Internet/Zensursula
Von Georg Eckelsberger veröffentlicht am 13/07/2009 - Keine Kommentare
London, pte - Der HTML-Erfinder Tim Berners-Lee kritisiert in einer Rede für die BBC jegliche Versuche, das Verhalten von Internetnutzern zu kontrollieren und überwachen zu wollen. Er befürchtet, diese Anstrengungen hätten äußerst schädliche Auswirkungen. Der größere Wert des Internets läge im Fehlen jeglicher Beschränkungen. Außerdem würden solche Versuche langfristig ohnehin scheitern, denn der Freiheitsgedanke umginge letztendlich jede Form der Zensur. Berners-Lee vergleicht das Internet mit einem weißen Blatt Papier.
So wie Staaten oder Unternehmen keinen Einfluss darauf nehmen können, was eine Person auf dieses Blatt schreibt, sollte es auch mit dem Web gehandhabt werden. Er räumt ein, dass Regierungen gewisse Kontrollmöglichkeiten benötigten, um Missbrauch zu verhindern. Diese sollten jedoch streng limitiert sein. Wenn Usern ständig bewusst sei, dass ihre Online-Tätigkeiten möglicherweise überwacht werden könnten, habe das unterschiedlichste negative Effekte. Staaten wie China oder Iran, die strengste Zensur betreiben, solle bewusst sein, dass sie die Kontrolle auf lange Sicht nicht behalten können. Der Trend der vergangenen Jahre zeige, dass das Internet jegliche Zensur umgeht und der Freiheitsgedanke am Ende triumphiere. Der Weg dahin sei jedoch keinesfalls leicht.
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