Wirtschaft/Werbung/Internet

Der Niedergang der klassischen Werbung: Online in Großbritannien stärker als TV

Von Markus Steiner veröffentlicht am 30/09/2009 - Keine Kommentare

Großbritannien ist der erste größere Wirtschaftsmarkt, in dem die Werbeausgaben für das Internet höher ausfallen als für das Fernsehen. Nach einem Bericht des britischen Internet Advertising Bureau (iab) und der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers haben Firmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres die Rekordsumme von rund 1,93 Milliarden Euro für Internet-Werbung ausgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 4,6 Prozent. Die Online-Werbeausgaben kletterten somit auf den Gesamtmarkt gerechnet auf den Höchstwert von 23,5 Prozent und konnten erstmals den TV-Sektor übertrumpfen, der es lediglich auf 21,9 Prozent Marktanteil geschafft hat.

 

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Wirtschaft/Mobilfunk/Internet

Das Handy und die Metamorphose zum Minicomputer - Stationäre PCs verlieren an Bedeutung

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 29/09/2009 - Keine Kommentare

Schon in den Neunzigerjahren wollte die Mobilfunkbranche das Handy zum Alleskönner machen. Die Metamorphose zum Computer im Taschenformat wird nach Meinung von Experten erst jetzt zur Realität. „Es ist für uns eine natürliche Evolution. In Zukunft wird in jedem elektronischen Gerät ein Mobilfunkchip stecken, um Informationen mit dem Internet auszutauschen - von Notebooks über Strommessgeräte im Haushalt bis hin zu medizinischen Geräte, die Herzschlag und Blutdruck automatisch kontrollieren", so Qualcomm-Chef Paul Jacobs im Interview mit der Wirtschaftswoche. Ausgestattet mit entsprechenden Applikationen fungiert das Handy dabei als Schaltzentrale oder Serviceterminal, ist sich der Internetexperte Bernhard Steimel sicher. „Um personalisierte, auf den Verbraucher zugeschnittene Anwendungen entwickeln zu können, verlagert sich Logik und Intelligenz auf netzbasierte Plattformen", so Steimel. Das zeige in diesem Jahr der Live Contest des Nürnberger Fachkongresses Voice Days plus am 6. Oktober. Zum Beispiel das sprachgesteuertes Internetradio mit dem Namen ELVIS. Das CreaLog-System durchsucht Webradios und Musikdatenbanken per Spracheingabe nach Titeln, Künstlern oder Genres.

 

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Internet/IT-Sicherheit

Digitale Ameisen jagen Computer-Würmer - Schwarmintelligenz zum Aufspüren von Netzwerk-Bedrohungen

Von Thomas Pichler veröffentlicht am 29/09/2009 - Keine Kommentare

Biologische Vorbilder sind in der Robotik bereits gang und gebe, doch nun hat ein US-Forscherteam auch in Sachen Cybersecurity Anleihen bei der Natur genommen. Sie setzen auf "digitale Ameisen", die in Netzwerken umherwandern und dabei helfen sollen, Sicherheitsbedrohungen wie Würmer rasch aufzuspüren. Denn wenn eine Ameise eine potenzielle Gefahr entdeckt, konvergieren dank Schwarmintelligenz nach biologischem Vorbild schnell viele Ameisen um die Bedrohung. In einem Test konnten die Forscher der Wake Forest University und des Pacific Northwest National Laboratory (PNNL) zeigen, dass ein Ameisenschwarm erfolgreich einen Wurm aufspürt.

 

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Wirtschaft/Mobilfunk/Internet

Der App-Store-Krieg im Mobilfunk: Anbieter kämpfen um den Markt für bezahlte Downloads

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 25/09/2009 - Keine Kommentare

Obwohl die so genannten Smartphones bislang in Deutschland nur einen Marktanteil von 13 Prozent erreichen, dominieren sie schon jetzt das multimediale Konsumverhalten und bieten Herstellern, Netzbetreibern, Medien und Markenartiklern neue Vermarktungschancen. Zu diesem Ergebnis kommt der Mobile Kompass 2009 des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW), der auf der gestern zu Ende gegangenen Fachmesse dmexco in Köln vorgestellt wurde. Im Vergleich zum vergangenen Jahr wuchs die Zahl der deutschen Smartphone-Konsumenten um 52 Prozent auf rund sieben Millionen an. Zudem ist dieses Kundensegment sehr margenträchtig, so dass alle namhaften Handy-Hersteller - angetrieben von den Netzbetreibern - Touchscreen-Geräte für den Massenmarkt entwickeln. „Vom iPhone-Schock haben sich die meisten Hersteller erholt und bringen nun wirklich exzellente Supercomputer im Kleinformat auf den Markt, die man privat und beruflich vielseitig einsetzen kann", bestätigt Peter Weilmuenster, Vorstandschef der Firma Bitronic, die als Servicepartner für IT- und Telekommunikationsunternehmen tätig ist.

 

 

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Wirtschaft/Architektur/3D-Technik

3D-Druck zur Prototypenherstellung in der Architektur

Von Thomas Pichler, Gunnar Sohn veröffentlicht am 25/09/2009 - Keine Kommentare

Ein Bauunternehmen, das die Vorteile der 3D-Drucktechnik nutzt, ist Hochtief. Es setzte beim Bau der Elbphilharmonie in Hamburg zwei von der Leipziger Firma RT Reprotechnik gefertigte Architekturmodelle ein: "Die 3D-Druck-Modelle bieten uns völlig neue Möglichkeiten: Erstmals können sich unsere Mitarbeiter an einem realen Objekt orientieren, das alle Strukturen veranschaulicht", erläutert Jörg Dietrich, Leiter der Tragwerksplanung bei Hochtief Consult Building in Essen. Das erleichtere das Verständnis für Bauleiter, Poliere und alle anderen am Bau Beteiligten ungemein. "Die schnelle, präzise und kostengünstige Herstellung von Prototypen-Modellen entwickelt sich zum einem Wettbewerbsfaktor für Bauunternehmen, Architekten und Designer. Und hier ist die Schnelligkeit unseres Verfahrens ein wichtiger Service", sagt RT Reprotechnik-Geschäftsführerin Petra Wallasch.

 

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Medien/Internet

Burda sieht Erfolg von nachrichten.de schon in der „Welpenschutz-Phase"

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 24/09/2009 - 1 Kommentar(e)

Auf der Kölner Fachmesse dmexco äußerten sich die Vertreter von Tomorrow Focus überaus zufrieden mit dem vor einer Woche gestarteten Portal nachrichten.de. „Die breite Resonanz hat uns schlicht überwältigt. Wir haben von den Verlagen ein durchweg positives Feedback bekommen. Die Abrufzahlen kurz nach dem Start lagen schon im sechsstelligen Bereich, Tendenz steigend", so der Content Network-Leiter Thoma Mende. Und das in einer Phase, wo man noch Welpenschutz genieße.

 

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Internet/Google

Google Sidewiki ermöglicht direkte Kommentare im Browser

Von Claudia Zettel veröffentlicht am 24/09/2009 - 2 Kommentar(e)

Google hat mit "Google Sidewiki" eine neue Toolbar-Funktion gestartet, die das Kommentieren von Webseiten direkt im Browser ermöglicht. Ab sofort können die User jedes Webangebot bzw. dessen Inhalt über ein Fenster links im Browser bewerten, Meinungen dazu abgeben oder Informationen posten und sich so mit anderen darüber austauschen. Google setzt damit auf die Wiki-typische Strategie der "kollektiven Intelligenz" und will dazu beitragen, dass die Nutzer Informationen und gesuchte Inhalte schneller und einfacher auffinden können. Grundsätzlich wird bei der Sidewiki-Nutzung die jeweilige URL an Google weitergesendet und von dem Internetkonzern gespeichert. Wem dabei nicht wohl ist, steht jedoch auch die Möglichkeit zur Verfügung, dies in den Toolbar-Funktionen auszustellen, damit keine Informationen an Google weitergesendet werden.

 

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Politik/Bundestagswahl

NeueNachricht-Wahlempfehlung: Votieren Sie für Seneca!

Von NeueNachricht veröffentlicht am 24/09/2009 - 8 Kommentar(e)

Parteien können Ihnen das Blaue vom Himmel versprechen. Am Ende des Tages geht es um den Gewinn der Macht und nicht um Ihre persönlichen Interessen. Es ist doch fantastisch, wenn die Lafontaine-Partei fordert, Reichtum zu besteuern und im selben Atemzug „Reichtum für alle" in Aussicht stellt. So verschafft man sich in einer Rhetorik des Schröpfens neue Steuereinnahmen, wenn eine Partei überhaupt in der Lage ist, Reichtum zu schaffen oder Reichtum zu verteilen. Wer ist denn reich? Im Steuerprogramm der Linken kann man es nachlesen: Die Partei will den Spitzensteuersatz auf 53 Prozent erhöhen, und zwar „auf alle Einkommensanteile über 70.000 Euro". Die Steuerbelastung soll bis zum Spitzensteuersatz linear anstiegen (Eintrittspunkt 65.000 Euro), so dass die, „die weniger als 70.245 Euro im Jahr zu versteuern haben, entlastet werden; diejenigen, die mehr haben, werden belastet." Also trennt die magische Zahl 70.000 künftig arm und reich. Nun sind nach Auffassung von FTD-Redakteur Horst von Buttlar 53 Prozent keine Katastrophe. Das gab es schon in der Regierungszeit von Helmut Kohl. „Doch bereits heute muss ein Besserverdiener gut die Hälfte seines Einkommens abführen. Ist der- oder diejenige Single, bleiben nach Steuern und Abgaben gut 3.000 Euro netto im Monat übrig. Mit zwei Kindern und als Alleinverdiener sind es etwa 3.700 Euro", so Buttlar. Wer soviel verdient, dem geht es sicherlich gut. Keine Frage. Aber ist das Reichtum? Ein Hartz-IV-Empfänger mit zwei Kindern bekommt zwischen 1.800 bis 2.000 Euro. „Diese Spanne, die so riesig nicht ist, ist für die Linke der Unterschied zwischen ‚Armut per Gesetz' (Hartz IV) und den Spitzenleuten", so Buttlar. Und trifft man hier die so genannten Abzocker? Vorstandschefs, die nichts anderes als leitende Angestellte sind und für ihr Missmanagement mit satten Abfindungen in Millionenhöhe belohnt werden. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes haben 8,2 Prozent der Steuerpflichtigen mit Einkünften von mehr als 66.000 Euro rund die hälfte des Steuerkuchens bezahlt. Es gibt dann noch 1,17 Millionen Haushalte, die über 5.500 Euro brutto oder mehr im Monat haben, weitere 1,16 Millionen verdienen 4.500 bis 5.500 Euro brutto. Diesen zwei Millionen Haushalten geht es mit Sicherheit gut. Aber es sind keine Abzocker, Abfindungskönige, Stellenstreicher, Börsenspekulanten, Firmenjäger oder Casino-Kapitalisten.

 

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Digitale Wirtschaft/Werbung/Marketing

Digitale Wirtschaft sieht sich als Gewinner der Krise - Kommunikationsagenturen müssen sich mit der neuen Ökonomie der Aufmerksamkeit auseinandersetzen

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 23/09/2009 - Keine Kommentare

Der Online-Werbemarkt wird in diesem Jahr um 10 Prozent wachsen. Zum Auftakt der Kölner Fachmesse dmexco sieht sich diese Branche nach Einschätzung des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) und des Online-Vermarkterkreises (OVK) als Gewinner der Krise. „Viele Werbebudgets haben sich in den vergangenen Monaten von der Klassik in die Onlinewelt verschoben", sagte BVDW-Präsident Arndt Groth. Der Online-Werbemarkt liege mittlerweile hinter TV und Zeitungen mit einem Marktanteil von knapp 22 Prozent an dritter Stelle. Publikums- und Fachzeitschriften kämen nur noch auf rund 16 Prozent. TV- und Zeitungswerbung erreiche 37 Prozent. Diesen Trend könne man in ganz Europa beobachten. Im insgesamt rückläufigen Gesamtwerbemarkt erwirtschaftete Online-Werbung im vergangenen Jahr 12,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 20 Prozent. Spitzenreiter ist Dänemark, gefolgt von Großbritannien, Schweden und Niederland. Deutschland erreicht den fünften Platz. Die Schere zwischen dem europäischen und amerikanischen Online-Werbemarkt schließe sich, da die Wachstumsrate in den USA mit 10,6 Prozent deutlich schwächer ausgefallen sei. Der Umsatz lag dort bei 16,6 Milliarden Euro.

 

 

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Wirtschaft/Technologie/Sprachautomatisierung

Gesundheitswesen bringt Sprachautomatisierung voran: Nuance-General Manager Bommer im Interview mit NeueNachricht

Von NeueNachricht veröffentlicht am 23/09/2009 - Keine Kommentare

NeueNachricht: Gibt es Neues zum Thema Sprachsteuerung zu berichten, oder ist das Thema mit seinen technischen Möglichkeiten weitestgehend ausgeschöpft?

Michael Bommer: Sprachsteuerung ist auf dem Vormarsch, von Stillstand kann keine Rede sein. Zum Beispiel findet sich im Gesundheitswesen mittlerweile einer der hauptsächlichen Treiber für die Innovation von Sprachtechnologie. Heute hat ein Radiologe in Deutschland eine sprecherabhängige Transkriptionssoftware, die zu 100 Prozent verfügbar ist. Anstatt selbst einen Bericht oder Text zu schreiben, kann er mit seinem Gerät sprechen. Dieses transkribiert die Aussagen in einen Bericht. Damit steht sofort ein digitales Word-Dokument zur Verfügung, das per Sprachsteuerung direkt an einen Server geschickt werden kann. Wir haben hierbei Erkennungsraten von fast 100 Prozent, da die Transkriptionssoftware auf den Benutzer trainiert ist. In Norwegen hat das dazu geführt, dass das gesamte klinische Personal auf dem Rechner ein Transkriptionswerkzeug zur Verfügung hat. Mittlerweile ist die medizinische Transkription der größte Einzelgeschäftsbereich von Nuance. In Amerika wird unsere Transkription in rund 3000 Kliniken eingesetzt und von etwa 400.000 Ärzten und klinischem Personal verwendet. Das ist einer der größten Geschäftsbereiche von Nuance, mit dem wir vergangenes Jahr 350 Millionen Dollar Umsatz gemacht haben. In diesem Jahr werden wir wohl die 400 Millionen Dollar-Grenze durchbrechen.

 

 

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Internet/Soziale Netzwerke

MySpace wehrt sich gegen harte Konkurrenz

Von Jörg Tschürtz veröffentlicht am 22/09/2009 - Keine Kommentare

Die Pläne Rupert Murdochs, sein 2005 erworbenes Web 2.0-Portal MySpace als Entertainment-Mittelpunkt des Internets zu positionieren, könnten eher als gedacht zur Realität werden. In der Branche wird derzeit heftig gemunkelt, dass die Plattform schon in den nächsten Monaten um ein Video-Service reicher werden könnte, das dem Platzhirschen YouTube und dessen Eigentümer Google zusätzliches Terrain abgraben soll. Wie Cnet berichtet, soll dieses Unterfangen durch eine Kooperation mit Hulu, einem aufstrebenden, bislang ausschließlich in den USA verfügbaren Videoportal, bewältigt werden. Hulu ist ein Joint Venture der drei führenden Medienunternehmen NBC Universal, News Corp. und Walt Disney Company und hat vor allem durch das Streamen von Filmen und Serien aus beinahe 200 Content-Quellen an Beliebtheit gewonnen. Laut comScore hat das im März 2008 gestartete Hulu bereits mehr als 38 Mio. Unique Viewers (Stand: Juli 2009).

 

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Reisen/Tourismus/Internet

Luxusurlaub in der Biosphäre - Trend zu individuellen Reisen wird zunehmen

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 22/09/2009 - Keine Kommentare

„Früher war fliegen etwas besonderes, heute sind Sie es!" Der Slogan der TUIfly ist symptomatisch für den europäischen Luxusmarkt. Denn durch die Demokratisierung von Luxus können sich immer mehr Bevölkerungsschichten „Luxusprodukte" leisten. Wie das in Zukunft sein wird, skizziert Sven Gábor Jánszky, Leiter des forward2business-ThinkTanks: „2020 werden darunter weniger teure Konsumprodukte, sondern die Optimierung des menschlichen Körpers verstanden. Körper und Geist sind immer weniger biologische Gegebenheiten. Stattdessen wird der Wunschkörper zur Luxusware für Reiche. Luxus 2020 ist individualisierte Medizin. Luxus 2020 ist Anonymität. Und Luxus ist womit man den Körper umgibt".

 

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Unternehmen/Technologie/Kundenservice

Stolpernde Putzfrauen und die Benutzerfeindlichkeit der Multimedia-Branche: Warum technologisches Idiotentum der Volkswirtschaft schadet

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 21/09/2009 - 1 Kommentar(e)

Neue Medien sind immer auf der Suche nach unbekannten Bedürfnissen. „Wenn sich Bastler, Ingenieure, Programmierer etwas ausdenken, sind sie ausschließlich an den Eigenschaften ihrer Spielzeuge interessiert. Der mögliche Benutzer ist für sie nur ein störender Ignorant", kritisiert der keinesfalls technikfeindliche Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger. Was sich in Büros und Wohnzimmern abspiele, sei grotesk. Rechner, Drucker, Modems, Netzgeräte, Scanner und Brenner würden jeweils das Studium einer hundertseitigen Betriebsanleitung erfordern. „Der Zustand der so genannten Multimedia-Branche lässt sich am Gewirr der Kabel ablesen, über welche die Putzfrau stolpert", moniert Enzensberger. Vom technisch möglichen Zusammenschmelzen der elektronischen Medien, wie von den Herstellern seit Ewigkeiten versprochen, könne in Wirklichkeit noch keine Rede sein: „Die digitalen Medien schließen durch ihre Benutzerfeindlichkeit zwei Drittel der Bevölkerung aus. Man fragt sich vergeblich nach dem ökonomischen Sinn dieser Sabotage", so Enzensberger, Autor der legendären „Siebenunddreißig Balladen aus der Geschichte des Fortschritts" (Titel: Mausoleum, erschienen bei Suhrkamp). Vielleicht liege es an den berufsbedingten Schauklappen nach dem Motto: Chacun devient idiot à sa façon - jeder macht sich aus seine Weise zum Idioten.

 

 

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Wirtschaft/Hochschule

Wider die Stoff-Bulimie an Hochschulen: Reinschaufeln, Auskotzen, Vergessen - Stipendium für Regelbrecher

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 18/09/2009 - 3 Kommentar(e)

Das Unternehmen forward2business schreibt ein Stipendium für den Management-Nachwuchs aus. Trendforscher Sven Gábor Jánszky erklärt das Engagement mit der fehlenden Innovationskraft der deutschen Wirtschaft. „Deutsche Unternehmen sind Weltmeister im Wettbewerb um Effizienz und Prozessmanagement. Und doch fehlen uns echte Innovatoren, die die Grenzen ihrer Branchen überschreiten und damit neue Märkte und Produkte entdecken. Im forward2business-ThinkTank gibt es diese Regelbrecher. Doch es sind viel zu wenige! Dies liegt insbesondere an unserer Managerausbildung, die stromlinienförmige Verwalter aber keine echten Innovatoren hervorbringt", so Jánszky. Man habe deshalb nach einem Weg gesucht, die Trendexpertise und Innovationsmethoden seines Think Tanks an die Universitäten zu bringen. Mit der Karlshochschule International University in Karlsruhe habe man den perfekten Partner gefunden, der die Vorstellung von innovativer Managementkultur nicht nur teilt, sondern in die Praxis des Hochschulstudiums umsetzt. Der forward2business-Stipendiat werde wie alle Studenten der Karlshochschule bereits während des Studiums neue Wege gehen. Er werde das Querdenken lernen und den Blick für disruptive Innovationen trainieren. ‚Change Management und Innovation‘ sind feste Bestandteile des Studiums.

 

 

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Wirtschaft/Kundenservice/Dienstleistungsökonomie

Kunden auf der Flucht - und kaum einer tut was dagegen: Rückgewinnung immer noch Stiefkind im Vertrieb

Von Matthias Schmitz veröffentlicht am 17/09/2009 - Keine Kommentare

Aus den Augen, aus dem Sinn. Dieses Sprichwort bringt auf den Punkt, was im Vertrieb praktiziert wird: Verlorene Kunden sind vergessene Kunden. Oder sie werden als ‚Karteileiche‘ einfach aus der Datenbank gelöscht. Nur zwölf Prozent aller Unternehmen betreiben ein systematisches Kundenrückgewinnungsmanagement. 35 Prozent beschäftigen sich überhaupt nicht mit dem Thema. Und 53 Prozent tun das höchstens punktuell. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung Excellence Barometers 2009 unter 300 Führungskräften der deutschen Wirtschaft. Ein sehr bedenkliches Ergebnis, meint Anne M. Schüller, Expertin für Loyalitätsmarketing und Initiatorin der Studie. Denn „Unternehmen haben es zunehmend mit einem neuen Phänomen zu tun: den flüchtenden Kunden."

 

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Medien/Unternehmen/Internet

Riepl-Illusionen und die kulturellen Katastrophen der Computerkommunikation - Zeiten der Informationsmonopole sind vorbei

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 17/09/2009 - 8 Kommentar(e)

 

Vertreter der großen Verlage zitieren mit Vergnügen aus einer Dissertation, die zu Zeiten von Kaiser Wilhelm anno 1913 veröffentlicht wurde. Es stammt von Wolfgang Riepl und trägt den Titel: „Das Nachrichtenwesen des Altertums mit besonderer Rücksicht auf die Römer", erschienen bei Teubner. Aus dem Opus leiten Medienschaffende das „Unverdrängbarkeitsgesetz" ab. Etwa Axel-Springer-Chef Matthias Döpfner. „Keine neue Mediengattung ersetzt die bestehenden. Medienfortschritt verläuft kumulativ, nicht substituierend. Es kommt immer Neues hinzu, aber das Alte bleibt. Bis heute ist dieses Gesetz unwiderlegt. Das Buch hat die erzählte Geschichte nicht ersetzt. Die Zeitung hat das Buch nicht ersetzt, das Radio nicht die Zeitung, das Fernsehen auch nicht das Radio. Und also wird das Internet auch nicht das Fernsehen oder die Zeitung ersetzen." Folgt man einem Blog-Beitrag von Handelsbatt-Redakteur Thomas Knüwer, zählen auch Tagesspiegel-Chef Stephan-Andreas Casdorff oder der verstorbene Politiker und Medienexperte Peter Glotz zu den Riepl-Fans. Wie es passieren konnte, dass eine Hypothese aus einer Dissertation des Jahres 1913, die sich mit Nachrichten im Römischen Reich beschäftigt, zum Rettungsanker der Medienkonzerne des Jahres 2009 werden konnte, ist für Knüwer nicht klar. Es sei geradezu putzig, wenn selbst die philologisch-historische Fakultät der Uni Augsburg über Riepl schreibt, er habe sich mit der „Geschichte der Fern- und Telekommunikation" beschäftigt. Denn als Riepl seine Doktorarbeit schrieb, gab es nicht einmal das Radio. „Womit Riepl sich beschäftigte war anscheinend vor allem das Post- und Meldewesen. Das kann nicht nur durch Menschen stattfinden, die auf eine Unterlage geschriebene Texte transportieren, sondern genauso durch Fahnen, Blink- oder Audiosignale", so Knüwer. Eigentlich brauchen die Verlagschef nur das medienwissenschaftliche Standardwerk von Werner Faulstich zur Hand nehmen, um herauszufinden, dass sich Riepl überhaupt nicht mit Massenmedien beschäftigt hat, sondern mit der Individualkommunikation und dem Nebeneinander von schriftlichen und mündlichen Formen der Verständigung zwischen Menschen. Und die Beispiele von Riepl zeigen sehr wohl, dass Medien „sterben" und ihren Mediencharakter verlieren.

 

 

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Finanzen/Unternehmen

„Rating-Herabstufung bringt Unternehmen in schweres Fahrwasser": NeueNachricht-Interview mit Professor Uwe Christians, Experte für Bankmanagement

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/09/2009 - 3 Kommentar(e)

NeueNachricht: Wirtschaftswissenschaftler werten die Kreditklemme als größte Bedrohung für die Wirtschaft. „In Zeiten, die so weit jenseits der Normalität liegen, führen die traditionellen Methoden der Bestimmung der erforderlichen Konjunkturimpulse in die Irre", warnen beispielsweise die Ökonomen George A. Akerlof und Robert J. Shiller. Wie beurteilen Sie die derzeitige Situation auf den Finanzmärkten?

Professor Uwe Christians: Die so genannte Kreditklemme mag sicherlich für bestimmte Branchen und Firmen-Größenklassen ein Problem zu sein. Das gilt vor allen Dingen für exportlastige Unternehmen. Kleinere Gewerbetreibende und Existenzgründer dagegen scheinen nur teilweise davon betroffen zu sein. Das Problem liegt darin, dass Großbanken und Landesbanken oft allein aus Vorsichtsgründen ohne große Differenzierung eine Herabstufung im Rating vornehmen. Und das unabhängig von den individuellen Erfolgsaussichten, mehr oder weniger aufgrund schlechter Branchen- oder Exportprognosen. Dadurch geraten Firmen mit schlechten Ratings, die also „auf der Kippe stehen", in schweres Fahrwasser. Die Volkswirtschaft wird dadurch noch stärker gehemmt, eben weil die Kreditrisikopolitik der Banken oft zu pauschal vorgenommen wird. In konjunkturell besseren Zeiten ist dies natürlich genau umgekehrt. Insofern verstärkt die Kreditpolitik der Banken die konjunkturellen Ausschläge.

 

 

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Medien/Internet

Facebook meldet schwarze Zahlen - Weltweite Nutzergemeinde wächst auf 300 Millionen aktive Mitglieder

Von Claudia Zettel veröffentlicht am 16/09/2009 - Keine Kommentare

Das Social Network Facebook hat seine internationale Führungsrolle weiter ausgebaut und zählt nun monatlich 300 Mio. aktive Nutzer weltweit. Außerdem kommt die Seite nun offenbar in die schwarzen Zahlen und habe angefangen Geld zu verdienen, wie das Unternehmen auf einer Konferenz in San Francisco bekannt gegeben hat. Facebook hatte zuvor nicht erwartet, vor dem kommenden Jahr Gewinne einzufahren. "Das ist wichtig für uns, weil es Facebook zu einem starken unabhängigen Service auf Langzeitsicht macht", so Plattform-Gründer Mark Zuckerberg. Es gelinge dem Unternehmen erfolgreich, Facebook nachhaltig aufzustellen. "Wir haben jede Menge Spaß und stehen wichtigen Herausforderungen gegenüber, die ein Überdenken der aktuellen Systeme für einen Online-Informationsfluss erfordern", sagt Zuckerberg.

 

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Finanzen/Unternehmen

„Rating-Herabstufung" und Forderungsausfälle belasten Unternehmen

Von Silke Landwehr veröffentlicht am 16/09/2009 - Keine Kommentare

Als größtes Finanzierungsproblem für Unternehmen wertet Professor Uwe Christians von der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) nicht eine drohende Kreditklemme, sondern die Rating-Herabstufung. Bei den Banken geschehe das in der Regel aus Vorsichtsgründen: „Und das unabhängig von den individuellen Erfolgsaussichten, mehr oder weniger aufgrund schlechter Branchen- oder Exportprognosen. Dadurch geraten Firmen mit schlechten Ratings, die also ‚auf der Kippe stehen', in schweres Fahrwasser. Die Volkswirtschaft wird dadurch noch stärker gehemmt, eben weil die Kreditrisikopolitik der Banken oft zu pauschal vorgenommen wird. In konjunkturell besseren Zeiten ist dies natürlich genau umgekehrt. Insofern verstärkt die Kreditpolitik der Banken die konjunkturellen Ausschläge", kritisiert der Bankmanagement-Experte im Interview mit NeueNachricht. Die von Verbänden geforderte staatliche Verpflichtung zur Mittelstandsfinanzierung komme in der Öffentlichkeit zwar gut an, sei aber ökonomisch nicht der richtige Weg. Eine Boni-Begrenzung für Bankmanager, die beim G-20-Gipfel auf der Tagesordnung steht, hält Christians für wünschenswert. International sei das allerdings kaum durchsetzbar. Als Problem für den Mittelstand sieht Finanzexperte Michael Sauter, Geschäftsführer von GUARDEAN, die schlechtere Zahlungsmoral der Kunden. „Zudem wird vielen Firmen der Zugang zu Krediten zur Refinanzierung erschwert. Denn Finanzinstitute sehen den Mittelstand akut bedroht und schränken die Kreditvergabe teilweise drastisch ein", so die Erfahrung von Sauter.

 

 

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Wirtschaft/Unternehmen/Verbraucher/Soziale Netzwerke

Mit sozialen Netzwerken den Kundenservice verbessern - Web 2.0 kein Parkett für autoritäre Kontrollfreaks

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 15/09/2009 - 2 Kommentar(e)

Das Unternehmen RightNow plädiert für einen offenen Umgang mit sozialen Netzwerken: „Die wichtigste Frage lautet nicht, ob, sondern wie dieser neue Interaktionskanal in bestehende Kommunikationsstrategien eingebettet werden kann", sagt RightNow-Vice President Brett Waters. So sei die Kommunikation längst nicht mehr auf Konversationen zwischen Verbrauchern und Kundenservicemitarbeitern beschränkt; vielmehr finden im Internet ständig und in Echtzeit externe Gespräche zu Produkten, Dienstleistungen und Marken statt. Im Mittelpunkt der von RightNow empfohlenen „Verhaltensregeln" stehen die „Etiketten" sozialer Netzwerke, die beachtet werden sollten, damit eine Strategie wirklich erfolgreich sein kann. So müssten die Verhaltenskonventionen der Plattformen eingehalten werden. Nicht empfehlenswert sei es, diese Kommunikationskanäle zur Unterbreitung von Verkaufsangeboten zu nutzen. Stattdessen sollten Unternehmen die Verbraucher durch kurze und nützliche Informationen für sich gewinnen. Kombiniert mit den entsprechenden Such-Technologien könne heute ein einzelner Kommentar oder Post im Social Web größeren Einfluss haben als je zuvor. Dieser gravierende Wandel stelle eine echte Herausforderung für Call Center-Manager dar. Statt eine begrenzte Anzahl von Nachrichtenkanälen zu beobachten, müssten Firmenmitarbeiter heute akzeptieren, dass jedermann Informationen ins Internet stellen kann. Die kreative Zusammenarbeit, bei der Kunden sich gegenseitig Fragen beantworten, könne die Last der Call Center verringern. Die offene Gesprächskultur stelle auch eine großartige Wissensquelle dar, aus der Unternehmen lernen und die sie nutzen können.

 

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Wirtschaft/Medien/Internet

Online-Nachrichten durchblätten mit Fast Flip - Google will mehr Leser erreichen und Verlagsumsätze steigern

Von Markus Steiner veröffentlicht am 15/09/2009 - Keine Kommentare

Google hat sein Internetsuchportfolio um ein weiteres Angebot erweitert. Google Fast Flip, so der Name des neuen Services, stellt dabei eine Art experimentelle Präsentationsplattform für Nachrichteninhalte dar, die es den Nutzern erlauben soll, schnell und einfach die interessantesten aktuellen Neuigkeiten zu überblicken. Das Layout ist so gestaltet, dass es dem Betrachter wie beim gedruckte Pendant einer herkömmlichen Zeitung möglich ist, gewissermaßen durch die einzelnen Seiten mit News-Beiträgen zu blättern. Letztendlich sollen auf diese Weise das Zeitungslesen im Web wesentlich bequemer und effizienter gestalten sowie insgesamt mehr Leser für Seiten von Nachrichtenverlagen generiert werden. "Die Verlagsbranche ist heute mit vielen Herausforderungen konfrontiert, eine Patentlösung gibt es nicht. Wir glauben aber, dass es ein wesentlicher Teil der Lösung ist, wenn Leser dazu ermutigt werden, mehr Nachrichten zu konsumieren. Fast Flip stellt in dieser Hinsicht sicher eine nützliche Hilfe dar", erklärt Krishna Bharat, Distinguished Researcher bei Google News, auf dem offiziellen Unternehmensblog.

 

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Politik/Computer/Wissenschaften

Alan Turing und die perfide Technik des Rufmords

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 15/09/2009 - Keine Kommentare

Eine Online-Petition ist keine überflüssige Angelegenheit. Sie hat beispielsweise in London zur überfälligen Rehabilitierung des schwulen IT-Genies Alan Turing geführt. Er hatte die sexuelle Beziehung zu einem Mann eingeräumt und wurde deshalb 1952 von einem britischen Gericht mit der chemischen Zwangskastration bestraft. Zwei Jahre später brachte sich Turing um, nachdem ihm auch alle Sicherheitsfreigaben, die er zur Arbeit an frühen Rechenmaschinen benötigte, genommen worden waren.

 

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Wirtschaft/Unternehmen/Sprachtechnologie/Telefondienste

DFKI-Chef Wahlster: Computer entwickeln sich zu echten Dialogpartnern - Nominierungen für das Finale der Voice Awards

Von Silke Landwehr veröffentlicht am 14/09/2009 - Keine Kommentare

Zum sechsten Mal wird der Voice Award für die besten Sprachdialogsysteme vergeben. Es handelt sich um Telefondienst die mit Sprach gesteuert werden. Alle eingereichten Dienste wurden im Testlabor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) herstellerneutral „auf Herz und Nieren" geprüft. Nun gab die Jury aus Fachexperten die Nominierten bekannt. Knapp 30 Dienste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz konkurrierten in diesem Jahr um die Auszeichnung. 20 Systeme konnten sich für die letzte Runde qualifizieren - basierend auf einem umfangreichen Leistungstest wurden daraus die neun Nominierten in fünf Kategorien, darunter die neue Kategorie „Telefonbanking Award" von der Jury bestimmt. Insgesamt gibt es eine breite Anwendungspalette: vom Apotheken-Notdienst über Golf-Infodienst bis hin zur Zählerstandserfassung. Die Hauptkategorie „Best Practice Award" prämiert die beste deutschsprachige Sprachapplikation im Praxistest. Ins Finale schafften es hier der 22833 Apotheken-Notdienstfinder, das Voice Portal der Deutschen Bank, das Sprachport der Telekom und das Voice Portal von IKEA.

 

 

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Forschung

Menschliche Hirnzellen sollen Roboter steuern

Von Dominik Erlinger veröffentlicht am 11/09/2009 - Keine Kommentare

pte - Forscher der Universität Reading arbeiten an einem von menschlichen Gehirnzellen gesteuerten Roboter, der schon bald durch das Labor von Kevin Warwick und Ben Whalley fahren könnte. Erste Versuche mit Gehirnzellen von Ratten verliefen vielversprechend. Ein einfacher Roboter wurde mit 300.000 in einer Nährlösung gezüchteten Rattenhirnzellen ausgerüstet, die an die Abstands-Sensoren des Roboters angeschlossen wurden und sich als fähig erwiesen, den Roboter durch einen Raum zu steuern. Dabei zeigte sich der Rattenroboter erstaunlich agil und wich Hindernissen geschickt aus. Als nächsten Schritt planen die Forscher nun ähnliche Versuche mit menschlichen Gehirnzellen zur Robotersteuerung.

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Literatur

Wenn zwei sich streiten ...

Von Miliana Romic veröffentlicht am 10/09/2009 - 3 Kommentar(e)

Wenn zwei sich streiten ...

... freut sich bekanntlich der legendäre Dritte! Ein solcher ›Dritter‹ kann nun jeder werden und sich gleich an mehreren Streitigkeiten freuen.
Die Dispute, die dem lesend teilhabenden Beobachter zu seiner Freude vorgestellt werden, entstammen sämtlich dem deutschen Literaturbetrieb und werden von Norbert Weis in einem rasanten Ritt durch die Geschichte zusammengetragen: »Circus Scribelli. Über Grobiane, Streithähne und andere lautstarke Gestalten in der deutschsprachigen Literatur« ist im Bonner Bernstein-Verlag der Gebrüder Remmel erschienen.

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Mobilfunk/TV

Mobilfunkmast - demnächst auch Mobile-TV-Sender?

Von Thomas Pichler veröffentlicht am 09/09/2009 - Keine Kommentare

Der Mobilfunk-Interessensverband GSM Association (GSMA) hat seine Unterstützung für "Integrated Mobile Broadcast" (IMB) bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um einen neuen Standard des 3rd Generation Partnership Project (3GPP) für mobile Daten- und Broadcast-Angebote wie beispielsweise mobiles Fernsehen. IMB lockt Mobilfunkbetreiber mit einer vergleichsweise leichten Umsetzung. "Es ist im allgemeinen nicht nötig, neue Frequenzspektren zu finden und existierende Netzwerktechnologien können wieder verwendet werden", betont Dan Warren, Technologiechef der GSMA, im Gespräch mit pressetext. IMB verspricht eine spektrumeffiziente Bereitstellung einer erweiterten mobilen Angebotspalette. Denn die Übertragung kann in einem Frequenzbereich bei 1,9 Gigahertz erfolgen, für den viele Mobilfunker zwar Übertragungsrechte im Rahmen von UMTS-Lizenzen haben, der aber in der Praxis ungenutzt bleibt. Auch andere Synergien zum Mobilfunk verspricht der 3GPP-Standard, etwa im Bereich Netzwerktechnologie. "Potenziell könnten die gleichen Sendestation mitgenutzt werden", meint Warren. Ein weiterer Vorteil, den IMB in Aussicht stellt, ist eine problemlose Übergabe von Übertragungen vom Broadcast zum Mobilfunk-Unicast. Zum Einsatz kommen kann die Technologie beispielsweise für Mobile-TV-Angebote - als weiterer Konkurrent für Technologien wie DVB-H oder mediaFLO.

 

 

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Wirtschaft/Unternehmen/Technik/IFA

IFA ohne Krisengejammer - Elektronikbranche legt im Ordergeschäft deutlich zu - Trendthema: 3D-Technik wird die Wohnzimmer erobern

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/09/2009 - Keine Kommentare

Zum Abschluss der Internationalen Funkausstellung (IFA) bestimmen positive Schlagzeilen die Elektronikbranche. So seien nach Angaben des Veranstalters bei den Ordergeschäften mehr als drei Milliarden Euro generiert und somit das Rekordergebnis von 2008 übertroffen worden. Von einer Rezession sei keine Spur mehr. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete die IFA bereits bei der Eröffnung als Lokomotive für die gesamte Wirtschaft. „Das Erfolgskonzept der IFA ist in diesem Jahr voll aufgegangen - sowohl hinsichtlich einer stärkeren Internationalisierung, Steigerung der Besucherzahlen als auch der Medienresonanz. Wir bewegen uns auf der IFA hin zu einer kontinuierlichen Ordertätigkeit, die sowohl dem Handel als auch den Herstellern eine gute Planungssicherheit und einen erfolgreichen Geschäftsverlauf ermöglicht", bestätigt Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender des IFA-Veranstalters Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu). Die Zahl der Fachbesucher ist mit 119.000 (+14 Prozent) davon 25.500 (rund 20 Prozent)aus dem Ausland, deutlich gestiegen. Rund 228.600 Besucher (+8 Prozent) haben sich über die neuesten Produktpremieren unter dem Berliner Funkturm informiert. „Wir haben an unserem Standort in Kleinmachnow parallel zur IFA sehr viele Gespräche mit Führungskräften aus dem operativen Geschäft geführt. Nicht ein einziger thematisierte die Wirtschaftskrise, niemand jammert, alle sehen das Tagesgeschäft und die Perspektiven nach der Messe sehr positiv", so Peter Weilmuenster, Vorstandschef des After Sales-Spezialisten Bitronic. Eine Trendwende sei schon seit dem Frühjahr spürbar. Die meisten Unternehmen hätten wieder Wasser unter dem Kiel. „Im Servicegeschäft der Zukunft geht es um eine weitere Kostenoptimierung, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen. Das ist allerdings eine Entwicklung, die wir auch in den vergangenen Jahren beobachten konnten. Entsprechend setzen die Hersteller auf eine Volumenkonzentration, die man nur durch eine optimierte Prozessorganisation bewältigen kann", resümiert Servicefachmann Weilmuenster.

 

 

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Wirtschaft/Verbraucher/Technik

Menschliche Stimme statt PIN-Code - Sprachbiometrie soll den Wildwuchs von Geheimzahlen und Passwörtern beseitigen

Von Silke Landwehr veröffentlicht am 09/09/2009 - Keine Kommentare

Das Wuchern von Karten und Identitäten wird zunehmen als lästig und widersinnig empfunden, wenn man mehrere Karten ziehen muss, um einen einzigen Prozess durchzuführen, etwa beim Bezahlen im Geschäft mit Kundenkarte und Kreditkarte. „Das Kartenhaus der tausend Egos stürzt spätestens zusammen, wenn das Plastikpaket gestohlen oder verloren wird. Ein besonders fruchtbares Biotop für den Wildwuchs täglich neuer Identitäten ist das Internet, angereichert durch ebenso viele Passwörter", bemängelt der Schweizer Systemarchitekt Bruno Weisshaupt, Geschäftsführer von origo. Erhebungen des Statistischen Bundesamtes zufolge muss sich jeder Bundesbürger im Schnitt rund sechs so genannte Pins merken. Der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung sieht die Grenzen der Merkfähigkeit bereits erreicht. Im Extremfall werde die Geheimzahl sogar schon auf die EC-Karte geschrieben, damit man sie beim Abheben am Geldautomaten gleich zur Hand hat. „Mit der Einführung von weiteren Verfahren wie dem elektronischen Personalausweis, ELENA und der elektronischen Gesundheitskarte wird die Zahl der zu merkenden PINs und Passwörter noch steigen. Ich selbst halte eine PIN-Anzahl von zwölf pro Bundesbürger für nicht unrealistisch", so Peter Schaar. Nach einer Studie des Spracherkennungs-Spezialisten Nuance vergisst in Deutschland mittlerweile mehr als jeder zweite Befragte wichtige Passwörter oder PINs. Mit dem Einsatz von so genannten Voice Prints könnte man das schnell ändern. „Sprachbiometrische Verfahren basieren auf der individuellen Beschaffenheit der menschlichen Stimme: Der komplexe Aufbau der Sprechorgane sorgt dafür, dass jede Stimme einzigartig ist, und Menschen daher anhand ihrer Stimme eindeutig unterscheidbar sind. Die Sprechorgane, also Stimmbänder, Mundhöhle, Kehle, Nase, Kiefer und Gaumen mit der individuellen Anordnung und Beschaffenheit der Muskeln des Mund es und Rachenraumes sind bei jedem Menschen unterschiedlich. Sie ermöglichen es, in Verbindung mit der angelernten Sprechweise, einen Menschen anhand seiner Stimme eindeutig zu identifizieren", erklärt Michael-Maria Bommer, Nuance-General Manager für Deutschland, Österreich und Schweiz.

 

 

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Social Web/Twitter/Facebook

Psychologin: Twitter soll angeblich dumm und Facebook klug machen - Meinung gefragt!

Von Claudia Zettel veröffentlicht am 08/09/2009 - 5 Kommentar(e)

Facebook soll angeblich seine Nutzer klüger, der Microbloggingdienst Twitter hingegen dümmer machen. Diese gewagte These vertritt die Psychologin Tracy Alloway von der University of Stirling in Schottland. Laut einem Bericht des Telegraph hat sich Alloway eingehend mit dem Arbeitsgedächtnis beschäftigt, das für die vorübergehende Speicherung und dem Einsatz von Information zuständig ist. In diesem Zusammenhang untersuchte sie auch den Einfluss von Social Media auf das Arbeitsgedächtnis und kam zu dem Schluss, dass einzelne Plattformen die Entwicklung eher fördern, andere wiederum hemmen. Während Facebook nach Meinung von Alloway das Arbeitsgedächtnis erweitert und infolge auch "die Intelligenz fördert", soll Twitter genau das Gegenteil bewirken.

 

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Wirtschaft/Unternehmen/Dienstleistungen

Fach- und Führungskräfte für die Kundeninteraktion gesucht - Voice Days plus startet „Aktion 1000 Profis"

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 08/09/2009 - Keine Kommentare

 

Weilmuenster: Exzellente Mitarbeiter für die Dienstleistungsökonomie
Weilmuenster: Exzellente Mitarbeiter für die Dienstleistungsökonomie

Bei der Interaktion mit Kunden erwarten Unternehmen in den nächsten Jahren die größten Veränderungen ihres Geschäftsmodells. So diesem Ergebnis gelangte eine Studie von „The Economist Intelligence Unit". Befragt wurden im Auftrag von SAP Vorstände und Senior-Manager in Europa, Asien und den USA. Nach Expertenmeinung müssen vor allem Gleichklang von technischen Innovationen, Personalmanagement und verbesserten Geschäftsprozessen erreichten werden: „Um Service-Innovationen an den Markt zu bringen, reicht es nicht aus, nur auf die beste IT zu setzen. Man braucht darüber hinaus eine perfekte Organisation, kluge Prozessstrategien und exzellente Mitarbeiter", bestätigt der After Sales-Spezialist Peter Weilmuenster, Vorstandschef der Bitronic Holding in Frankfurt am Main. Die Dienstleistungsökonomie als Ganzes könne nur expandieren, wenn man Nachwuchs- und Führungskräfte aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenführt. „Die von IBM ins Leben gerufene Initiative ‚Service Science, Management und Engineering' (SSME) setzt schon die richtigen Akzente. Die akademische Bildung muss verschiedene Fachbereiche erschließen: Informationstechnik und Computerwissenschaften, Ingenieurswissenschaften, VWL und BWL, sowie Sozial- und Kulturwissenschaften", führt Weilmuenster weiter aus.

 

 

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Wirtschaft/Gesundheit/Justiz/IT

Sprachcomputer sind gar nicht so blöd: Projekte für die Patientenakte, Barrierefreiheit und Fälschungssicherheit

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/09/2009 - 3 Kommentar(e)

Zwei aktuelle Studien belegen, dass Spracherkennung ein Katalysator für die Einführung der Elektronischen Patientenakte (EPA) sein kann. Die Fallon Clinic in den USA untersuchte das Potential von Spracherkennung hinsichtlich Kosten- und Zeitreduzierung bei der medizinischen Dokumentation. Eine weitere Umfrage eruierte die Einstellung von Ärzten zur sprachbasierten Erfassung digitaler Informationen. Deutlich wird in den Untersuchungen, dass die Technologie den Übergang von papiergebundenen Prozessen hin zur umfassenden Digitalisierung in Gesundheitseinrichtungen beschleunigt, zu signifikanten Einsparungen führt und die Qualität der Dokumentation verbessert. Der Fallon Clinic Verbund aus Massachusetts mit mehr als 250 Ärzten an 20 Standorten vertreten, beziffert die Einsparung durch Nuance-Sprachlösungen mit 4.950 Euro pro Jahr und Arzt. Gleichzeitig konnte die Organisation die Befundbereitstellung in der EPA erheblich beschleunigen - von durchschnittlich 3,8 Tagen auf circa 45 Minuten mit Spracherkennung - und damit mehr Kapazität für die eigentliche Behandlung freisetzen. Insgesamt wurden Daten aus 1.800 authentischen Patientenuntersuchungen für die unabhängig durchgeführte Studie ausgewertet. Eine weitere Befragung von 1.255 US-Medizinern kam zu folgenden Ergebnissen: 83 Prozent sagten, dass Spracherkennung die Qualität ihrer elektronischen Patientenvermerke gesteigert habe, 69 Prozent sagten, dass die elektronische Patientenakte durch den Einsatz von Spracherkennung einfacher und schneller zu nutzen sei, 81 Prozent gaben zu Protokoll, dass man die Transkriptionskosten deutlich reduzieren konnte.

 

 

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Wirtschaft/Internet

Mobiles Internet vorwiegend in den eigenen vier Wänden im Einsatz

Von Claudia Zettel veröffentlicht am 04/09/2009 - Keine Kommentare

Mobiles Internet wird vorwiegend in den eigenen vier Wänden genutzt. Wer im Web über sein Handy surft, tut dies nicht etwa unterwegs, sondern vor allem in den eigenen vier Wänden, weil sich Smartphones für bestimmte Situationen offenbar als der "einfachere" Weg ins Netz etablieren. Zu diesem Schluss kommt das Beratungsunternehmen Accenture in seiner aktuellen Untersuchung "Mobile Web Watch 2009". 62 Prozent der befragten Internetnutzer haben angegeben, beispielsweise E-Mails und Nachrichten über das Mobiltelefon abzurufen, auch wenn sie zuhause sind. 2008 waren es erst 41 Prozent. Gleichzeitig sind laut der Untersuchung nur 55 Prozent mobil ins Netz eingestiegen, wenn sie gerade unterwegs waren. 2008 waren es hingegen 64 Prozent.

 

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Wirtschaft/Verbraucher/Kundenservice

Arbeitest Du noch oder bist Du schon Kunde? Warum das IKEA-Prinzip nervt und der Self-Service-Dschungel an seine Grenzen stößt

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 03/09/2009 - 3 Kommentar(e)

Der Arbeitssoziologe Günter Voß von der TU-Chemnitz hat ausgerechnet, dass IKEA-Kunden beim Aufbau der rund 30 Millionen verkauften Billy-Regale satte 15 Millionen Arbeitsstunden aufgewendet haben. Voß legt für das Zusammensetzen der 12 Teile, 20 Schrauben und ungezählten Nägel 30 Minuten pro Regal zu Grunde. „Das ist knapp gerechnet. Auch Billy-Profis waren einmal Anfänger und brauchen beim ersten Regal sicher länger. Aber geschenkt. Bei einem fiktiven Stundensatz von 8 Euro haben wir in mindestens 15 Millionen Stunden Heimarbeit 120 Millionen Euro für IKEA erwirtschaftet", so Sigrid Faltin, Autorin des Buches „Scheiterst du schon oder schraubst du noch?" (Herder Verlag). Für den Kunden sei dies nur schwer nachvollziehbar. Aber IKEA spare enorme Arbeitskosten und sei gar nicht so preisgünstig, wie viele Verbraucher denken, bemerkt Claus Dethloff von der Dienstleistungsberatung „Service Rating" in Köln. Das IKEA-Prinzip beherrsche inzwischen weite Teile unseres Lebens, stellt Faltin fest. So müsse man bei vielen Stadtwerken mittlerweile Zählerstände für Strom, Wasser und Gas selbst ablesen.

 

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Politik/Verkehr/Kommunen

Die dreisten Methoden des Staates bei der Knöllchenjagd

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 03/09/2009 - Keine Kommentare

 

Die NZZ hat ein Stück aus dem Knöllchen-Tollhaus recherchiert. Die Slowakei schütze mit recht fragwürdigen Gesetzen ihre Bevölkerung vor sich selbe - sogar zum Erstaunen der Gesetzgeber. So wurde eine Frau in der slowakischen Hauptstadt Bratislava nach einer viertelstündigen Abwesenheit an ihrem ordentlich geparkten Auto von einer Polizeistreife empfangen. „Es war ein heißer Tag, und um ihr Wägelchen nicht in eine Sauna zu verwandeln, hatte die Dame das Fenster einen Spaltbreit offen gelassen. Genau daran stießen sich die Ordnungshüter", so die NZZ. Der Fahrer sei nach der Straßenverkehrsordnung verpflichtet, sein Fahrzeug und damit transportierte Gegenstände gegen Entwendung zu sichern, sobald er sich so weit vom Fahrzeug entfernt, dass er es aus dem Blickfeld verliert. Zur Sicherung seien die von den Herstellern eingebauten Mittel zu benutzen. Für die wachende Obrigkeit war der Fall klar: Die „leichtsinnige" Autofahrerin müsse mit 60 Euro Bußgeld bestraft werden.

 

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Wirtschaft/Unternehmen

Fahrräder brauchen keine Abwrackprämie - Branche trotzt der Krise

Von Matthias Schmitz veröffentlicht am 03/09/2009 - Keine Kommentare

Während seit einem Jahr in der Wirtschaft Krisenstimmung herrscht, kann sich die Fahrradbranche weitgehend davon abkoppeln. Kurz vor den Herbstmessen in Friedrichshafen und Las Vegas ist Frank Bohle voller Zuversicht: „Bisher hat die Wirtschaftskrise den Fahrradmarkt nicht erfasst, und eine verspätete Krise zeichnet sich nicht ab." Der Geschäftsführer der durch seine Marke Schwalbe bekannten Ralf Bohle GmbH sieht eine dauerhafte Sonderkonjunktur und verweist auf die zunehmende Bedeutung der Radler im Alltagsverkehr: „Das moderne Fahrrad ist auch in vielen Städten weltweit in Mode gekommen."

 

 

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Technologie/Mobilfunk

Mobilfunk: Software von Nuance soll Such- und Navigationszeiten deutlich reduzieren

Von Silke Landwehr veröffentlicht am 01/09/2009 - Keine Kommentare

Der Sprach- und Bildbearbeitungsspezialisten Nuance hat eine neue neue Mikro-Website gestartet. Unter der URL http://www.t9nav.co.uk/de/home erhält man eine kostenlose 30-Tage-Testversion der Software T9Nav. Nach Firmenangaben reduziert das System die Such- und Navigationszeiten bei mobilen Geräten um fast siebzig Prozent. T9Nav passe sich dem Nutzerverhalten an und gewährleiste relevante und präzise Ergebnisse. „Zum Beispiel ruft der Anwender mit dem einfachen Drücken der Tasten 2, 5, 8 (b l u) die Bluetooth-Funktionen des Handys auf. Über 9, 2, 4 (z a h) zeigt die T9Nav-Lösung einen Zahnarzttermin im Kalender an, mit 6, 2, 3 (m a d) gelangt der Anwender zu den im Handy gespeicherten Songs von Madonna und über 3, 2, 2 (f a c) ist der Anwender schnell bei seinem mobilen Facebook Account", so Nuance.

 

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Wirtschaft/Unternehmen/IT/TK

Nuance präsentiert die Sprachausgabe-Software Vocalizer 5.0 für Mobil- und CallCenter-Anwendungen

Von Matthias Schmitz veröffentlicht am 27/08/2009 - 1 Kommentar(e)

Nuance Communications stellt mit dem Vocalizer 5.0 eine Text-To-Speech-Lösung (TTS) der nächsten Generation für Unternehmen und Mobilanwendungen vor. Das System zeichnet sich nach Firmenangaben durch hohe Präzision und Zuverlässigkeit aus. Die Sprachausgabe-Software kombiniert TTS und vorher aufgezeichnete Audiosequenzen, damit der Anrufer bei der Kontaktaufnahme mit den automatisierten Systemen von Call Centern und Unternehmen eine wesentlich natürlicher klingende Konversation erhält. Darüber hinaus zeigte Vocalizer 5.0 in unabhängigen Tests bei der Wiedergabe von Namen und Adressen eine nahezu fehlerfreie Sprachausgabe.

 

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Politik/Wirtschaft/Finanzen

Kreditklemme: Banken sitzen wieder am Spieltisch und der Mittelstand verhungert

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 27/08/2009 - 1 Kommentar(e)

Die Banken mauern, wenn es darum geht, Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau an Firmen weiterzureichen. Das berichtet die Abendzeitung in München. Für 38,4 Prozent der Mittelständler hätten sich „die Kreditkonditionen spürbar verschlechtert", bestätigt BVMW-Präsident Mario Ohoven. „Was nichts anderes bedeutet, als dass die Banken über den Hebel von Sicherheiten und Risikoaufschlägen Kredit suchende Klein- und Mittelbetriebe am ausgestreckten Arm verhungern lassen." Dabei beschäftigt der Mittelstand zwei Drittel aller Arbeitnehmer in Deutschland, hätte also im Sinn einer vorausschauenden Arbeitsmarktpolitik jede Unterstützung verdient. „Die Banken sitzen wieder am Spieltisch, anstatt sich um die Unternehmensfinanzierung zu kümmern", urteilt Christian Göttsch, Chef des Münchner Internet-Stellenmarkts Experteer, mit Blick auf die Börsengewinne der letzten Wochen. Wie viele andere Mittelständler hält Göttsch Staatshilfen für strauchelnde Unternehmen wie Quelle für einen „Riesenquatsch".

 

 

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Wissenschaft/Sport

Jogging fürs Gehirn statt Gehirn-Jogging

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/08/2009 - 2 Kommentar(e)

Die WDR-Sendung Quarks & Co ist der Frage nachgeganen, ob Aerobic fürs Gehirn so einfach möglich ist. „Die Idee klingt verlockend: Knifflige Denksport-Aufgaben regelmäßig und mit steigendem Schwierigkeitsgrad am Computer üben - das stärkt die grauen Zellen, hält das Gehirn jung, oder macht es bei Älteren gar wieder jünger! Das versprechen seit einigen Jahren immer mehr kommerzielle ‚Gehirntrainings-Programme'. Das Konzept scheint vom Muskeltraining im Fitness-Studio vertraut: Systematisches, zeitlich überschaubares Üben in einer ‚künstlichen Umgebung' - und die Effekte kommen den Trainierenden rund um die Uhr im Alltag zugute: mehr Power, wo immer man sie braucht, mehr Schwung und Beweglichkeit und mehr ‚Jugendlichkeit'. Tatsächlich sind diese Effekte beim Körper- und Kreislauftraining wissenschaftlich seit langem belegt - auch für ältere Menschen", so Quarks & Co. Dabei scheine es doch offensichtlich zu sein, dass kommerzielle Gehirntrainings-Programme Effekte haben: Schließlich zeige nach dem Training eine Statistik an, inwieweit man sich bei den einzelnen Übungen verbessert hat. Auch gefühlt kommen viele Nutzer nach einigem Training mit den Aufgaben besser, schneller und mit weniger Fehlern klar. Hier warnt Professor Henning Scheich, Direktor des Magdeburger Leibniz-Instituts, vor Simplifizierungen: „Man sollte sehr misstrauisch sein gegenüber den Weisheiten, die aus diesem Bereich kommen und zwar insbesondere wenn sie über die Macht der Bilder erzielt werden. Fast alle Medien würden zur Zeit Bilder der Kernspintomographie veröffentlichen. Da taucht ein Fleck im Gehirn auf, also muss das irgendwas bedeuten", so Scheich.

 

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Wirtschaft/Unternehmen/IT

Studie: IT-Chefs auf Rollensuche - Wertbeitrag der Informationstechnologie für den Geschäftserfolg muss besser kommuniziert werden

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 26/08/2009 - 1 Kommentar(e)

 

Harvey Nash-Geschäftsführer Udo Nadolski
Harvey Nash-Geschäftsführer Udo Nadolski

IT-Chefs sind zur Zeit besonders darum bemüht, ihre Mitarbeiter zu halten. In Krisenzeiten setzt man eher auf die erfahrenen Fachkräfte, um im harten Wettbewerb bestehen zu können. Zudem setzen CIOs in der Mitarbeiterführung stärker auf Kommunikation und Zusammenarbeit, neudeutsch auch als Kollaboration bezeichnet. Das geht aus der europaweiten Studie „Strategic insights survey: An IT leadership persepective" des IT-Beratungshauses Harvey Nash hervor. Mehr als zwei Drittel der befragten IT-Entscheider gaben zu Protokoll, dass sich ein Mangel an qualifizierten Mitarbeitern in der derzeitigen Konjunkturlage negativ auf das Geschäft auswirkt. Dabei hat sich der Blick auf die Mitarbeite verändert: In der Erhebung des Vorjahres ging es vor allem darum, Qualifikation zuzukaufen. Jetzt sind die IT-Chefs bestrebt, aus ihren bestehenden Teams das Beste herauszuholen. Die Frage, was sie dafür tun müssen, beantworten 66 Prozent mit „kommunikativ sein". 62 Prozent erklären außerdem, mit gutem Beispiel vorangehen zu wollen. Jeder zweite Befragte setzt auf Transparenz. CIOs haben klare Vorstellungen davon, welche Fähigkeiten jetzt gefragt sind. Ganz vorn rangiert mit 67 Prozent die Einbindung der IT in die Geschäftsstrategie des Unternehmens. Mehr als jeder Zweite vertritt die Auffassung, dass die IT sich stärker auf die Anforderungen des Geschäftserfolges konzentrieren muss. „Einige IT-Verantwortliche haben erkannt, dass sie sich nicht mehr im Rechenzentrum verstecken können. Informationstechnologie kann nicht mehr als Selbstzweck definiert werden, losgelöst vom Tagesgeschäft. Sie sollte nicht nur Servicefunktionen übernehmen, sondern muss ihren Platz gleichberechtigt neben den klassischen Unternehmensfunktionen finden", kommentiert Harvey Nash-Geschäftsführer Udo Nadolski die Studienergebnisse.

 

 

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Politik/Wirtschaft/Umwelt/Recycling

Verpackungsverordnung: Bundesländer wollen konsequenter gegen Recycling-Schummler vorgehen - Duale Systeme starten Qualitätsoffensive

Von Silke Landwehr veröffentlicht am 26/08/2009 - 3 Kommentar(e)

Schon vor Monaten warnte der Bonner Abfallexperte Sascha Schuh, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Ascon, vor der Aufweichung der Recyclingpflicht für gebrauchte Verpackungen. Völlig verunglückt sei das Verbot der so genannten Selbstentsorgersysteme, die in Konkurrenz zu Dualen System direkt bei Kantinen, Hotels, Kinos oder Supermärkten den Verpackungsabfall eingesammelt haben. „Mit den vielen Branchenlösungen als Alternative zu Selbstentsorgersystemen gibt die Novelle genügend Platz zum Schmunzeln. Sie bietet genügend Gestaltungsmöglichkeiten für ein ‚Lizenzdumping'. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt bei der Reduzierung von Entsorgungsgebühren für Duale Systeme, die haushaltsnah den Verpackungsabfall erfassen müssen. Die Lizenzgebühren für Kunststoffverpackungen kosteten noch vor drei Jahren bei DSD offiziell fast 1300 Euro Pro Tonne. Heute ruft man sich hinter vorgehaltener Hand Preise von 650 Euro pro Tonne zu. Mischt man dazu noch 15 Prozent Branchenlösungen ergibt sich ein Mischpreis pro Tonne Kunststoffverpackungen von etwas mehr als 500 Euro. 65 Prozent weniger als noch vor drei Jahren und schon lange nicht mehr auskömmlich", monierte Schuh im Interview mit NeueNachricht. Jetzt wollen angeblich die Landesumweltministerien härter durchgreifen.

 

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Internet/Soziale Netzwerke

Die verlorene Unschuld der Graswurzel-Enzyklopädisten: Wikipedia verschärft Artikel-Kontrollen - Oligarchie-System statt soziales Netzwerk

Von pressetext/NeueNachricht veröffentlicht am 25/08/2009 - 7 Kommentar(e)

Die englischsprachige Version der Online-Enzyklopädie Wikipedia führt nach einem Bericht der Nachrichtenagentur pressetext redaktionelle Kontrollen ein - so genannte „Flagged Revisions". In Zukunft sollen Artikel zu lebenden Personen für die Nutzer nur noch eingeschränkt editierbar sein. Wie offizielle Vertreter der Wikimedia Foundation in San Francisco verlauten ließen, werden die Beiträge bzw. Änderungen in diesem Bereich künftig zunächst von "erfahrenen freiwilligen Redakteuren" gegengelesen, bevor sie endgültig online gehen. Der Schritt erfolgt angesichts dessen, dass Teile der Wikipedia-Führung aufgrund der wachsenden Bedeutung der Online-Enzyklopädie danach trachten, der Seite noch mehr Seriosität zu verleihen und zuverlässige Informationen zu liefern. Die Begründung der Wikipedia-Verantwortlichen für den Paradigmenwechsel ist nach Auffassung des Kommunikationsexperten Bernhard Steimel, Sprecher der Nürnberger Voice Days plus unzureichend. „Von einer Weisheit der Vielen kann nun nicht mehr gesprochen werden. Wikipedia verabschiedet sich von den Prinzipien der sozialen Netzwerke. Von den sympathischen libertären Wurzeln der Web-Enzyklopädie bleibt nicht mehr viel übrig", kritisiert Steimel. Wer gegen Expertokratie und institutionelle Machtstrukturen ankämpfe, könne nicht selbst eine Politik des „closed shop". Etiketten wie Schwarmintelligenz oder Graswurzeldemokratie würden die wahren Strukturen des Netzwerkes verfälschen.

 

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Wissenschaft/Musik

Forschung: Sage mir, welche iPod-Musik Du hörst und ich sage Dir, wer Du bist

Von Claudia Zettel veröffentlicht am 24/08/2009 - Keine Kommentare

Die Zusammensetzung individueller iPod-Playlists gibt tiefe Einblicke in die Persönlichkeit. Forscher an der University of Cambridge haben untersucht, wie Personen aufgrund ihres Musikgeschmacks von anderen eingestuft und mit bestimmten Attributen bedacht werden. Laut den Studienergebnissen werden auf Grundlage der musikalischen Vorlieben Rückschlüsse sowohl auf die Persönlichkeit, die Werte, die soziale Schicht als auch die ethnische Zugehörigkeit eines Menschen gezogen. Die Forscher mahnen daher zur Vorsicht und raten, es sich lieber zweimal zu überlegen, bevor eine persönliche Playlist jemand anderem gezeigt wird. Klassikliebhaber gelten laut der Untersuchung zum Beispiel als hässlich und langweilig, während Rockfans schnell als emotional instabil und Pophörer als ein wenig dümmlich abgestempelt werden. Das Durchstöbern der iPod-Playlist einer anderen Person könne zur "Stereotypen-Bildung und möglichen sozialen Vorurteilen führen", meint Jason Rentfrow, Leiter der Studie am Department of Social and Developmental Psychology in Cambridge.

 

 

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Wirtschaft/Unternehmen/ITK

Desktop-Smartphone auf Android-Basis

Von Thomas Pichler veröffentlicht am 21/08/2009 - Keine Kommentare

Das kalifornische Unternehmen Cloud Telecomputers hat mit "Glass" eine Android-basierte Plattform vorgestellt, die Desktop-Smartphones für das Business-Segment in Aussicht stellt. Ein Acht-Zoll-Touchscreen verspricht eine einfache Bedienung des Geräts, das unter anderem mit der Integration von Outlook und des CRM-Programms Salesforce.com lockt. IT-Verantwortliche und Partner können dem Unternehmen zufolge über die offene Programmierschnittstelle des Geräts weitere Features implementieren. "Glass macht das Desktop-Telefon wieder relevant", meint David McMorrow, CEO von Cloud Telecomputers. Erreichen soll das Produkt die Kunden mithilfe starker Partner.

 

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Wirtschaft/Handel/Lebensmittel/IT

„Darf es etwas mehr sein?": Die Waage als Computerterminal und persönlicher Berater

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 21/08/2009 - 1 Kommentar(e)

„Darf es etwas mehr sein?". Diese Frage hat wohl jeder Konsument schon tausendfach beim Metzger oder an der Fleischtheke eines Supermarkts gehört. Weitere Assoziationen zum Ritual des Abwiegens sind selten gespeichert. Dabei haben moderne Waagen mittlerweile viele Funktionen: „Die Waagen, die wir für die Supermärkte, Bäckereien, Metzgereien oder Feinkostläden bauen, sind sehr verschieden. Es gibt zum Beispiel die Selbstbedienungswaagen, wie man sie von Supermärkten her kennt oder die so genannten Checkoutwaagen an der Kasse oder aber die Bedienwaagen, die an der Theke zum Einsatz kommen. Für diese verschiedenen Anwendungsfälle gibt es mittlerweile vielfältig Funktionen. Unsere Topmodelle haben ungefähr 700 Funktionen und nur eine davon ist das Wiegen. Viele der übrigen Funktionen befassen sich vor allem mit der Integration von Warenwirtschafts-, ERP- oder SAP-Systemen - bis hin zur Koppelung an die Preisfindung. Gibt es beispielsweise eine Verkaufsaktion, ‚ab 16:00 Uhr sind Äpfel billiger', dann propagiert das von Waage zu Waage, denn alle unsere Waagen sind WLAN-Waagen und können miteinander kommunizieren. Ein weiteres Beispiel ist die mustererkennende Waage. Wenn Sie auf eine solche Selbstbedienungswaage einen Apfel legen, dann erkennt die Waage: Aha, das ist der Jonathan-Apfel. Der kostet 1,70 Euro pro Kilogramm. Es steckt also wirklich sehr viel Computertechnologie in solch einer Waage", erläutert Andreas Rebetzky, CIO des Balinger Technologiespezialisten Bizerba und Sprecher des cioforums, im Gespräch mit NeueNachricht.

 

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Politik/Wirtschaft/Mittelstand

Die Ausbeutung der Mittelschicht: Warum der Mittelstand steuerlich nicht mehr Mitte ist - Deutschland braucht einen neuen Gesellschaftsvertrag

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 20/08/2009 - Keine Kommentare

Verlierer im Berliner Politspiel ist die breite Masse der Bevölkerung, die der SZ-Redakteur Marc Beise als Mittelschicht definiert. Alle Steuermaßnahmen seit 1990 haben nach Analysen von Beise eine Belastungsverschiebung nach sich gezogen. Gewinner seien vor allem Bezieher niedriger und sehr hoher Einkommen, Verlierer die mittleren Einkommen: „Bei ihnen reicht die tarifliche Entlastung nicht aus, um die heimlichen Steuererhöhungen und die Einführung des Solidaritätszuschlages auszugleichen. Letzterer ist erstmals 1991 erhoben und dann dauerhaft ab 1995 eingeführt worden und beträgt zusätzliche 5,5 Prozent (bis 1998 7,5 Prozent) der Steuerschuld", schreibt Beise in seinem neuen Buch „Die Ausplünderung der Mittelschicht". Er vergleicht die Lage der Steuerpflichtigen mit 1957. „Damals wurde der Spitzensteuersatz von 53 Prozent erst beim Siebzehnfachen des Jahreseinkommens eines durchschnittlich verdienenden Arbeitnehmers fällig, ab 60.000 Mark. Heute liegt das Durchschnittseinkommen bei 35.000 Euro, und der Spitzensteuersatz ist ab dem Anderthalbfachen dieser Summe fällig. Wer gut 50.000 Euro im Jahr verdient, zahlt 42 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Während der Mittelstand damals auch steuerlich Mitte war, gehören viele seiner Mitglieder heute zur Zielgruppe des Höchststeuersatzes", so Beise. Und vor diesem Hintergrund begann die SPD im Frühjahr 2009 allen Ernstes eine Erhöhungsdiskussion - mit dem Ziel, in Zeiten der Krise die Armen reicher und die Reichen ärmer zu machen. Man erinnert sich noch vage an den PR-Gag der SPD, einen „Lohnsteuerbonus" von 300 Euro auszuzahlen. Ärgerlich sei nach Meinung von Beise nicht nur die falsch intonierte Stimmungsmache gegen den vermögenden Teil der Gesellschaft. „Die SPD definiert Steuerpolitik als ausgleichende Gerechtigkeit, und damit sei das Thema erledigt. Dabei ist die Müntefering-Partei drauf und dran, sich mit dem Schlachtruf ‚Wider die Reichen!' erneut ausgerechnet an der Mittelschicht zu vergreifen. Verräterisch war, dass die SPD nicht nur den Zuschlag für Reiche um noch einmal fast die Hälfte auf denn 47 Prozent erhöhen wollte, sondern zugleich die Grenze zu halbieren erwog, ab der der Staat zusätzlich zugreift: Sie läge dann bei 125.000 Euro (Verheiratete das doppelte). Wer so viel verdient, liegt weit über dem Durchschnitt, ist aber ganz sicher nicht reich. Betroffen sind die mittlere Führungskraft, der Handwerker, Arzt oder Anwalt, der Kleinunternehmer - Mittelschicht pur", erläutert Beise.

 

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Wirtschaft/Reisen/Internet

Web 2.0-Abstinenz deutscher Reiseunternehmen - Fehlanzeige bei neuen Dialoginstrumenten

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 19/08/2009 - Keine Kommentare

Eine neue Studie der studentischen Unternehmensberatung Hanseatic Consulting belegt, dass Reiseunternehmen die Vorteile des Social Web als Kommunikationsweg und Marketinginstrument noch nicht erkannt haben. Kostenpflichtige Hotlines (90 Prozent), Webformulare (65 Prozent) und starre FAQ-Listen (50 Prozent) dominieren die Kommunikation mit den Kunden. Mitmachfunktionen und moderne Web 2.0-Dialoginstrumenten wie Twitter oder Facebook würden fehlen. Nur zwei Prozent der untersuchten Unternehmen haben bei ihrem Internetauftritt ein Forum eingerichtet. Gerade 15 Prozent haben eine Facebook-Gruppe und nur jeder zehnte Anbieter ist bei Twitter unterwegs. Auch mobile Internetseiten oder schlichte RSS-Feeds sucht man vergebens.

 

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Wirtschaft/Unternehmen/IT/TK

Kommunikationsstress in Unternehmen - Technologien mit einheitlicher Benutzeroberfläche gefragt

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 18/08/2009 - Keine Kommentare

Der Kommunikationsstress in Unternehmen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Bis zu 100 Nachrichten erhalten Wissensmanager laut einer Studie der Experton-Group pro Tag. An bis zu sieben Orten gehen SMS, Mails oder Anrufe auf sechs verschiedenen Geräten ein. Die Interaktion mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten leidet unter diesem technologischen Wildwuchs. Verpasste Anrufe, zu späte bemerkte E-Mail oder verlorene Daten sind die Folge. Fast jeder wünscht sich daher eine Integration der verschiedenen Kommunikationskanäle für Sprache und Daten. So genannte Unified-Communication-Technologien (UC) sollen die Kluft zwischen Telefon, PC, Laptop und Handy beseitigen. „Dabei geht es um eine Zusammenführung von Kommunikationsdiensten und Software auf einer einheitlichen Benutzeroberfläche. Über den Bildschirm erfährt der Mitarbeiter durch Präsenzfunktionen, ob sein gewünschter Gesprächspartner gerade ansprechbar, in einem Meeting oder unterwegs ist. Das bestimmt dann den Weg der Kontaktaufnahme: ein Telefonat vom PC, eine Sofortnachricht über den Instant Messenger, eine spontane Videokonferenz oder doch eine E-Mail", bericht das Fachmagazin is report in der aktuellen Ausgabe. Das Ganze sei allerdings kein reines Infrastrukturprogramm, so Nicole Dufft von der Berliner Marktforschungsfirma Berlecon, „sondern auch ein Reorganisationsprojekt". Es herrsche noch großer Aufklärungsbedarf. Eine Integration in prozessorientierte Anwendungen setze eine generelle Einführung von UC in Unternehmen voraus. „Entsprechend sind Lösungen gefragt, mit denen Systemintegratoren heterogene IT- und TK-Welten in Gesamtlösungen überführen", so Andreas Latzel, Deutschlandchef der Aastra-Gruppe. Nur so könne man die Vorteile einer einheitlichen Infrastruktur für alle Firmenstandorte, Heimarbeitsplätze und mobile Mitarbeiter nutzen. Die dazu notwendige Flexibilität und Fähigkeit zur Integration bringe UC von Haus aus mit.

 

 

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Wirtschaft/Marketing/Vertrieb/IT/TK

Neues IT-Portal für Marketing und Vertrieb gestartet

Von Silke Landwehr veröffentlicht am 18/08/2009 - 1 Kommentar(e)

Software-Lösungen für Content-Management, E-Mail-Kampagnen, Customer Relationship Management oder Web Controlling: In den vergangenen Jahren hat sich das Tempo und die Menge an Angeboten für das Marketing dramatisch erhöht. Führungskräfte im Marketing sind daher mittlerweile regelmäßig mit Entscheidungen rund um IT-Lösungen konfrontiert, die ihnen versprechen den Alltag einfacher zu machen. Nicht zuletzt wächst der Druck, auch im Marketing immer effizienter und rationalisierter zu agieren. Aber welche IT- und Web-Lösungen sind sinnvoll für die Unterstützung im eigenen Marketing, was leisten sie und wie viel kosten sie? Einen Marktüberblick bieten will das neue Portal marketingIT.de. Der Dienst aus dem Fachverlag der Handelsblatt-Verlagsgruppe informiert nach eigenen Angaben die Entscheider für Marketing, Vertrieb und IT über neue Entwicklungen und Hintergründe in IT und Telekommunikation, die Unternehmen in Vermarktung und Absatz ihrer Produkte und Dienstleistungen unterstützen.

 

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Wirtschaft/Industrie/Logistik

Etikette in der Industrie erwünscht: Qualitätssicherung verlangt Rückverfolgbarkeit

Von Matthias Schmitz veröffentlicht am 18/08/2009 - 1 Kommentar(e)

Kennzeichnungs- und Markier-Techniken sind nach einem Bericht des Fachmagazins MaschinenMarkt wichtige Themen, die in allen Industriebranchen diskutiert werden. „Treiber der Entwicklung sind Anforderungen wie Produktsicherheit und -qualität, Verbesserung der logistischen Abläufe im Unternehmen selbst und Umweltschutz im Sinne von sinkenden Verbrauchsmitteln", so MaschinenMarkt in der Augustausgabe. Fast überall komme dem Kennzeichnen und Markieren der Produkte und Halbzeuge eine steigende Bedeutung zu. Techniken für das Tracking und Tracing spielten dabei eine wichtige Rolle: Nur eine exakte Produktkennzeichnung mache die Rückverfolgbarkeit zum Zweck der Qualitätssicherung (Tracing) möglich. „Logistische Prozesse laufen reibungsloser ab, wenn die Versandeinheiten beispielsweise über die NVE (Nummer der Versandeinheit) individuell identifiziert werden können. Über das Einlesen der Nummern an den verschiedenen Stationen des Transports stehen die Daten allen Prozessbeteiligten transparent zur Verfügung, der Aufenthaltsort der Sendung ist jederzeit einfach zu ermitteln (Tracking)", schreibt MaschinenMarkt. Jeanette Holzer, Leitung Produktmanagement Europa von Hellermann-Tyton in Tornesch, sieht einen eindeutigen Trend hin zu höherwertigen, langfristig haltbareren Kennzeichnungen: Die Anforderungen an Kennzeichnungslösungen steigen, zum Beispiel um Fehler zu vermeiden. Kundenseitig werden auch mehr Zulassungen verlangt. Auch der im schwäbischen Balingen beheimatete Technologiespezialist Bizerba erweitert sein Angebot an Etikettier- und Kennzeichnungssystemen für den Logistikeinsatz. „Mit der neuen Version des GLM-L steht beispielsweise ein automatisches Etikettiersystem zur Verfügung, das jetzt auch im Thermodirekt- oder Thermotransferdruck gefertigte Etiketten bis zur Größe von DIN A5 aufbringen kann", sagt Dieter Conzelmann, Director Industry Solutions Market bei Bizerba.

 

 

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Wissenschaft/IT/Kundenservice

Vorbild Gehirn: Sprachsteuerung mit Künstlicher Intelligenz könnte die Kommunikation mit Maschinen verbessern

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 17/08/2009 - Keine Kommentare

Sehen, Hören, Fühlen - die Wahrnehmung der zahllosen, verschiedenartigen und schnell wechselnden Reize unserer Umwelt scheint uns ganz selbstverständlich. Doch was das Gehirn scheinbar so mühelos bewältigt, stellt Computer bisher oft noch vor unlösbare Aufgaben. Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften und des Wellcome Trust Centre for Neuroimaging in London haben ein mathematisches Modell entwickelt, mit dem die maschinelle Wahrnehmung und Verarbeitung von gesprochener Sprache deutlich verbessert werden könnte. Wie schwer es Computern fällt, mit gesprochener Sprache umzugehen, haben wahrscheinlich viele Menschen schon einmal erlebt. Starke Nerven braucht zum Beispiel, wer mit einem der Sprachautomaten kommuniziert, die von vielen Telefonhotlines eingesetzt werden. Wird nur ein wenig zu schnell oder zu langsam gesprochen, ist die Aussprache undeutlich oder gibt es ein Störgeräusch im Hintergrund, scheitert der Automat in der Regel. Grund dafür ist das sehr störungsanfällige Verfahren, mit dem Computerprogramme bisher Sprache verarbeiten. Der Computer versucht dabei vor allem, charakteristische Merkmale in den Frequenzen der Stimme zu erkennen, um Worte zu identifizieren.

 

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Wirtschaft/E-Commerce/Mobilfunk

Handys werden "Brieftasche der Zukunft"

Von Markus Steiner veröffentlicht am 14/08/2009 - 2 Kommentar(e)

Mobiltelefone werden sich in den nächsten fünf Jahren zu einer Art "Brieftasche der Zukunft" entwickeln. Während Handygeräte heute noch großteils vorwiegend zum Telefonieren, Internet-Surfen oder Musik hören verwendet werden, sollen sie künftig eine ganze Reihe sinnvoller Zusatzfunktionen bieten. Zu dieser Einschätzung kommt Ed Kountz, Senior Analyst beim US-Marktforschungsunternehmen Forrester Research in einem aktuellen Gespräch mit CNN. Als Beispiel nennt der Experte dabei vor allem bargeldlose elektronische Bezahldienste, die neben Autopark-Services auch für Kino-, Bahn- oder alle möglichen sonstigen Dienstleistungstickets verwendet werden könnten. Aber auch die Möglichkeit des Identitätsnachweises per Fingerabdruck- oder Netzhaut-Scan sollen Kountz zufolge bald Realität werden.

 

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Wirtschaft/Internet/Google/Apple/Facebook

Die Kampfzonen der Tech-Titanen: Apple, Google, Facebook und Co. ringen um neue Marktaufteilung

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/08/2009 - 1 Kommentar(e)

Zur Zeit überschlagen sich die Nachrichten im Machtkampf um die digitale Vorherrschaft. So sieht netzwertig-Blooger Martin Weigert eine neue Frontlinie im Netz: zwischen Facebook und Google. Mit der Akquisition von FriendFeed würde Facebook seine jüngst begonnene Mission erfolgreich abschließen können. Facebook wolle nicht mehr nur ein soziales Netzwerk sein, über das Nutzer mit ihren Freunden und Bekannten kommunizieren, sondern nunmehr einen Großteil der Konversation im Web beherrschen - die zwischen Freunden, Familie, Kollegen, Fans, völlig Fremden und natürlich auch Unternehmen und Organisationen. Was Twitter begonnen und in den vergangenen Monaten zum Durchbruch verholfen habe, möchte Facebook mit seinen über 250 Millionen aktiven Mitgliedern weiterführen. „Mit dem Kauf von FriendFeed zeigt Facebook-Gründer und -CEO Mark Zuckerberg, dass er dieses Vorhaben mehr als ernst nimmt. FriendFeed vereint verschiedene innovative Funktionen, die Zuckerberg nun endlich ohne schlechtes Gewissen und ganz offiziell bei Facebook integrieren kann, um aus der einstigen sozialen Plattform einen globalen Kommunikationsdienst zu machen. Auch die seit Wochenbeginn verfügbare Echtzeitsuche geht in diese Richtung", so der netzwertig-Blogger. Es wäre verwunderlich, wenn Google jetzt nicht um jeden Preis versuchen würde, verlorenen Boden gut zu machen, die Versäumnisse im Social Web- und Echtzeit-Bereich aufzuholen und Facebook damit das Leben so schwer wie möglich zu machen. Mit Spannung erwartete Dienste wie Google Wave oder Google Voice werden dem Unternehmen dabei sicher helfen. Und auch eine Übernahme von Twitter könnte erneut auf den Plan kommen. Interessant dürfte auch die Auseinandersetzung zwischen Apple und Google werden: Die neue Kampfzone zeigt nach Analysen von Branchenkennern, wie weit die Konvergenz von IT und TK, Daten und Sprache schon geschritten ist. Viele Jahre hatte Apple seine kleine Nische neben den sogenannten „IBM-kompatiblen PCs" gehabt, während die „kompatible" PC-Welt sich strikt in Hard- und Software-Anbieter differenzierte. Bei der Standard-Software war Microsoft der absolut dominierende Anbieter. Webdienstleister wie Google spielten auf einem ganz anderen Terrain, und der Mobilfunkmarkt wurde von Handy-Herstellern wie Nokia, Ericsson oder Motorola beherrscht.

 

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Wirtschaft/Handel/Konsumgüter

Kaufauslöser im Hirn - Neuromarketing statt klassischer Marktforschung

Von Silke Landwehr veröffentlicht am 13/08/2009 - 1 Kommentar(e)

Deutsche Unternehmen stecken jedes Jahr rund zwei Milliarden Euro in die Marktforschung. „Dafür werden Tausende Menschen nach ihren Wünschen und Meinungen befragt. Oft allerdings ohne Erfolg. Denn ihre Antworten scheinen nur selten etwas mit ihren wahren Kaufgewohnheiten zu tun zu haben. Immer klarer wird, dass kaum ein Konsument weiß, weshalb er sich für eine Marke entscheidet oder Stammkunde eines bestimmten Unternehmens wird. Produkteinführungen gleichen deshalb einem Vabanquespiel: Acht von zehn erweisen sich in den ersten drei Monaten als Flop", berichtet die Wirtschaftswoche. Deshalb würden die Unternehmen so große Hoffnungen in die neuesten Forschungsergebnisse des Neuromarketings setzen. Der in Australien lebende Markenexperte Martin Lindstrom hat die bisher umfangreichste Neuromarketing-Studie mit über 2000 Teilnehmern in fünf Ländern abgeschlossen. Sein in den USA bereits erschienenes Buch „Buyology - Warum wir kaufen, was wir kaufen" landete innerhalb weniger Wochen auf den Bestsellerlisten. Das „Time"-Magazin wählte Lindstrom sogar zu den 100 einflussreichsten Personen des Jahres 2009. Die Wirtschaftswoche druckt exklusiv Auszüge seines Buches ab, das am 10. August in Deutschland erscheint.

 

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Wirtschaft/IT/Google

Der Chrome-Masterplan: Wie Google den Konkurrenten Microsoft bedrängt - Beim Echtzeit-Netz schwächelt der Suchmaschinen-Riese

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 12/08/2009 - 2 Kommentar(e)

Der Browser Chrome ist für die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page das Portal zu einem neuen Internet-Zeitalter. In Zukunft werden die Menschen einen größeren Teil ihrer Arbeit online erledigen, davon sind die beiden Milliardäre überzeugt: „Dafür bringen sie immer neue Programme heraus: Google Docs ist ein Büro-Softwarepaket, das nur noch im Netz läuft. Google Wave, eine Kombination aus E-Mail, Chat und gemeinsamer Dokumentenbearbeitung, soll die Kommunikation umkrempeln. Das schlanke Betriebssystem Chrome OS, das für diese Web-Programme optimiert ist, soll ab 2010 sogar Windows überflüssig machen. Und unter dem Label Google Apps verkauft der Konzern seine Internet-Software bereits 1000-fach an Firmenkunden", berichtet die Wirtschaftswoche. Quasi en passant komme Google den Menschen mit den Angeboten so nah, wie es vor Kurzem noch undenkbar schien. „Schon bald sollen sie einen großen Teil ihrer Daten im Netz speichern. Experten nennen das Cloud Computing. Programme werden dann nicht mehr auf dem PC, sondern in der ‚Wolke' ausgeführt, vulgo: im Internet. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist ein schneller Browser", so die Wirtschaftswoche. Computernutzer setzen allerdings überwiegend noch auf die Programme von Microsoft. Laut Forrester Research setzen etwa vier Fünftel der Firmenkunden die Bürosoftware Office aus Redmond ein. Wie viel schwerer hingegen fiele der Wechsel zur Konkurrenz, wenn die Menschen Googles vielfältigen Diensten vertrauen und Dokumente, E-Mails, Kontakte und Fotos auf den Servern des Suchkonzerns ablegten. „Genau das soll Chrome leisten: mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen, unabhängig voneinander", schreibt die Wirtschaftswoche. Der Internet-Experte Bernhard Steimel, Sprecher der Voice Days plus in Nürnberg, hält Google Wave für die entscheidende Waffe im Kampf gegen Microsoft. „Unter dem Zauberwort ‚Unified Communication' sowie ‚Collaboration' sollen Kommunikation und Geschäftsprozesse sinnvoll zusammengeführt werden. Hier liegt ein Schlüsselfaktor für erfolgreiches Wirtschaften. Mit der zunehmenden Verbreitung des Kooperationsgedankens haben sich zugleich die Anforderungen an das Management der Zusammenarbeit erhöht", erklärt Steimel.

 

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Unternehmen/Organisation/IT/TK

Auf dem Weg zur Easy Economy: „Arbeiten mit wem, wo und wann man will" - IP-Kommunikation verändert die Unternehmensorganisation

Von Matthias Schmitz veröffentlicht am 11/08/2009 - 3 Kommentar(e)

Die starren Kommunikationsinfrastrukturen in den Unternehmen sollen von einer neuen Gerätegeneration abgelöst werden. Die Spezialprogrammierung der herkömmlichen ISDN-Anlage weicht der Standardprogrammierung einer IP- oder Hybrid-Lösung. Letztere haben nach Ansicht von Wirtschaftsexperten einen großen Vorteil: basierend auf LAN-Leitungen in Firmen können Telefone ebenso einfach wie schon Arbeitsplatzrechner oder Notebooks ans Firmennetz angeschlossen werden. Eine Extraverkabelung für die Sprachtelefonie ist nicht mehr nötig. Die smarten Endgeräte passen sich auch leichter dem Nutzer und seinen Anforderungen an. Man müsse nicht mehr an seinem Arbeitsplatz im Büro sitzen, um alle technologischen Ressourcen abzurufen, so die Analyse des Berliner ITK-Spezialisten Aastra. Mit konvergenten Kommunikationstechnologien könne man die Arbeit überall erledigen. Das sei besonders für Berufsgruppen interessant, deren Tätigkeit wissensbasiert ist. Die beiden Säulen für flexibles Arbeiten: VoIP und Virtual Private Networks (VPNs). Letztere garantieren den sicheren Zugang zum Firmennetzwerk.

 

 

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Politik/Wahlforschung

Kritik von Demoskopen: Veröffentlichungsverbot von Wahlumfragen in Griechenland verletzt Freiheitsrechte

Von Silke Landwehr veröffentlicht am 11/08/2009 - 3 Kommentar(e)

Die World Association for Public Opinion Research (WAPOR) ist über ein Gesetz der griechischen Regierung besorgt, das erneut die Veröffentlichung von Wahlumfragen 15 Tage vor dem Wahltermin verbietet. Die Entscheidung würden den fundamentalen demokratischen Prinzipien der Forschungs- und Informationsfreiheit widersprechen und schränke die Pressefreiheit ein. „Leider ist Griechenland kein Einzelfall", sagt Thomas Petersen, deutscher Kommunikationsforscher und Präsident der WAPOR. „In vielen, auch demokratischen Ländern beobachten wir eine zunehmende Tendenz, die Freiheit der Umfrageforschung einzuschränken und die Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse unter staatliche Kontrolle zu stellen. Wahrscheinlich gibt es keinen anderen Bereich, in dem sich Journalisten die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Ergebnissen verbieten lassen. Es fehlt hier leider am Problembewusstsein. Besonders bedauerlich ist, dass sich die griechische Regierung den Gesprächsangeboten der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft verweigert hat."

 

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Wirtschaft/IT/Bildung

App verwandelt iPhone in Lehrbuchsammlung

Von Markus Steiner veröffentlicht am 11/08/2009 - Keine Kommentare

Der Einsatz neuer Medientechnologien wird für den Lehrbetrieb zunehmend interessanter. Dass das entsprechende Potenzial von Anbietern im Bildungsbereich mittlerweile nicht nur erkannt, sondern auch ausgenutzt wird, zeigt das Beispiel des US-Textbuch-Anbieters CourseSmart. Er hat vor kurzem eine spezielle Applikation für iPhone und iPod touch vorgestellt, die Besitzern der Apple-Geräte den Zugriff auf die gegenwärtig über 7.000 Lehrbücher aus dem eigenen Archiv des Unternehmens ermöglicht. Mithilfe des kleinen Programms, das CourseSmart-Abonnenten kostenlos im App Store erwerben können, sollen Schüler und Studenten künftig schnell und einfach auf vollständige digitalisierte Versionen ihrer herkömmlichen Textbücher zugreifen, ihre selbst verfassten Notizen lesen und nach spezifischen Wörtern und Phrasen suchen können. Im Gegensatz zur traditionellen Variante ergibt sich bei den E-Books der Vorteil, dass keine schweren Druckwerke herumgeschleppt werden müssen und trotzdem jederzeit eine mobile Zugangsmöglichkeit zu Unterrichtsmaterialen besteht.

 

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Wirtschaft/Politik/Wissenschaft

Die absurden Annahmen und Tricks der Neoklassik: Warum man den VWL-Modellschreinern misstrauen sollte

Von Professor Wolfgang Kasper, Professor emeritus University of New South Wales Australien veröffentlicht am 10/08/2009 - 6 Kommentar(e)

Warum ist der komparativ-statische, neoklassisch-mathematische Denkansatz in der Nationalökonomie so dominant geworden? (Was könnte und sollte man tun, um einer offenen, dynamischen, freiheitsorientierten Nationalökonomie mehr Gehör zu verschaffen?

Es verwundert nicht nur Adepten der Ordnungspolitik und der österreichischen Schule, sondern auch Wirtschaftspraktiker, Juristen und Wirtschaftshistoriker, wie jemand annehmen kann,
• es gebe ‚perfektes Wissen';
• Nutzen- und Profitmaximierung seien des homunculus oeconomicus' einzige Motivation,
• man könne von Transaktionskosten abstrahieren, wo doch heutzutage mehr als 50 Prozent aller Kosten der Erstellung und Verteilung des Volkseinkommens genau aus ebensolchen Transaktionskosten bestehen, und
• es seien alle Entscheidungsträger -- sogar die politischen Eliten -- transparente, stete Gutmenschen, die ihren Auftraggebern selbstlos dienen!

 

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Wissenschaft/IT/Medien

Intuitive und barrierefreie Techniknutzung mit Sprachsteuerung - Heidelberger Forschungsinstitut stellt Politikern neue Anwendungsgebiete vor

Von Silke Landwehr veröffentlicht am 07/08/2009 - 1 Kommentar(e)

Das Heidelberger IT-Institut European Media Laboratory (EML) lädt Politiker ein, um ihnen Forschungs- und Technologiegebiete zu zeigen, auf denen Deutschland besonders gut positioniert ist - wenn die Forschungsergebnisse auch nachhaltig verwertet werden. Den Anfang machte FPD-Generalsekretär und MdB Dirk Niebel. Das EML präsentierte eine Sprachsteuerung für Mediengeräte, die die klassische Fernbedienung ersetzen kann. Eine Wohnzimmerwand mit Fernseher, Stereoanlage und digitalem Bilderrahmen dient als Demonstrationsplattform für die sprecherunabhängige Software. So probierte der FDP-Politiker das Umschalten der TV-Kanäle („Phoenix, bitte!") mit Sprachbefehl aus. Auch sein Musikwunsch „Freiheit" von Marius Müller-Westernhagen wird vom System erkannt. „Eine faszinierende Technik, die, wenn sie marktreif ist, unser Leben beeinflussen wird", zeigte sich Niebel beeindruckt. „Gerade in einer alternden Gesellschaft können hier Chancen geschaffen werden, länger selbstbestimmt zu leben."

 

 

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Wirtschaft/Management/IT

Netzwerk-Denkstau und bürokratische Erstarrung: Facebook-Generation sollte die Wirtschaft umkrempeln

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 07/08/2009 - 3 Kommentar(e)

 

Ziegelsteindiktatur in Unternehmen
Ziegelsteindiktatur in Unternehmen

Obwohl die Mehrzahl der Wirtschaftsexperten eine engere Vernetzung von Unternehmen fordern, damit sie zielgenauer auf die Wünsche ihrer Partner und Kunden eingehen können, effizienter entwickeln und ihre Waren und Dienstleistungen mit weniger Aufwand distribuieren können, vernetzen sich nach Erfahrungen von czyslansky-Blogger und Computerwoche-Herausgeber Christoph Witte viele Firmen gar nicht oder nur sehr punktuell: „Dabei könnten vor allem Mittelständler so viel mehr erreichen, wenn sie mit anderen zusammenarbeiten würden. Allein sind sie nicht groß genug, um zum Beispiel genügend Einkaufsmacht zu entwickeln. Gemeinsam kämen sie dagegen schnell auf das Einkaufsvolumen eines Großunternehmens und könnten ausreichenden Preisdruck auf ihre Lieferanten ausüben. Wenn dieses Defizit an Kooperation beklagt wird, geißeln die gescholtenen Unternehmen sehr häufig Software, Netzwerke oder Schnittstellen, die eine engere Zusammenarbeit erschweren", so Witte. Nach Ansicht des Netzwerkspezialisten Karl-Heinz Gabler von der Nürnberger Firma Nash Technologies trifft das Argument der Mittelständler nur bedingt zu: „Ich stimme nicht zu, dass die technologischen Hürden ein gewichtiges Argument sind, das die Zusammenarbeit erschwert. Vielmehr halte ich die Blockade im Kopf für viel ausschlaggebender."

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Politik/Wirtschaft/Umwelt/Energie/Europa

Der Glühbirnen-Schwindel: Eine neue Verbotsdebatte wie bei Zensursula ist nicht in Sicht

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/08/2009 - 9 Kommentar(e)

Der Countdown läuft: Ab dem 1. September tritt die erste Stufe des EU-Verbots für Glühlampen in Kraft. Alle mattierten Birnen sowie klare Glühlampen mit 100 Watt und mehr dürfen dann nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Läuft alles nach Plan, wird es ab 2012 zwischen Thessaloniki und Hammerfest keine leuchtende Birne mehr zu kaufen geben, jedenfalls nicht auf legalem Weg. Händler, die danach noch Glühlampen ordern, riskieren ein Bußgeld von 50 000 Euro. An den Grenzen Europas werden sich Zöllner auf die Jagd nach illegalen Importen machen. Glühlampen, die beispielsweise bei Online-Versendern in Asien oder Osteuropa bestellt und bei der Einfuhr abgefangen werden, sollen vernichtet oder an ausländische Interessenten versteigert werden. Aufregung, Aufschrei, Empörung, Petitionen oder eine neue Verbotsdebatte wie bei Zensursula? Still ruht der See. Es scheint wohl doch gute und schlechte Verbote zu geben. Dabei ist das Vorgehen beim Glühbirnen-Verbot ähnlich fragwürdig wie bei sonstigen Aktionen der Gutmenschen-Moralapostel. Sie sind ständig auf der Suche nach der „guten Sache", in deren Dienst sie treten können - und in deren Dienst sie die andere treten können: Glücksspiele, Flatrate-Partys, Mülltrennung, Hunde, Klimaschutz, Killerspiele oder Rauchen.

 

 

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Wirtschaft/IT/Sprachtechnologie

Mobile Sprachsteuerung: Das Handy als Serviceterminal

Von Malte Sönke veröffentlicht am 03/08/2009 - 1 Kommentar(e)

Als wichtigen Wachstumsfaktor sieht das CIO-Magazin die immer besseren Netzwerke, die zu neuen Wegen bei der Sprachübertragung führen. „Der Trend scheint zu einer Mischung aus netzwerkbasierter und eingebetteter Sprache zu gehen, mit der man beispielsweise das Menü steuern und eine Internetsuche durchführen kann", so die Fachzeitschrift. Vor allem bei Arbeitnehmern im Außendienst und in Lagerhallen würde sich die Nützlichkeit der Sprachsteuerung erweisen. Die Datamonitor-Studie berichtet von positiven Erfahrungen von Betreibern von Lagern, deren Mitarbeiter ihre Konzentration dank der mobilen Spracherkennung nicht von Tätigkeiten wie dem Heben von Gegenständen abwenden mussten. Ein Wachstumsmarkt sei auch das Gesundheitswesen und hier vor allem die Altenpflege. Bei gleich bleibenden Budgets müssten immer mehr alte Menschen betreut werden.

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Wirtschaft/Mode

Lagerfeld: Geiz in Zeiten der Krise schadet der Wirtschaft

Von Matthias P. Lubinsky veröffentlicht am 03/08/2009 - 1 Kommentar(e)

Karl Lagerfeld macht sich über Vermögende lustig, die in Zeiten der Wirtschaftskrise geizig werden. In einem Gespräch mit der französischen Zeitschrift Le Figaro Magazine sagt der nach Einschätzung des Wirtschaftsblattes Forbes einflussreichste Deutsche: "La crise économique est une bonne excuse pour les radins! Moi, je jette l'argent; il faut que ça sorte par la fenêtre pour que ça rentre par la porte. C'est cela qui peut faire marcher l'économie." ("Ich schmeiße das Geld nur so raus; man muss es zum Fenster rausschmeißen, damit es zur Tür wieder reinkommt. So bringt man die Wirtschaft auf Trab.")

 

 

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Politik/Wirtschaft/Wahlkampf

Wolkenschieber Steinmeier: Warum Politiker schlechte Arbeitsplatz-Beschaffer sind

Von Silke Landwehr veröffentlicht am 03/08/2009 - Keine Kommentare

Als "Wolkenschieberei und Wunschdenken" hat der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, den Deutschland-Plan von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier kritisiert: "Die Steuer- und Arbeitsmarktpolitik der SPD ist eher geeignet, Arbeitsplätze zu vernichten, anstatt neue Jobs zu schaffen. Ohne eine Kurskorrektur für mittelstandsfreundlichere Rahmenbedingungen bleibt Steinmeiers Plan frommes Wunschdenken." Neue Belastungen für die Unternehmen und neue Arbeitsplätze schlössen einander aus, betonte der Mittelstandspräsident. "Wer in seinem Regierungsprogramm Steuererhöhungen und eine weitere Regulierung des Arbeitsmarktes fordert, kann nicht im gleichen Atemzug von vier Millionen neuen Arbeitsplätzen sprechen." Eine nachhaltige Entlastung der Betriebe und Bürger sei das Gebot der Stunde.

 

 

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Wissenschaft/VWL/Politik

Verhaltensökonomik statt Modell-Schreinerei - Warum sich die Wirtschaftstheorie vom Leitbild des „Homo oeconomicus" verabschieden sollte

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 31/07/2009 - 4 Kommentar(e)

„Die Neoklassik gaukelt ein Scheinwissen über eine Welt vor, in der politische Manipulatoren entscheidender Einfluss zugemessen wird, unerwartete, schädliche Nebeneffekte und Verzögerungen aber wegdefiniert sind", so Wolfgang Kasper, emeritierter Professor für Nationalökonomie der australischen Universität New South Wales, bei einer Expertenrunde der Hayek-Tage in Jena. Die VWL-Dünnbrettbohrer mit ihren ceteris paribus-Modellen würden fälschlicherweise Quantifizierung mit Wissenschaftlichkeit gleichsetzen. Die Modellschreiner und Makromechaniker bilden nach Ansicht von Kasper ein karriereförderndes Kartell. Lehrstuhlkandidaten, die Bürokraten und Ministeraktivismus kritisieren, hätten nur geringe Chancen im undurchsichtigen universitären Ernennungsdickicht. So etablierten sich Professoren, die sich mit ökonometrischen Gefälligkeitsgutachten und Expertenrat in den Dienst von Politikern und Ministerien stellen. Wichtig wären Denkfabriken, Universitäten und Medien, die nicht vom Steuermäzenatentum abhängig sind. Zudem brauche man eine Neuausrichtung der Wirtschaftswissenschaften: „Das neoklassische Gedankengut stammt aus der Ära der Großindustrie mit Massenproduktion. Heute machen maßgeschneiderte Dienstleistungen zwei Drittel bis drei Viertel der Wirtschaftsaktivität aus. Und hier ist dezentrales Wissen der wichtigste Produktionsfaktor", sagte Kasper.

 

 

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Politik/Wirtschaft/Umwelt/Gelbe Tonne

Müllwirtschaft: Monopole schaden der Volkswirtschaft - Warum eine Verstaatlichung der Gelben Tonne unsinnig ist

Von Silke Landwehr veröffentlicht am 30/07/2009 - 1 Kommentar(e)

Ein Unternehmen mit absoluter Monopolstellung wie der Grüne Punkt kann höhere Preise verlangen als unter den Bedingungen eines funktionierenden Wettbewerbs. Das führt zu Einbußen beim Volkswohlstand." Zu dieser Einschätzung gelangte vor sieben Jahren der inzwischen verstorbene Volkswirtschaftsprofessor Hans-Jürgen Ewers im Interview mit NeueNachricht. Seit dem Jahr 2002 hat sich allerdings einiges getan. Der Müllkonzern DSD mit dem Erkennungszeichen „Der Grüne Punkt" hat in einem harten Ringen mit dem Bundeskartellamt und der EU-Wettbewerbskommission seine Alleinherrschaft verloren und steht mittlerweile im Wettbewerb mit acht Dualen Systemen, die ihre Dienstleistungen für die Mülltrennung in Gelben Tonnen und Säcke anbieten. Mit der fünften Novelle der Verpackungsverordnung, die seit Anfang des Jahres gültig ist, wurde der Systemwettbewerb rechtlich untermauert. Trotzdem mehren sich Stimmen bei großen Entsorgungskonzernen und Lobbyisten der Kommunen, zu den alten Zeiten der kommunalen Gebietsmonopole vor Einführung des Grünen Punktes zurückzukehren.

 

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Politik/Technologie/Maschinen/Internet/Kommentar

Die Maschine als Hausmeister: Von der Reklame-Zwangsbetankung zum Despotismus

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 28/07/2009 - 2 Kommentar(e)

Die politischen Volkspädagogen haben die Welt der Geräte, Maschinen und Informationstechnologien als Spielwiese für ihre Borderline-Kontrollsucht entdeckt. Da bekommt das lateinische Wort „Pater" eine neue Geltung. Der Paternalismus entstammt einem hierarchischen Familienmodell, in dem der Vater für seine Kinder sorgt und ihnen vorschreibt, wie sie sich zu verhalten haben. Selbst Espressomaschinen ermahnen uns durch laute Signale, die Reinigung nicht zu vernachlässigen und Bohrmaschinen verweigern den Dienst, wenn Schutzhelm und Schutzbrille fehlen. Unheilvolles könnte sich auch mit der neuen Verschlüsselungstechnologie CI Plus für das Digitalfernsehen entwickeln: Hier eröffnen sich für Programmanbieter eine Vielzahl von Folterinstrumenten zur Einschränkung der TV-Nutzung. „Die Sender können zum Beispiel bestimmte Programme mit einem Aufzeichnungsverbot belegen. Oder sie können dafür sorgen, dass sich Werbeblöcke beim zeitversetzten Fernsehen nicht mehr im schnellen Vorlauf überspringen lassen; damit hätten wir dann die Reklame-Zwangsbetankung", so die FAZ.

 

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Wirtschaft/Unternehmen/IT/Auto

Das Microsoft-Auto - Fahrkomfort durch Internet-Dienste und Sprachsteuerung

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 22/07/2009 - Keine Kommentare

Sowohl Microsoft als auch Open-Source-Initiativen sehen ein großes Potenzial für den Einsatz von Internet-Software in Autos. Ein System von Microsoft und Fiat soll nach einem ORF-Bericht den Nutzern dabei helfen, ihren Fahrstil umweltfreundlicher zu machen. „In den USA hockt schon ein virtueller Versicherungsagent mit im Bordcomputer, der risikoreiches Fahren mit höheren Prämien bestraft", so der Fernsehsender ORF. „Microsoft bringt webbasierte Dienste ins Auto", kündigte Microsoft-Manager Tom Philipps im Gespräch mit ORF.at an. Seit etwa zehn Jahren spiele Software im Auto eine zunehmend wichtigere Rolle. Microsoft möchte Autoanwendungen um Internet-Dienste erweitern. Philipps bezeichnet das Auto als „Aktivitätsinsel", da es bisher nicht ins Internet integriert war. Ein Beispiel für die Verschränkung von Fahrzeug und Web sei das eco-Drive-Programm, das der italienische Autohersteller Fiat auf Basis der Software-Plattform „Microsoft Auto" entwickelte.

 

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Wirtschaft/Informationstechnologie/Innovationen

Das Land der Technikfolgenabschätzung und die wilden Tage der IT-Innovationen

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 20/07/2009 - 1 Kommentar(e)

Die Branche für Informationstechnologie wirkt nach Ansicht von netzwertig-Blogger Andreas Göldi flügellahm. Die wilden Tage der IT-Innovationen seien vorbei. „Die Dinge haben sich schon seit Jahren spürbar verlangsamt, und das kann nicht einfach nur auf die Wirtschaftskrise zurückgeführt werden. Es ist ein typisches Muster für fundamentale Innovationen (wie die Eisenbahn, das Telefon und das Auto), dass sie eine Phase schnellen Fortschritts und dramatischer Veränderungen bringen. Aber wenn die Technologie einmal eine gewisse Reife erlangt hat und die Infrastruktur erstellt ist, verlangsamen sich Wachstum und weitere Innovation massiv", schreibt Göldi. So lange eine Technologie keine zweite massive Welle von Innovationen auslöse, wie das beim Übergang zur digitalen und mobilen Telefonie der Fall war - seien große Veränderungen seltener zu erwarten. Ähnlich sieht es auch Bernhard Steimel, Sprecher des Fachkongresses Voice Days Plus in Nürnberg: „Die Märkte für Telekommunikation, IT und Neue Medien haben in den vergangenen 20 Jahren epochale Innovationen erlebt. Das Internet, der Mobilfunk und Breitbandnetze haben die Impulse für ein stetiges Wachstum im Privatkundenmarkt gegeben. In immer mehr Märkten scheinen jedoch die Wachstumsgrenzen erreicht. Die ITK-Branche muss von der Konsumgüterindustrie lernen, wie man in gesättigten Märkten profitabel bleibt und nicht nur im Verdrängungswettbewerb über den Preis seine Marktanteile sichert. Ein tieferes Verständnis über Kunden und die Zielgruppe, deren Motive und Barrieren sind eine wichtige Voraussetzung dafür", so der Rat von Steimel.

 

 

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Wirtschaft/Mittelstand/Banken

Die Nebelkerzen der Banken: Kreditklemme des Mittelstandes wird verniedlicht - Geldhäuser haben Bringschuld, um Insolvenzen zu verhindern

Von Silke Landwehr veröffentlicht am 20/07/2009 - 1 Kommentar(e)

„Die Privatbanken verniedlichen die zur Zeit bestehende Kreditklemme und werfen Nebelkerzen bei der Lösung des Problems", sagte Mittelstandspräsident Mario Ohoven. Er reagierte damit auf Äußerungen des stellvertretenden Hauptgeschäftsführers des Bundesverbandes Deutscher Banken (BdB), Hans-Joachim Massenberg. Massenberg hatte erklärt, dass der Kreditbestand um fünf Prozent gewachsen sei. Das sei ein rein statistischer Wert, der darüber hinwegtäusche, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen nach wie vor große Probleme hätten, an Kredite zu kommen, kontert der Mittelstandspräsident Ohoven. So liegen für die insgesamt 40 Milliarden an KfW-Krediten bereits Anträge über 7,1 Milliarden Euro vor, nur entfielen mehr als 80 Prozent davon auf weniger als 100 Unternehmen. „Bei den beantragten Kreditsummen von durchschnittlich etwa 50 Millionen Euro, darf man wohl davon ausgehen, dass es sich nicht um Klein- und Mittelbetriebe handelt", bemerkte Ohoven.

 

 

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Wirtschaft/Internet/IT-Sicherheit

Cyberbanditen bevorzugen wieder E-Mails Renaissance traditioneller Angriffsmethoden

Von Nikolaus Summer veröffentlicht am 20/07/2009 - Keine Kommentare

Cyberoam hat seinen Internet Threats Trends Report für das zweite Quartal 2009 veröffentlicht. Demnach haben Cyberbanditen wieder bevorzugt auf E-Mails als Verbreitungsmethode für Malware zurückgegriffen. Im Juni 2009 sei auch die Anzahl nicht detektierter Viren stark gestiegen, was vorwiegend auf neuartige Trojaner-Varianten zurückzuführen sei. „Die Zeitdifferenz zwischen der Erkennung von Schadprogrammen und der Entwicklung entsprechender Signaturen stellt dabei ein zentrales Problem dar. Der Angriff in der ersten Junihälfte ist für Unternehmen wie Privatanwender besonders bedrohlich gewesen, da herkömmliche Antivirus-Software erst mit einer Verzögerung von vier bis 80 Stunden auf die Attacken reagierte", sagt Harish Chib, Vice President New Business Development bei Cyberoam, auf Anfrage der Nachrichtenagentur pressetext.

 

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Wissenschaft/Informationstechnologie

Intelligente Kleidung und Brillen-PCs für Ärzte und Techniker - Eingabe von Informationen über Sprach- und Gestenerkennung

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 16/07/2009 - 4 Kommentar(e)

Minicomputer, die in Kleidung, Brillen oder Armbanduhren integriert sind, sollen Menschen im Privat- und Berufsleben das Leben erleichtern. So genannte „wearble computers" könnten beispielsweise Ärzten zeitraubende Dokumentationsarbeiten abnehmen oder Techniker bei Wartungsarbeiten unterstützen. Medienberichten zufolge arbeitet das Bremer Technologiezentrum Informatik und Informationstechnik an einem Forschungsprojekt für intelligente Kleidung, die im Automobil- und Flugzeugbau, im Krankenhaus oder bei der Feuerwehr zum Einsatz kommen kann. Entscheidend sei es, Computer nutzen zu können, ohne die Arbeit zu unterbrechen. In der Erprobung befinden sich beispielsweise „Retinaldisplays". Das sind Brillen, die im Gestell einen kleinen Laser eingebaut haben. Der Laser erzeugt ein Bild, das auf ein kleines Prisma im Brillenglas gelenkt wird. Richtig interessant wird es nach Überzeugung von Professor Friedemann Mattern von der ETH Zürich, wenn der Brillenträger computergenerierte Informationen eingeblendet bekommt, die speziell in der jeweiligen Situation für ihn nützlich sind.

 

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Forschung/Wissenschaft/Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz zählt schon längst zur Alltagstechnologie

Von Andreas Schultheis veröffentlicht am 16/07/2009 - 1 Kommentar(e)

Das Forschungsfeld der Künstlichen Intelligenz (KI) hat gute fünf Jahrzehnte auf dem Buckel. Die Informatikforschung in Deutschland ist eigentlich noch ein wenig jünger. „KI-Anwendungen sind in der Regel nicht immer leicht als solche zu erkennen. Wenn Künstliche Intelligenz schließlich funktioniert, dann wird es nicht mehr KI genannt, sondern Informatik, weil wir es dann verstehen", sagt Wilfried Brauer, Professor an der Technischen Universität München. Heute begegnen uns schließlich überall Systeme, in denen KI steckt: Schrifterkennung im Taschencomputer, telefonische Reservierungssysteme für Kino- und Bahntickets, virtuelle Gegner bei PC-Spielen, sprachgesteuerte Roboter, die Fassaden putzen, Kaffee kochen oder Rasen mähen. Und bald wird es auch solche geben, die über die Kraft der Gedanken gesteuert werden können.

 

 

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Bildung/Technologie

US-Demokraten fordern E-Reader für jeden US-Schüler

Von Markus Steiner veröffentlicht am 15/07/2009 - 1 Kommentar(e)

Das Democratic Leadership Council (DLC), eine Non-Profit-Gruppierung um mehrere einflussreiche Mitglieder der Demokratischen Partei, sorgt derzeit mit einem ambitionierten Vorschlag in den US-Medien für Aufsehen. Geht es nach dem Willen der demokratischen Vordenker, soll nämlich jeder Schüler in den USA so bald wie möglich mit einem elektronischen Lesegerät wie etwa Amazons Kindle ausgestattet werden. Unter dem Motto "A Kindle in Every Backpack" will das DLC dabei zunächst einen Testlauf mit rund 400.000 Schülern durchführen. Falls sich das Programm bewährt, soll die Initiative dann in den kommenden vier Jahren auf die gesamte US-Schülerschaft ausgedehnt werden. Obwohl das Projekt mit geschätzten Kosten von neun Mio. Dollar für die Anschaffung der E-Reader deutlich über dem vergleichbaren Wert liegt, der für die herkömmliche Bereitstellung von gedruckten Textbüchern anfallen würde, sollen so längerfristig nicht nur Einsparungen erzielt, sondern auch die Bildungsqualität generell optimiert werden.

 

 

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Wirtschaft/Energie/Solarstrom/Kommentar

Sahara-Strom für das Sommerloch: Illusionen als Verkaufsschlager

Von Edgar L. Gärtner, Wissenschaftsjournalist veröffentlicht am 14/07/2009 - 1 Kommentar(e)

In diesem Jahr bereitete es der deutschen Mainstream-Presse offenbar keine Mühe, ihr Thema für das Sommerloch zu finden. Kaum war die uralte Idee einer Stromversorgung Europas mithilfe von solarthermisch erzeugtem Strom aus der Sahara im Juni vom Club of Rome und der Münchner Rückversicherung erneut ins Gespräch gebracht worden, da übertrafen sich die lieben Journalisten-Kollegen gegenseitig mit Lobeshymnen. Man konnte zum Eindruck gelangen, die endgültige Lösung aller unserer Energieversorgungsprobleme sei gefunden worden. Dabei stießen sie bei den Deutschen auf große Sympathie und wenig Skepsis. Zeigen doch Meinungsumfragen, dass die meisten Deutschen am liebsten nur noch saubere „erneuerbare" Energien nutzen würden. Ob diese auch bezahlbar sind, interessiert die wenigsten. Verkäufer von Illusionen haben es in Deutschland leicht.

 

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Wirtschaft/Wissenschaft/Dienstleistungsökonomie

Forschungswüste Kundenservice: Die Dienstleistungsökonomie ohne Dienstleistungsökonomen

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 14/07/2009 - 2 Kommentar(e)

Viele Unternehmen würden gerne wissen, wie sie sich zum exzellenten Dienstleister verwandeln oder durch Serviceinnovationen wachsen können. Aber wer hilft ihnen dabei und wo kommen die Fachleute her? „Obwohl 70 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung durch Dienstleistungen, erbracht werden, konzentrieren sich Forschung und Lehre immer noch auf die klassische BWL. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn das deutsche Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg basierte in erster Linie auf Produktion und Ingenieurleistungen. Ich erinnere mich noch sehr gut an Zeiten, da stand auch auf den Visitenkarten der Außendienstler ‚Verkaufsingenieur:. Hinzu kommt, dass das Thema ‚Dienstleistung' weit gefächert ist. Das geht vom Call Center über die Gastronomie bis zur Wartung von Computern und Kernkraftwerken. Und all diese Dienstleistungen sind schwierig zu definieren und meist noch schwieriger zu messen", so die Erfahrung von Günter Greff, Direktmarketingexperte und Chefredakteur des Fachdienstes Call Center-Experts.

 

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Wirtschaft/Unternehmen/Innovationen/Wissenschaft

Und Gott würfelt doch! Warum Politiker, Manager und Wissenschaftler Probleme mit dem Chaos haben - Entscheider sollten Schumpeter und nicht Keynes lesen

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 13/07/2009 - Keine Kommentare

„Disruptionen sind Phasenübergänge, die auch in der Natur zu aufregenden Veränderungen führen. Sie sind überdies oft Kinder chaotischer Entwicklungen. Nichtlineare Systeme beherrschen die Welt. Vor 100 Jahren war die Welt der Physiker in Aufruhr, da die stabile, lineare Welt zusammenbrach und Zufall, Nichtlinearität sowie Chaos in die Gedankenwelt einbrach. ‚Gott würfelt nicht' soll Einstein gesagt haben - Zeit seines Lebens kein Freund dieser Wahrscheinlichkeitstheorie der Physik. Und heute erleben wir das schon längst in der Makroökonomie: Wirtschaftskrisen, unerwartete Chancen und die Unfähigkeit der Vorhersage sind nichts weiter als ein Indiz für die chaotische, nicht-lineare Entwicklung unserer Ökonomie. Manager, Politiker und Wissenschaftler sind ein Teil des Zufalls und des Chaos. Leider glauben allzu viele dieser Spezies an den Determinismus und die Planungsillusion", moniert Andreas Rebetzky, Sprecher des cioforums in München und CIO des Technologiespezialisten Bizerba. Wer die Welt nur in Aggregatzuständen betrachte, verliert die wesentlichen Quellen wirtschaftlicher Kreativität und technologischer Entwicklungssprünge aus dem Auge. „Das ist das Manko von Planungsfetischisten und Makroökonomen. Sie unterschätzen die tiefgreifende wirtschaftliche und gesellschaftliche Rolle von unvorhersehbaren Innovationen, die alles durcheinander würfeln und Technologien sowie Geschäftsmethoden revolutionieren. Wirtschaftspolitiker und Ökonomen sollten daher weniger in der General Theory von John Maynard Keynes nach Antworten auf die Krise suchen, sondern sich eher mit dem Werk von Joseph A. Schumpeter beschäftigen", rät Rebetzky.

 

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Internet/Zensursula

Web-Pionier Berners-Lee kritisiert Online-Schnüffelei - Kontrollversuche langfristig ohne Erfolg

Von Georg Eckelsberger veröffentlicht am 13/07/2009 - Keine Kommentare

Der HTML-Erfinder Tim Berners-Lee kritisiert in einer Rede für die BBC jegliche Versuche, das Verhalten von Internetnutzern zu kontrollieren und überwachen zu wollen. Er befürchtet, diese Anstrengungen hätten äußerst schädliche Auswirkungen. Der größere Wert des Internets läge im Fehlen jeglicher Beschränkungen. Außerdem würden solche Versuche langfristig ohnehin scheitern, denn der Freiheitsgedanke umginge letztendlich jede Form der Zensur.

 

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Sport/Boxen

Felix Sturm gegen Khoren Gevor: Boxkampf in der Arena am Nürburgring - Es könnte lange Gesichter im Lager des Weltmeisters geben

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 11/07/2009 - 4 Kommentar(e)

Box-Weltmeister Felix Sturm verteidigt zum dritten Mal innerhalb eines Jahres seinen Titel. Diesmal in der Arena am Nürburgring, wo an diesem Wochenende auch die Formel 1 über die Bühne geht. Gegner ist sein Universum-Boxstall-Kollege Khoren Gevor, der von Fritz Sdunek trainiert wird. Die Pflichtaufgabe könnte für Sturm ein schwerer Brocken werden. Gevor ist die Nummer zwei der WBA- und WBO-Weltrangliste. Bei seinem WM-Kampf gegen Arthur Abraham zeigte er Ende 2007 sein Können und seinen Kampfeswillen. Der Deutsch-Armenier ging erst in der elften Runde K.o. Bei seinen 33 Profikämpfen kassierte er nur drei Niederlagen, bei 18 K.o.-Siegen. „Khoren ist sehr willenstark, hat enorme Kondition. Er will seiner Familie alles Gute tun. Das könnte zum Sieg beitragen. Felix ist trotzdem der Favorit. Er ist einer der besten Mittelgewichtler der Welt. Doch auf die Kampfkraft von Khoren, seinen Druck, den er aufbauen kann, baue ich. Die Konstellation verheißt ein heißes Duell", sagte Sdunek im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt". Der Kampf wird heute Live im ZDF um 22,30 Uhr übertragen.

 

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Wirtschaft/Kino/3D

Kinos brauchen neues Zugpferd - Experten glauben an den Erfolg von 3D-Technik

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/07/2009 - 4 Kommentar(e)

Besonders von Animationsfilme wie „Ice Age 3" oder „Coraline" erhoffen sich die 3D-Macher den langersehnten Durchbruch. „Die 3D-Visualisierung und Darstellung wird sich in den nächsten Jahren durchsetzen und das Kino wieder zum Erlebnisraum machen", so die Überzeugung von Matthias Körbl von der Firma RT Reprotechnik und Spezialist für 3D-Technik. Im Zeitalter der Großbildfernseher und BlueRay-DVD müssten sich Filmindustrie und Kinos etwas einfallen lassen. „Bislang sind zwar von den rund 6000 Leinwänden nur 100 technisch dazu in der Lage. Wenn die aufwändigen Hollywood-Produktionen allerdings Erfolg haben, entsteht eine Sogwirkung", prognostiziert Körbl. Das Interesse beim jungen Publikum werde in den nächsten Jahren auch durch 3D-Computerspiele geweckt. Oder durch das Produkt 3DeeShell des kanadischen Herstellers Spatial View http://www.spatialview.com: Eine Schutzhülle für das iPhone, mit der man auf der Vorderseite eine Streuscheibe einschieben kann. Sie enthält winzige Linsen, die jeweils dem rechten und linken Auge ein unterschiedliches Bild zeigen kann und somit ohne Brille 3D-Effekte erzeugt. Um die eigene Fotosammlung aufzubereiten, benötigt man das Programm „3DeeCamera".

 

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Wirtschaft/Medien/Kommentar

Weltweit größte Schaumschläger-PK: Warum sich Thomas Knüwer über Vodafone aufregt

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 09/07/2009 - 11 Kommentar(e)

Die Pressekonferenz von Vodafone zur neuen Werbestrategie ist nun hoch und runter getwittert worden, so dass man zur so genannten Upload-Kampagne nichts mehr sagen muss. Schaut man sich aber noch einmal in aller Ruhe die Aufzeichnung des Medienspektakels an, bekommt man semantische Albträume. So erging es Thomas Knüwer vom Handelsblatt. In seinem Blogbeitrag „Vodafone und die Generation Mix-it-baby" hat er seiner Wut freien Lauf gelassen: „Es war wie ein Unfall. Man weiß, dass es schlimm ist - aber wegschauen geht auch nicht. Und schlimm war es. Es tat weh. Weh, weil die deutsche Sprache zwar schwer ist, aber doch auch schön. Weh, weil ich Menschen sah, die sich so offensichtlich unwohl in ihrer Haut fühlten, trotzdem aber öffentlich auftreten mussten. Weh, weil ich mich selbst sah und erkannte, dass ich so nicht sein will. Weh, weil gute Ansätze mit voller Wucht gegen eine Stahlwand gehauen wurden".

 

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Wirtschaft/Politik/Dienstleistunsökonomie

Industriemuseum Deutschland: Wie Rüttgers und Co. unsere Zukunft blockieren

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 08/07/2009 - Keine Kommentare

Staatsknete für Versandhauskataloge, Rettungspakete für marode Industriekonzerne, die schon vor der Finanzkrise kurz vor der Pleite standen, Bürgschaften und Finanzhilfen für Warenhaus-Dinosaurier, Fusionserleichterungen für angeschlagene Zeitungsverlage: Was Spitzenpolitiker wie Seehofer, Merkel oder Rüttgers derzeit wirtschaftspolitisch bieten, hat nach Ansicht von Experten überhaupt nichts mit der Zukunft des postindustriellen Zeitalters zu tun. brand eins-Redakteur Wolf Lotter in seinem Buch „Die kreative Revolution - Was kommt nach dem Industriekapitalismus?" (Murmann-Verlag) hat das treffend beschrieben: Wirtschaft werde immer noch mit dem Kopf der Fabrik gedacht. „Alle zeitlichen und materiellen Erscheinungen von Ökonomie sind nach wie vor voll am Ablauf des reinen Produktionsbetriebes orientiert, in dem Veränderungsprozesse nachrangig sind", schreibt Lotter. Man müsste erst einmal den Irrgarten industriekapitalistischer Terminologie und Lehre verlassen, um sich überhaupt ein halbwegs geordnetes Bild dessen zu machen, was seit mehreren Jahrzehnten im Alltag bereits deutlich wird: Wissen schlägt Produkt. „Die großen Gewinne, die weltweiten Erfolge ökonomischer Prozesse und Innovationen sind nahezu alle wissensbasiert, seit dem Siegeszug des Computers und des Internets ist das deutlich", erläutert Lotter, der aber darauf verweist, dass die meisten Akteure von Wirtschaft und Politik getaktet sind wie in den Zeiten des Fordismus. Harmonisch werde der Machtkampf zwischen industriekapitalistischen und wissensbasierten Organisationen nicht ablaufen.

 

 

 

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Medien

Bloggen macht schön! NeueNachricht in neuem Gewand

Von Silke Landwehr veröffentlicht am 08/07/2009 - 12 Kommentar(e)

 

 

Stefan, Web 2.0 und Gunnar
Stefan, Web 2.0 und Gunnar

Nach vielen, vielen Ideenfindungsdebatten, medienphilosophischen Diskursen, einer Menge Programmierarbeit und Diskussionen rund um das richtige Layout feierte das NeueNachricht-Team den Relaunch von NeueNachricht: Auf der ne-na-Sommerparty versammelten sich Freunde, Kunden und Weggefährten um frei nach dem Motto Bloggen macht schön! mit dem ne-na.de-Team anzustoßen (es wird gemunkelt, dass es auch zwei Glässchen waren. Oder drei, oder.....). Wir feierten die Idee, ne-na.de mit dem Opensource CMS Silverstripe auf den neuesten technologischen Stand zu bringen, denn was für den Wahlkampf von Barack Obama recht war, war uns nur billig. Wir feierten den wunderschönen Sommertag und ein wenig feierten wir auch uns selbst.

 

Allen Gästen ein großes Danke für den tollen Abend!

 

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Wirtschaft/Call Center/Verbraucher

Tante Erna, Sherlock Holmes und die dilettantischen Regeln gegen unerlaubte Telefonwerbung - Call Center-Gauner ändern ihre „Geschäftsmodelle“

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 07/07/2009 - 6 Kommentar(e)

„Rechtstechnisch sind die Regelungen ohnehin dilettantisch gestrickt worden. Da wundert mich der Bußgeld-Eiertanz in Berlin überhaupt nicht. Auch die Umsetzung der Rechtsvorschriften wird im Alltag sehr schnell an seine Grenzen stoßen. Wie soll sich denn Tante Erna wehren, wenn sie mit unerlaubter Telefonwerbung belästigt wird und durch die Rufnummernunterdrückung keine Chance hat, den Anrufer zu identifizieren. Die Vorstellung des Justizministeriums, dass die mit einem Notizblock bewaffnete Tante Erna nach Manier von Sherlock Holmes den unerbetenen Call Center-Agenten in ein Gespräch verwickelt und je nach taktischer Vorgehensweise aus ihm herauspresst, wie sein vollständiger Name lautet und in wessen Auftrag er anruft, ist eine amüsante Vorstellung. Wahrscheinlich wird das BMJ nach dieser Empfehlung bundesweite Seminare für die Bürger anbieten: ‚Wie lüfte ich in fünf Minuten die Identität eines Call-Center-Agenten'. Wer es noch schafft, sich den Gewerberegisterauszug der Schwarzen Schafe faxen zu lassen, erhält ein Dankesschreiben von Frau Zypries", so der Einwand des Düsseldorfer Telekommunikationsexperten Udo Nadolski, Geschäftsführer der Beratungsfirma Harvey Nash.

 

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Handel/Verbraucher/Wertwandel

Konsumieren mit Sinn - Wertewandel stellt Handel vor neue Herausforderungen

Von Malte Sönke veröffentlicht am 06/07/2009 - 1 Kommentar(e)

Sinnfragen beeinflussen immer stärker unser Leben. So könnte man - stark verkürzt - das Ergebnis der neuesten Studie des Zukunftsforschers Eike Wenzel zusammenfassen. Er sieht die verschiedenen Märkte der westlichen Welt massiven Veränderungen unterworfen: in Richtung tatsächlicher Nachhaltigkeit und wachsender ideeller Wertigkeit. Wenzel untersucht in „Sinnmärkte - Der Wertewandel in den Konsumwelten" verschiedene Märkte und Lebensfelder wie Regionalität, Tourismus, Spiritualität, Bildung und Körper sowie Genuss. Er kommt jeweils zu einem vergleichbaren Schluss. Die Anforderungen an alle Dienstleister und Produzenten würden innerhalb der allernächsten Zeit deutlich zunehmen.

 

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Banken/Wirtschaftskrise/Kreditvergabe

Kreditgeiz, Falschberatung und Arroganz: Banken würgen die Konjunktur ab - Berichten Sie auf NeueNachricht über Ihre Erfahrungen mit Finanzinstituten

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 06/07/2009 - 7 Kommentar(e)

Trotz Niedrigzinsen und Bad-Bank-Gesetz geizen viele Banken bei der Vergabe von Krediten. Das berichtet Spiegel Online. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hält das für „unzumutbar" - und droht den Instituten Zwangsauflagen an. Der Bundeswirtschaftsminister wirft den Banken eine zu zögerliche Kreditvergabe vor. Einige Institute würden sich bei niedrigen Zinsen mit Kapital ausstatten und seien nicht bereit, das Geld in Form von Krediten weiterzugeben, sagte der CSU-Politiker Spiegel Online zufolge. Auch die Qualität der Bankberatung und der Umgang mit Kunden hat sich nach der von den Finanzinstituten zu verantwortenden Wirtschaftskrise nicht verbessert - eher das Gegenteil ist der Fall. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Stichprobe des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) in Zusammenarbeit mit der ZDF-Redaktion WISO. Demnach gelingt es nur einem von 25 Bankberatern, den finanziellen Hintergrund eines möglichen Kunden auszuleuchten und dann auch richtig zu beraten.

 

 

 

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Wirtschaft/Internet/Dienstleistungen

Die neue Welt der Free-Economy: Anwendungen wichtiger als Produkte

Von Silke Landwehr veröffentlicht am 06/07/2009 - Keine Kommentare

Das neue Buch „Free" des Wired-Chefredakteus Chris Anderson handelt vom Preisverfall in vielen Märkten - von den rasant fallenden Kosten für Telefonminuten bis hin zu den Preisen für Mikrochips: „Und von der Frage, wie künftig mit Produkten dennoch Geld verdient werden kann. Dinge zu verschenken, glaubt Anderson, kann unerwartete, für den Hersteller durchaus erwünschte Folgen haben", so Spiegel Online. Verdienen könnten Unternehmen künftig „um Produkte herum", so wie Google das mache: Für die Nutzung der Suchmaschine zahle niemand, doch mit der Werbung, die der Konzern einblendet, werden Milliarden umgesetzt. „Schon sein Opus ‚The Long Tail' hat die Veränderungen unserer Wirtschaft zu kleineren Einheiten treffend skizziert. Anderson belegt eindrucksvoll, warum wir in der westlichen Welt keine Phase der Reindustrialisierung erleben werden. Da können Spitzenpolitiker wie Müntefering predigen was sie wollen. Die kontrollierte Welt des Industriekapitalismus ist vorbei", sagt Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer IT-Beratungshauses Harvey Nash.

 

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Wirtschaft/Energie/Solarstrom/Verbraucher

Solarstrom macht arm

Von Edgar L. Gärtner veröffentlicht am 04/07/2009 - 1 Kommentar(e)

In Deutschland hängen bekanntlich etwa sieben Millionen Arbeitslose oder Inhaber von Mini-Jobs ganz oder teilweise am Arbeitslosengeld 2 (Hartz IV), davon etwa die Hälfte dauerhaft. Der monatliche Basissatz von ALG2 beträgt je Erwachsener noch immer 59 Euro. Hinzu kommen die Kosten für Wohnungsmiete, Heizung und Wasser, die in der Regel bis zu einem örtlich unterschiedlichen Deckelbetrag von der Kommune übernommen werden. In jeden Fall müssen die ALG2-Empfänger den Strom für Kochen, Beleuchtung, Kommunikation und Unterhaltung aus dem Regelsatz von 359 Euros begleichen. In der Stadt Frankfurt werden für Haushalte ohne elektrische Warmwasseraufbereitung monatlich lediglich 17 Euro für „Haushaltsenergie" angesetzt. Da die Stromkosten für Privathaushalte in Deutschland im europäischen Vergleich mit fast 22 ct/kWh besonders hoch sind, müssen ALG2-Empfänger ihren Jahresverbrauch auf etwa 750 kWh begrenzen, wenn sie nicht ihre Ernährung einschränken wollen. Das entspricht weniger als der Hälfte des durchschnittlichen Stromverbrauchs deutscher Einpersonenhaushalte, der zurzeit bei etwa 1.700 kWh/a liegt. Wer von ALG2 abhängt, muss also, ohne Hunger in Kauf zu nehmen, selbst seine Internet-Nutzung stark einschränken.

 

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Wissenschaft/Gehirn/Lernen

Superlernen, die Rattenfänger der Neuroökonomie und warum Gehirnjogging Unfug ist: Wenn die Birne leuchtet, lernen wir nicht besser - Ein Profihirn zeigt wenig Aktivität

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/07/2009 - Keine Kommentare

Warnungen spricht Professor Scheich beim Modethema Neuroökonomie aus: „Man sollte sehr misstrauisch sein gegenüber den Weisheiten, die aus diesem Bereich kommen und zwar insbesondere wenn sie über die Macht der Bilder erzielt werden. Fast alle Medien würden zur Zeit Bilder der Kernspintomographie veröffentlichen. Da taucht ein Fleck im Gehirn auf, also muss das irgendwas bedeuten", so Scheich. Da gebe es sehr viel Rattenfängerei. Es sei einfach nicht richtig zu glauben, wenn die Birne aufleuchtet und die Aktivierung im Gehirn größer wird, ein besserer Zustand des Gehirns erreicht werde. Im Gegenteil: „Große Aktivierung im Gehirn bedeutet Unsicherheit des Gehirns. Wenn Sie Aufgaben untersuchen, wie sie gelöst werden, von unsicherem Status bis zum Profi, dann finden Sie eine negative Korrelation mit der Größe der Hirnaktivierung. Der Profi setzt eigentlich nur noch seine spezifischen Mechanismen für etwas ein", so der Hinweis von Scheich. Gehirnjogging mit riesiger Hinaktivierung nachzuweisen, sei Unfug. Die kleine Aktivierung, die beim scharfen Nachdenken von einem Profi produziert werde, das ist die eigentliche Aktivierung, die richtig ist.

 

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Wirtschaft/Management/Wissenschaft

Spinner statt Spießer: Warum wir in Deutschland mehr Regelbrecher brauchen – Fortschritt kommt vom Außenseitertum

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/07/2009 - 3 Kommentar(e)

Professor Michael Zerr, Präsident der Karlshochschule, für die Universitäten: „Was an deutschen Hochschulen läuft, ist Stoff-Bulemie: reinschaufeln, auskotzen, vergessen. So funktioniert die Wirtschaftswissenschaft bislang wie ein Jahrmarktsverkäufer. Hier noch eine Leberwurst und eine Salami - einen Büchsenöffner gibt es noch kostenlos dazu. Ein bisschen Jura, Mathe und Rechnungswesen. Regeln, Regeln, Regeln und das ist es dann", beklagte sich Zerr. Studenten sollten lernen, Dinge in Frage zu stellen, beispielsweise über den Sinn des Controllings. „In erster Linie handelt es sich um eine Inszenierung von Rationalität. Unsere Studenten beschäftigen sich damit, wie man eine kalkulatorische Wirklichkeit inszeniert, welche Rituale sich im Management abspielen, welche Metapher verwendet werden, um in einer Organisation Mikropolitik zu mache. Das ist das Programm unserer Universität", sagte Zerr in Halle.

 

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Bücher

Bekenntnisse eines Bibliophilen

Von Gunnar Sohn veröffentlicht am 04/07/2009 - Keine Kommentare

 

Schreibwerkstatt
Schreibwerkstatt

Die Tempelritter unserer Zeit sind leidenschaftliche Buchhändler und Antiquare. Zu ihnen zählt der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom die Buchhandlung Tropismes in Brüssel, Laie in der Pau Claris in Barcelona, Knesebeck Elf in Berlin (bei meinen Berlin-Aufenhalten versuche ich immer, dort hinzugehen), Felix Jud in Hamburg, Klaus Bittner in Köln, die Buchhandlung zum Wetzstein in Freiburg, das winzigkleine Sandoe's in London oder Müller & Böhm, die mittlerweile im Geburtshaus von Heinrich Heine in Düsseldorf residieren.

 

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Wirtschaft/Management/Interview

Das Management und der Nutzen fröhlicher Anarchie: Fragen der Bonner Marketing-Guerilla an NeueNachricht-Chefredakteur Gunnar Sohn

Von Marketing Guerilla veröffentlicht am 04/07/2009 - Keine Kommentare

 

GS: Strategen haben nicht ausgedient. Sie dürfen nur nicht den Regeln von mechanistischen Modellen folgen. Das war schon immer ein Fehler. Erfolgreiche Unternehmer haben das zu allen Zeiten unkonventionell gehandelt. Schnelligkeit, Stärken nutzen, Erfahrung, Urteilskraft, siebter Sinn und Intuition kann man nicht planen. Unternehmerisches Handeln ist nur schwer zu systematisieren. Wie gute Unternehmer handeln und entscheiden, ist häufig von Zufällen abhängig und widerspricht dem ideologischen Weltbild von Planungsfanatikern.

 

 

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