Wirtschaft/Unternehmen/Social Media
Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/07/2010 - Keine Kommentare
Düsseldorf - Im Zeitalter der digitalen Medien gewinnen die zwischen Verbrauchern im Internet stattfindenden Gespräche für Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Der Grund: Immer mehr Menschen nutzen Internet Foren, Blogs, Facebook, Twitter & Co., um sich über Produkte, Dienstleistungen und Marken auszutauschen. Eine Untersuchung der GfK fand heraus, dass Erfahrungsberichte und Meinungsäußerungen, die in speziellen Foren oder in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden, beim Kauf von Konsumgütern und Dienstleistungen eine entscheidende Einflussgröße darstellen. Mehr als 50 Prozent der Internetnutzer in Deutschland vertrauen online veröffentlichten Beiträgen anderer Konsumenten. Beim Kauf einer Spielekonsole nutzen sogar 83 Prozent der Konsumenten die sozialen Medien, um sich zu informieren. Bei der Anschaffung eines Fernsehers oder der Buchung einer Reise liegt der Wert bei 65 Prozent. Das belegt eine Untersuchung von Harris Interactive. Der Schwerpunkt liegt auf den Nutzerkommentaren; bei technischen Produkten spielen Blogs und soziale Netzwerke eine große Rolle.
Unternehmen sollten sich deshalb stärker auf Horchstation legen, bevor man in Social Media Marketing investiert, so die Empfehlung von Mind Business. Die Düsseldorfer Unternehmensberatung hat über 30 Anbieter von Monitoring-Lösungen untersucht. Diese Werkzeuge ermöglichen Unternehmen, die veröffentlichen Erfahrungsberichte softwaregestützt zu beobachten, indem sie wichtige Quellen identifizieren, extrahieren, die Ergebnisse aufbereiten und bewerten sowie in Berichten zusammenfassen. Nach Ansicht von Mind-Marktforscher Christian Halemba ist die richtige Mischung aus effizienter Technik und analytischen Kenntnissen über Marktforschung entscheidend für den Erfolg des Einsatzes dieser Softwarelösungen.
Laut Halemba ist Social Media-Monitoring hervorragend dafür geeignet, unverfälschte Informationen über die Kundenmeinung zu bekommen. Um flächendeckend zu erfahren, was die Kunden online über die Marke oder ein Produkt schreiben, müssten Unternehmen den Radar möglichst weit spannen und sollten die gewonnenen Daten in eine praxisrelevante Systematik gießen. Dadurch könnten sich Anbieter Vorteile gegenüber Wettbewerbern verschaffen, indem sie die sozialen Netzwerke als Werkzeug nutzen, um Interaktionen mit den Kunden zu starten. Das Whitepaper „Auf Horchstation im Internet - Social Media-Monitoring richtig gemacht" bietet einen Überblick über die Möglichkeiten der Marktbeobachtung.
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