Medienprofessor Jeff Jarvis hat die Prinzipien der neuen Medienwelt in seinem Buch „Was würde Google tun" treffend beschrieben und unsere Motivation für die Neugestaltung von NeueNachricht beflügelt: Das Knappheitsmodell der Wirtschaft und damit die Kontrolle über Inhalte haben ausgedient. Google hatte eben frühzeitig den Instinkt, Plattformen und Netzwerke zu schaffen, statt Inhalte zu kaufen oder zu produzieren. Deshalb der Rat von Jarvis: Wer heute neue Medienformate entwickelt, sollte dezentralisiert denken. Nachrichtenorganisationen können sich nicht mehr auf die Vorstellung verlassen, dass die Welt sich bis zu ihren Toren durchschlagen wird: „Die Menschen finden ganz allein zu den Nachrichten. Über unendlich viele neue Wege: Blogs von Freunden, Nachrichten-Websites wie Google News und Daylife, kooperative Nachrichten-Websites wie Digg, Feeds auf Facebook oder Twitter", so Jarvis.
Werden Sie zu einer Plattform, proklamiert Jarvis. Werden Sie Teil eines Netzwerks. Sie können nicht mehr alles allein machen. Sich kooperativen Netzwerken anzuschließen sei hilfreich. Die Internet-Öffentlichkeit wird der Boss. Die Zeitung 2.0 werde mit ausgewählten Bloggern, Unternehmern, Bürgern und Communitys zusammenarbeiten, die Nachrichten sammeln und verbreiten und sie unterstützen.
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Netzwerke und Plattformen zu schaffen ist nur ein Aspekt. Die Frage ist, wovon werden Journalisten leben, wie unabhängig kann freier Journalismus bleiben und wie qualifiziert bleibt er, wenn mit den Inhalten selbst kein Geld verdient wird?
Erstellt von Heiko Wruck, 11/08/2009 8:09am (vor 4 Jahre)
gute Idee, richtiger Ansatz. Jarvis hat den richtigen Riecher.
Erstellt von Mike, 16/07/2009 2:34pm (vor 4 Jahre)
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