Medien/Internet

Burda sieht Erfolg von nachrichten.de schon in der „Welpenschutz-Phase"

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 24/09/2009 - 1 Kommentar(e)

 

Köln - Auf der Kölner Fachmesse dmexco äußerten sich die Vertreter von Tomorrow Focus überaus zufrieden mit dem vor einer Woche gestarteten Portal nachrichten.de. „Die breite Resonanz hat uns schlicht überwältigt. Wir haben von den Verlagen ein durchweg positives Feedback bekommen. Die Abrufzahlen kurz nach dem Start lagen schon im sechsstelligen Bereich, Tendenz steigend", so der Content Network-Leiter Thoma Mende. Und das in einer Phase, wo man noch Welpenschutz genieße.

Die ersten Kinderkrankheiten seien beseitigt worden und auch die Gewichtung der 482 Quellen für die Aggregation von Nachrichten funktioniere zufriedenstellend. Es sei klar, dass beispielsweise das Handelsblatt bei Finanzthemen eine höhere Relevanz bekommt als bei Sportnachrichten. „An der Frage der Priorisierung werden wir weiter arbeiten", erklärt Mende. Dankbar sei man für die zahlreichen Anregungen, um neue Funktionen einzuführen und Fehler zu beseitigen. Dem Problem der Uniformität von Meldungen begegne man durch Ausfilterungen.

„Um herauszufinden, wie sich die Seiten von nachrichten.de in puncto Aktualität und Themenvielfalt schlagen, haben wir ein System erdacht, das es uns erlaubt, die Überseinstimmung mit anderen Angeboten in eine einfache Zahl zu fassen: den ‚Deckungsquotienten'. Dieser Quotient ergibt sich aus einem Punktesystem, bei dem gleiche Nachrichten-Themen auf den von uns beobachteten Websites honoriert werden", sagt Mende. Im nächsten Schritt werde man nachrichten.de für das mobile Internet optimieren, Applikationen für das iPhone entwickeln und Videos berücksichtigen. „Wir schrauben an der Website weiter", resümiert Mende. Positiv wird in Fachkreisen gewertet, dass Burda die Verlage an den Umsätzen beteiligt und so Google News die Stirn bietet.

 

Blog von nachrichten.de informiert über die aktuellen Entwicklungen des Portals. 

 

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Kommentare

  • Nachrichtenauswahl maschinell? Ohne Journalisten? Positiv ist immerhin zu werten, dass ein Verlag nun die Herausforderung anzunehmen beginnt, die sich im Netz für News & Co. stellt. Gleichwohl muss noch mehr kommen, damit auch Journalisten für ihre Arbeit im Internet eine Perspektive finden. Hier sind die Verlage gleichsfalls gefordert.

    Posted by Carsten Seim, 24/09/2009 10:09am (vor 6 Monat)

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