Medien/Kommunikation/Handel/Dienstleistungen
Von Manuel Haglmüller veröffentlicht am 28/01/2011 - Keine Kommentare
Seattle , pte - Der Online-Händler Amazon hat erstmals mehr E-Books verkauft als Bücher. Zwar entwickelt sich der Trend zu digitalen Ausgaben hierzulande nur schleppend (pressetext berichtete). In den USA hat der Konzern mit seinem E-Reader Kindle hingegen eine boomende Nische eröffnet und den Bücherabsatz kräftig angekurbelt. Gebundene Werke wurden von den elektronischen Versionen bereits Mitte des Vorjahres überholt. Früher als erwartet sind die E-Books nun auch an den günstigeren und daher verkaufsstarken Taschenbüchern vorbeigezogen.
Milliardenmarkt
Auf 100 im Online-Bookstore verkaufte Taschenbuchausgaben kommen bei Amazon seit Beginn des Vorjahres nach eigenen Angaben 115 E-Book-Verkäufe. Konkrete Verkaufszahlen gibt der Konzern auf Nachfrage von pressetext zwar nicht bekannt. Allein der E-Reader Kindle ging jedoch offenbar millionenfach über den Ladentisch. Darüber hinaus schraubt die für Smartphones und Tablets verfügbare Kindle-Anwendung den E-Book-Absatz nach oben. Der Verkauf gedruckter Taschenbücher ist zudem ebenfalls weiter gestiegen. Mittlerweile setzt Amazon dreimal mehr Kindle- als Hardcover-Bücher ab.
Schätzungen zufolge umfasst der E-Book-Markt in den USA bereits ein Volumen von rund einer Mrd. Dollar - Tendenz weiter steigend. Für traditionelle Buchläden stellen die digitalen Ausgaben damit schon jetzt eine starke Konkurrenz dar. Wie Cnet berichtet, befinden sich die Print-Versionen ab 2011 auf dem absteigenden Ast. Bis 2014 machen E-Books laut Forrester-Prognose etwa die Hälfte des gesamten Büchermarkts aus. Amazon dürfte sich den größten Anteil an dem Geschäft sichern.
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