Telekommunikation/Unternehmen/iPhone4
Von Florian Fügemann veröffentlicht am 27/07/2010 - Keine Kommentare
Taipeh/Achim, pte - Der wegen Suizidfällen in die Kritik geratene Apple-Zulieferer Foxconn muss ein indisches Werk schließen, nachdem 250 Mitarbeiter plötzlich erkrankt sind. Wie das taiwanesische Unternehmen heute, Dienstag, bekannt gab, wurde auf dem Werksgelände vermutlich ein giftiges Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Daraufhin hatte die Führung beschlossen, die Produktion in der indischen Stadt Chennai vorerst auszusetzen.
Bessere Produktionsstandards gefordert
"Da dies nicht der erste Skandal bei Foxconn ist, wird sich Apple überlegen, weiter mit den Asiaten zusammenzuarbeiten", erläutert Unternehmensberater Bernd Höhne gegenüber pressetext. "Das Supply Chain Management ist für den iPhone-Konzern wichtig. Die Amerikaner werden Foxconn allein schon aus Imagegründen Druck machen", erläutert der Insider. Ziel ist es, die arbeitsrechtlichen Standards der Absatz- in die Produktionsmärkte wie China, Taiwan, Indien und andere Schwellenländer zu übertragen, fordert Höhne.
Auch wenn sich der Großteil der Angestellten wieder auf dem Weg der Besserung befindet, bleibt für Foxconn ein herber Imagekratzer zurück. Auch die Behörden vor Ort wollen nun genaue Untersuchungen vornehmen. Das Management des Unternehmens gibt sich mit Blick auf die ökonomischen Auswirkungen des Produktionsausfalls gelassen. Das Geschäft wird dadurch nicht beeinträchtigt, so Foxconn. Der Elektronikriese fertigt neben Apples iPhone und iPad auch Hightech-Produkte für renommierte Firmen wie Sony, Dell, Nokia und Hewlett-Packard.
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