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Deutsche Unternehmen nutzen Google-AdWords zu wenig - Kölner Fachkongress will Aufklärung bieten

Von NeueNachricht veröffentlicht am 28/05/2010 - 7 Kommentar(e)

Köln - Es gibt nichts Effizienteres als Google-AdWords, um ein neues Produkt zu bewerben. Davon ist zumindest der „Werbetherapeut" Alois Gmeiner überzeugt. Er hat ein neues Buch mit dem Titel „No-Budget-Marketing" veröffentlicht. „Anfang 2010 stellte er jedoch fest, wie zaghaft noch mit der Werbeform umgegangen wird", schreibt die Fachzeitschrift absatzwirtschaft in einer Rezension. Allein beim Suchwort „Urlaub Deutschland" gab es zwar über zwölf Millionen Nennungen bei Google, doch lediglich zwölf bezahlte Google-Anzeigen zum Thema, wovon nur zwei von einem Hotel und einem Ferienort stammten. In seinem Opus schildert Gmeiner, wie sich AdWords-Schlagzeilen auch für kleine und mittlere Betriebe ohne großes Werbebudget eignen. Selbst Minifirmen könnten im Internet erfolgreich Kunden akquirieren. „Durch Google-Anzeigen wurde die Werbung revolutioniert. Und das wurde bisher von den Großen der Werbebranche gar nicht wirklich wahrgenommen. Wie auch, da bläst man lieber 30.000 Euro für einen einzigen Werbespot auf RTL durch den Kamin. Und dabei sind es genau diese kleinen unscheinbaren Anzeigen, die es erstmals möglich machen, dass jemand, der ein Problem hat oder ein Produkt sucht, genau dafür eine Anzeige präsentiert bekommt. Unaufdringlich, ohne nervige Popups", bemerkt Gmeiner. Man könne ohne großen Aufwand einfach gemachte Videos, E-Books und Audios über seine eigenen Produkte produzieren und auf der Firmenwebsite präsentieren. Beworben werde das Ganze mit Google Ads. „Also machen Sie Google-Anzeigen für jedes Ihrer Angebote", rät Gmeiner.

Auf den Kölner AdWords Days, die nächste Woche am 1. und 2. Juni das zweite Mal stattfinden, präsentieren Marketingexperten an zwei Tagen alles Wichtige für Werbekampagnen im Internet: „Manager und Unternehmer sollten sich die Chance nicht entgehen lassen, die wichtigsten Experten der AdWords-Beraterszene zu erleben und sich in einem Crashkurs fit zu machen für Direktmarketing-Strategien im Web", erläutert der Kongressorganisator Ingo vom Hoff. Zu den Top-Referenten zählt Howard Jacobson, Mitglied der Perry Mashalls AdWords-Coaching-Fakultät: „Da ein Klick schon ab einem Cent zu haben ist, und jeder Klick zu einem Umsatz führen kann, haben sogar kleine Unternehmen, deren Finanzdecke klein ist, mit AdWords eine effektive Möglichkeit zu wachsen, ohne dass sie ein Vermögen für Werbemaßnahmen ausgeben müssen. Bislang werde diese Werbemöglichkeit vom Mittelstand nur wenig genutzt.

„Die Bezahlung pro Klick kombiniert mit der ungewöhnlichen Art des Direct-Response-Marketings hat bisher die meisten kleinen Firmen von den möglichen Vorteilen von AdWords ferngehalten. Aber auch die Marketingspezialisten in den großen Unternehmen können sich nur langsam an dieses Modell gewöhnen, sind sie doch im Bewerben von Marken geschult, bei dem es nur wenig Platz für ein Medium wie AdWords gibt, in dem der Erfolg messbar ist", sagt Jacobson. Unternehmen könnten in fünf Minuten für fünf Euro ein Konto bei bei AdWords eröffnen. „Sie können Ihre Anzeige jederzeit ändern. Sie können unprofitable Anzeigen mit einem einzigen Mausklick löschen. Sie können mehrere Anzeigen gleichzeitig schalten und genau ermitteln, mit welcher Sie das meiste Geld verdienen. Sie können sogar Kunden in einzelne Gänge und Regale Ihres Geschäfts schicken, je nachdem, wonach diese suchen. Und Sie können im Laufe der Zeit immer mehr Erfahrungen sammeln, bessere Anzeigen formulieren, sie unter immer mehr und besser passenden Rubriken platzieren, bestimmte geografische Bereiche auswählen und andere aussparen. Wenn Ihre Anzeigen gut laufen, können Sie sogar Google davon überzeugen, sie als Onlinezeitungs- oder -zeitschriftenanzeige zu platzieren, sie neben bestimmte Orte auf den Google Maps zu setzen oder sie auf Mobiltelefone zu überspielen - ganz automatisch", führt Jacobson aus.

Zu den weiteren Rednern der AdWords Days zählen Robin Heinze (MoreFireMedia), Thomas Bindl (Refined Labs), Stefan Wolk (smatch.com) und Christian Schlieker (construktiv), die zusätzlich zu ihren Fachvorträgen am zweiten Konferenztag eine „Site-Klinik" anbieten und die Landing Pages der Konferenzteilnehmer analysieren und Anregungen zur Kampagnen-Optimierung geben. Patrick Singer, Agency Product Consultant bei Google, spricht zur Effizienz im Online-Marketing und wird aus erster Hand Neues aus der Welt von Google vorstellen. Benedikt Köhler skizziert Social Media-Lösungen für Unternehmen und Rechtsanwalt Jens Eckhardt spricht zum Thema „Landingpage: Datenschutz und andere Sorgen". Den Eröffnungsvortrag über die Bedeutung von Suchmaschinen-Marketing hält Harald Fortmann, Geschäftsführender Gesellschafter von Yellow Tomato und Vizepräsident des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW). Moderiert werden die Adwords Days von Gunnar Sohn vom Onlinemagazin NeueNachricht.

Siehe auch:

Trailer über die Tagung im vergangenen Jahr. 

Howard Jacobson: AdWords Budget Optimizer - Good for Google, not for you.

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Kommentare

  • ..interessante Sache, no budget, aber im ernst, es kostet natürlich geld adwords zu schalten. die kunst ist es doch, diese günstig einzukaufen unbd auf das produkt zu spezialisieren

    Erstellt von Werbeberatung, 21/08/2010 10:01am (vor 3 Jahre)

  • Danke Jörg, wichtiger Hinweis. Werde ich morgen thematisieren.

    Erstellt von gsohn, 31/05/2010 12:33pm (vor 3 Jahre)

  • Hallo, aufgrund ständiger Weiterentwicklung innerhalb des Werbemediums ist AdWords nicht ganz so einfach, wie hier beschrieben. Gerade Suchbegriffe wie Urlaub Deutschland sind schon recht allgemein und würden wohl den Budgetrahmen eines kleinen Unternehmens "sprengen", da hier Klickkosten und Werbewirkung nicht im richtigen Verhältnis stehen könnten. Allerdings sieht man auch auf einer Google Ergebnisseite nur maximal 11 Anzeigen, allerdings geht es auf Seite 2 bis X weiter. Ich empfehle allen Interessierten Neu-Usern, sich professionell unterstützen zu lassen, um aus der AdWords Werbung die positiven Aspekte zu sichern und nicht nach kurzer Zeit frustiriert wieder zu stoppen.

    Grüße aus Leipzig

    Erstellt von Jörg , 31/05/2010 9:56am (vor 3 Jahre)

  • @Lilli Du meinst sicherlich "Das Menetekel der Avatare im Netz". Dazu werde ich noch was schreiben.

    Erstellt von gsohn, 31/05/2010 9:53am (vor 3 Jahre)

  • Lilli, wann ist denn der Siebenhaar-Artikel erschienen?

    Erstellt von gsohn, 28/05/2010 4:41pm (vor 3 Jahre)

  • Hier geht es aber um Textanzeigen mit hoher Nachprüfbarkeit der Wirkung, im Gegensatz zur klassischen Werbung. Da hat Google zur Zeit mehr zu bieten als Facebook, Twitter & Co.

    Erstellt von gsohn, 28/05/2010 4:40pm (vor 3 Jahre)

  • Habt ihr den Siebenhaar Artikel im Handelsblatt gelesen? Da schrieb er, wie viel Geld die Unternehmen für Twitter, Facebook & co ausgeben, ohne irgendeinen materiellen Nachweis der Sinnhaftigkeit ihres Invests zu bekommen. Wird das in Köln diskutiert?

    Erstellt von Lilli, 28/05/2010 12:52pm (vor 3 Jahre)

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