf Lotter im ichsagmal-Interview.
Wirtschaft/Verbraucher/Technik
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/10/2012 - Keine Kommentare

Die Technologie werde immer komplexer – das dürfe nicht auf dem Rücken der Kunden abgeladen werden, fordert Aastra-Deutschlandchef Jürgen Signer: „Die einfache Bedienbarkeit der Systeme, die wir anbieten, ist das wichtigste Kaufkriterium unserer Geschäftskunden. Das gilt vor allem für die Installation und für die Benutzeroberfläche. Was sich unter der Haube abspielt, ist die Sache unserer Entwickler und darf den Anwender nicht belasten“, sagt Signer. Man braucht deshalb Menschen, die sich in unterschiedlichen Welten bewegen können. „Der Philosoph Ludwig Wittgenstein sagte: ‚Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.‘ Darin kommt all das zum Ausdruck, worum es eigentlich geht. Ingenieure leben in einer anderen Welt als Verkäufer und Konsumenten. Und jeder spricht seine eigene Sprache. Hier könnte ein neues Berufsbild entstehen für Fachleute, die diese verschiedenen Welten vereinen“, resümiert die freiberuflich beratende Ingenieurin Anett Dylla.
Politik/Abfall/Müll/Entsorgung/Recycling
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 25/10/2012 - Keine Kommentare
Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) ist nach einem Bericht des Fachdienstes Euwid beim geplanten Wertstoffgesetz gegen einen „vermeintlich kommunalfreundlichen Kompromiss“, der den Kommunen die Einsammlung großzügig überlässt und die Wertstoffe ab der Sortierung und Verwertung in private Hände geben will. Das sieht die Recyclingwirtschaft anders: In einem Schreiben an den EU-Kommissar für Wettbewerb, Joaquin Almunia, kritisieren sechs deutsche Wirtschaftsverbände die im Kreislaufwirtschaftsgesetz vorgeschriebenen „umfassenden Überlassungspflichten für Abfälle aus privaten Haushalten“ und die restriktiven Regelungen zur gewerblichen Sammlung getrennt erfasster Verwertungsabfälle. Gewerbliche Sammlungen könnten danach zum eigenen Vorteil von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern untersagt werden. Die Überlassungspflicht schaffe, so die einhellige Bewertung seitens der Verbände, ein Monopol für die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger. Die Regelungen zur Zulässigkeit gewerblicher Sammlungen versetzen die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger in die Lage, ihre marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen und private Unternehmen vom Markt für Verwertungsabfälle und für Entsorgungsdienstleistungen zu verdrängen. In erster Linie würden Kommunen das Geld sehen, kritisiert der Bonner Abfallexperte Sascha Schuh von der Beratungsfirma Acson.
Medien/Blogger Camp
Von David Wegener veröffentlicht am 24/10/2012 - Keine Kommentare
Politik/Wirtschaft/Industrie/Dienstleistungen
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 22/10/2012 - Keine Kommentare

Vielleicht sollten wir endlich mal kapieren, dass es keinen Sinn macht, Industrie gegen Dienstleistungen auszuspielen oder auf Immobilienblasen und die Spekulatius-Casino-Kapitalisten-Zockerboys zu reduzieren. Zukunftsfähig werden beide Sektoren nur in einer vernetzten Ökonomie sein. Da hätte die Industrie auch noch einiges zu tun, etwa beim Aufbau einer leistungsfähigen Infrastruktur für die Entfaltung der Digitalisierung in Deutschland. So steigt in Europa die Zahl der Glasfaseranschlüsse für schnelles Internet exorbitant an – nur nicht bei uns. “Im Ranking der EU27+9-Länder liegen Litauen mit einer Anschlussquote von 30 Prozent der Haushalte, Norwegen (18 Prozent) und Schweden (14,5 Prozent) an der Spitze. Insgesamt 22 Länder bringen es auf eine FTTH/B-Anschlussquote von mehr als einem Prozent. Deutschland und England gehören nicht dazu, erstmals jetzt aber Luxemburg (1,5 Prozent) und Spanien (1,4 Prozent)”, schreibt heise.de. Ein Trauerspiel, das auch irgendwann zu volkswirtschaftlichen Verwerfungen führen kann. Siehe dazu auch: VATM-Studie: Zur Lage der TK-Dinosaurier – Warum Apple und Google besser sind. Den kompletten Beitrag findet man unter: Mit Maschinen gegen die Krise? Über die Schrauben-Dübel-Logik von Herrn Steinmeier.
Das Thema möchte ich in einem Beitrag am Freitag vertiefen. Statements, Studienhinweise, kritische Kommentare zu meiner Einschätzung bitte bis Donnerstagabend hier als Kommentar posten, in eigenen Blogpostings aufgreifen oder mir per Mail schicken: gunnareriksohn@gmail.com. Telefoninterviews oder Live-Hangouts sind natürlich auch machbar. Das Ganze könnte natürlich auch noch eine Rolle bei der zweiten Session des virtuellen Blogger Camps am Mittwoch um 19,30 Uhr spielen: Von der zerstörerischen Kraft der digitalen Dauerdisruption.
Wirtschaft/Telekommunikation/Informationstechnologie/Kundenservice/Mehrwertdienste
Von David Wegener veröffentlicht am 19/10/2012 - Keine Kommentare

Eine Vernetzung in der Kundenkommunikation findet nur selten statt. Da weiß die eine Hand nicht, was die andere macht. Von einer in sozialen Netzwerken gelebten Kultur der Offenheit, Beteiligung und des Dialogs auf Augenhöhe sind die Service-Organisationen so weit entfernt, wie der Papst von der Abschaffung des Zölibats. „Dabei bieten die im Social Web gebotenen Technologien immer mehr Möglichkeiten, eine Enterprise 2.0-Organisation auf die Beine zu stellen, um intelligenter, personalisierter und direkter mit den Kunden in Kontakt zu treten“, sagte Netzwerkexperte Bernd Stahl von Nash Technologies beim Vorbereitungsgespräch auf das Blogger Camp.
Wirtschaft/Unternehmen/Messe/Content Management/Dokumenten Management/Cloud Computing/Digitale Kommunikation
Von David Wegener veröffentlicht am 18/10/2012 - Keine Kommentare

Die Aussteller der DMS EXPO in Stuttgart rechnen in der kommenden Woche mit einem deutlichen Besucherwachstum. Auf Europas Leitmesse für Enterprise Content (ECM) und Dokumenten Management (DMS) werden mit De-Mail, Cloud-Lösungen und softwaregestützter Prozess-Automatisierung viele visionäre Themen im Fokus stehen. Deutsche Technologie-Unternehmen genießen weltweit einen guten Ruf, wenn es um den Einsatz von Automatisierungs-Lösungen für Dokumente, E-Mails und Web-Anfragen geht. So hat die Kölner Firma Ityx, Spezialist für lernfähige ECM-Software, Repräsentanzen in den USA und Brasilien eröffnet. Auf der DMS EXPO stellen die Kölner Lösungen und Dienste für die Erfassung, Klassifikation und Verarbeitung von Dokumenten vor. „Vor allem die digitale Post wird frischen Wind in die DMS-Branche bringen. Mit der De-Mail bietet die Deutsche Telekom einen neuen Dienst für die rechtssichere Übertragung von Nachrichten und Dokumenten zwischen Verbrauchern, Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung an", so der Ausblick von Ityx-Vorstandschef Süleyman Arayan. Sein Unternehmen zählt zu den De-Mail-Lösungspartnern.
Forschung/Technologie/Medien/Kommunikation
Von Andreea Iosa veröffentlicht am 16/10/2012 - Keine Kommentare
Narzissten verwenden Facebook, um sich selbst als besonders darzustellen. Das Thema Selbstverliebtheit unter Personen der "Generation Me", also jene, die zwischen 1980 und 1990 geboren wurden, ist seit Längerem in Diskussion. Mehrere Studien belegen, dass diejenigen, die bei Fragebögen über Narzissmus eine hohe Punktezahl erreichen, auch mehrere Freunde auf der Plattform haben. Sie markieren sich selbst außerdem häufiger auf Fotos und verändern permanent ihren Status. "Es gibt zwei Funktionen, die über Facebook ermöglicht werden. Einerseits die Selbstdarstellung und andererseits, sich mit Freunden und Bekannten zu verbinden und das Leben zu teilen", stellt Psychotherapeut Martin Gostentschnig im Gespräch mit pressetext fest. Ein Narzisst würde die Plattform hauptsächlich dazu nutzen, um sich selbst darzustellen beziehungsweise sich über andere zu stellen. "In diesem Fall bekommt Facebook einen kompetitiven Charakter", ergänzt er.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/10/2012 - Keine Kommentare

Und es setzt zunehmend auch die CIOs unter Druck, wie ich heute in einer Meldung für die Nachrichtenagentur pte geschrieben habe. Rechner wandeln sich immer mehr zu sozialen Maschinen und zu ständigen Begleitern im Berufs- und Privatleben. “Das digitale Mitmachmedium Internet erklärt sich an allen Ecken und Enden von selbst und hat das Wissen über Informationstechnik demokratisiert. Smartphones mit Apps verstärken diese Entwicklung”, so brand-eins-Redakteur Thomas Ramge. Für die Unternehmen ergeben sich so völlig neue Herausforderungen, um Kunden dort abzuholen, wo sie viel Zeit verbringen. Laut den Experten diktieren Nutzer immer mehr, wo es in der IT-Welt langgeht. Die Zeiten seien vorbei, in denen an jedem Server-Raum ein großer Zettel mit der Aufschrift hing “Bitte nicht anfassen!”. Antiquiert sei die elitäre Ingenieursdenke, die man in der IT immer noch vorfinde. Spezialistengehabe in Kombination mit unverständlichem Techno-Kauderwelsch beeindrucke längst nicht mehr. Der Vergleich zeige den Unterschied: Früher dominierten Lasten- und Pflichtenhefte beim Bau von neuen IT-Systemen den Arbeitsalltag. Der Nutzer war in diesem Szenario nur ein Störfaktor. Das alles habe sich inzwischen stark gewandelt.
Medien/Kommunikation/Politik/Recht
Von Sebastian Köberl veröffentlicht am 15/10/2012 - Keine Kommentare
Die zwei großen politischen Lager in den USA zeichnen sich nicht nur durch ihre ideologischen Gegensätze aus, sondern auch durch ihre Unterschiede im TV-Konsum. Die Wahl des Fernsehprogramms von Demokraten und Republikanern orientiert sich an deren politischer Grundüberzeugung. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Medien- und Marktforschungsunternehmens TRA. Dabei wurde über sechs Monate hinweg die Wahl des TV-Programms von 186.000 Haushalten mit registrierten Wählern beobachtet. Dass in den USA manche Medien und Nachrichtenkanäle ein Naheverhältnis zu einer der beiden Parteien haben, ist hinlänglich bekannt. Insbesondere in Wahlkampfzeiten wird dies heiß diskutiert und hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Wahlausgang. Doch die Unterschiede in der Wahl der konkreten TV-Show oder Sendung sind verblüffend. Die Studie hat für die jeweilige politische Couleur die 20 beliebtesten Sendung eruiert. Besonders pikant: Keine der meistgesehensten Shows schaffte es dabei auf beide Listen. Trotz der Mentalitätsunterschiede zwischen Demokraten und Republikanern ist dieses Ergebnis durchaus überraschend.
Forschung/Technologie/Produkte/Innovationen
Von Andreea Iosa veröffentlicht am 15/10/2012 - Keine Kommentare
Navigations-Apps sollen künftig in Autos eingebaut werden. Die Software soll über Android und iPhone nutzbar gemacht werden. Da Navigationssysteme, die zusätzlich in das Armaturenbrett eingebaut werden, überaus kostspielig sind, benutzt eine große Anzahl an Menschen Smartphone-Apps, da diese wesentlich günstiger oder sogar gratis sind. Was die Nutzer bei Navigations-Apps kaum bedenken, ist die Gefahr, über das Handy zu navigieren, da sie permanent ihren Blick von der Straße nehmen müssen. Das Smartphone am Armaturenbrett sicher zu befestigen, verlangt wiederum ein Gewirr aus Kabeln. Autohersteller wollen nun Navigations-Apps im direkten Blickfeld des Fahrers einbauen. Die Apps sollen über ein integriertes Display mit dem Handy verbunden werden und demnächst in zwei Automobilmarken eingebaut werden. Auch die Sprachbefehle sollen handfrei genutzt werden und über das gesamte Soundsystem im Auto gehört werden. Ebenfalls sollen Stauinformationen, Blitzer und weitere Warnungen dem Fahrer nahegebracht werden.
Wirtschaft/Unternehmen/Politik/Energie/Umwelt
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 15/10/2012 - Keine Kommentare

Wer die Energiewende, Ökostrom und das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) als “Planwirtschaft” tituliert, wie FAZ-Wirtschaftsredakteur Holger Steltzner, sollte in seiner Kurzsichtigkeit die Geschichte der Stromindustrie in Deutschland nicht ausblenden. Peter Becker hat den Aufstieg der deutschen Stromkonzerne fein säuberlich dokumentiert. Werner Siemens, Erfinder des Dynamos, Walter Rathenau, Gründer der AEG, und Hugo Stinnes, Zechenerbe, der mit einem genialen Coup das Rheinisch-Westfälische Elektricitätswerk, RWE, waren so mächtig, dass sie bis ins Dritte Reich hinein das Entstehen rechtlicher Regeln verhindern konnten, die sie bei ihren Kartellabsprachen nur behindert hätten. Die Erklärung ist einfach: Sie gehörten, wie auch die Stadtwerke, weit überwiegend dem Staat, der natürlich kein Interesse hatte, seine Wirtschafttstätigkeit einzuengen. Die Energiewirtschaft in Deutschland funktionierte also nie nach Wettbewerbsregeln, sondern wurde machtpolitisch mit staatlicher Hilfe am Leben gehalten. Das hat sich bis heute nicht geändert und hat nur wenig mit dem EEG zu tun. So wurde im Juni des vergangenen Jahres mit den Stimmen von von CDU/CSU und FDP ein Gesetz beschlossen, wonach Unternehmen mit hohem Energieverbrauch wesentlich weniger für die Nutzung des Stromnetzes zahlen müssen als private Haushalte oder kleine Betriebe. “Energieintensive Unternehmen, die mindestens 7.000 Stunden im Jahr Strom beziehen und mehr als 10 Gigawatt verbrauchen, zahlen für die Nutzung des Stromnetzes sogar gar nichts mehr. Von der Befreiung begünstigt sind große Aluminium- und Stahlhütten, Papier-, Glas- oder Zementhersteller und auch große Rechenzentren”, berichtet der Deutschlandfunk in seinem Beitrag: “Null Euro Netzgebühr für große Stromverbraucher”.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 15/10/2012 - Keine Kommentare

Die Kontaktpunkte im Netz zwischen Unternehmen und Kunden sollten vor allem einfach gestaltet sein, so das Credo von Andreas Bock, verantwortlich für Social Media Sales & Service Internet bei der Telekom Deutschland: „Führen Sie sich immer wieder vor Augen, dass das Internet eine große Maschine ist, mit der unzählige Organisationen und Menschen sich informieren, kommunizieren und sich unterhalten. Diese Maschine hat viele Schnittstellen in Form von Schreibtisch-Rechnern, Tablet-Computern, Smartphones, Internet-Fernsehern und Spielkonsolen.“ Im Internet der Dinge wird das alles vernetzt – vom Auto über den Kühlschrank bis zur Steckdose. Das Ganze sollte verständlich und leicht bedienbar sein wie ein Kaugummi-Automat, spielerisch-unterhaltsam informierend wie KIKA-Fernsehen, optimiert für den Nutzungskontext wie eine Blitzerwarner-App, vernetzbar mit allem und jedem durch Teilen und Abonnieren, werten und kommentieren mit Lese- und Schreibrechten für alle, mit eingebauten Feedback-Mechanismen als Service-Sensorium und verschlagwortet für das eigene und gemeinschaftliche Sortieren. So werde Kundenservice zum „Design-Objekt” und zur „Handwerkskunst” für die Gestaltung von Maschinen-Service sowie Social Web-Kommunikation. „Kunden möchten dort, wo sie beim Unternehmen mit einem Anliegen ‚landen’, sofort die Wegweiser finden, wo es langgeht. Sie möchten wissen, ob sie auf dem richtigen Weg sind. Sie möchten schnell zum Ziel kommen und mühelos das Anliegen erledigen, um danach mit einem guten Gefühl ‚weiterzureisen’“, schreibt Bock in seinem Opus “Kundenservice im Social Web“.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Netzpolitik
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/10/2012 - Keine Kommentare
Soziale Netzwerke und neue Technologien verändern die Kommunikation im Geschäftsleben grundlegend: „Es beschleunigt nicht nur den Informationsaustausch drastisch, sondern auch die gemeinsame Ideenfindung. Schon jetzt wirken sich soziale Medien, mobile Geräte und Cloud Computing erheblich darauf aus, wie Produkte und Dienstleistungen auf den Markt gebracht und Unternehmen strukturiert werden“, sagte Google-Manager Michael Korbacher auf einer Fachtagung, die der Münchner Kreis organisierte. Nachzulesen in meiner heutigen Kolumne für Service Insiders: Rechner als soziale Maschinen: Über das neue Rollenverständnis der CIOs. Das hat auch Auswirkungen auf die technische Infrastruktur und die Rolle der CIOs im Unternehmen. Rechner wandeln sich immer mehr zu sozialen Maschinen und zum ständigen Begleiter im Berufs- sowie Privatleben, wie die Zeitschrift brand eins in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet: „Das digitale Mitmachmedium Internet erklärt sich an allen Ecken und Enden von selbst und hat das Wissen über Informationstechnik demokratisiert. Die Smartphones mit ihren Apps verstärken diese Entwicklung“, schreibt brand eins-Redakteur Thomas Ramge.
Unternehmen/Finanzen/Bildung/Karriere
Von Sebastian Köberl veröffentlicht am 12/10/2012 - Keine Kommentare
Immer mehr Unternehmen nutzen Online-Karrierenetzwerke, um an geeignetes Personal zu gelangen. Insbesondere den Plattformen LinkedIn und Xing kommt bei der Mitarbeitersuche 2.0 eine wesentliche Bedeutung zu. Im Gegensatz zu früher werden Headhunter und Personaler immer aktiver und einfallsreicher. Sie sprechen High Potentials direkt an, mit dem Ziel, sie anderen Firmen abzuwerben. Die Suche nach geeignetem Personal ist für zahlreiche Unternehmen in den vergangenen Jahren erheblich schwieriger geworden. In dem großen Pool an aktiven Bewerbern findet sich oftmals nicht der passende Kandidat. "Die Zeiten, in denen man gewartete hat, bis sich jemand auf eine Anzeige meldet, sind vorbei", bringt Xing-Marketingchef Stefan Schmidt-Grell die neue Strategie vieler Unternehmen auf den Punkt.
Wirtschaft/Unternehmen/Politik/Umwelt/Recycling
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/10/2012 - Keine Kommentare

Zwischen den dualen Systemen, die über Gelbe Tonnen und Säcke den Verpackungsabfall einsammeln und verwerten, hat sich ein neues Ritual eingespielt. Man streitet sich über die internen Ausgleichszahlungen, die in der so genannten Gemeinsamen Stelle organisiert werden. Im Sommer sollten für 2011 Einzahlungen auf das Treuhandkonto der Clearingstelle überwiesen werden. Und schon beginnt das Säbelrasseln der Juristen, um im Millionen-Spiel von weiteren Einnahmen nicht auf der Verliererseite zu stehen. Selbst für 2010 laufen nach einem Bericht des Fachdienstes Euwid noch einige Scharmützel. „Die Beträge werden von der Clearingstelle der dualen Systeme jährlich nach den Istmengen berechnet, um Differenzen für über das Jahr zu viel oder zu wenig bezahlte Mengen, die sich aus den quartalsweise ermittelten Planmengenanteilen für Leichtverpackungen (Plastik, Metall, Verbund) und Glas ergeben, auszugleichen“, so Euwid. „Auf dem Treuhandkonto der Clearingstelle waren für das Jahr 2010 daraufhin von insgesamt geforderten 6,84 Millionen Euro nur etwas über 600.000 Euro einbezahlt worden. Die Duales System Deutschland GmbH (DSD) war mit über 5,3 Millionen im Rückstand, die Remondis-Tochter Eko-Punkt GmbH mit über 860.000 Euro.“ DSD sei Anfang Juni in erster Instanz zur Zahlung von mehr als 5,3 Millionen auf das Treuhandkonto verurteilt worden. DSD hielt die Ist-Mengenmeldung für fehlerhaft und den Anteil der Eigenrücknahme für unrealistisch hoch. Das Gericht folgte dem nicht und bezeichnete die Regelungen des Clearingvertrages und zur Ausgleichszahlung für rechtlich verbindlich. DSD hätte ja den Clearingvertrag kündigen können, um ihn neu zu verhandeln, befand die 8. Kammer für Handelssachen (Landgericht Köln, Az.: 88 O 3/12 vom 5.Juni 2012).
Medizin/Wellness/Forschung/Technologie
Von Andreea Iosa veröffentlicht am 11/10/2012 - Keine Kommentare
Medizinische Apps wie MedCalc helfen Ärzten, eine schnellere Diagnose zu stellen und eine bessere Behandlung für Patienten zu ermöglichen. Digital-Technologie, wie zum Beispiel Gadgets oder Apps, wird immer mehr in die Medizin eingebunden und bietet vor allem jungen Ärzten eine neue Form der Symptom-Diagnostik und Behandlung an. Einige ältere Doktoren fürchten jedoch, dass die Medizin als "Handwerk" verlernt wird. "Diese medizinischen Apps sind eine sehr gute Innovation, die als Unterstützung dienen", erklärt Robert Hawliczek, Primarius der Stadt Wien und Vorstand des Wiener Krankenanstaltenverbundes, im Interview mit pressetext. Viele Jungärzte sollen diese bereits verwenden. "Man hat damit den Vorteil, binnen Sekunden an Informationen zu kommen, einen Überblick über medizinische Sachverhalte zu haben und zusätzliche Daten zu erhalten", so der Experte. Der Spezialist empfindet Apps, im Gegensatz zu manchen Kritikern, als ein sehr wertvolles neues Hilfsmittel. "Das Handwerk an sich geht jedoch sicherlich nicht verloren, denn Information alleine wirkt nicht. Diese muss in Wissen umgewandelt werden, um zu wirken", sagt er. Die Durchschnittsdaten, die Apps liefern, müssen demnach in die Realsituation gesetzt werden, was eines großen Wissensspektrums bedarf.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Innovation/Design
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/10/2012 - Keine Kommentare

Vielleicht ist die rein technikgetriebene Politik vieler Firmen eine der Hauptursachen für die Innovationsmisere in Deutschland. Warum hat Apple einen so großartigen Erfolg? „Weil Steve Jobs von Anfang an Produkte auf den Markt brachte, die den Prinzipien der radikalen Vereinfachung entsprechen. Hier liegt auch die Ursache für den Streit mit den Computerfreaks und Ingenieuren, die sich fernab des Marktes einseitig für ihre technischen Obsessionen interessieren“, so Peter B. Záboji Präsident der European Entrepeneurship Foundation.„Wer so argumentiert, kann ja weiter an irgendwelchen Computern herum schrauben, den Lötkolben schwingen und nächtelang an neuen Programmen schreiben. Für den Massenmarkt taugt diese Geisteshaltung nicht“, weiß Záboji. Andere Menschen seien froh, dass sich die Software und Hardware mittlerweile bedienen lassen, wie ein Kaffeeautomat – mit Ausnahme vielleicht von Kaffeevollautomaten . Geräte wie die Tablet-PCs seien ein Indiz für die technische Reife, die man mittlerweile in der Branche für Informationstechnologie und Telekommunikation erreicht hat. Man könne sie wie normale Haushaltselektronik ohne technisches Verständnis nutzen. Steve Jobs war der perfekte vielleicht etwas zu perfektionistische Innovator, der permanent Technologien und Geschäftsmethoden auf den Kopf stellte und revolutionierte. Er kreierte nicht nur das Neue, sondern er organisierte es auch: Die ITK-Branche sei nur dann ein Schrittmacher für den Massenmarkt, wenn sie sich konsequent an dem Credo der Einfachheit orientiert, so Aastra-Deutschlandchef Jürgen Signer. Die Technologie werde immer komplexer – das dürfe aber nicht die Nutzerfreundlichkeit verschlechtern.
Produkte/Innovationen/Unternehmen/Finanzen
Von Andreea Iosa veröffentlicht am 10/10/2012 - Keine Kommentare
Pepsi und Coca-Cola wollen in Zukunft nicht nur kalorienarme Getränke, sondern auch Kalorienzähler an Getränkeautomaten für die Kunden bereitstellen. Die "verantwortungsbewussten" Maschinen sollen Anfang nächsten Jahres zunächst in Chicago und San Antonio erscheinen und auf Erfolg geprüft werden. Grund für diese Aktion ist die omnipräsente Kritik an die Hersteller, verantwortlich für die Fettleibigkeit der amerikanischen Bevölkerung zu sein. "Wenn auf Getränkeflaschen und -automaten der Kalorieninhalt angegeben wird, ist dies eine typische Alibiaktion der Unternehmen", erklärt der Wiener Unternehmensberater Leopold Faltin, im Gespräch mit pressetext. Dabei würde einem Produkt, das gewisse Nachteile mit sich bringt, ein besseres Image verliehen, indem es diese zu verstecken versucht und ein Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Bevölkerung zeigt. "Dieses Vorhaben ist eine reine PR-Maßnahme, denn alleine ein Kalorienzähler macht das Produkt auffälliger", so der Experte. Der Zähler zeige außerdem lediglich das an, was ohnehin auf den Flaschen gedruckt ist. Demnach sei ein praktischer Nutzen gar nicht gegeben und die Innovation habe keine Vorteile für die Konsumenten. "Es wird vielleicht das Bewusstsein ein wenig gefördert, aber mehr auch nicht", sagt Faltin.
Wirtschaft/IT/Internet/Digitalisierung
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 10/10/2012 - Keine Kommentare

Das Netz verändert die Welt. Das dürften weder Gegner noch Befürworter des digitalen Wandels bestreiten. Doch viel weiter reichen die Gemeinsamkeiten nicht. Ob sich das Ganze zum Guten oder zum Schlechten fügt, ist nach Ansicht von Sascha Lobo und Kathrin Passig nicht so eindeutig zu beantworten, wie die Verfechter beider Ansichten es gern hätten. „Die einen bewegen sich in einem Feld zwischen fortschrittsgläubiger Naivität und selbstbewusstem Optimismus, die anderen verharren zwischen gesunder Skepsis und verbittertem Pessimismus”, schreiben die beiden Autoren in ihrem neuen Buch „Internet – Segen oder Fluch“. Einen ärgerlich großen Raum würden dabei reflexhafte Phrasen und kaum belegbare Behauptungen einnehmen, verbunden mit einem emotionalen Amalgam, das mehr die Gruppen-Zugehörigkeiten festigen als irgendjemanden überzeugen soll. Beruflich und privat nutze ich immer mehr die Videokonferenzen via Skype oder Hangout. Letzteres mausert sich zu einer neuen Plattform für Expertengespräche, die man live ins Netz übertragen und Präsenzveranstaltungen ersetzen kann – Beispiel Blogger Camp. Warum setzen sich Cloud-Dienste wie Dropbox oder iCloud kommt? Weil ich auf bescheuerte Software-Updates und Datensicherungen verzichten kann, nicht ständig beim Kauf von neuer Hardware mit dem Aufspielen meiner gekauften Programme beschäftigt bin und geräteunabhängig auf Dinge zugreife, die ich in den vergangenen Jahren käuflich erworben habe. „Das ist auch ein Stück weit Psychologie. Das, was ich im privaten Umfeld kennengelernt habe, möchte ich auch im Beruf nutzen. Die Angst ist dann weg. Private Erfahrungen können dabei helfen, Barrieren im geschäftlichen Bereich zu brechen. Ich selbst habe vor kurzem mein iPhone verloren. Es ist einfach toll, wenn man über Cloud-Dienste mit einem neuen Gerät sofort wieder auf dem Stand ist, den man vorher hatte“, bestätigt Peter Schamel, Leiter des Bereichs Mehrwertlösungen der Telekom.
Wirtschaft/Unternehmen/Innovationen/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 10/10/2012 - Keine Kommentare

Das Netz verändert die Welt. Das dürften weder Gegner noch Befürworter des digitalen Wandels bestreiten. Doch viel weiter reichen die Gemeinsamkeiten nicht. Ob sich das Ganze zum Guten oder zum Schlechten fügt, ist nach Ansicht von Sascha Lobo und Kathrin Passig nicht so eindeutig zu beantworten, wie die Verfechter beider Ansichten es gern hätten. „Die einen bewegen sich in einem Feld zwischen fortschrittsgläubiger Naivität und selbstbewusstem Optimismus, die anderen verharren zwischen gesunder Skepsis und verbittertem Pessimismus”, schreiben die beiden Autoren in ihrem neuen Buch „Internet – Segen oder Fluch“ (Rowohlt Verlag). Einen ärgerlich großen Raum würden dabei reflexhafte Phrasen und kaum belegbare Behauptungen einnehmen, verbunden mit einem emotionalen Amalgam, das mehr die Gruppen-Zugehörigkeiten festigen als irgendjemanden überzeugen soll. „Regelmäßig lassen sich Diskussionspodien, Talkshowkonfrontationen und Artikelgefechte beobachten, deren Teilnehmer weniger an der Vermittlung und Erklärung interessiert sind als an der Selbstvergewisserung, und oft genug waren diese Teilnehmer die Autoren des vorliegenden Buches”, so Passig und Lobo. Der dringend notwendige Diskurs um das Internet, seine Bedeutung für unser Leben und seine Folgen für die Welt sei ritualisiert und erstarrt. Genau zu erkennen, ob disruptive Innovationen zu einer Implosion tradierter Geschäftsmodelle führen, ist ein schwieriges Unterfangen. „Das Neue sieht für die Nutzer eines vorhandenen Produkts immer erst mal schlechter aus“, führen Passig und Lobo weiter aus.
Medien/Kommunikation/Forschung/Technologie
Von Peter Oslak veröffentlicht am 09/10/2012 - Keine Kommentare
Immer mehr Internet-Nutzer in den USA beziehen ihre Informationen von neuen Nachrichtenportalen wie der Huffington Post. Wie eine Studie des Poynter Institute zeigt, informiert sich die Web-Gemeinde bei großen politischen und wirtschaftlichen Ereignissen aber weiterhin auf den Webseiten von CNN, Fox News und der New York Times. Für die Untersuchung wurden rund 3.000 Personen zu ihrem Online-Verhalten befragt. Laut den Forschern reihten sich 58 Prozent der Befragten in die Kategorie der "Nachrichtenkonsumenten" ein. Das sind Menschen, die sich mindestens fünf Mal in der Woche auf Online-Portalen über aktuelle Themen informieren. Mehr als die Hälfte sagte, dass sie Nachrichten im Regelfall auf vernetzten Webseiten wie der Huffington Post oder sozialen Medien lesen. Als Beweggrund nennen sie die Bequemlichkeit und Zugänglichkeit dieser Portale. Nur 43 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Webseiten traditioneller US-Medien wie CNN oder Fox-News bevorzugen. Bei dieser Gruppe spielen Begriffe wie Qualität und Vertrauen eine große Rolle.
Medien/Kommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Peter Oslak veröffentlicht am 08/10/2012 - Keine Kommentare
Bei der Akquise von Kunden soll die deutsche Nachrichtenagentur dapd mit enormen politischen Druck gearbeitet haben. Das berichtet der Spiegel, der den Fall der nun insolventen Agentur analysiert hat. dapd-Eigner Martin Vorderwülbecke soll mit Klagen und Gesprächen auf höchster politischer Ebene versucht haben, neue Aufträge an Land zu ziehen. "Wir können diese Anschuldigungen nicht kommentieren, weil wir das laufende Insolvenzverfahren nicht beeinträchtigen wollen", sagt dapd-Sprecher Tobias Lobe gegenüber pressetext. Die erst seit September 2010 bestehende dapd-Gruppe soll bei der Kundenakquise nicht einmal vor einem Streit mit dem deutschen Innenministerium zurückgescheut haben. Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf wurde Klage gegen die Vergabe von Satellitenkapazitäten an die konkurrierende dpa eingebracht. Nachdem der Auftrag im Wert von zwei Mio. Euro mit Innenminister Hans-Peter Friedrich erörtert wurde, kam die dapd-Geschäftsführung zum Schluss, dass man auf dem Markt keine Chance habe.
Wirtschaft/Marketing/IT/Netzpolitik
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 08/10/2012 - Keine Kommentare

Talkabout-Geeschäftsführer Mirko Lange hat sich in einem sehr deftigen Facebook-Kommentar zu Interviewaussagen des Markenexperten Dominique von Matt zu Wort gemeldet. Das Gespräch spiegele sehr schön den Stand wider, auf welchem Niveau “Social Media” oft beschrieben wird: “Es ist erschreckend, auf welch oberflächlichem Niveau dieses Interview ist. So oberflächlich, dass man es heute schon regelrecht als ‘falsch’ bezeichnen kann. Das fängt schon mit dem Titel an. ‘Social Business’ ist ursprünglich ein Konzept, in dem Unternehmen soziale, ökologische und gesellschaftliche Probleme lösen. Das hat mit dem nichts zu tun, wovon hier von Matt erzählt. Allerdings verwendet insbesondere IBM den Begriff ‘Social Business’ heute anders, nämlich die Integration von ‘Social Media’ in den Geschäftsbetrieb, einerseits durch Software wie Social CRM, Social Analytics, Social Intranets, Collaboration-Tools, andererseits durch eine Änderung der Unternehmenskultur und der Prozesse, vor allem eine transparentere und enger verzahnte Zusammenarbeit. Dieser von Matt blubbert aber hier nur von ‘Marketing’ (genauer: Marketing-Kommunikation) und das auch nur auf einem extrem oberflächlichen Niveau, im Grunde gibt er nur Allgemeinplätze wider. Ich bin gespannt, wann wir öffentlich mal etwas ‘kompetenter’ in eine breitere Diskussion einsteigen. Mein Lieblingssatz: ‘Wenn sich heute zwei Teenager verlieben, küssen sie sich nicht mehr hinter dem Gebüsch, sondern gehen nach Hause und ändern ihren Beziehungsstatus auf Facebook.’ Was für ein Käse”, schreibt Lange. Das Grundproblem sind wohl immer wieder die rosa-roten Marketing-Sprüchlein, die von vielen Führungskräften über den Social Media-”Kanal” abgesondert werden. Schon beim Wort “Kanal” bekomme ich regelmäßig heftigen Hausausschlag. Siehe dazu: Social Media nur ein neuer Kanal im Kundenservice? Es geht um den öffentlichen Netzdialog, liebe Silberlocken-Manager.
Technik/Produkte/Zubehör/Kopfhörer
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 07/10/2012 - Keine Kommentare

Es passiert ja nicht sehr häufig, dass Technik-Hersteller bei mir anfragen, ob ich nicht mal als Produkt-Tester fungieren wolle. In der Regel sind es Bücher, die mir zur Rezension angeboten werden. Aber umso mehr hat mich eine Mail aus Glasgow erfreut von der Firma RHA, die ich bis dato noch nicht auf dem Schirm hatte, die man sich aber merken sollte. Ähnliches äußerte auch der Basic Thinking-Blogger Hayo Lücke. Das Schreiben beinhaltet praktischer Weise auch alle technischen Details, die ich dann nicht noch einmal herunterbeten muss. Sehr geehrter Herr Sohn, ich schreibe Ihnen heute, um zu fragen, ob Sie interessiert wären, unseren RHA MA450i Ohrhörer zu testen und zu bewerten. RHA ist ein Kopfhörerhersteller mit Sitz in Glasgow, Großbritannien. Alle RHA Produkte werden in Großbritannien designed und konzipiert und sind weltweit erhältlich. Die MA450i Ohrkanalhörer sind in schwarz und weiß erhältlich. Sie sind aus solidem Aluminium hergestellt und verwenden das aerophonische Markenzeichen Design, welches es ermöglicht den Ton organisch von einem 10mm Treiber auf den Ohrkanal zu übertragen. Das mit Stoff überzogene Kabel produziert weniger Reibung als herkömmliche Gummikabel und verhindert so ein Verheddern (nicht ganz, gs). Die Form und das Material der Ohrpölsterchen ermöglichen einen sicheren und bequemen Sitz. Darüber hinaus besitzen die MA450i eine Inline-Fernbedienung und ein Mikrofon, die es erlauben, Lautstärke, Anrufe und Musik auf einem Apple-Gerät zu kontrollieren. Die MA450i Ohrhörer sind in Deutschland über alle Apple Läden, Apple (online) Store und Amazon.de für 49.95€ erhältlich. Falls Sie gerne eine Bewertung unseres Produktes schreiben möchten, bitte ich Sie, mir dies baldmöglichst mitzuteilen. Soweit die Mail, die ich am 19. September erhalte habe. Natürlich habe ich das Angebot angenommen und teste die Kopfhörer nun seit gut einer Woche.
Handel/Dienstleistungen/Medien/Kommunikation
Von Markus Steiner veröffentlicht am 05/10/2012 - Keine Kommentare
Die Bedeutung des Online-Werbemarktes nimmt zu. Wie aus einer Studie der Harvard Business School (HBS) im Auftrag des Interactive Advertising Bureau (IAB) hervorgeht, hat das "Ökosystem Online-Werbung" in den USA allein im Jahr 2011 an die 530 Mrd. Dollar (rund 411 Mrd. Euro) an Geldern in den Staatshaushalt gespült. Die insgesamt knapp zwei Mio. US-Bürger, die in der Branche tätig sind, erwirtschaften so rund 3,7 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsproduktes der Vereinigten Staaten. "Online-Werbung nimmt nicht nur in den USA, sondern auch in Österreich einen zunehmend höheren wirtschaftlichen Stellenwert ein", erklärt Christine Antlanger-Winter, Präsidentin des Internet Advertising Bureau Austria, auf Nachfrage von pressetext. In der Alpenrepublik liege der Anteil digitaler Werbeformen gemessen am gesamten Einnahmenkuchen der Werbewirtschaft bei gegenwärtig zwölf Prozent. "Der Aufwärtstrend ist hier ungebrochen. Wir gehen für das nächste Jahr von Zuwachsraten im zweistelligen Bereich aus", so Antlanger-Winter.
Wirtschaft/Unternehmen/Marketing/IT/Internet/Social Web
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 05/10/2012 - Keine Kommentare
Die virtuellen Sturmtruppen des Heizdecken-Verkaufs sind enttäuscht. Ihre plumpen Verkaufspräsenzen in sozialen Netzwerken führen nicht zum Erfolg. Gewinnspiele, Preisrätsel und Happy-Face-Just-Great-Kampagnen laufen ins Leere, schreibt Service Insiders-Kolumnist Gunnar Sohn. Soziale Medien seien eben kein Kanal wie E-Mail, Werbebrief oder TV-Spot, mahnt Acquisa-Chefredakteur Christoph Pause. „Sie sind Orte der Begegnung und des Austauschs. Jeff Jarvis schreibt zu Recht, dass wir uns in sozialen Netzwerken eine neue Öffentlichkeit schaffen, der vergleichbar mit dem Marktplatz oder der Straßenbahn ist. Es geht darum, mit anderen Menschen zu reden, zu diskutieren und auch zu streiten. Im klassischen Sinn sind das Gespräche.“ Einbahn-Kommunikation des klassischen Marketings führe in die falsche Richtung und ins Nirgendwo. „Natürlich kann man ganz schnell 50.000 Menschen in eine Hamburger-Filiale bekommen, wenn jeder neue Fan bei Facebook einen Burger gratis bekommt. Nur: Die meisten ‚Fans’ sind dann auch wieder weg, wenn sie den Fleischklops konsumiert haben. Und schon morgen sitzen sie bei einer ähnlichen Aktion beim Konkurrenten“, erläutert Pause. Mit Dialogen habe das Ganze nichts zu tun.
Wirtschaft/unternehmen/Marketing/Internet/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/10/2012 - Keine Kommentare

Auf der Versandhandelstagung NEOCOM waren sich die Experten nach Beobachtungen von Smart Service-Blogger Bernhard Steimel einig: Social Media taugt nicht als Verkaufsinstrument. Und selbst Zalando, der aktuelle Star des Online-Handels, stellt klar, dass Social Media im Marketing-Mix keine tragende Rolle spielt. „Auf Social Commerce will derzeit niemand eine Zukunftswette abschließen. Nachdem einige Misserfolgsmeldungen die Runde machen, scheint die erste Euphorie-Welle verpufft und man will zur Tagesordnung übergehen“, so Steimel. Es handelt sich wohl um ein großes Missverständnis im Umgang mit sozialen Netzwerken. Die liebwertesten Gichtlinge der Heizdecken-Verkaufsabteilung sollten mehr über die Worte „Social“, „Partizipation“, „Kultur der Beteiligung“, „Offenheit“, „Liquid Democracy“ und „Open Data“ nachdenken, bevor sie ihre Couponing-Orgien im Social Web fortsetzen und sich über die kollektive Nichtbeachtung im Netz wundern. Das Couponing-Syndrom brachte ja Acquisa-Chefredateur Christoph Pause bei der Netzintelligenz-Runde des Blogger Camps ins Spiel. Die aalglatten Verkaufsmanager hängen immer noch an der Marketing-Ideologie des 19. Jahrhunderts, wie Steimel in seinem Blog ausführt: „Das von Elmo Lewis im Jahre 1898 entwickelte AIDA-Modell bildet noch heute die Basis der meisten Marketing-Programme und Kampagnen. Es basiert auf der Idee, durch gezielte Information Konsumenten Schritt für Schritt zum eigenen Produkt zu führen. Jedoch spiegelt das Modell immer weniger den tatsächlichen Kaufentscheidungsprozess wider.“
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 04/10/2012 - Keine Kommentare
Seit dieser Woche können ausgesuchte Facebook-User in den USA zum Preis von sieben Dollar ihre Status-Updates mit Gewalt auf die besten Plätze der Timeline ihrer Kontakte pressen. In mehr als 20 Ländern wurde diese Möglichkeit zwar schon seit Mai eingeführt, mit dem Testlauf im Mutterland des sozialen Netzwerks wird das Angebot jetzt aber zu einem zentralen Bestandteil der neuen Facebook-Strategie, mit der endlich Geld verdient werden soll. Damit verabschiedet sich das soziale Netzwerk von der Philosophie, User nicht für Kernanwendungen bezahlen zu lassen. "Das ist der nächste Schritt von Facebook, die Nutzergemeinde zu monetarisieren. Die Nutzer wollen Breitenwirkung und können sie jetzt gegen Bezahlung bekommen, selbst wenn sie nichts Interessantes zu sagen haben. Das könnte der Beginn vom Abschied von Facebook wie wir es kennen sein", sagt Ed Wohlfahrt von edRelations gegenüber pressetext. Facebook bewege sich in Richtung willkürliche Push-Interaktion. "Wir brüllen uns gegenseitig die Ohren voll und das immer lauter. Das wird auch für Facebook irgendwann ein Problem, wenn immer mehr irrelevante Inhalte das Netzwerk fluten", so Wohlfahrt.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 02/10/2012 - Keine Kommentare
Visitenkarten mit integriertem Chip gelten neben dem kontaktlosen Bezahlen schon lange als zukünftige Killer-Applikation für Near-Field-Communiation (NFC). Die mangelnde Verbreitung von Smartphones, die den neuen Standard unterstützen, erweist sich aber als Hemmschuh. Vor allem der Hardware-Gigant Apple, der auch in seinem neuesten iPhone auf eine NFC-Integration verzichtet hat, bremst die Entwicklung auf diesem Gebiet. Eine NFC-Visitenkarte ermöglicht es, beim Kontakt mit einem Smartphone beliebige Informationen an dieses zu übertragen. Neben Kontaktdaten, Links und Social-Media-Accounts können auch Multimedia-Dateien oder Apps übermittelt werden. "Wir planen momentan keine entsprechenden Visitenkarten. Ich sehe den Hype, der von den Medien heraufbeschworen wird, noch nicht. Die meisten Menschen wollen nach wie vor eine einfache Lösung aus Papier. Derzeit lässt sich mit Chip-Karten trocken gesagt kein Geld verdienen. Zwar gibt es Menschen, die Bedarf haben, ob sie auch bereit sind das zu bezahlen, bezweifle ich aber. Ähnliche Ansätze mit aufgedruckten QR-Codes bieten wir schon lange, aber auch hier ist die Nachfrage überschaubar", sagt Michael Gruber, Geschäftsführer von Care Print.
IT/Internet/Medien
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 02/10/2012 - Keine Kommentare

“Weltpremiere” nannte ich vollmundig schon vorab das erste virtuelle Blogger Camp, das man “weltweit” am vergangenen Freitag (28.9.12) live verfolgen konnte und für das die Bayerische Landesmedienanstalt eine Sendelizenz erteilt hatte. Vielleicht haben wir ja sogar Fernsehgeschichte geschrieben. Zum Start des NWDR im Dezember 1952 waren jedenfalls die Voraussetzungen wesentlich schlechter. Nur magere 300 Teilnehmer konnten das Ereignis damals an ihren Bildschirmen verfolgen. Da sind die Bedingungen im Netz doch sehr viel komfortabler. Nicht ganz so komfortabel sind die rechtlichen Bedingungen für Jedermann-TV im Internet. Das hat ja auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler im Gespräch mit Hannes Schleeh, Mitveranstalter des Blogger Camps und Sendelizenz-Antragssteller, zum Ausdruck gebracht.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Peter Oslak veröffentlicht am 01/10/2012 - Keine Kommentare
Der Einfluss von Smartphones und sozialen Netzwerken auf das Leseverhalten der Nutzer von Online-Medien ist in den vergangenen zwei Jahren stark gestiegen. Eine Studie des Pew Center for the People & the Press gibt Einblick in die Entwicklung der mobilen Nutzung von Nachrichten, die laut den Forschern um das Dreifache gestiegen ist. Während sich die Art des Konsums stark verändert hat, blieb die Anzahl von Menschen, die sich regelmäßig im Web informieren, mit 46 Prozent konstant. "Die beiden Trends passen zusammen, weil Nutzer von Smartphones generell eher auf soziale Netzwerke zugreifen als Menschen, die keinen mobilen Internetzugang haben. Personen, die ein iPad oder ähnliche Geräte besitzen, besuchen eher Portale von großen Online-Medien", schreiben die Marktforscher in ihrer Begründung.
Wirtschaft/IT/Internet/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 01/10/2012 - Keine Kommentare

Ob zu Land, auf dem Wasser oder in der Luft, vernetzte Services sind in Deutschland ein Fall für den Dilettanten-Stadl, so mein Einstieg für die Service Insiders-Kolumne, die ausnahmsweise mal wieder am Montag veröffentlicht wurde (eigentlich erscheint sie ja regelmäßig am Freitag). Statistisch sind wir schon längst eine Dienstleistungsökonomie und keine reine Industrienation mehr. Trotzdem fallen die Investitionen für perfektes Service-Design immer noch kläglich aus, wie Andreas Klug von der Kölner Softwarefirma Ityx beim virtuellen Blogger Camp bemerkte. Wer als Kunde via Post, Telefon, Fax, Chat oder Social Web mit Unternehmen in Berührung kommt, wird unversehens in die Buchbinder-Wanninger-Warteschleifen-Groteske von Karl Valentin katapultiert: „Einen Moment bitte, ich verbinde Sie mit der Verwaltung, gell.“
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Andreea Iosa veröffentlicht am 28/09/2012 - Keine Kommentare
Statistiken belegen, dass mehr als 35 Mio. Twitter-Nutzer in China im zweiten Viertel diesen Jahres auf Twitter aktiv waren, obwohl die Social-Media-Plattform in der Volksrepublik verboten ist. In den USA waren es vergleichsweise rund 23 Mio. User. Aktiv bedeutet diesbezüglich eine Nutzung, die mindestens ein Mal im Monat stattfindet. "Die chinesische Bevölkerung hat mehrere Möglichkeiten Twitter zu nutzen, auch wenn die Plattform aus Sicht der Machthaber unrechtmäßig ist", sagt Barbara Trionfi, Managerin der Pressefreiheitsabteilung für Asien und der Pazifikregion, im Interview mit pressetext. Dabei kann zum einen ein virtuelles privates Netz zu Hilfe gezogen werden, das die Nutzer direkt miteinander verbindet. Durch diese Methode wird ein Server manipuliert und lässt ihn glauben, aus einem anderen Land auf die Website zuzugreifen. Zum anderen gibt es private Anbieter, die es den Usern ermöglichen, Nachrichten auf Twitter zu schicken und zu erhalten.
Wirtschaft/IT/Internet/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 27/09/2012 - Keine Kommentare

“Suchen, vergleichen, kaufen und bewerten: längst werden im interaktiven Handel in Deutschland weit mehr Umsätze per Internet-Kauf (64 Prozent) erwirtschaftet als per telefonischer Bestellung (32 Prozent)”, schreibt Ityx in einem Blogpost. Sag ich doch. Der virtuelle Dialog – in den USA längst gängiger Kanal zur Kunden-Interaktion – biete laut Ityx ein enormes Geschäfts-Potenzial für den Wandel klassischer Call Center von der Telefon-Fixierung auf neue Servicevielfalt des Internets. „Intelligentes Service-Design wird in den kommenden Jahren eine wesentliche Rolle bei der Konvergenz von klassischem Kundenservice und dem Internet spielen,“ kommentiert Walter Benedikt, Geschäftsführer des Kölner Service-Dienstleisters 3C Dialog. Au ja, intelligentes Service-Design, das wäre soooooo schön. Leider ist das nicht so. Es wird zwar auf Fachkonferenzen wie der Call Center World seit fast einem Jahrzehnt über Multikanal-Management ohne Medienbrüche gelabert, in Wahrheit greift kein Zahnrad ins Andere. Einen kleinen Exkurs ins Niemandsland der Service-Ökonomie habe ich gestern ja noch einmal losgelassen: Kundendienst als Foltermethode.
Forschung/Technologie/Computer/Telekommunikation
Von Markus Steiner veröffentlicht am 27/09/2012 - Keine Kommentare
Die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) hat einen neuen Meilenstein erreicht: Beim alljährlichen KI-Wettbewerb "BotPrize" haben es zwei Programme, sogenannte Bots, erstmals geschafft, die Jury davon zu überzeugen, dass sie als computergesteuerte Gegner im Shooter-Game "Unreal Tournament" vollkommen menschlich agieren können. Bislang waren alle derartigen Versuche gescheitert. Die beiden verantwortlichen Entwicklerteams dürfen sich über ein Preisgeld von insgesamt 7.000 Australische Dollar (rund 5.636 Euro) freuen. "In den vergangenen fünf Jahren hat der BotPrize Forscher im Bereich der Künstlichen Intelligenz dazu herausgefordert, einen computergesteuerten Bot zu entwickeln, der sich wie ein echter Mensch verhält", schreibt ein begeisterter Computerwissenschafter über den KI-Wettbewerb. Nach Jahren des Scheiterns sei nun endlich der Durchbruch gelungen. "Von insgesamt 14 internationalen Teams aus neun Ländern haben es zwei geschafft, die Menschlichkeitsbarriere zu durchbrechen", erklärt der Forscher.
IT/Internet/Medien
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 27/09/2012 - Keine Kommentare

Beim ersten Vorbereitungsgespräch für das morgige virtuelle Blogger Camp kam Hannes Schleeh auf die Idee, eine offizielle Anfrage an die Landesmedienanstalt zu richten. Schließlich wird ja dieses Format via Google+ Hangout On Air live ins Netz gestremmt und kann von Millionen von Zuschauern mit Einschaltquoten wie bei “Wetten, dass” angeschaut werden – und das sogar weltweit. Hannes ist nicht nur einer der Mitorganisatoren und Gesprächsteilnehmer aus dem Bloggenden Quartett, sondern er hat sich auch freundlicher Weise bereit erklärt, die technische Seite des Projektes zu leiten. Und Hannes wohnt eben zufällig in Bayern. Auch Bernd Stahl, der in Stuttgart wohnt oder meine Wenigkeit in NRW hätten diese Anfrage an die jeweiligen Landesmedienanstalten schicken können. Vielleicht wäre es auch ganz witzig gewesen, wenn wir parallel drei Anfragen an die Institutionen in Bayern, BaWü und NRW gerichtet hätten. Wer viel fragt, bekommt auch Antworten. So ist es jetzt auch bei Hannes gelaufen. Wir haben jetzt offiziell eine Sendegenehmigung für das virtuelle Blogger Camp – als Medienexperiment!
Forschung/Technologie/Auto/Verkehr
Von Markus Steiner veröffentlicht am 26/09/2012 - Keine Kommentare
Moderne Hightech-Gadgets wie Spurhalteassistent und Ermüdungswarner werden bald nicht mehr nur ausschließlich den Besitzern von Luxusautos vorbehalten bleiben. Computerwissenschaftler des Dartmouth College in New Hampshire haben eine neuartige Handy-App namens "CarSafe" entwickelt, mit der sich die oben genannten Features überaus kostengünstig in jedem beliebigen Fahrzeug realisieren lassen. Einzige Voraussetzung: ein Smartphone, das sowohl über eine Front- als auch eine rückseitige Kamera verfügt. "Im Jahr 2010 sind insgesamt 3.092 Menschen in ihren Autos gestorben und 416.000 wurden verletzt, weil sie beim Fahren abgelenkt waren", heißt es in einem CarSafe-Präsentationsvideo auf YouTube. Als Reaktion auf diese erschreckenden Zahlen habe die Automobilindustrie damit begonnen, Assistenzhilfen zu entwickeln und in ihre Top-Modelle zu verbauen. "Derzeit stehen diese Funktionen nur einem sehr kleinen Teil der Autolenker zur Verfügung. Mit unserer App können bald auch jene Menschen sicherer auf den Straßen unterwegs sein, die sich diese Autos nicht leisten können", so das Versprechen.
Wirtschaft/Politik/Umwelt/Recycling
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/09/2012 - Keine Kommentare

Deutschland ist Recyclingland – doch im Dschungel der Bürokratien und Rechtsnovellen haben selbst Experten den Überblick verloren. Gemeinsame Stelle, haushaltsnahe oder gewerbliche Anfallstelle, Schnittstelle, zentrale Stelle, Stellen für die Branchenrücknahme, Stellen für die Eigenrücknahme oder doch nur semantische Leerstellen? Darüber diskutierten wieder Abfallexperten auf der Tagung der Beratungsfirma Ascon im Kinosaal des Bonner Landesmuseums. Thema: Wertstoffkreisläufe schließen. Seit dem Start der Gelben Tonnen und Säcke singt man das Klagelied über die umweltpolitischen Schwarzfahrer. Da gibt es Firmen, die noch nie einen Cent für die Entsorgung ihrer Verpackungen bezahlt haben und das in Zukunft wohl auch nicht tun werden. Dass die Totalverweigerer – gerade aus dem Ausland – seit dem Start von Gelben Tonnen und Säcken am besten fahren, liegt vor allem an der fehlenden Registrierung. Diese Registrierung könnte über den Barcode erfolgen, den fast jedes Produkt und jede Verpackung trägt. Eine Kontrolle könnten bestehende staatliche Stellen übernehmen, die in anderen Anwendungsfeldern über ausreichende Erfahrungen verfügen. Beispielsweise bei der Vergabe der Steuer-ID-Nummer. Branchenkenner empfehlen mehr Geduld beim Vollzug der bestehenden Verpackungsverordnung. Selbst die kühnsten Optimisten rechnen in der laufenden Legislaturperiode des Bundestages nicht mehr mit einem neuen Wertstoffgesetz, um das bestehende Sammelsystem neu zu organisieren und auch stoffgleiche Nichtverpackungen zu erfassen.
Auto/Verkehr/Umwelt/Energie
Von Thomas Pichler veröffentlicht am 25/09/2012 - Keine Kommentare
Der Elektroauto-Pionier Tesla Motors hat in der Nacht auf heute, Dienstag, seine "Supercharger"-Schnellladestationen vorgestellt. Die Solar-Stationen schaffen laut dem Unternehmen in 30 Minuten genug Akku-Ladung für drei Stunden Fahrt mit knapp 100 km/h, was ideal für Pausen bei Langstreckenreisen sein soll. Die ersten sechs Supercharger, die Stromüberschüsse ins Netz speisen, stehen in Kalifornien. Nun will Tesla zunächst in Nordamerika wichtige Korridore wie von Los Angeles nach New York mit solchen Schnellladestationen versorgen - und ab der zweiten Jahreshälfte 2013 auch in Europa und Asien. "Während bei uns viel und bürokratisch diskutiert wird, macht Tesla Nägel mit Köpfen", urteilt Kurt Sigl, Präsident des Bundesverbands eMobilität (BEM), im Gespräch mit pressetext. "Solche Korridore machen enorm viel Sinn, wenn sie denn auch genutzt werden." In dieser Hinsicht sei es ein klarer Vorteil, dass hinter dem Projekt ein Elektroauto-Hersteller mit klarem wirtschaftlichem Interesse stehe.
Medien/Kommunikation/Politik/Recht
Von Peter Oslak veröffentlicht am 24/09/2012 - Keine Kommentare
Iranische Regierungsvertreter haben am Sonntag bestätigt, dass Regierungsbehörden und Ämter bereits an das "nationale Informationsnetzwerk" angeschlossen wurden. Laut Medienberichten wurde zeitgleich auch der Zugang zu allen Google-Diensten im ganzen Land gesperrt. Momentan ist noch unklar, ob die beiden Maßnahmen im Zusammenhang stehen. Aus offiziellen Kreisen der iranischen Regierung heißt es, dass durch die Einführung eines eigenen Internets die IT-Sicherheit verbessert werden soll. Auch seien alle wichtigen staatlichen Institutionen bereits mit dem nationalen Informationsnetzwerk verbunden. Als nächstes sollen alle Iraner, die Zugang zum Internet haben, in das neue staatliche Internet umgeleitet werden.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 24/09/2012 - Keine Kommentare

Open Government, Open Innovation, Open Development, Open Data oder Open Source – an vielen Stellen des Internets sprießen Projekte wie Pilze aus dem Boden, um die Weisheit der Vielen im Netz für Bürgerbeteiligungen, für die Entwicklung und Verbesserung von Produkten oder Software zu nutzen. Offenheit und Transparenz sind dafür die Grundvoraussetzung – mit Abschottung und Maueraktiken kommt man nicht weit. Anders sieht es in der Dienstleistungsbranche aus. Von Open Service ist wenig zu hören. Im Kundendialog liebt man die Eins-zu-Eins-Beziehung per Telefon, Fax, Brief oder E-Mail. Siehe meine heutige Service Insiders-Kolumne unter dem Titel “Die Internet-Ausdrucker im Kundenservice – Marmortafel-Bürokratie statt One-Hand-Prinzip”. Selbst wenn Serviceärgernisse von Kunden aus der analogen Welt ins Social Web gehoben werden, gibt es verzweifelte Versuche bei den Anbietern, die verärgerten Verbraucher so schnell wie möglich wieder in das Tal den abgeschlossenen Kosmos der klassischen Kommunikation abzudrängen. Ein netzöffentlicher Dialog könnte die Schwächen im Management zu schnell offenlegen. Etwa bei meiner Disputation mit E-Plus (Base) über das Bürokraten-Regime des Mobilfunkunternehmens bei einer profanen Umstellung des Kontos zur Überweisung der Smartphone-Gebühren. Ausführlich beschrieben in dem Blogpost „E-Plus (Base) und die Koberer der Reeperbahn: Wie man Herrengedecke vertickt und Vertragsänderungen blockiert“.
Medien/Literatur
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 22/09/2012 - Keine Kommentare

Als die Isländer im 13. Jahrhundert ihre Unabhängigkeit verloren und ungefähr 600 Jahre unter norwegischer, später unter dänischer Herrschaft lebten, zählte die mittelalterliche Literatur, die noch aus der Zeit des isländischen Freistaats (930 bis 1262) stammte, zum wichtigsten identitätsstiftenden Kulturerbe – vor allem die Isländer-Sagas: „Die Sagas und der Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness weckten mein Interesse für die zeitgenössische Literatur Islands. Die Sagas beinhalten unheimlich schöne Abenteuergeschichten. Der eine haut den anderen, dann gibt es die Blutrache und man haut wieder den nächsten. Und am Ende bleibt dann keiner mehr übrig. Sie ähneln in ihrer Dramaturgie unseren Fernseh-Soaps. Wenn man eine Person nicht mehr braucht, wird sie erschlagen und dann ist sie weg. In Fernsehserien muss man schwanger werden, um aus dem Drehbuch zu verschwinden. Bei den Sagas schwang man die Axt und fürderhin kommt diese Person nicht mehr vor. Laxness habe ich gelesen und war fasziniert von diesem Autor. Eine tolle weltläufige Literatur, durch die zwar Island atmet und einen großen literarischen Kosmos beschreibt“, so Wolfgang Schiffer.
Computer/Telekommunikation/Kultur/Lifestyle
Von Markus Keßler veröffentlicht am 21/09/2012 - Keine Kommentare
"iSchafe" nennt Cnet jene unerschrockenen Apple-Fans, die weltweit vor ausgesuchten Apple-Stores übernachten, um sich die ersten neuen iPhones zu sichern. Überall im Netz machen sich Kommentatoren über die eifrigen Erstkäufer lustig. Aktivisten von Occupy Wallstreet haben derweilen eine produktivere Art von Kritik am Hype um den Hightechkonzern gefunden. Sie stellen sich unter dem Motto "Occupy Apple" selbst in die Schlange, um ihre Plätze kurz vor Ladenöffnung an wohlhabende Geschäftsleute zu verkaufen. Die Einnahmen werden anschließend gespendet. Apple freut sich derweil über die billige Publizität. Menschen, die nicht zum Kreis der hartnäckigsten Apple-Fans gehören, können sich oft nicht vorstellen, für ein Mobiltelefon eine Nacht oder sogar länger auf dem Bürgersteig zu kampieren und schmunzeln über die verrückten Apfel-Anhänger. Sogar von Gehirnwäsche ist auf diversen Internetseiten die Rede. "Es wurde schon öfter diskutiert, ob Markengläubigkeit ein moderner Religionsersatz ist. Studien sagen, dass ähnliche Gehirnareale angesprochen werden. Ich halte den Vergleich nicht nachvollziehbar", sagt Markenforscher Geren Freieres.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 20/09/2012 - Keine Kommentare
Das gemeinnützige Projekt "Internet Archive" hat damit begonnen, ein Archiv für TV-Nachrichtensendungen aufzubauen, wie die New York Times berichtet. Wie Bücher, Musik und Webseiten sollen auch TV-Nachrichten umfassend in digitaler Form aufbewahrt werden. Seit Dienstag sind die ersten 355.000 Sendungen von über 1.000 Nachrichtenformaten von 20 US-amerikanischen Fernsehsendern online abrufbar. Die Sammlung ist nach Stichworten und Zeitrahmen durchsuchbar und soll Stück für Stück erweitert werden, bis ein vollständiges Archiv entsteht. "Für eine demokratische Gesellschaft bietet der einfache Zugang zu relevanten Quellen gewiss einen großen Vorteil. Bürgerinnen, die am demokratischen Prozess teilhaben wollen, können sich dadurch ein präziseres Bild von der Entwicklung von Themen und Fragen machen. In den meisten Staaten hat es die Verwaltung verabsäumt, ein Archiv für moderne Medien anzulegen, das nicht nur den Sendern dient, weshalb es oft nur Zeitungsarchive gibt. Audiovisuelle Medien können aber die Stimmung in einer Gesellschaft weit besser wiedergeben, als Text", erklärt Fritz Hausjell vom Institut für Publizistik der Universität Wien im pressetext-Interview.
Wirtschaft/Unternehmen/Kundenservice/Telekommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 19/09/2012 - Keine Kommentare

Am 11. September schrieb ich an den “Kundenservice” von Base folgende E-Mail, die in ihrer Diktion eigentlich nicht missverstanden werden kann und einen höchst profanen Inhalt hat. Mein Sohn, der nun schon lange volljährig ist, möchte den Base-Vertrag für sein Smartphone, der bislang über mich läuft, übernehmen. Was für ein riesiges Kundenanliegen, liebwerteste Service-Gichtlinge des Mobilfunks. Diese Hängepartie läuft nun schon seit einigen Wochen. Deshalb schrieb ich dem Base-Kundenservice nun “noch” eine freundliche Mail: Sehr geehrte Damen und Herren, vor einigen Wochen habe ich für die Rufnummer XXX die Vertragsübernahme auf Herrn Constantin Sohn beantragt. Alle erforderlichen Dokumente und Anträge sind Ihnen per Post zugegangen. Ich bitte um zeitnahe Mitteilung, wann die Umstellung erfolgt. Gruß Gunnar Sohn
Wirtschaft/Unternehmen/ITK/Telekommunikation/Technik
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 19/09/2012 - Keine Kommentare

Mit bundesweiten BluStar Wochen startet der ITK-Hersteller Aastra die breite Vermarktung seiner neuen Videolösung BluStar Ecosystem. Vom 16. bis 25. Oktober stehen für Partner und Endanwender die Türen offen, Aastra-Mitarbeiter präsentieren in Live-Demos alle Funktionen des Video-Kommunikationssystems. Gleichzeitig können es Interessenten selbst ausprobieren. „BluStar überzeugt, sobald man es verwendet: die einfache Bedienung, die HD-Qualität in Bild und Ton, das Gesamtkonzept des Ecosystems mit Hardware und Software-Clients. Wir laden alle Interessenten ein, sich ein eigenes Bild zu machen“, sagt Jürgen Signer, Geschäftsführer Aastra Deutschland. In die Aktion eingebunden sind die Städte Stuttgart, Hamburg, Leipzig (16. bis 18. Oktober) sowie Berlin, Frankfurt/Main, Köln und München (23. bis 25. Oktober).
Forschung/Technologie/Umwelt/Energie
Von Markus Keßler veröffentlicht am 19/09/2012 - Keine Kommentare
Die Smartphone-App "SignalGuru" soll Autofahrer vor ärgerlichen roten Ampeln bewahren und gleichzeitig die Umwelt entlasten und den Verkehrsfluss verbessern. Die Anwendung, die von US-Wissenschaftlern vom MIT und der Princeton University entwickelt wurde, verwendet die Kamera von hinter der Windschutzscheibe fixierten Smartphones, um Ampeln schon von weitem wahrzunehmen. Dann teilt SignalGuru dem Fahrer mit, welche Geschwindigkeit er fahren muss, um die Ampel in einer Grünphase zu erreichen. Bei Testläufen mit einem Prototypen konnte der Benzinverbrauch der Fahrzeuge so um 20 Prozent gesenkt werden. "Grüne Wellen machen durchaus Sinn, allerdings muss auch die Ampelschaltung entsprechend passen, damit ein solches System funktioniert. Wenn Ampeln wegen zu viel Verkehr oder uneinsichtigen Gemeinden absichtlich so eingestellt sind, dass die nächste rot wird, wenn ich losfahre, macht eine solche App auch wenig Sinn. In Kombination mit einer intelligenten Ampelschaltung spricht aber nichts dagegen", erklärt Max Lang, Cheftechniker beim ÖAMTC
Wirtschaft/IT/Internet/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 19/09/2012 - Keine Kommentare

Die Struktur und Logik des Social Webs erschwert die Arbeit der liebwertesten Elite-Gichtlinge in Politik, Wirtschaft und Medien. Offene, freie und anarchische Systeme sind Gift für die Controlling-Freaks. Das mussten auch Steve Case und Gerald Levin schmerzlich erfahren. Siehe meine heutige The European-Kolumne. Case war Präsident und Vorstandschef von AOL. Levin leitete den Medienkonzern Time Warner. Sie lernten sich im Weißen Haus kennen bei der Vorführung der Komödie „em@il für Dich“ – einem Film von Warner Bros. mit Schleichwerbung für AOL. Beim Zusammentreffen waren sie von der Vision elektrisiert, mit einer Allianz ihrer scheinbar unversöhnlichen Unternehmen eine perfekte neue Welt erschaffen zu können. „AOL Time Warner kamen mit einer Riesengeschwindigkeit um die Ecke und rasten direkt in eine Mauer, die sie noch nicht einmal gesehen hatten. Bald wurde dieser Name zu einem Synonym für ‚Debakel‘“, so Tim Wu in seinem sehr lesenswerten Buch „Master Switch“, in deutscher Übersetzung in diesem Jahr im mitp-Verlag erschienen.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 18/09/2012 - Keine Kommentare
Das iPhone 5 und andere neue Mobiltelefone, die theoretisch die Nutzung des neuen Mobilfunkstandards LTE erlauben, werden die überall auf der Welt gerade entstehenden neuen Netze auf eine Probe stellen. Bislang wird der neue Standard kaum genutzt, flächendeckende Abdeckung gibt es in den meisten Ländern, wenn überhaupt, nur in Ballungszentren. In den USA bieten die Netzbetreiber vorsorglich keine Flatrates bei LTE-Verträgen an, da die Kapazität begrenzt ist, wie Technology Review berichtet. "Der mobile Datenverkehr nimmt zu, weshalb auch die Infrastruktur ständig ausgebaut werden muss. Wir machen uns aber keine Sorgen um die Kapazität unseres Netzes. Mit LTE, dass aus technischen Gründen vorerst nur in Ballungszentren Sinn macht, wird auch die Leistungsfähigkeit einzelner Funkzellen erhöht. Dass wir unsere Verträge auf ein Tarifmodell umgestellt haben, dass nach Geschwindigkeit abgerechnet wird, hat nichts mit Sorgen um die Bandbreite zu tun, der Trend geht international in diese Richtung", sagt A1-Sprecherin Livia Dandrea-Böhm.
Journalismus/IT/Internet/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/09/2012 - Keine Kommentare

Der knapp halbstündige Eröffnungsvortrag von Stefan Plöchinger von sueddeutsche.de wurde von Moderator Peter Jebsen als einer der Höhepunkte auf dem gestrigen Besser Online-Kongress im Bonner Post Tower angekündigt. Und ich muss ihm zustimmen. Plöchinger selbst hat das selbst sehr pointiert in einem Tweet ausgedrückt: "Wo steht Online/Journalismus 2012? Zu zahlenhörig, zu platte Debatten, zu konservativ – mein Vortrag bei #djv_bo: ploechinger.tumblr.com/post/316145545…". „Peinlich“: Mit diesem Wort hat Plöchinger in seiner Rede skizziert, dass die Journalisten in Deutschland in Summe noch viel zu wenig aus dem Medium namens Online machen. Es gehe daher um Antworten auf die Frage, wie Journalisten ihr Verständnis von Online ändern sollten, um besser zu werden, und was wir Onliner ändern können, um online besser zu machen. Etwa bei der Einbindung von sozialen Netzwerken in die tägliche Recherchearbeit. Das findet nach meiner Meinung noch sehr verschämt oder zufällig statt.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 14/09/2012 - Keine Kommentare

In einem Vortrag von Tieto-Manager Stefan Grünzner auf der G-Force-Konferenz in Barcelona wurde das obige Foto gezeigt. Es hat doch generell Symbolkraft für die Servicekommunkation – nicht nur in Deutschland. Als Titel finde ich die Formulierung von Gunter Dueck recht hübsch: „Flachbildschirm-Rückseitenberatung“. Wolfgang Messer hat das in einem anderen Zusammenhang erwähnt: Wer den Wandel meistert, kann die Demenz vergessen. Entsprechend lautet die Überschrift meiner heutigen Kolumne für Service Insiders: Netzintelligenz statt „Flachbildschirm-Rückseitenberatung“ – Die Lila-Laune-Kommunikation der Unternehmen versagt im Social Web. In der Branche für Kundenkommunikation gibt es eine Menge Überlegungen, wie man vom Warteschleifen-Image runterkommt. Das zog sich jedenfalls wie ein roter Faden durch die Vorträge der Fachkonferenz G-Force in Barcelona. So kann man immer wiederkehrende Verbraucherfragen über gut gemachte Youtube-Videos abfangen. Fast jedes private oder berufliche Problem lässt sich dort lösen. Etwa zur Vorbereitung von Trainingseinheiten im Tischtennis, Auskünfte über die Feinheiten des Startens von Modellautos mit RC-Verbrenner oder der Frage, wie ich meine digitale Heimvernetzung optimieren kann. Häufig kommen die Filme gar nicht von professionellen Anbietern, sondern von so genannten Super-Usern, die sich einfach in bestimmten Feldern besser auskennen als jeder Verkäufer oder Agent im Call Center. Auch wenn es viele in der Servicewelt immer noch nicht kapiert haben, die Zeiten der „Flachbildschirm-Rückseitenberater“ und „Schema F- und Kästchendenker-Bürosklaven“ ist schon längst vorbei.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 14/09/2012 - Keine Kommentare

„Viele Unternehmen sind noch nicht über Social Media ansprechbar, jedenfalls nicht so wie über E-Mail oder Telefon. Ein Beispiel: Als Abonnent von ‚Sky Go‘ konnte ich mich neulich nicht einloggen. Auf der Website findet man zwar ein Formular und eine E-Mail-Adresse. Die wollte ich aber nicht nutzen, weil ich ja sofort Hilfe brauchte. Einen Link zu Twitter oder Facebook gab es nicht. Dabei wäre das die beste Lösung gewesen. Ich war sowieso online, hätte eine Nachricht hinterlassen und schnell eine Antwort erwartet. Kunden mit ähnlichen Problemen hätten mitgelesen. Hier gibt es enorm viel Potenzial“, so die Einschätzung von Mirko Lange von der Agentur Talkabout. Dabei bieten die Dialogmöglichkeiten des Social Web enorme Vorteile: „Die Kommunikation ist schriftlich, asynchron und dennoch fast in Echtzeit. Zudem gibt es keine Medienbrüche bei Links ins Internet, und es lassen sich simpel Daten austauschen. Über Dienste wie ‚Google+ Hangout‘ kann man auch in einen synchronen Gesprächsmodus wechseln. Die Qualität des Dialogs verbessert sich enorm“, so Lange. Nur findet eben dieser Dialog mit Kunden nicht mehr unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, wie beim Telefonat.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Kommunikation/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/09/2012 - Keine Kommentare

Das Leitmotto der G-Force in Barcelona – Fachkonferenz des Software-Anbieters Genesys – passt eigentlich auch gut zu meiner heutigen The European-Kolumne über den Tod der Warteschleife. Bei meinem Beitrag ist natürlich in erster Linie der Wunsch Vater des Gedankens. Denn in der Service-Landschaft sind wir davon noch meilenweit entfernt. Obwohl es in der Technologieszene schon ein gewaltiges Umdenken gibt. Etwa die Kommunikationsdienste der Firmen verstärkt über die Cloud zu organisieren – ein entsprechendes Produkt für die Service-Kommunikation wurde heute von Genesys und der Telekom vorgestellt. “Die cloudbasierte Genesys Contact Center Suite unterstützt jeden Interaktionskanal. Dazu zählen u.a. Telefonie, Brief, Fax, E-Mail, SMS, Chat, Web und Social Media. Alle Funktionen sind unter einer einheitlichen Bedienoberfläche zusammengefasst und stehen den Agenten zusammen mit einer Kundenhistorie und weiteren Informationen zur Verfügung”, so die Presseverlautbarung von Genesys. Zur Call Center World Ende Februar 2013 soll das Ganze starten.
Medien/Kommunikation/Politik/Recht
Von Peter Oslak veröffentlicht am 10/09/2012 - Keine Kommentare
US-Politiker sind auf Facebook stärker vertreten als ihre deutschen Kollegen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Instituts für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) in Hannover. Für die Studie wurde das Facebook-Engagement der 632 deutschen Bundestags- und 544 US-Kongressabgeordneten untersucht. Während in den USA 98 Prozent aller Abgeordneten auf Facebook vertreten sind, kommen die deutschen Kollegen auf 74 Prozent. Ein weiteres Resultat ist, dass deutsche Politiker deutlich weniger über ihr Privatleben preisgeben als die US-Volksvertreter. "Amerikanische Politiker teilen auf ihren Profilen Informationen über ihre Ausbildung und Hobbys. Das trifft auf deutsche Abgeordnete nicht zu. Im Allgemeinen kann man sagen, dass in den USA ein direkterer Dialog mit den Wählern geführt wird. Das hängt mit den unterschiedlichen Parteisystemen ab. In den USA werden Wahlkämpfe vor allem durch Spenden finanziert", sagt Sarah Geber, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IJK.
Wirtschaft/Umwelt/Recycling
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 10/09/2012 - Keine Kommentare

In Deutschland ist es ja schon ein großer Fortschritt, dass der stinknormale Müll nicht mehr in Deponien vergraben werden darf. Insofern ist es sicherlich sinnvoll, ihn lieber in Verbrennungsöfen zu packen. Was allerdings die Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland (Itad) in ihrer Lobbyarbeit vorhat, könnte man unter Ulk verbuchen. Oder etwas kritischer als Volksverblödung titulieren. Liebe Abmahnanwälte, ich sage bewusst “könnte”. Künftig möchten Anlagenbetreiber die Müllverbrennung als “thermisches Recycling” adeln. Die thermische “Behandlung” von Restabfällen aus Haushalt, Gewerbe und Industrie sei ein aktiver Beitrag zum Recycling und zum Ressourcenschutz, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes der MVA-Betreiber. Man untermauert das Ganze mit netten Milchmädchen-Rechnungen. Deutsche MVA und Ersatzbrennstoff-Kraftwerke gewönnen aus stofflich nicht verwertbaren Abfällen Strom und Wärme für jährlich zwei Millionen Haushalte und zahlreiche Industrieanlagen, heißt es in der Mitteilung der Itad. Damit würden rund drei Milliarden Liter Heizöl eingespart. Energie sei jedoch nur eines der mittels thermischer Abfallbehandlung aus dem Restmüll gewonnenen Güter. Aus den Verbrennungsrückständen (Schlacke, gs) würden Eisen- und Nicht-Eisenmetalle extrahiert, die anschließend wiederverwendet werden könnten. Jährlich würden 400.000 Tonnen Metalle auf diese Weise in den Stoffkreislauf zurückkehren. Zudem fänden pro Jahr 5 Mio Tonnen Schlacke nach entsprechender Behandlung Verwendung im Straßen- und technischen Anlagenbau. „Wir können also mit Fug und Recht bei der thermischen Verwertung von Abfällen auch von einem ‚thermischen Recycling’ sprechen“, so Itad-Geschäftsführer Carsten Sporn. Das ist ausgemachter Blödsinn. Die Müllverbrennungsanlagen wurden in Deutschland zur Beseitigung des Abfalls geplant und nicht zu Gewinnung von Strom, Wärme und Metalle. Es ist wohl kein Zufall, dass in der Pyromanen-Romantik kein Wort über Heizwerte oder Wirkungsgrade der Anlagen verlautet wird. Die Frage sei doch gestattet, was alternative Entsorgungsmethoden aus dem Abfall machen können? Mein Kollege Walter Warnecke hat sich die Mühe gemacht, die Heizwerte aller Müllverbrennungsanlagen aufzulisten (kann als Excel-Tabelle heruntergeladen werden)
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 07/09/2012 - 1 Kommentar(e)

Im Neuro-Psycho-Zeitalter sind wir scheinbar umgeben von pathologischen Phänomenen. Wer sich durch unbedachte Einkäufe verschuldet, leidet unter Kaufsucht. Wer nicht an Verhütung denkt, unterliegt der Sexsucht. Wer an Gesprächen nicht teilnimmt, krankt an sozialen Phobien. Ständige Grübeleien über Nichtigkeiten weisen auf Angststörungen hin. Und folgt man der monokausalen Analyse des Autors Manfred Spitzer produziert der übermäßige Konsum von digitalen Medien Heerscharen von Internetsüchtigen mit der Tendenz zur Hirnschrumpfung. Vielleicht leiden die selbsternannten Neuro-Experten selbst unter einer speziellen Form von pathologischer Schnappatmung im Verbund mit einer interneuronal-molekularen Dysbalance. Natürlich beeinflusst die Internet-Nutzung das Gehirn – genauso wie Fahrradfahren und alle anderen menschlichen Tätigkeiten und Erfahrungen auch. Selbst Neurowissenschaftlerin Maryanne Wolf, die vor den Gefahren des digitalen Lesens warnt, räumte im Interview mit der Süddeutschen Zeitung ein, dass es bis jetzt kaum harte Fakten zu den Auswirkungen des Lesens an einem Bildschirm gibt. Dann sollten die Neuro-Fanatiker den Ball vielleicht etwas flacher halten in ihrem spekulativen Hirn-Biotop.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 07/09/2012 - Keine Kommentare
54 Prozent der US-amerikanischen App-Nutzer haben Smartphone-Anwendungen schon aus Datenschutzgründen die Installation verwehrt. Das geht aus einer Studie des Pew Internet & American Life Project hervor. 30 Prozent haben sogar bereits installierte Apps wieder entfernt, wenn sie herausgefunden haben, dass übermäßig viele Daten gesammelt werden. Das bringt die oft geäußerte These, dass vor allem junge US-Amerikaner kein Bewusstsein für Datenschutz haben, ins Wanken. Auch US-Behörden machen jetzt vermehrt Druck auf die App-Hersteller. "In den USA ist das Verhältnis zwischen Bürgern und Staat historisch ein anderes. In der EU spielt Datenschutz eine weitaus größere Rolle. Allerdings sind von den Auswirkungen der aggressiven Werbevermarktung die Nutzer überall gleich betroffen. Die Smartphone-User spüren die Probleme, die durch App-Hersteller, die sich rücksichtslos ihrer Daten bedienen, entstehen. Das lassen sich die Kunden weltweit nicht gefallen", sagt Christian Jeitler von Quintessenz.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 06/09/2012 - Keine Kommentare
Der wankende finnische Mobiltelefon-Hersteller Nokia hat potenzielle Kunden mit einem Werbespot verärgert, der unlautere Mittel verwendet, um die Kamera des neuen Lumia 920 in ein vorteilhaftes Licht zu rücken. Der Spot suggeriert, dass eine enthaltene Sequenz zur Demonstration der hauseigenen Bildstabilisierungs-Software mit dem neuen Nokia-Spitzengerät gedreht wurde. Findige Beobachter haben allerdings durch Analyse des Videos bewiesen, dass eine professionelle Kamera zum Einsatz gekommen ist. Nokia hat den Fehler zugegeben und Maßnahmen zur Schadensbegrenzung ergriffen. "Irreführende Werbung ist in Deutschland nach dem Gesetz für unlauteren Wettbewerb verboten. Wer wissentlich die Unwahrheit sagt, kann sogar mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden. Das geschieht praktisch aber nie, da Beschwerden immer umstrittene Dinge betreffen. Niemand traut sich, offensichtlich zu lügen", erklärt Volker Nickel, Geschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft, gegenüber pressetext die rechtliche Situation.
Unternehmen/IT/Internet/App-Economy
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 06/09/2012 - Keine Kommentare

Die in den USA schon seit einigen Monaten im Apple App-Store erhältliche Facebook-Kamera App hat nun auch Einzug auf deutsche iOS Geräte gehalten. Die kostenlose Photo-App erweitert damit das Angebot der regulären Facebook -und der Facebook Messanger App auf iPhone, iPad und iPod Touch. Die Facebook Kamera App ermöglicht es nun mehrere Fotos mit einem Upload online zu stellen. Die von Facebook bekannten Optionen wie Freunde markieren, geotagging oder verschiedene Alben anlegen werden mit der eigenständigen App für den mobilen Gebrauch optimiert. Fotos lassen sich direkt aus der App aufnehmen, bearbeiten und auf Facebook hochladen. Zu den Bearbeitungsoptionen zählen das Beschneiden und Drehen von Fotos sowie das Hinzufügen von Filtern. Die Möglichkeit eigene Bilder und die Bilder der Freunde zu kommentieren und zu liken runden den Funktionsumfang der App ab.
Medien/Kommunikation/Kultur/Lifestyle
Von Peter Oslak veröffentlicht am 05/09/2012 - Keine Kommentare
Musiker beklagen, dass sie auf Musik-Streaming-Diensten wie Spotify kaum Geld verdienen. Während Musiklabels und Betreiber von Musik-Portalen hohe Gewinne einstreifen, gehen die Künstler offensichtlich leer aus. Für die Wiedergabe eines Songs auf iTunes, Match oder Spotify bekommen die Musiker weniger als einen Cent. Josh Davidson, Mitglied der Band Parks and Gardens hat sich dazu entschlossen, das Geschäftsmodell von Online-Musikplayern anzuprangern. Auf Twitter schreibt er, dass seine Musikgruppe für jeden gespielten Song auf iTunes gerade mal 0,3 Cent verdient, auf Spotify nehmen die Rocker immerhin 0,9 Cent ein. "Wenn wir nur einen Cent verdienen wollen, muss ein Lied dreimal gespielt werden", schreibt Davidson. Die ersten Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Branchen-Insider Scott Buscemi bestätigt, dass keiner der Anbieter mehr als einen Cent pro Wiedergabe zahlt. Der Unmut der Künstler über diese Praxis ist unumstritten. Die britische Band Coldplay hat sich vergangenes Jahr dazu entschlossen, ihr neues Album "Mylo Xyloto" nicht auf Spotify, Rhapsody und anderen Plattformen zu veröffentlichen. Andere große Namen der Musikbranche wie Adele, Tom Waits und Paul McCartney haben ähnliche Zeichen gesetzt.
Medien/Kommunikation/Forschung/Technologie
Von Peter Oslak veröffentlicht am 04/09/2012 - Keine Kommentare
Zwischen 2010 und 2011 ist die Nutzung von mobiler Unterhaltung auf Smartphones und Tablets um 82 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforschungsinstitute Millenial Media und comScore, die einen klaren Trend zum mobilen Fernsehen feststellen. Während die Nutzung von Online-Diensten boomt, hat sich die Anzahl von Smartphones um ein Viertel erhöht. Der Studie zufolge werden multimediale Inhalte auf Smartphones also immer öfter genutzt. "In Zukunft erwarten wir uns, dass der Werbemarkt verstärkt auf mobile Plattformen setzt und den traditionellen Print-Sektor verlassen wird. Bei mobilen Angeboten stellen wir einen regen Austausch zwischen den Werbetreibenden und Konsumenten fest", sagt Forschungsleiter Marcus Startzel. In der Studie wurde auch die Relevanz von mobilen Inhalten für die Werbe- und Unterhaltungsindustrien untersucht. Dabei beobachten die Wissenschaftler, dass mittlerweile 35 Prozent aller Kino-, Theater- und Konzerttickets über mobile Dienste bestellt werden. Aufgrund dieser Entwicklung haben sich die Werbeausgaben in diesem Segment um 133 Prozent erhöht.
Wirtschaft/Unternehmen/Mittelstand/Kommunikation
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 04/09/2012 - Keine Kommentare

Die DeTeWe Communications startet unter dem Motto „Try & Buy“ eine neue Multimediaoffensive: „Das Thema Video steht bei immer mehr Unternehmen auf der Agenda. Häufig ist die Entscheidung für einen Kauf bereits gefallen, die Frage ist nur noch, welches System die eigenen Anforderungen am besten widerspiegelt. BluStar von Aastra ist ein hochwertiges Videosystem, das einfach zu bedienen, leicht zu installieren und auch für Mittelständler erschwinglich ist. Davon können sich Unternehmen während der Try & Buy-Aktion überzeugen“, sagt Christian Fron, Geschäftsführer der DeTeWe Communications. Die Kampagne ist ab sofort gültig.
Wirtschaft/Unternehmen/Arbeit/Beruf/Veranstaltung
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/09/2012 - Keine Kommentare
Vom 20.-22. September 2012 findet in Bonn die 24. Jahreskonferenz der European Association of Labour Economists (EALE) statt. Die größte europäische Tagung von Arbeitsökonomen findet damit erstmals seit 1999 wieder in Deutschland statt. Über 400 internationale Fachleute werden im Kongresszentrum am ehemaligen Regierungssitz aktuelle Fragen und Trends auf den globalen Arbeitsmärkten diskutieren. Zu den Themenschwerpunkten des Programms mit mehr als 70 Einzelveranstaltungen zählen: Frauen und Arbeitsmarkt; Zeitarbeit und befristete Beschäftigung; Technologischer Fortschritt und Arbeitsnachfrage; Arbeitslosenunterstützung im internationalen Vergleich; Neue Erkenntnisse der ökonomischen Glücksforschung. Sandra Black (University of Texas, Austin) beleuchtet in ihrer Rede zu Beginn der Tagung am Donnerstagnachmittag die Rolle von Frauen auf dem Arbeitsmarkt: Wie hilfreich ist eine verbindliche Frauenquote für Top-Positionen in Unternehmen?
IT/Internet/Medien
Von Frederik Engelhardt veröffentlicht am 03/09/2012 - Keine Kommentare
Eine Folge der Auseinandersetzungen zwischen der GEMA und Youtube ist, dass eine größere Zahl von Videos für deutsche Nutzer gesperrt wurden. Ein neues Plugin ermöglicht nun das einfache Umgehen dieser Sperre. Das Verfahren ist schon länger bekannt und umfassend erprobt, allerdings war es bisher relativ umständlich zu bedienen. Um die Herkunft der Abfragen zu verschleiern, werden die Daten über Server in anderen Ländern - meist in den USA - umgelenkt und weitergesendet. Umgekehrt werden die Antworten ebenfalls über diese Rechner zurück- und von dort auf den eigenen PC geschickt. Auch wenn diese Vorgehensweise problemlos den Abruf der gesperrten Videos ermöglicht, gibt es bisher auch eine Reihe von Nachteilen. Allen voran muss hier auf die deutlich langsamere Geschwindigkeit der Verbindung hingewiesen werden, die durch das Umlenken verursacht wird. Außerdem mussten für jede Abfrage die Netzwerkeinstellungen des Browsers verändert und nach dem Ende des Clips wieder zurück gesetzt werden. Nicht zuletzt war es nicht immer einfach, einen zuverlässigen Proxyserver mit einer akzeptablen Geschwindigkeit zu finden.
Unternehmen/Finanzen/Medien/Kommunikation
Von Johannes Pernsteiner veröffentlicht am 03/09/2012 - Keine Kommentare
Social Media können für Unternehmen ebenso Segen wie auch Fluch sein: Einerseits erlauben sie, mit bestehenden und potenziellen Kunden zu kommunizieren, andererseits macht ihre Offenheit und Transparenz auch verwundbar für Kritik. Welche Gefahren Führungskräfte und Profis in den Netzwerken sehen, hat die Altimeter Group soeben erhoben. Ihre Studie zeigt: Als größtes Risiko sieht man die Beschädigung des Images, als gefährlichste Portale Facebook, Twitter und YouTube - just die am weitesten verbreiteten. US-Manager zählen Social Media zu den größten Gefahrenquellen für ihr Unternehmen, verkündeten unlängst Deloitte und Forbes. Mit 27 Prozent Zustimmung rangiert die neue Kommunikationsform gleich hinter der Globalwirtschaft, der eigenen Regierung und Regulierungen auf Platz vier. Altimeter ging nun einen Schritt weiter und befragte 52 Fachexperten, die mit der Thematik am meisten vertraut sind: Anwälte, Social-Media-Manager und Compliance-Beauftragte der Firmen.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Medien
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 03/09/2012 - Keine Kommentare
Das Buch komplett gelesen? In welchem Zeitraum? Oder nach drei Kapiteln abgebrochen? Was bei der Lektüre eines gedruckten Buches niemand erfährt, kann bei Lesern von elektronischen Büchern die Software des US-Startups Hiptype analysieren, schreibt das Technologie-Magazin Technology Review in seiner Ausgabe 9/2012. Der E-Book-Leser ist für Verlage bald kein unbekanntes Wesen mehr: Hiptype analysiert, an welcher Stelle Nutzer zu lesen beginnen, wo sie aufhören und welche Zitate sie mit anderen Nutzern austauschen. Diese Angaben zum Leseverhalten helfen Verlagen, ihre Leser einzuschätzen - jenseits von Verkaufszahlen und Pressereaktionen. Das Verfahren wird derzeit von einzelnen Verlagen getestet und läuft bereits im Apple iBookstore für iPad und iPhone. Andere Lesegeräte dürften folgen.
Medien/Kommunikation/Produkte/Innovationen
Von Thomas Pichler veröffentlicht am 31/08/2012 - Keine Kommentare
Atari hat die Atari Arcade gestartet, die zunächst acht große Klassiker vom ersten Games-Welterfolg "Pong" bis hin zu "Centipede" in runderneuerten HTML5-Versionen direkt im Browser spielbar macht. Großer Partner ist dabei Microsoft mit dem Internet Explorer, in dem Interessenten die nicht nur optisch aufpolierten Spieleklassiker werbefrei genießen können. Freilich funktionieren die Games auch in anderen modernen Browsern, wie ein kurzer pressetext-Test bestätigt. Die Atari Arcade hat ein wenig etwas von einem Treffen der Generationen: Der Spielepublisher feiert sein 40-jähriges Jubiläum - der "Pong"-Ball ist erstmals 1972 noch sehr einfarbig über die Bildschirme geflimmert - während der Internet Explorer in Kürze mit dem Launch von Windows 8 in Version 10 durchstartet. Die Atari Arcade zelebriert dies und soll auch die Zusammenarbeit von Atari und Microsoft stärken, so Atari-CEO Jim Wilson. "Das passt zu unserer aktuellen digitalen Strategie, es macht es einfacher für Gamer rund um die Welt auf unsere berühmten Franchises zuzugreifen, dank der Stärke und Flexibilität von HTML5."
Wirtschaft/Unternehmen/Umwelt/IT/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 30/08/2012 - Keine Kommentare

Im wahrsten Sinne des Wortes. Nach einem Bericht des Spiegels, der schon Ende Juli erschienen ist und den ich durch einen freundlichen Hinweis eines Blogger-Freundes erst jetzt wahrgenommen habe, gibt es beim Müllkonzern “Duales System Deutschland (DSD)” – besser bekannt unter dem Label “Der Grüne Punkt – eine wundersame Vermehrung der Fans auf der Facebook-Präsenz des Unternehmen. So schreibt der Spiegel: “Mülltrennung scheint sich auch international wachsender Beliebtheit zu erfreuen, selbst im fernen Bangladesch, wo diese durchaus deutsche Art des Umweltschutzes eigentlich noch nicht allzu viele Nachahmer gefunden hat. Fans hat das als ‘Grüner Punkt’ bekanntgewordene ‘Duale System’ aber dennoch in Bangladesch. Viele Fans. Zumindest auf der Facebook-Seite des Kölner Unternehmens. Auffallend viele der mehr als 10 000 Facebook-Anhänger (aktuell ist übrigens eine Schrumpfung zu registrieren: es sind nur noch 9.225 Müllfreunde. Stand: 28. August 2012, 10:30) des Dualen Systems hatten als Heimatort Dhaka angegeben. Bemerkbar machen sich die exotischen Mülltrennfetischisten indes kaum: Ein eigens in englischer Sprache bereitgestelltes Video über die Kaffeekapselentsorgung hatte zuletzt gerade mal 30 Abrufe – und auch die kamen fast ausschließlich aus Europa. Eine mögliche Erklärung der merkwürdigen Freundschaftsbande zwischen Rheinland und indischem Subkontinent: Die vermeintlichen ‘Freunde’ könnten mit Barem angelockt worden sein.” Nach Recherchen des Spiegels führt die Spur zum Freunde-Verkäufer Fandealer in Thüringen. Hier konnte man beispielsweise Fan des Dualen Systems werden – und darüber hinaus von Hunderten anderer Firmen.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Kommunikation
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 29/08/2012 - Keine Kommentare
Der ITK-Hersteller Aastra entwickelt seinen Kommunikationsserver für den Mittelstand weiter: Die Aastra 400. So stellt das Unternehmen mit dem Release 2.1 eine neue Branchenlösung für Hotels sowie zusätzliche Funktionen für Unified Communications und Collaboration vor. „Ein wichtiger Meilenstein ist die Integration unserer jüngst vorgestellten Videolösung BluStar. Wer die Vorteile der Videokommunikation an der Aastra 400 nutzen möchte, braucht dadurch keinen separaten BluStar Application Server mehr. Eine weitere Neuerung ist der bereits vorinstallierte Fax Server, mit dem jeder Mitarbeiter Faxe direkt über den Desktop des PCs empfangen und senden kann. Wir zeigen einmal mehr, dass mit der Aastra 400 auch Mittelständler Unified Communications einfach realisieren können “, sagt Jürgen Signer, Geschäftsführer der Aastra Deutschland GmbH. Das Release 2.1 ist ab sofort erhältlich.
Genossenschaften/Finanzkrise/Raiffeisen/Bonn
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 29/08/2012 - Keine Kommentare

Sie haben der Finanzkrise getrotzt und erleben nun eine Renaissance, schreibt die Wirtschaftswoche in ihrer aktuellen Titelstory “Wir statt Gier”. Es geht um Genossenschaften, die in Deutschland wieder wie Pilze aus dem Boden schießen: “Bürger helfen sich selbst und gründen Unternehmen – für den Wohnungsbau bis hin zur Energiewende”, so die Wirtschaftswoche. Hochnäsige MBA-Absolventen in ihrem Shareholder Value-Wolkenkuckucksheim bewerten wahrscheinlich immer noch das Genossenschaftsprinzip als verstaubt, verschnarcht und kollektivistisch. Das Gegenteil ist der Fall. So kamen die Genossenschaftsbanken relativ ungerupft durch die Finanzkrise. “Sie vereinen den Großteil der Genossen in Deutschland. Immerhin sind fast 21 Millionen Menschen Mitglieder. Da fällt die Zahl derer, die Aktien oder Aktienfonds besitzen, mit etwa zehn Millionen Menschen bescheiden aus”, schreibt die Wirtschaftswoche. Und mit Sozialromantik hat das Ganze nichts zu tun. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe. Genossenschaften seien Netzwerke, die helfen, wenn eine Branche im Wandel und im Wachsen ist, erläutert die Volkswirtin Theresia Theurl von der Uni Münster gegenüber der Wirtschaftswoche: “Bist Du nicht groß oder besonders stark, musst du besonders schlau sein. Man kann sich Größe auch organisieren, ohne sich abhängig zu machen.”
Technik/IT/Innovationen
Von Maximilian Fliege veröffentlicht am 28/08/2012 - Keine Kommentare
Die Technik macht den Menschen das Leben leichter. Teilweise ist sie sogar dazu geeignet, das Leben zu retten oder zu verlängern. Nützliche Erfindungen, die das Wohlbefinden und das Lebensalter steigern, sind der Herzschrittmacher und das Hörgerät. Aber wo ist die Grenze zu ziehen? Was spricht gegen einen implementierten Computer zum Vergnügen? Gibt es bald den Hirnschrittmacher? Überflügeln die Athleten der Paralympics bald die Leistungen der Olympioniken? Es wird in zahlreichen Sektoren gewerkelt - der Mensch wird künstlich verbessert. Wer von technischen Errungenschaften erzählt, der kommt an Google nicht vorbei. Die Google Glasses sollen mehr können als gewöhnliche Brillen. Als Telefon, Navi, Fotoapparat und Chat sollen diese fungieren. Informationen sollen für andere nicht sichtbar vor dem Auge erscheinen.
Wirtschaft/Demografie/Betriebe/Senioren/Beruf/Karriere
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 28/08/2012 - Keine Kommentare
Laut forsa-Umfrage meinen 77 Prozent der Jungen, dass Ältere im Beruf Probleme mit neuen Technologien und Kommunikationsformen haben. Das bestätigen aber nur 54 Prozent der Alten. Die sogenannten Silver Surfer sind derzeit die am schnellsten wachsende Gruppe im Internet – schon das untermauert, dass Ältere durchaus technikaffin sind. „Ob Chinesisch oder die neue Buchhaltungssoftware: Alte können sich alles zutrauen“, erklärt Heckel. Leider bleiben ältere Bewerber in den Technologie-Berufen auf der Strecke, kritisiert Maxiilian Nobis von IT-Personaldienstleister Harvey Nash: „Eine vertane Chance für die Unternehmen. Die Vorteile dagegen werden kaum gesehen.“ Die Älteren schaffen es oft nicht einmal bis zum Bewerbungsgespräch. „Der passt nicht ins Team“ heiße es dann, berichtet Nobis. Gemeint ist: Der jeweilige Chef – selbst Mitte 30 – will keinen Mitarbeiter, der mehr Erfahrung hat, ihn womöglich nicht akzeptiert und damit nicht steuerbar ist. „Ein älterer Mitarbeiter hat größere Auswirkungen auf ein Team als eine Nachwuchskraft. Er findet schneller Gehör und ist in der Regel sehr präsent“, sagt der IT-Personalexperte. Natürlich sei es eine berechtigte Frage, wie gut sich ein Bewerber integrieren kann. „Aber das ist letztlich nicht vom Alter abhängig, sondern vom Charakter.“
Wirtschaft/IT/Internet/Datenschutz
Von Louise Miller veröffentlicht am 28/08/2012 - Keine Kommentare
Seit einigen Tagen macht eine Nachricht die Runde, die das Potential hat, Googles leicht ramponiertes Image wieder aufzupolieren. Verschiedene Medien melden, dass der Internetkonzern dabei ist, ein Datenschutzteam zusammenzustellen. Das sogneannte „Red Team“, soll dabei helfen, die Privatsphäre der Nutzer noch effektiver zu schützen. Auf den ersten Blick hört sich diese Meldung sehr interessant an. So geriet Google in den letzten Monaten und Jahren doch vor allem dann in die Schlagzeilen, wenn es um Fragen rund um die Privatsphäre der Nutzer und die Sammelwut des Unternehmens ging – Google Streetview ist nur ein Stichwort unter vielen. Laut einer Stellenanzeige sucht Google nun Mitarbeiter, die „dabei helfen, sicherzustellen, dass unsere Produkte die höchsten Standards erfüllen und so funktionieren, dass die Privatsphäre unserer Nutzer geschützt wird.“ Zeigt Google also endlich Einsicht? Hat es wirklich etwas aus der negativen Berichterstattung gelernt?
Produkte/Innovationen/Handel/Dienstleistungen
Von Thomas Pichler veröffentlicht am 28/08/2012 - Keine Kommentare
Samsung hat über seinen offiziellen Unternehmens-Blog die Verfügbarkeit zweier neuartiger Displays bekanntgegeben. Das transparente 22-Zoll-Modell "NL22B" gibt es entweder einzeln oder gleich als All-in-One-Vitrine, die neue Möglichkeiten in der Verkaufspräsentation verspricht. Das quadratische LED-Display "UD22B" wiederum ist darauf angelegt, bis zu 100 Stück einfach für großflächige Installationen zu kombinieren. Beide B2B-Produkte werden laut Hersteller auf der IFA Berlin 2012 vom 31. August bis zum 5. September der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Schon vor anderthalb Jahren hat Samsung den Start der Massenfertigung von transparenten 22-Zoll-Panels für Marketing-Zwecke verkündet. Was auf der IFA zu sehen sein wird, schlägt genau in diese Kerbe. In der All-in-One-Variante kommt das NL22B in Form einer Vitrine, deren eine Front das transparente Display bildet. Das ermöglicht Bilder und Informationen zum darin ausgestellten Produkt anzuzeigen, die auch dynamisch mit der Ware interagieren können.
Wirtschaft/Unternehmen/Kultur/China
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 27/08/2012 - Keine Kommentare

“They are starting to out-innovate the home-grown competition” mit diesem Satz endet die Cover Story des neuesten “Economist” mit dem Titel “Who’s afraid of Huawei?”. Wird China die neue Innovationsmacht? Mit dieser Frage beschäftigt sich am Freitag, den 31. August die Innovationskonferenz des Schweizer Beraters Bruno Weisshaupt. Grund genug mit ihm ein Interview zu führen – auch als Vorbereitung meiner Mittwochskolumne für das Debattenmagazin “The European”. Der Netzwerkausrüster “Huawai” spielt in dem Gespräch natürlich auch eine Rolle. Angesicht der Tatsache, dass ALU und NSN vor dem Aus stehen, bleibt nur noch Ericsson als ernsthafte Konkurrenz übrig. Wenn China in der Kommunikations-Infrastruktur ein Monopol erreicht hat, werden sie dann – so wie der Westen in den letzten Jahrzehnten – im Gegenzug so in den Westen investieren, dass hier eine effektive Konkurrenz hochkommt, oder wird der Westen abhängig? Wer macht denn die Musik im zukunftsträchtigen Mobile Business? Die Taktgeber sind hier Apple und Google. Von den verstaubten Telcos ist wenig zu sehen. Das kann man jährlich auf der Mobile World in Barcelona erleben. Es reicht eben nicht aus, eine Digitaleinheit zu gründen, um an der Expansion der Netz-Ökonomie zu partizipieren. Dabei gibt es viel zu tun. Das werden vor allem die Netzausrüster wie Huawei offensiv angehen: die Digitalisierung aller Wirtschaftszweige. Die Antworten von Weisshaupt werte ich für meine Kolumne aus.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Peter Oslak veröffentlicht am 27/08/2012 - Keine Kommentare
Eine Facebook-Nutzerin aus Boston hat festgestellt, dass auf ihr Konto aus Orten, die mehr als 600 Kilometer entfernt sind, mehrmals zugegriffen wurde. Zunächst dachte sie, dass sie von der Polizei beobachtet wird und richtete sich an einen Journalisten, der den Fall jetzt aufgeklärt hat. Facebook speichert den Standort seiner Nutzer und ist dabei sehr ungenau. Diese verpfuschten Daten könnten für Facebook-Enthusiasten aber ein böses Nachspiel haben. "Es gibt auf Facebook eine Reihe von Diensten, die den Aufenthaltsort der Anwender feststellen und für Werbemaßnahmen verwenden. Diese Dienste sind viel zu intransparent. Die Nutzer können nicht nachvollziehen, wie die Daten entstehen und wofür sie verwendet werden", sagt Hans Zeger von der ARGE Daten gegenüber pressetext.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Social Web
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 25/08/2012 - Keine Kommentare

Zuerst war es nach Ansicht der Piratin Marina Weisband sehr schwer, das Thema der digitalen Demokratie überhaupt zu vermitteln: ”Das Konzept war neuartig und diejenigen, die sich damit beschäftigten, relativ allein. Dann gab es reges Interesse an dieser neuen Form der Beteiligung, die niedrigschwellige Mitbestimmung verspricht. Jetzt, nachdem die ersten Systeme und Versuche gerade zum Laufen gebracht worden sind, werden die geringen Teilnehmerzahlen kritisiert. Ob Liquid Feedback, Bürgerhaushalte oder andere Werkzeuge – der Prozentsatz der Teilnehmer ist im Vergleich zur Population gering. Die Süddeutsche Zeitung titelt sogar: ‘Wirkungslose Wunderwaffe’”, so Weisband in einem Beitrag für das Debattenmagazin “The European”. Aber jeder Mensch, der sich bislang herausgehalten hatte und der sich nun plötzlich für die Gesellschaft einsetzt, sei ein Gewinn. “Darum ist es nicht sinnvoll, die Anzahl der Teilnehmer nur in ihrem Verhältnis zur Gesamtbevölkerung zu sehen”, so Weisband und es ist auch wenig sinnvoll, so pessimistisch im Grundton über die Möglichkeiten der Partizipation zu schreiben. Man sollte das auch nicht nur auf den Nutzungsgrad von Werkzeugen der Liquid Democracy reduzieren. Jede Form der Willensbekundung im Netz ist ein Schritt zu mehr Bürgerbeteiligung – als Wähler, Konsument und bald auch immer stärker als Arbeitnehmer! Das ist auch noch einmal Thema meiner heutigen Kolumne für den Fachdienst Service Insiders: Verdünnte Repression und Liquid Democracy im Arbeitsalltag: Wie Social Media die Unternehmensorganisation auf den Kopf stellt.
Medien/Kommunikation/Politik/Recht
Von Peter Oslak veröffentlicht am 24/08/2012 - Keine Kommentare
Der Online-Versandhändler Amazon hat eine "Election Heat Map" veröffentlicht, auf der zu sehen ist, welche Bücher in einzelnen Bundesstaaten gekauft wurden. Mit Hilfe dieser Informationen schließt Amazon auf die politische Einstellung seiner Konsumenten. Die große Überraschung ist, dass die Landkarte mit der Ausnahme von drei Staaten, tiefrot gefärbt ist. Das heißt: Der Großteil Amerikas liest republikanische Literatur. Auf der Landkarte wird allen 50 US-Bundesstaaten eine entsprechende politische Farbe zugeteilt - rot für Republikaner und blau für Demokraten. Wenn man sich die aktuelle Landkarte ansieht, sind mit der Ausnahme von New York, Vermont und Massachusetts, alle Bundesstaaten dem konservativen Wählerlager zuzuordnen - sogar das als liberal eingestufte Kalifornien.
Wirtschaft/Unternehmen/Technologie/Sport
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 23/08/2012 - Keine Kommentare

„Nach mehreren Boomjahren hintereinander ist das Fahrradgeschäft in West- und Mitteleuropa 2012 bisher durch eine ruhigere Phase gegangen“, stellt Frank Bohle fest. Für den Geschäftsführer des durch seine Marke Schwalbe bekannten Fahrradreifenherstellers Ralf Bohle GmbH aus Reichshof bei Köln hing das auch mit den schwierigen Wetterverhältnissen bis zum Spätsommer zusammen: „Wenn täglich Regenwetter droht, verlieren viele Freizeitradler die Lust auf eine größere Fahrradtour.“ Dabei hatte gerade der Erfolg der Elektrofahrräder in den vergangenen Jahren für eine Wiederentdeckung des Fahrrades bei unterschiedlichsten Zielgruppen gesorgt, wie der Schwalbe-Geschäftsführer hervorhebt: „Die vielen E-Bikes sorgen auch für ein neues Phänomen: Der Mehr-Generationen-Fahrradausflug kommt in Mode. Enkel, Eltern und Großeltern können wieder gemeinsam Radfahren, weil die Elektrounterstützung sportliche Unterschiede ausgleicht.“ Aber auch viele sportliche Radfahrer seien glücklich, weil sie nun wieder gemeinsam mit ihrer Partnerin Touren unternehmen können. „Der Elektromotor kompensiert Leistungsunterschiede und verbindet die Menschen.“
Medien/Kommunikation/Politik/Recht
Von Peter Oslak veröffentlicht am 22/08/2012 - Keine Kommentare
Facebook, das größte soziale Netzwerk der Welt, wird unangebrachte und verhetzende Inhalte in Indien zensieren. Die indische Regierung hat in den vergangenen Tagen mehrfach von Facebook und Twitter gefordert, religiöse Provokationen zu löschen und sogar mit rechtlichen Folgen gedroht. Ein Unternehmenssprecher beschreibt die Situation als "Ausnahmezustand". "Ich stelle eine Tendenz der indischen Regierung fest, dass bei gewissen Konflikten interveniert wird. Teilweise wird auch zu drakonischen Maßnahmen gegriffen, um die Pressefreiheit zu beschränken. Von einer permanenten Zensur der Medien in Indien gehe ich aber nicht aus - es handelt sich um Einzelfälle", sagt Sebastian Schwecke vom Centre for Modern Indian Studies gegenüber pressetext. Konflikte zwischen Muslimen und indigenen Völkern im Nordosten, bei denen bisher 78 Menschen ums Leben gekommen sind, haben die indische Regierung dazu bewogen, gegen Hasstiraden im Internet vorzugehen, um damit die Gewaltbereitschaft einzudämmen. Twitter hat im Frühjahr zwar ein Meldesystem für unangebrachte Inhalte eingeführt. Der Microblogging-Dienst kommt laut den indischen Behörden mit der momentanen Situation aber nicht zurecht. Twitter hat sich dazu bisher nicht geäußert.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Peter Oslak veröffentlicht am 21/08/2012 - Keine Kommentare
Videospiele sollen schon bald olympisch werden. Immer mehr Videospiel-Enthusiasten fordern, dass E-Sport als Sportart anerkannt und bei den nächsten Olympischen Spielen in Rio de Janeiro zugelassen werden soll. In China und Korea gilt E-Sport bereits als offizieller Sport. In Deutschland hingegen treffen die digitalen Sportler auf wenig Gegenliebe. In Köln findet zurzeit die Intel Extreme Masters (IEM) statt, wo sich Spieler aus aller Welt in verschiedenen Disziplinen messen und insgesamt ein Preisgeld von mehr als 510.000 Euro abräumen können. Auch dort wird die Anerkennung des digitalen Sports zum Thema gemacht. Riotgames-Chef Brandon Beck, ein Schwergewicht in der Spiele-Szene, geht davon aus, dass E-Sport schon bald zur olympischen Disziplin erklärt werden wird. Damit löste er eine Diskussion aus, die jetzt in Köln angelangt ist. "In Deutschland gibt es grundsätzlich Vorbehalte gegenüber neuen Entwicklungen. Gaming ist ein mentaler Sport, das stimmt schon. Die Spieler müssen aber auch große sportliche Leistungen erbringen. Nach den momentanen Vorstellungen der Verantwortlichen wäre auch Schach keine Sportart. In Deutschland wird zu viel Wert auf Körperlichkeit gelegt", sagt Ibrahim Mazari von Turtle Entertainment gegenüber pressetext. Auch er hofft, dass das olympische Komitee mehr Verständnis für den digitalen Sport zeigt.
Unternehmen/Finanzen/Medien/Kommunikation
Von Sebastian Köberl veröffentlicht am 20/08/2012 - Keine Kommentare
Ein Restaurant-Besitzer aus Los Angeles sorgt in diesen Tagen mit einer äußerst unorthodoxen Geschäftsidee für Aufsehen. Im Eva Restaurant http://evarestaurantla.com bekommen ab sofort alle Gäste, die ihre Smartphone und andere elektronische Geräte ausschalten, einen Rabatt von fünf Prozent auf ihre Essensrechnung. Dies geht aus einer aktuellen Meldung der Los Angeles Times hervor. Damit setzt das Restaurant eine Maßnahme, die ein konkretes Ziel verfolgt. "Wir wollen den Gästen, die sich in Ruhe unterhalten und essen möchten, auch eine entsprechende Umgebung bieten", erklärt Mark Gold, Inhaber und Geschäftsführer des Lokals auf dem Beverly Boulevard. Im deutschsprachigen Raum ist ein derartiges Rabatt-Angebot bislang noch unbekannt. "Die Geschäftsidee ist durchaus interessant, aber einen solchen Trend können wir in Deutschland nicht erkennen", so Benedikt Wolbeck, Pressesprecher des Deutschen Hotel und Gaststättenverbandes DEHOGA im Gespräch mit pressetext.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Carolina Schmolmüller veröffentlicht am 20/08/2012 - Keine Kommentare
Der einst marktführende Mobiltelefon-Hersteller HTC verliert gegenüber Mitbewerbern global seine Überlegenheit. Die Umsätze des taiwanesischen Unternehmens sind im zweiten Quartal um 27 Prozent gefallen. Der Konzern befürchtet auch im dritten Quartal ein einbrechendes Geschäft. Dieser Fall entspricht der Hälfte der gesamten Einnahmen der vergangenen drei Monate. Damals waren die Umsätze noch auf ihrem Höhepunkt. Zudem ist der Aktienkurs seit 2011 um 70 Prozent gesunken. Der extreme Umsatzverlust wirft nicht nur die Frage auf, was das Management verabsäumt hat, sondern auch, ob es im Konkurrenzkampf zwischen Samsung und Apple überhaupt noch einen dritten Gegner geben kann. Laut Daniel Chang von Macquarie steuert die Smartphone-Industrie auf ein Sandwich typisches Szenario zu, in welchem Samsung und Apple die klaren Gewinner sind.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Peter Oslak veröffentlicht am 17/08/2012 - Keine Kommentare
Immer mehr Projekte werden über Crowdfunding finanziert. Laut einer Studie des Forschungsinstituts Mass Solution wurden im vergangenen Jahr weltweit über 1,2 Mrd. Euro über Crowdfunding-Portale für verschiedene Projekte finanziert. "Diese Art der Finanzierung wird immer mehr zur Alternative für kommerzielle Projekte und Unternehmen. Bis 2013 erwarten wir einen starken Anstieg in diesem Sektor", sagt Forschungsleiter Carl Esposti. Ein amerikanischer Comic-Fan hat sich dazu entschlossen, über das Internet Geld für den Bau eines Museums über Nikola Tesla zu sammeln. Über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo sollen rund 700.000 Euro einnehmen. Wenn die Kampagne erfolgreich verläuft, will der US-Staat New York den Betrag verdoppeln und damit das Projekt ermöglichen. Immer mehr Kreative setzen auf die finanzielle Kraft von Gleichgesinnten aus aller Welt. Ein Filmprojekt aus Österreich finanziert sich schon seit 2009 mit kleinen Teilbeträgen, die über solche Netzwerke gesammelt werden. Die Dokumentation über den italienischen Filmstar Bud Spencer befindet sich, dank der regen Unterstützung, in der Zielgeraden.
Computer/Gaming/Messe/Gamescom
Von Constantin Sohn veröffentlicht am 16/08/2012 - Keine Kommentare

Was ich gestern und heute gemerkt habe ist, dass ich auf die Frage “Was war denn das tollste Spiel der Gamescom” keine Antwort geben kann. Vergangenes Jahr war das für mich ganz klar Guild Wars 2. Natürlich gab es wieder große Titel wie “Crysis 3″, “Devil May Cry”, “Call of Duty” oder “Starcraft II: Heart of the Swarm”. Große Revolutionen wie 2011 fehlen in diesem Jahr. Zudem sollten die Gamescom-Veranstalter am Konzept feilen. Große Anbieter wie Nintendo, Sega, THQ und Microsoft glänzen durch Abwesenheit. Naja, genug gejammert! Mit Crysis 3 können wir uns, hoffentlich noch in diesem Jahr auf ein weiteres Grafikwunder aus dem Hause Crytek freuen. Welche Kunstwerke die neue CryENGINE 3 vollbringen kann, zeigt ein Tech Trailer. Devil May Cry. Alleine der Name ruft in mir Bilder von den Helden wie Dante, Nero und natürlich Vergil hervor. Von allen Games die ich kenne, kann man von diesem sagen, dass diese Serie mit Abstand den größten Style hat. Und damit meine ich hauptsächlich die Video-Sequenzen. Coole Kampfszenen, wo sich die Helden in Szene setzen und einem nach jeder Pose ein Freudenschauer über den Nacken läuft. Ob der neue Teil daran anschließen kann, wird sich zeigen. Der Gamescom Trailer sah nicht so vielversprechend aus. Der Teaser weckt allerdings größere Hoffnungen!
Wirtschaft/IT/Künstliche Intelligenz
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/08/2012 - Keine Kommentare

Regelfreie und flüssige Kommunikation in losen und netzartigen Strukturen, das unadressierte Senden, Folger-Strukturen, Mikrokommunikation und Instant-Kommunikationsakte wie Gefällt mir-Entscheidungen sind Stichworte, die die asynchrone Kommunikation des Netzes beschreiben. Man kann es auch in den Worten von Gerhard Wohland, Leiter des Instituts für dynamikrobuste Höchstleistung, ausdrücken: „Es breitet sich eine Kommunikation unter Abwesenden aus. Das ist allerdings schon in der Antike so gewesen. Sokrates wetterte gegen die Schrift. Erst Platon hat aufgeschrieben, was Sokrates gesagt hat. Der hat den Braten gerochen. Wenn ich aufschreibe, was ich denke und was ich sage, dann kann sich jeder Hinz und Kunz darüber her machen“, sagt Wohland. Diese Effekte werden sich auch auf die unternehmensinterne Kommunikation auswirken, bemerkt Süleyman Arayan, Vorstandschef des Softwareunternehmens Ityx in Köln: „Im vernetzten Unternehmen sind die Mitarbeiter jederzeit über den Fortlauf ihrer Angelegenheiten und Projekte informiert. Nicht die Mitarbeiter suchen die Informationen – die Informationen finden die Mitarbeiter.” Es spiele keine Rolle mehr, ob eine Information per E-Mail, über soziale Netzwerke oder als Postdokument eingeht: Sie werde genau jenen Mitarbeitern verfügbar gemacht, für die sie relevant ist. Der Übergang zum vernetzten Unternehmen könne nur erreicht werden, wenn sich der Fokus von der reinen Informationslogistik verabschiedet und die Inhalte in den Mittelpunkt rücken. Ityx verfolgt dabei nach eigenen Angaben einen sehr pragmatischen Ansatz der Künstlichen Intelligenz.
Umwelt/Recycling/Politik
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/08/2012 - Keine Kommentare

Heute hat Bundesumweltminister Peter Altmaier einen 10 Punkte-Plan für “eine Energie- und Umweltpolitik mit Ambition und Augenmaß” vorgestellt. Da taucht auch ein Statment zu seinem persönlichen Arbeitsstil auf, der dialog- und konsensorientiert sein soll: “Gerade weil wir bei der Energiewende und dem Klimaschutz vor Entscheidungen von großer Tragweite stehen, die zudem erhebliche wirtschaftliche und politische Interessen der Beteiligten berühren, müssen wir Gesprächsblockaden überwinden und gesellschaftliche Diskurse ermöglichen. Das bedeutet z.B. nicht nur die frühzeitige Einbeziehung von Ländern und Kommunen, sondern auch die Schaffung verstärkter Gesprächs- und Austauschmöglichkeiten zwischen unterschiedlichen und traditionell eher gegensätzlichen Verbandsinteressen.” Im Juni flatterte dem Bundesumweltminister eine Korrespondenz ins Haus, die bislang nicht beantwortet wurde. Titel: Friss und stirb – Offener Brief zum neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz und der Zielsetzung einer Recyclingwirtschaft. Initiiert von der Rechtsanwältin und Abfallexpertin Birgit Stede. Es wäre eigentlich ein Gebot der Höflichkeit, innerhalb von zwei Monaten wenigstens ein paar Zeilen an die Autoren des Schreibens zu richten. Bislang Fehlanzeige. Kein Dialog, lieber Herr Altmaier.
Unternehmen/Finanzen/Politik/Recht
Von Sebastian Köberl veröffentlicht am 16/08/2012 - Keine Kommentare
Der Mobilfunkanbieter Vodafone hat einem seiner Kunden in Deutschland mit über 100 unerbetenen Werbeanrufen den letzten Nerv gezogen. Der 30-Jährige hatte seine beiden Handy-Verträge gekündigt. Vodafone-Mitarbeiter hatten daraufhin versucht, ihm mit besseren Konditionen einen neuen Vertrag schmackhaft zu machen. Dieser lehnte mehrfach und entschieden ab und drohte dem Mobilfunkriesen letztlich mit Unterlassung. Bei Verbraucherschutzorganisationen sorgt dieser Fall für großes Unverständnis. "Von einer derartigen Vehemenz bei Werbeanrufen habe ich bislang noch nie gehört. Aus Sicht eines genervten Verbrauchers ist bereits ein ungebetener Anruf einer zu viel. Bei so großen und professionellen Unternehmen wie Vodafone dürfte dies allerdings die Ausnahme sein, trotzdem ist es unverständlich", erklärt Florian Mair, Vorstand des Online-Verbraucherschutzes, gegenüber pressetext. Vodafone entschuldigte sich und erklärte, die Telefonsperre sei nur für eine der gekündigten Nummern vermerkt gewesen. Doch selbst bei so einem Fehler sind über 100 Anrufe nicht nur unverhältnismäßig, sondern auch schlicht unakzeptabel, so Mair.
Politik/IT/Internet/Social Media
Von Louise Miller veröffentlicht am 15/08/2012 - Keine Kommentare
Nur sehr spät haben viele Parteien soziale Netzwerke entdeckt. Außer bei den Piraten scheint es allenthalben immernoch so, also ob die Parteien noch im Begriff sind, zu verstehen, wie sie Facebook, Twitter und andere Netzwerke so effektiv wie möglich für eigene Zwecke nutzen können. In den letzten Tagen machten vor allem Berichte, denen zufolge Parteien oder Politiker mutmaßlich Twitter-Follower oder Facebook-Fans kauften, die Runde. Dies zeigt, dass die betroffenen Parteien noch viel Nachholbedarf in Sachen soziale Medien haben. Mitte Juli machte der ZDF-Journalist Jens Schröder in einem Blogeintrag darauf aufmerksam, dass sich schon vorher, aber vor allem im April dieses Jahres, die Twitter-Follower der CDU auf wundersame Weise vermehrt hätten. Innerhalb von drei Tagen gewann die Partei ungefähr 5.000 Follower hinzu – davor und danach waren die Wachstumszahlen jedoch vergleichbar moderat. Die CDU beteuerte jedoch, keine Follower gekauft zu haben und versichert, das bei ihr alles mit rechten Dingen zugehen würde.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Carolina Schmolmüller veröffentlicht am 15/08/2012 - Keine Kommentare
Konsumenten ziehen Smartphones und Tablets portablen Spielekonsolen vor. Zu diesem Schluss kommt die Branchenerhebung "Mobile Gaming", die das Beratungsunternehmen Deloitte durchgeführt hat. Die verzeichneten Zuwächse um ein Drittel in Deutschland sind auf eine verbesserte Hardware und eine einfachere Bedienung durch Apps zurückzuführen, bestätigt Klaus Böhm, Director Media bei Deloitte, gegenüber pressetext. Ursache für diese Zunahme ist einerseits die verbesserte mobile Infrastruktur Deutschlands und andererseits das mobile Breitbandinternet. Zusätzliche Vorteile gegenüber mobilen Spielekonsolen sind der Touchscreen sowie ein benutzerfreundlicher Zugriff über Apps. Die Ergebnisse der Untersuchung belegen, dass 40 Prozent der Befragten den Grund für den geminderten Gebrauch von Spielekonsolen im Download von Apps sehen. Im internationalen Vergleich gelten die USA und Frankreich mit Zunahmen von 38 und 32 Prozent als Spitzenreiter.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Arbeit
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 14/08/2012 - Keine Kommentare

Man spürt die Verkrampfung der Industriekapitäne der Deutschland AG, wenn sie sich mit Dingen beschäftigen müssen, die sie nicht kapieren. Der Grafiker Quentin Fiore formuliert das in seinem Opus „Das Medium ist die Massage“ mit drastischen Worten: Ein Überleben sei heute unmöglich, wenn man sich seiner Umwelt, dem sozialen Drama, mit einer starren, unveränderlichen Haltung nähert – eine geistlose, immer gleiche Reaktion auf das Verkannte. „Leider begegnen wir dieser neuen Situation mit einem riesigen Ballast überholter intellektueller und psychologischer Reaktionsmuster. Sie lassen uns h-ä-n-g-e-n. Unsere eindrucksvollsten Wörter und Gedanken verraten uns. Sie verbinden uns mit der Vergangenheit, nicht mit der Gegenwart“, schreibt Fiore. Der traditionelle Manager hasst die Welt der Blogs, Foren und Netzwerke. Alles eine Zeitgeisterscheinung. Er kann einen Tweet nicht von einem Tweed unterscheiden. Letzteres hängt ja als Sakko in seinem Kleiderschrank. Warum sollte es da noch etwas anderes geben. Neumodischer Kram. Das Netz richtet sich aber nicht mehr nach den Gesetzen der Tweed-Kanalarbeiter. Es gehe um nichts weniger als „einen Kulturshift", so der Berater Alexander Greisle. Vorgesetzte müssten Offenheit lernen, Kontrolle abgeben, Ergebnisse auch aushalten. „Hat ein Unternehmen eine ausgeprägte Präsenz- und Meetingkultur, nützt es nichts, einfach Technik reinzupacken und zu behaupten: Wir sind offen für Digital Natives.“
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Peter Oslak veröffentlicht am 14/08/2012 - Keine Kommentare
Google führt die Entwicklung seines sozialen Netzwerkes Google+ fort und führt für einige seiner prominenten Nutzer maßgeschneiderte URL-Adressen ein. Auf Facebook und Twitter gibt es dieses Feature schon lange, jetzt zieht auch der Suchgigant nach. Eine der ersten Adressen, die an das neue System angepasst wurden, ist das Profil des englischen Fußballers David Beckham. "Wir sind noch nicht in der Lage, jedem seine eigene Adresse anzubieten. Schon bald wird es aber so weit sein", kündigt das Unternehmen an. Ein Mitarbeiter des Softwareriesen erklärt auf seinem Profil, wieso diese Änderung so wichtig ist. "Eine maßgeschneiderte URL ist eine kurze, einprägsame Adresse, die direkt auf Ihr Profil verlinkt", sagt Saurabh Sharma. Er enthüllte auch einige der ersten Profile, die unter einer verkürzten URL zu finden sind. Darunter sind bekannte Namen wie Hugo Boss, Hugh Jackman, Britney Spears und David Beckham.
Produkte/Innovationen/Forschung/Technologie
Von Markus Keßler veröffentlicht am 13/08/2012 - Keine Kommentare
Informatiker des Darthmouth College haben ein biometrisches Armband entwickelt, das die passive Identifikation seiner Träger ermöglicht. Durch Messung des elektrischen Widerstandes des Körpers können User von Computern, Mobiltelefonen und anderen Systemen zweifelsfrei erkannt werden. Vor allem im medizinischen Bereich soll das Hightech-Schmuckstück zum Einsatz kommen, zur Absicherung von medizinischen Implantaten gegen Hacker oder zur Anmeldung von Patienten an Messgeräten. Der Haken beim sogenannten Bioimpedanzverfahren ist, dass eine Änderung des Verhältnisses zwischen Muskeln, Fett und Wasser die Identifikation verhindern kann. "Die Beispiele gehackter Insulinpumpen oder Herzschrittmacher zeigen, dass auch im medizinischen Bereich Bedarf nach neuen und besseren Sicherheitskonzepten besteht", so Wolfgang Altendorfer von IKARUS Security Software gegenüber pressetext. "Der Ansatz der biometrischen Authentifizierung ist interessant, hat aber seine eigenen Schwachstellen, wie erst kürzlich ein Forscherteam am Beispiel des überlisteten Iris-Scanners bewies. Wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Schwachstellen des biometrischen Armbandes entdeckt werden." Ein gangbarer Weg wäre nach Meinung des Experten vielleicht die Nutzung von Vorlieben der User, beispielsweise durch die Eingabe von Abfolgen von Farben oder Formen.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/08/2012 - Keine Kommentare

ITyX CEO Süleyman Arayan sieht das enorme Potential von Social Media für die unternehmensinterne Kommunikation: „Im vernetzten Unternehmen sind die Mitarbeiter jederzeit über den Fortlauf ihrer Angelegenheiten und Projekte informiert. Nicht die Mitarbeiter suchen die Nachricht – die Nachricht findet die Mitarbeiter.” Eine Vernetzung der Mitarbeiter untereinander bringe nicht nur kommunikative Vorteile, so Sebastian Thielke in einem Blogpost zum Thema “Enterprise 2.0 – Der Einsatz von Social Media in der Unternehmenskommunikation”: “Es macht Wissen nutzbar, das durch Standort-Barrieren, konservative Kommunikationskanäle und hinderliche Hierarchien nicht erkennbar ist. So finden sich im Unternehmen immer wieder Experten, die Erfahrungen auf den unterschiedlichsten Gebieten gesammelt haben. Probleme und Fragestellungen werden offen in ein solches Netzwerk eingestellt und vielfach unter Beteiligung mehrerer Mitarbeiter gelöst. Dabei zeigt sich oft, dass ein Großteil der Beteiligten aus themenfremden Abteilungen des Unternehmens stammt.”
Unternehmen/Finanzen/Medien/Kommunikation
Von Johannes Pernsteiner veröffentlicht am 10/08/2012 - Keine Kommentare
Immer mehr Betriebe nutzen interne Wissenssammlungen nach dem Wikipedia-Vorbild, die sogenannten "Firmen-Wikis". Ob diese Form der Kommunikation, die Mitarbeiterwissen archiviert und schnell der Belegschaft zugänglich macht, funktioniert, haben nun zwei Forscher der University of Alberta in einem großen IT-Unternehmen analysiert. Ihr Fazit: Wikis bringen Vorteile, falls sie zur Betriebskultur passen und auf Bedürfnisse und Interessen von Nutzern und Herausgebern abgestimmt sind. Bisher stecken Wikis in Europas Unternehmen erst in ihren Anfängen: Eine Erhebung des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung besagt, dass selbst in der Informationswirtschaft derzeit nur 7,2 Prozent der Unternehmen Wikis nutzen. Damit rangiert diese Option jedoch immerhin noch vor Twitter (4,3 Prozent) und Corporate Blogs (4,2 Prozent), während die bevorzugten Web-2.0-Formen eindeutig die sozialen Netzwerke sowie Feedback-Funktionen sind.
Wirtschaft/Umwelt/Entsorgung/Recycling
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 10/08/2012 - Keine Kommentare

"Als verfrüht und kontraproduktiv", bezeichnet Burkhard Landers, Präsident des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., die Gründung einer Gesellschaft zur Vorbereitung einer Zentralen Stelle durch Handel und Hersteller. Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), der Handelsverband Deutschland (HDE), der Markenverband sowie die BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung haben die GbR gegründet und wollen sie nach Inkrafttreten des Wertstoffgesetzes in eine Stiftung umwandeln. Wie die Verbände verlauten ließen, sehen sie die künftigen Aufgaben einer Zentralen Stelle insbesondere in der Registrierung und Mengenmeldung von Verpflichteten, die im Rahmen einer erweiterten Produktverantwortung nicht nur für die Rücknahme von Verkaufsverpackungen, sondern auch von bestimmten Waren aus Kunststoff und Metallen verantwortlich sein sollen. Das stößt jedoch auf massive Kritik des bvse. "Wer ein gutes und zukunftsfähiges Wertstoffgesetz in dieser Legislaturperiode wirklich will, der sollte darauf aus sein, mit allen relevanten Beteiligten ein tragfähiges Konzept zu entwickeln", betont Landers und führt weiter aus: „Die Handels- und Herstellerverbände erwecken den Eindruck als wollten sie einseitig Fakten schaffen. Das schafft kein Vertrauen, sondern bringt den Dialogansatz von Bundesumweltminister Altmaier in Misskredit.“
Wirtschaft/Kommunikation/IT/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/08/2012 - Keine Kommentare

Unternehmen und Agenturen kommunizieren im Social Web auf Kleinkind-Niveau, kritisiert Ed Wohlfahrt in einem Beitrag für t3n. Mit ernstzunehmenden Kundendialogen hat das nichts zu tun: “Wem gehen die trivialen Kommentare auf Facebook und anderen sozialen Medien nicht auf die Nerven? Wenn jemand nichts zu sagen hat, dann geht immer noch ein ‘Wow schööööön’, ‘Toll’ oder ‘Lieeeeb’. Nachdenklich machen sollte uns aber vor allem auch, dass viele Unternehmen soziale Medien als Jahrmarkt der Trivialität sehen und ihre Updates aus purer Berechnung immer sinnentleerter ausfallen lassen.” In sozialen Medien triviale Scheiße zu produzieren und auf ihre massenhafte Verbreitung zu hoffen, sei nach Auffassung von Wohlfahrt das eine. Davon auszugehen, dass alle nur noch Triviales wollen, könnte sich jedoch als Trugschluss herausstellen. Nur ein kleines Problem sehe ich dabei. An echten Dialogen sind Unternehmen im Social Web bislang kaum interessiert. Deshalb sind die infantilen Spielchen mit irgendwelchen Albernheiten doch viel bequemer. Da gibt es zur “normalen” Kommunikationspolitik der Unternehmen keinen so großen Unterschied: Eine klare Sprache ist Mangelware. Statt die Sache auf den Begriff zu bringen, palavern Manager über die Sache hinweg. Erzeugt werden semantische Nebelschwaden ohne Substanz, ohne Inhalt, ohne Wirkung. Wortschwulst, Floskeln und Leerformeln dienen eher einem Ritual, um Dinge aufzublasen und wichtig zu machen. In Wahrheit verbergen sich hinter den Laber-Orgien heiße Luft und dümmliche Kalenderweisheiten.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Thomas Pichler veröffentlicht am 09/08/2012 - Keine Kommentare
Über den offiziellen Unternehmensblog Samsung Tomorrow hat der Elektronikkonzern heute, Donnerstag, den Start von Voice over LTE (VoLTE) mit dem Galaxy S3 LTE bekannt gegeben. Damit kann das Modell nicht nur für Datenübertragungen, sondern auch für einfache Telefongespräche die vierte Mobilfunk-Generation nutzen. Praktisch zeitgleich hat in Südkorea freilich auch LG mit dem Optimus LTE2 ein VoLTE-fähiges Modell vorgestellt. Damit startet das Rennen um die neue Service-Generation. VoLTE nutzt einen IP-Paket-basierten Dienst sowohl für Sprach- als auch Datenübertragungen und ist damit praktisch ein Technologie-Update. Denn die Regel bei LTE-Netzen ist im Moment noch das sogenannte Circuit-Switched Fallback (CSFB), bei dem Daten via 4G übertragen werden, für Gespräche aber noch das 3G- oder gar 2G-Netz zum Einsatz kommt. Dem gegenüber bietet VoLTE laut Samsung eine Reihe von Vorteilen.
Wirtschaft/IT/Internet/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 08/08/2012 - Keine Kommentare

Wie gestern angekündigt, beschäftige ich mit den von Sascha Lobo zu recht geforderten Alternativen zu den Web-Monopolisten. Nicht nur herumnörgeln, sondern konstruktive Vorschläge zur Weiterentwicklung des Netzes machen. Hier der Versuch im Debattenmagazin “The European”. Auszug: Für den Systemingenieur Bernd Stahl liegt die Lösung in dezentralen Strukturen, die für mehr Konkurrenzdruck sorgen könnten. „Immer mehr Leute denken über sogenannte Mesh-Networks nach. Es wäre eine Renaissance des ursprünglichen Internet Spirits“, so Stahl von Nash Technologies. Personalisierte Cloud-Dienste unterliegen dann keinem Diktat mehr von Algorithmen oder moralinsauren Web-Konzernen. Ähnlich sieht das Felix Stadler von der Zürcher Hochschule der Künste. Anstatt auf eine zentrale und zentralisierte Infrastruktur zu vertrauen, die Vernetzung organisiert, werde eine neue Generation von Plattformen entwickelt, die auf dem Prinzip der Maschen (engl.: mesh) beruht. Eine gemeinsame Infrastruktur soll durch die Vernetzung vieler einzelner lokaler Netze entstehen, die Daten untereinander weiterreichen. Damit würden die zentralen Kontrollpunkte des Netzes entfallen und man stärkt das emanzipatorische Potenzial des Netzes.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Thomas Pichler veröffentlicht am 07/08/2012 - Keine Kommentare
Der neue Kachel-Startbildschirm von Windows 8 ist für User offenbar unvermeidlich. Mit der in der vorigen Woche fertiggestellten finalen RTM-Version (Release-to-Manufacturing), die bereits im Internet aufgetaucht ist, ist es nicht mehr möglich, mit Tricks direkt zum Desktop zu booten. Das berichtet Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley auf ZDNet. Hoffnungen, dass zumindest Unternehmenskunden ein klassischeres Windows-Erlebnis wiederfährt, scheinen zerschlagen. In bisherigen Vorab-Versionen von Windows 8 war es stets möglich, mit passenden Shortcuts dafür zu sorgen, dass User nach dem Login direkt auf dem klassischen Desktop landen. Eben diesen kleinen Trick hat Microsoft in der RTM-Version des neuen Betriebssystems nun unterbunden.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Cloud Computing
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 06/08/2012 - Keine Kommentare

Apple-Mitgründer Steve Wozniak warnt nach einem Bericht von Giga.de vor den populären Cloud-Diensten. Auch bei Woz stehen die Benutzungsbestimmungen im Zentrum der Kritik. Die habe ich ja als AGB-Diktatur bezeichnet: “Ich mache mir sorgen darum, dass alles in die Cloud wandert”, so Wozniak. “Ich glaube, das wird entsetzlich werden. Ich glaube, dass wir in den nächsten fünf Jahren viele schreckliche Probleme haben werden.” Mit der Cloud besäßen die Benutzer überhaupt nichts mehr, “das hat man schon beim Anmelden weggegeben”, so Woz. “Ich möchte, dass ich das Gefühl habe, dass mir Sachen gehören. Viele Leute glauben: ‘Oh, das ist doch alles letztendlich auf meinem Computer’, aber ich sage, dass, wenn wir immer mehr ins Web und auf die Cloud übertragen, wir immer weniger Kontrolle darüber haben werden”, erklärt der Weggefährte von Steve Jobs. So werden höchst sinnvolle Dienste ad absurdum geführt. Im Endergebnis ist das nicht anderes als maschinengesteuerter Paternalismus der zu politisch fragwürdigen Netzsperren führt. Die Regeln setzen bigotte Konzerne nach Gutherrenmanier. Solange Wettbewerb herrscht, relativiert sich die Moralkeule, die in den unlesbaren Geschäftsbedingungen eingemeißelt wird. Ich kann ja mit den Füßen abstimmen und den Anbieter wechseln. Was aber passiert, wenn auch das nicht mehr möglich ist?
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Carolina Schmolmüller veröffentlicht am 06/08/2012 - Keine Kommentare
Facebook hat aufgrund einer Namensdopplung der Mexikanerin Selena Gomez den eigenen Account vorübergehend deaktiviert. Als Grund für die drakonische Maßnahme gibt das Unternehmen an, dass das Nachahmen von Prominenten untersagt ist. Vergangenen Mittwoch hatte Gomez versucht, sich unter ihrem Namen bei ihrem Facebook-Profil anzumelden. Sie musste allerdings feststellen, dass es ihr unter diesem Namen nicht möglich war, zu ihrem Benutzerkonto zu gelangen, da dieses offensichtlich deaktiviert wurde. "Obwohl es sinnvoll ist, sich Gedanken über Gegenmaßnahmen zu machen, gibt es bisweilen keine rechtliche Möglichkeit, solche Zwischenfälle zu verhindern. Das Unternehmen Facebook untersteht wie alle sozialen Netzwerke seinem Betreiber, welcher darüber entscheiden kann, ob ein Account zulässig ist oder nicht", so Datenschutzexperte Hans Zeger von der ARGE Daten.
Produkte/Innovationen/Forschung/Technologie
Von Markus Keßler veröffentlicht am 03/08/2012 - Keine Kommentare
Das US-Unternehmen Envisioning Technology hat eine Liste der für die kommenden 28 Jahre zu erwartenden technologischen Durchbrüche erstellt. In elf Kategorien, von "künstlicher Intelligenz" bis "Roboter", wird vom heutigen Stand der Forschung auf künftige Entwicklungen geschlossen, wie die Huffington Post berichtet. So sollen bis 2019 Autos selbständig fahren. Auch werden bis 2028 Medikamente erwartet, die Menschen dauerhaft jung aussehen lassen. Für die Seriosität der Aufzählung spricht, dass Langzeitträumereien, die schon seit Jahrzehnten vor dem Durchbruch stehen, nicht aufgenommen wurden. "Die Angabe von Jahreszahlen sollte nicht für bare Münze genommen werden. Allerdings ist es interessant zu sehen, woran im Moment geforscht wird. Die Validität solcher Prognosen hängt von der Methode ab. Es gibt durchaus seriöse Institute, die nicht bloß Phantasien fabrizieren. Visionen sind immer nützlich, denn die Überlegungen können in politische Diskurse eingebracht werden", sagt Reinhold Popp, Leiter des Zentrums für Zukunftsstudien der Fachhochschule Salzburg, gegenüber pressetext. Auch seriöse Vorhersagen seien vor Überraschungen nicht gefeit, manche Tendenzen würden aber durchaus zutreffen.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Peter Oslak veröffentlicht am 02/08/2012 - Keine Kommentare
Pirate-Bay-Nutzer, die Blockaden von Internetprovidern umgehen wollen und dazu Proxy-Anbieter nutzen, können ihr blaues Wunder erleben. Denn seit drei Tagen versuchen die Anbieter dieser Kommunikationsschnittstellen mit Crapware den Nutzern das Leben schwer zu machen. Hunderttausende können nicht mehr auf das Portal zugreifen, wo illegal Musik und Filme heruntergeladen werden können. Ob das Downloaden von Torrents illegal ist, wird schon lange diskutiert. Eigentlich werden keine urheberrechtlich geschützten Inhalte heruntergeladen, sondern nur eine Textdatei. Deswegen werden Internetanbieter, die Pirate Bay blockieren, von der Online-Community heftig kritisiert. Die Judikatur bei Downloads von Torrents geht tatsächlich nicht von einer Straftat aus, wie die Gesellschaft für Autoren Komponisten und Autoren (AKM) im Gespräch mit pressetext mitteilt. "Die Gerichte muten dem Nutzer nicht zu, dass er versteht, dass sich hinter den Torrents illegale Downloads befinden. Die Gesellschaft setzt sich deswegen für die Lizenzierung von legalen Diensten wie iTunes ein", so die AKM.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 01/08/2012 - Keine Kommentare

Repression verdünnen, das Leitmotto des Ich-sag-mal-Blogs, täte auch den Organisationen in Wirtschaft und Politik gut. Etwas mehr Anarchie wagen, liebwerteste Gichtlinge der Befehl-und-Gehorsam-Fraktion. Hübsch beschrieben übrigens in dem Buch “TRIAL AND ERROR” von Tim Harford. Die deutsche Übersetzung ist gerade im Rowohlt-Verlag erschienen. Auf Seite 347 ff. schildert er die Wirkung von so genannten Shunk-Works-Abteilungen. Bei Lockheed ist das schon in den 50er Jahren praktiziert worden. Die beteiligten Ingenieure arbeiteten in einem Zirkuszelt, spielten einander Streiche, kam zwanglos gekleidet zur Arbeit und waren nicht in die reaktionäre Unternehmenskultur eingebunden. Sie genossen Narrenfreiheit und entwickelten Dinge, die nichts mit dem Kerngeschäft des Konzerns zu tun hatten. Die üblichen Hahnenkämpfe bei der Verteidigung von Macht und Positionen fanden in diesem Team nicht statt. Üblich ist ja eher Vermeidungsverhalten und Unterdrückung von Innovationen. Sie könnten ja den eigenen Arbeitsplatz in Frage stellen. Ähnlich verhält es sich bei der Einführung von Social Media-Technologien für interne und externe Abläufe in Organisationen.Wikis, Blogs und Feeds könnten traditionelle Instrumente der Kommunikation in großen Unternehmen ablösen. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung bieten Social Media-Technologien auch für Firmen nützliche Effekte, internes Wissen besser zu erfassen, zu speichern und mit anderen zu teilen. Soweit die Theorie. So schreibt die SZ-Autorin Christiane Siemann: „Die Umstellung auf Enterprise 2.0-Strukturen ist für manche Beschäftigte und Führungskräfte schwierig. So sind selbst Mitarbeiter, die privat in jeder freien Sekunde twittern, chatten und bloggen, oft unsicher, ob und wie sie im betriebsinternen Kontext agieren sollen. Ihre Zweifel: Ist meine Meinung überhaupt gefragt? Ärgert sich mein Chef über Anregungen oder Kritik? Wie reagieren die Kollegen?“
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Peter Oslak veröffentlicht am 01/08/2012 - Keine Kommentare
Die US-Online-Videoplattform Hulu ist ab sofort auch auf Apple TV vertreten. Die Applikation wurde von Apple ohne große Ankündigung zum Angebot hinzugefügt. Die Inhalte können laut ersten Berichten auf der ganzen Welt empfangen werden und werden in Europa nicht geblockt. Das könnte in Deutschland zu einem weiteren Streit zwischen privaten TV-Sendern und Regulierungsbehörden auslösen. Für rund acht Dollar können sich Besitzer von Apple-TV-Geräten aktuelle Serien und Filme in HD-Qualität ansehen. Das von Apple-CEO Tim Cook als "Hobby" bezeichnete TV-Projekt wird mit dem neuen Angebot eine größere Rolle im weltweiten Fernsehmarkt spielen. Vergangenes Jahr wurden laut offiziellen Angaben 1,3 Mio. Geräte verkauft. "Apple hat die Anzahl von TV-Kanälen absichtlich gering gehalten, weil man sich auf iTunes und Netflix fokussiert hat", sagt Avi Greengart von Current Analysis. Experten zufolge könnte Hulu die Verkaufszahlen der digitalen TV-Schnittstelle in die Höhe treiben. Ob Nutzer außerhalb der USA tatsächlich uneingeschränkten Zugang zu den Inhalten haben, ist noch unklar. Momentan wird jedenfalls ein amerikanisches iTunes-Konto benötigt.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Peter Oslak veröffentlicht am 31/07/2012 - Keine Kommentare
Die irische Datenschutzbehörde hat dem Wiener Studenten Max Schrems, der Facebook vor einem Jahr wegen angeblicher Datenschutzverletzungen verklagt hat, per SMS mitgeteilt, dass man nicht mehr mit ihm sprechen will. Der angehende Jurist prüft jetzt, wie man das Verfahren weiter finanzieren könnte. Der Prozess wird auf unbestimmt Zeit auf Eis gelegt. "Max, ich weiß, dass Sie versucht haben, mich in meinem Büro zu erreichen. Weder ich noch der Kommissar sind für Gespräche verfügbar." Mit dieser kurzen Botschaft richtete sich der stellvertretende Datenschutzkommissar Gary Davis an den Wiener. "Die Behörden sprechen schlichtweg nicht mit mir - das ist reine Willkür. Wir bekommen keine Akteneinsicht und können das Verfahren gegen Facebook nicht fortsetzten. Wir werden mit dem Prozess pausieren, bis die Gespräche mit der Datenschutzbehörde weiter gehen", sagt Schrems im pressetext-Interview. Die irische Behörde sei mit dem Fall klar überfordert und auf das Fehlen von Gesetzten reagiere sie, indem sie eigene Regeln erfinde.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 30/07/2012 - Keine Kommentare
Die Verbesserung von internen Geschäftsabläufen und die Automatisierung von Prozessen treten bei der Umsetzung von ECM Projekten in Mittelstand und Großunternehmen zunehmend in den Vordergrund. Zu diesem Ergebnis kommt die im Auftrag der Kölner Softwarefirma ITyX durchgeführte Marktanalyse des IdH (Institut für dynamikrobuste Höchstleistung). Die Befragung bestätigt damit in wesentlichen Punkten die Trends der im Mai durchgeführten ECM Trendstudie von Open Text. In der zum Teil telefonisch und per Fragebogen durchgeführten Erhebung wurden Entscheider aus Fachbereichen und IT danach befragt, welche Disziplinen des ECM (Enterprise Content Management) im Fokus ihrer ECM Aktivitäten liegen. Dabei wurde deutlich, dass die „elektronische Ablage“ von Dokumenten als klassische Disziplin des Dokumenten Managements (DMS) an Relevanz eingebüßt hat. In einer zuvor in 2010 durchgeführten Befragung hatten noch 83 Prozent hierin eine Hauptmotivation für ihre ECM-Aktivitäten gesehen. Heute wird dieser Wert nur noch von knapp der Hälfte der Unternehmen als wichtig betrachtet (49 Prozent).
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 30/07/2012 - Keine Kommentare
US-Autohersteller General Motors (GM) arbeitet an einer direkten Kommunikationsmöglichkeit für Autos mit Smartphones in der Umgebung. Durch eine ad-hoc-Verbindung, die direkt ohne Umweg über einen Knotenpunkt zustande kommt, könnten Autofahrer handytragende Fußgänger und Radfahrer in einem Umkreis von rund 183 Meter erkennen. Der WiFi-Direct-Standard ermöglicht Verbindungen, die schnell genug hergestellt werden, um brenzlige Situationen zu verhindern. Auf Smartphones muss für ein funktionierendes System allerdings eine entsprechende App installiert sein, die gerade von GM entwickelt wird. "In Österreich waren 2009 rund 19 Prozent der Verletzten im Straßenverkehr Fußgänger oder Radfahrer. Der Anteil an den Verkehrstoten beträgt sogar 22 Prozent. Gerade im innerstädtischen Bereich und im Ortsgebiet ist die Gefährdung für ungeschützte Verkehrsteilnehmer hoch. Auch im Bereich von Schutzwegen kommt es öfter zu Problemen. Systeme, die das Risiko für Fußgänger und Radfahrer senken können, sind zu begrüßen", sagt Florian Schneider vom Kuratorium für Verkehrssicherheit.
Auto/Verkehr/Umwelt/Energie
Von Peter Oslak veröffentlicht am 27/07/2012 - Keine Kommentare
Elektroautos mit unbeschränkter Reichweite könnten schon bald Realität werden. Das US-Unternehmen Qualcomm will schon bald mit der Testphase für Induktion beginnen. Durch drahtloses Aufladen sollen Zwischenstopps an Ladestationen hinfällig werden. Diese Innovation soll den E-Fahrzeugen zum Durchbruch verhelfen. Diese Technologie wird bei Handys und anderen kleinen Geräten bereits verwendet. Dabei werden elektromagnetische Felder eingesetzt, die Gadgets durch Induktion aufladen. In der Automobilindustrie ist diese Innovation noch nicht angekommen, weil es bisher nicht effizient und zu teuer war. Qualcomm sagt, dass die Kehrseiten des Energieverlustes durch ein neues Verfahren "kompensiert" werden können.
Wirtschaft/Umwelt/Recycling/Energiewende
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/07/2012 - Keine Kommentare

Angeblich feuert das Sturmgeschütz der deutschen Linken nicht mehr. “Was ist los mit Spiegel-Online-Kolumnist Jakob Augstein”, fragt sich der “The European”-Autor Alexander Wallasch. “Hat sich Jakob Augstein tatsächlich an seinem überraschenden Bekenntnis zum ersten Grass-Gedicht verhoben? Sind das Sühnezeichen, wenn er neuerdings mit Merkel und Gauck flirtet, um den verlorenen europäischen Gedanken jammert und sogar dem Staat den Zehnten seines privaten Guthabens leihen will? Obendrauf auf den ganzen Mist veröffentlicht der Salonlinke ein Buch übers Laubenpiepern. Der Feuilletonchef der ‘FAZ’ nennt ‘Die Tage des Gärtners. Vom Glück, im Freien zu sein’ einen ‘botanischen Bildungsroman’. Ja, sag mal Alter, geht’s noch?” Ja sicher. Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun, liebwertester Wallasch. Mir wurde die Laube quasi in die Wiege gelegt. Direkt nach meiner Geburt pachtete mein lieber Papa einen kleinen Garten in Friedland III. Die Kolonie liegt noch in Neukölln und grenzt an Mariendorf. Dort herrschte richtiges Landleben und ich erlebte als Großstadtkind vergnügliche Stunden in Kornfeldern, Wäldchen und Wiesen. Das nur als Randbemerkung. Übrigens ist das Buch von Augstein ein literarisches Vergnügen und für die Sommerlektüre nur zu empfehlen. Hat nun Augstein irgendeine Ladehemmung als Publizist? Weit gefehlt. Allein sein aktuelles Stück ist angriffslustig wie eh und je. Und machen wir uns nichts vor, man schreibt nicht jede Woche gute Kolumnen. Jedenfalls gefallen mir die Ausführungen von Augstein über die Energiewendehälse.
Forschung/Technologie/Produkte/Innovationen
Von Peter Oslak veröffentlicht am 26/07/2012 - Keine Kommentare
Das US-Unternehmen Matternet will bis 2015 ein Netz von fliegenden Robotern aufbauen, die in abgelegenen Gegenden zum Einsatz kommen sollen. Unbemannte Mikrokopter sollen laut dem Entwicklerteam autonom von einer Basisstation zur anderen fliegen und dabei bis zu zwei Kilogramm Fracht befördern. Bis zum kommerziellen Start sollen die technischen Vorkehrungen getroffen werden, damit die fliegenden Maschinen der US-Luftsicherheit nicht in die Quere kommen. Laut Viktorio Malisa, Robotik-Experte an der FH Technikum Wien, ist die Menschheit technologisch schon lange in der Lage, ein vollautomatisches Logistiksystem aufzubauen. "Das Problem ist die Gesetzgebung, die bei Unfällen jemanden braucht, der die Schuld trägt. Ein Roboter kann nicht für einen Unfall verantwortlich gemacht werden. Kleine Flugroboter würden mit den Wetterbedingungen besser zurecht kommen als zum Beispiel Passagierflugzeuge. Nur bei bestimmten Wetterlagen müssten die modernen Postboten notlanden", preist Malisa im pressetext-Interview die Vorzüge.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Peter Oslak veröffentlicht am 25/07/2012 - Keine Kommentare
Einige der größten Namen der Musikindustrie beschuldigen Google, illegale Musikdownloads zu fördern. Elton John, Brian May und Pete Townshend sind die bekanntesten Namen der elf Unterzeichner eines offenen Briefes, der an Google und den britischen Premiers David Cameron gerichtet ist. Der Brief ist die letzte Entwicklung im Streit zwischen der britischen Musikindustrie und Google. "Es ist an der Zeit, dass sich Suchmaschinen, Internetanbieter und die Werbeindustrie an der Prävention von Internet-Piraterie beteiligen", schreiben die Legenden. Sie setzten sich für die Umsetzung des "Digital Economy Act 2010", ein Gesetz, dass die Handhabung mit Urheberrechten im Internet reguliert. Das Gesetz soll erst ab 2014 in Kraft treten. Der deutsche Musiker Jan Delay vertritt einen anderen Standpunkt. Der Künstler verurteilt vor allem sogenannte "Abmahnanwälte", die seiner Meinung nach ihr Geschäftsmodell nur um das Zusammentragen von IP-Adressen und das Versenden von Abmahnschreiben aufgebaut haben. Der Künstler führt weiter aus, dass so in Deutschland enorme Summen erwirtschaftet werden. Grundsätzlich sympathisiert er zwar mit dem Herunterladen von Musik, allerdings sollen Fans für gute Musik auch bezahlen. "Heraus kommt das stolze Sümmchen von 1,2 Mrd., welches unter den Anwälten und den Plattenfirmen gesplittet wird. Die Künstler sehen davon nichts", schreibt Delay.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 25/07/2012 - Keine Kommentare

Im betagten Alter von 518 Jahren hat sich der unverbesserliche Narr François Rabelais noch einmal aufgerafft, einen Weckruf an den liebwerteste Microsoft-Gichtling Steve Ballmer zu richten. Er bekennt freimütig, sich nicht mehr vom Saulus zum Paulus wandeln zu können. Seine spöttische Beharrlichkeit stand ihm in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder im Weg. Als Kunde von SkyDrive würde er die hohen Ansprüche des Verhaltenskodex wohl nicht erfüllen. Seine Possen, sein albernes Geschwätz und seine schamlosen Gedanken könnten die Computerwolken von Microsoft verdunkeln. So sei es Steve Ballmer auch gestattet, dem alten Rabelais hinterher zurufen: In mentem tibi quid, Rabelle, venit – was fällt Dir ein, Rebullus. Für den Rest der Menschheit plädiert der Schriftsteller für ein schonungsloses Moral-Regime, gesteuert vom Wächteramt des Software-Konzerns in Redmond. Es seien ja nicht nur die abgelichteten Badeschönheiten auf Ibiza, die sich verführerisch an den Stränden tummeln und ihren blanken Busen der Weltöffentlichkeit darbieten, nein, es gibt eine Vielzahl von anstößigen Daten, die in den Cloud-Diensten des Netzes nichts zu suchen haben. “Denken Sie nur an die illustrierte Ausgabe des Märchens Rotkäppchen, die aus gutem Grund in dem kalifornischen Städtchen Empire von der Polizei beschlagnahmt wurde. Digital lässt sich das im Internet unendlich reproduzieren und könnte zu mentalen Flurschäden führen”, so Rabelais. Rotkäppchen werde ja von ihrer nicht gerade weitsichtigen Mutter gebeten, Kuchen und Wein zur Großmutter zu bringen. “Wie diese Geschichte endet, muss ich Ihnen hier nicht weiter erzählen. Nicht nur das Aufschlitzen des Wolfes ist fragwürdig oder die Tierquälerei mit den eingenähten Steinen, sondern vor allem die Anstiftung zum Alkoholkonsum unter Einbeziehung eines unschuldigen Kindes. So etwas kann auch virtuell nicht geduldet werden. Sie sollten sich beim Reinheitsgebot Ihrer wolkigen Web-Angebote an dem kalifornischen Verbot dieser ketzerischen Schrift orientieren und der weinseligen Subversion ein Ende bereiten”, schreibt Rabelais in seinem offenen Brief an Steve.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Peter Oslak veröffentlicht am 24/07/2012 - Keine Kommentare
Vier von fünf der US-Polizeibeamten setzen für die Aufklärung und Prävention von Kriminalfällen regelmäßig soziale Medien ein. Das besagt eine Studie des Informationsdienstleisters LexisNexis unter 1.200 Polizeibediensteten aus allen Bereichen der Kriminal-Bekämpfung. Bundesbehörden und lokale Ämter verwenden Facebook & Co. häufiger als Kriminalämter mit weniger als 50 beeideten Angestellten. "Wir nutzen soziale Medien ständig für unsere Ermittlungen, um Personen zu finden oder Informationen über deren Privatleben zu bekommen. Mittlerweile sind die Nutzer von Facebook deutlich vorsichtiger geworden und treffen dementsprechende Vorkehrungen. Wir beobachten auch, dass Freundschaftsanfragen oft nicht mehr beantwortet werden", sagt der private Ermittler Bernhard Maier gegenüber pressetext. Es gibt laut dem Experten aber andere Netzwerke, auf denen es diese Sensibilität noch nicht gibt und man an Informationen leichter kommt.
Wirtschaft/IT/Internet/Netzpolitik
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 24/07/2012 - Keine Kommentare

In meiner morgigen Kolumne für das Debattenmagazin “The European” beschäftige ich mich noch einmal mit Nackedeis und der Notwendigkeit eines Wächteramtes für die Sicherstellung eines Cloud-Reinheitsgebots. Ihr erinnert Euch ja an den gestrigen Exkurs zu: Stand-by geschaltetes Kontrollgremium des Kleingedruckten. Es geht noch einmal um Moral, Sitte, Anstand, Hygiene, Recht und Ordnung. Es sind ja nicht nur die abgelichteten Badeschönheiten auf Ibiza, die sich verführerisch an den Stränden tummeln und ihren blanken Busen der Weltöffentlichkeit darbieten, nein, es gibt eine Vielzahl von anstößigen Daten, die in den Cloud-Diensten des Netzes nichts zu suchen haben. Eine gewichtige Rolle in der The European-Geschichte spielen Rotkäppchen, Max und Moritz, Sherlock Holmes und natürlich der von mir hoch geschätzte Francois Rabelais. Eigentlich sollte auch noch CCC-Legende Wau Holland eingebaut werden – aber man muss sich ja im Sommerloch etwas kürzer fassen. Aber die Hacker-Story über das Onanieren von Vorwerk-Staubsaugern darf eigentlich in keinem Cyber-Cloud-Hygiene-Verhaltenskodex fehlen. Denn der Fall dokumentiert das Netz ganz unten in seiner zerstörerischen Wirkung auf den Jugendschutz.
Wirtschaft/IT/Internet/Service
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 24/07/2012 - Keine Kommentare

Schon am Anfang des 20. Jahrhundert war klar, dass die Bürger der drahtlosen Zeit überall mit ihrem Empfänger herumgehen werden, der irgendwo, im Hut oder anderswo angebracht und auf eine der Myriaden von Vibrationen eingestellt sein wird, mit der er gerade Verbindung sucht, so die Prognose des Wissenschaftsautors Robert Stoss, die er 1910 zu Papier brachte: „Einerlei, wo er auch sein wird, er wird bloß den Stimm-Zeiger auf die betreffende Nummer einzustellen brauchen, die er zu sprechen wünscht, und der Gerufene wird sofort seinen Hörer vibrieren oder das Signal geben können, wobei es in seinem Belieben stehen wird, ob er hören oder die Verbindung abbrechen will.“ Wenn aber dieser Apparat erst so vervollkommnet sein werde, dass auch der gewöhnliche Sterbliche sich seiner wird bedienen können, dann werden dessen Lebensgewohnheiten dadurch noch weit mehr beeinflusst werden, als sie dies schon jetzt durch die Einführung des gewöhnlichen Telephones geworden sind. Stoss sprach von der Aufhebung von Raum und Zeit, von den Möglichkeiten der drahtlosen Verbrechensbekämpfung, einer fabelhaften Umgestaltung von Urlaubsreisen und der telautophonischen Modeberatung.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Netzpolitik
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 23/07/2012 - Keine Kommentare

“VIELEN DANK, DASS SIE SICH FÜR MICROSOFT ENTSCHIEDEN HABEN!” Es klingt so freundlich, wenn man sich entschließt, die Dienste des Software-Konzerns in der Computerwolke zu nutzen. Der Teufel steckt aber im Kleingedruckten. Wer hier moralisch, juristisch oder politisch über die Strenge schlägt, muss mit Sanktionen rechnen, wie die Tageszeitung “Die Welt” am Wochenende berichtete: “Softwarekonzern sperrt plötzlich Nutzerkonten.” Microsoft durchsuche offenbar Accounts – und legt sie lahm, wenn Inhalte darin gegen die AGBs verstoßen: “Der Softwarekonzern Microsoft beweist in einem aktuellen Fall, welche Tücken Verbraucher bei der Verwendung von Cloud-Speicherdiensten im Netz erwartet. Der Konzern sperrte Nutzern den Zugang zu ihren Microsoft-Accounts, da sie auf Microsofts Servern Daten abgelegt hatten, die gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen haben. Ein Sprecher konnte auf Anfrage nicht ausschließen, dass bei der Suche nach solchen Daten Nutzeraccounts automatisch durchgescannt werden.” In einem niederländischen Support-Forum hätten sich Nutzer darüber beschwert, dass Microsoft ihnen sang- und klanglos ihre sogenannte LiveID, also das Nutzerkonto, gesperrt hat.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Markus Steiner veröffentlicht am 23/07/2012 - Keine Kommentare
Die neuen Möglichkeiten des elektronischen Lernens im Internet könnten die Hochschulbildung bald grundlegend verändern. In welche Richtung die Entwicklung geht, zeigt ein aktuelles Beispiel aus den USA. Dort haben sich gleich ein ganzes Dutzend führender Universitäten mit dem E-Learning-Dienstleister Coursera zusammengetan, um einzelne Kurse über das Web auch außerhalb des angestammten akademischen Umfelds anbieten zu können. Insgesamt sollen so mehr als 100 Lehrveranstaltungen völlig kostenfrei verfügbar sein und Millionen von Studenten rund um den Globus anlocken. "Die Tatsache, dass gleich mehrere angesehene Universitäten Angebote im Programm haben, zeigt, dass das Thema Online-Studium an Relevanz gewinnt", stellt Josef Weißenböck von der Fachhochschule St. Pölten gegenüber pressetext fest. Im Vergleich zu den USA sei die Entwicklung im deutschsprachigen Raum aber noch nicht so weit fortgeschritten. "Auch die deutschsprachigen Universitäten werden sich durch den globalisierten Markt für Bildungsabschlüsse mittelfristig auf Konkurrenz durch renommierte auswärtige Angebote einstellen müssen. Für kleinere Unis wird es so schwierig werden", meint Weißenböck.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Telekommunikation/Mobilfunk
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 20/07/2012 - Keine Kommentare

“Vor fünf Jahren hat Steve Ballmer den Erfolg des seinerzeit kurz vor der Veröffentlichung stehenden iPhone angezweifelt. Heute setzt Apple allein mit seinem Smartphone mehr um als der gesamte Microsoft-Konzern”, schreibt Wiwo-Redakteur Michael Kroker in seinem Blog. Zum Potenzial des Apple-Smartphones sagte Ballmer Thomas Kuhn und Kroker folgendes: Im Gegensatz zu Microsoft bewegt Apple schon mit einer bloßen Produktankündigung die Märkte, wie zuletzt beim iPhone. “Geschenkt, dennoch ist das iPhone nur ein gewöhnliches Telefon…”, so Ballmer. Was sei denn faszinierend an dem Gerät? Das Design? “Es gibt viele gut designte Mobiltelefone, die nicht von Apple stammen. Kuhn/Kroker: “Vielleicht kommen wir hier dem Problem näher: Man muss nicht der Erste in einem Markt sein, benötigt dann aber ein Produkt, das die Menschen begeistert.” Ballmer: “Außer der Marke hat Apple nichts in petto, was andere Anbieter nicht auch zu bieten hätten. Daher garantiere ich Ihnen, dass sich das iPhone nicht sonderlich verkaufen wird. Beim iPod war das anders, weil er auf einzigartige Weise mit einer Musikbox-Software und einem Online-Musikshop verknüpft war. Dieses integrierte Modell hat Apple als Erster eingeführt.” Der Handymarkt war niemals derart integriert und könne es auch nicht sein. “Es sind verschiedene Unternehmen, welche die Telefone produzieren und die Netze betreiben. Dadurch ist es von Natur aus ein Markt mit verschiedenen Teilnehmern. Apple verlangt 500 Dollar für ein durch einen Vertrag subventioniertes Gerät. Und nehmen wir an, Apple würde davon sogar eine Menge verkaufen – ich sage nicht, sie würden das nicht schaffen. Pro Jahr werden aber derzeit 1,2 Milliarden Handys verkauft. Bei einem derartigen Preis wird es Apple kaum gelingen, davon einen signifikanten Anteil zu erobern. Microsofts Anspruch mit Windows Mobile lautet dagegen, Hunderte Millionen Geräte jährlich zu verkaufen”, bemerkt Ballmer.
Medien/Kommunikation/Tourismus/Reisen
Von Johannes Pernsteiner veröffentlicht am 20/07/2012 - Keine Kommentare
Profifotografen knipsen zunehmend mit dem iPhone und lassen ihr DSLR-Equipment zuhause. Dieser Trend war angesichts von zwölf Megapixel Auflösung und reichlichem Zubehör der Smartphone-Kameras absehbar, zudem ist der Versand einfacher. "Ich sehe keinen Unterschied zwischen iPhones und herkömmlichen Kameras. Am Ende zählt das Bild, weshalb etwa auf Reisen aufgrund der Handlichkeit eindeutig das Smartphone den Vorrang hat", sagt der Bildjournalist Rex Schober im pressetext-Interview. Selbst Bildredakteure können den Kameratyp nur über die Bilddaten feststellen, argumentiert Schober. Dass die Qualität ebenbürtig ist, verdeutlicht er mit einer aktuellen Fotoreportage in der Fachzeitschrift "visuell aktuell" (Ausgabe 3/2012). Auf vier Seiten berichtet er von einer Reise nach Vietnam und Kambodscha. Alle Bilder wurden mit einem iPhone 4S geschossen, wobei auch eine ganzseitige Fotoaufnahme der Dächer von Ho-Chi-Minh-Stadt den Abdruck schaffte.
Medien/Wirtschaft/Unternehmen/Kommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 20/07/2012 - Keine Kommentare

Das Fernsehen der Zukunft könnte social sein. Entsprechend ambitioniert war das Rundshow-Experiment von Richard Gutjahr im Bayerischen Fernsehen. Zuschauer aus dem Netz konnten das Programm mitgestalten und live in die Sendung geschaltet werden: per E-Mail, via Twitter, Facebook, Skype und Google Hangout, also per Videokonferenz. Eines haben die Rundshow-Sendungen unter Beweis gestellt: Ruckel-Zuckel-Bilder, scheppernde Blechbüchsentöne, Verbindungsabbrüche und Ausweichmanöver auf das Telefon kommen beim Fernsehzuschauer nicht an. Im TV ist man eine bessere Qualität gewöhnt. Im Fachjargon der Telekommunikation wird das unter dem Stichwort „Carrier Grade“ diskutiert. Auf gut Deutsch auch Betreiber-Niveau genannt. „Es geht vor allem um die Ausfallsicherheit eines Systems und um die Sicherstellung hoher Qualität. Bei TK-Netzen geht es beispielsweise von 99,999 Prozent. Diese Zahl ist auch als ‚Die 5 Neuner‘ bekannt. Sie bedeutet in der Praxis, dass ein Netz oder Teile davon nur maximal etwa 5 Minuten pro Jahr ausfallen dürfen, einschließlich geplanter Wartungsaktivitäten für Hardware und Software. Mittlerweile sind aber auch schon 6 und sogar 7 Neuner im Gespräch. Weil die Technik ja fortschreitet. Dann sind wir also bald bei maximalen Ausfallzeiten von 3 Sekunden pro Jahr“, erläutert Netzwerkspezialist Bernd Stahl von Nash Technologies in Stuttgart.
Computer/Telekommunikation/Handel/Dienstleistungen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 19/07/2012 - Keine Kommentare
Das US-Unternehmen Square bietet seinen Kunden eine neue Möglichkeit zum Bezahlen in Geschäften. Nutzer von "Pay With Square" (PWS) müssen an den Kassen von 75.000 Geschäften in den USA nur ihren Namen sagen, um die Rechnung zu begleichen. Dazu muss lediglich eine App auf dem Smartphone installiert werden, die mit dem Kreditkarten-Account verknüpft wird. Unterstützt werden Android- und Apple-Geräte. Geschäfte, die das System unterstützen, müssen allerdings iPads als Kassa verwenden. Das Telefon muss von den Usern zum Bezahlen nicht einmal aus der Tasche geholt werden, wie die New York Times berichtet. "Die Risiken sind bei Handy-Bezahlsystemen meiner Meinung nach größer als beim Bezahlen mit Kreditkarte. Die Menschen machen oft aus Bequemlichkeit und Spaß bei neuen Technologien mit, Datenschutz und Sicherheit treten in den Hintergrund", sagt Gerhard Kongehl von der Ulmer Akademie für Datenschutz.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Peter Oslak veröffentlicht am 18/07/2012 - Keine Kommentare
Drei Viertel der Weltbevölkerung hat Zugang zu einem Mobiltelefon. Das besagt eine Studie der Weltbank. Die Anzahl von Handyverträgen hat sich in zwölf Jahren um fünf Mrd. erhöht. In China ist der Trend zum Mobiltelefon am stärksten. Eine Untersuchung prognostiziert, dass sich bis 2017 die Anzahl von Smartphones im Reich der Mitte verdoppeln wird. Laut dem "Technology Entrepreneurship and Innovation Program" der Weltbank ist die Anzahl von Mobiltelefonen, Wertkarten- und Vertragshandys von weniger als einer Mrd. im Jahr 2000 auf gegenwärtig sechs Mrd. angestiegen. Davon befinden sich fünf Mrd. in Entwicklungsländern. Der Trend setzt sich auch in der Software fort. Mehr als 30 Mrd. mobile Applikationen wurden alleine im Vorjahr heruntergeladen. Der Besitz von mehreren Handys wird immer üblicher, was dazu führen könnte, dass es schon bald mehr Mobiltelefone geben könnte als Menschen.
Wirtschaft/IT/Internet/Telekommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 18/07/2012 - Keine Kommentare

Günter Greff, der Altmeister des Telemarketings, reibt sich in seinem Editorial für den Fachdienst Call-Center-Exppert unter dem Titel “Sekt oder Selters – Anruf oder App” an meinen Thesen zur Kundenkommunikation: “Sie ist wieder da, die Diskussion über das sterbende Telefon (sie war seit 2006 nie weg, Günter. Seit nunmehr sieben Jahren sinkt das Anrufvolumen zumindest im Kundenservice – ausgelöst durch Dienste im Web und verstärkt durch Smartphones und Tablet-PCs, gs). Und die armen Kunden, die am Telefon so schlecht oder gar nicht (wie Bernhard Steimel seine Telekom-Serviceerlebnisse gestern auf Facebook schilderte, gs) behandelt werden. Mal ehrlich, wäre es nicht schrecklich, wenn wir eine sprachlose Kommunikation hätten? Über E-Mails, über Apps und wer weiß, was noch alles kommt.” Günter ist froh, Menschen zu kennen, die ihr einfaches Handy nur zum Telefonieren brauchen. Und das seien nicht nur ältere. “Das Telefon und die persönliche Kommunikation werden nicht sterben – hoffentlich!” Aber Günter, warum ist denn nur das Gespräch – via Telefon oder in einer direkten Begegnung – persönliche Kommunikation? Was ist mit meinen Gedichten, die ich jedes Jahr zu Weihnachten für meine geliebte Frau schreibe? Was ist mit den Postings hier auf meinem Blog, auf Facebook oder Twitter, wo ich ab und zu etwas über meine persönlichen Erlebnisse schreibe? Und warum siehst Du Apps als Gegenspieler zum Anruf?
Wirtschaft/Unternehmen/IT/App-Economy/Service
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 17/07/2012 - Keine Kommentare

Zwischen den Erwartungen deutscher Verbraucher an guten Kundenservice und der Selbsteinschätzung deutscher Unternehmen klafft eine große Lücke. Während 68 Prozent der Unternehmen der Meinung sind, ihre Kunden deren Belange zu verstehen, geben 50 Prozent der deutschen Verbraucher an, dass ihnen entweder gar nicht oder nur begrenzt geholfen wird, wenn sie sich an den Kundenservice wenden. Nach einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Vanson Bourne und Opinion Matters wird deutlich, unter welchem Realitätsverlust manche Service-Manager leiden. Nur knapp 11 Prozent der befragten Verbraucher sind darin der Meinung, dass sie bei der Lösung ihrer Frage im Kundenservice von Unternehmen individuell betreut werden. In der Tat hinkt Deutschland beim „vernetzten“ Service hinterher. „Wenn Unternehmen sich bei der Einführung neuer Servicekonzepte mehr auf die Chancen konzentrierten, als mögliche Risiken zu minimieren, würde der deutsche Tanker schneller Fahrt aufnehmen können“, bestätigt Süleyman Arayan, Gründer und Vorstandschef des Kölner Software-Unternehmens ITyX. So fehlten für die Einbindung von Smartphones in die Informations- und Service-Prozesse schlicht die Konzepte. Stattdessen setze die Wirtschaft auf Call Center und Warteschleifen als Allheilmittel für die Abwicklung von Kundenkontakten. Dabei zeichnet sich immer häufiger der Trend zur App Economy ab. Die mobilen Endgeräte der Bürger könnten als Service-Terminal nahtlos und in Echtzeit mit den Unternehmensprozessen verbunden werden.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Peter Oslak veröffentlicht am 17/07/2012 - Keine Kommentare
Unter Jugendlichen verbreitet sich der Trend zur Anschaffung von billigen Zweithandys. Dadurch soll bei einer durchzechten Nacht das Risiko eines Diebstahls des wertvollen Smartphones minimiert werden. Das "drunk phone" wird in der Mobilfunkindustrie zu einem immer wichtigerem Faktor, sagen Experten. Immer mehr Heranwachsende suchen eine Alternative zum teuren iPhone und legen sich ein Zweitgerät. Herausgefunden hat man dies just in einer Untersuchung zum Trinkverhalten Jugendlicher, berichtet Laura Krajecki, Konsumforscherin der Starcom MediaVest Group, im Interview mit dem Branchenmedium Ad Age. "Ich kann bestätigen, dass immer mehr Jugendliche zum Zweithandy greifen. Den Trend des drunk phone kann ich aber noch nicht feststellen. Es werden öfter Geräte gekauft, die mit dem Internet verbunden sind. So gehen wichtige Daten bei einem Diebstahl nicht verloren. Immer mehr Kunden schließen eine Versicherung ab und bleiben damit auf der sicheren Seite", sagt Telekommunikationsexperte Jossi Babacsayv.
Wirtschaft/IT/Umwelt/Energiewende
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/07/2012 - Keine Kommentare

Irgendwie habe ich das ja schon Anfang des vergangenen Jahres geahnt, dass man in Fragen der Energiewende wieder den Bedenkenträgern das Feld überlässt. Damals betitelte ich das “Innovationsbremse Atomstrom”. Zentralistisch, großindustriell, subventionsbelastet, wettbewerbsfrei – die Atomindustrie ist ein Fossil. Es ist höchste Zeit, unsere Energieversorgung anders zu organisieren. Dezentrale und hocheffiziente Konzepte versprechen die Energiewende und schaffen die Innovation gleich mit. Die Romantiker des alten und überkommenen Industriekapitalismus zählen zur reaktionären Fraktion im Lande. Sie halten an einer Großtechnologie von vorgestern fest, um die liebgewonnenen Pfründe ihrer oligopolistischen Macht zu bewahren. Mit einer zentralistischen Energieversorgung lassen sich sattere Renditen einfahren. Wo käme man denn hin, wenn Städte und Kommunen auf dezentrale und hocheffiziente Konzepte setzen würden, sich abkoppeln von den Stromkonzernen und damit unabhängiger das Energiemanagement regeln. Das stinkt nach mehr Wettbewerb, schwächt die Möglichkeiten für politische Muskelspiele und verringert das Spielfeld für die Lobbyisten der zerbröselnden Deutschland AG. Wer von den Preisrisiken eines Atomausstiegs redet, sollte über das Abwälzen von Kosten und Risiken der Atomenergie auf die Steuerzahler nicht schweigen. Würde man die Gesamtkosten in den Strompreis einrechnen und die Milliarden Euros an Fördergeldern für AKWs raus rechnen – Ökonomen nennen das Internalisierung externer Effekte – müssten wir schon längst weitaus mehr für eine Kilowattstunde berappen.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Peter Oslak veröffentlicht am 16/07/2012 - Keine Kommentare
YouTube wird zunehmend als Quelle für klassische Berichterstattung verwendet. Das besagt eine Studie des Pew Research Center for Excellence in Journalism. Die Videos von Privatpersonen tauchen immer öfter in den News von Medienhäusern auf. Laut Forschern gibt es noch Probleme mit ethischen Richtlinien. Nach dem Vorjahres-Tsunami in Japan, bei dem mehr als 18.000 Menschen ums Leben kamen und ein Schaden von rund 150 Mrd. Euro entstand, suchten auffällig viele Menschen nach Informationen auf Youtube. In den sieben Tagen nach der Katastrophe hatten die 20 am meisten angeklickten Nachrichten-Videos alle mit dem Tsunami zu tun und wurden mehr als 96 Mio. Mal aufgerufen. "Klassische Medien müssen ihre Filterfunktion ausüben, denn heutzutage werden Inhalte ohne jegliche journalistischen Standards veröffentlicht. Verlage können die Echtzeitberichterstattung noch nicht ganz nachvollziehen oder sie setzten die notwendigen Strategien nicht um. Der Umbruch durch die sozialen Medien hat die gesamte Branche unter Zugzwang gestellt", sagt Kommunikationsprofi Günter Exel.
Umwelt/Energiewende/Medien
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 15/07/2012 - Keine Kommentare

Bundesumweltminister Peter Altmaier bezweifelt nach einem Bericht von tagesschau.de, alle Ziele der Energiewende erreichen zu können. Es stelle sich die Frage, ob es gelinge, den Stromverbrauch bis zum Jahr 2020 um zehn Prozent zu senken, sagte der CDU-Politiker der “Bild am Sonntag”. “Wenn wir das noch irgendwie schaffen wollen, dann bedarf das riesiger Anstrengungen”, fügte er hinzu. Möglicherweise werde es auch deutlich weniger Elektroautos geben als bislang angenommen. An der Energiewende hänge auch Altmaiers Ruf als Umweltminister. Er räumte Fehler seines Ressorts in der Vergangenheit ein. So sei nicht jedem der “Koordinierungsbedarf” bei der Energiewende klar gewesen. Es habe zudem “Prognosen zur Höhe der Strompreise gegeben, die dann revidiert werden mussten”. In diesem Zusammenhang warnte Altmaier vor sozialen Problemen, die sich aus der Energiewende ergeben könnten: “Für mich hat Priorität, dass Strom bezahlbar bleibt”, betonte der Minister.
Computer/Telekommunikation/Politik/Recht
Von Markus Keßler veröffentlicht am 13/07/2012 - Keine Kommentare
Wer eine Internetseite bei Facebook mit einem "Like" bedenkt, muss damit rechnen, dass der eigene Name im Zusammenhang mit Postings dieser Website im Facebook-Nachrichtenstrom von Freunden auftaucht, wie zdnet.com berichtet. In den USA gibt es Beschwerden von Facebook-Usern, die irgendwann auf einer Seite Like geklickt haben und unter deren Namen anschließend politisch kontroverse Postings auf den Pinwänden ihrer Facebook-Freunde auftauchten. So kann ein Like für eine Seite wie ForAmerica schnell dazu führen, dass der eigene Username in Zusammenhang mit der Mobilmachung gegen die Reform des Gesundheitssystems auftaucht. "Wer viel mit sozialen Medien arbeitet, kennt den Unterschied zwischen Likes und Gesinnung. Geteilte Inhalte und Personen dürfen nicht vorbehaltlos gleichgesetzt werden. Oft werden Seiten nur geliked, um Informationen zu bekommen. Die User müssen sich aber überlegen, wo sie auf 'Gefällt mir' klicken. User, die Likes aktiv managen, geraten nicht in Verdacht, rechtsextrem zu sein, auch wenn sie vielleicht zur Informationsbeschaffung einer Seite folgen. Der Kontext ist entscheidend", stellt Kommunikationsberater Klaus Eck im Gespräch mit pressetext klar.
Computer/Telekommunikation/Politik/Recht
Von Markus Keßler veröffentlicht am 12/07/2012 - Keine Kommentare
Datenschutz im Internet wird in den USA zunehmend zum kostspieligen Luxus, wie paidcontent.org berichtet. Während Online-Anbieter immer mehr Informationen über Privatpersonen sammeln und zu Schleuderpreisen oder gar gratis anbieten, sind die Dienste von Anbietern, die Daten aus solchen Datenbanken löschen und eine dauerhafte Entfernung garantieren, teuer. Von Telefonnummern und Adressen bis zu Daten über die Kreditwürdigkeit reichen die Informationen, die entsprechende Plattformen im Netz über Menschen zusammenstellen, Datensätze wie Geburtsdatum und Telefonnummer sind schon ab 1,95 Dollar verfügbar. "Ich halte solche Anwendungen aus Datenschutz-Perspektive für unzulässig oder zumindest bedenklich. In Deutschland dürfen öffentlich zugängliche Quellen zwar durchsucht werden, wichtig ist aber, was danach geschieht. Eine Weitergabe müsste rechtlich geprüft werden", sagt Hans Gliss, Chefredakteur der Fachzeitschrift Datenschutzberater, im Gespräch mit pressetext. Die vieldiskutierte Melderechtsnovelle zwinge die Einwohnermeldeämter jetzt zur Herausgabe von Adressen, für Werbung und Adresshändler sei das aber nicht interessant, da ein Datensatz je nach Kommune fünf bis 15 Euro kostet. Das ist nicht rentabel.
Wirtschaft/Telekommunikation/IT/Kundenservice/App-Economy
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/07/2012 - Keine Kommentare

Spielt die Größe eines Unternehmens eine Rolle bei der Personalisierung der Kundenservice-Leistungen? Diese Frage stellte mir der Blogger Gustavo und bat mich um einen Gastbeitrag, dem ich gerne nachkomme . Seine These. Je größer eine Organisation ist, desto unpersönlicher wird der Service wegen der Standardisierung. Als Beispiel könnte man den berühmten Tante-Emma-Laden oder mein Kiosk in Bonn-Duisdorf anführen. Die Inhaberin kennt meinen Namen, mein Einkaufsverhalten, meine bevorzugte Zigarettenmarke und weiß sogar einiges zu meinen Einstellungen in politischen Fragen, denn wir unterhalten uns regelmäßig ein paar Minuten über Themen, die uns zumindest im eigenen Kiez umtreiben. Zum Beispiel die Missbrauchsfälle an katholischen Schulen in Bonn. Sie besorgte mir sogar noch die Titanic-Ausgabe mit dem Papst-Titelbild, obwohl diese Ausgabe nach einer juristischen Intervention der Kirche zurückgezogen werden musste. So etwas nenne ich konspirative Kiosk-Anarchie.
Wirtschaft/IT/Internet/Social Media/App Economy
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/07/2012 - Keine Kommentare

Um die Vernetzungseffekte der App-Economy, den Trend zum mobilen Internet, die Ökonomie der Beteiligung über soziale Netzwerke und die Ausrichtung auf vernetzte Kunden richtig zu organisieren, sollten Unternehmen vielleicht dem Beispiel von Starbucks folgen und in ihren Vorständen einen Chief Digital Officer aufnehmen. Das schlug jedenfalls der amerikanische Management-Berater Brian Solis auf der Microstrategy-Fachtagung in Amsterdam vor. Ob das bei den liebwertesten Betonkopf-Gichtlingen in deutschen Unternehmen etwas ändern würde, kann ich nicht sagen: Unternehmen, die Investitionsentscheidungen nur auf Basis eindeutiger Quantifizierungen von Marktpotenzial und Renditeabschätzungen treffen, sind bei disruptiven Innovationen wie gelähmt oder machen entscheidende Fehler. Eines ist absehbar: Organisationen, die mit vernetzten Kunden und Wählern nicht Schritt halten, werden vom Markt verschwinden. Nachzulesen in meiner heutigen Kolumne mit dem Titel: ÜBER DIE VERSCHLAFENHEIT DER DIGITAL IGNORANTS. Und auch in meiner gestrigen Kolumne für Service Insiders: Perfekte Anpasser: Wie Apps die Wirtschaft verändern.
Computer/Telekommunikation/Forschung/Technologie
Von Georg Pichler veröffentlicht am 11/07/2012 - Keine Kommentare
Lukasz Kaiser, Student an der Université Paris Diderot, hat ein Computersystem entwickelt, das Brettspiele durch die Beobachtung von Partien erlernen kann. Dazu kommen verschiedene Logiksysteme und eine künstliche Intelligenz zum Einsatz. Bei einigen Spielen konnte der selbstlernende Rechner bereits über menschliche Gegner triumphieren. Auf einem Rechner mit Singlecore-CPU und lediglich vier Gigabyte Arbeitsspeicher hat Kaiser die erste Version des Systems entwickelt. Insgesamt fünf verschiedene Brettspiele konnte die künstliche Intelligenz bereits erlernen: "Vier Gewinnt", "Gomoku", "Tic-Tac-Toe", "Breakthrough" und "Pawn Whopping". Für Kaiser sind Brettspiele "ein natürliches Model vieler interaktiver Szenarios der echten Welt, was das Resultat in einem breiten Kontext signifikant macht."
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 10/07/2012 - Keine Kommentare
Die Werbeindustrie hat einen Weg gefunden, sich im Nachrichtenstrom der Social-Media-Plattformen Gehör zu verschaffen, wie TechCrunch berichtet. E-Commerce-Seiten bezahlen User dafür, Produkte über ihre Accounts bei Facebook, Twitter und Co an Freunde weiterzuempfehlen. Die Pinterest-ähnliche Plattform The Fancy, auf der User neue Produkte entdecken können, hat kürzlich ein solches Programm eingeführt. Teilt ein User ein Angebot über seine sozialen Kanäle, erhält er für jeden erfolgten Kauf einen Rabatt von zwei Prozent auf das empfohlene Produkt. Neben The Fancy gibt es noch eine ganze Reihe ähnlicher Plattformen, die ebenfalls auf Bildern basieren und Unternehmen die Möglichkeit bieten, ihre Produkte zu bewerben. Viele von ihnen versuchen mittlerweile, User mit Rabatten zum Teilen der angebotenen Waren zu bewegen. Allein die größte und bekannteste derartige Plattform, Pinterest, verweigert sich derweilen noch gegen dieses Vertriebsmodell. "Im Deutschsprachigen Raum sind solche Spam-Geschichten für einige Social-Media-User bereits ein Ärgernis. Es handelt sich nicht um die ersten Versuche, die sozialen Verbindungen der Fans zu monetarisieren", sagt Ed Wohlfahrt von edRelations.
Verkehr/Medien/Internet/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 10/07/2012 - Keine Kommentare

Normalerweise bin ich ja mit der Bahn unterwegs, wenn ich zu Kongressen oder sonstige Termine abdüse. Zu meiner Hochzeitsreise wählten wir hier halt mal das Auto, um zum Düsseldorfer Flughafen zu gelangen. Falsche Entscheidung, denn prompt landeten wir in einer der zahlreichen Bummel-Baustellen in NRW. Kilometerlange Absperrungen und kaum ein Baufahrzeug oder Bauarbeiter in Sicht. Smartphone gezückt und ein Ärger-Tweet mit Foto rausgeschickt: Beschwere mich beim Verkehrsminister: A3 Richtung Oberhausen, weit und breit keinBauarbeiter, dafür ellenlanger Stau yfrog.com/kl942ggj
Forschung/Technologie/Computer/Telekommunikation
Von Markus Steiner veröffentlicht am 09/07/2012 - Keine Kommentare
Die Bedienung von Touchscreens auf Smartphones und Tablets könnte aus User-Sicht deutlich verbessert werden. Eines der Hauptprobleme bei der Steuerung der berührungsempfindlichen Eingabegeräte ist das unabsichtliche Ankommen oder Abrutschen auf den Tastenfeldern virtueller Keyboards oder ungünstig am Bildschirmrand angebrachten Funktionsbuttons, heißt es aus der Forschungsabteilung von Nokia Research. Doch derartige Probleme könnten schon bald der Vergangenheit angehören: Nokia-Forscher haben eine spezielle Software entwickelt, die bis zu 80 Prozent der ungewollten Eingaben der Nutzer erkennt und diese automatisch aussortiert, um Tippfehler und ungewollte Kommandos zu verhindern. "Die Eingabe über eine virtuelle Tastatur auf einem Touchpad stellt eine 'Simulation' einer physikalischen Tastatur dar, die derzeit noch nicht das 'Echtheits-Gefühl' bei der Eingabe bieten kann. Somit sind Usability und auch User-Experience noch nicht optimal", erklärt Michael Bechinie, Senior Consultant bei USECON, gegenüber pressetext. Im Wesentlichen gebe es zwei Usablity-Problemfelder: die Größe der virtuellen Tastatur und ungenügendes physikalisches Feedback bei der Eingabe. "Beide Probleme führen letztendlich zu Fehleingaben durch den User", erläutert Bechinie, der technische Assistenzsysteme prinzipiell als sinnvoll erachtet. "Der User muss aber auch die Möglichkeit haben, diese zu deaktivieren", so Bechinie.
Politik/Staat/Internet/Datenschutz
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/07/2012 - Keine Kommentare

Bei aller berechtigten Aufregung über den zweifelhaften Umgang von Facebook und Google mit unseren Daten, der Staat ist ein noch schlechterer Hüter der Privatsphäre. Gegen die Friss-oder-stirb-Geschäftspolitik der Web-Konzerne kann ich mich schon selbst zur Wehr setzen – da brauche ich auch die staatlichen Datenschützer nicht als Kindermädchen, um mich vor dem Ausverkauf meiner Daten zu retten, liebwertester Casper. „Persönliche Daten werden immer mehr zu einer Handelsware, an der private Unternehmen mehr Interesse haben als der Staat”, so die Aussage des Hamburger Datenschützers. Und ich schrieb in meiner The European-Kolumne: Dieses Bekenntnis des Hamburger Datenschützers Johannes Caspar im Vorfeld der Call Center World in Berlin sollte man dringend in die Märchensammlung der Gebrüder Grimm aufnehmen und ihm einen Ehrenplatz einräumen. Aber was haben die Datenschützer denn nun im Vorfeld der Beratungen des neuen Meldegesetzes getan, wo sie doch sonst so gerne Jagd auf jeden Cookie und jede Trackingsoftware machen? Welt Online hat das auf den Punkt gebracht: “Bundestag verkauft Bürgerrechte in nur 57 Sekunden“
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Hardware/App-Economy
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 06/07/2012 - 4 Kommentar(e)

Apple macht Rekordgewinne, erzielt 70 Prozent der Umsätze auf dem App-Markt und präsentiert ein technologisches Ökosystem aus einem Guss. Deshalb sind Smartphone-Statistiken kritisch zu bewerten, die undifferenziert das Betriebssystem von Apple mit Google vergleichen. Hinter iOS steckt immer ein Apple-Gerät, hinter Android ein Geräte-Zoo. Und genau hier liegt die Schwäche des Android-Marktes, so die Meinung von Ralf Rottmann, CTO des App-Spezialisten grandcentrix in Köln: „Es ist ja bekannt, dass iOS-Nutzer kauffreudiger sind und für Inhalte eher Geld bezahlen wollen. Das liegt mit Sicherheit auch an der Einfachheit von iTunes und man nicht umständlich Google Wallet oder PayPal braucht. Die reine Marktanteilsdiskussion ist falsch. Es sagt nur aus, dass mehr Leute Android-Geräte haben als iPhones.”
Wirtschaft/IT/Internet/Netzpolitik
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 06/07/2012 - Keine Kommentare

Da Tatmenschen wie Steve und Chuck beim Breitbandausbau in Deutschland nicht in Sicht sind, habe ich mich zum morgigen internationalen Genossenschaftstag noch einmal mit dem Raiffeisen-Prinzip auseinandergesetzt. Um alle Haushalte in Deutschland mit Glasfaserkabel für den Empfang von schnellem Internet zu versorgen, rechnen Experten bekanntlich mit Investitionen von 70 bis 80 Milliarden. „Beim Breitbandausbau rutschen wir im internationalen Maßstab immer mehr ab und liegen nur noch auf dem 40. Platz – Tendenz sinkend. Von den Netzbetreibern ist das nicht zu finanzieren. Man braucht rund 40 Jahre für die Refinanzierung. Im schnelllebigen Technologiegeschäft ist das nicht zu stemmen. Der Staat kann aus europarechtlichen Gründen als Investor nicht einspringen“, so der Netzwerkspezialist Bernd Stahl von Nash Technologies in Stuttgart. Als Alternative wäre das Prinzip Raiffeisen sinnvoll, erläutert der Systemingenieur.
Computer/Telekommunikation/Politik/Recht
Von Markus Keßler veröffentlicht am 05/07/2012 - Keine Kommentare
Eine Studie von BAE Systems Detica im Auftrag von Google kommt zum Schluss, dass Seiten mit Links zu Streams von Pay- und Free-TV-Inhalten das am schnellsten wachsende Geschäftsmodell sind, wenn es um Urheberrechtsverletzungen geht. Weltweit sind die Besucherzahlen entsprechender Anbieter von Mai 2011 bis Mai 2012 um 61 Prozent gestiegen. Für die Erhebung wurden 51 Anbieter mit Links zu urheberrechtlich geschützten TV-Sendungen beobachtet, wie PaidContent berichtet. "Die Menschen haben scheinbar keine Geduld mehr, um auf eine Ausstrahlung im Fernsehen zu warten. Im deutschsprachigen Raum erwerben TV-Sender Lizenzen für die deutschen Fassungen von Sendungen. Somit sind sie ebenfalls betroffen", sagt Monique Göschl, Projektkoordinatorin beim Verein für Antipiraterie der Film- und Videobranche.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Telekommunikation/App Economy
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 05/07/2012 - Keine Kommentare

Pünktlich zu meinem heutigen Vortrag beim Call Center Verband in Köln über die Zukunft der vernetzten Service-Ökonomie ist auch meine Pressetext-Meldung über Kundenservice, Künstliche Intelligenz und Apps gelaufen. Interessant vor allem der empirische Befund von Avaya: Danach werden für deutsche Verbraucher Anrufe in Service-Centern immer unbeliebter. Jeder Zweite lehnt einen Anruf zur Kontaktaufnahme ab. Kunden im Netz, in den Apps und im Social Web: Sie alle wollen Ansprache und direkten Service von Unternehmen. Doch die stellen oft auf Durchzug, wissen Experten: Dabei bieten Smartphone-Applikationen eine riesige Bandbreite an personalisierten, datenschutzkonformen und punktgenauen Services. “Bei Unternehmen ist dieses Thema unterentwickelt, weil das Ganze nur unter Marketing- und Verkaufsaspekten vorangetrieben wurde. Es geht um Markenbekanntheit, Unterhaltung, Lifestyle, Transaktionen oder nette Produktvideos. Man will emotionalisieren und interessiert sich weniger für den Dialog mit Kunden”, so Genesys-Manager Heinrich Welter gegenüber pressetext.
IT/Internet/Social Web/Blog
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/07/2012 - Keine Kommentare

Die Obi Wan Kenobi-Talkrunde auf der Berliner Wissenschaftskonferenz Informare im Mai hatte ja noch einige Konsequenzen nach sich gezogen. Vier der Teilnehmer versackten in der Ständigen Vertretung beim Kölsch-Konsum – und das in der Hauptstadt. Geboren wurde das bloggende Quartett: Heinrich Rudolf Bruns (der heute übrigens Geburtstag hat), Hannes Schleeh, Obi Wan Kenobi aka Bernd Stahl und icke. Alle vier wollen sich nicht nur regelmäßig austauschen, sondern auch in einem größeren Rahmen an die Berliner Talkrunde anknüpfen. Entstanden ist das Blogger Camp 12 in Nürnberg #bcn12. Räume und Technik hat freundlicher Weise Bernd organisiert. In seiner Company Nash Technologies – Netzwerkspezialisten sorgen dann natürlich auch für Livestreams der Auftritte. Termin: Freitag, 28. September 11 bis 17 Uhr – danach sicherlich Bierprobe, die @hrbruns aus dem Boden stampfen wird. Garantiert mit Gerstensaft, der ohne Hopfenextrakt gebraut wurde.
Unternehmen/IT/Telekommunikation
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 04/07/2012 - Keine Kommentare
Mit dem Release 5.0 des Kommunikationsservers MX-ONE nimmt sich der ITK-Hersteller Aastra gleich zwei großen Themenkomplexen an: Zum einen unterstützt die neue Version das jüngst vorgestellte Portfolio für Videokommunikation, das Aastra BluStar Ecosystem. Die MX-ONE entwickelt sich damit zur Multimediaplattform für Video und Mobilität. Zum anderen ist die MX-ONE mit neuem Release vollständig mittels VMWare virtualisierbar. Unternehmen können dadurch von allen Vorteilen virtualisierter Serverarchitekturen profitieren und ihre Kosten senken. Außerdem neu: Die Version 8.0 der Contact-Center-Applikation Solidus eCare mit Agenten-Oberfläche in BluStar-Optik. Im Mittelpunkt von Release 5.0 steht nach Firmenangaben die systemeigene Lösung für Unified Communications und Collaboration (standortübergreifende Zusammenarbeit) mit nahtloser BluStar-Integration. Auf der diesjährigen CeBIT stellte Aastra das erste Mitglied der Familie vor, das BluStar 8000i Mediaphone für Videokommunikation in HD Qualität. Das MediaPhone verfügt über einen 13 Zoll großen Touch Screen, über den mit wenigen Klicks vom Schreibtisch aus Vier-Augen-Gespräche oder Dreier-Konferenzen aufgebaut werden können. Die integrierte HD Kamera mit Weitwinkel-Optik liefert natürliche Bilder, drei Lautsprecher stehen für klaren Klang.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Telekommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/07/2012 - Keine Kommentare

Apple macht Rekordgewinne, erzielt 70 Prozent der Umsätze auf dem App-Markt und präsentiert ein technologisches Ökosystem aus einem Guss. Deshalb sind Smartphone-Statistiken kritisch zu bewerten, die undifferenziert das Betriebssystem von Apple mit Google vergleichen. Hinter iOS steckt immer ein Apple-Gerät, hinter Android ein Geräte-Zoo. Und genau hier sehe ich die Schwäche des Android-Marktes. Zu ähnlichen Erkenntnissen gelangt auch Ralf Rottmann, CTO des App-Spezialisten grandcentrix in Köln: “Es ist ja bekannt, dass iOS-Nutzer kauffreudiger sind und für Inhalte eher Geld bezahlen wollen. Das liegt mit Sicherheit auch an der Einfachheit von iTunes und man nicht umständlich Google Wallet oder PayPal braucht. Die reine Marktanteilsdiskussion ist falsch. Es sagt nur aus, dass mehr Leute Android-Geräte haben als iPhones.” Was wirtschaftlich am erfolgreichsten funktioniert, könnte man nicht gleichsetzen mit der am weitesten verbreiteten Technologie-Plattform. Die Fragmentierung im Android-Markt wirke sich wirtschaftlich negativ auf den Umsetzungprozess aus.
Computer/Telekommunikation/Forschung/Technologie
Von Georg Pichler veröffentlicht am 04/07/2012 - Keine Kommentare
Gemäß einem jüngst beim US Patent Office aufgetauchten Video arbeitet Internetriese Google an der Gesichtserkennung in Videos. Der Eintrag von Jay Yagnik und Zhao Ming mit der Nummer 8.213.689 sieht auch die Generierung von "Face Tracks" vor, die in weiterer Folge in die Erstellung von Gesichtsmodellen für eine eigene Datenbank herangezogen werden. Zwei Varianten sieht die Patentschrift vor. Bei der ersten Methode werden Gesichter aus einem oder mehreren Videostreams extrahiert, in Form mehrerer Ansichten gespeichert und schließlich in besagte Datenbank geschrieben. Die zweite Möglichkeit setzt die Datenbank bereits voraus und kombiniert die vorgespeicherten Gesichter mit Namen.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/App-Economy
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 03/07/2012 - Keine Kommentare

Abstürzende Applikationen, Fehlanzeige bei Service-Apps und überforderte Entwickler, die mit irgendwelchen Tools ihre Kunden in die mobile Welt heben wollen. Es gibt sehr viel Schrott auf dem Markt der mobilen Applikationen, kritisiert Ralf Rottmann vom Kölner Unternehmen Grandcetrix in Köln: „Man sieht, wie sich die Entwicklungen der 80er und 90er Jahre wiederholen. Jeder kann leicht auf den App-Zug aufspringen und super leicht Entwickler werden. Wie man bei GeoCities damals blinkende einfache Webseiten gesehen hat, weil das eine einfach zugängliche Technologie war, sieht man es heute bei Apps.“ Da seien sehr viele Laienspieler am Werk. Gleichzeitig führe dieser vermeidliche Goldrausch auch dazu, dass jeder erst einmal auf den Zug aufspringt. „Es werden oft irgendwelche Apps in den Store geschoben, in der Hoffnung den nächsten Millionen-Seller entdeckt zu haben. Die Erfahrung zeigt, dass das so nicht funktioniert. Es sind Softwareentwicklungsprojekte und es gelten die gleichen Mechaniken und Mechanismen wie bei der ganz normalen und klassischen Softwareentwicklung auch“, sagt Rottmann im Gespräch mit Service Insiders.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 03/07/2012 - Keine Kommentare
Eine Umfrage des Telekom-Riesen O2 kommt zum Ergebnis, dass Smartphones immer seltener zum Telefonieren verwendet werden. Das Gespräch ist mit durchschnittlich 12,12 Minuten pro Tag nur der fünfthäufigste Verwendungszeck für Smartphones. Internetsurfen, soziale Netzwerke, Spiele und Musik erhalten alle mehr Aufmerksamkeit von den Nutzern als Telefonate. Im Schnitt schaut ein Smartphone-Besitzer 128 Minuten pro Tag auf den Bildschirm seines elektronischen Begleiters. Werden Smartphone-Jünger mit Ja/Nein-Fragen direkt nach den einzelnen Anwendungen gefragt, ist Telefonieren die zweithäufigst bejahte Option. 71 Prozent geben an, Anrufe zu tätigen. Nur Fotografieren ist mit 74 Prozent noch häufiger. "Telefonieren ist immer noch die Hauptanwendung für Smartphones. Anwendungen wie Fotos, Spiele oder Navigation stören die Telekom-Anbieter nicht, da sie keine Konkurrenz für die Telefonie darstellen. Dass die Sprachtelefonie durch Voice over IP, Social Media oder E-Mail etwas rückläufig ist, zeichnet sich bereits ab. Das Datenaufkommen steigt, während die Sprachminuten leicht rückläufig sind", sagt Andreas Schiller, Analyst der Raiffeisen Bank International.
Staat/Kommunen/Verkehrssünder/Medien
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 03/07/2012 - Keine Kommentare

Die Ruhrbarone haben den heutigen Blitzmarathon von NRW-Innenminister Ralf Jäger schon richtig beschrieben: Blitzender Populismus – unterstützt von blitzsauberen Wutbürgern, die der Polizei Wutpunkte für die Verkehrkontrollen benennen konnten. “An 3142 Stellen wird die Polizei die Autofahrer kontrollieren, 2.673 wurden von Bürgern vorgeschlagen – die Pressestelle des Innenministerium erfand für sie den Begriff ‘Wutpunkte’”, schreiben die Ruhrbarone. Am Wutpunkt in Bonn-Duisdorf, nicht weit entfernt von meinem Büro, habe ich heute früh den Polizeibeamten und dem Verkehrspaten über die Schulter geschaut. Der leitende Polizeibeamte war von meiner Anwesenheit überrascht: “Woher wussten Sie, wann und wo wir im Schieffelingsweg stehen?” Komische Frage. Die Kontrollpunkte wurden über die Medien verbreitet und mir war klar, dass vor allem während des Berufsverkehrs kontrolliert wird. Zudem bin ich zweimal mit dem Fahrrad zu zwei verschiedenen Uhrzeiten durch den Schieffelingsweg gefahren und wurde dann kurz nach 8 Uhr fündig. “Normalerweise muss das über die Pressestelle der Polizei gehen. Wir haben hier einen Exklusivtermin mit Radio Bonn/Rhein-Sieg vereinbart”, erläuterte mir der leitende Beamte. “Kein Problem. Ich möchte ja nur den Verkehrspaten interviewen und er kann ja als Bürger selbst entscheiden, ob man das Interview machen kann oder nicht.”
Business/Company/IT/Internet/E-Commerce
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 02/07/2012 - Keine Kommentare

Recently, Ken Kasischke stumbled on a quote by the economist Peter Drucker: “The customer decides what a company is.” The remarkable thing about this sentence is that it is nearly 60 years old! “So, consumer democracy is not as new a phenomenon as it seems to us today. Instead, the Internet and social web merely bring to light that genuine customer orientation is all too frequently more a declaration of intent than actually put into practice. Yet luckily the Internet and social web are not one-way streets. Companies put under pressure there by their customers can profit enormously from open customer feedback – if they actively call for it and act accordingly,” writes Questback Marketing Manager Ken Kasischke in a guest article on the Smart Service Blog. The power structure would shift in favor of the customer and the companies would lose the monopoly over their brand messages. Everyone’s a publisher: people trust other customers more than some official brand promises. There are, however, powerful companies that do not accept this and aim to stave off the loss of control in the social web by any means. Branded companies go to court, prescribe rules for online sales or force customers to physical retailers. Reputedly, their brand image, consulting and services are endangered by non-authorized online merchants.
Wirtschaft/Unternehmen/Kundenservice/Vernetzte Services/Künstliche Intelligenz/Maschinen/Software
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 02/07/2012 - Keine Kommentare

"Internetseiten sind unübersichtlich, Briefe und E-Mails werden munter im Unternehmen weitergeleitet oder gehen verloren. Selten gelingt es, Vorgänge zu priorisieren und automatisch einem kompetenten Mitarbeiter zur abschließenden Antwort vorzulegen. Angesichts der exponentiell wachsenden Menge an Mitteilungen und Daten fehlen Lösungen mit einer zentralen, lernfähigen Wissensbasis. Zentral, weil unabhängig vom gewählten Kanal dieselbe Information zur Verfügung stehen muss. Lernfähig, weil die Bewertung von Informationsinhalten durch Kunden und Mitarbeiter bei intelligenten Systemlösungen dynamisch in die Verbesserung der Wissensbasis einbezogen wird", so die Erfahrung von Andreas Klug vom Kölner Softwareunternehmen Ityx.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 02/07/2012 - Keine Kommentare
Die Forschungssabteilung von IBM hat den Prototyp einer Einhkaufs-App für Smartphones angekündigt, die auf Augmented Reality setzt, wie mashable.com berichtet. Noch in diesem Jahr soll die Software auf den Markt kommen. Registrierte Kunden können dann durch ihre Smartphone-Kamera auf die Produkte in den Regalen sehen und bekommen am Bildschirm ausgewählte Informationen zu den Waren eingeblendet. Die Produktdatenbanken der Einzelhandelsketten müssen allerdings noch ausgeweitet werden, um möglichst viele für Kunden relevante Informationen, etwa über die Nachhaltigkeit des Produktionsprozesses, liefern zu können. "Das Potenzial solcher Technologien ist riesig, sowohl für den Handel als auch für die Kunden. Momentan gibt es verschiedene Ansätze, wie etwa QR-Codes, die Kunden mit Zusatzinformationen zu versorgen. Welcher sich schlussendlich durchsetzt, ist noch offen", sagt Iris Thalbauer von der Wirtschaftskammer Österreich.
Wirtschaft/Unternehmen/Architektur/Büro
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 02/07/2012 - Keine Kommentare

Wenn Architekten und Designer sich in der Bürowelt austoben, bleibt häufig die individuelle Note auf der Strecke: Glasfassade mit Lichtkonzept, Glastische, Glaswände – fehlt eigentlich nur noch das gläserne Klo. Aseptische Arbeitsplätze, die kaum Raum für persönliche Vorlieben lassen. „Denkt immer an die Menschen! Das muss man heute mehr denn je allen zurufen, die Büros planen und einrichten“, fordert Dominic Giesel, Sprecher der Initiative Wohlfühlarbeit. Ruhe, Entspannung, gesunde Atemluft, Wohlbefinden und der Schutz der Gesundheit seien Grundbedürfnisse, die befriedigt werden müssen. „Design und Funktionalität sind bedeutungsloses Beiwerk, wenn Architekten ihre Hausaufgaben nicht machen. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht“, kritisiert Giesel. Das gilt für Raumgestaltung, Lärmpegel, Luftqualität, Beleuchtung, Büromöbel, individuelle Gestaltung des Arbeitsplatzes und Bepflanzung. In der Regel achten Bauherren und Architekten wenig auf Kriterien, die für Büro-Mitarbeiter wichtig sind. Dabei müsste man schon bei der Planung entsprechende Expertisen einholen und in das Baukonzept integrieren, statt nachträglich mühsam Schwachstellen zu beseitigen: „Die Architekten legen sehr viel Wert auf Ästhetik und Design. Man muss ihnen aber entgegenrufen: Liebe Architekten, achtet mehr auf die Menschen. Schaut auf die Menschen, die im Büro arbeiten, macht es funktional. Das ist das kleine Einmaleins: Akustik, Licht, Klima. Darauf sollte man schon am Anfang der Planung achten“, fordert Giesel.
Wirtschaft/Unternehmen/Mobile/Internet/Apps/App-Economy/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 29/06/2012 - Keine Kommentare
Das Marketing schlägt nach einem Bericht des CIO-Magazins eine neue Schlacht: „Es gilt, den Nutzern von mobilen Geräten neue maßgeschneiderte Angebote zu übermitteln. Für solche punktgenauen Angebote ist eine Unmenge an Daten zu analysieren. Das wäre die Gelegenheit für die IT, mit ihrem technischen Verständnis Innovationen ins Unternehmen zu tragen.“ Aktuelle Umfragen des Beratungsunternehmens Forrester von über 7000 Business-und IT-Führungskräften in den USA und Europa belegen das Gegenteilt. Die IT bekommt beim Mobile Business die Note „Ungenügend“. „Der Grund für diesen Graben zwischen IT und den Geschäftsführern, die Innovationen erwarten, liegt in unterschiedlichen Zielen: Die Mehrheit der CIOs legt den Fokus auf Kostenreduktion der IT und auf den Betrieb der IT im Unternehmen. CIOs, die ihren Innovations-IQ nicht steigern wollen, werden jedoch erleben, wie neue und separate Business-Gruppen entstehen, die Innovationen, und somit Technologie im Unternehmen vorantreiben. Dieser Prozess würde der IT zunehmend das Heft aus der Hand nehmen, prophezeit Forrester“, so das CIO-Magazin.
Forschung/Technologie/Produkte/Innovationen
Von Johannes Pernsteiner veröffentlicht am 29/06/2012 - Keine Kommentare
Das Motto "Roboter sollen dem Menschen dienen" hat ein findiger Gastronom in China wortwörtlich umgesetzt. In seinem "Haohai Robot Restaurant" in der Millionenstadt Harbin kümmern sich 18 Hightech-Angestellte um die Gäste, wobei ihre Tätigkeiten von der Platzzuweisung über die Bedienung bis zur Unterhaltung reichen. Doch auch in der Küche sind Maschinen bei der Zubereitung der Speisen tätig, allen voran ein Knödel- und ein Nudelroboter. "Bekanntermaßen ist das Servieren von Getränken und Speisen an die Gäste die aufwendigste Arbeit in einem Lokal. Bei uns übernehmen Roboter diese Tätigkeiten", sagt Liu Hasheng, Besitzer und Ingenieur des Restaurants. Die komplette Ausstattung stammt aus der Harbin Haohai Robot Company und kostete umgerechnet 630.000 Euro, wobei jeder einzelne Roboter mit etwa 30.000 Euro zu Buche schlug. Sobald ein Gast hereinspaziert, wird er von einem Rezeptionisten-Roboter empfangen, der mit Science-Fiction-Theatralik "Hallo Erdenmensch, willkommen im Roboterrestaurant" schnarrt und per Handausstreckung den Platz zuweist. Ein blecherner Kollege kümmert sich um die Bestellung, woraufhin sich die Küchenroboter an die Arbeit machen. Servierroboter laufen den Gang auf und ab und sorgen dafür, dass die Speisen am richtigen Tisch landen, während ein singender Wall-E die Gäste unterhält.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 28/06/2012 - Keine Kommentare

Wann fängt eigentlich die deutsche Wirtschaft an, Exzellenz für die vernetzte Ökonomie aufzubauen. Schon längst ist das Internet mehr als eine technische Infrastruktur, „mit der wir arbeiten, kommunizieren, uns vergnügen. Das Netz besitzt eine fast radioaktive Kraft, die alles verändert – politische Institutionen, demokratische Prozesse. Die Welt, wie wir sie uns eingerichtet haben“, so der Zeit-Redakteur Heinrich Wefing. Es verändert auch die ökonomischen Kräfteverhältnisse. Statt sich den Fliehkräften der digitalen Revolution zu stellen, verplempern Meinungsführer in Politik und Wirtschaft ihre Zeit mit nutzlosen Diskursen über die gute alte Zeit und verweisen auf dümmliche Umfragen über die Nutzlosigkeit von Socialmedia-Dingsbums-Modeerscheinungen. Ein schwerer Fehler, wie der Netz-Vordenker David Gelernter in seinem Buch „Mirror Worlds“ (in deutscher Fassung unter dem Titel „Gespiegelte Welten im Computer“) schon 1991 konstatierte. Dieses Werk beschreibt einen Tipping Point, eine Wegmarke, die alles verändern wird: „Wir werden auf einen Computerbildschirm schauen und die Wirklichkeit sehen. Ein Teil unserer Welt wird dort in scharfen bunten Bildern auftauchen, abstrakt, aber erkennbar, und sich subtil an tausend Orten bewegen.“ Er vergleicht das Jahr 1991 mit 1791. Damals glaubten die Menschen in England fest daran, dass die industrielle Revolution bereits abgeschlossen sei. Die Jenny-Maschine zum Feinspinnen, der mechanische Webstuhl, der Kokshochofen und vor allem die von James Watt erfundene Dampfmaschine mit ihrer unerschöpflichen Kraft waren erfunden und harrten ihres Einsatzes. Statt sich über die Auswirkungen dieser Erfindungen klar zu werden, klopfte man sich gegenseitig auf die Schultern und bejubelte übermütig die eigene Fortschrittsfähigkeit. Der grosse Knall kam wesentlich später: „Die technologische Welt von heute macht denselben ländlich idyllischen Eindruck. Alles ist hübsch und ordentlich und vorläufig, wie die zaghaften Frühlingstriebe in einem Garten. Nichts wirklich Wesentliches hat sich verändert“, so Gelernter.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Steiner veröffentlicht am 28/06/2012 - Keine Kommentare
Die Videospielbranche sucht mit Hochdruck nach neuen Mitteln und Wegen, um das Gaming-Geschäft in Zukunft weiter anzukurbeln. Wohin die Reise gehen könnte, zeigt eine Kooperation von Electronic Arts (EA) und Google, deren Resultat zum ersten Mal auf der derzeit in San Francisco stattfinden Entwicklerkonferenz Google I/O der Öffentlichkeit präsentiert wird. Dahinter verbirgt sich ein neuartiges Browser-Spiel namens "Strike Force", das im Internetstandard HTML5 programmiert ist und auf allen Endgeräten laufen soll, die mit der aktuellsten Version von Google Chrome arbeiten. "Die Branche befindet sich mitten in einem fundamentalen Transformationsprozess", erklärt EA-Sprecher Martin Lorber gegenüber pressetext. Heutzutage werde auf immer mehr Geräten zu unterschiedlichsten Gelegenheiten gespielt, vom heimischen TV über den PC bis hin zu mobilen Konsolen, Tablets und Smartphones. "Browser-Games spielen dabei eine wichtige Rolle und haben für die Spieler den Vorteil, dass sie plattformübergreifend praktisch zu jeder Zeit an jedem Ort erreichbar sind. Das Spiele-Erlebnis ist vernetzt, man spielt von überall aus mit Freunden auf der ganzen Welt und tauscht sich darüber aus", so Lorber. Zudem seien derartige Spiele in der Regel kostenfrei und leicht zugänglich.
Wirtschaft/Unternehmen/Marketing/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 27/06/2012 - 1 Kommentar(e)

In meiner Mittwochskolumne für das Debattenmagazin “The European” bin ich noch einmal auf das Markenimage von Firmen im Social Web eingegangen. Titel: Einsame Schreihälse. Im Internet verlieren Firmen die Hoheit über ihre Markenbotschaft. Gut so – denn die absolute Kontrolle über Mitarbeiter und Konsumenten ist illusorisch. Diese Lektion haben die Ziegelstein-Diktatoren, Brüller und Schreihälse in den Führungsetagen von Wirtschaft und Politik immer noch nicht gelernt. Mitarbeiter, Wähler oder Konsumenten kann man nicht mehr für dumm verkaufen und zentralistisch von oben nach unten steuern. Selbstorganisation steht auf der Web-Agenda an erster Stelle und nicht mehr der Taktstock von Positionseliten. Das hat der italienische Schriftsteller Alberto Savino treffend zusammengefasst: „Der Grad von Menschlichkeit eines Unternehmens, einer Tat, einer Lage, ist messbar an dem Mehr oder Weniger an Freiheit, die sie uns gewähren, über uns selbst zu verfügen.“ Entsprechend ist es, endlich auf die Weisheit der Vielen zu achten, wie ich in meinem Vortrag auf dem Marketingforum während der Hannover Messe ausführte.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Markus Steiner veröffentlicht am 27/06/2012 - Keine Kommentare
Wenn es um die Nutzung von Apps geht, entpuppen sich Smartphone-User zunehmend als treue Kunden, die immer öfter auf dieselben Programme zurückgreifen. Einer aktuellen Analyse von Localystics zufolge haben rund 31 Prozent der Mobilfunknutzer im Zeitraum der vergangenen neun Monate ihre Apps im Durchschnitt elf Mal oder öfter aufgerufen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs um fünf Prozent. Knapp ein Viertel greift nach dem Download allerdings nur ein einziges Mal auf eine neu erworbene App zu. "Apps gehören zu den beliebtesten Anwendungen auf Smartphones. Sie erlauben es jedem Nutzer, sich die Programme, die er auf seinem Handy braucht, selbst zusammen zu stellen", erklärt Rafaela Möhl, Pressesprecherin beim Online-Tarifberater teltarif, gegenüber pressetext. Mittlerweile existieren für jede Art der Aufgabenstellung eine oder sogar mehrere Apps. "Die Nutzer haben eine bestimmte Vorstellung, was ein Programm können soll. Je besser diese Anforderungen erfüllt werden, desto öfter wird ein User eine App aufrufen", betont Möhl. Weitere wichtige Kriterien in diesem Zusammenhang seien eine einfache Handhabung und ein einwandfreies technisches Funktionieren.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/E-Commerce
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/06/2012 - Keine Kommentare

Vor kurzem ist Ken Kasischke über ein Zitat des Ökonomen Peter Drucker gestolpert: „Der Kunde entscheidet darüber, was ein Unternehmen ist.“ Bemerkenswert an diesem Ausspruch: Er ist fast 60 Jahre alt! „Die Konsumentendemokratie ist also kein so neues Phänomen, wie sie uns heute erscheint. Vielmehr bringen Internet und Social Web lediglich ans Licht, dass echte Kundenorientierung allzu häufig eher Absichtserklärung als gelebte Praxis ist. Doch glücklicherweise sind Internet und Social Web keine Einbahnstraßen. Unternehmen, die von ihren Kunden dort unter Druck gesetzt werden, können von offenem Kundenfeedback enorm profitieren – sofern sie es aktiv einfordern, und danach handeln“, schreibt Questback-Marketingmanager Ken Kasischke in einem Gastbeitrag für den Smart Service-Blog. Das Machtgefüge würde sich zugunsten der Kunden verschieben. Die Unternehmen hätten das Monopol über ihre Markenbotschaften verloren. Everybody’s a publisher: Man vertraue anderen Kunden mehr als irgendwelchen offiziellen Markenversprechen. Einige Manager von vorgestern haben das allerdings noch nicht kapiert. Siehe meine heutige Kolumne für Service Insiders: Alle Macht dem Kunden? Mehr Web Democracy in Unternehmen wagen.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 26/06/2012 - Keine Kommentare
Berichte, die behaupten, dass Musiker durch Streaming-Dienste zu wenig Geld verdienen, berücksichtigen die Struktur dieses Geschäftsmodells zu wenig, wie evolver.fm berichtet. In Wahrheit können Musiker langfristig durch den Vertrieb via Spotify und Co mehr Geld verdienen, als durch den Verkauf von CDs. Die Verträge verschiedener Labels mit den Streaming-Anbietern unterscheiden sich zwar, aber die Einnahmen der On-Demand-Angebote steigen ständig, sowohl insgesamt als auch pro Nutzer. Ein Fan, der ein Leben lang ein Abo bei einem solchen Dienst hat, bringt Musikern mehr ein als der einmalige Verkauf eines Tonträgers. Der schlechte Ruf, den Streaming-Dienste in Bezug auf die Bezahlung von Musikern haben, begründet sich auf mehreren Fehlannahmen. Die Anbieter bezahlen nicht die Musiker direkt, sondern haben Verträge mit Plattenfirmen. Ein geheimes Dokument, das evolver.com zugespielt wurde, belegt am Beispiel von Merlin, einer Rechteagentur für Independent-Labels, dass die Einnahmen durch Spotify in den vergangenen Monaten stark gestiegen sind. Wie viel vom Profit an die Musiker weitergegeben wird, hängt vom jeweiligen Vertrag ab.
Handel/Dienstleistungen/Computer/Telekommunikation
Von Michaela Monschein veröffentlicht am 25/06/2012 - Keine Kommentare
Smartphone-Apps werden bis 2016 Bargeld und selbst Kreditkarten ablösen. Dabei wird es egal sein, ob man online ist oder an der Kasse steht. Banken und Kreditkartenunternehmen arbeiten mit Providern und anderen Firmen zusammen, um Handys noch tiefer im globalen Handel zu verankern. In einer Zukunft ohne Geldtasche gibt es keine Kreditkarten mehr, berichtet die Los Angeles Times. Dass die Revolution des mobilen Bezahlens bereits begonnen hat, zeigen aktuelle Daten. Bereits die Hälfte der US-Konsumenten besitzt ein Smartphone. Mit steigender Popularität ähneln sie kleinen Einkaufszentren für die Tasche, voll mit virtuellen Geschäften, in denen man Videospiele, Musik, Bücher und Fernsehsendungen kaufen kann. 2016 sollen mobile Zahlungen 617 Mrd. Dollar umsetzen - gegenüber 105 Mrd. Dollar Umsatz des Vorjahres ist dies ein Anstieg um das Sechsfache.
Wirtschaft/Marketing/Internet/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 25/06/2012 - Keine Kommentare

WPP-Chef Martin Sorrell zweifelt nach einem Bericht von W & V an Facebooks Qualitäten als Werbemedium: “Ich glaube, Facebook ist das beste oder eines der besten Branding-Instrumente der Welt, aber ich glaube nicht, dass es auch notwendigerweise ein Werbe-Instrument ist,” sagte Sorrell laut der britischen Zeitung “Guardian” in Cannes. Ähnliches sagte er wohl auch auf dem Werbegipfel in der südfranzösischen Stadt. 200 Milllionen Dollar habe WPP laut Sorrell vergangenes Jahr in Facebook investiert, was immerhin fünf Prozent des Umsatzes des Social Networks ausmacht. Dieses Jahr soll das Budget noch verdoppelt werden – wobei der Anteil am Facebook-Umsatz wohl gleich bleiben dürfte. Aber im Vergleich zum Gesamt-Volumen von WPP sei diese Umschichtung nicht weltbewegend, so Sorrell. Gerade was die Response-Rate beträfe, sei Facebook nicht gerade brillant.
App-Economy/Customer Service
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 23/06/2012 - Keine Kommentare

We are all talking about Social Media, the App-Economy and the digital economy of participation. It is all the rage. In reality, though the Economy is still investing billions of Euros in classical advertising in a single way mode. By contrast, investments in a genuine, interactive dialogue with customers are of subordinate significance and are thus assigned a comparably low weighting. This observation has been confirmed by the recent results of the Economist Survey that the Software Company Genesys presented on the occasion of a technology conference in San Francisco. The findings reveal that almost every second company is seriously concerned about the critical public debate and expression of opinion proliferating in an unchecked, haphazard fashion via social networks. Their fear is that the uncontrollable dissemination of information might have an adverse impact on the reputation of their company. Only a meagre 22 per cent of the people questioned saw the positive side of it.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 22/06/2012 - Keine Kommentare
Das Unternehmen Loxone hat die erste Smartphone-taugliche Video-Gegensprechanlage für IP-Kameras auf Basis des eigenen Miniservers auf den Markt gebracht. Diese ermöglicht nicht nur Zugriff auf die laufende Aufnahme, sondern bietet auch flexible Türsteuerung für unterwegs. Der Miniserver unterstützt zudem eine Reihe weiterer "Smart Home"-Funktionen. Voraussetzung für die Einrichtung des Systems ist der Miniserver und eine kompatible IP-Kamera. Einmal eingerichtet, kann via Telefon, Tablet und PC auf die Echtzeitaufnahme zugegriffen und das Mikrofon verwendet werden. Für Android und iOS stehen kostenlos dezidierte Apps zur Verfügung. Nach Auskunft von Loxone läuft die Software auch auf Einsteiger-Smartphones problemlos. User anderer Plattformen können das System über ein Browserinterface steuern.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 21/06/2012 - Keine Kommentare
Nuance hat die Touchscreen-Tastatur Swype erweitert. Diese wurde nun mit dem bekannten Spracherkennungs- und Diktationssystem "Dragon" verbunden und mit Lernfähigkeit ausgestattet. Dies ermöglicht durch die laufende Anpassung an den User die kontextuale Vorhersage und Ergänzung von Wörtern und Textbausteinen und lässt die App ein individuelles Wörterbuch anlegen. In der Praxis soll dies dazu führen, dass Swype Wörter anhand des restlichen Satzes wählt und ausbessert. Das Tool, das einst vom Start-up Tegic entwickelt wurde, ist ursprünglich für die Texteingabe über Wischbewegungen bekannt. Jedoch liegen etwa die englischen Begriffe "pot" (Kessel) und "put" (stellen) auf dem gleichen "Zeichenpfad". Anhand des Kontexts kann die Software nun erkennen, welcher dieser Begriffe gemeint war und ergänzt somit "put" zu "that away" (stell' das weg) und "pot" zu "tea" (Teekessel).
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Technologie/Hardware
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 21/06/2012 - Keine Kommentare

“Windows Phone 8: Microsoft holt deutlich auf”, mit dieser Behauptung titelt das Magazin t3n die Vorstellung des neuen mobilen Betriebssystems “Apollo 8″ von Microsoft. Windows Phone-Chef Joe Belfiore präsentierte auf der Windows Phone Summit in San Francisco “allerhand neue Funktionen”. Toll. Eine der größten Neuigkeiten: Windows Phone 8 habe im Code kaum noch Ähnlichkeit mit der aktuellen Windows Phone-Version. Und da kommt auch schon der Wermutstropfen: “Diese Tatsache bedeutet allerdings auch, dass Windows Phone 7 nicht auf die neue Version updatefähig ist. Damit wird nun endgültig bestätigt, was seit Wochen durch die Medien kreiste: kein Windows Phone 8 für derzeit auf dem Markt befindliche Geräte – auch nicht für das Nokia Lumia 900.” Dingdong. An dieser Stelle hätte ich mir dann schon noch ein paar weitere Anmerkungen geleistet. Stattdessen kommt die Beruhigungspille für das so hochgelobte Lumia 900: Es sei eine Alternative in Arbeit, mit der eine Vielzahl der Funktionen auch auf dem Nokia Lumia 900 und Lumia 800 und Geräten anderer Hersteller wie dem HTC Titan und dem Samsung Omnia M laufen werden. Windows Phone 7.8 “soll” einige Funktion und den neuen Homescreen mit sich bringen. Das ist doch dann wieder eine Behauptung. Vorgestellt wurde die Version 7.8 auf den besagten Endgeräten wohl nicht.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Telekommunikation
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 20/06/2012 - Keine Kommentare

DeTeWe feiert ihr 125-jähriges Bestehen – und lädt alle Unternehmen zu einer großen Jubiläums-Aktion ein. Der Berliner Systemintegrator sucht die älteste, noch aktuell in Betrieb befindliche Telefonanlage Deutschlands. Bundesweit können alle Unternehmen teilnehmen, unabhängig von der Branche oder dem Hersteller der Kommunikationsplattform. Einzige Bedingung: Die Anlage muss mindestens über 30 Nebenstellen verfügen. „Obwohl wir uns im Zeitalter von Voice-over-IP und Unified Communications befinden, haben viele Unternehmen den Sprung Richtung IP-Telefonie noch nicht gewagt. Vor allem im deutschen Mittelstand ist häufig noch veraltete Technologie im Einsatz. Wir möchten wissen, wer das älteste System hat – und diesem Unternehmen eine moderne Kommunikationslösung schenken“, sagt Christian Fron, Geschäftsführer der DeTeWe Communications. Zu gewinnen gibt es den neuesten Kommunikationsserver für Unified Communications von Aastra, die Aastra 400, sowie die Videokommunikationslösung BluStar inklusive Installation. Die Preise haben einen Gesamtwert von 50.000 Euro.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 19/06/2012 - Keine Kommentare
In den vergangenen Monaten hat Twitter schrittweise damit begonnen, seine Suchkapazitäten auszubauen, wie gigaom.com berichtet. Neben Neuerungen wie den Expandable tweets und hashtag-basierten Seiten hat Twitter eine ganze Reihe von neu engagierten Experten präsentiert. Momentan ist das soziale Netzwerk als Suchmaschine noch nicht alltagstauglich, die Fähigkeiten werden jedoch laufend ausgebaut. Mit der zunehmenden Bedeutung von sozialen Verknüpfungen im Internet werden traditionelle Suchmaschinen an Bedeutung verlieren, wenn sie sich nicht anpassen. Twitter positioniert sich als Anwärter für den freiwerdenden Platz an der Sonne. "Ich sehe keine große Gefahr für Google. Durch die Integration von Inhalten aus sozialen Netzwerken, übrigens auch von Twitter, wird die Suche noch aktueller und interessanter. Mit Android hat Google außerdem einen Trumpf im Ärmel. Durch die Kombination von Mobiltelefon, sozialen Medien und Suche ist der Konzern bestens für die Zukunft gerüstet", sagt SEO-Experte Pascal Schildknecht gegenüber pressetext. Zudem würden die meisten Inhalte, die auf sozialen Medien verbreitet werden, ursprünglich von Google gefunden. "Wenn Google keine ehler macht, hat es kein Problem", so Schildknecht.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 18/06/2012 - Keine Kommentare
Das kalifornische Start-up Magnifis arbeitet an "Robin", einem Sprachassistenzsystem für Autofahrer. Die Android-App hilft nicht nur bei der Navigation, sondern kennt in den USA bereits zahlreiche, örtliche Gegebenheiten. Es lernt auf Dauer vom Fahrer und lässt dies in seine Vorhersagen und Ratschläge einfließen. Robert Czarnecki, Produkttester des Österreichischen Verkehrsclubs (ÖAMTC), sieht darin eine innovative Lösung und hält die Ablöse klassischer, mobiler Navis für absehbar. Wie sein iOS-Pendant reagiert auch Robin auf natürliche Sprache und kann so beispielsweise einfach nach dem nächstgelegenen asiatischen Restaurant gefragt werden. Dank Yelp-Integration kann der digitale Beifahrer auch Bewertungen zu den gefundenen Gastronomiebetrieben abrufen und diese intelligent reihen. Um Robin zu aktivieren reicht in der Regel ein kurzes Winken vor dem Telefon, was die Bedienung erlauben soll, ohne den Blick von der Straße nehmen zu müssen.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/App-Economy/Service
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/06/2012 - Keine Kommentare

Und wenn man sich schon mit den jüngsten Erfolgszahlen im App-Ökosystem von Apple beschäftigt, neben den sonstigen Höhepunkten der WWDC in San Francisco, sollte man sich auch mit der Kehrseite auf Seiten der Wirtschaft auseinandersetzen: Die digitale Servicewüste: Anti-Mücken-Töne statt Kundendialog in der App-Economy. „Bei Unternehmen ist dieses Thema unterentwickelt, weil das Ganze nur unter Marketing- und Verkaufsaspekten vorangetrieben wurde. Es geht um Markenbekanntheit, Unterhaltung, Lifestyle, Transaktionen oder nette Produktvideos. Man will Emotionen auslösen und interessiert sich weniger für den Dialog mit Kunden. Und dann kommt der große Bruch. Es gibt fast keine Möglichkeiten, aus der App direkt Services zu nutzen. Service-Apps haben noch überhaupt keinen Stellenwert im Mobile Business. Sie tauchen auf der Landkarte gar nicht auf“, sagt Genesys-Manager Heinrich Welter.
Wirtschaft/IT/Telekommunikation/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/06/2012 - Keine Kommentare

Ein Leben in der Hotline-Warteschleife zählt für Viele sicherlich zum Gipfel der täglich erlebten Service-Bürokratie in Deutschland. Vor über fünf Jahren produzierte sich deshalb der damalige Verbraucherschutzminister Horst Seehofer als Retter geplagter Verbraucher und kündigte scharfe gesetzliche Maßnahmen an. Den Worten folgten ausnahmsweise auch einmal Taten. Ab dem nächsten Jahr müssen Call Center kostenlose Warteschleifen anbieten. Politische Appelle an die Selbstheilungskräfte der Wirtschaft fruchteten nicht. Seit 2007 wurde in den betroffenen Unternehmen sehr viel lamentiert und nur wenig laboriert. Zufriedenstellende Lösungen konnten die Anbieter nicht vorweisen. Man ist immer noch nicht in der Lage, die Anforderungen des Gesetzgebers zu erfüllen. Es gebe in Deutschland keine technische Lösung für die kostenlose Warteschleife, weil die Netzbetreiber es nicht wollen und verbindliche Vorgaben der Bundesnetzagentur nicht vorhanden sind, moniert Genesys-Manager Heinrich Welter im Interview mit dem Fachdienst Service Insiders.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Kommunikation/Service
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/06/2012 - 1 Kommentar(e)

Was ich hier nun schon einige Zeit dokumentiere, bestätigen auch Statistiken, die auf der Technologiekonferenz von Genesys in San Francisco präsentiert wurden: Die Relevanz von Service-Anrufen geht deutlich runter. Aber was folgt? Welche Dialogmöglichkeiten werden als Alternative angeboten? Social Media? Sieht noch düster aus. Apps? Fehlanzeige. In der Regel feuert die Wirtschaft mmer noch Milliarden Euro für klassische Werbung im Einweg-Modus raus. Investitionen in echte Gespräche mit Kunden sind lächerlich niedrig. Das belegen Economist-Umfrageergebnisse, die die Softwarefirma Genesys auf einer Technologiekonferenz in San Francisco präsentierte. So sorgt sich fast jedes zweite Unternehmen über kritische Meinungsäußerungen, die unkontrolliert über soziale soziale Netzwerke über die eigene Organisation verbreitet werden können. Nur magere 22 Prozent sehen positive Effekte. Wenn sich Unternehmen in das Abenteuer Social Media stürzen, haben sie in der Regel eine Marketing- oder Vertriebsbrille auf. Es geht nicht um die Konversation mit Kunden.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 12/06/2012 - Keine Kommentare
Internetplattformen, die Kreditnehmer und -geber fernab von traditionellen Banken zusammenbringen, erfreuen sich steigender Beliebtheit, schreibt der Observer. Die althergebrachten Geldhäuser geben momentan ungern Geld aus der Hand, was diesen Trend noch verstärkt. Risikolos ist das Verleihen von Geld an Fremde oder Unternehmen nicht, bei Insolvenz bleiben die Online-Kreditgeber auf ihren Forderungen sitzen. Die Ausfallsraten sind aber überraschend gering und lassen die alten Banken schlecht aussehen. Da der Markt noch nicht reguliert ist, gibt es auch Scharlatane. Erste Gegenmaßnahmen werden eingeleitet. "Banken haben auch als bloße Kreditvermittler angefangen. Regulierung und Institutionalisierung kamen erst später. Das Problem für kleine Anbieter ist das Vertrauen der Kunden. Kleine Summen werden den Plattformen vielleicht anvertraut, größere Beträge werden aber immer zur Bank gebracht, wo sie durch Einlagefonds gasichert sind", sagt Historiker Michael North, Autor von "Kleine Geschichte des Geldes" und Professor an der Universität Greifswald.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 11/06/2012 - Keine Kommentare
Bei Tactus Technology arbeitet man an der Zukunft der Touchscreen-Eingabe. Mit "Tactus" hat man ein Display auf Lager, das imstande ist, durch Erhebungen physische Tasten zu erzeugen, was die Bedienung wesentlich erleichtern soll. Das Unternehmen verspricht einfache Integration in bestehende Systeme und will die Technologie schon Mitte 2013 auf den Markt bringen. Tactus ersetzt dabei nicht das bestehende Touchdisplay, sondern liegt als dünne, flexible Schicht darüber, ohne die Bedienbarkeit zu beeinträchtigen. Wenn notwendig, kann diese an beliebigen Orten am Display fühlbare Tasten formen. Dazu setzt man auf eine biomimetische Technologie namens "Microfluidix". Diese ermöglicht es, Flüssigkeiten - im konkreten Fall ein eigens entwickeltes Öl - zu schaffen und gezielt durch winzige Kanäle zu lenken.
Medien/Kommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 08/06/2012 - Keine Kommentare
Die Wachstumsraten der Online-Werbeeinnahmen von US-Zeitungen sinken seit fünf Quartalen in Folge. In den ersten vier Monaten dieses Jahres wuchsen die Einnahmen nur noch um ein Prozent. Bei der New York Times und der Washington Post, zwei internationalen Flaggschiffen der Branche, ging der Erlös aus Online-Werbeeinnahmen im ersten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 beziehungsweise sieben Prozent zurück, wie der Guardian berichtet. Die Rating-Agentur Moody's bewertet den Ausblick für die US-Zeitungsindustrie mit negativ, da die Gesamteinnahmen "unerbittlich zurückgehen". "In den USA erlebt die Zeitungsbranche derzeit eine Konsolidierungswelle. Es werde viele Zeitungen untergehen und nur einige übrigbleiben, abhängig von Verbreitungsgebiet, Kundenstamm und anderen Faktoren. Die Zeitungen werden sich vermehrt überlegen, ob sie nur noch an guten Anzeigetagen gedruckt erscheinen", sagt Jan Krone von der Fachhochschule St. Pölten.
Wirtschaft/Finanzen/Makroökonomie/Austeritätsdebatte
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 06/06/2012 - Keine Kommentare
Jetzt ist die Zeit, die Geburtsfehler des Maastricht-Vertrages, der zur Währungsunion führte, zu beseitigen. Schon 1994 hätte klar sein müssen, dass die Entkopplung des Euro von der Politischen Union ein Kardinalfehler war. Es lag an den kurzsichtigen machtpolitischen Manövern von Staatsmännern wie Kohl und Mitterand. Nun war Kohl nicht gerade ein Meister der wirtschaftspolitischen Staatskunst. Aber auch ihm hätte klar sein müssen, dass es schwerfallen wird, Staaten mit höchst unterschiedlichen Wirtschafts- und Finanzpolitiken einheitlich zu steuern. Der nachgeschobene Stabilitätspakt mit seinen Sanktionsmechanismen war von Anfang an ein stumpfes Schwert. Gleiches werden wir mit dem Fiskalpakt erleben. Strafen, Diktate oder Restriktionen sind ein Sprengsatz für die politische Architektur der Europäischen Union. Wer wirft den ersten Stein, wer kann das politisch aushalten, wer wird isoliert, wer spielt den Buhmann, wer wird zum Sündenbock stilisiert? All das kann man innenpolitisch in Griechenland derzeit wie im Brennglas beobachten.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 06/06/2012 - Keine Kommentare
Forscher des Gerogia Institute of Technology haben in einer Studie die Verwendung von Twitter als Propagandamedium untersucht. Die Analyse von über 100.000 Tweets zum Wahlkampf in Nevada 2010 und zur politischen Debatte um die US-Schuldendeckelung vom vergangenen Jahr hat ergeben, dass Twitter-Propaganda einfach zu entlarven ist. Die für die Studie verwendeten Algorithmen verwenden verschiedener Merkmale, die eine Identifizierung von Usern, die Propaganda verbreiten ermöglichen. "Dass Twitter und andere soziale Medien als Propagandainstrumente verwendet werden, steht außer Frage. Die Besonderheiten bei den neuen Medien sind die Möglichkeit zu antworten und die Notwendigkeit einer bewussten Entscheidung seitens der User, einem Aussender von Botschaften zu folgen", sagt Rainer Gries von der Universität Wien gegenüber pressetext. Laut dem Experten wollen durchaus einige Menschen freiwillig Propaganda konsumieren, weshalb Twitter sich überhaupt erst zur Verbreitung eignet. Diesen Propaganda-Usern obliegt es, verantwortlich mit den Informationen umzugehen.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 05/06/2012 - Keine Kommentare
Die ständig wachsende Zahl der Menschen, die das Internet von mobilen Endgeräten aus nutzen, stellt laut einigen Experten eine Gefahr für den technologischen Fortschritt und die Kreativität dar, wie der Observer berichtet. Smartphone und Co werden immer mehr zu Blackboxes. Die Kontrolle über die Inhalte liegt nicht mehr beim Menschen, sondern bei Netzbetreibern und Herstellern von mobilen Betriebssystemen. Was im Hintergrund alles passiert, erfahren die User nicht. "Der Trend geht in diese Richtung. Bei stationären Internetverbindungen kann ich aus mehreren Providern wählen und das System selbst konfigurieren. Bei einem Smartphone von Apple und Co ist das nicht möglich. Da gibt es durchaus auch Zensurmaßnahmen. Technologien wie Flash oder Inhalte, die nicht bestimmten Moralvorstellungen entsprechen, sind nicht erlaubt", sagt Gerhard Kongehl von der Ulmer Akademie für Datenschutz
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/06/2012 - Keine Kommentare

“Kehrt Facebook den Rücken!”. Kurz, trocken und ohne Schnörkel kommt Basic Thinking-Blogger Jürgen Vielmeier in seinem Aufruf zur Sache: “Ganz ehrlich, ich habe mit den Schultern gezuckt. Noch bis Freitag könnt ihr über Facebooks neue Datenschutzrichtlinien abstimmen. Tun solltet ihr das nicht. Ganz einfach deswegen, weil es Zeitverschwendung ist: Ihr opfert Minuten eurer wertvollen Lebenszeit für eine Farce: 30 Prozent der Facebook-Mitglieder müssten an der Abstimmung teilnehmen, damit Facebook sich überhaupt damit befasst. Eine Abstimmung zwischen neuen und alten Regelungen, die der österreichischen Anti-Facebook-Aktivist Max Schrems als Wahl zwischen ‘Pest und Cholera’ bezeichnet. Egal, wofür ihr abstimmen würdet: es wäre eine schlechte Wahl. Schon die Voraussetzungen stimmen nicht.” Das Social Network habe in den vergangenen Monaten viele Sympathien verspielt.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 04/06/2012 - Keine Kommentare
Glaubensgemeinschaften entdecken die sozialen Medien für sich und sind damit sehr erfolgreich. Die frommen Botschaften ziehen zwar nicht so viele Menschen an wie jene von Persönlichkeiten aus der Popkultur, die Resonanz ist aber ungleich höher. Twitter-Mitarbeiter haben herausgefunden, dass einige evangelikale US-Geistliche - gemessen an Retweets und Antworten auf Botschaften - mit ihren Meldungen 30 Mal erfolgreicher sind als Lady Gaga, wie die New York Times berichtet. Twitter hat deshalb entschieden, die religiöse Verwendung des Netzwerks bewusst zu fördern. Auch heimische Kirchen setzen auf Social Media. "Erhebungen aus den USA lassen sind nicht auf den deutschsprachigen Raum umlegbar. Religion wird in den Vereinigten Staaten anders gelebt. Die Ausdrucksformen sind bei uns weniger exzessiv. In Amerika gibt es religiöse Facebookseiten, die so viele Fans haben wie Coca Cola. Religion ist dort stärker mit Öffentlichkeit verknüpft", relativiert Andrea Mayer-Edoloeyi, Social-Media-Beauftragte der Diözese Linz, gegenüber pressetext. Trotzdem gewinnen soziale Netzwerke auch in Glaubensgemeinschaften hierzulande stetig an Bedeutung.
Wirtschaft/Politik/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 03/06/2012 - Keine Kommentare

Morgen trifft sich nun die IT-Internet-Digital-Elite im Kanzleramt mit Angela Merkel, um mit der Bundeskanzlerin zu beraten, wie man die digitale und vernetzte Ökonomie in Deutschland zu Glanz und Ruhm bringen könnte. Außer SAP könne man den US-Giganten des Netzes nicht sehr viel entgegensetzen. In Europa sieht es teilweise noch desaströser aus. Was sollte nun die Bundesregierung tun: “Ich rate der Kanzlerin und jedem anderen, der sich des Themas annimmt, die Internetbranche nicht als Fokus neuer Aktivitäten zu nehmen. Da bestehen viele Chancen, keine Frage, aber die Lösung wäre nur ein Cluster aus Knowhow, Finanzen, Gründern, wie er in den USA besteht, und das beschliesst man nicht ‘mal eben’, dafür muss man den Standort neu ausrichten. Es besteht ohnehin eine gewisse Chance, dass Medien und Politik zu sehr auf B2C und dort auf die Giganten fokussiert sind. Ich glaube aber, dass es wenig sinnvoll ist, ein deutsches Google zu entwickeln. Man greift nicht ausgerechnet den Weltmarktführer 15 Jahre nach seiner Gründung auf seinem Kerngeschäft an, manche wünschen sich das aber”, sagt Berater Christoph Kappes gegenüber dem Ich sag mal-Blog.
Computer/Telekommunikation/Politik/Recht
Von Markus Keßler veröffentlicht am 01/06/2012 - Keine Kommentare
Abgeordnete beider großer US-Parteien im Repräsentantenhaus haben eine Resolution verabschiedet, die Obamas Regierung drängen soll, die US-Politik für ein globales, freies Internet fortzuführen. Anlass für den Beschluss sind Befürchtungen, dass einige Vorschläge, die innerhalb der Vereinten Nationen diskutiert werden, die Unabhängigkeit des Internets gefährden könnten. Vor allem politischer Einfluss auf die Verwaltung des Netzes durch China und Russland soll um jeden Preis vermieden werden. "Diese Diskussionen sind nicht neu. Die UNO-Organisation International Telecommunication Union (ITU) versucht schon seit Jahren mehr Einfluss auf die Verwaltung des Internets zu erhalten. Vor allem Brasilien, Russland und China wollen die vorgebliche Dominanz der USA in der Internet-Verwaltung mindern. Die US-Regierung hat zwar noch mehr Einfluss als andere, schraubt diesen aber seit geraumer Zeit zurück, um andere Staaten zu beruhigen", sagt nic.at-Geschäftsführer Richard Wein gegenüber pressetext. Die Tendenz gehe weiterhin in Richtung Verteilung der Macht auf mehrere Schultern, deshalb sehe er keinen Grund für eine Änderung des Systems, sagt der Experte.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 31/05/2012 - Keine Kommentare
Die Internetseite Politwoops sammelt und veröffentlicht gelöschte Politiker-Tweets. Die von holländischen Netzaktivisten ins Leben gerufene Initiative archiviert in bisher 13 Ländern das, was Politiker gern für immer aus dem Netz getilgt hätten. Ab sofort gibt es auch eine US-Version des Dienstes. Die Gründe für die Löschversuche reichen von Rechtschreibfehlern bis zu inhaltlichen Verfehlungen der Politiker. Neben den USA, Frankreich, England und einigen skandinavischen Ländern gibt es unter anderem auch in Deutschland eine nationale Version von Politwoops, die unter http://politwoops.de erreichbar ist. "Auch in der prä-online Zeit waren Kampagnen nicht vor Fehlern gefeit. Heute rächt sich das aber mehr als früher. Ein österreichischer Journalist hat einst gesagt, das Archiv sei die Rache des Journalisten. Heute gilt das für alle Menschen. Politiker müssen damit leben, dass 'Message Control' immer schwieriger wird, auch für große, professionelle Teams. Wenn ein Fauxpas passiert, sollten Politiker dazu stehen und sich entschuldigen. Das Löschen von Tweets weckt unweigerlich das Interesse von Journalisten, Wachhunden und Konkurrenten", sagt Thomas Hofer von H&P Public Relations.
Business/Company/Finance/Internet/Social Commerce
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 31/05/2012 - Keine Kommentare

“Once everyone’s hopes and expectations are reflected in the price, how will this price develop? At this point everything has been accounted for, and no other expectations can be foreseen – until new, innovative concepts are presented that make it perfectly clear just how Facebook will be able to turn its trove of data into money far more effectively in the future than it has to date. Now it is up to Facebook’s managers.” This is how Ralf Kreutzer, Marketing Professor at the Berlin School of Economics and Law, summed up his professional opinion of Facebook’s IPO in an interview with Service Insiders. The headlines during the first week of Facebook’s share listing were far different: shareholders file lawsuits, fraud, alienated friends, the new AOL, the bubble has burst, politicians and regulators are investigating, banking disaster, stock market failure, fiasco, and intoxicated investors. Yet according to Karl-Heinz Land from Microstrategy, during the run-up to the IPO, the head of Facebook had explicitly warned against excessive expectations: “Right from the start, Zuckerberg said that he wanted to list the company’s shares in order to safeguard the development of his company as a social network. As a result, the lawsuits filed by shareholders on account of the falling share price are simply unfounded, as Facebook is not a stock on which gamblers can hope to make a quick profit. “The drop in the share price offers an excellent opportunity to purchase shares as a long-term investment,” states Land.
Wirtschaft/IT/Internet/Netzpolitik
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 31/05/2012 - Keine Kommentare

Während die übereifrigen staatlichen Datenschützer nichts anderes zu tun haben, als Website-Betreiber mit saftigen Bußgeldern zu drangsalieren für den angeblich nicht rechtskonformen Einsatz des Trackingstools Google Analytics, macht sich Kanzlerin Angela Merkel nach einem Handelsblatt-Bericht sorgen um die mangelhafte Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Internet- und IT-Branche. Während wir also seit Monaten und Jahren wertvolle Zeit für dümmliche Street View-Jägerzaun-Aufgeregtheiten, Zensursula-Internetsperren, Mein-Kopf-gehört-mir-Jetzt-erst-recht-Urheberrechtskampagnen (an denen auch das Handelsblatt willfährig beteiligt ist) und Muskelspielchen der Datenschützer verplempern, wächst die Angst vor der übermächtigen digitalen Konkurrenz in den USA. Europäische oder deutsche Konkurrenz brauchen Amazon, Google, Facebook, Apple und Co. nicht zu fürchten.
Wirtschaft/Unternehmen/Finanzen/Internet/Social Commerce
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 30/05/2012 - Keine Kommentare

„Wenn man alle Phantasie schon einpreist, wohin soll sich ein Kurs dann entwickeln? Dann ist die Phantasie raus und es ist keine weitere Erwartung absehbar. Bis neue, innovative Konzepte präsentiert werden, die wirklich deutlich machen, dass es Facebook in Zukunft in viel höherem Maße wie bisher gelingen wird, ihren Datenschatz konsequent zu monetarisieren. Da sind jetzt die Manager von Facebook gefragt“, so die sachliche Würdigung des Facebook-Börsenstarts von Marketing-Professor Ralf Kreutzer von der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht im Interview mit Service Insiders. Die Schlagzeilen in der ersten Börsenwoche der Facebook-Aktie lauteten allerdings anders: Aktionäre klagen, Schwindel, verprellte Freunde, das neue AOL, geplatzte Blase, Politik und Behörden ermitteln, Banken-Desaster, Versagen der Börse, Fiasko und berauschte Investoren. Dabei habe Facebook-Chef im Vorfeld klar und deutlich vor zu hohen Erwartungen gewarnt, so Karl-Heinz Land von Microstrategy: „Zuckerberg hat von Anfang an gesagt, dass er den Börsengang umsetzen wolle, um die Weiterentwicklung seines Unternehmens als soziales Netzwerk sicherzustellen.“ Deshalb seien auch die eingereichten Aktionärsklagen wegen des Kursrückganges in den nicht sachgemäß. Facebook sei kein Zockerpapier für schnelle Gewinne. „Der Kursverlust ist eine gute Option, um Aktien zu kaufen für eine langfristige Perspektive“, sagt Land.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 30/05/2012 - Keine Kommentare
Immer öfter wird der gesamte Soundtrack eines Videospiels nur von einem Künstler aufgenommen. Ab und zu schaffen es die so entstehenden Alben sogar in die Top-10 der iTunes-Album-Charts, wie der Guardian berichtet. Für Musiker entstehen so neue, lukrative Einnahmequellen. Allerdings müssen sie sich auch den Anforderungen des interaktiven Mediums beugen. So entsteht Musik, die aus Bausteinen zusammengesetzt ist, damit sie sich an die Aktionen der Spieler anpassen kann. Eine junge Generation von Musikern, die mit Videospielen aufgewachsen ist, hat damit aber keine Probleme.
Produkte/Innovationen/Forschung/Technologie
Von Michaela Monschein veröffentlicht am 29/05/2012 - Keine Kommentare
Die nächste Revolution im Internet könnte nichts mit dem World Wide Web selbst zu tun haben, sondern mit der Art und Weise, wie wir mit ihm interagieren. Die Washinton Post geht davon aus, dass die immer geringere Größe der mobilen Screens in Kombination mit der steigenden Anzahl von Aufgaben, die sie erfüllen sollen, zu einem Innovationsschub führen wird. Bei der Bedienung zeichnet sich ein neuer Trend bereits ab: Was die Maus für den Desktop war oder der Touchscreen für das mobile Internet, das könnte sich bei der nächsten Generation winziger Bildschirmen und Mobilgeräten mit Interfaces wiederholen, die über Gesten bedient werden. Hände und Finger können dann das Internet in 3D bedienen.
Wirtschaft/Unternehmen/Finanzen/Internet/Social Commerce
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 29/05/2012 - Keine Kommentare

Der Facebook-Aktienkurs befindet sich “im Rausch der Tiefe”, wie es heise.de so schön ausdrückt. Heute erreichte das Papier einen neuen Tiefstand. “Gegen Mittag (Ortszeit) rutschte das Papier im New Yorker Handel unter die Marke von 30 US-Dollar, bewegte sich auf die 29 US-Dollar zu und liegt zur Stunde noch auf diesem Niveau. Das bedeutet einen weiteren Verlust von rund 7 Prozent gegenüber dem Schlusskurs der vergangenen Woche. Auch verschiedene Berichte über mögliche Aktivitäten des sozialen Netzwerks vermochten den Kurs nicht zu befeuern. Die bereits vergangene Woche gemeldeten Spekulationen zur einer Übernahme von Opera ließen laut Financial Times lediglich die Aktie des schwedischen Software-Unternehmens steigen. Und die am Dienstag berichteten Pläne für ein eigenes Facebook-Smartphone konnten die Börsianer offenbar ebensowenig erwärmen wie die vom Blog Techcrunch kolportierte Übernahme des Gesichtserkennungs-Dienstes Face.com”, so heise.de.
Literatur/Medien/Lesung
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/05/2012 - Keine Kommentare

In ihrem autobiografischen Roman “Hoppe” spielt Felicitas Hoppe mit ihren Wünschen. Man denkt, sie ist in Hameln großgeworden und in ihrem Opus erfährt man von ihrer Kindheit in Kanada und ihrer großen Liebe zum Eishockeystar Wayne Gretzky. Dann erfährt man von den vielen Erfindungen der Autorin – dazu zählt etwa der wundersame Leuchtpuck. Ihre Lebensspur führt dann nach Australien und zum Studium der Komposition. Eine Karriere als Dirigentin bleibt ihr allerdings verwehrt. Ehrlicher als in ihrem neuen Werk könne Hoppe über Hoppe gar nicht schreiben, sagte die Schriftstellerin bei ihrer Lesung im Literaturhaus Köln. Was oft als Erfunden deklariert oder als faktisch nicht korrekt dargestellt werde, habe viel mit ihren Wünschen und Erinnerungen zu tun. „Insofern ist dieses Buch alles andere als eine Trickkiste. Es ist die Erinnerungen an das, was ich gerne geworden wäre und war meine Art, mein Leben nachzuerzählen“, so die Hoppe, die in diesem Jahr mit dem Georg-Büchner-Preis geehrt wird.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 25/05/2012 - Keine Kommentare
Frauen nutzen soziale Netzwerke anders als Männer. Das haben bereits mehrere Studien bestätigt. Die Nutzung von Daten aus sozialen Netzwerken zur Erforschung geschlechterspezifischer Unterschiede hat aber Limitationen. Forscher aus Wien etwa müssen bei ihren Forschungen im 300.000 Mitglieder zählenden Online-Spiel Pardus berücksichtigen, dass rund zehn Prozent der User falsche Angaben zu ihrem Geschlecht machen. Trotzdem kann die Forschergruppe von der medizinischen Universität Wien interessante Schlüsse aus dem Verhalten der Online-Spieler ziehen. Männer antworten beispielsweise schneller auf Kontaktanfragen weiblicher Mitspieler als im umgekehrten Fall. Außerdem zögern die maskulinen Spieler oft, aggressive Handlungen weiblicher Spieler zu erwidern. Insgesamt spielen Männer aggressiver und setzen eher auf Kampf als auf Handel. Das führt dazu, dass sich Vermögen vermehrt in Frauenhänden konzentriert, weil diese sich auf wirtschaftliche Fortschritte verlagern.
Finance/Facebo/IPO/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 24/05/2012 - 3 Kommentar(e)
The whole world is laughing at Facebook’s IPO. Even the German tabloid newspaper “Bild-Zeitung” is talking about a bubble bursting. Thilo Weichert, a data protection expert from Schleswig-Holstein, is sitting pretty, now that his critical prophecies have come true much earlier than even he considered possible. He considers the shares of the Californian company to be overvalued and is also anticipating a collapse of the Facebook business model due to conflicts with data protection laws in Germany and Europe. Karl-Heinz Land from Microstrategy is less pessimistic. At the time of the IPO he told the Wall Street Journal in New York that he did not think the share price would go through the roof straight away. After his return to Germany, ‘NeueNachricht’ spoke to Land about his assessment of the development of the Facebook share price: “I am a committed long-term investor and don’t assume that share prices will double within three days. I explained to the Wall Street Journal that I’d be happy if Facebook can just about hold its value. There was massive hype before the IPO. The valuation of $100 billion is an amazing achievement. So far Facebook has fared well, despite all prophecies of doom. They have taken in a lot of cash – around $16 billion – and can now invest that in new business models. In my view I would say that the company is actually undervalued. And I’m not the only one. Scott Galloway from the New York Stern University arrives at a similar view. Today, he says, all the emphasis is on the business model relating to marketing and advertising. That generates annual sales of around $4 billion for Facebook. If that figure is used as the basis of a stock market valuation, I don’t get a value of $100 billion,” says Land.
Wirtschaft/Unternehmen/Finanzen/Social Media/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 24/05/2012 - Keine Kommentare

Heinrich Rudolf Bruns, Mitglied im bloggenden Quartett (Geburtsort: Ständige Vertretung in Berlin – nach ein paar Gläschen Kölsch. Zum Quartett gehören noch Hannes Schleeh, Bernd Stahl und icke) hat eine sehr schöne Story aufgetan: Aus 10 Cent werden fast 2 Euro – Der USB-Stick wird richtig teuer. “Die Welle der Empörung gegen die Disco-Tarif-Erhöhung der GEMA ist grade etwas abgeflaut, da droht neues Ungemach: Zum 1. Juli 2012 erhöhen sich die Tarife für USB-Sticks und Speicherkarten. Statt bislang 10 Cent pro Stick oder Karte wird künftig nach Größe und Art unterschieden. In den letzten Wochen entschied die Schiedsstelle des Patentamtes in München zu Gunsten der Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ). Der alte Vertrag mit den Herstellern war 2011 ausgelaufen, die Verhandlungen scheiterten und die GEMA machte das, was sie dann immer tut: Sie veröffentlicht die neuen Tarife einseitig, so dass die Gegenseite zur Feststellung der Rechtmäßigkeit zum Patentgericht gehen kann. Bei der Abgabe auf Leermedien handelt es sich nicht um eine neue Erfindung: Seit 1963 erhebt die ZPÜ diese Gebühr. Jeder, der irgendwann mal ein Tonband oder eine Leer-Cassette kaufte, einen CD- oder DVD-Rohling, hat sie schon über den Ladenpreis entrichtet. Bislang waren die Tarife mit 0,10 Euro je Stick/Karte einheitlich, ab 1. Juli wird zunächst einmal nach Größe, dann aber auch nach Art des Mediums unterschieden. Für USB-Sticks mit einer Kapazität bis einschließlich 4 GB müssen künftig 91 Cent abgeführt werden, USB-Sticks mit einer Speicherkapazität größer 4 GB schlagen mit 1,56 Euro zu Buche. Speicherkarten bis 4 Gigabyte kosten ebenfalls 0,91 Euro, über 4 GB sind 1,95 Euro zu berappen.” Das ist Wucher!
Politik/Behörden/IT/Telekommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 24/05/2012 - Keine Kommentare

Man ist im Bundesinnenministerium immer noch davon überzeugt, dass die Merkel-Hotline eine gute Sache sei. So verkündet heute das BMI in einer Presseerklärung: Einheitliche Behördennummer 115 wird gut angenommen. Text des BMI: Im Roten Rathaus in Berlin hat heute die 2. Teilnehmerkonferenz der einheitlichen Behördennummer 115 im Regelbetrieb getagt. Vertreter der beteiligten Kommunen, Länder und Bundesbehörden haben gemeinsam den entsprechenden Lenkungsausschuss entlastet. Die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, hat als Vorsitzende dieses Lenkungsausschusses den Jahresbericht 2011 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass die 115 von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen wird. Eine Evaluation hat ergeben, dass das vereinbarte Serviceversprechen insgesamt eingehalten und sogar mehrheitlich übererfüllt werden konnte (ach was, gs).
Unternehmen/Finanzen/Computer/Telekommunikation
Von Sebastian Köberl veröffentlicht am 24/05/2012 - Keine Kommentare
Der Elektronik-Großkonzern Samsung hat erstmals in der Firmengeschichte seine Notebook-Produktion ausgelagert. Der Auftrag ist an den taiwanesischen Original Design Manufacturer (ODM) Compal Electronics gegangen. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen aus Asien beginnt bereits im Juni 2012. Mit diesem Abkommen ist Compal ein großer Coup gelungen. Die Bestellungen umfassen insgesamt vier verschiedene Notebook-Modelle von Samsung. Schätzungen zufolge werden somit bis Jahresende zwischen zwei und drei Mio. Geräte geliefert. Die Südkoreaner haben über weitere Bestellungen für 2013 noch keine Entscheidung getroffen, doch das Management geht davon aus, dass sie zunehmen werden, hieß es von internen Quellen.
Wirtschaft/Finanzen/Unternehmen/Börse/Facebook/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 23/05/2012 - Keine Kommentare
Alle Welt lacht über den Börsengang von Facebook. Selbst die Bild-Zeitung spricht vom Platzen einer Blase. So wird sich wohl auch der schleswig-holsteinische Datenschützer Thilo Weichert freudig zurücklehnen, weil seine kritischen Prophezeiungen weitaus früher eintreten als er es selbst für möglich gehalten hat. Er hält die Aktie des kalifornischen Konzerns für überbewertet und rechnet sogar mit einem Zusammenbruch des Facebook-Geschäftsmodells wegen Kollisionen mit dem Datenschutz in Deutschland und Europa. Zu den weniger pessimistischen Zeitgenossen zählt Karl-Heinz Land von Microstrategy, der direkt zum Börsenstart gegenüber dem Wall Street Journal in New York sagte, dass er nicht damit rechne, dass der Aktienkurs sofort durch die Decke gehen würde. Nach seiner Rückkehr in Deutschland sprach NeueNachricht mit Land über seine Einschätzung zum Kursverlauf der Facebook-Aktie: „Ich bin ein überzeugter Langfrist-Anleger und gehe nicht davon aus, innerhalb von drei Tagen mit einer Verdopplung des Börsenwertes zu rechnen. Gegenüber dem Wall Street Journal habe ich ausgeführt, dass ich froh bin, wenn Facebook den Wert halbwegs halten kann. Es ist vor der Einführung der Aktie in der Öffentlichkeit ein gigantischer Hype produziert worden. Die Bewertung mit 100 Milliarden ist schon eine besondere Leistung. Bislang ist das trotz aller Unkenrufe für Facebook gut gelaufen. Man hat mit rund 16 Milliarden Dollar viel Geld in die Kasse bekommen und kann das jetzt in neue Geschäftsmodelle investieren. Ich sehe in der Tendenz sogar eine erhebliche Unterbewertung. Und da stehe ich nicht alleine. Zu einem ähnlichen Urteil kommt Scott Galloway von der New York Stern University. Heute stehe nur das Geschäftsmodell mit Marketing und Werbung im Vordergrund. Damit macht Facebook rund vier Milliarden Dollar Umsatz. Wenn man diese Zahl für die Börsenbewertung zugrundlegt, gelange ich nicht zu einem Wert von 100 Milliarden“, so Land. Bei Facebook stünden aber noch ganz andere Märkte auf der Agenda. Etwa der so genannte F-Commerce oder Social Commerce.
Wirtschaft/IT/Automatisierung/Politik
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 22/05/2012 - 1 Kommentar(e)

Frank Rieger vom Chaos Computer Club hat in einem Gastbeitrag für die FAZ über die leise rollenden Technologiewellen geschrieben, die unsere gesellschaftlichen Grundfesten erschüttern werden. In Expertenkreisen stoßen seine Thesen auf ein breites Echo. In meiner Kolumne für den Fachdienst Service Insiders habe ich die Reaktionen ausführlich aufgegriffen. Hier schon mal ein Vorgeschmack: Es sei nicht eine einzelne Technologie, so Rieger, die zu den Umwälzungen beiträgt, sondern die Kombination und gegenseitige Potenzierung paralleler Entwicklungen. Dieser digitale Tsunami könnte ganze Branchen umpflügen und selbst qualifizierte Berufe wegspülen: „Es sind nicht länger nur die Fließbandarbeiter, deren Job durch einen Roboter ersetzt werden kann. Es sind auch Buchhalter, Anwälte, Personalentwickler, Marketingmitarbeiter, sogar Journalisten und Wissensvermittler, also Lehrer und Professoren, die sich Sorgen um ihr berufliches Arbeitsfeld machen müssen. Diese Veränderungen sind nicht nur rein technischer Natur, die Kombination von Vernetzung, Computerleistung und einer Umgewöhnung der Kunden schafft einen qualitativen Sprung, und das kann sehr schnell dramatische Auswirkungen haben – wie etwa das Beispiel der verschwindenden Reisebüros zeigt“, erläutert Rieger.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 22/05/2012 - Keine Kommentare
Die Harvard Business School-Forscherin Leslie Perlow hat ein Buch veröffentlicht, das ihre gesammelten Forschungsergebnisse zu den Nebenwirkungen der Ständig-Online-Kultur enthält, wie der Guardian berichtet. "Sleeping with Your Smartphone" liefert auch gleich Ansätze, wie Menschen im Berufsalltag mit der Anforderung, ständig erreichbar zu sein, umgehen können, um negativen Konsequenzen entgegenzuwirken. Ihre Forschungen haben ergeben, dass das Kappen der Verbindung zum Internet zu sehr guten Resultaten führt, selbst wenn es sich nur um einige Stunden pro Woche handelt. Solche Maßnahmen greifen allerdings nur in der Gruppe und nicht für Einzelne. "Kommunikation ist immer ein Ping-Pong-Spiel. Für Einzelne ist es gut, wenn sie ein Problem erkennen, Gegenmaßnahmen funktionieren aber immer nur, wenn alle mitziehen. In Zukunft wird es ein Teil der unternehmerischen Verantwortung sein, den Online-Druck einzudämmen. Der VW-Betriebsrat beispielsweise hat hier schon Regelungen durchgesetzt", sagt Expertinn Anitra Eggler gegenüber pressetext. E-Mails abrufen am Wochenende soll künftig als Zeichen schlechten Zeitmanagments gelten und nicht als vorbildlich, sagt die Autorin.
Produkte/Innovationen/Computer/Telekommunikation
Von Michaela Monschein veröffentlicht am 21/05/2012 - Keine Kommentare
Einige der neuen Uhren können schon viel mehr als nur die Zeit anzeigen. Sie zeigen Anrufer, SMS, Twitter-Nachrichten, Neuigkeiten und das Wetter an. Alle diese Informationen stammen von einem nahen Smartphone. Diese Smartwatches sollen dann zum Einsatz kommen, wenn das Telefon nur schlecht genutzt werden kann. Die "SmartWatch" von Sony ist bereits auf dem Markt, andere Modelle wie "WIMM One" sind vor allem für Entwickler gedacht, die sie in ihre eigenen Produkte integrieren sollen. Sonys Gerät ist für Xperia optimiert, es ist aber auch mit den meisten Android-Produkten ab Version 2.1 kompatibel. Es gibt nur einen Knopf und zwar den zum Ein- und Ausschalten. Wie die New York Times berichtet, hat auch diese Uhr ihre Grenzen. Lässt man das Smartphone liegen, darf man auch nicht erwarten, dass die Nachrichten aus großer Entfernung übertragen werden.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Steiner veröffentlicht am 18/05/2012 - Keine Kommentare
Der Blackberry-Hersteller Research In Motion (RIM) hat die unzufriedensten Kunden. Wie aus dem aktuellen American Customer Satisfaction Index (ACSI) hervorgeht, reiht sich das Unternehmen, das in den vergangenen Monaten zunehmend Boden gegenüber der starken Konkurrenz am Handymarkt verloren hat, in puncto Usability ganz hinten bei den Handy-Anbietern ein. Gerade einmal 69 von insgesamt 100 möglichen Punkten konnte die kanadische Firma im neuesten Index-Ranking erreichen und liegt damit klar hinter dem Branchenvorreiter Apple, der es auf 83 Punkte geschafft hat. "Dass Apple hier als Nummer eins gereiht wird, ist keine große Überraschung", erklärt Steffen Herget, Redakteur beim Online-Tarifberater teltarif, gegenüber pressetext. Das schlechte Abschneiden von RIM sei hingegen auch damit zu begründen, dass es einer der wenigen Hersteller ist, der noch eine echte Tastatur bei seinen Geräten verwendet. "Die anfänglichen Probleme bei der Bedienung virtueller Tastaturen sind mittlerweile überwunden. Im Smartphone-Bereich erwarten die User heute einfach einen Touchscreen", so der Handyexperte.
Wirtschaft/Unternehmen/CIO/Informationstechnologie/Mobile Web/Internet/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 18/05/2012 - Keine Kommentare

Seit 14 Jahren befragt das IT-Beratungshaus Harvey Nash weltweit die CIO-Community nach den Trends der Informationstechnologie, den Auswirkungen auf die eigene Organisation und der Rolle der IT auf die strategische Ausrichtung des eigenen Unternehmen. In diesem Zeitraum hat sich das Arbeitsfeld von IT-Führungskräften fast so schnell geändert wie die Technologie.
"2011 standen die empirischen Befunde noch unter dem Eindruck der Rezession. Auch davor hat man in vielen Branchen die IT in erster Linie unter dem Gesichtspunkt der Kostenreduktion betrachtet. Im Zuge dieses Blickwinkels ist der CIO nur damit beauftragt worden, das vorhandene Rüstzeug zu optimieren und die IT als Dienstleistung so günstig wie möglich bereitzustellen. Das ändert sich nun erfreulicher Weise. Die Weichen sind wieder auf Wachstum gestellt“, sagt Udo Nadolski, Geschäftsführer von Harvey Nash Deutschland. 56 Prozent der CIOs konzentrieren sich auf Projekte, um Geld zu verdienen, statt zu sparen.
„Das ist ein ganz wesentlicher Punkt. Innovative CIOs sind Möglichmacher für neues Geschäft und geben sich nicht damit zufrieden, die IT nur auf Kosteneffizienz zu trimmen. Zukunftsprojekt wie digitale Medien und soziale Netzwerke dominieren derzeitig die Innovationsprojekte“, sagt Nadolski.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 17/05/2012 - Keine Kommentare
Eine neue Studie von RJ Metrics zur Nutzung von Google+ (G+) kommt zum Ergebnis, dass das Prestigeprojekt des Suchmaschinenkonzerns als soziales Netzwerk nach wie vor überhaupt nicht funktioniert. Eine Analyse der öffentlich einsehbaren Profile von 40.000 zufällig gewählten G+Usern ergibt, dass sich Nutzeraktivität und -interaktion auf niedrigem Niveau bewegen. Google, das keine aussagekräftigen Daten zur Nutzung des Netzwerks veröffentlicht, reagiert auf die Ergebnisse mit einem trotzigen Verweis auf die privaten Aktivitäten der User, auf die Marktforscher keinen Zugriff haben. "Aus den öffentlichen Timelines Schlüsse zu ziehen, ist legitim. Im Vergleich zu den öffentlichen Teilen bei Facebook-Profilen passiert bei G+ gar nichts, das wird im privaten Bereich nicht anders sein. User, die wirklich Wert auf Privatsphäre legen, verwenden nämlich weder G+ noch Facebook. G+ ist den Usern egal, das ist aus der Auswertung der Like-Buttons auf Internetseiten ersichtlich. Wenn der Facebook-Knopf schon dreistellige Klickraten erreicht, kommt das Google-Pendant noch nicht einmal auf zwei Stellen. G+ ist als soziales Netzwerk gescheitert", sagt Gerald Bäck, Geschäftsführer der Social-Media-Agentur digital affairs.
Sport/Fussball/Medien
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/05/2012 - Keine Kommentare

Hier noch eine Stimme aus der Hertha-Block zum Blogpost “Wer Wind sät, wird Sturm ernten”, um vielleicht ein wenig den Aufregungspegel nach unten zu bringen. Bengalos sind im Fanblock von Hertha und Fortuna gezündet worden. Bei uns waren es vielleicht ein halbes Dutzend Berliner, die sich pyrotechnisch in Szene setzten. Ich habe das in einem Video festgehalten. Da kann man anschaulich nachvollziehen, dass die Ordnungskräfte von Düsseldorf mit Tatenlosigkeit glänzten und in erster Linie die Ersatzspieler von Hertha eingriffen. Dabei hätte man mit ein paar handelsüblichen Feuerlöschern den Knall-Zauber schnell beenden können. Macht also aus der Geschichte keine Staatsaffäre. Von den 5000 Herha-Fans war es noch nicht einmal eine Minderheit, die ausrastete. Es war ein kleinen Häuflein, wie man an der Videoaufzeichnung nachvollziehen kann.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 16/05/2012 - Keine Kommentare
Noch in diesem Frühjahr will Microsoft in den USA das Xbox-Reklame-Portal NUads auf den Markt bringen, wie cnet.com berichtet. Durch die Kinect-Sensoren der Xbox können Firmen künftig interaktive Werbung gestalten, um die Zuseherinteraktion zu verbessern. In einem nächsten Schritt sollen Unternehmen auch kommerzielle Applikationen für die Xbox schreiben können. Erste Prototypen, wie eine Software zum virtuellen Kleider-Anprobieren gibt es bereits. Kinect verfügt über audiovisuelle Sensoren, die Gesichtserkennung und das Sammeln biometrischer Daten ermöglichen. Microsoft versichert, dass Datenschutz von Beginn an Priorität hat. "Gesichtserkennung und biometrische Daten halte ich für wenig bedenklich, weil die Technik einfach noch nicht so weit ist, zuverlässige Ergebnisse zu liefern. Der Eingriff in die Privatsphäre besteht hier am ehesten darin, dass jemand für eine andere Person gehalten wird. Anwendungen wie Kleideranprobe vor dem TV können durchaus Scharm haben", sagt Hans Zeger von der ARGE Daten gegenüber pressetext. Das Problem liegt für den Experten bei den Einverständniserklärungen der Nutzer.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 15/05/2012 - Keine Kommentare

myTaxi bringt eine neue Version ihrer Taxi-App auf den Markt: Ab sofort können Fahrgäste ein Taxi vorbestellen. Über drei Monate arbeitete nach Firmenangaben das Entwicklerteam an der neuen Version. Neben der Funktion „Vorbestellung“ erscheint die App in einem neuen Design. Mit 80 Prozent Marktanteil und über 1 Million Downloads habe sich myTaxi zur beliebtesten und am schnellsten wachsenden Taxi-App in Deutschland entwickelt und erschließt aktuell internationale Märkte. myTaxi stellt eine direkte Verbindung zwischen Fahrer und Fahrgast her und lässt die Zentralen dabei außen vor. "Für die Fahrer bedeutet das vor allem Unabhängigkeit und Freiheit – für die Fahrgäste Transparenz", teilt die Firma mit. Dem Fahrgast werden während des Bestellprozesses die Telefonnummer, ein Bild des Fahrers sowie die durchschnittliche Fahrerbewertung angezeigt. Zudem könnten Fahrgäste Stammfahrer auswählen und bei einer Bestellung bevorzugen. Mit über 10.000 angeschlossenen Taxis sei man der erste Anbieter, der auf die Bedürfnisse in der Branche eingeht und somit Qualität im Taxigewerbe schafft. Durch die direkte Verbindung werden Taxifahrer zu echten Dienstleistern, das in der Branche bisher unüblich war.
Wirtschaft/Unternehmen/Internet/E-Commerce/Social Media/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 15/05/2012 - 1 Kommentar(e)
Big Data”, „Mobile” und „Social” erfordern nach Auffassung von Karl-Heinz Land, Chief Evangelist & Senior Vice President Social iCommerce bei MicroStrategy, ein neues Denken der Manager. Er umschreibt es mit „Zero Gravity Thinking”. Derzeit erlebe man, wie aus dem Handy-Display der „First Screen“ wird: „Das Smartphone begleitet uns durch den Alltag. Es ist morgens das Erste und abends das Letzte, was wir uns anschauen: E-Mails checken, auf Facebook und Twitter kommunizieren und natürlich auch telefonieren. Aus herkömmlichen Anwendungen werden jetzt Apps, die wir mobil abrufen. Alles wird aus der analogen Welt in die digitale Welt gezogen“, so Land. Auch die Kreditkarte, die heute noch ein Stück Plastik sei, wird zur App. „Dadurch verliert sie all ihre physischen Limitierungen. Wenn ich jemandem meine Plastik-Kreditkarte gebe, dann hat er sie, dann habe ich sie nicht mehr. Wenn ich aber jemandem meine Software-Kreditkarte oder den Zugriff auf meine Software-Kreditkarte übertrage, dann verfüge ich trotzdem noch darüber. Die physikalischen Limitierungen eines Objektes verschwinden. Damit können ganz andere Funktionen bereitgestellt werden, an die man bislang noch gar nichtdenkt“, sagt Land im Interview für die Social Commerce-Studie von Absatzwirtschaft und Mind Business. Das sei mit „Zero Gravity Thinking” gemeint: Ein Objekt verliere sämtliche physikalische Beschränkungen. Selbst die physische Präsenz sei nicht mehr entscheidend, wie man beim stationären Handel beobachten kann.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 15/05/2012 - Keine Kommentare
Wieder rumort es in der Gerüchteküche kräftig rund um den Elektronikriesen Apple. Jedoch sind es keine Details zum erwarteten iPhone 5, sondern erste Spezifikationen zum neuen MacBook Pro. Glaubt man den anonymen Insidern, so wird der Laptop mit einem "beeindruckenden" Retina-Display aufwarten. Dazu wird das Gerät erneut dünner werden, was auch technische Konsequenzen hat. Ein solcher Bildschirm findet sich bereits im iPad 3. Während sich der Leistungssprung der restlichen Hardware des Tablet-PCs in Grenzen hielt und der Launch von kleineren Problemen überschattet war, heimste das Display von allen Seiten Lob ein. Am neuen MacBook sollen sich Auflösung und Darstellungsgrößen allerdings anpassen lassen.
Technik/Wirtschaft/Wissenschaft/Unternehmen/Telekommunikation/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 14/05/2012 - Keine Kommentare

Am 11. Mai jährte sich in Berlin ein Stück deutscher Wirtschaftsgeschichte: Die DeTeWe Communications feierte ihr 125-jähriges Jubiläum. Gegründet im Jahr 1887 als Zulieferer in der Telefonapparateproduktion, war das Unternehmen Pionier bei der Konstruktion von Fernmeldeämtern, Co-Erbauer des ehemaligen Berliner Rohrpostsystems, millionenfacher Hersteller von Telefonen und ist heute einer der größten ITK-Systemintegratoren in Deutschland. „Die DeTeWe blickt auf Generationen von Ingenieursleistung zurück und hat die Kommunikationsbranche wie kaum ein anderes Unternehmen mitgeprägt. Ob Telefon, Rohrpost, Fax, schnurlose Telefone, Internet, E-Mail: Die Informations- und Telekommunikationsbranche ist schnelllebig, die DeTeWe war und ist immer dabei“, sagt Christian Fron, Geschäftsführer der DeTeWe Communications. Der Architekt für die Technik-Revolutionen im Berlin des 19. Jahrhunderts war der Generalpostmeister Heinrich von Stephan. Er erkannte sofort die wirtschaftliche und gesellschaftliche Dimension der elektrischen Nachrichtenübertragung. Mitte Oktober 1877 wurde Stephan ein Bericht der Zeitschrift „Scientific American“ vom 6. Oktober 1877 über Bells Telefon vorgelegt. Schon am 24. Oktober hat er zwei Telefone in Händen. Es waren die ersten Apparate, die überhaupt nach Europa kamen. Schon am gleichen Tage beginnt der Generalpostmeister mit den ersten Versuchen in seinem Amtsgebäude. „Dann werden das Generalpostamt Berlin, Leipziger Straße und das Generaltelegraphenamt in der Französischen Straße verbunden“, schreibt Hermann Heiden in seinem Buch „Rund um den Fernsprecher“, erschienen 1963 im Georg Westermann Verlag. Am 26. Oktober erklärt Stephan: „Meine Herren! Diesen Tag müssen wir uns merken“. Es war die Geburtsstunde des Fernsprechers in Deutschland.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 14/05/2012 - Keine Kommentare
SMS, eine der Haupt-Einnahmequellen für Mobilfunk-Anbieter, erhält zunehmend Konkurrenz durch kostenlose Online-Dienste, die auch vom Handy aus genutzt werden können. Neben Alternativangeboten wie WhatsApp, Skype oder Telefonhersteller-spezifischen Diensten gibt es eine noch größere Gefahr für die Umsätze der Provider: Facebook gräbt der SMS mit seinen diversen Funktionen den Löwenanteil des Wassers ab, berichtet zdnet.com. Die Verteidigungsstrategie der Telekommunikationsunternehmen, SMS in die Tarife zu inkludieren, wird nicht ewig aufgehen. "Momentan steigt das SMS-Volumen in Österreich immer noch an. 2011 wurden über sieben Mrd. Kurznachrichten verschickt. Diese Entwicklung ist sicher den All-Inclusive-Tarifen zu verdanken. Gerade Jugendliche nutzen die Frei-SMS ausgiebig. Der Trend geht aber trotzdem in Richtung WhatsApp und Co, die SMS-Wachstumskurve ist zuletzt abgeflacht. Welche Konkurrenzprodukte genutzt werden, ist schwer zu erfassen. Facebook ist sicher auch ein Thema", sagt Tom Tesch von Orange Austria.
Wissenschaft/IT/Künstliche Intelligenz/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 14/05/2012 - Keine Kommentare

Schachcomputer waren früher materialistisch eingestellt, sie agierten als dreiste Straßenräuber. „Jetzt opfern sie sogar Figuren“, so der Schachgroßmeister Helmut Pfleger. Er billigt der Maschine gewaltige Schritte in Richtung Künstlicher Intelligenz zu. Erstmals hatte die Frage, ob eine Maschine überhaupt denken könne, der britische Computerwissenschaftler Alan Turing gestellt. Könnten unabhängige Beobachter im Turing-Test nicht mehr unterscheiden, welche Antwort von einem Menschen oder einer Maschine stammt, müsste man dieser „Intelligenz“ zubilligen. Wenn nun der Computer den Schachweltmeister schlägt, sei das wohl Künstliche Intelligenz. „Wir haben trotzdem nicht beschlossen, das deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz zu schließen“, so Professor Hans Uszkoreit vom DFKI auf der Berliner Wissenschaftskonferenz Informare. Das berichtet der Düsseldorfer Fachdienst „Service Insiders“.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 11/05/2012 - Keine Kommentare
Umweltfreundliche Besitzer des iPad 2 oder der neuesten Ausgabe des Apple-Tablets können seit heute, Freitag, ein neues Accessoire für ihr Gadget vorbestellen. Das "Kudocase" bietet eine robuste Hülle für den Touchscreen-PC und wartet mit Photovoltaikzellen, einem großen Akku und zahlreichen Anschlüssen auf. Auch externe Geräte können gleichzeitig mit Strom versorgt werden. Gestartet war das Produkt vergangenen Herbst als "Lilypad" im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter. Die Idee stieß auf regen Anklang, denn statt der anvisierten 27.000 Dollar konnte Entwickler Dave Foster Anfang Oktober 2011 über 104.000 Dollar (etwa 80.000 Euro) lukrieren.
Handel/Dienstleistungen/Produkte/Innovationen
Von Sebastian Köberl veröffentlicht am 10/05/2012 - Keine Kommentare
Der Handel mit Elektromüll ist zu einem boomenden Geschäft geworden. Einem Businessweek-Bericht nach spezialisieren sich immer mehr Unternehmen auf das Sammeln und Demontieren von Elektrogeräten. Das große Geschäft besteht darin, dass Komponenten und Rohmaterialien verkauft werden. Kaputte Elektrogeräte sind laut den Vereinten Nationen der weltweit schnellst anwachsende Abfall. Alleine in der Europäischen Union werden jährlich rund zehn Mio. Tonnen davon weggeworfen. Der brancheninterne Konkurrenzdruck ist groß. In Großbritannien sind circa 150 Unternehmen als Elektroschrott-Händler registriert. EnvironCom gehört etwa mit seinen jährlich 60.000 Tonnen Müll zu den Marktführern. Das nördlich von London angesiedelte Unternehmen recycelt nicht nur, sondern repariert und verkauft auch. Typische Waren sind beschädigte Waschmaschinen, Fernsehgeräte, Kühlschränke und vieles mehr.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Markus Steiner veröffentlicht am 09/05/2012 - Keine Kommentare
Um die Nutzungsdauer von Smartphones um ein beträchtliches Stück zu verlängern, hat die US-Firma Lilliputian Systems gemeinsam mit dem Online-Händler Brookstone eine neuartige portable Brennstoffzelle vorgestellt, die die standardmäßige Akkulaufzeit herkömmlicher USB-Geräte um ein Vielfaches anwachsen lässt. Mit einer einzigen Füllpatrone soll sich so etwa die Nutzungsdauer eines iPhone 4 um das Zehn- bis Vierzehnfache erhöhen, verspricht der Hersteller. "Smartphones von heute brauchen sehr viel Energie, was wiederum das Bedürfnis nach einer effizienteren Auflademöglichkeit für unterwegs wachsen lässt", erklärt Steven Schwartz, Vizepräsident im Bereich Merchandising und Produktentwicklung bei Brookstone. "Unzählige Studien haben gezeigt, dass gegenwärtige und in naher Zukunft erreichbare Batterietechnologien dieses Bedürfnis nicht stillen können", ergänzt Mouli Ramani, Vizepräsident für Marketing und Business Development bei Lilliputian Systems. "Unser neues Ladesystem wird die Art und Weise, wie Konsumenten ihre Handys nutzen, verändern. Es ist, als ob man eine Steckdose in der Hosentasche hätte", so Ramini.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 08/05/2012 - Keine Kommentare
Obwohl der Vorgänger MeeGo nie auf dem Markt Fuß fassen konnte, glauben Intel, Samsung und andere Unternehmen weiter an die Etablierung seines Nachfolgers Tizen. Auf der Tizen Developers Conference, die derzeit in San Francisco stattfindet, hat der koreanische Elektronikhersteller ein erstes Referenztelefon unter Entwicklern verteilt, das mit diesem Betriebssystem läuft. Es bringt eine starke Hardware-Plattform mit und erlaubt erste Einblicke in die künftigen Kapazitäten der Software, die erst vergangene Woche in der Version 1.0 veröffentlicht worden war. Wie der Handheld Blog berichtet und in einem Video zeigt, ist das Test-Telefon mit durchaus potenter Hardware ausgestattet. Es verfügt über einen kapazitiven Touchscreen, dessen Größe auf 4,3 bis 4,7 Zoll geschätzt wird und läuft mit einer unüblichen Auflösung von 1024x720 Pixel, was ungefähr einem Format von 14:10 entspricht.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Kessler veröffentlicht am 07/05/2012 - Keine Kommentare
Beim European Newspaper Congress 2012 in Wien haben Experten heute, Montag, die Durchsetzbarkeit von Bezahlschranken für Online-Portle europäischer Zeitungen diskutiert. Mittlerweile gibt es einige Medien, die erfolgreich eine Paywall eingerichtet haben und auch wirtschaftlich davon profitieren. Trotzdem müssen viele Verlage noch einiges lernen, um ihre Kunden davon zu überzeugen, dass sie für guten Inhalt auch im Internet ihre Geldbörse zücken müssen. Preisgefüge, Produktportfolio, einfacher Zugang und eine nahtlose Integration aller Kanäle sind wichtige Punkte, die es zu beachten gilt. Viele Verlage machen den Fehler, ihre kostenpflichtigen Online-Angebote unter Wert zu verkaufen. "Herstellungskosten und Mitbewerber sind in der Preisgestaltung nicht wichtig. Die Verlage sollten anfangen, weniger reichweiten- und mehr leserzentriert zu denken. Dem Kunden muss klargemacht werden, welchen Wert er für sein Internet-Abo erhält. Die Preise interessieren die Kunden bis zu einem gewissen Grad gar nicht so sehr. Ein User ist kein 'Homo Oeconomicus', eher Homer Simpson als Mister Spock", sagt Florian Bauer vom Marktforscher Vocatus.
Medien/Kommunikation/Handel/Dienstleistungen
Von Markus Steiner veröffentlicht am 04/05/2012 - Keine Kommentare
Mit der aktuellen Kinoveröffentlichung "The Avengers" setzen die Marvel Studios im Bereich der Superhelden-Blockbuster einen neuen Meilenstein: Noch nie zuvor waren in einer Comic-Verfilmung so viele bekannte Superstars gemeinsam auf der Leinwand zu sehen. Um sich die enormen Produktionskosten von 220 Mio. Dollar (rund 167 Mio. Euro), die durch die Anhäufung von Gagen und aufwendige Spezialeffekte entstanden sind, leisten zu können, musste das Studio in vielen Bereichen sehr kreativ agieren. Herausgekommen ist ein neuer Finanzierungsansatz, der in Hollywoodkreisen bereits "the Marvel way" genannt wird und richtungsweisend für zukünftige Filmproduktionen sein könnte. "Das Konzept 'the Marvel way' bedeutet, jede Art von anfallenden Kosten kritisch zu hinterfragen, jeden einzelnen Dollar", wird Kevin Feige, President of Production bei den Marvel Studios, vom US-Branchenblatt Variety zitiert. Dabei werde nichts als selbstverständlich erachtet. "Wir fragen uns ständig, ob wir das auch wirklich brauchen. Ist die Antwort nein, versuchen wir es auf anderem Wege", so der Studioboss weiter. Natürlich sei es nicht immer eine leichte Aufgabe, Alternativen zu finden, um die Produktionskosten möglichst gering zu halten. "Aber nur so stößt man auf neue, effiziente Ansätze", betont Feige.
Handel/Dienstleistungen/Unternehmen/Finanzen
Von Dieter N. Unrath veröffentlicht am 03/05/2012 - Keine Kommentare
Es sind noch gut fünf Wochen bis zum Startschuss der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine und Polen. Während sich die Mehrheit der deutschen Bevölkerung auf das Sportgroßereignis freut, scheinen die deutschen Einzelhändler sehr gespalten. Die große Mehrheit glaubt nicht an Auswirkungen auf ihr Geschäft, wie eine Umfrage des Instituts für Handelsforschung Köln zeigt. "Sicherlich werden einige Branchen - allen voran der Sport-Handel - von dem Großereignis profitieren", sagt Stefan Hertel, Pressereferent des Handelsverbandes Deutschland, im pressetext-Gespräch. Nur etwa jeder zehnte Händler erwartet hingegen eine Umsatzsteigerung durch die Europameisterschaft. Knapp 17 Prozent sind sogar der Auffassung, dass sie durch die EM mit Umsatzeinbußen rechnen müssen.
IT/Internet/Medien/Politik/Recht
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 03/05/2012 - Keine Kommentare

Es besteht wohl Einigkeit darüber, dass sich Internetkonzerne wie Facebook oder Google in der Sphäre des Poltischen nicht wie Hohepriester aufführen dürfen. Was passiert, wenn AGBs zu einer Demontage der Meinungsfreiheit führen? Wenn die digitale Öffentlichkeit durch Konzerninteressen manipuliert wird? Notwendig wäre wohl auch eine breitere Debatte über die politische Netzneutralität der Infrastrukturanbieter: Was passiert, wenn digitale Existenzen von Google und Co. einfach ausgelöscht werden? Was ja schon vorgekommen ist. Oder Vorschriften immer enger gefasst werden bei der Veröffentlichung von Fotos? Frank Schirrmacher sagte treffend: „Man existiert nicht, wenn man nicht im Netz existiert“. Das hat im vergangenen Jahr das Magazin t3n beleuchtet: „Google löscht sieben Jahre des digitalen Lebens eines Nutzers und zuckt nur mit den Schultern“. Immer wieder werden Fälle bekannt, wo Google ohne erkennbaren Grund den Stöpsel aus dem Google-Account gezogen hatte. „Gut möglich, dass die meisten Nutzer sich zwar kurz darüber aufregen, sich dann aber woanders ein neues Konto zulegen, weil sie nicht ihre ganze digitale Existenz in die Hände eines einzelnen Anbieters gelegt hatten, wie Dylan es tat“.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Telekommunikation
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 03/05/2012 - Keine Kommentare
Der Hersteller von Informations- und Telekommunikationsprodukten Aastra Technologies Limited hat den deutschen Softwareentwickler Comdasys AG gekauft. Das Unternehmen mit Hauptsitz in München ist auf Lösungen spezialisiert, mit denen Handys und Smartphones in die Kommunikationsanlage eines Unternehmens integriert werden können (Fixed Mobile Convergence, FMC). FMC steht für eine effiziente und gleichzeitig kostengünstige mobile Kommunikation und ist wichtiger Bestandteil von Unified-Communications-Strategien. Comdasys bleibt auch nach dem Kauf als eigenständig operierende Einheit bestehen. Die Produkte und Dienstleistungen werden nach wie vor auch Drittherstellern zur Verfügung stehen. Bestehende Geschäftsverbindungen bleiben erhalten, neue Kunden können hinzugewonnen werden. Für Aastra wird Comdasys schwerpunktmäßig für die Weiterentwicklungen der FMC-Lösungen sowie der Videolösung BluStar zuständig sein.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Steiner veröffentlicht am 02/05/2012 - Keine Kommentare
Die Cyberkriminellen, die im vergangenen Monat mit der Mac-Malware "Flashback" für Aufsehen gesorgt haben, hatten ganz klare finanzielle Motive. Wie die Sicherheitsexperten von Symantec nun per Blog-Eintrag wissen lassen, haben die verantwortlichen Hacker mit ihrer Schadsoftware pro Tag bis zu 10.000 Dollar (rund 7.600 Euro) verdient. Zustande gekommen sind diese Einnahmen durch die gezielte Umleitung von User-Klicks auf den infizierten Rechnern. "Flashbacks Ad-Clicking-Komponente wird in Chrome, Firefox und Safari geladen, wo sie GET- und POST-Kommandos abfangen kann. Suchabfragen bei Google werden dann auf Seiten der Hacker umgeleitet. Hierfür wird dann eine Klick-Prämie kassiert", beschreibt das Security Response Team von Symantec die genaue Vorgehensweise des bekannten Mac-Schädlings. "Damit zeigt sich die wahre Motivation hinter der Flashback-Attacke: schnell ganz viel Geld verdienen", so die Symantec-Fachleute.
Wirtschaft/Unternehmen/Beruf/Karriere/IT/Personalberatung/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 30/04/2012 - Keine Kommentare
Die Zeiten, in denen soziale Netzwerke fast ausschließlich für private Zwecke genutzt wurden, sind vorbei. „Längst dienen die Seiten zu einem guten Teil auch der Information, etwa über Produkte und Dienstleistungen oder - immer häufiger - über potenzielle neue Arbeitgeber. Dabei geht es nicht nur um die primären Angaben von Unternehmen, sondern vor allem um die Einschätzungen von anderen Interessenten und Mitarbeitern. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Studentenratgebers Unicum und von Microsoft unter 1.000 Studenten und Hochschulabsolventen“, berichtet das CIO-Magazin. So nutzen 73 Prozent der Befragten das Internet, um sich über mögliche Arbeitgeber zu informieren. Bewerber suchen auf Plattformen wie Facebook oder Bewertungsportalen gezielt nach Erfahrungsberichten (58 Prozent) und Informationen zum Arbeitsklima (32 Prozent). Die Mehrheit der Befragten (62 Prozent) vernetzt sich über Online-Netzwerke bereits bei der Arbeitgebersuche aktiv mit den Unternehmen. Rund 20 Prozent der Studierenden bauen über Business-Netzwerke gezielt einen direkten Kontakt zu Personalabteilungen und Unternehmen auf. Dagegen nimmt die Bedeutung klassischer Messen für Rekrutierung und Karrieren deutlich ab. „Die Umfrage zeige, so Georg Bachmaier, bei Microsoft Deutschland Leiter der Recruiting-Abteilung, wie wichtig das ‚Employer Branding‘ im Internet sei: ‚Unternehmen müssen dabei vor allem glaubwürdig sein‘. Jobbeschreibungen, die nicht zur Realität passten, würden über den Austausch mit anderen schnell als unrealistisch enttarnt und würden sich dementsprechend schnell als ‚negatives Echo im Internet‘ wiederfinden“, so das CIO-Magazin. „Auf Stellenanzeigen bekommen wir einen immer schwächeren Rücklauf. Viele Hochqualifizierte spielen zwar mit dem Gedanken, den Job zu wechseln, haben es aber nicht nötig, aktiv Bewerbungen zu schreiben. Dementsprechend verstärken wir bereits länger unsere Suche in sozialen Netzwerken und sprechen dort Kandidaten an“, bestätigt Maximilian Nobis vom IT-Personaldienstleister Harvey Nash den Netz-Trend.
Medien/Kommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Georg Eckelsberger veröffentlicht am 30/04/2012 - Keine Kommentare
Künftig sollen Apps auch das TV-Gerät erobern, der Seher soll sich sein Programm je nach Interesse zusammenstellen können, berichtet die New York Times. Doch obwohl sowohl Fernsehsender als auch Geräte-Hersteller an neuen Lösungen arbeiten, ist nach wie vor unklar, wie die TV-Zukunft aussehen soll. Sollten sich Zuseher künftig einzelne Sendungen aus dem Angebot herauspicken können, würde das ein Ende für das eingespielte und erfolgreiche Geschäftsmodell der Sender-Pakete bedeuten. Unabhängig davon, welche Kanäle sie tatsächlich nutzen, bezahlen Kunden von Kabelanbietern für Abos.
Politik/Behörden/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 30/04/2012 - Keine Kommentare

Zeit-Autorin Susanne Gaschke sieht die Piraten als ideologische Partei. Wer auf elektronisch verbundene Schwarmintelligenz setzt, zerstöre die repräsentative Demokratie. Liquide Demokratie ist für sie ein Albtraum. Man brauche doch auch Antworten und die beruhen auf Interessen, Werten, Konflikten und Lebensstile. Deshalb sei es Aufgabe professioneller Politik, zwischen all diesen erträglichen Kompromissen zu vermitteln. „Die richtige Welt ist ein unordentlicher Ort und mit technikfixiertem Objektivismus nicht in den Griff zu kriegen.“ Also wie gehabt auf Hinterzimmer, Gremien und Kungeleien setzen und auf Polit-Profis, die mit 14 politisch aktiv werden, später in der Regel Jura studieren und ihre berufliche Karriere als Parlamentsabgeordnete starten. So bekommt man Berufs- und Lebensweisheit, was interessiert da die Weisheit der Vielen im Netz. In diesem Zusammenhang wird auch gerne auf die Legende vom Massenselbstmord der Lemminge verwiesen, um die Blödheit des digitalen Mobs zu untermauern: Lemminge sollen angeblich eine höchst ungewöhnliche Methode zur Bevölkerungskontrolle praktizieren: Sobald sie feststellen, dass sie sich zu stark vermehrt haben, treffen sie die drastische Entscheidung, sich zu einer Horde zusammenzurotten und kollektiv von der nächsten Klippe zu springen. Das Ganze ist natürlich reiner Blödsinn. Kommt in der Natur nicht vor. Ähnlich fragwürdig wird die „Weisheit der Vielen“ definiert. Es geht nicht um die Klugheit der Masse. Mit den Möglichkeiten der Vernetzung im Web erhöht sich allerdings die Wahrscheinlichkeit enorm, auf kluge und weise Menschen zu stoßen, die einen hilfreichen Beitrag zu einem Thema leisten können. Es reduziert die Möglichkeiten der Meinungsdiktatoren in Wirtschaft, Politik und Medien, Wissen zu horten und über monopolisiertes Wissen Macht auszuüben. Das Ganze ist unglaublich anstrengend. Wer sich gegen die vielen Stimmen im Netz durchsetzen will, muss sehr gute Argumente haben und ein wahrer Überzeugungskünstler sein beim Bohren dicker Bretter, wie es Max Weber formuliert hat. Bedenkenträger sind aber unverzichtbar, um Innovationen und neue Ideen durchzusetzen, so der Organisationswissenschaftler Gerhard Wohland.
Wirtschaft/Finanzen/Psychologie/Verhalten
Von Wirtschaftspsychologe Wolf Erhardt veröffentlicht am 27/04/2012 - Keine Kommentare

Nichts ist unausrottbarer als unser Glaube, Experten sprächen a priori die Wahrheit. Wenn dieser „Experte“ dann auch noch einen Professorentitel trägt, scheinen wir unseren Verstand auf Sparflamme zu schalten. Mit dem unerschütterlichen Glauben an Experten haben wir selbst dieser Manipulation eine große Tür aufgemacht. Was ist eigentlich ein Experte? Grundsätzlich gibt es zwei Sorten. Jene mit akademischen Titeln und Experten kraft Aussage. Nicht jeder weiß, wie akademische Karrieren zustande kommen. Schon nach dem Grundlagenstudium beginnt die Spezialisierung. Die Diplomarbeit beleuchtet ein noch kleineres Feld der Erkenntnis, denn schließlich muss sie nicht etwa das Aufzählen empirischer Fakten enthalten, sondern eine eigene geistige Leistung. Das ist ziemlich schwierig geworden heutzutage, wo Millionen von Akademikern zum Beispiel im Fach Chemie ihre Diplomarbeiten schreiben. Man stürzt sich also auf einen winzig kleinen Teil der Leinwand, und malt mit einem Pinsel, der nur ein Haar hat.
Unternehmen/Finanzen/Computer/Telekommunikation
Von Dieter N. Unrath veröffentlicht am 27/04/2012 - Keine Kommentare
Foxconn hat eine Gewinnwarnung herausgegeben und angekündigt, dass sich der Verlust im ersten Halbjahr ausweiten wird. Der Aktienkurs rauscht in die Tiefe: Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (11:38 Uhr) notiert das Papier im Frankfurter Handel mit einem Minus von mehr als 15 Prozent bei 0,36 Euro. Der größte Auftragshersteller von Mobiltelefonen hat vor allem mit einer geringeren Nachfrage bei wichtigen Kunden zu kämpfen. Foxconn hat mitgeteilt, dass sich der konsolidierte Nettoverlust signifikant vergrößern dürfte. Als Grund gaben die Taiwanesen einen Absatzrückgang einiger Großkunden an. Dies wirkt sich negativ auf die Produktion aus. Die Gesellschaft fertigt Mobiltelefone für Unternehmen wie Sony und Nokia an - beide haben zuletzt Verluste gemeldet - und baut iPhones und iPads für Apple.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Telekommunikation
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 27/04/2012 - Keine Kommentare

Das US-Analystenhaus Current Analysis hat in einem jüngst erschienenen Report die Aastra 400 mit vier Sternen bewertet. Das entspricht dem besten Rating, das ein Kommunikationsserver in der Kategorie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) je erhalten hat. Die Researcher würdigen die Aastra 400 als ein starkes Produkt im Umfeld von Unified Communications und Collaboration, das die übrigen Wettbewerber im Bereich der Unternehmenskommunikation herausfordert. Die Auszeichnung von Current Analysis kommt ein Jahr nach der Markteinführung der Aastra 400 in Deutschland. Schon in dieser kurzen Zeit hat sich gezeigt, dass der Bedarf an einer UC-Lösung für den Mittelstand groß ist.
Wirtschaft/Unternehmen/Umwelt/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 27/04/2012 - Keine Kommentare

Sie sind der David im Kampf gegen den Konzern-Goliath: „Bürgerinitiativen und ihr berechtigter Zorn – Sind Pressesprecher die Verlierer der Öffentlichkeitsarbeit in der Partizipationsgesellschaft“, so die Frage der Deutschen Presseakademie in einer Werbe-Mail. Einer der krisenerfahrenen Referenten für die beworbene Tagung kommt vom Shell-Konzern, der eine Pipeline im südlichen Stadtteil von Köln „nur“ durch die Einbindung der Bürger meistern konnte. Ob der Öl-Manager auf dem Kongress der Deutschen Presseakademie auch etwas zu den Umweltsauereien in Nigeria sagt? „Zwar bohrt der Ölkonzern Shell seit 1993 nicht mehr im Nigerdelta nach Öl, doch zurückgelassene Bohrköpfe und verrottende Pipelines verschmutzen das Flussdelta weiter“, berichtet etwa die Zeit.
Computer/Telekommunikation/Forschung/Technologie
Von Georg Pichler veröffentlicht am 26/04/2012 - Keine Kommentare
Smartphones werden verstärkt in ihrer ganzen Anwendungsvielfalt genutzt, so das Ergebnis einer Umfrage von AV Comparatives. Nur noch wenige Nutzer verwenden ausschließlich Grundfunktionen wie Telefonie und Textnachrichten. Die große Mehrheit schaltet ihr Telefon nie aus. Peter Stelzhammer, ein Vertreter des Unternehmens, erklärt gegenüber pressetext: "Das Smartphone ist in allen Lebenslagen angekommen." Sieben von zehn Benutzern verzichten auch nachts darauf, ihr Telefon abzuschalten und hängen es lieber ans Ladegerät. 95 Prozent der weltweit insgesamt 1.046 Teilnehmer der auf Mobilgeräte beschränkten Umfrage verwenden aktiv die Internetfunktionen des Gerätes und rufen E-Mails damit ab. Damit sind jene Nutzer, die keine Verwendung für die zahlreichen Features der Taschencomputer finden, eine verschwindende Minderheit.
Wirtschaft/Internet/IT/Kommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/04/2012 - Keine Kommentare

Termine, Termine, Termine: Gestern noch auf der Hannover Messe, nächste Woche zur Republica und übernächste Woche beginnt schon die Berliner Wissenschaftskonferenz Informare (8. bis 10. Mai). Dort moderieren am 9. Mai von 17 bis 18:30 Uhr der Hörfunkjournalist Heinrich Bruns und meine Wenigkeit eine Talkrunde zum Thema: Obi Wan Kenobi und das Future Internet. “Schuld” an diesem Titel ist der Netzwerkspezialist Bernd Stahl von Nash Technologies, der mir diesen Floh ins Ohr gesetzt hat mit seinem Vortrag in Stuttgart (Bernd Stahl wird in Berlin dabei sein). „Wir arbeiten am Future Internet, um über digitale Assistenzsysteme das Cyberspace eleganter, einfacher und effizienter zu machen. Das muss nicht alles im Silicon Valley passieren, dass können wir auch im Neckartal auf die Beine stellen. Wichtig sind dabei dezentrale Systeme, um das Big Brother-Problem gar nicht erst aufkommen zu lassen“, erläuterte der Systemarchitekt Stahl in seinem Vortrag auf dem Innovationsforum in Stuttgart.
Computer/Telekommunikation/Handel/Dienstleistungen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 25/04/2012 - Keine Kommentare
Das Online-Bewertungsportal Yelp versucht mit einem Algorithmus unechte Rezensionen fernzuhalten. Auch andere Services haben ähnliche Systeme implementiert. In manchen Fällen werden schlechte Bewertungen von der Software als gefälschte Einträge gekennzeichnet und von den Seiten verbannt. Das kann zu positiven Verzerrungen der Bewertungen von Produkten und Dienstleistungen führen. Im Internet diskutieren Yelp-User bereits über die automatisierte Ergebnis-Verfälschung, die auch finanzielle Einbußen bewirkt. Der Filter, den Yelp installiert hat, versucht gefälschte Rezensionen von der Plattform zu entfernen. Unter anderem löscht der Algorithmus Einträge von Usern, die nur eine Bewertung abgegeben haben und ansonsten keine Aktivität zeigen, also beispielsweise keine Freunde auf der Seite haben und nicht kommentieren. Viele falsche Einträge erfüllen diese Kriterien. Allerdings werden auch Wertungen von extrem erbosten Usern, die sich nur aus Wut eingeloggt haben, um eine einzige schlechte Kritik zu verfassen, entfernt. Bei extrem schlechten Produkten und Dienstleistungen führt das zu einer ungerechtfertigt positiven Bewertung.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 24/04/2012 - Keine Kommentare
Seit heute, Dienstag, ist mit "Cargo Bot" das erste Spiel im iTunes-Store erhältlich, das zur Gänze auf einem iPad umgesetzt wurde. Verantwortlich zeichnet die Softwareschmiede "Two Lives Left", die dafür ihr eigenes Toolset namens Codea herangezogen haben. App-Entwickler Marcus Roskosch sieht im Gespräch mit pressetext kaum Vorteile für Tablets als Plattform für die Erstellung von Anwendungen. Bei Cargo Bot handelt es sich um ein relativ einfach gehaltenes Game aus der Kategorie "Logikrätsel". Der Spieler hat die Aufgabe, Kisten nach vorgegebenem Muster zu sortieren. Dazu stellt er durch das Ziehen von Icons Befehlsanordnungen zusammen, die anschließend vom robotischen Greifarm umgesetzt werden. Die App ist kostenlos erhältlich und setzt ein iPad sowie iOS ab Version 5 voraus.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 23/04/2012 - Keine Kommentare
US-amerikanische Fernsehsender machen sich Sorgen wegen rückläufiger Zuschauerzahlen in der Altergruppe der 18- bis 49-Jährigen, wie die New York Times berichtet. Im vergangenen Monat haben alle Kabel- und Pay-TV-Sender Seher in diesem Segment verloren. Damit bestätigt sich laut Analysten ein Trend, der schon vor einigen Jahren eingesetzt hat: Junge Leute, die ihren TV-Konsum bevorzugt im Internet oder zeitverzögert via digitaler Aufzeichnung abwickeln, schwächen eine wichtige Einnahmequelle der Sender. Wenn das für die Werbeindustrie relevanteste Zuschauersegment zur Prime-Time nicht mehr vor den Schirmen sitzt, verliert die Industrie Millionen. Durch eine Miteinbeziehung alternativer Konsumformen in die Messung des Seherverhaltens könnten die TV-Sender ihre Schäfchen ins Trockene bringen. "Die Einschätzung, dass junge Menschen eher auf Internet und non-lineare Konsumformen setzen, ist realistisch. In der Schweiz werden wir ab 2013 ein neues Messverfahren einführen, das auch den TV-Konsum im Netz und das zeitverzögerte Sehen berücksichtigt. Auch die Stichprobe wird angepasst", erklärt Nico Gurtner von der Publica Data AG gegenüber pressetext.
Unternehmen/Finanzen/Medien/Kommunikation
Von Gerhard Paleczny veröffentlicht am 23/04/2012 - Keine Kommentare
Michael Mann hat innerhalb eines einzigen Tages 14.962 Domains erworben. Rund 100.000 Dollar musste der "Domainer" dafür auf den Tisch legen. Mit diesem Kauf erwartet sich Mann tausende Dollar Reingewinn. Dies meldet CBS in seiner Internet-Ausgabe. "Ich bin wirklich gierig", so Mann, der sich gerne cool mit Zigarette und Sonnenbrille abbilden lässt. "Ich will die Welt besitzen." Der US-Amerikaner ist in der Branche kein Anfänger. Bereits in den späten 1990er-Jahren, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, gründete er seine erste Firma, um .com-Adressen aufzukaufen und sie später mit gehörigem Profit abzustoßen. Sein erster Coup war die URL Menus.com. 50.000 Dollar streichte Mann einst dafür ein. "Ich hatte lediglich 70 Dollar dafür bezahlt", amüsiert sich der 45-Jährige. Heute gilt Mann als einer der aggressivsten Domain-Spekulanten weltweit. 2005 verkaufte er seine Nachfolgerfirma BuyDomains an die Bostoner Investmentfirma Highland Capital für 80 Mio. Dollar. Später wurde über ihn ein Wettbewerbsverbot für vier Jahre verhängt.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 20/04/2012 - Keine Kommentare

Eine Untersuchung des Online-Analysten etracker kommt zu dem Ergebnis, dass 93,8 Prozent der Internet-Zugriffe auf dem iPad nicht über mobile Verbindungen, sondern stationäre Anschlüsse erfolgen. Die Erhebung basiert auf Daten von über 10.000 etracker-Kunden. Der geringe Anteil mobiler Surfer lässt einige Prognosen zum Boom des mobilen Internets zweifelhaft erscheinen. Laut etracker sollten entsprechende Studien künftig nicht nur die Art der Endgeräte, sondern auch deren Verbindung zum Internet berücksichtigen. "Die Schlüsse aus der Studie gehen meiner Meinung nach zu weit. Es gibt in Deutschland 2012 etwa zwei Mio. iPads. Maximal die Hälfte davon ist überhaupt mit einem Chip für mobilen Internetzugang ausgerüstet. Deshalb bin ich eher skeptisch", sagt Harald Summa, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft eco.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Kommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 20/04/2012 - Keine Kommentare

Eine kleine Zusammenfassung meiner heutigen Kolumne für Services Insiders: Amerika ist stark in den wachsenden Branchen der digitalen Wirtschaft vertreten, Europas größte Börsenwerte liegen dagegen in den schrumpfenden Branchen wie der Telekommunikation, berichtet Focus-Redakteur Holger Schmidt: „Weil das Kerngeschäft mit der Telefonie erodiert, steigen immer mehr Anleger aus der Branche aus. Zum Beispiel aus der Deutschen Telekom, deren Aktienkurs seit 2007 um rund 40 Prozent gesunken ist.“ Niederschmetternd klingt nach dem Focus-Artikel das Urteil von Hendrik Speck, Professor für digitale Medien: „Wir werden das Wegbrechen vieler Marken westlicher Prägung erleben. Beim Personalcomputer haben wir das schon gesehen; bei Smartphones wird das auch passieren. Europa wird hier bald keine Rolle mehr spielen“, sagt Speck voraus, der sich intensiv in chinesischen Fabriken umgeschaut habe.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 19/04/2012 - Keine Kommentare
Wissenschaftlerin Marcia W. DiStaso von der Penn State University hat in einer Studie das Verhältnis zwischen der PR-Branche und Wikipedia unter die Lupe genommen. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass 60 Prozent aller Wikipedia-Einträge über Firmen faktische Fehler enthalten. Außerdem fehlt vielen PR-Schaffenden das nötige Wissen, um etwas dagegen zu tun. Viele Berater beschweren sich beispielsweise über die lange oder gar nicht erfolgende Antwort, wenn sie die Verfasser der Artikel kontaktieren wollen. "In Deutschland hat sich ein sehr kompetentes Support-Team aus 50 bis 60 ehrenamtlichen Mitarbeitern gegründet, das sich um Anfragen kümmert. Natürlich kann nicht jede Anfrage sofort beantwortet werden, aber das Team arbeitet sehr gut, auch im Vergleich zu anderen Länder-Ausgaben", sagt Wikimedia-Deutschland-Sprecherin Catrin Schoneville.
Wirtschaft/Internet/Politik/Urheberrecht
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 19/04/2012 - Keine Kommentare

Rechtsanwälte, Wettbewerbs- und Abmahnvereine machen seit Ewigkeiten richtig dicke Kohle mit dem Abmahngeschäft. Das Ganze ist ein reiner Papierkrieg mit richtig schöner Rendite. Ohne viel Aufwand wird eine Software im Internet eingesetzt, um Verstöße gegen Urheberrecht oder gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb zu erforschen. Das Standardschreiben ist immer gleich, nur Name und Adresse des „Rechercheopfers“ und den Sachverhalt eintragen, frankieren, eine eklig kurze Frist für die Unterlassungserklärung setzen und raus das Ding mit einer Kostenberechnung, die pro Abmahnung mehrere hundert Euro beträgt – natürlich wird der Streitwert richtig hoch angesetzt, damit man die Abmahnsummen nach oben treiben kann. Diese Abmahnfabriken können mit der Angst der Empfänger kalkulieren. Lieber eine Unterlassungserklärung außergerichtlich akzeptieren, als den unkalkulierbaren Fortgang der Geschehnisse abwarten und noch auf eigene Rechnung einen Rechtsanwalt einschalten. Es könnte ja vor Gericht gehen mit der Gefahr, den Prozess zu verlieren.
Computer/Telekommunikation/Forschung/Technologie
Von Georg Pichler veröffentlicht am 18/04/2012 - Keine Kommentare
Forscher der University of Illinois und Experten des Internetriesen Google arbeiten an einem Tool, das falschen Rezensionen von Produkten und Dienstleistungen auf die Schliche kommen soll. Philipp Pfaller, Geschäftsführer der Internet-Agentur LimeSoda, hält eine solche Entwicklung für positiv und erklärt im pressetext-Interview die Wichtigkeit von öffentlichem Kundenfeedback. Statt über Dienstleister wie Amazon eine breite Masse an Usern für Datengewinnung zu nutzen, besteht das Hilfsteam aus acht Personen. Dabei handelt es sich um Review-Experten der Auktionsplattform eBay und des indischen World Wide Web Conference 2012. Diese mussten insgesamt 2.400 Bewertungstexte in englischer Sprache in drei Kategorien einteilen. Solche, die für sie klar als nicht authentisch identifizierbar waren, wurden als "Spam" eingeordnet, eindeutig echte Erfahrungsberichte hingegen als "kein Spam". Jene Kommentare, die keine sichere Klassifizierung zuließen, wurden mit dem Stempel "grenzwertig" versehen.
Produkte/Innovationen/Umwelt/Energie
Von Georg Pichler veröffentlicht am 17/04/2012 - Keine Kommentare
Der slowenische Haushaltsgerätehersteller Gorenje bringt eine neue Induktions-Kochlinie unter dem Titel IQook in den Handel. Dank Sensor-Unterstützung und zahlreichen Voreinstellungsmöglichkeiten möchte man mit "Smart Cooking" die Haushalte erobern. Die Geräte versprechen mehr Komfort und sollen den Energieverbrauch bei der Nahrungszubereitung reduzieren können. Im Zentrum stehen vier wesentliche Featuresets: "IQboil" steht für Kochen in Verbindung mit Wasser, "IQpro" für langsame Zubereitung, "IQsteam" beschreibt Dampfkochfunktionen, "IQfry" assistiert beim Frittieren und "IQgrill" für Bratvorgänge außerhalb des Backrohrs. Entsprechend aufgeteilt ist auch das dazu gehörende Kochgeschirr.
Medien/Kommunikation/Handel/Dienstleistungen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 16/04/2012 - Keine Kommentare
Online-Händler Amazon hat angekündigt, sein Trade-in-Angebot in den USA auch auf CDs auszuweiten, berichtet die Huffington Post. Künftig können User neben Büchern, Videospielen, DVDs und Elektronik auch gebrauchte CDs an Amazon schicken. Für Scheiben in gutem Zustand sollen Nutzer zwei bis drei Dollar in Form von Gutschriften erhalten, vermuten Analysten. Die Ansprüche von Amazon an den Zustand der Ware sind allerdings relativ hoch. Für Besitzer neuwertiger Gebraucht-Silberscheiben kann sich das Angebot hingegen durchaus lohnen. Seit vergangenem Jahr können auch deutsche Amazon-Kunden gebrauchte Waren eintauschen. "In Deutschland umfasst das Trade-in-Programm derzeit Bücher und Videospiele. Grundsätzlich dehnen wir erfolgreiche Services natürlich auf neue Produktkategorien aus. Derzeit gibt es aber noch keine Ankündigung für eine Ausweitung des Trade-in-Programms", sagt Christine Höger von Amazon Deutschland.
Literatur/Medien/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/04/2012 - Keine Kommentare

Ich liebe Fragmente. Sie sind unfertig, verzichten auf Geschlossenheit, stehen nicht unter dem Verdacht der Anmaßung, lassen Raum für Spekulationen, eröffnen neue Gedanken und spielen mit der Kombinatorik von Dingen, die man beim ersten Hinsehen nicht für möglich gehalten hat. Ein Meister der fragmentarischen Gedanken war Roland Barthes – der Denker, Dilettant und Dandy der Literaturwissenschaft, so eine Formulierung des Publizisten Matthias P. Lubinsky. Tatsächlich liege der Reiz von Barthes‘ Denken und Vorgehensweise darin, sich an keinerlei wissenschaftliche Gepflogenheiten zu halten. Sie dienten in der Regel sowieso nur zur Abgrenzung des Wissenschaftsturms und zur Pflege des eigenen Standesdünkels, schreibt Lubinsky. Eine vorzügliche Spurensuche im Werk und im Leben von Roland Barthes hat der Literaturwissenschaftler Christian Linder (also nicht verwechseln mit FDP-Lindner!) vorgelegt in dem Sammelband “Noten an den Rand des Lebens – Portraits und Perspektiven”, erschienen – wie kann es anders sein – im ambitionierten Matthes & Seitz-Verlag. Barthes war nicht nur Wissenschaftler, Linguist, Strukturalist, Semiologe, Autor von intellektuellen Spiel- und Kultbüchern wie “Am Nullpunkt der Literatur”, “Mythen des Alltags”, “Die Lust am Text”, “Sade Fourier Loyola” oder “Fragmente einer Sprache der Liebe”. Er hat auch eine besonders Form der Lektüre und des Schreibens praktiziert. Sein publizistisches Schaffen war nicht darauf aus, ein komplexes und unumstößliches Gedankengebäude zu erreichen – im Gegensatz zu Jean-Paul Sartre.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 14/04/2012 - Keine Kommentare
Eine innovative App namens "Win8 Metro Testbed" des Unternehmens Splashtop vereint zwei sonst kaum kompatible Welten miteinander. Sie bringt die Consumer Preview von Microsoft Windows 8 auf Apples iPad. Dabei setzt das Tool auf eine Streaminglösung via WLAN und ermöglicht den Nutzern des Tablets aus Cupertino damit den Test des kommenden Betriebssystems auf Basis einer Touchoberfläche. Das Programm richtet sich an erfahrene, experimentierfreudige Nutzer sowie Entwickler und erfordert den Besitz eines Rechners, auf dem sich Windows installieren lässt. Läuft die jüngste Vorschauversion des Systems einmal, lässt sich nach der Installation eines "Streamer"-Programms selbiges drahtlos auf das iPad übertragen. Die Verbindung ist dabei mit einem Kennwort gesichert.
Medien/IT/Internet/Urheberrecht
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/04/2012 - Keine Kommentare

Das Handelsblatt rutscht in seiner Kampagne gegen die so genannte Umsonstkultur im Netz immer mehr in den Jargon der Agitprop aus den Zeiten des Kalten Krieges ab: Als Reaktion auf die kritische Würdigung der Titelstory „Mein Kopf gehört mir“ lösen sich so langsam die Sicherungen bei den Redakteuren der Wirtschaftszeitung. Der Shitstorm wird für Sven Prange und Oliver Stock zum Symbol von unreflektierten Hasstiraden und Beschimpfungen: „Internetaktivisten, denen der Rechtsstaat gleichgültig ist, Anonyme, die mit Beschimpfungen fehlende Argumente übertünchen, eine Szene, die mit Sprache zu überdecken versucht, dass sie keine inhaltlichen Ansatzpunkte in der Debatte findet: das Internet zu Beginn des Jahres 2012 ist eine wahnsinnige Erfolgsgeschichte, aber eine Geschichte des grassierenden Wahnsinns“, schreiben Prange und der Online-Chefredakteur (!) Stock. Längst seien Teile des Mitmach-Internets zur Toilettenwand des 21. Jahrhunderts geworden.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 13/04/2012 - Keine Kommentare
Das US-Unternehmen Backupify hat Berechnungen zum finanziellen Wert von Usern und nutzergenerierten Inhalten in sozialen Medien angestellt (siehe: http://bit.ly/HNgeTt ). Dabei wurde der geschätzte Wert eines sozialen Netzwerks durch die Zahl der User geteilt oder der Jahresumsatz durch die Zahl der Nutzergenerierten Einträge dividiert. Experten sehen solche Milchmädchenrechnungen eher skeptisch. "Das ist bloß eine Spielerei und oft sogar ziemlicher Schwachsinn. Es handelt sich um den krampfhaften Versuch einer Quantifizierung. Messmethoden für den Nutzen sozialer Medien werden 2012 stärker in den Vordergrund treten, allerdings benötigen ernsthafte Versuche komplexere Ansätze. Auch qualitative Faktoren müssen berücksichtigt werden", sagt Ed Wohlfahrt von edRelations gegenüber pressetext. Eine Berechnung des Wertes eines Users wird laut dem Experten eher für Unternehmen möglich sein, die dem finanziellen Aufwand für eine Kampagne die Nutzerinteraktion gegenüberstellen.
Wirtschaft/Unternehmen/Politik/Umwelt/Recycling
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/04/2012 - Keine Kommentare

Müllkrieg der Kommunen: Transkription des Interviews mit Sascha Schuh vom Bonner Beratungsunternehmen Ascon
GUNNAR SOHN: Sascha Schuh, es gibt mal wieder Ärger in der Abfallwirtschaft. Hintergrund ist der Kompromiss, der im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat geschlossen wurde. Dieser hat die Position der Kommunen deutlich gestärkt. Um was geht es bei dem Streit?
SASCHA SCHUH: Letztendlich geht es bei dem Streit darum, dass bei gleichen Bewerbungsvoraussetzungen, die Kommunen, die kommunalen Betriebe oder die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsunternehmen besser gestellt sind. Sie werden bevorzugt gegenüber den privaten Entsorgungsunternehmen. Die private Entsorgungswirtschaft, vertreten durch den BDE Und den BVSE ärgern sich zu recht darüber, dass sie über viele Jahre Innovationsleistungen in Deutschland vollbracht haben. Sie haben neue Wege für Abfälle und innovative Verwertungssysteme entwickelt. Jetzt, nachdem es zu einem Marktpreis und einem Wettbewerb gekommen ist und positive Markterlöse für Abfallströme erzielt werden können, werden sie ins zweite Glied gedrängt und müssen sich den Angeboten der öffentlichen Entsorger beugen.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 12/04/2012 - Keine Kommentare
Britische Mobilfunkbenutzer verschwenden jährlich fünf Mrd. Pfund (rund 6,074 Mrd. Euro), weil sie nicht den günstigst möglichen Tarif benutzen, berichtet die britische Huffington Post. Das hat eine Umfrage unter 2.034 Mobiltelefonierern ergeben, die vom englischen Handy-Händler Carphone Warehouse, der mit allen großen Netzbetreibern zusammenarbeitet, durchgeführt wurde. Im Schnitt bezahlt jeder Brite 194 Pfund pro Jahr zuviel für sein Mobilfunkangebot. Grund sind mangelnde Information und das verwirrende Tarifdickicht. Aus tausenden Tarifen werden durch etliche Kombinationsmöglichkeiten mit Zusatzpaketen und Optionen über sieben Mio. verschiedene Vertragsmodelle, zwischen denen sich die Engländer entscheiden müssen. "Wir haben für Deutschland rund 1.900 Telekommunikations-Tarife in unserer Datenbank, mit verfügbaren Optionen multipiliziert sich dieser Wert jedoch. Kunden wählen häufig Tarife mit Extras, die sie gar nicht brauchen. Zum Beispiel Menschen, die keine SMS verschicken, aber hohe Freipakete ausgewählt haben", erklärt Jürgen Scheurer vom Preisvergleichsportal Verivox.
Kommunikation/Medien/Internet/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/04/2012 - Keine Kommentare

Vor einiger Zeit erbroch sich samstagmorgens in der Küche von professorbunsen der Wutanfall einer Radiojournalistin des WDR. Zornig zeterte sie über Wildfremde, die da einfach so ins Internet schrüben. “Narzistische Vollhorste allesamt, die glaubten, die Welt interessiere sich dafür, dass man gerade Kaffee trinke oder Liebeskummer habe! Da mache sie nicht mit, ihre eigene ‘Gedankenkotze’ wolle sie nicht im Internet abladen. Wieso mein Radio dafür ein besserer Ort dafür sein soll, ließ sie offen.” Vielleicht nur ein großes Missverständnis der Radiofrau, die so vom Hörensagen über digitale Nichtigkeiten sofort einen allergischen Anfall bekommt. Krude Dinge über anonyme Schablonen-Menschen oder penetrante Schulfreunde, die man eigentlich schon längst abgeschrieben hat und die nun darauf drängen, Facebook-Freund zu werden. Generell dominiere Profanität und dünne intellektuelle Sauce das Netz. Da hört man sich doch lieber die 1,30-Salami-Beiträge auf WDR2 an.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 11/04/2012 - Keine Kommentare
Twitter hat sich zu einem wichtigen Werkzeug für Journalisten entwickelt. Jeder Journalist, der etwas auf sich hält, verfolgt die Nachrichtenlage in Echtzeit über das soziale Netzwerk. Die unglaubliche Geschwindigkeit birgt in Zusammenhang mit geringen Ressourcen die Gefahr, dass Meldungen ungeprüft übernommen werden. In den USA verbreitete sich kürzlich eine Falschmeldung über die Twitter-Accounts von teilweise prominenten Journalisten, wie die New York Times berichtet. Der republikanischen Gouverneurin von South Carolina, Nikki R. Haley, wurde darin Steuerhinterziehung unterstellt. "Im deutschen Journalismus spielt Twitter noch keine so wichtige Rolle wie in den USA. Der Siegeszug hält aber nach wie vor an. Ich kenne hierzulande keinen Negativ-Fall, der Schlagzeilen gemacht hätte. Die Gefahr, dass Journalisten die 140 Anschläge übernehmen, ist hoch. Die Sorgfaltspflicht muss gewahrt bleiben, auch bei Twitter. Das gilt auch für persönliche Accounts, sofern sie mit den Journalisten in Verbindung gebracht werden können", sagt Hendrik Zörner vom Deutschen Journalisten-Verband gegenüber pressetext.
Wirtschaft/Netzpolitik/Urheberrecht/Medien
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/04/2012 - Keine Kommentare

Verlage, Musikindustrie und Künstler wehren sich in einer Kampagne gegen die “Umsonstkultur” des Netzes, die es allerdings in der behaupteten Form gar nicht gibt. Die Adepten der Verwertungsindustrie laufen den falschen Ideen hinterher. Das hat der Kulturwissenschaftler und Mitherausgeber des Sammelbandes “Vergessene Zukunft – Radikale Netzkulturen in Europa” Felix Stadler im Interview mit tagesschau.de deutlich gemacht. Die alten Bezahlmodelle seien am Ende – die Zukunft der Kultur liege im Schwarm: “Bislang waren wir als Leser oder Zuhörer dazu verdammt, passiv zu konsumieren. Durch die neuen Medien verschwimmen die Rollen zwischen Autor und Publikum und Zuhörer aber immer mehr”, so Stadler. Wichtiger Punkt, der bei dieser gesamten massenmedial ausgerichteten Sender-Empfänger-Propaganda schön unter den Tisch gekehrt wird. Die Gesellschaft verkomme nicht, betont Stadler. Sie stelle sich nur die Frage: Was ist wertvoll? “Wir sehen im Internet einerseits ein generelles Überangebot, andererseits eine intensive Kultur der Wertschätzung innerhalb kleiner oder großer Nischen. Und das nicht nur auf einer künstlerischen Ebene, sondern es geht auch ganz konkret um finanzielle Werte. Wenn zum Beispiel Künstler durch Spenden finanziert werden. Wir sehen aktuell zwei Modelle in der Kultur, die miteinander konkurrieren: Einerseits der exklusive Produzent, der ein Produkt für eine große, passive Masse herstellt. Andererseits Künstler und Fans, die näher zusammenrücken.”
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Markus Steiner veröffentlicht am 10/04/2012 - Keine Kommentare
In einer Welt, in der der Zugang zu Information und existenziellen Dienstleistungen schon mit einem einzigen Mausklick möglich ist, haben benachteiligte Menschen zunehmend das Nachsehen. Die "Digitale Kluft", die Internetnutzer von den der Gruppe der Nicht-User trennt, wird dabei immer größer und tiefer. So lautet das ernüchternde Resümee der australischen Wissenschaftlerin Lareen Newman, die sich vor allem auf den Bereich elektronische Gesundheitsservices spezialisiert hat. Demnach ist die Verlagerung entsprechender Dienste ins Netz zwar prinzipiell hilfreich, birgt aber auch die Gefahr einer Zweiteilung der Gesellschaft. "Je mehr Services ins Internet abwandern, desto größer wird das Risiko, dass marginalisierte Gruppen wie Arbeitslose, Ältere, Behinderte und bildungstechnisch Benachteiligte einfach auf der Strecke bleiben", warnt Lareen Newman, die gegenwärtig als Senior Research Fellow am Southgate Institute for Health, Society and Equity der Flinders University in Adelaide tätig ist. "Viele Dienste verlangen heute, dass Leute Apps herunterladen oder sich auf Webseiten registrieren. Dabei wird angenommen, dass alle über einen Computer oder ein iPhone mit Internetzugang verfügen. Die Daten zeigen uns aber, dass dem nicht so ist. Diejenigen, die ohnehin schon im Vorteil sind, werden unterstützt. Die Anderen bleiben zurück", so Newman.
Wirtschaft/Netzpolitik/Urheberrecht/Medien
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/04/2012 - Keine Kommentare

Zur vorausdenkenden Avantgarde können die 100 kreativen „Beton“-Köpfe, die im Handelsblatt gegen die Umsonstkultur im Allgemeinen und die Piratenpartei im Besonderen lamentieren, nicht gezählt werden. Freie Geister würden sich nicht in dieses Kampagnen-Korsett der Verwertungsindustrie packen lassen. Bruno Kramm hat die Hintergründe der inszenierten Empörung in seinem Blog sehr gut recherchiert „Das Verlagshaus Gruner + Jahr hat bereits in der brancheninternen Publikation Musikwoche und dem angeschlossenen Mediabiz Portal in der Ausgabe Woche 12 die interne Kampagne ‚Kreativität schützen, Vielfalt bewahren‘ vorgestellt. Man will mit dieser Kampagne die eigene Medienmacht in den 500 angeschlossenen Publikationen nutzen und ‚ratlose und inaktive Politiker ..,ihr kritikloses Eintreten für Providerinteressen, … die Meinungshoheit weniger Blogger …‘ mit dem ‚O-Ton der Wut von Urhebern‘ auf Kurs der … ‚Kreativindustrie in ihrem Kampf um das Überleben und gegen politische Ignoranz bringen. Gruner und Jahr beweist gerade mit dieser Kampfansage die Nichterfüllung einer grundlegenden journalistischen Neutralität. Mit dem Begriff des ‚Qualitätsjournalismus‘ begründete man in der Vergangenheit die Kampfansage gegen Blogs und Internetjournalismus. Die inhaltlich deckungsgleichen Kommentare von Sven Regener oder den 51 Tatort Drehbuchautoren weisen in die gleiche Richtung einer falschinformierenden Kampagne gegen die Piratenpartei.“
Medien/Kommunikation/Bildung/Karriere
Von Johannes Pernsteiner veröffentlicht am 05/04/2012 - Keine Kommentare
Der Boom der Tablets und Lesegeräte für elektronische Bücher führt zu einem Aufschwung des Lesens. Erste Hinweise dafür liefert das Pew Internet and American Life Project mit Zahlen aus den USA. Durchschnittlich 24 Bücher verschlingen Leser von E-Books pro Jahr - deutlich mehr als die 15 Titel jener Leser, die nur die herkömmliche Papiervariante verwenden. Jeder dritte E-Book-Nutzer gibt zudem an, seit Beginn der E-Book-Ära insgesamt mehr und zudem auch öfter als zuvor zu lesen. E-Books haben es in den USA eindeutig aus der Nische geschafft: Jeder fünfte erwachsene Amerikaner las 2011 ein E-Book, 28 Prozent besitzen ein Lesegerät oder Tablet. Rechnet man die Lese-Apps für Smartphone oder iPods hinzu, lesen 43 Prozent der Amerikaner Nachrichten oder Magazine in elektronischer Form. Erfreulich für die Wirtschaft: E-Book-Leser haben ihr neuestes Buch eher gekauft als geliehen, zudem bevorzugen sie ganz grundsätzlich den Erwerb von Büchern.
Computer/Telekommunikation/Forschung/Technologie
Von Georg Pichler veröffentlicht am 04/04/2012 - Keine Kommentare
Eine von Joseph Bonneau, Forscher bei Gates Cambridge, durchgeführte Studie belegt, dass viele Webnutzer nach wie vor unsichere Kennwörter verwenden. Er analysierte zu diesem Zweck 70 Mio. anonyme Passwörter aus einem Datensatz von Yahoo. So ist ein Prozent der erfassten Login-Codes derart unsicher, dass diese sich durch pures Raten innerhalb von zehn Versuchen knacken lassen würden. Eddy Willems, Sicherheitsexperte von G DATA, kann die Ergebnisse im pressetext-Interview nachvollziehen und kritisiert die anhaltende Naivität der User. Unsichere Passwörter werden dabei gleichwohl für Logins auf Webseiten als auch beim Schutz kritischer Daten wie Kreditkartennummern benutzt. Selbst User, die die Kontrolle über ihren Account schon einmal verloren haben, nutzen danach keine signifikant stärkeren Zugangscodes.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Beruf/Personal
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 03/04/2012 - Keine Kommentare

IT-Fachkräfte sind begehrt – und zunehmend wechselwillig. Bis zu 80 Prozent können sich vorstellen, ihren Job zu wechseln, wie verschiedene Studien belegen. Doch wie kommt man als IT-Profi gezielt zu einem neuen, besseren Job – ohne dass es dem aktuellen Chef auffällt? „Man sollte sehr gezielt aktiv werden, sonst manövriert man sich schnell in eine Sackgasse“, so Maximilian Nobis vom Beratungshaus Harvey Nash. Es komme auf den richtigen Mix an. In einem ersten Schritt sollten sich IT-Profis umschauen, welche Unternehmen für sie in Frage kommen und wie dort die Recruiting-Prozesse ablaufen. „Wir raten dazu, nicht zu viele Bewerbungen gleichzeitig loszuschicken, sondern erst zwei bis drei Bewerbungen und dann abzuwarten. Wenn Schlag auf Schlag dutzende Vorstellungsgespräche zustande kommen, können wechselwillige Angestellte dies schon aus Zeitgründen nicht erfüllen und verbrennen potenzielle Arbeitgeber.“
Produkte/Innovationen/Computer/Telekommunikation
Von Rebecca Temmel veröffentlicht am 03/04/2012 - Keine Kommentare
Die finnische Computerspiele-Firma Rovio Mobile plant eine eigene TV-Serie für Angry Birds. Die Serie startet noch diesen Herbst mit 52 Kurz-Episoden. Eine solche Episode soll zwischen zweieinhalb und drei Minuten dauern. Auch ein Film ist derzeit in Bearbeitung. Damit müssen sich die Fans jedoch noch gedulden: Vor 2014 ist keine Erstausstrahlung in Sicht. Rovio-Leiter Nick Dorra zufolge wird die Serie auf so vielen Geräten wie möglich verbreitet. "Wir wollen eine eigene Video-App entwickeln und nach Partnerschaften Ausschau halten", lässt sich Dorra in einem Bericht des Guardian zitieren. "Wir wollen auf allen Bildschirmen zu sehen sein." Unter mögliche Partnerschaften fällt beispielsweise bereits ein Deal mit Samsung
Unternehmen/Finanzen/Computer/Telekommunikation
Von Georg Eckelsberger veröffentlicht am 02/04/2012 - Keine Kommentare
Die US-Software-Schmiede Nuance Communications arbeitet unter Hochdruck an der Implementierung ihres erfolgreichen iPhone-Sprachassistenten Siri in vielen anderen Lebensbereichen. Die Vision: Nicht nur das Smartphone oder das Fernsehgerät sollen per Sprache gesteuert werden, sondern auch der Kühlschrank oder die Kaffeemaschine, berichtet die New York Times. Nuance Communications hat sich in dem Segment spätestens seit dem Erfolg auf dem iPhone die Rolle als Platzhirsch gesichert. Sie sind inzwischen sogar das Äquivalent zu Microsoft, Google und Amazon in einer sehr spezialisierten Technologie-Nische geworden, sagt Andrew Rosenberg, Assistenz-Professor am Queens College.
Medien/Internet/Politik/Netzpolitik
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 02/04/2012 - Keine Kommentare

“Der eine tobt mit Schaum vorm Mund, er könne den ‘Schnickschnack’ nicht mehr hören, der andere sieht keine Inhalte und wirft ihnen vor, ‘eine Antwort, wie man verantwortungsvolle Politik macht, haben sie nicht’. Die Piraten lassen etablierte Politiker wie Kurt Beck ausrasten und Jürgen Trittin verzweifeln. Diese Vorwürfe, so richtig und berechtigt sie sind, laufen ins Leere. Denn gerade die Inhalts- und Ahnungslosigkeit ist die Stärke der Piratenpartei. ‘Mut zur Lücke’ nennen sie das. Wer nichts weiß und auch nicht viel wissen will, schon gar nicht Belehrungen von den anderen, ist kaum angreifbar. Und die Wähler der Piraten lieben geradezu diese Ahnungslosigkeit.” Das schreibt der Berater Michael Spreng in seinem Beitrag “Die Gummiwand-Partei”.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 30/03/2012 - Keine Kommentare
Das US-Start-up FiftyThree hat die iPad-App "Paper" veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein umfassendes Tool zur Verewigung und Ausarbeitung von Ideen aller Art. Firmenchef Georg Petschnigg kritisiert die App-Branche wegen mangelnder Innovation. Er und sein Team haben brisanterweise eine Microsoft-Vergangenheit und hatten einst am mittlerweile eingestampften Tablet-Projekt "Courier" mitgearbeitet. Paper lässt den User die eigenen Ideen in Bücher-artige Sammlungen anlegen, dementsprechend werden die einzelnen Texte, Bilder und Skizzen grafisch als Doppelseite in einem Einband aufbereitet. Das Programm beherrscht fünf Werkzeugsets für verschiedene Arbeitsweisen. Unter "Draw" verbirgt sich ein Zeichenstift, der das vielseitigste aller digitalen Arbeitsgeräte ist. Wenngleich er für keine Aufgabe speziell angepasst ist, lässt er doch die grundsätzliche Bewerkstelligung einer Reihe kreativer Tasks zu. Unter "Sketch" wird der User mit einem Bleistift und entsprechend angepassten Features gewappnet, die für die Erstellung grafischer Skizzen optimiert sind.
Wirtschaft/Technik/Internet/KI
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 30/03/2012 - Keine Kommentare

Google-Vizechefin Marissa Mayer sieht ihren Konzern in 20 Jahren an der Spitze der allwissenden Suchdienste. Echtzeit-Kommunikation ist von gestern. Man werde schon vorher wissen, was der Internet-Nutzer sucht, bevor er sich selbst darüber bewusst ist. Die Entwicklung werde sich verstärkt auf die Vorausberechnung und die Verbesserung der Vorschläge konzentrieren. „Mayer sieht die Zukunft der Suche in eine Richtung wandern, die noch persönlicher für Suchende wird. Google wird zwar zukünftig nicht zwingend wissen können, welche Restaurants man beispielsweise konkret mag, wenn man sich in einer neuen Stadt aufhält. Allerdings könnte Google wissen, dass man eine Schwäche für Pizza hat und eher zwanglose Lokalitäten oder entspannte Bars gegenüber hochpreisigen Restaurants bevorzugt“, schreibt t3n.
Unternehmen/Finanzen/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 29/03/2012 - Keine Kommentare
In den USA geben iPad-Besitzer durchschnittlich 70.000 Dollar pro Tag für den Konsum von Zeitungen und Zeitschriften auf ihrem mobilen Lesegerät aus, wie Cnet berichtet. Das hört sich profitabel an. Vor allem, da es Apples hauseigenen Zeitungskiosk erst seit etwa sechs Monaten gibt. Gerettet ist die gebeutelte Printmedien-Branche dadurch trotzdem nicht. Auf alle Nutzer heruntergebrochen verdienen die Medienhäuser brutto weniger als einen Cent pro iPad-Besitzer und Tag. Über Werbung lässt sich auf mobilen Lesegeräten auch kaum Geld verdienen, obwohl Handys und Tabs als Nachrichtenquelle immer wichtiger werden.
Wirtschaft/Umwelt/Abfallwirtschaft/Recycling
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 29/03/2012 - Keine Kommentare

Irgendwann landet jedes Gebrauchsgut in einer Müllverbrennungsanlage, da Deutschland sich aus guten Gründen entschlossen hat, den Abfall nicht mehr direkt zu vergraben – im Entsorgerdeutsch auch Deponierung genannt. Es gibt allerdings Interessenvertreter auf kommunaler Seite, die den Abfall so schnell wie möglich in den Ofen schieben wollen. So etwas wird dann thermische Verwertung genannt, obwohl der energetische Wirkungsgrad der Anlagen eher bescheiden ist. Unstrittig ist das ökologische Prinzip, Produkte wieder aufzufrischen, zu erneuern und für eine Wiederverwendung zu sorgen. Am Beispiel von Handys gelingt das über die so genannte Refurbishing-Methode. „Die Verlängerung der Lebensdauer von Handys ist nach meiner Ansicht ein wichtiger Punkt, der in der Recyclingdebatte nicht vernachlässigt werden sollte. Über eine ausgefeilte Wartung und Reparatur kann man eine Menge erreichen. Es geht um eine geordnete Aufbereitung der Geräte und deren Verkauf und wenn gar nichts mehr geht, um eine fachmännische Entsorgung für eine Wiedergewinnung der Rohstoffe. Zudem muss generell bei alten Handys darauf geachtet werden, die Restdaten zu bereinigen – das gilt für die Wiederverwendung als auch für das Recycling. Bilder, SMS, Kontakte und Programme müssen über ein Softwareupdate gelöscht werden“, erläutert Dirk Müller vom After Sales-Spezialisten Bitronic in Frankfurt am Main.
Computer/Telekommunikation/Handel/Dienstleistungen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 28/03/2012 - Keine Kommentare
Durch Online-Shops sowie Preisvergleichsseiten und -Apps gut informierte Konsumenten bringen die Preisgestaltung von US-Handelsketten zunehmend unter Druck, wie die New York Times berichtet. Da die Kunden den angemessenen Marktpreis kennen, gehen einzelne Unternehmen bereits dazu über, auf künstlich aufgeblasene Einführungspreise zu verzichten und Artikel von Beginn an billiger anzubieten. Die besser informierten Kunden zeigen eine höhere Bereitschaft, zu handeln und durch die Verwendung alternativer Online-Angebote sitzen sie auch an einem längeren Hebel als früher. "Von derartigen Versuchen Preise zu verhandeln habe ich in Österreich noch nicht gehört. Das Internet als Informationsmedium macht Preisgestaltung branchenabhängig transparenter, Druck auf den Handel sehe ich hierzulande nicht. In einer Studie haben wir festgestellt, dass die Händlerseite im Netz eine wichtige Informationsquelle ist. Preisvergleichseiten spielen am Ehesten bei Computerhardware und Elektrogeräten eine Rolle", sagt Ernst Gittenberger von der KMU Forschung
Handel/Dienstleistungen/Produkte/Innovationen
Von Rebecca Temmel veröffentlicht am 27/03/2012 - Keine Kommentare
Rund 45 Prozent der deutschen Verbraucher lehnen den Online-Kauf von Lebensmitteln mit anschließender Lieferung ab. Das ist das Ergebnis einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung Putz & Partner. Demnach zweifelt jeder dritte Deutsche beispielsweise an Kühlung und Frische der Produkte. Immerhin 35 Prozent zeigen Interesse an solch einem Service, doch nur 29 Prozent haben ihre Lebensmittel bisher online bestellt und nach Hause liefern lassen. "Die meisten Verbraucher trauen der Qualität der Ware nicht", so Putz & Partner-Geschäftsleiter Nikolaus Eberhardt im Gespräch mit pressetext. "Außerdem gehen viele gerne spontan einkaufen und wollen sich an keine Wartezeiten binden."
Computer/Telekommunikation/Forschung/Technologie
Von Georg Eckelsberger veröffentlicht am 26/03/2012 - Keine Kommentare
Sony hat bei der US-Patentbehörde eine Technologie angemeldet, die es ermöglicht, Fingerabdrücke über das Display eines Smartphones zu erkennen und als Sicherheitssperre zu verwenden, schreibt die BBC. Es ist jedoch unklar, ob die Technik ausgereift ist, beziehungsweise wann die ersten Geräte mit Fingerabdruck-Scanner auf den Markt kommen. Völlig neu ist die Idee nicht: 2011 brachte Motorola das Smartphone "Atrix" mit einem Fingerabdruck-Scanner auf der Rückseite auf den Markt. Sony setzt nun aber auf den Design- und Komfortfaktor, denn der Scanner wäre quasi unsichtbar. Ein bislang nicht näher beschriebenes Material soll den Scanner hinter dem Display verbergen, so dass der User lediglich die normale Anzeige sieht. Auf dieser wäre dann abgebildet, wo er den Finger platzieren muss. Sony nennt die Technologie "Light-transmissive Display". Damit sollen User angesprochen werden, die sich nicht um die Technik hinter dem System interessieren.
Wirtschaft/Netzpolitik/Urheberrecht/Gema
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/03/2012 - Keine Kommentare

Auf die GEMA-Propaganda-Wutrede des Musikers Sven Regener hat der Journalist und Vorsitzende der Piraten-Schwaben Fritz Effenberger die richtige Antwort gegeben: „Ich lebe von meiner Arbeit als Urheber, vor allem als Journalist, mit Artikeln, die zu 100 Prozent frei im Internet zu lesen sind. So leid es mir tut, das schon wieder sagen zu müssen, aber die Industrie-Ära ist vorbei, und mit ihr das Geschäftsmodell der massenproduzierten Kulturdatenträger. Viele Musiker auf der Welt leben inzwischen von neuen Geschäftsmodellen.“ Leute wie Effenberger seien inzwischen aktiv in der Piratenpartei, weil nur noch hier ein Urheberrecht diskutiert wird, das auch den Urhebern nützt, und nicht nur den industriellen Verwertern.
Wirtschaft/IT/Telekommunikation/Gesundheit/Pflege/Messe
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 26/03/2012 - Keine Kommentare

Auf der Fachmesse „Altenpflege“ in Hannover, die vom 27. bis 29 März stattfindet, präsentiert der ITK-Spezialist Aastra Kommunikationsserver, Telefone und Branchensoftware. Mit der so genannten iButton-Technologie könne man zahlreiche Vorgänge in Pflegeheimen personalisieren. „Pflegekräfte führen den iButton mit sich, können damit Türen oder Medizinschränke öffnen sowie gleichzeitig Zugang zum EDV-System erhalten. Eine leichte Berührung des iButtons auf dem Lesegerät genügt, schon ist der Computer freigegeben, für den Mitarbeiter relevante Programme starten automatisch mit seinem Profil. Ebenfalls zum ersten Mal auf der Messe: Die beiden neuen, auf die iButton-Technologie abgestimmten, Bewohnertelefone OpenPhone 12iB und OpenPhone 13iB. An ihnen kann das Pflegepersonal per iButton eine personifizierte Anwesenheit setzen, einen Notruf auslösen sowie Pflegezeiten zwischen An- und Abwesenheit dokumentieren“, teilt Aastra mit.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 23/03/2012 - Keine Kommentare
Ex-Google-Entwickler Brian Kennish hat zusammen mit einem weiteren ehemaligen Suchmaschinen-Angestellten und einer Konsumentenschützerin die Firma Disconnect.me gegründet. Soeben haben die Datenschützer erfolgreich 600.000 Dollar an Venture-Kapital gesammelt, um die Unternehmung zu professionalisieren. Neben dem wachsenden Angebot an kostenlosen spezifischen Browser-Plugins zum Schutz vor diversen Datenkraken soll mittelfristig eine Plattform aufgebaut werden, die Usern umfassende Kontrolle über ihre Daten ermöglicht. "Es macht durchaus Sinn, wenn sich Firmen für den Schutz der Privatsphäre einsetzen. Allerdings sollten sich die Nutzer nicht zu viel erwarten. Die von Nutzerdaten profitierenden Unternehmen sind strategisch im Vorteil, da sie sich immer wieder etwas neues einfallen lassen", sagt Hans Zeger von der ARGE Daten gegenüber pressetext. Datenschutz habe aber durchaus das Potenzial, ein großer Geschäftszweig zu werden. "Es besteht allerdings, ähnlich wie bei Spyware, die Gefahr, dass Angriffs- und Verteidigungsmöglichkeiten von ein und demselben Unternehmen angeboten werden", so Zeger.
Wirtschaft/Unternehmen/Umwelt/Recycling/Recht
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 23/03/2012 - Keine Kommentare
Deutschland war im vergangenen Jahr gezwungen, das Abfallrecht zu überarbeiten, da es in der EU Neuregelungen gibt. „Hier bestand größte Zeitnot, da der Gesetzgeber in Verzug war. Bei der Überarbeitung des Kreislauswirtschaftsgesetzes begann ein Kampf zwischen privater Entsorgungswirtschaft und Kommunen. Der im Bundestag erarbeitete Kompromiss fand die Zustimmung der kommunalen Spitzenverbände und der Verbände der privaten Entsorger. Im Bundesrat lehnten die Bundesländer das Gesetz ab. Im Vermittlungsausschuss ist dann eine erhebliche Stärkung der Kommunen durchgesetzt worden“, erklärt die Landsberger Abfallrechtsexpertin Dr. Birgit Stede im Interview mit dem Düsseldorfer Fachdienst Service Insiders. Der Beschluss könnte am Widerstand der EU scheitern.
Literatur/Lesung
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 22/03/2012 - Keine Kommentare

„Wir haben in gewisser Weise einen historischen Moment, weil eine Ikone der amerikanischen Literatur bei uns zu Gast ist. Only Revolutions von Mark Danielewski ist ein beeindruckendes Werk“, so die Begrüßungsworte von Barbara Weidle, Vorsitzende vom Literaturhaus Bonn. Ein konzeptuelles Buch in Gestaltung, Aufbau und in der Dramaturgie. „Gleichzeitig ist es auch eine leidenschaftliche Liebesgeschichte zweier 16jähriger. Sam und Haley. Es ist ein radikaler Text, in dem man sich verlieren und eintauchen kann“, so Weidle. Die beiden Hauptakteure seien so, wie man mit 16 sein muss: radikal, brutal, ich-bezogen, abenteuerlustig, unverschämt und verliebt. Das Ganze sei wie ein Rausch oder Film. „Vor sechs Jahren ist Only Revolutions in Amerika erschienen. Jetzt in einer deutschen Übersetzung herausgekommen, die eine Heldentat ist, wie die taz schrieb“, erklärt der Moderator Thomas Böhm, Programmleiter des Literaturfestivals Berlin, der den Autor während seiner Lesereise durch Deutschland begleitet.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 22/03/2012 - Keine Kommentare
Eine Marke aus der Frühzeit des Home-Computings feiert bald ihr Revival. Das Unternehmen Commodore USA bringt rund ein Jahr nach der Veröffentlichung des Retrogeräts C64x nun auch einen Kompaktrechner unter der Marke Amiga auf den Markt. Es handelt sich um das erste Gerät unter dieser Flagge seit rund zwei Jahrzehnten. Der "Commodore Amiga mini" präsentiert sich als simplistisch gestaltetes Gerät mit moderner Hardwareausstattung. Die Wiederbelebung lag bereits länger in der Luft. Der im Frühjahr 2011 veröffentlichte C64x richtete sich jedoch an Retrofreunde und verpackte Technik aus dem unteren Mid-End-Bereich in den originalgetreuen Nachbau des alten Amiga-Cases mit integrierter Tastatur. Das Gerät brachte als weiteres Gimmick einen Emulator für den "Brotkasten" mit. Diese Serie wurde mittlerweile mit der Variante "VIC Slim" erweitert, die bei modernerer Optik das Segment kleiner Surf- und Multimedia-Rechner bedient.
Wirtschaft/Unternehmen/Gesundheit/Beruf
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 21/03/2012 - Keine Kommentare
Mein Kollege hat sich mal die Mühe gemacht, eine Transkription meines Interviews mit der Wohlfühlinitiative zu erstellen. Vor allem das letzte Drittel finde ich spannend: Die Rolle der Architekten bei der Arbeitsplatzgestaltung. Wer da noch fachlich etwas beisteuern kann, ist herzlich eingeladen. Bis Montag benötig ich Statements. Wie immer hier als Kommentar posten (mit Vor- und Nachnamen, Funktion) oder per Mail an: gunnareriksohn@googlemail.com
Computer/Telekommunikation/Politik/Recht
Von Markus Keßler veröffentlicht am 20/03/2012 - Keine Kommentare
Google hat mit einem Schreiben an das Bundesgericht in Florida in das Verfahren der Organisation der amerikanischen Filmproduzenten und -verleiher (MPAA) gegen den Filehoster Hotfile eingegriffen, wie TorrentFreak berichtet. Das Unternehmen äußert sich als "Freund des Gerichts" (Amicus Curiae), einer Position, die es dritten Parteien erlaubt, ihre Sicht des Falls kundzutun, auch wenn sie befangen sind. In dem Schreiben pocht Google darauf, dass das Safe-Harbo-Abkommen, wonach Internet-Plattformen lediglich zur Entfernung illegaler Inhalte auf Wunsch der Rechteinhaber verpflichtet sind, auch für Filehoster gilt. "Google betreibt seit Jahren an vielen Fronten Lobbying, um seine Interessen durchzusetzen. Ohne illegale Inhalte gäbe es weniger Content, weniger Traffic und dadurch auch weniger Profit für Google. Für die Rechteinhaber ist das Riesenunternehmen ein mächtiger Gegner. Die GVU sieht das Unternehmen aber nicht als Feind, obwohl es sich bei den Ermittlungen gegen kino.to nicht sehr kooperativ gezeigt hat. In Deutschland machen eher die Internet Service Provider ihren Einfluss geltend", sagt Christine Ehlers von der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen.
Politik/Umwelt/Verpackungen/Handel/Konsumgüterindustrie/Entsorgung/Kommunen
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 20/03/2012 - Keine Kommentare
Nun soll eine „Zentrale Stelle“ mit Vertretern aus Bund, Ländern, Kommunen und Wirtschaft die Rettung bringen. So könnte man die Verpackungsmengen zentral registrieren und den Vollzug sicherstellen. Die Bundesländer könne man beim Vollzug unterstützen und Schlupflöcher schließen. „Diese Chance für unser Land dürfen wir nicht verpassen“, heißt es pathetisch in einer Presseverlautbarung. Auch das sehen Experten der Abfallwirtschaft skeptisch. Entscheidend seien vor allen Dingen die Importe aus Ländern wie der Türkei, die sich fast komplett der Lizenzierung verweigern. Das die Totalverweigerer aus dem Ausland seit dem Start von Gelben Tonnen und Säcke am besten fahren, liege vor allem an der fehlenden Registrierung. Diese Registrierung könnte über den Barcode erfolgen, den fast jedes Produkt oder jede Verpackung trägt. Eine Kontrolle können andere staatliche Stellen übernehmen. Beispielsweise bei der Vergabe der Steuer-ID-Nummer. Dafür braucht man keine neue „Zentrale Stelle“. Eines sei sicher: Keine Länderbehörde werde Mitarbeiter für die „Zentrale Stelle“ zur Verfügung stellen. Zudem könnte sich diese Institution als Rohrkrepierer für die privatwirtschaftlich organisierten neun Dualen Systeme herausstellen. Nach der Verabschiedung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes steht ein neues Wertstoffgesetz auf der Agenda des Bundesumweltministeriums. „Auf der kommunalen Seite gibt es verschiedene Überlegungen, eine Ausgestaltung einer einheitlichen Verpackungs- und Wertstoffentsorgung zu entwickeln, die auf den dauerhaften Fortbestand der dualen Systeme verzichtet“, heißt es in der Analyse einer Berliner Anwaltskanzlei. Die Mitfinanzierung der Wertstofftonne könnte über eine andere Trägerschaft (Beleihung) erfolgen. Als Modell könnte eine unabhängige „Gemeinsame Stelle“ fungieren für die Einziehung und Verteilung der Finanzmittel. Und das mündet dann wieder in eine ganz andere Problematik: Kommunen wollen Müllschlucker bleiben - Streit um Ausweitung des Recyclings.
Computer/Telekommunikation/Forschung/Technologie
Von Georg Eckelsberger veröffentlicht am 19/03/2012 - Keine Kommentare
Die US-amerikanische Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) arbeitet an einer Revolution im Bereich sicherer Passwörter, indem Computer künftig Nutzer ohne Fingerabdruck- oder Irisscanner einfach nur am Verhalten erkennen können. "Menschen sind nicht dafür geschaffen, zufällige Verbindungen zwischen Zeichen zu verstehen", zitiert die New York Times Richard Guidorizzi von der DARPA. Der Ansatz ist zwar nicht neu, doch bislang sind die Systeme noch längst nicht marktreif. Jeder Mensch tippt auf Tastaturen individuell - künftig sollen die so zugelassenen Nutzer von fremden Eindringlingen unterschieden werden. "Ich würde mich gerne in die Richtung einer Welt entwickeln, in der man sich an einen Arbeitsplatz setzt, zu arbeiten beginnt und die Authentifizierung passiert im Hintergrund, unsichtbar, während man ohne Unterbrechungen weiterarbeiten kann", so Guidorizzi.
Wirtschaft/Unternehmen/Technologie/Sport
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 19/03/2012 - Keine Kommentare

„Radfahren wird immer mehr zum Erlebnis“, stellt Frank Bohle fest, „kommt aber auch immer stärker im Alltag der Menschen an.“ Die Fahrradbranche könne durch diesen doppelten Trend zuversichtlich in die Frühjahrssaison starten, meint der Geschäftsführer der Ralf Bohle GmbH, die durch ihre Fahrradreifen der Marke Schwalbe bekannt ist: „In der Freizeit boomt der Fahrradtourismus, im Alltag der Städte Europas wächst der Radverkehr seit einigen Jahren deutlicher als jeder andere Verkehrsträger“, erläutert Bohle zufrieden eine Entwicklung, für die das Unternehmen Bohle seit Jahrzehnten geworben hat: „Wir wurden lange als einsame Rufer belächelt, wenn wir vom großen Potential des Fahrrads gesprochen haben.“ Zahlreiche Innovationen rund ums Rad hätten neue Kundenschichten jeden Alters erschlossen: „Die Freude an der Bewegung in frischer Luft wird von modernster Technik gefördert – und das alles umweltschonend und gesund zugleich. Das Fahrrad heute erreicht also Kopf und Herz der Menschen.“
Literatur/Medien/Lesung
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 19/03/2012 - Keine Kommentare

“Martin Amis, Sohn des mittlerweile verstorbenen erfolgreichen Romanciers Kingsley Amis, startete als Wunderkind in den Literaturbetrieb hinein – und sein erster, vor vielen Jahren erschienener Roman, ‘The Rachel Papers’, war grandios; und er hat sich zum bestbezahlten “ernsten” Romancier Englands entwickelt. Seine Vorschüsse bereiten dem englischen Geistesleben Wechselbäder aus Neid und Begeisterung. Er hat es geschafft”, so beschreibt Walter Klier in der FAZ den Autor, der gestern auf der lit.COLOGNE sein neuestes Werk “Die schwangere Witwe” im 28. Stockwerk des Hochhauses mit dem sinnigen Namen “Sky” vorstellte. Moderiert von der Spiegel-Autorin Susanne Weingarten. Der Schauspieler Nikolaus Benda übernahm die Lesung der deutschen Übersetzung. Ein Grund für den Erfolg von Amis sieht Walter Klier in der Art, wie er das Feuilleton beherrscht. Er wisse genau, was man wie schreiben muss, um am “cutting edge” zu sein oder “absolument moderne”, wie es im neunzehnten Jahrhundert als Muss für den Künstler formuliert wurde.
Computer/Telekommunikation/Forschung/Technologie
Von Georg Pichler veröffentlicht am 16/03/2012 - Keine Kommentare
Der klassische Desktop-PC wird immer unwichtiger. Viele Tätigkeiten werden von der eigenen Hardware auf Rechenzentren ausgelagert, der eigene Rechner wird zunehmend zum Terminal für die Fernbedienung von Apps. Spätestens 2014 wird die Cloud das maßgebliche Zentrum des digitalen Lebens sein. Dies prognostiziert das renommierte Marktforschungsunternehmen Gartner in einer Studie. Die Experten prognostizieren die fünf "Megatrends" für die kommenden Jahre. Die "Consumerization" der Technik schreitet unaufhaltsam voran, so die Forscher. Der Einzug von Elektronik in die Haushalte, beginnend beim Heimcomputer bis hin zum heute blühenden Markt für Tablets- und Smartphones hat auch zu rasanten Veränderungen im Nutzerverhalten geführt. So sagt Gartner, dass die Nutzer von heute wesentlich technologie-affinier sind und unterschiedlichste Erwartungen an die Technik stellen. Internet und soziale Medien haben ihnen im Laufe der Zeit deutlich mehr Mitsprache eingeräumt. Und letztlich werden die Nutzer auch selbst zu Innovatoren.
Wirtschaft/Politik/Medien/Verlage
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 15/03/2012 - Keine Kommentare

“Unsere journalistische Leistung hat einen hohen Wert und kann deshalb nicht kostenlos zur Verfügung gestellt werden.” So begründet vollmundig der stellvertretende Vorsitzende der “Madsack”-Geschäftsführung Thomas Düffert die Umstellung eines Großteils der Web-Inhalte seiner Mediengruppe. Nicht-Abonnenten der Zeitungs-Titel “Hannoversche Allgemeine Zeitung”, “Neue Presse”, “Göttinger Tageblatt” und “Oberhessische Presse” müssen für exklusive Inhalte auf den Online-Portalen zahlen. Die Umstellung soll bis zum Ende des Jahres auf alle Webseiten der insgesamt 18 “Madsack”-Zeitungen ausgedehnt werden. Wow. Das ist sehr betrüblich für mich. Schade, dass die exklusiven Inhalte dieser Blätter hinter einer Bezahlwand verschwinden. Allerdings muss ich ein Geständnis machen, liebe Madsack-Jungs: Ich habe die Web-Angebote dieser journalistischen Schnellboote nie so richtig zur Kenntnis genommen. Sie tauchen weder in meinem Google Reader auf, noch habe ich sie in meiner Flipboard-App favorisiert.
Umwelt/Energie/Computer/Telekommunikation
Von Georg Pichler veröffentlicht am 15/03/2012 - Keine Kommentare
Elektronikhersteller sollen sich um die Entsorgung von gespendetem, aber unerwünschten Equipment kümmern. Entsprechende Gesetze fordert die britische Charity-Organisation Computer Aid. Denn die unfachgerechte Entsorgung von Elektroschrott führt in Schwellen- und Entwicklungsländern teils zu erheblichen Problemen, weswegen etwa Nepal solche Spenden mittlerweile ablehnt. Rüdiger Kühr, Leiter der UN-Initiative "Solving the E-Waste Problem" (StEP), sieht neben den OEMs auch karitative Organisationen in der Pflicht, und fordert globale Anstrengungen zur Bekämpfung des Problems. Der Himalaya-Staat ist längst nicht die einzige Region, in der E-Waste zu Problemen führt. "Die Menge an Elektronikschrott nimmt weltweit zu", gibt Kühr zu Protokoll. So haben ihn etwa unlängst auch alarmierende Zahlen aus Sri Lanka erreicht. Und auch in Teilen Afrikas kämpft man mit erheblichen Schwierigkeiten.
Wirtschaft/Unternehmen/ITK/Kommunikation/Beruf
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 14/03/2012 - Keine Kommentare

Der Berliner ITK-Spezialist geht in Zeiten des Fachkräftemangels in die Offensive und ruft eine Ausbildungsakademie ins Leben. „Wir bewegen uns in einem stark innovationsgetriebenen Markt. Wer hier erfolgreich agieren möchte, muss ein tiefes Know-how von Unternehmensprozessen und den technischen Möglichkeiten mitbringen. In diesem Umfeld bieten wir rund 25 jungen Menschen eine hochwertige Ausbildung, die weit mehr als Standardinhalte abdeckt“, sagt DeTeWe-Geschäftsführer Christian Fron. In drei Jahren durchlaufen die Nachwuchskräfte eine duale Ausbildung zum IT-Systemelektroniker. Neben den üblichen Themen wie der Einführung einer klassischen TK-Anlage, stehen auch deutlich komplexere Kommunikationskonzepte wie Unified Communications und Collaboration auf dem Lehrplan. Praxiserfahrungen lernen die Auszubildenden auch direkt beim Kunden unter Anleitung einer festen Bezugsperson. „Aber auch der Theorieteil wird künftig noch mehr auf die Bedürfnisse unserer Nachwuchskräfte eingehen. Unser Ziel ist eine eigene Berufsschulklasse, in der wir im Klassenverband stärkeren Einfluss auf die Inhalte nehmen können. Das ist für einen Systemintegrator ein außergewöhnlicher Schritt“, so Fron. Interessenten können sich ab sofort bewerben, Ausbildungsbeginn ist der 1. September 2012.
Bildung/Karriere/Unternehmen/Finanzen
Von Gerhard Paleczny veröffentlicht am 13/03/2012 - Keine Kommentare
Immer mehr Unternehmen vertrauen darauf, dass ihre Mitarbeiter in ihren eigenen vier Wänden fleißiger sind als im Büro. Die Ergebnisse zeigen, dass das Phänomen Heimarbeit weiter verbreitet ist, als man denken mag: 83 Prozent der Befragten haben angegeben, zumindest teilweise von zu Hause aus zu arbeiten. Dies besagt eine Studie der US-Firma Wrike, für die über 1.000 Leute zu diesem Thema befragt wurden. Gaben 2009 nur 43 Prozent an, einen Teil ihrer Arbeit von zu Hause aus zu erledigen, so hat sich die Zahl im Jahr 2012 fast verdoppelt. 66 Prozent aller Arbeitnehmer glauben gar, dass sie in wenigen Jahren die ganzen Arbeitszeit in ihren eigenen vier Wänden sitzen werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Position, desto mehr Zeit wird von zu Hause aus gearbeitet.
Wirtschaft/Technologie/Mobilfunk/Netzbetreiber
Von Benjamin O'Daniel, Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/03/2012 - Keine Kommentare
Roman Friedrich von Booz: Netzbetreiber stecken im Dilemma
Die Digitalisierung ist in vollem Gang. Sie durchdringt eine Branche nach der anderen und macht vor unserer Freizeit nicht Halt. Sie hat drei Säulen: Endgeräte, Dienste in der Cloud und als Klebstoff ein schnelles Internet. Nicht nur Smartphones und Tablets, sondern auch Fahrzeuge, die Energieversorgung unserer Wohnungen und Haushaltsgegenstände werden intelligent gemacht und vernetzt. Diese Menge an Daten muss das Internet verkraften können, auch über Funk. Dies betrifft sowohl die Abdeckung als auch die Bandbreite der Mobilfunknetze. Die Funktionen der Endgeräte und den Diensten in der Cloud wachsen täglich. „Der neue Cloud-Dienst Google Play macht Apples iTunes Konkurrenz. Immer mehr Bücher, Musik, Filme oder Dokumente legen wir in der Cloud ab. Das kann alles aber nur funktionieren, wenn das mobile Internet überall mit hoher Bandbreite vorhanden ist“, so Bernd Stahl von Nash Technologies in Stuttgart. Die Herausforderungen für den Netzausbau seien größer denn je, bestätigt Roman Friedrich vom Beratungshaus Booz & Company in Düsseldorf: „Es ist ja noch nicht einmal beim 3G-Mobilfunknetz eine Flächendeckung in Deutschland erreicht. Viele Netzbetreiber können sich die hohen Investitionssummen nicht erlauben. Das gilt vor allem für die Einführung von LTE. Die Investitionsbereitschaft der Carrier wird geringer. Normalerweise werden rund 16 Prozent des Umsatzes in den Netzausbau gesteckt. Diese Zahlen gehen zurück“, weiß Friedrich.
Computer/Telekommunikation/Forschung/Technologie
Von Georg Pichler veröffentlicht am 12/03/2012 - Keine Kommentare
Forscher der University of Aberdeen arbeiten an einer Software, die hörenden Menschen das Verstehen von Gehörlosen erleichtern soll. Der "Portable Sign Language Translator" (PSLT) soll via Kamera Gebärdensprache in Echtzeit in Text übersetzten können. Die Wissenschaftler wollen das Tool breit verfügbar machen und so auch die Chancen für Hörbehinderte am Arbeitsmarkt verbessern. Lukas Huber, Generalsekretär des Österreichischen Gehörlosenbundes (ÖGLB), begrüßt das zunehmende Interesse der Wissenschaft im Interview.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/03/2012 - Keine Kommentare

Wer wissen will, wie die Technologie von morgen aussieht, muss einen Blick in die Kinderzimmer werfen, zu dieser Einschätzung kam vor ein paar Jahren ein hochrangiger Manager von Ericsson: Da sitzen die Kids mit dem Bluetooth-Headset vor dem Computer und unterhalten sich per Videochat mit ihren Freunden auf der ganzen Welt. Telefoniert wird selbstverständlich mit Skype, Instant Messaging ist schon ein alter Hut. Mobilität ist keine Vision, sondern Alltag: Das Handy hat den Festnetzanschluss schon längst verdrängt. Dagegen muten viele Büros heute noch altertümlich an: Festnetz- und Mobiltelefon existieren nebeneinander, die Verbindung von PC und Telefon ist noch die Ausnahme, Erreichbarkeit ist oft vom Zufall abhängig.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 09/03/2012 - Keine Kommentare
Die Social-Media-Profile berühmter Persönlichkeiten entwickeln teilweise enorme Zugkraft. Musikerin Lady Gaga hat kürzlich die 20-Mio.-Verfolger-Marker bei Twitter übersprungen. Vor allem aufstrebende Künstler, deren Social-Media-Präsenz erst in Zusammenarbeit mit einer Plattenfirma entwickelt wird, müssen neuerdings Verträge unterzeichnen, die dem Unternehmen die Nutzungsrechte für die Accounts übertragen. Unabhängige Firmen sind in der Regel toleranter als große Konzerne, wie Mashable berichtet. Auch in anderen Branchen wird der Kampf um die Online-Gefolgschaft härter. "Ich denke, es wird in Zukunft häufiger vorkommen, dass die Account-Verwendung vertraglich geregelt wird. Labels haben wenig Nutzen davon, wenn sie die Kontrolle über Künstler-Profile behalten. Es entsteht lediglich Schaden für die betroffenen Musiker, die sich eine neue Präsenz aufbauen müssen. Wenn die Plattenfirma eine Agentur bezahlt hat, um Social-Media-Profile zu betreuen, sehe ich eher einen Besitzanspruch. Durch den Verkauf von Accounts kann Geld verdient werden", sagt Bianca Brendel von der Social Media Agency.
Cebit/IT/Kommunikation
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 08/03/2012 - Keine Kommentare
Das Berliner ITK-Unternehmen Astra stellt auf der Cebit in Hannover das System BluStar für Videokommunikation vor. „BluStar ist eines der vielseitigsten Produkte, das wir im Portfolio haben. Es ist zugleich Telefon und Konferenzsystem, Applikationsplattform und Werkzeug für Collaboration über Standorte hinweg. Das MediaPhone ist leicht zu bedienen und so konzipiert, dass auch kleine und mittlere Unternehmen Videokommunikation realisieren können“, sagt Aastra-Deutschlandchef Jürgen Signer. Einfachheit und benutzerfreundliche Bedienung standen nach Firmenangaben bei der Entwicklung im Vordergrund. So verfüge das MediaPhone über einen 13 Zoll großen Touch Screen, über den mit wenigen Klicks Vier-Augen-Gespräche oder Konferenzen aufgebaut werden können. Videogespräche und normale Telefonate könnten außerdem über das in die Hardware integrierte Telefon gestartet werden. „Das MediaPhone ist ein Kommunikationswerkzeug für den Alltag. Es ist keine Boardroom-Lösung für gelegentliche Konferenzen sondern steht auf dem Schreibtisch des Nutzers. Spontan, schnell und jederzeit, Kommunikation mit oder ohne Bild", so Signer.
Bildung/Karriere/Unternehmen/Finanzen
Von Dieter N. Unrath veröffentlicht am 08/03/2012 - Keine Kommentare
Frauen besetzen in Deutschland knapp ein Fünftel aller Führungspositionen, wie eine Auswertung der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel zum internationalen Frauentag zeigt. Während Berlin mit einer Quote von 24 Prozent mit den meisten weiblichen Chefs aufwartet, weisen auch das Saarland und Brandenburg, Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt einen überdurchschnittlich hohen Frauenanteil bei den Entscheidern auf. Am geringsten fällt die Quote mit 19,1 Prozent in Baden-Württemberg aus - gefolgt von Bremen und Schleswig-Holstein.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 07/03/2012 - Keine Kommentare
Gaminghardware-Produzent Roccat hat auf der CeBIT 2012 in Hannover eine Smartphone-App präsentiert. Diese erlaubt die Nutzung eines iPhones als ergänzendes Touchscreen-Display für den Computer. Es dient als Nachrichtenhub und Systemmonitor und kann mit eigenen Makros um weitere Funktionen ergänzt werden. Dazu veröffentlicht das Unternehmen auch passende Docking-Peripherie. Mit der Veröffentlichung beschreitet Roccat einen ähnlichen Pfad wie Konkurrent Razer, der seinem "Blade"-Laptop eine ähnliche, jedoch fest integrierte Touch-Lösung verpasst hat, die ins Keyboard verbaut ist.
Internet/Social Media/Wirtschaft/Gesellschaft/E-Commerce
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 07/03/2012 - Keine Kommentare
„Filtersysteme des Netzes müssen sozial werden, um die Datenflut zu bewältigen“, sagte der Blogger Sascha Lobo in seinem Webciety-Vortrag auf der Computermesse Cebit in Hannover. Die Gesellschaft werde anfangen, die gigantischen Datenmengen immer präziser zu durchsuchen. Das Internet könne man sich vorstellen als eine Flut von Sensoren. „Und diese Sensoren produzieren immer mehr, immer schneller, immer echtzeitiger Daten“, so Lobo. Um davon nicht erschlagen zu werden, komme irgendwann der Punkt, wo Ordnungssysteme vonnöten sind. Vom Jahr 2000 bis 2010 sei das über Anfragen gesteuert worden. Relevant war vor allem Google als Suchmaschine. Mittlerweile dominiere der Drang in soziale Netzwerke. „Da die Daten in Echtzeit verbreitet werden, brauche ich die Ordnungssysteme nicht nur technisch, sondern auch sozial“, erklärte Lobo. Bestätigt werden die Thesen von Lobo durch eine Analyse der Düsseldorfer Unternehmensberatung Mind Business und der Fachzeitschrift absatzwirtschaft. „Soziale Filter entscheiden auch im Wirtschaftsleben mittlerweile über Tops und Flops. In unserer internationalen eCommerce-Studie fanden wir heraus: Jeder zweite Deutsche nutzt Online-Erfahrungsberichte und Produktbeschreibungen von anderen Käufern beim Weihnachtseinkauf. Meinungen und Empfehlungen anderer Käufern werden gezielt genutzt, meistens um sich ein Urteil über Produktqualität (68 Prozent), Preisinformationen (58 Prozent) und Schnäppchen (45 Prozent) zu bilden“, so Mind Business-Studienautor Bernhard Steimel.
Medien/Kommunikation/Politik/Recht
Von Markus Keßler veröffentlicht am 06/03/2012 - Keine Kommentare
Pinterest ist im Moment das soziale Netzwerk mit den größten Zuwachsraten. Mehr als zehn Mio. Menschen besuchen die Plattform pro Monat. Mit der steigenden Beliebtheit kommen allerdings auch die Unzulänglichkeiten der Plattform zu Tage, wie chow.com berichtet. Viele User wissen beispielsweise nicht, dass sie die alleinige Verantwortung für die meist im Netz gefundenen Bilder tragen, die sie auf ihrem Profil zur Schau stellen. Den Seiten, auf denen die Originale zu finden sind, droht eine Herabstufung im Google-Ranking, weil die Algorithmen der Suchmaschine sie nicht als Ursprung, sondern als Kopie kategorisieren. "Für die Nutzer sind durchaus Konsequenzen wegen Missachtung der Bildrechte möglich. Neben Anwalts- und Gerichtskosten können Rechteinhaber Unterlassung und das doppelte Entgelt fordern. In Deutschland dürfen die Forderungen nur dem einfachen Entgelt entsprechen", sagt Urheberrechtsexperte Harald Karl von der Kanzlei Pepelnik und Karlt.
Wirtschaft/Unternehmen/Industriegeschichte/Technologie/Telekommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 06/03/2012 - Keine Kommentare
Zwei Firmen der Technologiebranche können in Deutschland auf eine sehr lange Tradition zurückblicken als Startups der Telefonie: Die Berliner Aastra-Tochter DeTeWe und Avaya. Die Vorläuferfirmen wurden im 19. Jahrhundert gegründet. Es war der 1877 eingeführte Fernsprecher, dessen Technik und Funktion die Daniel Düsentriebs der Elektrotechnik in Deutschland beeindruckte, ohne zu wissen, wo die Reise hingeht. Berlin hatte 1881 gerade mal acht Teilnehmer gemeldet. Zwei Jahre später waren es 1625 „Abonnenten“, wie man damals sagte. Am 11. Mai 1887 gründete Robert Stock die „Telegraphenbauanstalt R. Stock“ in der Luisenstadt – dem heutigen Bezirk Kreuzberg. 1894 wurden Grundstücke in der Zeughofstraße gekauft und ein großes Fabrikgebäude errichtet, das ein Jahr später bezugsfertig war. Es ist auch heute noch Stammsitz der in DeTeWe umbenannten Firma. 1896 stellte Stock in Treptow das erste Telephon-Verbindungsamt vor und expandierte europaweit bei der Errichtung von Fernsprechämtern. 1899 wurde die Deutsche Privat-Telefongesellschaft Harry Fuld & Co. in der Liebfrauenstraße in Frankfurt am Main aus der Taufe gehoben – besser bekannt unter Telenorma, Bosch Telecom, Tenovis und nun Avaya. Sie spezialisierte sich auf die Vermietung und Wartung privater Telefon-Nebenstellenanlagen: „Wegen ihrer hohen Einrichtungskosten und Reparaturanfälligkeit riefen solche Anlagen geradezu nach preisgünstigen, aber langfristigen Abonnementsverträgen mit Wartungsgarantie“, schreibt Bitronic-Chairman und ITK-Fachmann Peter B. Záboji in seinem Buch „Change“. Beide Pionierunternehmen expandierten durch die Aufhebung des Verbots, Haustelefonanlagen ans Amt anzuschließen – ein Beschluss der Reichpostverwaltung aus dem Jahr 1900.
Wirtschaft/Politik/Internet/Medien/Urheberrecht
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 05/03/2012 - Keine Kommentare
Das Protokoll über die Beschlüsse der gestrigen Koalitionsrunde läuft im Internet ja schon hoch und runter. Die Verlage bekommen von der Bundesregierung jetzt also ihr lang ersehntes Lobby-Geschenk: Urheberschutz – Leistungsschutzrecht für Presseverlage - Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, dass Verlage im Online-Bereich nicht schlechter gestellt sein sollen als andere Werkvermittler. Deshalb sollen Hersteller von Presseerzeugnissen ein eigenes Leistungsschutzrecht für die redaktionell-technische Festlegung journalistischer Beiträge oder kleiner Teile hiervon erhalten. Gewerbliche Anbieter im Netz, wie Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren, sollen künftig für die Verbreitung von Presseerzeugnissen (wie Zeitungsartikel) im Internet ein Entgelt an die Verlage zahlen. Damit werden die Presseverlage an den Gewinnen gewerblicher Internet-Dienste beteiligt, die diese – mit der bisher unentgeltlichen – Nutzung der Verlagserzeugnisse erzielen. Auch die Urheber sollen eine angemessene finanzielle Beteiligung an der Verwertung des Leistungsschutzrechts erhalten. Einzug und Verteilung der Entgelte soll über eine Verwertungsgesellschaft erfolgen. Die Schutzdauer soll ein Jahr betragen. Die private Nutzung von Presseerzeugnissen im Internet wird nicht vergütungspflichtig, normale User werden also nicht betroffen sein. In der gewerblichen Wirtschaft bleiben das Lesen am Bildschirm, das Speichern und der Ausdruck von Presseerzeugnissen kostenfrei.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 05/03/2012 - Keine Kommentare
Brewster Kahle, ein US-amerikanischer Millionär, hat sich zum Ziel gesetzt, alle Bücher, Filme und haltbaren Tonträger, die er in die Hände bekommen kann, zu archivieren, wie die New York Times berichtet. Er hat drei Mio. Dollar in ein Lagerhaus in Richmond, nördlich von San Francisco, investiert, wo die Sicherungskopien menschlicher Kultur in zwölf Meter langen Schiffscontainern gelagert werden. Ein anderes ehrgeiziges Konservierungsprojekt verfolgt Brewster schon längere Zeit. Seine Non-Profit-Organisation Internet-Archive versucht, eine Kopie aller jemals im Internet abrufbaren Informationen zu speichern. "Durch gesetzliche Verpflichtungen werden Bücher in National- und Landesbibliotheken doppelt gesichert. Eine weitere Initiative durch Privatpersonen ist nicht zielführend. Die Kosten zur mehrfachen Archivierung mögen zwar hoch sein, aber es ist Aufgabe des Staates, das kulturelle Erbe zu sichern", sagt Monika Ziller, Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands, gegenüber pressetext. Die Aufbewahrung von analogen Büchern werde auch in Zukunft beibehalten werden, auch wenn die Langzeitarchivierung durch säurehaltiges Papier schwieriger geworden sei.
Wirtschaft/Unternehmen/Telekommunikation/Call Center
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 02/03/2012 - Keine Kommentare
In Anlehnung an die Spackeria-Bewegung könnte man sagen: ein Call ist sowas von Eighties - also One-to-One-Kommunikation, die nicht mehr in eine vernetzte Welt passt. Phillip Kemper von der Berliner Startup-Firma reqorder bestätigte auf der Call Center World in Berlin diese Aussage: In der Call Center-Branche werde zwar viel über soziale Netzwerke gesprochen und irgendwie möchte auch jeder social sein. „Es gibt viele Lösungen im Monitoring, um zu analysieren, was im Social Web passiert. Aber es gibt keine Konzepte, die Many-to-Many-Kommunikation des Netzes für den Service zu nutzen“, so Kemper. Es sei wichtig, neue Antworten für die Servicekommunikation zu finden. Die geschlossenen Kanäle der Kundenkommunikation würden nicht mehr in die Netz-Ökonomie passen. „Social Media und Kontrolle, das passt nicht mehr zusammen. Heute sei es ohne Restriktionen möglich, sich als Kunde öffentlich über Unternehmen zu äußern. Das könne man über PR, Marketing oder Werbung nicht mehr steuern. Die Zukunft liege ganz klar bei Plattformen, die von Kunden autark betrieben werden.
Kommunikation/Technologie/Internet/Mobilfunk/UMTS/LTE
Von Benjamin O'Daniel veröffentlicht am 02/03/2012 - Keine Kommentare

Der Mobile World Congress in Barcelona zeigt: Auch der Markt für Small Cells wird in den nächsten Jahren deutlich an Fahrt gewinnen. So schätzt Simon Saunders vom Small Cell Forum das potenzielle weltweite Wachstum von Femtozellen von 3,2 Millionen installierten Einheiten in diesem Jahr 2012 auf über 60 Millionen im Jahr 2016. „Getrieben vom Boom der Smartphones, sind die Small Cells die Basis für die nächste Stufe der Digitalisierung aller Wirtschaftszweige und bereiten selber den nächsten Aufschwung der App-Economy vor“, sagt auch Bernd Stahl von Nash Technologies. Die kleinen Funkzellen bieten gegenüber den klobigen Funkmasten einige Vorteile: „Sie sind deutlich günstiger, die Genehmigungsverfahren sind unkomplizierter und sie können gezielt dort eingesetzt werden, wo es einen hohen Bedarf an Bandbreite und viele gleichzeitig kommunizierende Benutzer gibt – etwa in Fußballstadien, in Innenstädten oder in Einkaufszentren“, sagt Stahl. Der Netzwerkausrüster Nash Technologies entwickelt Software für Unternehmen, die Funkzellen produzieren – und spürt auf dem Mobile World Congress eine starke Nachfrage: „Wir führen viele Gespräche, auch weil durch die Smartphone-Welle der Bedarf an breitbandigem Internet sehr schnell wächst und sich dadurch die Versorgungsfrage stellt“, so Stahl. Und dies sei erst der Anfang: „Wenn in Zukunft das Internet in den Bereichen Logistik, Verkehr, Gesundheit, Energiewirtschaft, etc. zu weitreichender Digitalisierung der dortigen Prozesse führt, wird die Nachfrage noch größer.“
Medien/Kommunikation/Sport/Events
Von Rebecca Temmel veröffentlicht am 02/03/2012 - Keine Kommentare
18 von 35 Sportfans sehen ihren Lieblingssport lieber im Internet als im Fernsehen. Das sind jüngste Ergebnisse einer neuen Studie des Kommunikationsnetzwerks Havas Sport & Entertainment für die Sportereignis-Plattform Global Sports Forum Barcelona. 36,1 Prozent sehen wöchentlich ihr Lieblingsmannschaftsspiel oder ihren bevorzugten Sport online. 32,1 Prozent hingegen tun dies via TV. Das ist eine beachtliche Änderung gegenüber einer ähnlichen Studie des Netzwerks im vergangenen Jahr. Dieser zufolge haben Europäer ihren Sport noch im Fernsehen bevorzugt.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 01/03/2012 - Keine Kommentare
In den App Stores von Apple und Android, den meistfrequentierten ihrer Art, gibt es mittlerweile jeweils einige hunderttausend Anwendungen. Um eine App erfolgreich vermarkten zu können, ist es essenziell, in den Suchergebnissen der Online-Angebote einen guten Rang zu belegen. Um das zu gewährleisten, greifen Unternehmen immer häufiger auf App Store Optimization (ASO) zurück, um die Ergebnisse zu manipulieren. Mittlerweile gibt es sogar eine App, die das ganze automatisiert erledigt, wie techcrunch.com berichtet.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Telekommunikation/Social Media/Call Center
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 01/03/2012 - Keine Kommentare

Fast die Hälfte aller Internetnutzer (48 Prozent) wünscht nach einem Bericht der absatzwirtschaft ausdrücklich, dass Unternehmen auf die in den sozialen Medien wie Facebook und Twitter geäußerte Kritik an ihnen oder ihren Produkten umgehend reagieren. Mehr als 85 Prozent akzeptieren dies, wie das Marktforschungsinstitut Maritz Research in einer Studie ermittelte. Research Director Oliver Skeide erklärt: „Anwender, die sich in ihrer Unzufriedenheit der sozialen Netzwerke bedienen, sind offen für einen persönlichen Dialog mit den Unternehmen.“ Genau hierin liege die Chance, sich durch eine aktive Social-Media-Strategie nachhaltig positiv in den Köpfen der Konsumenten zu positionieren – gerade bei enttäuschten Kunden.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 29/02/2012 - Keine Kommentare
Die vergleichsweise kurze Verweildauer der Nutzer von Google+ hat dem Suchmaschinengiganten aus Mountain View in den vergangenen Tagen viele Negativ-Schlagzeilen gebracht. Techcrunch.com schreibt jedoch, dass Google im Moment ganz zufrieden sein kann mit seinem sozialen Netzwerk. Durch die zusätzlichen Informationen, die User bei der Anmeldung zu Google+ preisgeben, kann der Internetkonzern sein Userprofil vervollständigen und besser personalisierte Werbung zu höheren Preisen verkaufen. Damit erfüllt Google+ seinen einzigen Daseinszweck, nämlich Werbeeinnahmen zu generieren, ohne auf wiederkehrende Nutzer angewiesen zu sein. "Grundsätzlich ist das richtig. Im Kampf mit Facebook und anderen Konkurrenten gilt aber: Wer einzelne Personen am besten kennt, bietet die attraktivsten Werbemöglichkeiten. In diesem Bereich sind soziale Netzwerke unschlagbar. Google kann auch mit einem verwaisten sozialen Netzwerk interessante Daten generieren, gegenüber Facebook ist das aber nur zweitklassig", sagt Stefan Schär von Social Media Schweiz.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 28/02/2012 - Keine Kommentare
Schon länger ist bekannt, dass die Mozilla Foundation an einem eigenen, mobilen Betriebssystem arbeitet. Nun startete das Projekt "Boot2Gecko" auf dem Mobile World Congress in seine finale Phase. In Entstehung ist eine quelloffene Plattform, die stark auf Webapps setzt und mit niedrigen Hardwareanforderungen auf günstiger Hardware operieren kann. Als Partner sind bereits Telefonica und die Deutsche Telekom im Boot, als Gerätehersteller ist LG im Gespräch. Das erste Mozilla-Phone soll noch dieses Jahr auf den Markt kommen.
Politik/IT/Internet/Datenschutz
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 27/02/2012 - Keine Kommentare

„Persönliche Daten werden immer mehr zu einer Handelsware, an der private Unternehmen mehr Interesse haben, als der Staat.” Dieses Bekenntnis des Hamburger Datenschützers Johannes Caspar im Vorfeld der Call Center World in Berlin sollte man dringend in die Märchensammlung der Gebrüder Grimm aufnehmen und einen Ehrenplatz einräumen. Warum? Es liegt an einer Zahl, die in den vergangenen Tagen durch Blogs geisterte und die Malte Welding ausgeschrieben hat, damit sie besser im Gedächtnis bleibt: „Siebenunddreißig Millionen Zweihundertzweiundneunzigtausend und Achthundertzweiundsechzig. So viele Mails haben deutsche Geheimdienste überprüft, weil in ihnen Schlüsselbegriffe wie ‚Bombe‘ aufgetaucht sind.“
Wirtschaft/IT/Telekommunikation/Mobile World Congress
Von Benjamin O'Daniel veröffentlicht am 27/02/2012 - Keine Kommentare

Mit jedem neuen Smartphone und jedem neuen Tablet wachsen die Probleme der Netzbetreiber: Sie müssen ihre Mobilfunknetze schnell genug fit machen, sonst versinken ihre Kunden im Datenstau – und sie selbst in Stromkosten. „Gleichzeitig hängt an der Investitionsbereitschaft der Branche die Digitalisierung aller Wirtschaftszweige“, sagt IT-Experte Bernd Stahl vom Dienstleistungspartner für NetzwerkausrüsterNash Technologies. Die Digitalisierung aller privaten und geschäftlichen Prozesse ist ein robuster Megatrend. Hier liege eine riesige Chance für Innovation und Wachstum.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 27/02/2012 - Keine Kommentare
Seit heute, Montag, hat der Mobile World Congress 2012 (MWC) in Barcelona seine Pforten geöffnet. Trotzdem sickerten einige Details über Neuvorstellungen bereits am Wochenende durch und veranlassten manche Hersteller, darunter HTC, zu vorgezogenen Lineup-Enthüllungen. Die Messe dauert bis kommenden Donnerstag an, die ersten Neuvorstellungen zeigen einen Trend zu Quadcore-Prozessoren in mobilen Consumer-Devices. Von der Gerüchteküche in Bedrängnis gebracht, ließ die "High-Tech Computer Corporation" schon am Sonntag sein Lineup ans Licht und präsentierte die "One"-Smartphone-Serie. Das Spitzenmodell "One X" inkorporiert dabei auf Basis von Nvidias Tegra3-Plattform nicht nur einen Vierkern-Prozessor, sondern soll auch bei der Aufnahme von Fotos und Videos gute Figur machen. Und das durchaus gleichzeitig, da HTC verspricht, dass das Gerät mit dem schnellen 0,7-Sekunden-Autofokus während Videoaufnahmen auch Bilder schießen kann. Zur Demonstration der Kameraqualität ließ Konzernchef Peter Chou die Fotos des eigenen Smartphones mit Vergleichsaufnahmen des für seine Kamera vielgepriesenen iPhone 4S gegenüberstellen.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Jana Seywald veröffentlicht am 24/02/2012 - Keine Kommentare
Während Computerprogramme vor zehn Jahren nur mit strukturierten Texten umgehen konnten, wird die individuelle Textanalyse heute immer mehr zum Alltag - mit wirtschaftlicher Bedeutung. Mittlerweile können sogar emotionale Reaktionen auf Social-Media-Plattformen erkannt und analysiert werden. "Auf große Mengen bezogen, können solche Softwareprogramme verlässlich persönliche Äußerungen und Meinungen analysieren, doch kann es in Einzelfällen auch daneben gehen, wenn beispielsweise ironische Aussagen falsch interpretiert werden", erklärt Ulrich Schäfer, Projektleiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Call Center/Service
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 23/02/2012 - Keine Kommentare

Kurz vor der Call Center World (auf der Website der CCW wird man übrigens zugeträllert mit “proaktiven Podiumsdiskussionen” – was ist das für ein Schwachsinn?) mit einer so deftigen These aufzuwarten, dürfte in der Hotline-Branche wieder zu den üblichen Pawlowschen Reflexen führen. Ach der Sohn, schon wieder geht er uns mit seinen Untergangsprognosen auf den Keks. Diesmal kommt die provokante Aussage aber nicht von mir, sondern von SpeechCycle-Manager Scott Kolman: „The year the contact center dies“ lautet die Überschrift seines Textes, die ich etwas abgewandelt habe, weil sich der Begriff „Contact Center“ in Deutschland nicht durchsetzt – auch wenn es die Call Boys und Girls gerne anders sehen würden. Kaum ein Journalist schreibt Contact Center – außer vielleicht die Branchenblätter TeleTalk und Call Center Profi. Mit Kontakt Center assoziiert man alles Mögliche – nur nicht den Kundenkontakt mit Unternehmen (ja, ja, die Call Center-Szene meint damit Anruf, E-Mail, Brief, Web etc.). Das ist nun wohl der unwichtigste Randaspekt der Service-Debatte.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 23/02/2012 - Keine Kommentare
Ein jüngst aufgetauchtes Patent von Google bestärkt die Vermutungen, dass das Betriebssystem Android sich bald seinen Weg auf den Desktop bahnt. Beschrieben wird darin die Bedienung eines Computers mithilfe eines Multitouch-Trackpads. Zudem existiert seit zwei Jahren auch eine x86-Portierung. Experte Sascha Pallenberg sieht die Zukunft der Betriebssysteme im Browser und sagt im pressetext-Interview, dass der Internetriese ein übermächtiger Konkurrent für Microsoft und Apple werden könnte.
Politik/Umwelt/Kommunen/Recycling
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 23/02/2012 - Keine Kommentare
Wenn Wertstoffe sich in Luft auflösen
Nach monatelangem Streit hat der Bundesrat dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz zugestimmt. Im Vermittlungsausschuss sind Kompromisse ausgehandelt worden, die vor allem die Position der kommunalen Müllwirtschaft stärken. Ob damit das Ziel des Gesetzes erreicht werden kann, den Schwerpunkt des Abfallrechts stärker auf die Verwertung zu legen, wird von Branchenexperten bezweifelt. Dabei wäre es ein Gebot der Stunde, aus dem Müll so viel wie möglich Sekundärrohstoffe zu gewinnen, um Primärressourcen zu schonen. Die von den Kommunen betriebenen Müllverbrennungsanlagen mit einem eher schlechten energetischen Wirkungsgrad dienen vielleicht dem Prinzip „Aus dem Auge, aus dem Sinn“, nicht aber den ökologischen Zielen, die man in Europa und Deutschland erreichen will. Der vom Vermittlungsausschuss beschlossene Einigungsvorschlag führt nach Ansicht von Professor Martin Beckmann im Ergebnis dazu, dass überall dort, wo die Kommunen die gewerblichen Sammler verdrängen wollen, sie dies auch können. „Die Privatwirtschaft soll nur noch dann zum Zuge kommen, wenn sie wesentlich leistungsfähiger sammelt als die Kommunen. Das nachzuweisen dürfte jedoch schwierig werden. Um die private Entsorgungswirtschaft und die EU-Kommission zu beschwichtigen, hat die Bundesregierung sich in einer Protokollerklärung zwar verpflichtet, binnen eines Jahres die Folgen der Neuregelung für den Wettbewerb zu überprüfen und gegebenenfalls einzugreifen. Die Zweifel an der Europarechtskonformität des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes lassen sich damit allerdings nicht ausräumen“, schreibt der Jurist in einem Beitrag für Legal Tribune Online.
Medien/Kommunikation/Handel/Dienstleistungen
Von Markus Steiner veröffentlicht am 22/02/2012 - Keine Kommentare
Die zunehmende Beliebtheit von Social-Messaging-Diensten wie dem BlackBerry Messenger, WhatsApp oder Facebook Chat führt dazu, dass den Mobilfunkbetreibern ein satter Batzen Geld aus den Kassen gespült wird. Wie die britische Beratungsgesellschaft Ovum für einen aktuellen Bericht errechnet hat, gehen den Netzbetreibern weltweit insgesamt 13,9 Mrd. Pfund (rund 16,5 Mrd. Euro) pro Jahr durch die Lappen, weil die eigene Smartphone-Kundschaft ihre Kommunikation lieber über Gratis-Apps und Messaging-Services im Web als über SMS-Nachrichten abwickelt. "Die Netzbetreiber haben selbst bereits erkannt, dass ihnen durch WhatsApp und Co viel Geld verloren geht", stellt Rafaela Möhl, Pressesprecherin beim Online-Tarifberater teltarif, im Gespräch mit pressetext klar. "Mittlerweile wollen die Mobilfunkanbieter selbst auf den Social-Messaging-Zug aufspringen und versuchen, einen eigenen Dienst an den Start zu bringen", so Möhl.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Telekommunikation/Service
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 22/02/2012 - Keine Kommentare
Apps, Smartphones, mobiles Internet und die asynchrone Kommunikation führen zu einem Erdrutsch in der Service-Ökonomie. Diese Ansicht vertritt Andreas Klug vom Kölner Softwarehaus Ityx im dritten Bibliotheksgespräch des Ich sag mal-Blogs. Die reservierte und defensive Reaktion der Call Center-Industrie auf die neuen technologischen Trends erinnern Klug an die Anfangsjahre des E-Commerce: „Das war die Zeit von 2001 bis 2003, wo man im Bekanntenkreis und im Geschäftsumfeld noch bestaunt wurde bei Einkäufen im Internet. Da gab es ja nur Amazon und ich bestellte höchstens Bücher.“ Alles andere sei viel zu unsicher. „Davon ist keine Rede mehr. Die Zuwächse im Onlinehandel übertreffen deutlich den stationären Handel und das gilt für fast alle Artikel. Hier sehen wir die erdrutschartigen Veränderungen innerhalb von nur sieben Jahren“, so Klug.
Unternehmen/Finanzen/Handel/Dienstleistungen
Von Jana Seywald veröffentlicht am 21/02/2012 - Keine Kommentare
Die populärste russische Suchmaschine Yandex arbeitet ab sofort mit Twitter zusammen. Ähnlich der Vereinbarung zwischen Twitter und der Microsoft-Suchmaschine Bing hat Yandex Zugriff ab sofort Zugriff auf alle öffentlichen Tweets und kann diese in ihrem Suchergebnis verwenden, wie beide Unternehmen heute, Dienstag, berichten. "Wir konzentrieren uns derzeit verstärkt auf Suchergebnisse in sozialen Netzwerken. Die Kooperation mit Twitter unterstützt dieses Bestreben. Die Menschen teilen Nachrichten, tauschen Meinungen aus und diskutieren über Gott und die Welt. Diese Informationen helfen uns dabei, unsere Suchergebnisse zu verbessern", erklärt Yandex Blog Search Manager Anton Pavlov.
Medien/Zensur/Gesundheit
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 20/02/2012 - Keine Kommentare

Auszug meiner heutigen Montagskolumne für das Debattenmagazin “The European”: Die schärfsten zensorischen Eingriffe kommen in Deutschland nicht von Wahrheitsministerien, sondern von Bürgern wie Du und ich. Das hat Werner Fuld in seinem lesenswerten Werk „Das Buch der verbotenen Bücher“ (Verlag Galiani Berlin) in dem Kapitel „Persönlich und privat“ eindrucksvoll dokumentiert. So sind die so genannten „freiwilligen Selbstkontrollen“ ein beliebtes Instrument, um unter dem Deckmantel des Jugendschutzes willkürlich die Moralkeule zu schwingen und die Medien- und Informationsfreiheit zu beschränken.
Handel/Dienstleistungen/Kultur/Lifestyle
Von Dieter N. Unrath veröffentlicht am 20/02/2012 - Keine Kommentare
Vom närrischen Treiben in den Karnevalshochburgen profitiert vor allem die Wirtschaft. Hoteliers, Gastronomen und der Einzelhandel freuen sich über hohe Umsätze. "Der Karneval hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Das hat auch positive Auswirkungen auf den Einzelhandel", so Kai Falk, Pressesprecher des Handelsverbandes Deutschland (HDE).
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 17/02/2012 - Keine Kommentare

Mein “Aufreger des Tages” für absatzwirtschaft online ist vielleicht im karnevalesken Treiben gestern etwas untergegangen. Deshalb hier noch einmal die wichtigste These für meine Überlegungen, warum die Reboot-Mentalität das Netz unberechenbar macht – auch für Facebook und Google (mit Wulff hat das zwar nichts zu tun, aber auch für das Präsidialamt wünsche ich mir einen Neuanfang!!!! Kandidatenvorschläge werden ja schon gemacht): „Die meisten Jugendlichen haben bis zu ihrem 20. Lebensjahr Tausende Computerspiel-Stunden hinter sich und eignen sich dadurch Fähigkeiten und Denkmuster an, die der älteren Generation völlig fremd sind”, sagt Moshe Rappoport von IBM. Analog zu Computerspielen, wo man mit Risikoverhalten schnell zum Ziel komme und nach einem „Game Over” einfach neu beginne, zeichne sich die junge Generation durch Risikobereitschaft und schnelles Handeln aus, erklärt Rappoport.
Computer/Telekommunikation/Politik/Recht
Von Markus Keßler veröffentlicht am 17/02/2012 - Keine Kommentare
Mehrere Kongress-Abgeordnete haben im Rahmen einer Anhörung die Vorgehensweise des Department of Homeland Security (DHS) bei der Überwachung sozialer Medien kritisiert. Anlass für die Untersuchung der Praktiken des DHS ist ein Bericht des Electronic Privacy Information Center (EPIC), der das Ausmaß der Internetüberwachung durch die Behörde sichtbar macht, wie mashable.com berichtet. Einige Kongressabgeordnete bezeichnen das Vorgehen des DHS als eine "Bedrohung für die freie Meinungsäußerung im Internet und die Freiheit der Bürger".
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 16/02/2012 - Keine Kommentare
Niklas Zennstrom, einer der Gründer des Internet-Telefoniedienstes Skype, hat eine neue Industrie ins Fadenkreuz genommen, wie cnet.com berichtet. Mit seinem Unternehmen FreedomPop will er in den USA noch in diesem Jahr einen Gratis-Internetzugang für mobile Endgeräte auf den Markt bringen. Experten erwarten, dass das Produkt über Werbung finanziert wird, die gegen geringe Bezahlung ausgeblendet werden kann. "Mobiles Internet hat enormes Potenzial, da es den Zugang zum Web sehr vereinfacht, auch für Menschen, die vorher nicht online präsent waren. Das mobile Internet wird den Zugang über das Festnetz überholen", sagt Fritz Wiesinger von der FH Burgenland.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 15/02/2012 - Keine Kommentare
Google+ kommt trotz aller Versuche, die Nutzerzahl mit der Brechstange zu erhöhen, nicht wirklich in Fahrt. Die Menge der User hat zwar in kurzer Zeit beeindruckende Werte erreicht, die Aktivität lässt aber nach wie vor zu wünschen übrig. Laut einer Erhebung von Statista lag Google+ im Dezember 2011 in den USA mit einer durchschnittlichen Verweildauer von zwei Minuten mit Abstand an letzter Stelle unter den beliebtesten sozialen Netzwerken. Obwohl dieser Wert auch für Facebook 2011 gesunken ist, bleibt der Rückstand enorm. Hauptprofiteur ist Pinterest, der neue Star am Social-Media-Himmel.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Telekommunikation/Messe
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 14/02/2012 - Keine Kommentare

Das Berliner ITK-Unternehmen Aastra stellt auf der Cebit eine neue Produktfamilie vor, die Konferenzen in HD Audio und Video ermöglicht. „Es geht um ein Portfolio, mit der vom Schreibtisch aus direkt und ad hoc Videogespräche oder Konferenzen mit bis zu 100 Teilnehmern geführt werden können. Dieselbe Bildschirmoberfläche bietet außerdem die Möglichkeit, gleichzeitig Applikationen zu starten oder Dokumente mit den Gesprächspartnern zu teilen. Der Name des Produkts ist BluStar. Mehr verraten wir erst auf der CeBIT“, sagt Aastra-Geschaftsführer Jürgen Signer. BluStar wird auf der CeBIT unter anderem beim Unternehmensverbund Telekommunikation GFT vorgeführt, Halle 13, Stand C84.
Wirtschaft/Recht/Politik
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 14/02/2012 - Keine Kommentare
Im Urheberrecht müssen Verbraucher besser vor Abmahn-Abzocke geschützt werden. Das fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und verlangt eine gesetzliche Klarstellung. Bei Verstößen darf die erste Abmahnung maximal 100 Euro für die Verbraucher kosten, soweit sie privat handeln. „Die derzeitige Regelung enthält zu viele Schlupflöcher und kann die Abmahnindustrie nicht stoppen“, erklärt Cornelia Tausch, Leiterin des Fachbereichs Wirtschaft und Internationales. Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hatte im Dezember 2011 angekündigt, bald einen Gesetzentwurf vorlegen zu wollen. In den Verbraucherzentralen häufen sich die Beschwerden über Abmahnungen im Zuge angeblicher Urheberrechtsverletzungen im Internet. Wer eine Software, ein Video oder ein Musikstück im Internet kostenlos herunterlädt, läuft Gefahr, sich eine Abmahnung einzuhandeln. Doch nicht immer sind diese gerechtfertigt. Betroffen sind auch Menschen, die weder Computer noch DSL-Router besitzen oder zum fraglichen Zeitpunkt nachweislich nicht im Netz waren. „Es geht uns nicht darum, Rechtsverstöße zu bagatellisieren. Aber es drängt sich der Eindruck auf, dass Rechteinhaber und Anwälte Abmahnungen als lukratives Geschäftsmodell entdeckt haben“, erläutert Tausch.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 14/02/2012 - Keine Kommentare
Durch den Börsengang von Facebook ist eine neue Diskussion um den Wert von Nutzerdaten entbrannt. Im Netz kursieren die wildesten Schätzungen, wie viel ein User für das soziale Netzwerk wert ist. Von einigen Cent bis weit über 100 Euro reichen die Spekulationen. In den USA wollen Start-ups, die User materiell von ihren Daten profitieren lassen wollen, diesen Rückenwind ausnutzen. "Grundsätzlich können Menschen mit ihren Daten machen, was sie wollen, solange sie auch wissen was sie tun. Die Idee, Daten an die Werbeindustrie zu verkaufen, gibt es seit 15 Jahren. Alle Ansätze sind schnell wieder verschwunden. Ich glaube nicht, dass das Konzept funktioniert", sagt Hans Zeger von der ARGE Daten.
Wirtschaft/Unternehmen/Telekommunikation/Mobilfunk/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/02/2012 - Keine Kommentare
Die Netz-Ökonomie brummt, nur von den Netzbetreibern – also den Dinosauriern der Telekommunikation – redet kaum einer mehr. Was war das in den 1990er Jahren für eine Goldgräberstimmung. Das galt für das Festnetz und für den Mobilfunk. Die Konzerne brauchten nur die verkauften SIM-Karten zählen, um ermessen zu können, wie hoch der Jahresgewinn ausfällt. Besonders nach der Versteigerung der UMTS-Lizenzen vor zwölf Jahren haben sie den Hals nicht voll bekommen und mit den milliardenschweren Lizenzen von der multimedialen Wunderwelt getönt. Und was kam heraus? SMS und Klingeltöne. Bis zur iPhone-Einführung entfalteten sich weder die Gerätewelt für das mobile Internet noch irgendwelche massentauglichen Dienste. Ein branchenfremder Konzern wie Apple hat dann unter Beweis gestellt, wie man die App-Economy auf die Beine stellt und traditionelle Wirtschaftsbranchen von der Musikindustrie bis zur Unterhaltungselektronik aus den Angeln hebt. „Das industrielle Zeitalter, in dem der Anbieter dem Kunden überlegen war und ihm diktieren konnte, welche Produkte er wie zu konsumieren habe, ist definitiv vorbei. Jetzt leben wir im Service-Zeitalter und da läuft das genau umgekehrt. Wer das nicht kapiert, verschwindet vom Markt. Die Manager der Telekommunikationsindustrie sollten sich schnell eine neue Lieblingsbeschäftigung suchen – den Kunden zuhören“, so der Rat des Service-Experten Peter B. Záboji von Bitronic. Das wollen die liebwertesten Telefonie-Gichtlinge jetzt alles ändern. So sieht es zumindest der Unternehmensberater Roman Friedrich von Booz & Co., der traditionell zum Mobile World Kongress in Barcelona seine Prognosen für die Telekommunikation vorlegt. „In Barcelona werden sich die Netzbetreiber vor allen Dingen zum Thema ‚Operative Exzellenz‘ äußern. Man will drastisch die Kosten senken und effizienter werden. Es gibt einen weiteren Druck auf die Umsätze. Das zeichnet sich seit einigen Jahren ab. So sind die deutschen Gesamtumsätze im vergangenen Jahr auf 58,5 Milliarden Euro zurückgegangen. 2008 lagen sie noch bei 64,3 Milliarden Euro“, so Friedrich. Ein Trend, der sich in allen wichtigen europäischen Märkten abspielt.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Kommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/02/2012 - Keine Kommentare

Jedes neue Medium bringt neue Qualitäten hervor. „Bei Twitter ist man gezwungen, sich kurz zu fassen. Das verlangt extrem viel Sprachfähigkeit. Damit die Tweets mit nur 140 Zeichen wahrgenommen werden, muss man einen aphoristischen Stil entwickeln. Das ist eine hohe Kunst“, stellt der Slow Media-Autor Jörg Blumtritt fest. Gute Twitter-Streams seien wie Lyrik lesbar. Das, was andere Medien überflüssig gemacht haben, kehrt also wieder. In einer vernetzten Servicewelt ist es die Verschriftung der Kommunikation, die asynchron verläuft und den Kommunikatoren mehr Zeitsouveränität verschafft, im Gegensatz zum Unterbrechermedium Telefon. Die auf Unternehmens-Kommunikation spezialisierte Softwarefirma Genesys stellt einen radikalen Wandel fest: „Im Social Web wird in einer breiteren Forumsform diskutiert. Es gibt kaum noch ein Interesse an einer Punkt-zu-Punkt-Kommunikation. Die asynchrone Kommunikation dominiert“, bemerkt Genesys-Manager Heinrich Welter im Bibliotheksgespräch des Ich sag mal-Blogs.
Auto/Verkehr/Forschung/Technologie
Von Georg Eckelsberger veröffentlicht am 13/02/2012 - Keine Kommentare
Mittels GPS-Signal will die britische Automobile Association (AA) künftig das Fahrverhalten von Autofahrern beobachten und dadurch erkennen, wie riskant jeder einzelne fährt. Je nach dem steigt oder sinkt dann die Prämie eines speziellen Versicherungsangebots, berichtet die BBC. Kritiker glauben nicht, dass sich aus den Daten seriöserweise Schlüsse über die Fahrkünste einzelner Personen ziehen lassen, trotzdem sollen schon bald die ersten Fahrzeuge mit der entsprechenden Technik ausgestattet werden - die Versicherung kann dadurch Geschwindigkeiten und harte Bremsungen messen und aufzeichnen, auf welchen Straßen die Versicherten unterwegs sind.
Computer/Telekommunikation/Kultur/Lifestyle
Von Georg Pichler veröffentlicht am 10/02/2012 - Keine Kommentare
Das erste für IBM Personal Computer veröffentlichte Spiel hat es 31 Jahre nach seiner Veröffentlichung auf das iPhone geschafft. Das Geschicklichkeitsgame "Donkey", das seinerzeit vom Microsoft-Gründer Bill Gates mitentwickelt wurde, gilt als der Vorläufer und Urquell für Spiele auf der damals noch jungen Plattform. "Donkey", auch bekannt unter seinem Dateinamen "DONKEY.BAS", ist eine extrem simpel gestaltete Anwendung. Der Spieler steuert ein Auto, das eine Straße entlangfährt und dabei Eseln ausweichen muss. Ein anderes Spielziel existiert nicht, auch Bremsen oder Beschleunigen ist nicht möglich. Als einzige Interaktion ist die Steuerung nach links oder rechts zum Wechsel der Fahrspur erlaubt.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Georg Pichler veröffentlicht am 09/02/2012 - Keine Kommentare
Der kanadische Blogger Ade Barkah hat ein Sicherheitsproblem entdeckt, das es ermöglicht, auf einem gesperrten iPhone FaceTime-Anrufe durchzuführen, auch wenn die Sprachsteuerung ausgeschaltet ist. Das Leck betrifft zumindest die zwei jüngsten Generationen des Apple-Smartphones, die Modelle 4 und 4S, und das Betriebssystem iOS 5. Selbst rigide Sicherheitseinstellungen können über die "Emergency Call"-Funktion umgangen werden. Der Tech-Experte erklärt sein Vorgehen wie folgt: Er hat auf seinem iPhone 4 eine Bildschirmsperre mit PIN-Eingabe aktiviert und zudem das Sprachsteuerungsfeature abgeschaltet. Das Telefon dürfte also keine Stimmkommandos annehmen.
Politik/Energie/Umwelt/Wirtschaft/Verbraucher/Informationstechnologie
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/02/2012 - Keine Kommentare
Technologisch ist schon einiges in der Pipeline, um die von der Bundesregierung angestrebte Energiewende zu schaffen. Theoretisch. „Es fehlen allerdings noch die Geschäftsmodelle, damit die Smart Grid-Idee auch marktgetrieben funktioniert“, mahnte Michael Wedler von BAUM Consult bei einem Expertengespräch auf der Essener Fachmesse Energy World. Es geht um die intelligente Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern, Speichern, Stromverbrauchern, Endgeräten und Netzbetrieb. Entsprechende Szenarien für den Massenmarkt müssten jetzt auf den Tisch gelegt werden, um die Infrastruktur maßgeschneidert entwickeln zu können. Es gehe um die betriebs- und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zudem sei es sehr wichtig, die Gesellschaft von diesem Thema zu überzeugen. „Nicht nur der Energieversorger sollte sich abmühen, seine Kunden von der Energiewende zu überzeugen. Wir brauchen ein gesamtgesellschaftliches Verständnis“, so Wedler. Beispielsweise für die Notwendigkeit der Stromverteuerung. Das sei unabdingbar. „Interessant ist die Frage, wie man die Rahmenbedingungen kostendämpfend gestalten kann durch die Smart Grid-Technologie, durch Investitionen in Speicher und Kupfer, um die Energiewende nicht zu stark auf die Steigerungen der Stromkosten durchschlagen zu lassen“, erläuterte Wedler. Akzeptanz benötige man auch für den Ausbau der Stromtrassen und die Einführung von Smart Home-Technologie. Der Faktor Mensch, der Faktor Betriebswirtschaft, der Faktor Geschäftsmodelle und die Konvergenz der Systeme werden in den nächsten Jahren stärker in den Mittelpunkt rücken. Zudem benötige man Energiereserven, um die Schwankungen von alternativen Energien abfangen zu können. Also die trägeren Brüder und Schwestern wie Gas- und Wärmenetze, um Flexibilität zu erschließen. Allein das Gasnetz habe eine dreitausendfach höhere Speicherkapazität als alle Pumpspeicher in Deutschland.
Medien/Kommunikation/Sport/Events
Von Markus Steiner veröffentlicht am 08/02/2012 - Keine Kommentare
Die US-amerikanischen Fernsehanstalten dürfen sich freuen: Mit dem Super Bowl haben sie am vergangenen Sonntag einen neuen Quotenrekord aufgestellt, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Laut Angaben des Senders NBC wurde das Endspiel der Footballmeisterschaft von 111,3 Mio. Zuschauern gesehen. "Das ist der höchste Wert in der Geschichte des amerikanischen Fernsehens", heißt es in einer offiziellen Mitteilung. Doch nicht nur im TV, auch im Internet erzielte das sportliche Großereignis ein Rekordergebnis: Mehr als 2,1 Mio. Menschen nutzen die Möglichkeit, das Mega-Event per Live-Stream mitzuverfolgen.
Wirtschaft/IT/Umwelt/Energie
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 08/02/2012 - Keine Kommentare
Interview mit der Energieexpertin Martina Dietschmann von Nash Technologies. Was müssen die Netz leisten, um die Energiewende zu bewerkstelligen? Welche Fehlerquellen müssen berücksichtigt werden, welche intelligenten Technologien werden gebraucht für einen sparsamen Umgang mit Energie. Alles das ist Thema der Energy World in Essen, die ich heute besucht habe.
Unternehmen/ITK/Telekommunikation
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 08/02/2012 - Keine Kommentare

Der Berliner ITK-Spezialist Aastra hat einen neuen Vermittlungsarbeitsplatz entwickelt: Die Applikation InAttend unterstützt Telefonzentralen dabei, Anrufe leichter zu verwalten und zielgerichtet weiterzuvermitteln. Sie haben Zugriff auf Aktivitäts- und Verfügbarkeitsinformationen aller Mitarbeiter eines Unternehmens und können unterschiedliche Verzeichnisse wie Telefonbücher schnell durchsuchen. „Die Telefonzentrale ist häufig die erste Anlaufstelle für Kunden in einem Unternehmen. Umso wichtiger ist es, gleich bei der Kontaktaufnahme einen guten Eindruck zu hinterlassen. Dank der Präsenz-Informationen können Anrufer innerhalb von Sekunden erfahren, ob ihr gewünschter Gesprächspartner anwesend ist – und gegebenenfalls weitergeleitet werden“, sagt Jürgen Signer, Geschäftsführer der Aastra Deutschland GmbH. Die Anwendung beruhe auf offenen Standards wie SIP und lässt sich in Kommunikationsplattformen unterschiedlicher Hersteller integrieren. Das System ist nach Firmenangaben für Vermittlungen mit bis zu 20 Arbeitsplätzen ausgelegt. Es richtet sich an klein- und mittelständische Unternehmen. Die Applikation könne an einem Einzelstandort oder standortübergreifend eingesetzt werden, unterstützt mehrere Sprachen und ist daher auch für den multinationalen Kundenservice einsetzbar. In Kombination mit externen Produkten könnten auch Telefonisten mit Sehbehinderung die Vermittlungskonsole bedienen.
Handel/Dienstleistungen/Unternehmen/Finanzen
Von Rebecca Temmel veröffentlicht am 07/02/2012 - Keine Kommentare
Einer aktuellen Umfrage des Onlineshops medimops.de, ein Tochterunternehmen der momox GmbH, zufolge haben 62 Prozent der Bundesbürger schon einmal einen gebrauchten Artikel über das Internet gekauft. Dabei fallen Bücher unter die beliebteste Artikelgruppe, gefolgt von DVDs/Blu-rays und Spielwaren.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Kommunikation/Service/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 06/02/2012 - Keine Kommentare
Eines Tages laufen die Schweine plötzlich alle auf zwei Beinen und tragen Kleidung, was den Sieben Geboten des Animalismus zu widersprechen scheint. Aber auf der Scheune steht plötzlich nur mehr ein einziges Gebot: „Alle Kunden sind gleich. Aber manche sind gleicher. In Abwandlung der George Orwell-Geschichte „Farm der Tiere“ erlebt man in der weiten Welt des Internets immer wieder Überraschungen. Da gibt es Kunden erster und Kunden zweiter Klasse. Wer sich bei Amazon für einen Kaffee-Vollautomaten der Edelmarke Jura interessiert, im weltgrößten Web-Kaufhaus die Angebote sondiert, die Bewertungen durchliest und schließlich für den Kauf einer Maschine entschließt, sollte vorher das Kleingedruckte auf der offiziellen Website von Jura studieren, deren Deutschlandzentrale in Nürnberg sitzt.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 06/02/2012 - Keine Kommentare
Dass sich Zeitungen zunehmend gegen Konkurrenz aus dem Internet behaupten müssen, ist längst bekannt. Dass es den Wettbewerb zwischen neuen und alten Medien bei Tratsch-und-Klatsch-Nachrichten gibt, ebenfalls. Wie schlimm es um die sogenannte "Yellow Press" wirklich bestellt ist, überrascht aber doch. Dominic Mohan, Chefredakteur der britischen "The Sun", beschwerte sich vor einem Ausschuss des Parlaments über hinderliche Privatsphäre-Bestimmungen, die Printprodukte benachteiligen und den Untergang einer ganzen Produktgattung bedingen. "Die Aussagen des Sun-Chefredakteurs sind eher unter dem Gesichtspunkt 'Angriff ist die beste Verteidigung' zu sehen. Eine grundsätzliche Diskrepanz bei der Regulierung von Inhalten ist zwischen traditionellen- und Online-Medien durchaus erkennbar. Das Ende der Klatsch-und-Tratsch-Berichterstattung in Printmedien sehe ich auf absehbare Zeit nicht. Das hängt aber auch vom Ausmaß des Strukturwandels der Medien ab", sagt Fritz Hausjell vom Institut für Publizistik der Universität Wien.
Wirtschaft/Unternehemen/Kommunikation/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 03/02/2012 - Keine Kommentare

Eigentlich müsste ich die Verantwortlichen von Jura ähnlich torten, wie es die Digitalen Konditoren mit Guttenzwerg gemacht haben. Weder wurde meine Presseanfrage bis heute beantwortet (Sehr geehrter Herr Sohn, herzlichen Dank für Ihre Nachricht. Wie telefonisch besprochen habe ich Ihre Anfrage an meine Kollegen von JURA weitergeleitet, die sich in Kürze mit Ihnen in Verbindung setzen werden. Beste Grüße Frauke Beigel), noch hat mich das so genannte Kundenkontaktcenter dieses Unternehmens kontaktiert, wie mir vollmundig auf Facebook versprochen wurde.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 02/02/2012 - Keine Kommentare
Facebook hat gestern, Mittwoch, um einen Börsengang angesucht. Vorerst sollen Anteile im Wert von fünf Mrd. Dollar ausgegeben werden. Der Wert des Unternehmens wird auf 75 bis 100 Mrd. Dollar geschätzt. Im Jahr 2011 hat jeder der 845 Mio. monatlich aktiven Nutzer 3,30 Euro zum Jahresumsatz von 3,7 Mrd. Dollar beigetragen. Durch den Börsengang wird sich für das Ökosystem Facebook einiges ändern. Neues Kapital, gestiegene Erwartungen, schärfere Konkurrenz und reiche Beteiligte sind nur einige der Konsequenzen. "Die gestiegenen Gewinnerwartungen werden vermutlich schon bald zu weiteren Preissteigerungen für Geschäftskunden mit Unternehmensseiten führen. Privatnutzer werden eher nicht betroffen, da sie sich bei negativen Auswirkungen von der Plattform zurückziehen können", sagt Bianca Brendel von der Social Media Agency.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Markus Steiner veröffentlicht am 01/02/2012 - Keine Kommentare
"Die Soundqualität von heutigen digitalen Musikstücken ist so niedrig, dass sie die künstlerischen Absichten der Musiker untergräbt." Mit dieser kritischen Einschätzung sorgt derzeit der kanadische Rock-Superstar Neil Young für Aufregung bei Plattenfirmen und Musikfans. Letztere sollten sich nicht mit "minderwertigen" Formaten wie MP3s oder CDs begnügen, sondern vielmehr die Entwicklung einer Art "Vinyl für das digitale Zeitalter" einfordern. Auch der verstorbene Apple-Boss und iTunes-Erfinder Steve Jobs hätte derartige Pläne unterstützt, so der Kultrocker.
Wirtschaft/Unternehmen/Umwelt/Recycling
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 01/02/2012 - 3 Kommentar(e)
Am 8. Februar gehen die Beratungen im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag die Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes in eine neue Runde: „Erwartet wird seitens Beteiligten, dass ein Kompromiss im Streit um die Gleichwertigkeitsklausel für gewerbliche Sammlungen von Abfällen bei privaten Haushalten gefunden wird. Das Bundesumweltministerium hatte nach der Vertagung des Ausschusses im Dezember einen geänderten Formulierungsvorschlag zur Diskussion gestellt. Sinn und Zweck der Gleichwertigkeitsklausel ist, gewerbliche Sammlungen zuzulassen, wenn ihr Leistungsangebot wesentlich leistungsfähiger ist als das eines öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers und des von diesem beauftragten Dritten. Besonders geschützt sein sollen zudem die von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern durchgeführten Ausschreibungen – auch dann, wenn das Serviceangebot des gewerblichen Sammlers wesentlich leistungsfähiger ist“, schreibt der Fachdienst Euwid.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Dieter N. Unrath veröffentlicht am 31/01/2012 - Keine Kommentare
Der japanische Elektronikkonzern Panasonic wird dieses Jahr einen Teil seiner Produktion von LCD-Fernsehern an das taiwanesische Unternehmen Chimei Innolux Corporation (CMI) auslagern. Bei der Produktionsmenge soll es sich laut Bericht des asiatischen Hightech-Portals DigiTimes um 4,5 Mio. TV-Panels handeln. Der Wert der TV-Geräte beträgt 27 Mrd. Taiwan-Dollar (670 Mio. Euro).
Politik/Wirtschaft/Energie/Unternehmen/Messe
Von Benjamin O'Daniel, Gunnar Sohn veröffentlicht am 31/01/2012 - Keine Kommentare
IT-Sicherheit und Smart Grid gehören zu den Top-10-Trends des Jahres 2012, wie eine aktuelle Umfrage des Branchenverbandes BITKOM belegt. Was vielen jedoch noch nicht klar ist: Die beiden Trends sind im Grunde ein einziger – zusammengefasst unter dem Schlagwort Smart Grid Security. „Das intelligente Energienetz braucht ein Sicherheitskonzept. Sonst ist alles im Eimer, bevor es überhaupt entstanden ist“, sagt die Stuttgarter IT-Expertin Martina Dietschmann. Auf der E-World, die Anfang Februar in Essen stattfindet, könnte dies zum zentralen Thema werden. Bei der Umfrage des BITKOM belegt IT-Sicherheit Platz 3 und das Thema Smart Grid/E-Energy Platz 9. Das Thema Smart Grid ist erstmals in den Top 10 vertreten, IT-Sicherheit hat im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent zugelegt. „Wir spüren die Verunsicherung der Energiewirtschaft beim Smart Grid. Die meisten Sorgen beziehen sich auf mögliche Ausfälle und auf Sicherheitslöcher. Beide Bedrohungsszenarien entstehen durch die vielen verschiedenen Komponenten, aus denen das Smart Grid entsteht“, sagt Dietschmann vom Netzwerkunternehmen Nash Technologies
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 30/01/2012 - Keine Kommentare
Internet-Surfer, die während ihren Netzkapaden bei einem Google-Dienst angemeldet sind, können bei den Google-Anzeigenvorgaben einen Einblick erhalten, welches Bild sich der Suchmaschinen-Konzern von ihnen macht. Hier steht, welche Rückschlüsse Google vom Surfverhalten auf Interessen und demografische Daten zieht. "Was Google genau weiß, kann niemand sagen. Es reichen aber schon wenige Informationen, um Personen recht genau einordnen zu können. Google sammelt sehr detaillierte Daten, um verhaltensbezogene Werbung schalten zu können", sagt Datenschutzexperte Rainer Knyrim.
Wirtschaft/Industries/Service-Ökonomie/Wissen/Internet/Bildung
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 30/01/2012 - Keine Kommentare

Seit Ewigkeiten ist es amtlich und wird auch von den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes bestätigt: Deutschland ist eine Service-Ökonomie. 69 Prozent der nominalen gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung kommt aus dem Dienstleistungssektor. Das schreibe ich in meiner Kolumne für das Debattenmagazin „The European“. „Ja aber“ blöken in schöner Regelmäßigkeit die liebwertesten Gichtlinge des Industrielobbyismus. Was ist mit der Autoindustrie, mit dem Maschinenbau und dem verarbeitenden Gewerbe? „Auch Apple wäre nichts ohne Produkte“. Richtig. Es ist idiotisch, dass als Gegenargument ins Feld zu führen. Schaut auf Eure Arbeitsplätze in der industriellen Fertigung und ich sage Euch, dass wir keine Industrienation mehr sind. Forschung, Entwicklung, Veredelung, Montage, Vertrieb, After Sales, Logistik und vieles mehr sind Dienstleistungen, die rund um die ins Ausland verlagerte Produktion noch im eigenen Land stattfindet. Selbst unsere Exportrekorde, die wir jedes erzielen, stärken nur minimal die heimische Industrieproduktion. Darauf hat Udo Nadolski vom Düsseldorfer IT-Beratungshaus Harvey Nash hingewiesen. „Das Verhältnis zwischen in den Exporten enthaltener inländischer Bruttowertschöpfung und importierten Vorleistungen hat sich stark zu Gunsten des Auslandes verschoben. Die Fertigungstiefe in Deutschland nimmt extrem ab.“ Selbst wenn wir uns konsequent als Service- oder Dienstleistungsökonomie definieren, reicht das nicht mehr aus.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Dieter N. Unrath veröffentlicht am 27/01/2012 - Keine Kommentare
Die veralteten IT-Systeme der Versicherungswirtschaft halten den neuesten Entwicklungen innerhalb der Branche nicht stand, wie eine Studie der Beratungsgesellschaft Steria Mummert ISS zeigt. "Für viele Versicherungsunternehmen ist die Umstellung ihrer IT-Systeme sehr komplex", meint Mathias Petsch, Referent am Fachgebiet Wirtschaftsinformatik für Dienstleistungen der TU Ilmenau.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Kommunikation/Call Center
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 27/01/2012 - Keine Kommentare

Einige Führungskräfte und Meinungsbildner der Wirtschaft gebärden sich wie der Frosch aus dem von FDP-Chef Philipp Rösler holprig vorgetragenen Schockstarre-Gleichnis: Wenn also der FDP-Frosch in heißes Wasser hüpft, springt er sofort wieder heraus. Setzt man die liberale Amphibie in kaltes Wasser und erhöht langsam die Temperatur, bleibt sie regungslos sitzen und endet als Froschschenkel auf dem Mittagsteller oder verfehlt die Fünfprozent-Hürde bei der nächsten Bundestagswahl. Das schreibt Gunnar Sohn in seiner heutigen Service Insiders-Kolumne. Die auch von Managern gerne vorgetragene Weisheit ist zwar biologischer Mumpitz, beschreibt aber sehr gut das defensive Denken von klassischen Dienstleistern im Umgang mit den digitalen Umwälzungen. Da verkündet doch ein Call Center-Fanboy, dass es nicht notwendig sei, sich an den Prinzipien der Einfachheit und nützlichen Diensten von Apple zu orientieren: „Zum einen ist das Call Center-Business alles andere als einfach und zum anderen ist der Aktionshintergrund ein völlig anderer.“
Unternehmen/Finanzen/Kultur/Lifestyle
Von Dieter N. Unrath veröffentlicht am 26/01/2012 - Keine Kommentare
Der Frauen-Anteil in den sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) liegt bundesweit bei unter 20 Prozent. "Damit gehört Deutschland zu den Schlusslichtern in Europa", sagt Eva Schlenker vom Institut für Wirtschaftswissenschaften der Universität Hohenheim, im Gespräch mit pressetext. Woran das liegt, untersucht der Lehrstuhl für Statistik und Ökonometrie von Gerhard Wagenhals.
Wirtschaft/Unternehmen/Mittelstand/IT/Marketing/Kommunikation
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/01/2012 - Keine Kommentare

Haufe-Lexware-Geschäftsführer Jörg Frey kritisiert die techniklastige Litanei in der IT-Branche. „Mit einer Riesenliste von Aufzählungen über die Anwendungsmöglichkeiten des Systems geht man im Marketing an den Bedürfnissen der potenziellen Käufer vorbei.“ Das gelte vor allem bei der Ansprache des Mittelstandes. Viele Firmen würden zu sehr die eigene Produktentwicklung bei den Botschaften einbeziehen und nur eine Flut von technischen Details in den Vordergrund stellen. „Das ist verständlich, weil man es hier mit Technikern zu tun hat. Auf der anderen Seite bei den Käufern sitzen aber häufig Nicht-Techniker, die mit den vielen Informationen nichts anfangen können. Man muss sich also mehr mit der Frage beschäftigen, warum ein Produkt wirklich gekauft wird. Kunden haben in der Regel ein Problem und suchen nach einer Lösung. Die Kluft muss man überbrücken“, empfiehlt Frey. „Einen Metzgermeister, einen Handwerksbetrieb oder Pizzabäcker interessiert überhaupt nicht, was unter der Haube steckt. Dieser Klientel muss man mit einer einfachen und klaren Sprache die wichtigsten Dinge einer IT-Anwendung vermitteln. Wenn ich einfach und glaubwürdig nach außen kommuniziere, muss das Produkt halten, was ich verspreche und es muss einfach zu bedienen sein“, so das Credo von Frey.
Medien/Kommunikation/Produkte/Innovationen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 25/01/2012 - Keine Kommentare
Seit Montagnachmittag können österreichische Studenten die Entstehung des weltweit ersten Facebook Romans "Zwirbler" in Echtzeit auf Bildschirmen an ihren Hochschulen verfolgen. Die Zuseher können die Handlung mithilfe von Postings beeinflussen. "Ich habe dem UniScreen-Geschäftsführer, mit dem ich befreundet bin, vorgeschlagen, Zwirbler zu übertragen. Studenten haben immer schon wertvollen Input geliefert. Durch die Übertragung erhoffe ich mir verstärkte Mitarbeit", sagt Zwirbler-Autor "tg", alias Gergely Teglasy.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 24/01/2012 - Keine Kommentare
Als Reaktion auf die Änderungen, die Google mit der Bevorzugung von Google+Inhalten an der US-Suche vorgenommen hat, haben Facebook, Twitter und Myspace eine Software entwickelt, die es ermöglicht, die unverfälschte Suche wiederherzustellen. Das add-on wird unter dem Namen "Don't be evil" vertrieben, was einen Seitenhieb auf das inoffizielle Firmenmotto von Google darstellt. Das Browser-Programm zeigt das ganze Ausmaß der Änderungen, die Google vorgenommen hat, wie US-Medien berichten. "Google nutzt seine Vormachtstellung, um das etwas ins Stocken geratene Google+ zu pushen. Das halte ich zwar nicht für richtig, aber es ist legitim. Die Konkurrenz muss darauf reagieren. Dass die Aktion einen großen Aufschrei bewirkt, glaube ich aber nicht", sagt Günter Jaritz von Social Media Consulting.
Medien/Kommunikation/Produkte/Innovationen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 23/01/2012 - Keine Kommentare
Der US-amerikanische Autor Jon Evans kritisiert seit Jahren die mangelnde Flexibilität der Buchverlage. Das gängige Geschäftsmodell hält er für obsolet. Günstige E-Books sind für Evans ebenfalls nur eine Zwischenlösung. Seiner Meinung nach werden Bücher in Zukunft erst nach dem Konsum bezahlt. Den angemessenen Preis sollen die Leser selber festlegen können. Um zu zeigen, dass er es ernst meint, testet Evans dieses Modell an zwei seiner eigenen Bücher. "Die Verlage setzen stark auf antiquierte Modelle und können mit der technologischen Entwicklung nicht mithalten. Das gilt verstärkt für Mitteleuropa. Momentan werden Alternativen getestet. 'Bezahlen Sie was Sie wollen' könnte ein System für die Zukunft sein, ich glaube aber eher an ein iTunes-ähnliches Konstrukt", sagt Marketing-Expertin Anne Schüller.
Computer/Telekommunikation/Forschung/Technologie
Von Georg Pichler veröffentlicht am 20/01/2012 - Keine Kommentare
Arman Ahnood, Forscher am London Centre for Nanotechnology arbeitet an einer neuen Energiequelle für mobile Endgeräte. Über Photovoltaik-Module hinter dem Display könnten sich Smartphones und andere Gadgets zukünftig, zumindest teilweise, über das von ihnen abgegebene Restlicht speisen. Auf einem Treffen der Materials Research Society hat Ahnood seine Vision des selbstversorgenden Telefons vorgestellt.
Medien/Kommunikation/Politik/Recht
Von Markus Keßler veröffentlicht am 19/01/2012 - Keine Kommentare
Unter dem Motto "Bild für alle" will die deutsche Bouleverd-Zeitung "Bild" zu ihrem 60. Geburtstag im Juni sämtliche 41 Mio. deutschen Haushalte mit einer Gratis-Ausgabe beliefern. Auch Werbeverweigerer sollen ein Exemplar erhalten, heißt es explizit in einer Werbebroschüre des Blattes. Werbeeinschaltungen für die Jubiläumsausgabe werden zu sehr hohen Preisen verkauft. "Aus Markensicht ist das problematisch. Es gibt sicher einen Anteil von Konsumenten, die eine Zwangsbeglückung ablehnen. An einen nachhaltigen Imageschaden glaube ich bei einer einmaligen Aktion aber nicht", sagt Oliver Schmitt, Chef der Agentur viennabrand, gegenüber pressetext.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/CIOs/Management
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 19/01/2012 - Keine Kommentare
Ab sofort können CIOs und IT-Führungskräfte wieder an der internationalen CIO-Online-Umfrage des IT-Beratungshauses Harvey Nash unter folgendem Link bis Ende Februar teilnehmen. „Seit 13 Jahren führen wir die Befragung durch. Sie gilt als wichtiger Indikator für Strategien und Denkweisen von IT-Führungskräften in den USA, Europa und Deutschland. In diesem Jahr geht es neben den Standardfragen auch um die Einbettung und Bedeutung von sozialen Netzwerken in Unternehmen, Einsatz der IT in neuen Geschäftsfeldern wie E-Commerce oder Marketing, um das Zusammenspiel von CIOs und IT-Führungskräften mit dem Vorstandschef und um die Frage, warum die IT immer noch eine Domäne der Männer ist“, so Udo Nadolski, Geschäftsführer von Harvey Nash Deutschland.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Datenschutz
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 18/01/2012 - Keine Kommentare

Technokraten und Kulturpessimisten neigen scheinbar zu Pauschalisierungen. Sie sehen die Gesellschaft eher in Aggregatzuständen und Menschen als amorphe und leicht steuerbare Masse. Das gilt für die Adepten der Online-Marketing-One-to-One-Personalisierungs-Matchmaking-Zielgruppen-Gedöns-Propaganda und auch für die Alarmisten des Datenschutzes, die vor dem Ausverkauf meiner Privatsphäre warnen und mich schützen wollen – obwohl ich ihnen dafür das Mandat gar nicht erteilt habe. Zudem sehen sie mich als dummen User, der sich mit irgendwelchen geheimen Methoden aufs Glatteis führen lässt. Datenschutz-Deichgraf Thilo Weichert meint sogar, dass ich doof sei, weil ich Dienste von Google und Facebook nutzen würde. Vielleicht bin ich ja auch doof, aber Weichert muss nicht unbedingt schlau sein. Beide Gruppen – also die Kulturpessimisten und die Technokraten – sind Opfer ihres ideologischen Weltbildes. Sie verkünden Gewissheiten, die sich in Wirklichkeit als Schimäre herausstellen.
Politik/Recht/Computer/Telekommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 18/01/2012 - Keine Kommentare
Im Rahmen einer Vortragsreihe der Österreichischen Computergesellschaft haben am Dienstagabend Experten in Wien die Beziehungen zwischen Facebook, seinen Usern und Staaten analysiert. Die Redner waren sich einig, dass Facebook einiges ändern muss, um künftige Konflikte zu vermeiden. "Es geht um Transparenz und Kontrolle. Es muss möglich sein, dass Nutzer den Internet-Angeboten von Konzernen trauen können", sagt Max Schrems, einer der Studenten, die Facebook nach langwierigen Briefwechseln zur Herausgabe ihrer Datensätze bewegen konnten und Klagen gegen das soziale Netzwerk eingebracht haben.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 17/01/2012 - Keine Kommentare
Seit dem 12. Dezember 2011 werden Postings von US-amerikanischen Facebook-Usern automatisch nach politischen Kommentaren durchsucht. Ein Algorithmus zählt die Häufigkeit von Nennungen einzelner Politiker und beurteilt, ob es sich um positive oder negative Aussagen handelt. Die Daten werden anonymisiert an das Politik-Nachrichten-Portal Politico weitergeleitet. Dort werden die Statistiken zur Erstellung von Meinungsbarometern für die Präsidentschaftswahlen 2012 verwendet. "Das ist eine nette Spielerei. Repräsentative Ergebnisse erhalten die Meinungsforscher auf diese Weise aber nicht", sagt Philipp Ikrath von tfactory gegenüber pressetext.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Service/Social Media
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 17/01/2012 - Keine Kommentare

Der Einfluss des Web 2.0 auf die Zukunft der Service-Ökonomie wird seit Wochen kontrovers innerhalb der Servicebranche diskutiert. Viele Experten prophezeien bereits den schleichenden Untergang der Call Center, weil das „Mitmach-Web“ die Service-Selbstbedienung vorantreibt. Verbände, Betreiber und Berater hingegen halten an der klassischen Service-Ökonomie fest und erwarten weiteres Wachstum für die Branche. ITyX, Anbieter für semantische Automatisierungslösungen im Call Center, hat einen interaktiven Fahrplan veröffentlicht, der von A wie „Auto Response“ bis Z wie „Zentrales Wissensmanagement“ eine Reihe neuer Aspekte veranschaulicht und vorstellt, die das Call Center 2.0 der Zukunft ausmachen.
Computer/Telekommunikation/Politik/Recht
Von Georg Eckelsberger veröffentlicht am 16/01/2012 - Keine Kommentare
Das Weiße Haus hat sich öffentlich kritisch zu zwei Gesetzesvorschläge geäußert, die künftig den Umgang mit Internetpiraterie regeln sollen, berichtet die New York Times. Für Gegenwehr sorgt vor allem der Vorschlag, dass Internetprovider den Zugang zu Webseiten mit illegalen Inhalten sperren sollen. "Online-Piraterie ist ein Problem, dass die amerikanische Wirtschaft und Arbeitsplätze für den Mittelstand gefährdert und einigen der kreativsten und innovativsten Unternehmen des Landes schadet", so eine Aussendung des Weißen Hauses.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Markus Steiner veröffentlicht am 13/01/2012 - Keine Kommentare
Videotelefoniedienste wie Skype haben das simple Telefonat in ein multimediales Kommunikationserlebnis verwandelt. Wie vielseitig das Potenzial dieser Technologie ist, zeigt ein Blick in die USA, wo sich bereits ein neuer Trend abzeichnet: Videochat-Programme werden dort zunehmend für die Abhaltung von Musikunterrichtsstunden genutzt. Trotz der offensichtlichen Vorteile sieht man diese Entwicklung hierzulande eher skeptisch. "Ein echter persönlicher Musikunterricht lässt sich auf diese Weise nicht ersetzen", so etwa Felix Bamert vom Verband Musikschulen Schweiz (VMS) gegenüber pressetext.
Medien/Kommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 12/01/2012 - Keine Kommentare
Laut US-Medien wird Apple am 19. Januar in New York seinen Einstieg in das Geschäft mit digitalen Lehrbüchern verkünden. Der Handel mit Unterrichtsmaterialien unterscheidet sich in einigen Punkten von den Märkten, auf denen Apple bereits reüssiert. "Um E-Books für Bildungszwecke einzusetzen, muss es ein Gesamtkonzept geben. Apple ist aber auf schnelle Erfolge angewiesen. Bei deutschen Lehrbuchverlagen ist die große E-Book-Euphorie bereits verflogen", sagt Michael Kernstock, Obmann des Fachverbands für Buch- und Medienwirtschaft der Österreichischen Wirtschaftskammer, gegenüber pressetext.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet/Service
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/01/2012 - Keine Kommentare

Fast neun von zehn Verbrauchern sind nach einer Studie von Verint bereit, Unternehmen Feedback zu geben, wenn sie mit dem Service nicht zufrieden war. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) von ihnen geht allerdings davon aus, dass ihre Rückmeldung nicht wahrgenommen wird oder dem Anbieter gleichgültig ist. Die Studie basiert auf zwei parallel durchgeführten Umfragen. Eine wurde unter Verbrauchern aus Deutschland und eine unter Führungskräften aus dem Service Management und aus Call Centern in Deutschland und der Schweiz durchgeführt. Die Auswertung zeigt, dass Verbraucher sich gerne über den Service eines Unternehmens auf sozialen Medien austauschen, sowohl über positive als auch über negative Erfahrungen. Darüber hinaus nutzen sie diese Plattformen, um Hersteller zum Handeln zu bewegen.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/01/2012 - 2 Kommentar(e)

„Netzaktivisten und Programmierer wollen sicheres soziales Netzwerken ermöglichen. Das Projekt Social Swarm versteht sich als Meta-Infrastruktur zur Nutzung verschiedener Plattformen mit verschlüsselter Kommunikation“, berichtet Christiane Schulzki-Haddouti in einem Hyperland-Beitrag unter dem Titel „Social Swarm: Sicher im sozialen Netzwerk“. Rena Tangens vom Verein foebud, der jährlich den Antipreis Big Brother Awards verleiht, hält sich deshalb bis heute von Facebook fern: Zu viele Punkte würden ihrer Meinung nach dagegen sprechen.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Markus Steiner veröffentlicht am 11/01/2012 - Keine Kommentare
Die technologische Entwicklung im Home-Entertainment-Sektor hat dazu geführt, dass digitale Inhalte aus Online-Videotheken und Streamingportalen zunehmend vom Web auch auf den TV-Bildschirm wandern. Dem rasanten technischen Fortschritt, der Internet und TV immer weiter zusammenwachsen lässt, steht allerdings ein regelrechter Stillstand im Bereich der Publikumsforschung gegenüber. "Die veralteten Methoden, mit denen das Nutzungsverhalten der User erfasst wird, sind lächerlich und beschämend für die gesamte Branche", so Bruce Rosenblum, Präsident der TV Group bei Warner Bros..
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 10/01/2012 - Keine Kommentare
Ein US-Gericht hat entschieden, dass Marketing-Firmen keine Massenklagen gegen Googles "parked domains"- und "errors"-Programme anstreben können. Eine Reihe von Unternehmen hatte 2008 Klagen eingereicht, weil Google die Werbung ihrer Kunden auf Seiten geschaltet hat, die normalerweise nur per Zufall besucht werden. Das Gericht hat jetzt entschieden, dass die Marketingfirmen nur einzeln auf Schadenersatz klagen dürfen. "Der Schaden für ein Unternehmen hält sich in Grenzen, solange die Seite, auf der Werbung geschaltet wird, keine imageschädlichen Inhalte beherbergt. Google-Kunden können außerdem einstellen, wo Werbung geschaltet werden soll", sagt high.one-Marketing-Geschäftsführer Jürgen Vogl gegenüber pressetext.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 09/01/2012 - Keine Kommentare
In den USA haben die Online-Musikkäufe 2011 erstmals die physikalischen Tonträger-Anschaffungen überholt. Downloads waren laut einer Erhebung durch Nielsen und Billboard im abgelaufenen Jahr das bevorzugte Liefermedium für 50,3 Prozent aller US-Musikverkäufe. Auch in Europa gibt es diesen Trend. "In Europa ist der Anteil physikalischer Tonträger höhe. In Österreich beispielsweise beträgt der Online-Anteil erst 20 Prozent. Die Tendenz geht aber auch hier in Richtung Download und Streaming", sagt Thomas Böhm, Sprecher des Verbandes der Österreichischen Musikwirtschaft, gegenüber pressetext.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Telekommunikation/Call Center
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/01/2012 - 2 Kommentar(e)

hochlöblicher Hotline-Redakteur Alexander Jünger, ich finde es äußerst verdienstvoll, dem Trend zur Verzichtbarkeit von telefonischen Diensten etwas entgegenzusetzen. Deiner Verteidigungsschrift fehlt es nur ein wenig an Substanz und Esprit. Es sind doch keine Apple-Jünger, die eine Austrocknung des Call Center-Ozeans vorhersagen, sondern durchaus streitbare Geister, die etwas von der Telefonisten-Branche verstehen. Etwa der Telemarketing-Pionier Günter Greff. „Was wir in den vergangenen Jahren erlebt haben, waren nur die Vorboten. Verantwortlich für die tektonischen Verschiebungen sind nicht nur die sozialen Netze, wie man denken könnte. Shopping im Internet ist heute oft schon ‚kundenorientierter‘ als der Anruf in einem Call Center, ja, oft sogar kundenfreundlicher als der Besuch in einem Einkaufszentrum oder einem Fachgeschäft. Den aktuellen Fahrplan der Deutschen Bahn, einschließlich Verspätungen, erfahre ich mit einer App wesentlich schneller, als durch einen Anruf im Servicecenter.“
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Telekommunikation/Call Center
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 06/01/2012 - Keine Kommentare

Obwohl die Apps und das Social Media-Angebot der deutschen Firmen noch hundsmiserabel sind, schließe ich mich der Prognose des Call Center-Papstes Günter Greff in meiner heutigen Service Insiders-Kolumne an: Die Kommunikation mit Kunden wird sich in diesem Jahr drastisch verändern, prognostiziert Greff, der den Beraterbrief Call Center Experts herausgibt: „Was wir in den vergangenen Jahren erlebt haben, waren nur die Vorboten. Verantwortlich für die tektonischen Verschiebungen sind nicht nur die sozialen Netze, wie man denken könnte. Shopping im Internet ist heute oft schon ‚kundenorientierter‘ als der Anruf in einem Call Center, ja, oft sogar kundenfreundlicher als der Besuch in einem Einkaufszentrum oder einem Fachgeschäft. Den aktuellen Fahrplan der Deutschen Bahn, einschließlich Verspätungen, erfahre ich mit einer App wesentlich schneller, als durch einen Anruf im Servicecenter.“
Forschung/Technologie/Medien/Kommunikation
Von Oranus Mahmoodi veröffentlicht am 06/01/2012 - Keine Kommentare
Seit der Entwicklung des Computers 1950 gibt es eine Sinnverschiebung, sagt Erich Hörl, Medienphilosoph an der Ruhr-Universität Bochum, in einem pressetext-Interview. Der Wissenschaftler hat ein Buch herausgegeben: "Die technologische Bedingung - Beiträge zur Beschreibung der technischen Welt". Die Autoren deuten die gegenwärtige technologische Umwelt neu und fordern eine Korrektur der gedanklichen Grundlagen. Das Denken solle der heutigen und zukünftigen Technizität gerecht werden. Die technische Entwicklung wirke sich darauf aus, wie Menschen die Welt wahrnehmen. Maschinen seien nicht mehr nur Werkzeuge des Menschen. Durch die Computerisierung verliere der Mensch seine Handlungsmacht. Maschinen werden selbst zu Akteuren, behaupten die Autoren.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Oranus Mahmoodi veröffentlicht am 05/01/2012 - Keine Kommentare
Drei Viertel der deutschen Banken fürchten, dass durch mobiles Arbeiten Datenlecks entstehen könnten. Ob es die Datenablage auf Tablet-Geräten ist, oder der E-Mail- und Faxversand von fremden Geräten - durch unvorsichtigen Umgang mit brisanten Daten, könnten diese in die falschen Hände kommen. 70 Prozent der Branchenentscheider stufen die Datenablage auf Smartphones oder das Lauschen durch unbemerkte Zuhörer bei Telefonkonferenzen als sicherheitskritisch ein. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie zur IT-Sicherheit in Deutschland von Steria Mummert Consulting. "Banken sind im Branchenvergleich in der Regel gut aufgestellt, wenn es um Informationssicherheit geht", sagt Wolfram Funk, IT-Sicherheitsexperte bei Steria Mummert.
Medien/Kommunikation/Handel/Dienstleistungen
Von Jana Seywald veröffentlicht am 05/01/2012 - Keine Kommentare
Platz eins der meistzitierten Medien Deutschlands geht an das Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel, wie eine Auswertung von PMW Presse-Monitor zeigt. Der Informationsdienst hat die Top 30 der am häufigsten zitierten Meinungsführermedien veröffentlicht. Tag ein Tag aus werden Artikel von diversen Medien verwendet. Im vergangenen Jahr war Der Spiegel die beliebteste Zitiervorlage mit 2.855 Zitaten, gefolgt von der Bildzeitung mit 2.453 Zitaten. Unter den Tageszeitungen ist die Bild somit auf Platz eins.
Verhalten/Psychologie/Medien/Informationen/Manipulation
Von Wolf Erhardt veröffentlicht am 05/01/2012 - Keine Kommentare
Ihr Arbeitsplatz ist nicht gefährdet. Sie engagieren sich natürlich in politischen Foren und Debattierklubs, um halbwegs informierte Wahlentscheidungen zu treffen. Ihre Ehe ist nicht in der Krise und Ihre Kindererziehung läuft prima. Ihr Freundeskreis ist groß und interessant. Sie konsumieren selbstredend auch nur im Rahmen Ihres monatlichen Budgets. Frustkäufe unterlaufen Ihnen nicht. Falls das so ist: Herzlichen Glückwunsch. Sie haben ihr Leben im Griff, - verarbeiten und bewerten sämtliche Informationen korrekt. Beschleicht sie aber das Gefühl, das sich die Wirklichkeit langsam zur Kakofonie einer Pekingoper entwickelt , die Sie aber leider nur durch das Guckloch einer Peepshow betrachten können,dann sollten Sie unbedingt Weiterlesen. Was führt dazu, dass Sie manchmal das Terrain mit der Landkarte verwechseln ? Sich falsch entscheiden und Entscheidungen treffen, die sie besser unterlassen hätten ?
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 04/01/2012 - Keine Kommentare
Hashtags, mit deren Hilfe Twitter-Einträge zugeordnet werden, sind mittlerweile Teil der "Leitkultur" geworden. Die Sortierhilfen werden sogar schon außerhalb ihres natürlichen Habitats verwendet. Selbst die gesprochene Sprache ist vor den Kurzverweisen nicht mehr sicher, wie die Huffington Post berichtet. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat solche Entwicklungen kürzlich kritisiert. Der Vorsitzende, Hans Zehetmair, sieht gar die deutsche Sprache bedroht, wenn Kinder nicht mehr in ganzen Sätzen kommunizieren.
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Sprachsteuerung/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/01/2012 - Keine Kommentare

Der schleichende Niedergang der Fachkonferenz Voice Days dokumentierte recht eindrücklich die Schwächen der Call Center-Branche, auf innovative Self Service-Systeme zu setzen und wirklich pfiffige Sprachcomputer entwickeln zu lassen und einzusetzen. In den vergangenen Jahren konnten sich innovative Dienste nicht durchsetzen und die Software-Schmieden mussten sich mit Kleinkram herumschlagen. Es ist wohl kein Zufall, dass der KI-Forscher Professor Wolfgang Wahlster auf der letzten Voice Days-Pressekonferenz (danach wurde die Veranstaltung beerdigt) ein niederschmetterndes Resümee vortrug: „Rund die Hälfte der Systeme hat mittlerweile zehn bis fünfzehn Jahre auf dem Buckel. Hier gibt es einen extremen Investitionsstau. Diese Technologien verkümmern und sollten lieber abgeschaltet werden. Auch Mitarbeiter im Call Center müssen ständig geschult werden. Gleiches gilt für Sprachcomputer“, sagte Wahlster. Leider komme das Thema Self Service in vielen Firmen nicht in den Top-Etagen an. Folgeinvestitionen in smarte Dialogsystemen würden daher ausbleiben. An den dummen und alten Systemen leide die gesamte Branche. Der völlige Verzicht auf moderne Sprachsysteme, wie er in Werbefilmen proklamiert wird, sei allerdings ein Schuss in den Ofen. „Bei der Auslegung des Bürgertelefons 115 wurde Sprachtechnologie völlig ausgeblendet. Das kann nicht funktionieren. Es gibt nicht den allwissenden und jederzeit verfügbaren Mitarbeiter im Call Center.“
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 03/01/2012 - Keine Kommentare
Die Firma PhoneDog Media hat ihren ehemaligen Mitarbeiter Noah Kravitz auf 260.000 Euro verklagt. Das Unternehmen betrachtet die Twitter-Follower, die Kravitz bei seinem Arbeitsplatz-Wechsel mitgenommen hat, nämlich als Kunden-Datenbank. Für jeden der 17.000 Follower fordert PhoneDog 2,50 Dollar pro Monat - und das rückwirkend für die vergangenen acht Monate. Der Fall wird als künftige Referenz für den Umgang mit beruflich geführten Social-Media-Accounts dienen.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Jana Seywald veröffentlicht am 02/01/2012 - Keine Kommentare
Die Altersspanne der Internet-User wird von Jahr zu Jahr größer. Nutzer werden jünger, aber auch älter. Vor allem in der Generation 50 plus ist das Internet als Freundschafts-Netzwerk sehr beliebt. Das hat eine neue Studie im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM ergeben. Menschen verlieren sich aus den Augen. War es früher schwer den Kontakt zu halten, ist es heute eine Leichtigkeit, Personen per Internet ausfindig zu machen. Gerade die ältere Generation benutzt Seiten wie Stayfriends und Wer-kennt-wen, um beispielsweise alte Schulfreunde zu kontaktieren oder mit diesen in Verbindung zu bleiben.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 29/12/2011 - Keine Kommentare
Die wichtigsten Themen des Jahres 2011 haben sich wie schon in den vergangenen Jahren im Umfeld von sozialen Medien und mobilem Internet abgespielt. Auch andere Dauerbrenner-Themen wie Datenschutz, Piraterie und Meinungsfreiheit im Internet haben 2011 nichts von ihrer Aktualität verloren. Die Folgen der technologischen Revolution, die das Internet ausgelöst hat, beschäftigen die Medienbranche ebenfalls noch in vielen Bereichen. Die Zeitungsbranche beispielsweise sieht den Veränderungen zunehmend gelassen entgegen. Die Buchindustrie hingegen steht gerade erst am Anfang eines großen Umbruchs. Im Zentrum der Veränderungen in der Medienwelt stehen momentan die mobilen Anwendungen, die sich im vergangenen Jahr rasend schnell verbreitet haben.
Wirtschaft/Internet/IT/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 28/12/2011 - Keine Kommentare

Für einen Rückblick auf das Jahr 2012 ist es vielleicht noch etwas früh. Doch eine Zukunftsprognose, die bei W&V Online erschienen ist, dürfte sich schon jetzt als Flop des neuen Jahres erweisen. Sie stammt aus der Feder des Beraters Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach. Er hat Thesen über Zielgruppen, Social Media, Daten, Social Commerce losgelassen und geht davon aus, dass der App-Boom endet – letzteres hat noch gar nicht richtig angefangen, so der Fachdienst Service Insiders in einer Vorabmeldung. So glaubt der Theologe, dass wir aufhören, noch von Social Media zu reden und das in einem Land, das zu den weltweit führenden Social Media-Verweigerern zählt: Sein Antipode Mirko Lange von der Agentur Talkabout ist da ganz anderer Ansicht: „Wolfgang hat offensichtlich nicht(s) etwas nicht verstanden. Vielleicht hat er auch richtig verstanden und stellt sich nur clever im Markt auf. Er schaut nämlich komplett aus der Sicht der Unternehmen - und ‚zielt‘. Und er macht die ‚Beute‘ aus und reduziert sie damit zum Objekt. Ich glaube wirklich, dass Wolfgang die Welt so sieht, deswegen kann man es ihm auch nicht übel nehmen. Aber er sieht eben nur einen kleinen Ausschnitt.
Medien/Kommunikation/Handel/Dienstleistungen
Von Johannes Pernsteiner veröffentlicht am 28/12/2011 - Keine Kommentare
Online-Shopping nutzt hierzulande noch kaum das Potenzial, das in ihm steckt. In anderen Ländern, allen voran China und die USA, ist das Kaufen im Web schon deutlich weiter entwickelt als in Deutschland, zeigen Experten der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Ihre Befragung unter 7.000 Online-Käufern in sieben Ländern offenbart, dass das Internet zwar die Bedeutung des stationären Handels verändert, ihn dadurch jedoch nicht überflüssig machen wird.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 27/12/2011 - Keine Kommentare

Das ohnehin flotte Tech-Karussell legte auch 2011 wieder einen Zahn zu. Apple, das mittlerweile wertvollste Unternehmen der Welt, erwies sich einmal mehr als Trendsetter und König der Schlagzeilen. Die Konkurrenz rückte jedoch auf und attackiert das Imperium des Konzerns aus Cupertino von allen Seiten. Während Webriese Google Android für den Krieg um die Tablet-Vorherrschaft gebracht hat, droht von Amazon ein ernsthafter Konkurrent für das iTunes-Ökosystem zu erwachsen. Die zunehmende Verbreitung mobiler Elektronik entfaltet nun auch ihr negatives Potenzial, denn mobile Malware florierte dieses Jahr. Auch das Thema Nachhaltigkeit begleitete die Technikwelt.
Computer/Telekommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 23/12/2011 - Keine Kommentare
Jedes Jahr zu Weihnachten flattern vermehrt Spendenaufrufe in christliche Häuser. Viele Organisationen nutzen mittlerweile auch das Netz, um Menschen zu einer milden Gabe zu überreden. Daran verdienen teilweise auch Online-Vermittler, die hohe Provisionen erhalten. Auch unseriöse Anfragen sind im Netz haufenweise zu finden. "Der Anteil an unseriösen Angeboten ist im Internet nicht höher als bei den klassischen Spendenaufrufen. Betrüger nutzen alle verfügbaren Kanäle", sagt Stefan Loipfinger von CharityWatch.de gegenüber pressetext.
Politik/Umwelt/Recycling/Kreislaufwirtschaftsgesetz
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 22/12/2011 - Keine Kommentare

Es ist längst nicht ausgemacht, dass die Wertstoffsammlung für Kommunen überhaupt ein lukratives Geschäft ist. Diese schmerzliche Erfahrung muss derzeitig der Zweckverband Abfallwirtschaft in der Region Hannover (aha) machen. Hier passiert sogar das Gegenteil. Die Kosten sind sogar gestiegen. Entsprechend kritisch kommentiert die Hannoversche Allgemeine Zeitung die Position der kommunalen Seite: Was habe man nicht alles in Bewegung gesetzt, um gegen die bösen Pläne der Bundesregierung zu protestieren. Private Anbieter würden kommunalen Unternehmen die Einnahmen wegnehmen, „die Müllgebühren müssten steigen, hat man bei aha stets argumentiert. Und nun stellt sich heraus, dass man ein Minus einfährt. Wie peinlich.“ Kommunen sollten also erst einmal ihre Hausaufgaben erledigen und nicht mit dem Finger auf die private Entsorgungswirtschaft zeigen. Zudem könnte man überdimensionierte Müllverbrennungsanlagen http://www.theeuropean.de/gunnar-sohn/8578-muellgebuehren-in-deutschland dicht machen. Gebietskörperschaften könnten sich zusammenschließen und ihre Kirchturmpolitik in der Abfallwirtschaft beenden.
Unternehmen/Finanzen/Umwelt/Energie
Von Jana Seywald veröffentlicht am 22/12/2011 - Keine Kommentare
Es ist beschlossene Sache: Facebook zieht von Palo Alto nach Menlo Park. Während die einen darin die Chance für neue Arbeitsplätze sehen, fürchten die Bewohner des neuen Firmensitzes zunehmenden Verkehr. Heute, Donnerstag, beziehen Management-Team und Ingenieure von Facebook ihr neues Büro in Menlo Park, etwa fünf Kilometer entfernt vom alten Sitz in Palo Alto. Während sich Facebook auf einen Einstellungsboom von etwa 9.000 neuen Mitarbeitern einrichtet, sind die Anrainer und Politiker beunruhigt was die Verkehrbelastung rund um das Gebiet angeht.
Politik/Gesundheit/Rauchverbot
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 21/12/2011 - Keine Kommentare

Die Ruhrbarone haben die geplante Verbots-Suada der NRW-Landesregierung sehr treffend auf den Punkt gebracht: Radikales Rauchverbot: Rot-Grüne Volkserzieher in NRW beschließen Aus der Kneipenkultur. Der Bonner General Anzeiger titel heute natürlich wieder verharmlosend mit: NRW verbessert den Schutz der Nichtraucher (was heißt denn hier verbessern?). NRW mutiert zum paternalistischen Bayern-Land.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 21/12/2011 - Keine Kommentare
Das Fernsehen im Internet hat einen großen Schritt vorwärts gemacht. Gestern, Dienstag, ließ die NFL verlautbaren, dass der 46. Super Bowl, der am 5. Februar 2012 über die Bühne gehen wird, erstmals live und kostenlos im Internet übertragen wird. Das größte US-TV-Event des Jahres wird auf der Internetplattform des TV-Senders NBC, auf der NFL-Seite und über die NFL-App des Mobilfunkanbieters Verizon zu empfangen sein. Das Angebot ist vorerst nur für US-Bürger vorgesehen. "Wir sehen den Sinn einer zeitgleichen Ausstrahlung im Internet nicht, da wir davon leben, dass Leute ihre TV-Geräte einschalten. Im Nachhinein stellen wir viele Sendungen ins Netz", sagt Cornelia Doma vom österreichischen Super-Bowl-Sender Puls 4.
Wirtschaft/Unternehmen/CIO
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 20/12/2011 - Keine Kommentare

Unabhängig vom täglichen Brot des CIO, den Unternehmensprozessen, machen sich neue Anforderungen bemerkbar, so die Computerwoche. Übereinstimmend berichten IT-Topmanager, dass weder die neuen Endgeräte noch soziale Netzwerke und schon gar nicht Cloud an ihnen spurlos vorübergehen. „Die Integration privater Geräte wie iPhone oder iPad ist Realität, ebenso Social Media", stellt etwa Markus Grimm, CIO beim Tankkarten- und Mautspezialisten DKV Euro Service, fest. Es werde immer mehr Mitarbeiter in Unternehmen geben, die mobil arbeiten und höchst unterschiedliche Endgeräte einsetzen, bestätigt Jürgen Signer, Deutschlandchef von Aastra in Berlin: „Für unsere Lösungen ist es daher unabdingbar, hier eine Integrationsleistung zu bringen. Ein CIO tut sich in Zukunft keinen Gefallen, wenn er versucht, sich auf ganz wenige Standard-Endgeräte zu konzentrieren. Das wird er nicht durchhalten können gegen die Anwender. Es rücken viele junge Mitarbeiter nach, die technologisch das nachfragen, was sie auch privat schon lange nutzen. Ein CIO sollte diese Dienste in seine IT-Infrastruktur einbauen, sonst entstehen Probleme bei der Rekrutierung von neuem Personal.“ Neue Aufgaben, neue Irritationen - was, außer noch mehr Arbeit, hat der CIO davon? Wird ihm sein unermüdlicher Einsatz gelohnt? Wie verändern die neuen Methoden und Verfahren das Selbst- und Fremdbild des CIO? „Um die Herausforderungen der mobilen und sozial vernetzten Welt zu meistern, werden CIOs und Vorstände in Zukunft besondere Führungsqualitäten brauchen, brauchen, prognostizieren die Analysten von PA Consulting und Harvey Nash“, führt die Computerwoche aus.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 20/12/2011 - Keine Kommentare
Wer über ein zweites Telefon verfügt und sein Heim bei längerer Abwesenheit in Sicherheit wissen möchte, kann nun auf ein Tool aus dem iOS-App-Store zurückgreifen. iVigilo Smartcam des niederländischen Entwicklers Naboo verwandelt das eigene iOS-Device in eine mobile, kabellose Überwachungslösung mit verschiedenen Funktionen. Bei Verdacht schlägt das Programm via Twitternachricht oder E-Mail Alarm. Die Überwachungs-App wird in zwei Ausgaben angeboten. Die Standardversion ist kostenlos und beherrscht ausschließlich die Videoübertragung über das Web. Sie kann etwa als durchgehende Überwachungslösung eingesetzt werden, die jedoch nur dann Sinn macht, wenn der Nutzer am anderen Ende der Leitung gerade einen Blick auf sein Zuhause wirft.
Wirtschaft/Unternehmen/Telekommunikation/Informationstechnologie/Dienstleistungen/Internet/Mobilfunk
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 19/12/2011 - Keine Kommentare
Die Telekommunikationsbranche blickt auf ein turbulentes Jahr zurück und das wird sich wohl in den nächsten Jahren nicht ändern, folgt man den Analysen der Unternehmensberatung Booz & Company. „Während Kostensenkungsmaßnahmen in Folge der Wirtschaftskrise viele Akteure weiter beschäftigen, steigen mit der fortschreitenden Digitalisierung die Ansprüche enorm: Geschäftskunden ebenso wie private Nutzer erwarten jederzeit und überall Top-Service und drängen die Betreiber auf Verbesserung der Netzkapazitäten und Netzqualitäten“, so Dr. Roman Friedrich von Booz & Company. Sein Ausblick ins nächste Jahr: Telekom-Anbieter werden sich vom klassischen integrierten hin zu vier unterschiedlichen Typen offener Geschäftsmodelle entwickeln: „Der verlässliche, kosteneffiziente Network Guarantor. Der flexible, integrierte Business Enabler. Der innovative, kundenorientierte Experience Creator. Der umfassende, Synergien ausschöpfende Global Multimarketer.“ Nach Ansicht von Bernd Stahl, Netzwerkspezialist von Nash Technologies in Stuttgart, werde das Szenario etwas anders kommen und sehr viel disruptiver. Als Beispiel nennt er Carrier Grade Voice – also Ausfallsicherheit bei Sprachdiensten: „Das bisherige und konkurrenzlose Kerngeschäft der Telekom-Anbieter wird mehr und mehr via SIP Server auf einem Cloud-Rechenzentrum mit redundantem Internet-Anschluss realisiert, zu günstigeren Kosten und mit attraktiveren Services und Apps. Der Durchbruch ist hier geschafft. Es gibt keinen Grund, weshalb sich dieser gerade begonnene Trend nicht beschleunigen sollte.“
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Georg Pichler veröffentlicht am 19/12/2011 - Keine Kommentare
Software-Designer Steve Isaac hat eine Möglichkeit entwickelt, die Bildschirmtastatur von Apples iPad mit einer haptischen Erfahrung auszustatten. Dabei bedient er sich einer dünnen, flexiblen Silikonmatte namens "TouchFire", die passgenau über dem Bildschirm liegt. Das Projekt war auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter äußerst erfolgreich und steht kurz vor der Marktreife.
Wirtschaft/Beruf/Personal/IT
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 19/12/2011 - Keine Kommentare

Die Marktsituation für IT-Freiberufler hat sich in diesem Jahr gedreht: Nach den Krisenjahren 2008 bis 2010 sind mittlerweile viele Freelancer in der komfortablen Lage, sich ihre Jobs auszusuchen, so die Erfahrung von Mark Hayes vom IT-Personaldienstleister Harvey Nash. „Sehr viele IT-Freiberufler schauen auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die Nachfrage nach Freelancern ist mittlerweile größer als das Angebot.“ Dies sei mittlerweile auch in den Unternehmen angekommen: „Wer gute Leute haben will, der weiß, dass er dafür den Marktpreis zahlen muss“, sagt Hayes.
Literatur/Deutschunterricht/Bonn
Von Constantin Sohn veröffentlicht am 17/12/2011 - Keine Kommentare
Hugo von Hofmannsthal, geboren am 1. Februar 1874 in Wien, gestorben am 15. Juli 1929 in Rodaun bei Wien, Untertan Kaiser Franz Josephs, betrat die Literaten-Szene 1891 mit knapp achtzehn Jahren und wurde fast augenblicklich berühmt. Auf einer Landpartie trug der Primaner den namhaften Schriftstellern Wiens sein erstes Versdrama vor. "Wortlos", so wurde später über den Ausgang dieser Lesung berichtet, "saßen Arthur Schnitzler und die anderen aus der Stadt Gekommenen, Männer der sicheren Feder und anhebende Meister ihres Handwerks, vor dem Knaben, der seine Blätter zusammennahm." - "Wissen, Klarheit, Künstlerschaft", notiert Arthur Schnitzler im März 1891 in seinem Tagebuch, "es ist unerhört in dem Alter." Noch im gleichen Jahr verbreitete sich der Ruhm des Knaben über Wien hinaus. In Kopenhagen staunte Georg Brandes über die Magie dieser Verse, in München machte sich Stefan George reisefertig, um dem „Zwillingsbruder" den Dichterbund anzutragen, und in Berlin überlegte der spätere Dichterfreund Rudolf Borchardt, sein Studium abzubrechen, um einer wie Hofmannsthal zu werden. "Meine ganze Last schien mir abgenommen", schilderte er später den Eindruck, den schon wenige Zeilen des jungen Dichters auf ihn gemacht hatten, und noch nach Jahrzehnten gestand er die "Erschütterung" ein, die ihn seitdem nie wieder verlassen habe.
Wirtschaft/Unternehmen/Telekommunikation/IT/Kundenservice
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/12/2011 - Keine Kommentare

Der Markterfolg der Smartphones wird nach Ansicht des Telekom-Managers Johannes Nünning dazu führen, dass immer mehr Nutzer Apps oder mobile Websites jederzeit und selbstständig nutzen werden ohne direkte Kontaktaufnahme zum Anbieter. „Viele Informationen der Unternehmen werden sich schnell, umfänglich und komfortabel abrufen lassen. Konsequenz für den Kundenkontakt: ein Rückgang der Anzahl an direkten Kontakten“, so Nünning in einem Fachbeitrag für Mobile Zeitgeist. Der Formfaktor von Smartphones im Kundenkontakt werde erhebliche Konsequenzen auf die Art der Kundenkontakte haben, beispielsweise wenn trotz attraktiver Selbstbedienungsmöglichkeiten noch Fragen offen geblieben sind. Denn viele Kunden werden ihre Smartphones ganz einfach auch als „Phone“ wahrnehmen und folglich bei Unternehmen anrufen wollen.
Computer/Telekommunikation/Politik/Recht
Von Markus Keßler veröffentlicht am 16/12/2011 - Keine Kommentare
Die chinesische Regierung hat eine Verschärfung der Kontrolle von sozialen Netzwerken angekündigt. Innerhalb von drei Monaten müssen sich alle Kunden von Services, die in Peking beheimatet sind, mit ihrem richtigen Namen registrieren lassen. In diese Kategorie fällt auch Weibo, das etwa 250 Mio. Nutzer hat. "Dieser Schritt kommt nicht überraschend. Die chinesische Regierung verschärft schon seit Jahresbeginn die Internetkontrolle. Der arabische Frühling hat die Behörden in Alarmbereitschaft versetzt", sagt Barbara Trionfi vom internationalen Presseinstitut im Gespräch mit pressetext.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 15/12/2011 - Keine Kommentare
Google hat zum wiederholten Male Apps aus dem Android-Store entfernt, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Nach dem Hinweis einer Sicherheitsfirma musste der Konzern 27 schädliche Programme aus seinem Angebot entfernen, die von den Usern unbemerkt teure Kurznachrichten verschickt haben. Android kämpft bisher vergeblich gegen das wachsende Aufkommen von Schadsoftware. "Das Problem ist weniger das Betriebssystem selbst, als der Vertriebsweg der Apps. Wer sich nicht auskennt und sich Software aus zwielichtigen Quellen holt, kann schnell einen Schaden davontragen", sagt Stefan Ortloff von den Kaspersky Labs gegenüber pressetext.
Politik/Recht/Medien/Kommunikation
Von Jana Seywald veröffentlicht am 14/12/2011 - Keine Kommentare
Die Diskussion um ein neues Anti-Piraterie-Gesetz in Amerika ruft Wikipedia-Gründer Jimmy Wales auf den Plan. Der Gründer des Online-Lexikons will maximalen Druck auf die US-Regierung ausüben und droht mit kurzfristiger Stilllegung seiner Seite. Kritiker des sogenannten "Stop Online Piracy Act" befürchten, dass Seiten wie Wikipedia durch diesen Gesetzesentwurf ihre Berechtigung verlieren. Provider außerhalb der USA werden durch den Entwurf ebenfalls verpflichtet, Webseiten zu sperren, die das Urheberrecht verletzen. Der US-Senat ist allerdings der Meinung, dass dieses Gesetz notwendig ist, um Urheberrechte im Internet zu schützen. "Der Vorwand dieses Gesetzesentwurfes ist das Urheberrecht, das Ergebnis ist Zensur", meint Arge-Daten-Obmann Hans Zeger im Gespräch mit pressetext.
Unternehmen/Telekommunikation/IT
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 14/12/2011 - Keine Kommentare

Der ITK-Hersteller Aastra bringt zwei weitere SIP-Telefone auf den Markt: das Aastra 6735i und das Aastra 6737i. Beide Telefone verfügen über zwei Gigabit-Ethernet-Ports und können so optimal in breitbandige Unternehmensnetzwerke integriert werden. Verbesserungen bei der Hardware wie dem Telefonhörer, der Freisprecheinrichtung, dem Headsetanschluss und dem Verstärker ermöglichen eine Sprachqualität in HD-Audio. Für zusätzlichen Breitbandklang sorgt die vorinstallierte Software Aastra Hi-Q Audio. Sie steht für die Abkehr des bekannten ISDN-Standardcodecs G.711 hin zum Breitbandcodec G.722. Die Sprache wird dabei so codiert und decodiert, dass sich die Bandbreite bei gleicher Übertragungsbandbreite um mehr als das Doppelte vergrößert. Einmal installiert, verbessert sich der Klang in allen Verbindungen, in denen der Codec G.722 von den Endgeräten der Teilnehmer ausgehandelt wurde. Das Aastra 6737i und das Aastra 6735i haben weitestgehend die gleichen Funktionen, unterscheiden sich aber beispielsweise in der Displaygröße.
Medien/Kommunikation/Unternehmen/Finanzen
Von Johannes Pernsteiner veröffentlicht am 13/12/2011 - Keine Kommentare
Das Handy bietet die mächtigste Plattform für Werbung bisher. Das behaupten Forscher aus den USA und Australien im "Journal of Interactive Marketing". Das Marketing über Apps folgt allerdings ganz neuen Regeln der Kundenkommunikation, die Werbetreibende beachten sollten. So erhöhen laut den Untersuchungen nur jene "gebrandete" Apps das Interesse für Unternehmen und deren Produkte, die dem Kunden genügend Mehrwert bieten.
Politik/Gesellschaft/Gesundheit/Pflege
Von Walter Warnecke veröffentlicht am 12/12/2011 - Keine Kommentare

„Ambulant vor stationär“ ist einer der Eckpunkte aus dem Papier des Bundes-Gesundheitsministers Daniel Bahr zur Umsetzung der Pflegereform. Der Grund für den Schwerpunkt auf ambulanter Pflege in Deutschland ist klar: Durch die alternde Bevölkerung und die steigende Zahl der Pflegebedürftigen steigen auch die Kosten. Nicht geklärt ist, wie die Familien und Pflegenden Angehörigen diese Aufgaben in Zukunft meistern sollen. Der GND e.V. – Generationen Netzwerk für Deutschland – bietet einen Online-Test, damit sich die Menschen überhaupt klar werden, was Pflege zu Hause bedeutet und wie sie sich auf diese Situation vorbereiten können. „Wichtig ist, dass die Angehörigen wissen, was auf sie zukommt“, sagt GND-Vorstand Claudia Rutt, „damit sie dieser verantwortungsvollen und belastenden Aufgabe gewachsen sind.“
Computer/Telekommunikation/Handel/Dienstleistungen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 12/12/2011 - Keine Kommentare
Eine neue Kategorie von Software-Anbietern bereitet den großen Internet-Konzernen Sorgen. Es tauchen vermehrt Programme auf, die nach der Installation die Werbeflächen auf Internetseiten dreist mit eigenen Inseraten überdecken, wie das Wall Street Journal berichtet. Das ist ein Angriff auf das Geschäftsmodell von Firmen wie Yahoo, Facebook oder Google. "Der Konsum von Werbung ist der Preis, den User für die kostenlose Nutzung von Web-Angeboten zahlen. Aus Marketing-Sicht verzerrt ein Parallel-Anbieter die Daten und erschwert eine Auswertung", sagt Acris-Geschäftsführer Wolfgang Kern gegenüber pressetext.
Wirtschaft/Unternehmen/Psychologie/Motivation
Von Dr. Constantin Sander veröffentlicht am 12/12/2011 - Keine Kommentare

Appelle, Boni, Incentives, Motivationstrainings - es gibt viele Versuche, die Leistung von Menschen zu verbessern. Schon lange weiß die Psychologie, dass dies alles fragwürdige Methoden der Motivationsförderung sind. Die Hirnforschung sattelt noch eins drauf. In meinen Projektmanagement-Seminaren nimmt das Thema Motivation einen breiten Raum ein. Teilweise zum Unverständnis einiger Teilnehmer. Eine Projektmanagerin sagte mir einmal: „Motivation? Mit so was können wir uns nicht befassen!“ Andere befassen sich sehr intensiv damit und unternehmen einiges um eben diese zu fördern. Die einfachsten Versuche sind Appelle wie „Zeigen Sie doch mal ein wenig mehr Motivation!“ Andere meinen, dass man durch Lob und Tadel Menschen motivieren könne. Und viele glauben, ihre Mitarbeiter seien mit Geld zu locken: Provisionen, Boni und Incentives. Reicht das nicht aus, dann muss ein Motivationstrainer her. Damit machte einst Jürgen Höller in Deutschland Furore und löste eine Welle der Dopaminanschubser aus: Tschacka! Heraus kam dabei nichts als ein Strohfeuer.
Computer/Telekommunikation/Produkte/Innovationen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 10/12/2011 - Keine Kommentare
Ab 2012 will die Fluglinie Dutch Royal Airlines (KLM) ihren Passagieren Social Seating anbieten, wie der Spiegel berichtet. Für Fluggäste, die sich auf der KLM-Seite mit ihrem Facebook- oder LinkedIn-Profil anmelden, sucht die niederländische Airline auf Wunsch einen Sitznachbarn mit ähnlich gearteten Interessen und Hobbys. "Wir haben keine Pläne in diese Richtung. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Kunden im Zweifelsfall lieber ihre Ruhe haben wollen", sagt Austrian-Airlines-Sprecher Michael Braun gegenüber pressetext.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 09/12/2011 - Keine Kommentare
Im vergangenen Jahr hat die Videospielindustrie weltweit 56 Mrd. Dollar umgesetzt. Das ist mehr als doppelt so viel wie die Musikindustrie erwirtschaftet hat. Experten prognostizieren in den kommenden Jahren weiterhin starkes Wachstum für die Branche, wie der Economist berichtet. Videospiele sind durch die Verbreiterung der Zielgruppe endgültig zum Massenphänomen geworden. "Das hat auch mit dem Generationenwechsel zu tun. Heute wachsen Kinder mit Videospielen auf. Das führt zu einer Verbreiterung der Zielgruppe", sagt Videospiel-Experte Hans Solar gegenüber pressetext.
Bildung/Karriere/Medien/Kommunikation
Von Jana Seywald veröffentlicht am 08/12/2011 - Keine Kommentare
Fast vier Mio. Kinder in Großbritannien besitzen kein Buch und lesen somit nicht. Das besagt eine Studie des "National Literacy Trust". 2005 war es nur eines von zehn Kindern, das kein Buch in die Hand genommen hat. Es wurden 18.000 Kinder in der Altersgruppe zwischen acht und 16 Jahren befragt. Die durchgeführte Studie der National Literacy Trust hat ergeben, dass Kinder mit eigenen Büchern besser in der Schule und auch wesentlich bessere Leser sind. Die Befragung fand in 111 britischen Schulen statt. Dabei stellte sich heraus, dass 33,2 Prozent der Kinder kein eigenes Buch besitzen. Das sind 3,8 Mio. Kinder im gesamten Vereinigten Königreich.
Produkte/Innovationen/digitale Heimvernetzung/Smart Home
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 07/12/2011 - Keine Kommentare
Die Waschmaschine startet erst, wenn der Strom günstig ist, das Sicherheitssystem schlägt Alarm, wenn der Kühlschrank nicht geschlossen ist. Zwei Drittel der deutschen Haushalte mit Online-Zugang interessieren sich für das Thema Smart Home. Trotz der hohen Nachfrage sind die Aktivitäten der Unternehmen bei intelligenten Wohnlösungen zögerlich, wie eine Studie der Capgemini-Gruppe zeigt.
Computer/Telekommunikation/Handel/Dienstleistungen
Von Markus Keßler veröffentlicht am 07/12/2011 - Keine Kommentare
Der Online-Bezahldienst PayPal hat mit einem Imageproblem zu kämpfen. Die eBay-Tochterfirma hat verschiedenen Unternehmen die Zusammenarbeit gekündigt. Kürzlich wurde sogar Spendenaktionen die Unterstützung entzogen. Die Gründe für das Beenden der Kooperationen reichen von zu großen Kontobewegungen über erotische Inhalte bis hin zu US-Handelsembargos. Obwohl einige der Maßnahmen nur temporär waren, entstehen wirtschaftliche Schäden durch die Marktmacht von PayPal. "PayPal ist beinahe schon ein Monopolist, zumindest was Europa und die USA angeht", sagt Thomas Lang, Geschäftsführer von carpathia e-business.competence, gegenüber pressetext.
Computer/Telekommunikation/Politik/Recht
Von Markus Keßler veröffentlicht am 06/12/2011 - Keine Kommentare
Der Drogenkrieg in Mexiko ist auch ein Kampf um Kommunikationsstruktur. Ein namhaftes Kartell des Landes betreibt ein eigenes, geheimes Mobilfunknetz, um einer behördlichen Überwachung aus dem Weg zu gehen, berichtet das mexikanische Verteidigungsministerium. In den vergangenen zwölf Monaten konnte die Anti-Drogen-Einheit "Operacion Noreste" großteils infolge anonymer Hinweise in vier Bundesstaaten eine umfangreiche Mobilfunk-Infrastruktur sicherstellen.
Medien/Kommunikation/Computer/Telekommunikation
Von Johannes Pernsteiner veröffentlicht am 05/12/2011 - Keine Kommentare
Immer öfter stellt das Internet eine Form des bloßen Zeitvertreibs dar. 53 Prozent der jungen Erwachsenen gehen täglich ohne konkretes Ziel online - sieht man von der Suche nach Unterhaltung oder Spaß ab. 81 Prozent in dieser Altersgruppe tun dies zumindest manchmal. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher vom Pew Research Centre in der Studie "Internet & American Life Project". Befragt wurden dafür über 2.200 Erwachsene per Telefon. "Das Internet ist heute mit der Lebensführung verwoben. Immer mehr wird es zum Spielplatz, nicht nur der jungen Generation", erklärt Studienleiter Lee Rainie.
Politik/IT/Service/Technik/Internet
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 05/12/2011 - Keine Kommentare

Können wir auf dem Münchner IT-Gipfel am Nikolaustag mit irgendwelchen technologischen Überraschungen der Bundesregierung rechnen oder dominiert wieder nur die Transpiration vor der Inspiration? Das Merkel-Telefon 115 ist für mich immer noch das Symbol für die Hightech-Politik der politischen Elite in Berlin. Eine Hotline auf Amtsstubenniveau – geöffnet von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr. Wenn man den IT-Gipfel als Plattform für das Bürgertelefon einsetzt, dann sollte zumindest ein Hauch von technologischer Kompetenz erkennbar sein, fordert Andreas Klug, Mitglied der Ityx-Geschäftsführung in Köln. „Es kann nicht ohne Automatisierung funktionieren. Eine Vorqualifizierung der Anrufe ist unabdingbar, um Standardabfragen über Öffnungszeiten, Sperrmüllabfuhr oder dergleichen abzufangen. Das System selbst muss über mehr Wissen verfügen, um die Servicemitarbeiter an den Telefonen zu entlasten und eine ständige Erreichbarkeit zu gewährleisten.“ Es sei doch peinlich, wenn die Bürgerinnen und Bürger vor 8 Uhr, nach 18 Uhr oder am Wochenende anrufen und nur eine Bandansage ertönt „Sie rufen außerhalb unserer Servicezeiten an“.
Produkte/Innovationen/Unternehmen/Finanzen
Von Dieter N. Unrath veröffentlicht am 02/12/2011 - Keine Kommentare
Die Waschmaschine startet erst, wenn der Strom günstig ist, das Sicherheitssystem schlägt Alarm, wenn der Kühlschrank nicht geschlossen ist. Zwei Drittel der deutschen Haushalte mit Online-Zugang interessieren sich für das Thema Smart Home. Trotz der hohen Nachfrage sind die Aktivitäten der Unternehmen im Bereich intelligente Wohnlösungen zögerlich, wie eine Studie der Capgemini-Gruppe zeigt. Smart Home bietet den Verbrauchern zahlreiche Leistungen in den Bereichen Komfort, Energieeffizienz, Gebäude- und Gerätesicherheit, Gesundheit/Notfall sowie Unterhaltung. 84 Prozent der an Smart Home Interessierten wären bereit, für intelligente Wohnlösungen zu zahlen.
Computer/Telekommunikation/Medien/Kommunikation
Von Markus Keßler veröffentlicht am 01/12/2011 - Keine Kommentare
Eine von der US-Firma TRUSTe durchgeführte Analyse von Datenschutzrichtlinien auf Internetseiten hat ergeben, dass mittlerweile ein Großteil der US-Web-Angebote die Bestimmungen im Netz zur Verfügung stellen. Allerdings sind die Texte aufgrund ihrer Länge und Komplexität für den Durchschnittsuser kaum zu bewältigen. Dieses Problem betrifft nicht nur US-amerikanische Seiten. "Für den Großteil der Nutzer sind die Datenschutzbestimmungen nicht in vollem Umfang verständlich. Die Komplexität der Texte kommt daher, dass oft Passagen aus Gesetzestexten wortgleich übernommen werden", sagt Frank Jander von der Kedua GmbH gegenüber pressetext.
Forschung/Technologie/Medizin/Wellness
Von Markus Steiner veröffentlicht am 30/11/2011 - Keine Kommentare
Hightech-Smartphones wie das iPhone sind in puncto Anwendungsmöglichkeiten ungemein vielseitig. Neben der herkömmlichen Nutzung von Telefonie, Internet und Multimedia werden sie seit Neuestem auch zunehmend für den medizinischen Einsatz interessant. Welche Möglichkeiten die technologisch hochgezüchteten Endgeräte in dieser Hinsicht noch eröffnen, zeigt eine Gruppe koreanischer Computerwissenschaftler, die das Apple-Gerät kurzerhand in ein mobiles Diagnoselabor verwandeln will. Mit dessen Hilfe können User über die Analyse von Speichel, Blut oder Urin so früh wie möglich Krankheiten erkennen.
Politik/Wirtschaft/Unternehmen/Kommunen/Umwelt/Recycling
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 30/11/2011 - Keine Kommentare

Gehen größere Mengen ins Recycling, steigen die Betriebskosten der Verbrennungsöfen pro Tonne – entsprechend müssen die Müllgebühren angehoben werden. Für die Kreislaufwirtschaft ist diese veraltete Technologie kontraproduktiv. „Die MVAs sind ja oft verkauft worden als Energieerzeugungsanlagen. In Wirklichkeit sind es Wertvernichtungsanlagen“, kritisiert der Naturwissenschaftler und ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst-Ulrich von Weizsäcker. Am Beispiel der Seltenen Erden und anderer wichtiger Industriestoffe könne man das gut ablesen. Hier werden nur ein Prozent über Recyclingverfahren wiedergewonnen. 99 Prozent gehen über die klassische Müllentsorgung verloren. „Dann muss Kanzlerin Merkel wieder in die Mongolei reisen und um Seltene Erden betteln. Das ist nicht Sinn der Sache“,