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o.tel.o: Das Kind reicher Eltern wird eine Billigmarke im Mobilfunk - Better understanding?

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 25/01/2010 - Keine Kommentare

Bonn - Heike Scholz von Mobile Zeitgeist erinnert an ein Unternehmen (kein Mobilfunkunternehmen, sondern eine Firma, die der Telekom im Festnetz Kunden abjagen sollte), das 1999 aufgelöst wurde und nun als Billigmarke von Vodafone wieder aufersteht, o.tel.o. 1997 aus der Vebacom und RWE Telliance entstanden, wurde o.tel.o 1999 für 1,15 Mrd. Euro von Arcor übernommen. „Zu diesem Zeitpunkt war o.tel.o mit mehr als einer Million Pre-Selection-Kunden der erfolgreichste private Anbieter. Aus dieser Zeit besitze ich sogar noch einen formschönen Schlüsselanhänger, der gleichzeitig auch Flaschenöffner ist", schreibt Scholz.

Vodafone werde nun unter dem Markennamen o.tel.o einen Mobilfunk-Discounter starten. Mit einem Einheitstarif von neun Cent pro Minute ins Festnetz von 32 Ländern und in alle Mobilfunknetze und nur über das Internet vermarktet, will Friedrich Joussen nach drei Geschäftsjahren in Folge, in denen die Umsätze zurück gingen, den Negativtrend stoppen.

„Und diese Ankündigung bringt mich dann zum zweiten Blick zurück. Im Dezember 2007 hatte ich schon einmal auf die sich stark ändernden Sichtweisen von Joussen, dem Chef von Vodafone in Deutschland, hin gewiesen", so die Mobile Zeitgeist-Autorin. Damals konnte sie Joussen auf die Frage, ob Vodafone eine Billigmarke etablieren würde, zitieren:

„Unsere Marke steht glasklar. Wir machen so etwas nicht. Wir haben eine hervorragende Qualität, wir sind Spitze in Service, Technik und Innovation." Die Preise von Vodafone seien wettbewerbsfähig. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken."
Auch den Zehn-Cent-Tarif des Konkurrenten E-Plus hält der Vodafone-Chef nicht für erfolgversprechend. „Wenn Sie kein gutes Netz und keinen guten Service bieten, dann müssen Sie mit dem Preis spielen", sagte Joussen. "Das ist die Strategie, die E-Plus fährt, das ist nicht Vodafone. Ich glaube auch, sie werden mit ihrem Zehn-Cent-Tarif nicht erfolgreich Kunden aus dem Festnetz abwerben." Dafür sei der Tarif einfach viel zu teuer. "Für Mobilfunk ist das ein ordentliches Angebot, für das Festnetz aber völlig ungeeignet."

„Drei Jahre später dann also doch die Billigmarke von Vodafone. Gut, hinterher ist man immer schlauer, aber schon vor drei Jahren war es abzusehen, dass immer mehr Menschen auf einen Festnetzanschluss verzichten werden und nur noch mobil telefonieren werden", kommentiert Scholz.

Aber das sind nicht die einzigen Wirrnisse in der Geschichte der Marke o.tel.o. Hier geht es zur kompletten Story des Ich sag mal-Blogs.

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