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Marken machen mobil oder auch nicht: App-Store als heißer Draht zum Kunden - Nur jedes vierte Unternehmen verfügt über mobile Website

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/11/2009 - 1 Kommentar(e)

 

Düsseldorf - Bereits 42 Prozent der Markenunternehmen ist mit einer mobile Applikation (App) im Apple Store für iPhone und iPod Touch vertreten, stellt eine aktuelle Untersuchung der Düsseldorfer Unternehmensberatung Mind Business Consultants fest. Das Spektrum geht von Produkt-Informationen (41 Prozent), Unterhaltung (33 Prozent) bis zu nützlichen Helfern für das tägliche Leben.. So bietet HP eine App an, mit der man den Drucker ansteuern kann, Porsche ermöglicht es, seinen Wagen virtuell in die Einfahrt zu stellen. Dr. Oetker stellt ein Rezeptbuch ins Store, während eBay und Amazon komfortabel steigern und bestellen von unterwegs anbieten. Bemerkenswert: nur jedes vierte der insgesamt 144 untersuchten Unternehmen verfügt über eine mobile Website.

Der Hype bei Markenunternehmen um das iPhone lässt sich nach der Mind Business-Studie nicht nur damit erklären, dass Apple als erstes Unternehmen eine nutzerfreundliche Plattform aufgebaut hat. Sie setzen auch auf die Zielgruppe, die sich durch Markentreue auszeichnet. Sie sichert Marketing Investments ab, die nicht durch Hardwarewechsel gefährdet werden. Sie befördert die Interaktion und Nutzungsstabilität, die sich positiv auf das Mobile Marketing auswirkt. Der Neuromarketingexperte Martin Lindstorm stellte kürzlich fest, dass das Gehirn eines Apple-Fans beim Betrachten eines iPod ähnlich reagiert, wie das eines religiösen Menschen beim Anblick eines Jesusbildes.

Weniger als 12 Monate nach Eröffnung des Apple App Stores lassen sich bereits Veränderungen im täglichen Leben der Menschen feststellen. Laut Untersuchungen des Chicagoer Beratungsunternehmen Gravitytank unter iPhone Nutzern in den USA verändern diese Geräte, wie wir mit anderen Menschen interagieren, mit Marken in Kontakt treten, was wir kaufen und auf welche Weise wir es tun. Die Befragten laden im Schnitt 21 Apps im Monat herunter, jede vierte ist eine Bezahl-App und jede dritte App wird täglich genutzt. 50 Prozent sehen die Apps als wichtiges Werkzeug, um sich besser zu organisieren und Dinge schneller zu erledigen. Die neue Generation der App Nutzer ist statusbewusst, stammt aus höheren Bildungsschichten und zählt zu den Meinungsführern. .

Allein für die USA wird erwartet, dass die Downloads von Apps von zur Zeit 975 Millionen auf 6,7 Milliarden in den nächsten drei Jahren steigen. Der Apps-Umsatz werde von einer Milliarde auf vier Milliarden Dollar steigen. iTunes als integrierte Abrechnungsplattform bildet das Fundament für diesen Erfolg. Apple habe nach Analysen von Mind Business das geschafft, wovon andere träumen: ein dynamisches Ecosystem mit hohem Unterhaltungswert. Angetrieben werde der Hype durch den Siegeszug von Smartphones. Gartner erwartet, dass im Jahr 2012 mehr als 500 Millionen Geräte dieser Kategorie verkauft werden. Das entspricht 50 Prozent aller verkauften Mobiltelefone. Spätestens dann soll das Betriebssystem Android von Google Android an Apple vorbeiziehen. „Allerdings darf man skeptisch sein, ob Android Market ähnliche Erfolge feiert, denn die Vielfalt der Endgeräte und der Freiheitsgrad für Entwickler könnten die Benutzerfreundlichkeit einschränken und für Unternehmen schnell den Ressourcenaufwand für die endgerätespezifische Anpassung in die Höhe treiben", so die Studienautoren des Düsseldorfer Bertungshauses.

Trotz des App-Hype sollten Unternehmen der Werbewirtschaft das Mobile Internet nicht vernachlässigen. IPhone-Nutzer bewegen sich regelmäßig im mobilen Internet und die Daten-Flatrate sichert volle Kostenkontrolle. In diesem Kontext sollten Markenunternehmen das mobile Internet als eigenständigen Kanal betrachten, der nach anderen Gesetzen funktioniert und die Kundenbedürfnisse im Nutzungskontext berücksichtigen. Die nützlichen Helfer und die Verlängerung von Self Service-Angeboten würden dabei den Weg weisen.

Siehe auch:

Mit dem Besserwisser-Handy zur App-Economy - Schlaue Dienstprogramme entscheiden über Mobilfunk-Marktmacht.

Der App-Store-Krieg im Mobilfunk: Anbieter kämpfen um den Markt für bezahlte Downloads.

 

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Kommentare

  • mit der Kombination App-Stor und iPhone hat Apple einen Trumpf in der Hand, der zur Marktdominanz bei Smarthones führen wird. Da können die Wettbewerber kopieren wie sie wollen.

    Posted by ML, 27/11/2009 10:53am (vor 4 Monat)

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